HSV
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FC Bayern

HSV-Bayern im 11FREUNDE-Liveticker

»Wer war noch mal der Gegner, Herr Götze?« – »Nur der HSV!«

HSV-Bayern 1:4. Ein Spiel wie ein Kindergeburtstag von Mario Götze (seit heute 12 Jahre alt). Und auch die niedlichen Dinos gingen fröhlich nach Hause. Absteigen? Nö, jetzt nicht. Vielleicht nächstes Wochenende. Jetzt schon zweitklassig: der Ticker.

15:15 Uhr

Gerade bei heftig.co gelesen: »Ein Dino trifft eine angeschossene schwarze Bestie – ich hätte nie erwartet, was dann passiert!« Löffeln die Urzeitmonster einander etwa in den Schlaf? Ich bin ja sooo gespannt!

15:21 Uhr

Hamburgs superverletzter Maxi Beister mit der Peter-Maffay-Abstiegslederjacke. Sieben Mal wirst du die Asche sein.

15:22 Uhr

Sammer jetzt. Wirkt mittlerweile, als würde er zwischen den Spielen gar nicht mehr nach Hause gehen. Atmungsaktive Haut, sonnenabweisende Psyche. Die Stadien sind sein Kleingarten. Fragen zu Blattläusen? Onkel Matthias weiß, wie man sie platt macht.

15:28 Uhr

Schreckliche Bilder: Die Spieler in den Katakomben. Adler mit demselben Gesichtausdruck wie ich auf meinem Einschulungsfoto: Zukunftsangst, Misanthropie, Einsamkeit. Bis ich merkte, dass ein Lego-Betonmischer in der Schultüte war. Und zwei Hanuta! Was ist heute für den HSV drin?

1.

Anstoß. Schon mal 2:0 Ballkontakte für den HSV. Diesen psychologischen Vorteil muss er jetzt nur noch konsequent nutzen.

2.

Wolff Fuss von Beginn an in einem Tonfall, als wäre dies hier das letzte Spiel der Menscheitsgeschichte, als würde am Horizont schon der Atompilz wachsen. Ob wir überleben? Den Tonfall, meine ich?

4.

Sehen wir es doch mal so: Für HSV ist es ja irgendwie das erste Finale seit 1987, seit damals im Pokalendspiel gegen die Stuttgarter Kickers. Slomka hat bei einem Goldschmied in Reinbek auch schon Pokale anfertigen lassen. Je 20 ml Sekt passen hinein. Prost.

7.

Ein Schwenk in die HSV-Kurve, dort sehen wir Gesichter wie in einer Warteschlange vorm Dixie in Wacken. Dieser unmenschliche Druck!

9.

Und irgendwo in einem Hochhaus in Kopenhagen steigt Frank Arnesen ein Treppenhaus hinab. Aus Solidarität. Und ein bisschen auch aus Selbsthass.

12.

Immer wieder: Ilicevic haut drauf. Wenn das mit dem Klassenerhalt nichts wird, kann er ja noch Mopo-Kolumnist werden.

15:46 Uhr

Gegner, die ihm unten Pferdeküsse verpassen und oben nach Autogrammen fragen: Philipp Lahm sammelt schon mal wertvolle Erfahrungen fürs WM-Gruppenspiel gegen Ghana.

17.

Bislang wirkt das Spiel wie dieser mit dem Fußball nur entfernt verwandte Sport, bei dem halbnackte Briten sich an einer Dorfmauer entlangdrücken, den Ball jeweils in ihre Kneipe quetschen wollen, aber niemand weiß, wo dieser Ball sich eigentlich befindet. Guardiola ist angewidert, lässt sich einen Laptop bringen, schaut Almodovar-Filme. Ein Trainer am Rande des Nervenzusammenbruchs.

19.

Schlimmer als in einem Kreuzberger Supermarkt, wenn die Klasse 8b aus Salzgitter versucht, an Alkopops zu kommen: Acht falsche Pässe innnerhalb von drei Sekunden.

22.

»Hamburg macht die Räume gut zu«, meldet der HSV-eigene Liveticker. So richtig, mit Brettern vor den Fenstern? Hat Bürgermeister Scholz das Stadion zum Gefahrengebiet erklärt?

25.

