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Griechenland

Japan - Griechenland im 11FREUNDE-Liveticker

Japa-NO-logie

Japan gegen Griechenland, ein Remis auf Augenhöhe. Unter Blinden. Warum beide Teams dennoch Chancen auf das Achtelfinale haben, weiß nur der liebe Fußballgott. Warum es nicht das Epos wurde, dass es zu werden versprach, weiß: Der 11FREUNDE-Liveticker.

1.59 Uhr

Adieu. Japan-Griechenland verabschiedet sich wie einst meine Ex-Frau: Machs gut. Und bitte. Ruf nie wieder an. 

1.53 Uhr

Aus! Das Spiel ist aus! Was bedeutet das? 1.) Diese 90 Minuten bringt mir niemand zurück 2.) Uruguay ist für das Achtelfinale qualifiziert 3.) Franz Beckenbauer. 

92.

In den Kommentaren mutmaßt ein 11FREUNDE-Leser, die Japaner wären schlicht zu höflich, einen Gegner in Unterzahl zu bezwingen. Und plötzlich erinnere ich mich an die Vorberichterstattung, in der es hieß, die Japaner hätten nach ihrem ersten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste ihren Block aufgeräumt. Also. Den Müll weggeräumt. Das stelle man sich mal vor! In der Bundesliga! Das ist fast so unwahrscheinlich, wie die Hoffnung auf ein Tor in diesem Spiel. 

89.

Ein letzter Freistoß für die Japaner. Der Rückenwind stimmt, das Freistoßspray sitzt und Honda, ja Honda, so Poschmann, hat den Winkel gefunden. Dann aber schießt Endo, schießt nicht schlecht, aber eben auch nicht gut genug, um diesen Teufelskerl im griechischen Tor, dessen Name mir nicht einfallen will, den man sich aber spätestens jetzt wirklich merken sollte, zu bezwingen.

86.

Aus der Reihe »Sätze die wir gern geschrieben hätten, die aber durch den Irrwitz eine lähmenden Wendung nie eine faire Chance hatten«, Teil 1: Honda schaltet einen Gang höher.

83.

Bester, Verzeihung, auffälligster Mann ist längst Atsuto Uchida. Rechtsverteidiger. Der flankt und flankt und flankt, als hätte er von Uwe Seeler geträumt, oder sonst einem Kopfballungeheuer. Und nach jedem neuerlichen Versuch köpfeln die griechischen Recken den Ball in Richtung Schlußpfiff und hätscheln den armen Atsuto: Ätsch, Albtraum.

80.

Die Nachbarin klingelt und verlangt, dass ich leise sein soll, es sei spät, sie müsse morgen nicht arbeiten, aber sie brauche ihre acht Stunden Schlaf nach der Mondphase, sagt ihr Yogi. Erkläre ihr, dass ich Japan-Griechenland schaue. Sie entschuldigt sich für die Verwechslung.

77.

Okubo mit einem schönen Schuss aus der Distanz. Der Torhüter der Griechen (Name entfallen) hält souverän. Den Namen sollte man sich merken. Japan erinnert jetzt an einen Mann im Schwangerschaftskurs. Sie drücken und drücken und drücken. Ohne Ergebnis.

74.

Ich lege mich fest: Die einzige Chance für die Griechen, hier noch ein Tor zu machen, wäre eine Standardsituation. Blöd nur, dass es keine mehr geben wird. Das ist so sicher, wie die Mutmaßung Poschmanns, dass Honda der bestimmende Spieler des Spiels sei. Also eigentlich kein bisschen. Und trotzdem. Wenn hier einer gewinnt, dann Japan. Oder wer immer auf 0:0 gewettet hat.

71.

In der Kommentarzeile nutzt man den Leerlauf, bildet sich fort und lernt japanisch. Vorbildlich. Und sofort wird das Gelernte angewandt: »これはサッカーとは何の関係もない。« Dem können wir nur zustimmen. Und auch die Japaner, die stolzen Japaner, lesen offenbar mit. Uchida rauscht aus der Tiefe des Raumes, also der Schalker Meile, in Richtung Strafraum, und wemst den Ball in Richtung Meisterschaft der Herzen. Amer Uschi. 

68.

Riesen-Mega-Hyper-Chance für Japan. Uchida flankt von rechts durch den griechischen Strafraum, wo gerade alle in Pause zu sein scheinen. Okubo muss eigentlich nur noch das Füsschen hinhalten, versemmelt aber, als wäre es ihm peinlich, auf so schlichte Art in Führung zu gehen. Edel, diese Japaner!

