Hoffenheim
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Kaiserslautern

Hoffenheim-Kaiserslautern im Liveticker

Elch ein Sieg!

Direkt aus den Wäldern des Kraichgau galoppierte Hoffi, der Elch, über den 1. FC Kaiserslautern. Der kann vor dem Rückspiel bezeichnenderweise nur noch: hoffen. Nicht unter die Hufe kam: der Ticker.

95.

Schusspfiff! Und jetzt haben wir das Schlamassel: Hoffenheim wieder mehr in der ersten Liga als noch zu Beginn der zweiten Halbzeit in Dortmund. Ein ganzes Dorf freut sich. Und der Rest? Geht jetzt erstmal trinken. Schnaps. Aus Moldawien. Frei nach dem Motto: Alles muss, nichts kann. Tschüss.

93.

Gleich ist Schluss. Und dann? Bleibt alles so, wie es war. Erstmal. Heißt: Hoffenheim bis auf weiteres in der Bundesliga. Lautern nicht. Und wir: irgendwo dazwischen. Die Fahrstuhlmannschaft des Journalismus.

91.

Alexander Baumjohann rennt in Casteels hinein. Steffen Simon außer sich: »Mit gestrecktem Bein.« In der Wiederholung sieht man allerdings ein gekrümmtes Bein. Wir bekommen ein bisschen Angst: Streckte Baumjohann dieses Bein wirklich mal aus, wäre er dann 2,50 Meter?

89.

Die Hoffenheimer Fans werden jetzt regelrecht kreativ. Singen "Sejad Salihovic" in the style of "Bruno Labbadia". Stefan Kuntz verzieht vor Schmerz das Gesicht, denkt zurück an seinen alten Kumpanen, an tolle Pokalschlachten und Berliner Diskotheken. Ach, Bruno. Ach, FCK. Was ist mit euch passiert, seit damals, seit dem Panini-Heft "Fußball 90"?

88.

Hat die Relegation eigentlich auch ihre eigenen Gesetze? Wenn ja, wieso kann jetzt nicht Schluss sein?

87.

Hier ein paar Zitate aus den folgenden Field-Interviews: »Wichtig war das Auswärtstor!«, »In der ersten Halbzeit haben wir geschlafen!« und »Es ist noch nichts verloren!« Falls Sie noch weitere Ausrufezeichen benötigen, bitteschön, bedienen Sie sich: ! ! ! ! ! ! ! !

85.

Baumjohann mit seinen Pässen mittlerweile so präzise wie ein Tanzbär, der mit einem Luftballon auf Dosen wirft. Die meisten zerplatzen ihm schon an den Tatzen. So lässt sich keine Rose gewinnen. Geschweige denn ein Blumentopf.

83.

Zum Beispiel: Frühstücken. Oder: Rauchen. Oder: Eine Bootstour. Aber bitte, bitte: Schalten Sie jetzt ab! Es passiert nichts mehr! Vermutlich! Vielleicht! Eventuell!

82.

Acht Minuten noch. Machen Sie etwas Sinnvolles mit der Zeit!

80.

Relegation, früher immer gleichbedeutend mit Blut, Schweiß und Tränen. Zwei davon hätten wir jetzt. Vestergaard und Torwart Casteels knallen zusammen, müssen beide behandelt werden. Werden zusammengeflickt, können weitermachen, sehen aber nun so aus wie direkt aus einem Horrormovie aus den 80ern. Nur in HD.

79.

Koen Casteels erinnert beim Hinauslaufen ein bisschen an Tim Wiese, der ja bekanntlich »in Zivil« auf der Tribüne sitzt und dort ein bisschen an Michael Ammer erinnert. Lose-Lose-Sitation.

77.

Gute Stimmung bei SAP. Die Zuschauer singen den "Steht auf"-Song. Aber was singen sie? Steht auf, wenn ihr Programmierer seid? Wenn ihr Elche seid? Wenn ihr mit Pappen klatscht? Wenn Sie es wissen, liebe Leser, behalten Sie es bitte für sich.

76.

Bunjaku kommt für Weiser. Ehrmann ist sich sicher: Schlussoffensive. Ich frage zurück, was Demir Hotic macht. Betretendes Schweigen.

75.

Steffen Simon in Gönnerlaune, hat "großen Respekt vor den Schiedsrichtern und dem, was sie leisten". Lobt dann auch die Steuergesetze der Schweiz, die Menschenrechte in China und die Umweltbedingungen in Indien. Und dann sich selbst. Heute dürfen sich alle als Gewinner fühlen. Außer dem 1. FC Kaiserslautern.

73.

Andreas Beck frisst Kilometer. Wie viel ist der Mann bislang gelaufen? 300? 3000? 30.000? Zentimeter? Kilometer? Yards? Meilen?