Das HSV-Spiel wirkt, als hätte Slomka seine Jungs unter der Woche an der Binnenalster alten Omas die Handtasche klauen lassen: »Sobald ihr sie habt, rennt um euer Leben, egal wohin!«

28.

Dass er mal auf Wolfsburg hoffen musste, war bei Uwe Seeler zuletzt 1956 der Fall: Als er sich seinen ersten VW-Käfer bestellt hatte.

31.

Aus Slomkas Stirnschlitz kommt plötzlich eine Mini-DVD, Titel »Wunder Klassenerhalt«. Warum? Darum: Tor. Götze. 0:1. Slomka schiebt ’ne neue DVD rein: »Fack Ju Götze«. Ein Horrorfilm.

34.

Uns Uwe hat keinen Bock mehr, auf Wolfsburg zu hoffen, hat nun offenbar den HSV-Ticker gekapert, anders ist der nostalgische Ton dort nicht zu erklären: »Waren das noch Zeiten, als die Profis mit schwarzen Stollenschuhen aufliefen«, heißt es plötzlich. »Dann hätte Hakan eben aus fünf Metern Entferung vielleicht ein Tor erzielt, stattdessen rutscht er weg und schlägt ein Luftloch...« Und ich dachte, damals hätte sie ÜBERHAUPT keine Schuhe gehabt!

37.

Freistoß Bayern. Klingt wie ein Kennenlernangebot in der Herbertstraße.

40.

Jetzt hat Uwe Seeler auch van der Vaarts Körper übernommen, denn plötzlich spielt auch der wie früher. Geiler Schuss, Neuer hält mit großer Mühe. Ecke. Auch die wie früher, aber eher im Sinne von »gebraucht« und »Brötchen vom Vortag«. Niemand will sie haben. Vielleicht mal bei Ebay versuchen?

42.

»Die Hamburger stehen Millimeter vor einem schwarzen Loch«, donnert Fuss. Aber ich bleibe optimistisch: Nach dem Spiel werden sie einen gewaltigen Schritt weiter sein.

45.

Halbzeit. Fuss, der Formwandler des Sportjournalismus, frohlockt nun plötzlich: »Es gibt Applaus, es gibt Hoffnung.« Naja, wie Applaus aber nun mal klingt, wenn man in der einen Hand ein Smartphone hat, auf dem man die Ergebnisse überwacht. Und wie Hoffnung sich anfühlt, wenn man 0:1 zurückliegt. Irgendwie dumpf.

16:21 Uhr

Was noch keiner weiß: Uli Hoeneß wird, als Dino verkleidet, seine Rede von der FCB-Mitgliederversammlung einfach noch mal vor den HSV-Fans wiederholen: »Ich komme wieder!« Er hat ja so ein großes Herz, der Uli...

16:24 Uhr

Effe, der Sammer für jedermann, ermahnt nun die gesamte Bundesliga. Hat vor sich einen Button wie Bohlen bei DSDS, streichelt ihn, lächelt, könnte jede Sekunde drücken. Wenn das so weitergeht, Freunde der Sonne, steigt ihr alle ab!

16:27 Uhr

Kurz vor Wiederanpfiff schiebt Kreuzer Jarchow eine Mappe zu, Aufschrift »Jurassic Park«. »Das Konzept für die Zukunft, Chef! Wir müssen nur noch ’ne geeignete Insel finden! Morgen nehme ich die erste Fähre nach Helgoland. Ich bin extremst optimistisch.«

16:32 Uhr

So genannte Auseinandersetzungen auf der so genannten Tribüne. Zwischen so genannten Fans und so genannten Polizisten. Aber es geht weiter mit dem so genannten Spiel.

46.

Der HSV spielt mit Herz. In der Hose. Urologie im Abstiegskampf: Wo aber sind dann die Eier?

48.

Die Partie liegt nun im Halbschatten. Muss es wegen Dunkelheit abgebrochen werden? Oder fahren die Spielerväter ihre Autos an die Seitenlinie und schalten das Fernlicht an?

48.

»Die zweite Hälfte läuft«, schreibt der HSV-Ticker. Und zwar um ihr Leben.

51.

»Gewinnt Braunschweig? Das ist hier die Frage«, shakespearet Fuss. Ich entscheide mich fürs Nicht-Sein.

52.