65.

Und dann schweift man ab. Ich war die kompletten 80er in Katja B. verliebt. Sie stand leider auf Nico F. Dessen Vater fuhr einen Sattelschlepper, auf denen Autos durchs Land gekarrt wurden. Und manchmal eben auch Ferraris. Und dann lud Nico F. Katja B. ein sich mal in einen Ferrari zu setzen. Und dagegen hatte ich dann keine Chance. Das blieb nicht ohne Wirkung. Und jetzt tickere ich Japan – Griechenland. J'accuse, Katja B.!

62.

Der Beweis, dass ich tatsächlich ZDF-History schaue jetzt von King Poschi himself: »Jetzt, Sportsfreunde, müsste es zügig gehen.« Ich hatte also Recht. Nur dass wir uns nicht im Jahr 2007 befinden, sondern irgendwann in den 80ern hängen. Wann kommt Heike Drechsel und entscheidet das Spiel mit einem Satz?

59.

Honda rettet. Aber wen? Opel? Ach, wie ich diese Honda-Scherze leid bin. Aber was will man machen. Das Spiel kommt einfach nicht in, naja, Fahrt. Und dann plötzlich eine gute Möglichkeit für die Griechen. Nach einer Ecke kommt Gekas aus dem Jahr 2007 herangeflogen und zielt mit dem verbliebenen Resthaar auf das Tor. Vergeblich.

57.

Zum Sport: Jetzt endlich ist er im Spiel. Shinji Kagawa! Ich bin wach, das Stadion ist wach, also, liebes Spiel, gib Dir einen Ruck, tanz mit uns ins Glück!

53.

Mitten in der Nacht, Zeit für Geständnisse: Ich steh auf Georgios Samaras. Fußballerisch limitiert, mit dem gemütlichen Blick eines melancholischen Zweiflers gesegnet und seit Jahr und Tag sein wallendes Haar tragend, als wäre das Wort Mode ein neurotischer Umstand. Ich könnte ihm stundenlang zusehen. Nur eben nicht bei einer Weltmeisterschaft.

50.

Ach Poschi, wir waren doch kurz Freunde! Aber dann: »Balleroberung. Es bleibt dabei. Das ist nicht sehr kreativ.« 

47.

Jetzt neu für Japan im Spiel: Endo. Endlich sagen wir, endlich ist er auf dem Platz, der Gestendolmetscher von Albert Zaccheroni. Und jetzt wedel endlich, Albert, wedel. Aber nein. Der Trainer der Japaner verrutscht mit seinen Armen nur beharrlich in der Horizontalen. Endo hilf, was soll das bedeuten?

1.03 Uhr

Rudi Cerne fällt aus der Rolle, zeigt den Platzverweis von Katsouranis, und fragt mit besorgter Mine: Wer hat diesen Mann gesehen? Hinweise bitte telefonisch unter 555-Nase. Aktenzeichen Japan – Griechenland ungelöst.

1 Uhr

Und nochmal Sokrates: »Wieviele Dinge gibt es doch, derer ich nicht bedarf.« Uns fiele da etwas ein..

00.58 Uhr

Tja, was lehrt uns diese erste Halbzeit? Sagen wir es mit Sokrates, dem ollen Sturmtank der Philosophie: »Bedenke stets, dass alles vergänglich ist; dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.« Wobei selbst er nicht mit 45 Minuten Japan-Griechenland gerechnet haben wird.

00.55 Uhr

Jetzt die Nachrichten. Der Bergsteiger aus »Biwak übernehmen sie« ist oben. Also ganz unten. Aber über Normalnull. Wenn er jetzt die erste Halbzeit Japan – Griechenland gesehen hat, sehnt es ihn wohl wieder nach der Tiefe. 

Halbzeit

Einer der Gründe, weshalb es immer lohnt, den 11FREUNDE-Liveticker einzuschalten: Die exklusiven Hintergrundinformationen. Hier ein aktuelles Bild aus der japanischen Kabine:

45.

Wolf-Dieter, hab Nachsicht! Jetzt hast Du uns doch noch eine Info gesteckt, wie sie im Buche steht. Griechenlands Trainer Santos könne die Halbzeit kaum noch erwarten, säuselt uns Poschmann in den Äther, denn er müsse rauchen, dringend rauchen. Wir haben Mitleid, verzeihen Santos die biedere Spielweise seiner Mannschaft und tun es ihm gleich. Halbzeit.

45.