71.

Eine Chance, die so klar ist, dass sie schon wieder unklar ist. Volland bekommt den Ball direkt auf die Stirn – doch er schädelt den Ball aus zwei Meter Entfernung zwei Meter über das Tor. Steffen Simon sagt nicht: »Der Mann, der durch Betonwände köpfen kann.« Schade.

70.

Und auf einmal ist es wieder still in der Fankurve der Gäste. Nur in einem fernen Wohnzimmer, hoch im Norden, summt einer noch gedankenverloren die Pippi-Langstrumpf-Melodie. In Moll. Wir müssen uns Ronnie Hellström als traurigen Menschen vorstellen.

69.

Wenn wir jetzt an Hoffenheims Trainerbank stünden, würden wir uns jetzt selbst auf die Schulter klopfen. Da wir aber ziemlich weit weg hocken, gibt's nur die 39 Zigarette.

67.

Ist Markus Gisdol der cleverste Trainer der Welt? Vergessen Sie Hitzfeld und Ricken und das 97er-Finale. Schipplock ist keine zwei Minuten auf dem Feld, da macht er das 3:1. Und muss dazu nicht einmal lupfen! Die UEFA berät über einen Eilantrag, will Hoffenheim für das Finale am Samstag zulassen.

65.

Jetzt Schipplock fast das erste Mal am Ball. Steffen Simon rattert prompt die letzten Tage von Schipplock runter. Sein Fazit: »Der Mann, der durch Betonwände gehen kann.« Klingt wie der Titel meiner Biografie, die ich nie schreiben wollte.

65.

Gisdol wechselt. Bringt Schipplock für Rudy. Schipplock - was klingt wie der personifizierte Abwehrriegel, ist stattdessen ein Mann für die Offensive. Fußball bizarr, aber auch das ist ja in und um Sinsheim nichts Neues.

62.

Die Gästefans singen "Hey Kaiserslautern!" zur Melodie von Pippi Langstrumpf. Dietmar Hopp, der seine Kindheit ausschließlich mit dem Lösen mathematischer Formeln verbracht hat, bringt die Beschallungsanlage in Stellung.

60.

Wann sagt Steffen Simon das erste Mal das Wort »Auswärtstor«? Jetzt, gleich, ja? Vielleicht, nein... doch, oder, nein. Da! Ach, blöd. Immerhin: Er sagt »redlich verdient«. Auch schön.

58.

Körpersprache! Die KÖRPERSPRACHE! Wir haben es doch immer gewusst! Idrissou mit einer Sprinthaltung wie Usain Bolt, lässt ganz Hoffenheim hinter sich, zugegeben, viele Menschen gibt es da eh nicht - aber egal! Idrissou urplötzlich alleine vor dem Tor, umkurvt dann den Keeper wie einst Stéphane Franke zu besten Zeiten das Wasserloch - nur noch 1:2! Die Tradition lebt! Ein bisschen.

57.

Kollege Ehrmann, FCK-Fan, kam vorhin mit Partyhut (mit Propeller) und Party-Stimme (auch mit Propeller) in die Redaktion. Und jetzt? Ich möchte ihn gerne umarmen (mit Propeller), traue mich aber nicht.

56.

Erste Ecke Hoffenheim. Sippel faustet den Ball weg und kriegt einen auf den Kopf. Eine Szene wie der gesamte Abend bislang für die Gäste. Leitmotiv: Schmerz lass nach.

54.

Einwurf für Kaiserslautern, links hinten, richtig ausgeführt. Hashtag: Erfolgserlebnis.

53.

Und da! Ein Angriff! Mehr noch: Ein halbwegs durchdachter Angriff! Dick auf Hoffer, ein wunderschöner Pass, ein schierer Sensationspass, doch dann, doch dann: eine Flanke wie ein abgestandenes Puntigamer. Lustig sammer natürlich schon lange nicht mehr.

52.

Auf der Werbebande erscheint der Slogan »Länger sympathisch trocken«. Wir verpassen leider den Markennamen, denken aber, dass es sich nicht um einen Einspieler für die neue Biografie von Lemmy Kilimister handelt.

50.

Idrissou mit einer Bogenlampe von der linken Seite. Dick hat ca. 500 Meter Platz, wer ihn kennt, weiß, dass er die auch braucht in der Regel. Und dann... tja, was? Ein Schuss? Eine Flanke? Fisch? Fleisch? Eher: Flisch. Oder: Ein Fluss. Ausgetrocknet allerdings.

47.

Kaiserslautern mit der sechsten Ecke. Letztendlich täuscht sie dann doch nur so viel Gefahr vor wie Gina-Lisa Erotik.

47.