»Es ist ’ne komische Stimmung hier«, konstatiert Fuss nun. Grabredner wird er wohl nicht mehr.

55.

Tor. Götze. 0:2. Und das gegen diesen Gegner! Es muss wirklich schlimm um den HSV stehen.

56.

Slomka achselzuckend an der Seitenlinie, als würde er sagen: »Tja, ich hab’s gesehen! Keine Manndeckung, keine Zuordnung. Wahnsinn. Aber was hab ich damit zu tun? Bin ich hier der Trainer oder was?«

59.

John kommt. Dante geht. Will nicht in Johns Nähe gesehen werden.

61.

Der HSV-Ticker jetzt im Tonfall einer Hauptschullehrerin kurz vorm Burnout: »Das geht so nicht...« Aber niemand hört mehr zu, die Taktiktafel hängt aus den Angeln, der Mülleimer brennt, es wird geraucht, Hip Hop unter Riesenkopfhörern gehört. Schulabschluss? »Egal. Ich werd’ Profi. Beim HSV.« Äh...

65.

Calhanoglu mit einem Gewaltschuss, dann mit der Gewaltecke, Westermann mir dem Gewaltkopfball, van der Vaart mit der Gewaltauswechselung. Kreuzer ruft von außen: »Keine Gewalt!« Zu spät. Krieg in Europa. Krieg in Hamburg. Putin ist an allem schuld.

68.

Eine Idee von Andreas Köpke, der noch unentschieden ist, so kurz vor der WM: Elf Bayern gegen Adler. Der schlägt sich wacker, aber dann fällt es doch, das 0:3. Götze. Slomka trinkt was. Durst ist schlimmer als Heimweh nach der ersten Liga.

71.

Ein Spiel wie ein Kindergeburtstag für Mario Götze (seit heute 12 Jahre alt). Gleich bringt ihm der HSV-Dino die Juniortüte.

72.

1:3. Torschütze: Götze. Wollte auch mal was zurückgeben. Ersguterjunge.

74.

1:4. Pizarro. Wie der Onkel, der auf dem Kindergeburtstag auch noch mal mitkickt und zeigt, warum er damals in der Bezirksliga einen Ruf hatte wie Donnerhall: Fallrückzieher im Vorgarten. Zack, drin. Der kleine René bricht vor Schreck in seinem faltbaren Tor zusammen. Weint, muss von Mama abgeholt werden. Und Onkel Claudio steht mit schlechtem Gewissen bei Papa Mirko am Grill und muss sich den Riss in der Hose zuhalten.

77.

Jetzt ext auf der Tribüne ein volltätowierter HSV-Fan einen Becher Cola. Eine Metapher für vieles um uns herum.

83.

Schleichwerbung? Boateng und ein bislang nicht in Erscheinung getretener HSV-Jüngling stellen das Emblem eines Brausekonzerns nach. Der Schiri verleiht Flügel: Boateng fliegt vom Platz.

86.

Auf der Bank: Westermann sucht in den Zahnzwischenräumen nach Hoffnung, findet aber nur das Müsli von heute morgen.

90.

Jetzt steht »GAME OVER« auf der Bande. War das alles nur ein Spiel? Wie viele Leben hat der Dino?

91.

Fuss verhandelt mit sich selbst das Ergebnis runter, wahrscheinlich würde es gleich 2:2 stehen, doch dann pfeift der Schiri ab. Betende HSV-Fans in Großaufnahme. Und auf Schalke vermeldet Rollo Fuhrmann: »Es ist zu Ende in Hamburg, Schalke ist Meister.« 

17:22 Uhr

Westermann im Interview. Macht man die Augen zu, kann man prima an Philipp Rösler nach der letzten Bundestagswahl denken. Einfach mal ausprobieren!

17:26 Uhr

»Der HSV verliert mit 1:4 gegen den FC Bayern«, ächzt der HSV-Ticker, jubelt aber dann: »Zum Glück hat der 1. FC Nürnberg ebenfalls verloren. Auch Braunschweig verliert.« Na, dann geht’s ja. Nur der HSV.