Der offizielle Twitter-Hashtag zum Spiel hat das Zeug zum Onomatopoetikum: #JAPGRE. In Jahren werden unseren Kinder zueinander sagen, dann schon am Leben verzweifelt, ach, ich fühle mich heute irgendwie japgre. Und alle werden nicken und verstehen. Der Arme. 

42.

Muss mich entschuldigen. Offenbar schaue ich das falsche Programm. Hier, offenbar ist das ZDF-History, kommt jetzt auch noch Karagounis in die Partie. Der war damals, wann immer das war, schon alt. Was er wohl heute macht? Schaut wahrscheinlich WM. Der Glückliche.

39.

Gelb-Rote Karte für Katsouranis. Der kommt auch aus einer Zeit, in die er zumindest für den Moment gern zurück wollen wird. Griechenland jetzt also in Unterzahl. Konsequenz? Richtig: Der erste richtig gefährliche Torschuss durch Torosidis. 

37.

Jetzt ist doch Schluß für Mitroglou. Für ihn kommt Theofanis Gekas. Torschützenkönig der Bundesliga 2007. Ach, 2007. Da war ich noch 22, also 22kg leichter, und hatte das Leben noch vor mir. Und heute? Japan-Griechenland. 0:0. Wär ich nie drauf gekommen.

35.

Mittelfeldmann Yasuhito Ende spielt zwar nicht, machte sich aber im Vorfeld der Partie dennoch an uns verdient. Er erklärte, wie sich die Spieler mit ihrem italienischen Trainer Alberto Zaccheroni verständigen würden: »Wenn er will, dass wir schnell spielen, wedelt er mit den Armen.« Wir fragen uns: Ja warum wedelt er denn nicht? 

33.

Kostas Mitroglou geht zu Boden. Will es aber auf jeden Fall weiterversuchen. Denn ein vorzeitiger Abschied vom Turnier würde für ihn auch eine vorzeitige Rückkehr zum FC Fulham bedeuten. Dort bekanntlich Trainer: Felix Magath. Wir sind bei Dir, Kostas.

30.

Honda mit einem Freistoß, der zunächst nach Gefahr aussieht, aber mitten auf den griechischen Torwart geht. Poschmanns Reaktion in Lautschrift: Lechz. 

27.

Das Spiel der Griechen erinnert mich an meinen letzten Besuch in einem griechischen Restaurant. Erst kam nix, dann zu wenig und am Ende besorgte mir der Gratis-Ouzo den Knockout.

24.

»Die Körperlänge einiger Japaner ist nicht so, dass man sie als Kopfballungeheuer bezeichnen müsste«, poschmannt Poschmann, und wir denken uns, wir wollten doch nicht mehr meckern, wir wollten ihn lieben, unseren Poschi, und mit ihm all seine Kollegen, von Wie-Sie-Alle-Heissen-Bis-Sogar-Steffen-Simon, aber es geht nicht anders: Die Sätze einiger Kommentatoren sind nicht so, dass man sie gern hören würde. Ach Poschi. Wenn wir Dir diesen Honda bringen, auf den Parkplatz von Natal, wirst Du einsteigen?

22.

Poschmann lobt erneut Honda. »Er wird mit Sicherheit der auffälligste Spieler des gesamten Spiels sein.« Derweil schlenzt Osaka einen wunderbaren Ball knapp am Tor vorbei. 

19.

Der Kicker, die Mutter aller Ratgeber, klärte uns Unwissende heute darüber auf, dass das japanische Spiel dem Wabi-Sabi gleicht, dem Konzept zur Wahrnehmung von Schönheit. Ursprünglich bedeutet Wabi übrigens elend, einsam und verloren. Ein bisschen Wabi-Sabi steckt wohl in uns allen.

16.

Poschmann lobt jetzt Honda. Neuer Schleichwerbungs-Skandal beim ZDF? Der 11FREUNDE-Liveticker, powered by btty, ermittelt.

14.

Für Taktikfüchse, das Spiel ist dazu angetan, hier ein kleiner Einblick in die taktische Ausrichtung der Japaner: Das Okazaki-Fragment.

11.

Gute Chance für die Griechen. Kone bekommt an der Mittellinie den Ball und läuft und läuft und läuft, zum Glück mit dem Ball am Fuß in Richtung Glück. Der Schuss dann aber zu zentral. Weiterhin kone Tore.

8.

Das Spiel bisher noch so, wie ich in einer Runde Quizduell mit meiner vierjährigen Nichte: Chancenlos.

5.