"Die Rhein-Neckar-Arena hat einen der besten Plätze", freut sich Simon. Hat die TSG den Kommentatoren extra weiche Stühle installiert? Wenn ja, reicht das für einen Protest? Die 11FREUNDE-Compliance-Abteilung ermittelt.

46.

Weiter geht's. Alles unverändert: Hoffenheim erstklassig, Lautern nicht. Alles andere hätte uns zu diesem Zeitpunkt allerdings auch überrascht.

21:28 Uhr

Die ARD enthüllt: "Tim Wiese im Stadion!" - Opdenhövel: "In Zivil!" Wobei noch ein Begriff für diese Art von Zivil gefunden werden muss. Wenn Sie eine Idee haben, schreiben Sie an apache@1899.de.

21:26 Uhr

Machen wir uns nichts vor! Schuld an dieser ganzen Situation ist: Borussia Dortmund. Ich trage nie wieder Gelb, nie wieder Schwarz, esse nie wieder verbranntes Steak mit Senf und lasse mich nie wieder von Bienen stechen. Wort drauf!

21:24 Uhr

Tagesthemen-Umfrage unter den Deutschen: Warum mag die Welt uns? Ein Adoleszent aus dem Schwäbischen vermutet: "Wegen der Induschtrie." Aber keiner, wirklich gar keiner sagt: Wegen der spannenden Relegation. Bezeichnend.

21:22 Uhr

Es spricht: Francois Hollande, in punkto Beliebtheit ja so etwas wie die TSG Hoffenheim Frankreichs. Fordert höhere Steuern für Profiklubs. Dietmar Hopp beantragt Asyl in Mordwinien.

21:17 Uhr

Und Scholl sagt es schon wieder, das böse K-Wort. Körpersprache! "Die ist bei Hoffenheim klar besser." Will dann Idrissou umdrehen, bevor er sich wundliegt.

46.

Halbzeit. Wie soll das besser werden aus Lauterer Sicht? Bringt Foda zur zweiten Hälfte Olaf Marschall? Axel Roos? Oder Kuntz? Die FCK-Traditionself ist derzeit das einzige, was diesen Namen verdient.

45.

Die Abschläge von Tobias Sippel kommen maschinenartig. Hashtag: Dinge, an denen man sich als Kaiserslauterer hochziehen kann und sollte. Hashtag: zu lang.

44.

Idrissou im Sturm der Gäste bislang wie David Garrett in der Fußgängerzone von Wanne-Eickel. Ein trauriger Stehgeiger, völlig fehl am Platz. Foda wirft ihm einen Groschen hinterher. Weint dann ein bisschen. Um den Groschen.

43.

Löwe schlägt eine Flanke auf Idrissou. Löwe ist übrigens der Typ, der sich am Samstag Champions-League-Final-Zugucker hätte nennen können, wenn er denn nicht zum FCK gewechselt wäre. So aber: Relegationshinspiel-Teilnehmer. Football, bloody hell!

41.

Die Partie hier ist durch. Wir schalten um zu Eurosport, zum Frauenfußball. Wolfsburg gegen Lyon. Endlich mal eine Paarung ohne Kommerz. Ohne Elche. Und ohne grauhaarige Spanier.

40.

Marco Haber und Stefan Kuntz auf der Tribüne, klassische Beratergesichter. Könnten so auch im nächsten Hamburg-Mannheimer-Werbespot agieren. Ich würde alles kaufen. Außer Alexander Baumjohann.

21:18 Uhr

In der ARD: Tagesthemen. Der ewige Hans-Jochen Vogel tritt vor die Kamera. Wir erwarten, dass er irgendwas ins Mikrofon mummelgreist. Doch dann wird er richtig laut und elanvoll. Ein Mann für Lauterns Offensive?

38.

Kaiserslautern macht ein bisschen Angst. Das sieht manchmal aus, als hätte man irgendwelchen Bridge-Damen auf Kreuzfahrt ein paar Stollenschuhe angezogen und gesagt: »Jetzt spielt Völkerball!«

37.

Schrecklicher Verdacht: Kann Alexander Baumjohann jetzt die USA-Reise vergessen?

36.

Hoffenheims neuer Film heißt dann also: »Das Leben nach der 78. Minute in Dortmund«. Wir werden ihn nicht gucken.

34.

Lautern schon nur noch verzweifelt. Hoffer schießt aus 35 Metern einfach mal drauf, der Ball geht fünf Meter neben der Eckfahne ins Toraus. "Was das mal werden soll, wenn's groß wird?", fragt Simon. Hm... ein normal großer Österreicher? Nur so eine Idee.

33.