17:27 Uhr

Nur der HSV. Übrigens auch die passende Antwort auf die Frage: »Wer war heute noch mal Ihr Gegner, Mario Götze?«

17:30 Uhr

Ich gehe jede Wette ein: Der HSV bleibt drin. Und nächste Saison schafft er das Kunststück gleich noch mal. Dann mit sogar null Punkten. Weil zwei Mannschaften noch schlechter sind. Zur Not die Betriebsmannschaften von SKY und 11FREUNDE. Gemeinsam retten wir den Dino. Ich danke Wolff Fuß. Ich danke mir. Ich danke euch. Gute Nacht, liebe Fans.

17:30 Uhr

Ich gehe jede Wette ein: Der HSV bleibt drin. Und nächste Saison schafft er es gleich noch mal. Dann mit sogar null Punkten. Weil zwei Mannschaften noch schlechter sind. Zur Not die Betriebsmannschaften von SKY und 11FREUNDE. Gemeinsam retten wir den Dino. Ich danke Wolff Fuß. Ich danke mir. Ich danke euch. Gute Nacht, liebe Fans.

17:27 Uhr

Nur der HSV. Übrigens auch die passende Antwort auf die Frage: »Wer war heute noch mal Ihr Gegner, Philipp Lahm?«

17:26 Uhr

»Der HSV verliert mit 1:4 gegen den FC Bayern«, ächzt der HSV-Ticker, jubelt aber dann: »Zum Glück hat der 1. FC Nürnberg ebenfalls verloren. Auch Braunschweig verliert.« Na, dann geht’s ja. Nur der HSV.

17:22 Uhr

Westermann im Interview. Macht man die Augen zu, kann man prima an Philipp Rösler nach der letzten Bundestagswahl denken. Einfach mal ausprobieren!

91.

Fuss verhandelt mit sich selbst das Ergebnis runter, wahrscheinlich würde es gleich 2:2 stehen, doch dann pfeift der Schiri ab. Betende HSV-Fans in Großaufnahme. Und auf Schalke vermeldet Rollo Fuhrmann: »Es ist zu Ende in Hamburg, Schalke ist Meister.« 

90.

Jetzt steht »GAME OVER« auf der Bande. War das alles nur ein Spiel? Wie viele Leben hat der Dino?

86.

Auf der Bank: Westermann sucht in den Zahnzwischenräumen nach Hoffnung, findet aber nur das Müsli von heute morgen.

83.

Boateng und ein bislang nicht in Erscheinung getretener HSV-Jüngling stellen das Emblem eines Brausekonzerns nach. Der Schiri verleiht Flügel: Boateng fliegt vom Platz.

77.

Jetzt ext auf der Tribüne ein volltätowierter HSV-Fan einen Becher Cola. Eine Metapher für vieles um uns herum.

74.

Tor. 1:4. Pizarro. Wie der Onkel, der auf dem Kindergeburtstag auch noch mal mitkickt und zeigt, warum er damals in der Bezirksliga einen Ruf hatte wie Donnerhall: Fallrückzieher im Vorgarten. Zack, drin. Der kleine René bricht vor Schreck in seinem faltbaren Tor zusammen. Weint, muss von Mama abgeholt werden. Und Onkel Claudio steht mit schlechtem Gewissen bei Papa Mirko am Grill und muss sich den Riss in der Hose zuhalten.

72.

1:3. Torschütze: auch Götze. Wollte auch mal zurückgeben. Ersguterjunge.

71.

Ein Spiel wie ein Kindergeburtstag für Mario Götze (seit heute 12 Jahre alt). Gleich bringt ihm der HSV-Dino die Juniortüte.

68.

Eine Idee von Andreas Köpke, der noch unentschieden ist, so kurz vor der WM: Elf Bayern gegen Adler. Der schlägt sich wacker, aber dann fällt es doch, das 0:3. Götze. Slomka trinkt was. Durst ist schlimmer als Heimweh nach der ersten Liga.

65.

Calhanoglu mit einem Gewaltschuss, dann mit der Gewaltecke, Westermann mir dem Gewaltkopfball, van der Vaart mit der Gewaltauswechselung. Kreuzer ruft von außen: »Keine Gewalt!« Zu spät. Krieg in Europa. Krieg in Hamburg. Putin ist schuld.

61.

Der HSV-Ticker jetzt im Tonfall einer Hauptschullehrerin kurz vorm Burnout: »Das geht so nicht...« Aber niemand hört mehr zu, die Taktiktafel hängt aus den Angeln, der Mülleimer brennt, es wird geraucht, Hip Hop unter Riesenkopfhörern gehört. Schulabschluss? »Egal. Ich werd’ Profi. Beim HSV.« Äh...