Das lässt Mitroglou nicht auf sich beruhen. Der Grieche mit einer ersten Chance. Ebenfalls geblockt, diesmal von der japanischen Abwehr. Bisher ein Blockduell für Genießer.

2.

Und gleich der erste Torschuß der der Japaner. Okubo, der Mann, der zum 1. FC Köln wechselt, dieser schmerzfreie Teufelskerl, mit einem Schuss, der von der griechischen Abwehr geblockt wird. Poschmann weiß warum: »Es ist windig. Sehr windig.«

1.

Anpfiff. Musik in den Ohren von Schiedsrichter Joel Aguilar. Bis jetzt ein typisches 0:0.

0 Uhr

Und trotzdem hoffen wohl alle ein wenig auf den Einsatz des vierten Offiziellen, ein Exot wie er im Buche steht: Norbert Hauata aus Tahiti. Seine Hobbies: Angeln, Kino und Volleyball. Deckt sich mit meiner Freizeit: 

23.59 Uhr

Und noch ein paar Hard Facts zum locker werden. Der Schiedsrichter der Partie kommt aus San Salvador und heißt Joel Aguilar. Seine Hobbies? Lesen, Schreiben und Musik hören. Seine schönste Erinnerung? Die WM 2010 in Südafrika. Dort leitete Aguilar allerdings keine einzige Partie. Was für ein Mann!

23.56 Uhr

Auf der anderen Seite hat Japans Keisuke Honda vom AC Mailand vor dem Turnier selbstbewusst erklärt: »Wir können die Großen schlagen!« Aber was ist mit Griechenland?

23.55 Uhr

Dabei ist das mit der Wand doch gar kein Problem, wie man hier sieht:


23.53 Uhr

Sowohl die Japaner als auch die Griechen stehen nach ihren Auftaktniederlagen mit dem Rücken an der berühmten Wand. Kein Grund zur Panik, dachte sich Georgias Samaras und beruhigte via Facebook in die griechische Heimat: »Ihr solltet wissen, dass wir unsere Fehler als erstes erkennen.« Von Fehler abstellen war allerdings nicht die Rede.

23.53 Uhr

In Vorbereitung auf das Spiel heute morgen in der Bahn die Chance genutzt und einen Mitreisenden gefragt, wie denn der bisherige Turnierverlauf in seiner Heimat aufgenommen würde. Seine Antwort überraschte: »Ich komme aus Herne. Und ich möchte nicht, dass sie weiterhin auf meinem Schoss sitzen.« Sind nervös, die Japaner. 

23.51 Uhr

Laut einer Umfrage hassen die Griechen bei dieser WM übrigens welches Team am meisten? Richtig: Die deutsche Elf. Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen warum, hegen aber keinerlei Revanchegerüchte: Möge der Blässere gewinnen!

23.49 Uhr

Will man sich eigentlich noch über die unfähigen öffentlich-rechtlichen Fernsehgesichter aufregen? Nein? Also dann. An der Seite von Rudi Cerne für den Moment Tony Baffoe. Warum auch immer, kurz vor einem Spiel Japan – Griechenland. Aber ganz egal. Der Mann ist eine Wucht. Charmant, eloquent und fachkundig. Wären wir auch gern.

23.47 Uhr

Das erste Ausrufezeichen setzen die Japaner! Mit ihrer Aufstellung! Shinji Kagawa zunächst nur auf der Bank! Shinji Kagawa! Ja, ja, hat eine schlechte Saison gespielt bei Manchester United. Wenn er denn gespielt hat. Aber Shinji Kagawa! Wenn eine Mannschaft auf einen Spieler seiner Qualität verzichten kann, steht mein Weltmeister fest: Honduras, Ausrufezeichen

23.45 Uhr

Willkommen zu Japan – Griechenland. International für: El Clasico.

21.15 Uhr

Zur Einstimmung auf das Spiel hier das letzte digitale Lebenszeichen Shinji Kagawas, bevor es in Richtung Brasilien ging. Am 31. Mai twitterte er diesen kunstvollen Kurzfilm, der sich in seiner erzählerischen Dichte hinter den Meisterwerken Takeshi Kitanos nicht zu verstecken braucht. Auch die Beschreibung, die Kagawa dem Video beistellte, stimmt nachdenklich. Hier in der wortgetreuen Übersetzung aus dem Internet: »Video der Person, die mir geholfen und meine lokale in der CM von KIRIN Herr erschienen ist OA! Bitte werfen Sie einen Blick! Ich wurde sehr gut CM!« 

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