Steffen Simon mit einem Begriff, den wir zuletzt vor fünf Jahren gehört haben: »No-Look-Pass«. Wir kontern mit einem Satz, den wir zuletzt vor 47 Jahren gehört haben: »Der kernige Schuss knallt ans Gebält.« Dann streichen wir unsere Klappscheitel glatt und sind ganz bei uns. Irgendwie.

31.

Insgesamt hat das Spiel aber Relegationsspiel-Niveau. Wir schalten um auf »Bibel TV« und hoffen darauf, dass Toni Polsters Hörbuch »Toni Polster und die Bibel« läuft. Merken dann: Das mit dem Fernsehen ist weitaus schlimmer als jede Mittelstufen-Engtanzfete. Immer und überall: Enttäuschungen.

29.

Pass in die Mitte von Beck, dort steht Firmino. Jubel. Jubel. Schalalala. Hopp hoppt auf und ab. Wir zerdrücken vor Wut eine Dose Red Bull – und merken dann: auch das ist falsch.

28.

Es hat wieder angefangen zu regnen. Die Lautern-Fans wachen aus dem Sommerschlummi auf. Fritz-Walter-Wetter. Aber Leihgabe Weiser fordert nur eine Regenjacke.

26.

"Baumjohann, drei Mann gegen sich", berichtet Simon. Aber gut, wenn es danach ginge, wäre Hoffenheim, das ganze Land zum Feind, bereits abgestiegen. Aber Fußball ist nicht demokratisch. Nicht mal fair. Wie man an dieser Szene ebenfalls sieht. Freistoß.

23.

Hoffenheim macht das Spiel. Wenn das dieses verdammte Momentum ist, wo kriegen die Lauterer das jetzt auf die Schnelle her? Gerry Ehrmann schießt am Seitenrand Bunjaku vorsichtshalber schon mal ein paar Bälle in den Unterleib. Von wegen Weicheier soll ihm hinterher keiner kommen!

21.

Lautern ohne Konzept, mit Fehlpässen. Bundesliga-Gründungsmitglied Bock rollt sich aus einem alten 50-Mark-Schein und etwas roter Asche eine Zigarette und raucht sie genüsslich.

18.

Mitchell Weiser. Ich meine, wenn man schon so ein Gesicht hat, warum legt man sich dann noch so eine Frisur zu? Gut, andererseits ging das immer schon Hand in Hand. Erinnern wir uns nur an Trifon Ivanov. Die schönste Nebensache der Welt.

17.

Ich kann mich irren, aber sind Torrejon seit dem Gegentor die Haare noch grauer geworden? Wenn das so weitergeht, humpelt er nach 90 Minuten am Stock vom Platz. Alter Sch...panier.

16.

Idrissou schießt einen Ball aus 22 Metern, halblinks, aufs Tor. Wir sind uns einig: Seine Körpersprache geefällt uns außerordentlich gut. PS: Wir sind nicht, äh, was auch immer.

14.

Wenn wir den Vorberichten folgen wollen, führt also der Eventfußball gegen die Tradition. Passend dazu nun im Hintergrund der Großaufnahme: Menschen mit Klatschpappen. Franco Foda fragt sich zur Saftbar durch.

12.

1:0! Roberto Firmino, dem aus irgendeinem nicht bekannten Grund ein h zwischen dem n und dem o fehlt. Egal. Vorlage kam von Salihovic, der neben Elfmeter vor allem eines ganz gut kann: Freistöße.

11.

Hoffer außerordentlich quirlig in dieser Anfangsphase. Ist jetzt schon mehr Meter gelaufen als früher Günter Netzer an vier Spieltagen hintereinander. Das Dumme: Er hat dabei auch häufiger de nBall verstolpert als professionelle Verstolperer.

9.

Lautern bisher besser. Was nichts heißt, denn die Hoffenheimer war im Grunde die ganze Saison: schlechter. Und dann wurden sie zum Champions-League-Final-Teilnehmer-und-Real-Madrid-Bezwinger-Sieger. Wann gibt es eigentlich diesen Slogan auf T-Shirts? Genug Abnehmer wird es geben. Etwa 13, plus minus 3.

8.

Wo die Lauterer feiern würden, sollte es mit dem Aufstieg klappen, wissen wir nicht. Nur bei Torwart Sippel, der gerade im Bild ist, haben wir da so einen Verdacht. Erste Liga - why not?

5.

Ehrmann macht mich wahnsinnig. Flippt bei jedem Ballkontakt seiner Lauterer aus, als feierten wir hier Silvester. Eben: »Jimmy Hoffer!! Jaaaaaaa!« Dann verschießt der Mann mit dem besten Cowboynamen seit John Wayne aber – und Ehrmann schnuppert an seiner mitgebrachte Schnüffeldecke.

3.