59.

John kommt. Dante geht. Macht ’ne Hafenrundfahrt.

56.

Slomka achselzuckend an der Seitenlinie, als würde er sagen: »Tja, ich hab’s gesehen! Keine Manndeckung, keine Zuordnung. Wahnsinn. Aber was hab ich damit zu tun? Bin ich hier der Trainer oder was?«

55.

Tor. Götze. 0:2. Und das gegen diesen Gegner! Es muss wirklich schlimm um den HSV stehen.

52.

»Es ist ’ne komische Stimmung hier«, konstatiert Fuss. Grabredner wird er wohl nicht mehr.

51.

»Gewinnt Braunschweig? Das ist hier die Frage«, shakespearet Fuss nun. Ich entscheide mich fürs Nicht-Sein.

48.

»Die zweite Hälfte läuft«, schreibt der HSV-Ticker. Und zwar um ihr Leben.

48.

Das Spiel liegt nun im Halbschatten. Muss es wegen Dunkelheit abgebrochen werden? Oder fahren die Spielerväter ihre Autos an die Seitenlinie und schalten das Fernlicht an?

46.

Der HSV spielt mit Herz. In der Hose. Urologie im Abstiegskampf: Wo aber sind dann die Eier?

16:32 Uhr

So genannte Aueinandersetzungen auf der so genannten Tribüne. Zwischen so genannten Fans und so genannten Polizisten. Aber es geht weiter mit dem so genannten Spiel.

16:27 Uhr

Kurz vor Wiederanpfiff schiebt Kreuzer Jarchow eine Mappe zu, Aufschrift »Jurassic Park«. »Das Konzept für die Zukunft, Chef! Wir müssen nur noch ’ne geeignete Insel finden! Morgen nehme ich die erste Fähre nach Helgoland. Ich bin extremst optimistisch.«

16:24 Uhr

Effe, der Sammer für jedermann, ermahnt die gesamte Bundesliga. Hat vor sich einen Button wie Bohlen bei DSDS, streichelt ihn, lächelt, könnte jee Sekund drücken. Wenn das so weitergeht, Freunde der Sonne, steigt ihr alle ab.

16:21 Uhr

Was noch keiner weiß: Uli Hoeneß wird, als Dino verkleidet, seine Rede von der FCB-Mitgliederversammlung einfach noch mal vor den HSV-Fans wiederholen: »Ich komme wieder!« Er hat ja so ein großes Herz, der Uli...

45.

Halbzeit. Fuss, der Formwandler des Sportjournalismus, frohlockt nun plötzlich: »Es gibt Applaus, es gibt Hoffnung.« Naja, wie Applaus aber nun mal klingt, wenn man in der einen Hand ein Smartphone hat, auf dem man die anderen Ergebnisse überwacht. Und wie Hoffnung sich anfühlt, wenn man 0:1 zurückliegt. Irgendwie dumpf.

42.

»Die Hamburger stehen Milimeter vor einem schwarzen Loch«, donnert Fuss. Aber ich bleibe optimistisch: Nach dem Spiel werden sie einen gwaltigen Schritt weiter sein.

40.

Jetzt hat Uwe Seeler auch van der Vaart Körper übernommen, denn plötzlich spielt auch der wie früher. Geiler Schuss, Neuer hält mit großer Mühe. Ecke. Auch die wie früher, aber eher im Sinne von »gebraucht«. Niemand will sie haben. Vielleicht mal bei Ebay versuchen?

37.

Freistoß Bayern. Klingt wie ein Kennenlernangebot in der Herbertstraße.

34.

Uns Uwe hat keinen Bock mehr, auf Wolfsburg zu hoffen, hat nun offenbar den HSV-Ticker gekapert, anders ist der nostalgische Ton nicht zu erklären: »Waren das noch Zeiten, als die Profis mit schwarzen Stollenschuhen aufliefen«, heißt es plötzlich. »Dann hätte Hakan eben aus fünf Metern Entferung vielleicht ein Tor erzielt, stattdessen rutscht er weg und schlägt ein Luftloch...«

31.