Hoffenheim mit langen Bällen. Torrejon gleich mit mehr gewonnenen Kopfballduellen als Puyol in den letzten zehn Monaten. "Torrewer?", fragt Bock. Mache ihm die DVD "Spanischer Abstiegskampf 2008-2012" auf dem Rechner an. "Das hat mit..." Psst, hier läuft ein Spiel.

2.

Die Hoffenheim-Fans machen richtig Alarm. Haben sogar ein Banner mitgebracht, auf dem steht: »Euer Hass ist unser Stolz«. Wikipedia würde sagen: »Citation needed«.

1.

Anstoß. Souverän. Spielt hier wirklich ein potenzieller Absteiger gegen einen Noch-Zweitligisten?

20:29 Uhr

Seitenwahl. Elch Hoffi steht im Hintergrund herum wie Falschgeld. Ist gut jetzt, Tim, leg dich hin.

20:25 Uhr

Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal ein Hoffenheim-Spiel live geschaut habe. 2009? 2010? Andreas Beck hat jedenfalls damals schon gespielt. Dr. Felix Brych war auch schon am Start und die paar Hoffenheim-Fans? Bestimmt auch. Irgendwo. In Zuzenhausen. Oder Sinsheim.

20:23 Uhr

Steffen Simon sagt: »Sinsheim!« Und dann, potzblitz: »Hoffenheim ist ein Stadtteil von Sinsheim!« Das ist wie bei der »Sendung mit der Maus«. Man lernt immer dazu.

20:24 Uhr

Aus Hoffenheims goldener Zeit, die ja eigentlich nur eine goldene Hinrunde war, ist nur noch Salihovic übrig. Und Hoffi, der Elch. Wer steckt eigentlich unter dem braunen Pelz? Wir haben da so einen Verdacht. Nur so viel: Er spielte mal beim FCK und feiert gerne Karneval.

20:21 Uhr

FCK-Boss Stefan Kuntz cool, weist alle Personalproblem-Fragen zurück, die Opdenhövel, im Grunde ja auch so ein Personalproblem, ihm an den Kopf wirft. "Hoffer hat sich den Einsatz verdient." Wir lassen uns mitreißen von diesem Argument, schalten um auf Sky Austria und gucken die Wiederholung von Altach gegen Lustenau.

20:19 Uhr

Mehmet Scholl knallhart, nennt Lauterns Baumjohann "überqualifiziert". Gibt ihm die Zeugnisse zurück, empfiehlt ihm die Teilnahme am Champions-League-Finale. Mindestens. Baumjohann stellt sich mit einem selbst gemalten Schild an die A6: "Karriere gesucht. Biete: Talent."

20:16 Uhr

Endlich geht es live ins Stadion. Kollege Bock, der aus Verzweifelung schon eine Flugreise in die Ostukraine buchen wollte, wo der Sommer durchgespielt wird, macht auf dem Weg nach draußen noch mal kehrt. "Endlich Fußball." Erfährt dann, wer heute spielt. Bricht weinend zusammen. Schluchzt: "Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun."

20:14 Uhr

Wahnsinnig viel wurde im Vorfeld ja vom "Momentum" geredet. Das angeblich für die Hoffenheimer spricht. Die Körpersprache hingegen wissen bekanntlich die Lauterer auf ihrer Seite, die alten Heten. 1:1 also. Und das 16 Minuten vor dem Anpfiff. Geht ja gut los. Zu hoffen bleibt für die Zeit nach dem Anpfiff nur auf eins: PACE.

20:02 Uhr

Wie immer an dieser Stelle: das TV-Alternativ-Programm. Auf dem ZDF läuft »Molly und Mops: Ein Mops kommt selten allein« und auf QVC »Dr. Oldhaver - Schön mit dem Wissen aus aller Welt« bzw. »Entdecken Sie Diamonique«. Ein Sender auf der Überholspur.

19:48 Uhr

Tim Wiese, der seine Karriere beim FCK begann, ist heute übrigens »1000 Prozent Hoffe-Fan«. Er sagte am Morgen: »Da muss jetzt die ganze Region brodeln.« Wir haben danach unsere Außenreporter im Krisengebiet Meckesheim, Eschelbronn und Waibstadt gefragt, ob sie die Nacht heil überstehen. Bislang keine Antwort. Gespenstisch.

19:36

Wie es aussieht, wenn Lauterer Fans nach Hoffenheim reisen, können wir uns ungefähr vorstellen. Doch wie fahren TSG-Anhänger nach Kaiserslautern? Hier die Antwort:

19:02 Uhr

Ich kann mir nicht helfen: Gisdol, das klingt für mich immer noch, als würde ein besoffener Dirigent die Tonart des nächsten Stückes ansagen. "Der Trauermarsch von Chopin, in Fismur... äh... Desgoll..." Fußball mit falschen Vorzeichen. Was dann dabei herauskommt, sehen Sie an der Hoffenheimer Vereinshymne unter diesem Beitrag.