Aus Slomkas Stirnschlitz kommt plötzlich eine Mini-DVD, Titel »Wunder Klassenerhalt«. Warum? Darum: Tor. Götze. 0:1. Slomka schiebt ’ne neue DVD rein: »Fack Ju Götze«. Ein Horrorfilm.

28.

Dass er mal auf Wolfsburg hoffen musste, war bei Uwe Seeler zuletzt 1956 der Fall: Als er sich seinen ersten VW-Käfer bestellt hatte.

25.

Das HSV-Spiel wirkt, als hätte Slomka seine Jungs unter der Woche an der Binnenalster alten Omas die Handtasche klauen lassen – sobald ihr sie habt, rennt um euer Leben, egal wohin!

22.

»Hamburg macht die Räume gut zu«, meldet der HSV-eigene Liveticker. So richtig, mit Brettern vor den Fenstern? Hat Bürgermeister Scholz das Stadion zum Gefahrengebiet erklärt?

19.

Schlimmer als in einem Kreuzberger Supermarkt, wenn die Klasse 8b aus Salzgitter versucht, an Alkopops zu kommen: Acht falsche Pässe innnerhalb von drei Sekunden.

17.

Bislang wirkt das Spiel wie dieser mit dem Fußball nur entfernt verwandte Sport, bei dem halbnackte Briten sich an einer Dorfmauer entlangdrücken, den Ball jeweils in ihre Kneipe quetschen wollen, aber niemand weiß, wo dieser Ball sich eigentlich befindet. Guardiola ist angewidert, lässt sich einen Laptop bringen, schaut Almodovar-Filme. 

15:46 Uhr

Gegner, die ihm unten Pferdeküsse verpassen und oben nach Autogrammen fragen: Philipp Lahm sammelt schon mal wertvolle Erfahrungen fürs WM-Gruppenspiel gegen Ghana.

12.

Immer wieder: Ilicevic haut drauf. Wenn das mit dem Klassenerhalt nichts wird, kann er ja noch Mopo-Kolumnist werden.

9.

Und irgendwo in einem Hochhaus in Kopenhagen steigt Frank Arnesen ein Treppenhaus hinab. Aus Solidarität. Und ein bisschen auch aus Selbsthass.

7.

Ein Schwenk in die HSV-Kurve, dort sehen wir Gesichter wie in einer Warteschlange vorm Dixie in Wacken. Dieser unmenschliche Druck!

4.

Sehen wir es doch mal so: Für HSV ist es ja irgendwie das erste Finale seit 1987, damals im Pokal gegen die Stuttgarter Kickers. Slomka hat bei einem Juwelier in Reinbek auch schon Pokale anfertigen lassen. Je 20 ml Sekt passen hinein. Prost.

2.

Wolff Fuss von Beginn an in einem Tonfall, als wäre dies hier das letzte Spiel der Menscheitsgeschichte, als würde am Horizont schon der Atompilz wachsen. Ob wir überleben? Den Tonfall, meine ich?

1.

Anstoß. Schon mal 2:0 Ballkontakte für den HSV. Diesen psychologischen Vorteil muss er jetzt nur noch konsequent nutzen.

15:28 Uhr

Schreckliche Bilder: Die Spieler in den Katakomben. Adler mit demselben Gesichtausdruck wie ich auf meinem Einschulungsfoto: Zukunftsangst, Misanthropie, Einsamkeit. Bis ich merkte, dass ein Lego-Betonmischer in der Schultüte war. Und zwei Hanuta! Was ist heute für den HSV drin?

15:22 Uhr

Sammer jetzt. Wirkt mittlerweile, als würde er zwischen den Spielen gar nicht mehr nach Hause gehen. Atmungsaktive Haut, sonnenabweisende Psyche. Die Stadien sind sein Kleingarten. Fragen zu Blattläusen? Onkel Matthias weiß, wie man sie platt macht.

15:21 Uhr

Hamburgs superverletzter Maxi Beister mit der Peter-Maffay-Abstiegslederjacke. Sieben Mal wirst du die Asche sein.

15:15 Uhr

Gerade bei heftig.co gelesen: »Ein Dino trifft eine angeschossene schwarze Bestie – ich hätte nie erwartet, was dann passiert!« Löffeln die Urzeitmonster einander etwa in den Schlaf? Ich bin ja sooo gespannt!

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