18:24 Uhr

Wir haben berühmte Ex-Lauterer nach ihrem Tipp für heute Abend gefragt. Hier ihre Antworten:

- Andy Brehme: "Acht Minuten musste ich damals warten, ACHT MINUTEN, bis mich die Argentinier haben schießen lassen, die Mistsäcke, doh!"

- Klaus Toppmöller: "Ja, dat 7:4 damals, dat war echt unerklärlich. Und ich hab mitjemacht, ja, wirklich! Herr Ober, noch eine Schachtel Marlboro, bitte!"

- Mario Basler: "0:0 geht das aus, aber für Lautern. Ist ja klar. Könnense drauf setzen. Bitte für mich auch 'nen Schein, Hunni auf Sieg."

- Hans-Peter Briegel: "Nie wäre ich gewechselt, NIE, aber die brauchten ja das Geld damals. Was? Hoffenheim? Nein, dahin nun ganz sicher nicht. Wo liegt das überhaupt?"

- Stefan Kuntz: "Tippen? Das ist doch das Letzte, Sie ordinärer Kerl."

- Axel Roos: "Ich sage gar nichts mehr öffentlich, und wenn Sie wissen wollen warum, müssen Sie sich an Gerry Ehrmann wenden! AAAAH! Was war das?! Hallo? HAAALLO?!"

18:09 Uhr

Die Relegation hat ihre eigenen Gesetze. Die Relegation fordert ungewöhnliche Maßnahmen. Lauterns Kapitän Albert Bunjaku kündigte daher an: "Wir werden jeden Grashalm fressen!" Damit steht die Austragung der heutigen Partie auf der Kippe, wegen Unbespielbarkeit des Platzes. Mit Bauer Hempel von nebenan wird derzeit noch über eine Ausweichfläche verhandelt. Der hat bei der Wässerung des Rasens aber so seine Probleme:

18:08 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (4):

18:05 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (3):

18:02 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (2 - ab Minute 8:20):

18:00 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (1):

Andererseits: Ein 1:1 würden sie sich vermutlich sogar gefallen lassen in der Pfalz.

17:58 Uhr

"Non je n'avais rien dans la palette de transport", schreibt Thomas Hengen auf seinem Youtube-Kanal. Ich hatte 'ne Vier in Französisch, aber das heißt glaub ich, dass er eine ganze Palette Bier mitbringt nachher. Falls Du mitliest, Dirk.

17:53 Uhr

Relegation. Ein seltsames Wort. Mindestens so seltsam wie: Regeneration. Religion. Rentenbescheid. Oder Remscheid. Apropos: Was macht eigentlich Dirk Flock? Schaut er das Spiel heute zusammen mit Thomas Hengen? Und wie vielen Gesichts-OPs hat der sich seit 1996 unterzogen, dass er jetzt so aussieht?!

95.

Schusspfiff! Und jetzt haben wir das Schlamassel: Hoffenheim wieder mehr in der ersten Liga als noch zu Beginn der zweiten Halbzeit in Dortmund. Ein ganzes Dorf freut sich. Und der Rest? Geht jetzt erstmal trinken. Schnaps. Aus Moldawien. Frei nach dem Motto: Alles muss, nichts kann. Tschüss.

93.

Gleich ist Schluss. Und dann? Bleibt alles so, wie es war. Erstmal. Heißt: Hoffenheim bis auf weiteres in der Bundesliga. Lautern nicht. Und wir: irgendwo dazwischen. Die Fahrstuhlmannschaft des Journalismus.

91.

Alexander Baumjohann rennt in Casteels hinein. Steffen Simon außer sich: »Mit gestrecktem Bein.« In der Wiederholung sieht man allerdings ein gekrümmtes Bein. Wir bekommen ein bisschen Angst: Streckte Baumjohann dieses Bein wirklich mal aus, wäre er dann 2,50 Meter?

89.

Die Hoffenheimer Fans werden jetzt regelrecht kreativ. Singen "Sejad Salihovic" in the style of "Bruno Labbadia". Stefan Kuntz verzieht vor Schmerz das Gesicht, denkt zurück an seinen alten Kumpanen, an tolle Pokalschlachten und Berliner Diskotheken. Ach, Bruno. Ach, FCK. Was ist mit euch passiert, seit damals, seit dem Panini-Heft "Fußball 90"?

88.

Hat die Relegation eigentlich auch ihre eigenen Gesetze? Wenn ja, wieso kann jetzt nicht Schluss sein?

87.

Hier ein paar Zitate aus den folgenden Field-Interviews: »Wichtig war das Auswärtstor!«, »In der ersten Halbzeit haben wir geschlafen!« und »Es ist noch nichts verloren!« Falls Sie noch weitere Ausrufezeichen benötigen, bitteschön, bedienen Sie sich: ! ! ! ! ! ! ! !

85.

Baumjohann mit seinen Pässen mittlerweile so präzise wie ein Tanzbär, der mit einem Luftballon auf Dosen wirft. Die meisten zerplatzen ihm schon an den Tatzen. So lässt sich keine Rose gewinnen. Geschweige denn ein Blumentopf.

83.

Zum Beispiel: Frühstücken. Oder: Rauchen. Oder: Eine Bootstour. Aber bitte, bitte: Schalten Sie jetzt ab! Es passiert nichts mehr! Vermutlich! Vielleicht! Eventuell!

82.

Acht Minuten noch. Machen Sie etwas Sinnvolles mit der Zeit!

80.

Relegation, früher immer gleichbedeutend mit Blut, Schweiß und Tränen. Zwei davon hätten wir jetzt. Vestergaard und Torwart Casteels knallen zusammen, müssen beide behandelt werden. Werden zusammengeflickt, können weitermachen, sehen aber nun so aus wie direkt aus einem Horrormovie aus den 80ern. Nur in HD.

79.

Koen Casteels erinnert beim Hinauslaufen ein bisschen an Tim Wiese, der ja bekanntlich »in Zivil« auf der Tribüne sitzt und dort ein bisschen an Michael Ammer erinnert. Lose-Lose-Sitation.

77.

Gute Stimmung bei SAP. Die Zuschauer singen den "Steht auf"-Song. Aber was singen sie? Steht auf, wenn ihr Programmierer seid? Wenn ihr Elche seid? Wenn ihr mit Pappen klatscht? Wenn Sie es wissen, liebe Leser, behalten Sie es bitte für sich.

76.

Bunjaku kommt für Weiser. Ehrmann ist sich sicher: Schlussoffensive. Ich frage zurück, was Demir Hotic macht. Betretendes Schweigen.

75.

Steffen Simon in Gönnerlaune, hat "großen Respekt vor den Schiedsrichtern und dem, was sie leisten". Lobt dann auch die Steuergesetze der Schweiz, die Menschenrechte in China und die Umweltbedingungen in Indien. Und dann sich selbst. Heute dürfen sich alle als Gewinner fühlen. Außer dem 1. FC Kaiserslautern.

73.

Andreas Beck frisst Kilometer. Wie viel ist der Mann bislang gelaufen? 300? 3000? 30.000? Zentimeter? Kilometer? Yards? Meilen?

71.

Eine Chance, die so klar ist, dass sie schon wieder unklar ist. Volland bekommt den Ball direkt auf die Stirn – doch er schädelt den Ball aus zwei Meter Entfernung zwei Meter über das Tor. Steffen Simon sagt nicht: »Der Mann, der durch Betonwände köpfen kann.« Schade.

70.

Und auf einmal ist es wieder still in der Fankurve der Gäste. Nur in einem fernen Wohnzimmer, hoch im Norden, summt einer noch gedankenverloren die Pippi-Langstrumpf-Melodie. In Moll. Wir müssen uns Ronnie Hellström als traurigen Menschen vorstellen.

69.

Wenn wir jetzt an Hoffenheims Trainerbank stünden, würden wir uns jetzt selbst auf die Schulter klopfen. Da wir aber ziemlich weit weg hocken, gibt's nur die 39 Zigarette.

67.

Ist Markus Gisdol der cleverste Trainer der Welt? Vergessen Sie Hitzfeld und Ricken und das 97er-Finale. Schipplock ist keine zwei Minuten auf dem Feld, da macht er das 3:1. Und muss dazu nicht einmal lupfen! Die UEFA berät über einen Eilantrag, will Hoffenheim für das Finale am Samstag zulassen.

65.

Jetzt Schipplock fast das erste Mal am Ball. Steffen Simon rattert prompt die letzten Tage von Schipplock runter. Sein Fazit: »Der Mann, der durch Betonwände gehen kann.« Klingt wie der Titel meiner Biografie, die ich nie schreiben wollte.

65.

Gisdol wechselt. Bringt Schipplock für Rudy. Schipplock - was klingt wie der personifizierte Abwehrriegel, ist stattdessen ein Mann für die Offensive. Fußball bizarr, aber auch das ist ja in und um Sinsheim nichts Neues.

62.

Die Gästefans singen "Hey Kaiserslautern!" zur Melodie von Pippi Langstrumpf. Dietmar Hopp, der seine Kindheit ausschließlich mit dem Lösen mathematischer Formeln verbracht hat, bringt die Beschallungsanlage in Stellung.

60.

Wann sagt Steffen Simon das erste Mal das Wort »Auswärtstor«? Jetzt, gleich, ja? Vielleicht, nein... doch, oder, nein. Da! Ach, blöd. Immerhin: Er sagt »redlich verdient«. Auch schön.

58.

Körpersprache! Die KÖRPERSPRACHE! Wir haben es doch immer gewusst! Idrissou mit einer Sprinthaltung wie Usain Bolt, lässt ganz Hoffenheim hinter sich, zugegeben, viele Menschen gibt es da eh nicht - aber egal! Idrissou urplötzlich alleine vor dem Tor, umkurvt dann den Keeper wie einst Stéphane Franke zu besten Zeiten das Wasserloch - nur noch 1:2! Die Tradition lebt! Ein bisschen.

57.

Kollege Ehrmann, FCK-Fan, kam vorhin mit Partyhut (mit Propeller) und Party-Stimme (auch mit Propeller) in die Redaktion. Und jetzt? Ich möchte ihn gerne umarmen (mit Propeller), traue mich aber nicht.

56.

Erste Ecke Hoffenheim. Sippel faustet den Ball weg und kriegt einen auf den Kopf. Eine Szene wie der gesamte Abend bislang für die Gäste. Leitmotiv: Schmerz lass nach.

54.

Einwurf für Kaiserslautern, links hinten, richtig ausgeführt. Hashtag: Erfolgserlebnis.

53.

Und da! Ein Angriff! Mehr noch: Ein halbwegs durchdachter Angriff! Dick auf Hoffer, ein wunderschöner Pass, ein schierer Sensationspass, doch dann, doch dann: eine Flanke wie ein abgestandenes Puntigamer. Lustig sammer natürlich schon lange nicht mehr.

52.

Auf der Werbebande erscheint der Slogan »Länger sympathisch trocken«. Wir verpassen leider den Markennamen, denken aber, dass es sich nicht um einen Einspieler für die neue Biografie von Lemmy Kilimister handelt.

50.

Idrissou mit einer Bogenlampe von der linken Seite. Dick hat ca. 500 Meter Platz, wer ihn kennt, weiß, dass er die auch braucht in der Regel. Und dann... tja, was? Ein Schuss? Eine Flanke? Fisch? Fleisch? Eher: Flisch. Oder: Ein Fluss. Ausgetrocknet allerdings.

47.

Kaiserslautern mit der sechsten Ecke. Letztendlich täuscht sie dann doch nur so viel Gefahr vor wie Gina-Lisa Erotik.

47.

"Die Rhein-Neckar-Arena hat einen der besten Plätze", freut sich Simon. Hat die TSG den Kommentatoren extra weiche Stühle installiert? Wenn ja, reicht das für einen Protest? Die 11FREUNDE-Compliance-Abteilung ermittelt.

46.

Weiter geht's. Alles unverändert: Hoffenheim erstklassig, Lautern nicht. Alles andere hätte uns zu diesem Zeitpunkt allerdings auch überrascht.

21:28 Uhr

Die ARD enthüllt: "Tim Wiese im Stadion!" - Opdenhövel: "In Zivil!" Wobei noch ein Begriff für diese Art von Zivil gefunden werden muss. Wenn Sie eine Idee haben, schreiben Sie an apache@1899.de.

21:26 Uhr

Machen wir uns nichts vor! Schuld an dieser ganzen Situation ist: Borussia Dortmund. Ich trage nie wieder Gelb, nie wieder Schwarz, esse nie wieder verbranntes Steak mit Senf und lasse mich nie wieder von Bienen stechen. Wort drauf!

21:24 Uhr

Tagesthemen-Umfrage unter den Deutschen: Warum mag die Welt uns? Ein Adoleszent aus dem Schwäbischen vermutet: "Wegen der Induschtrie." Aber keiner, wirklich gar keiner sagt: Wegen der spannenden Relegation. Bezeichnend.

21:22 Uhr

Es spricht: Francois Hollande, in punkto Beliebtheit ja so etwas wie die TSG Hoffenheim Frankreichs. Fordert höhere Steuern für Profiklubs. Dietmar Hopp beantragt Asyl in Mordwinien.

21:17 Uhr

Und Scholl sagt es schon wieder, das böse K-Wort. Körpersprache! "Die ist bei Hoffenheim klar besser." Will dann Idrissou umdrehen, bevor er sich wundliegt.

46.

Halbzeit. Wie soll das besser werden aus Lauterer Sicht? Bringt Foda zur zweiten Hälfte Olaf Marschall? Axel Roos? Oder Kuntz? Die FCK-Traditionself ist derzeit das einzige, was diesen Namen verdient.

45.

Die Abschläge von Tobias Sippel kommen maschinenartig. Hashtag: Dinge, an denen man sich als Kaiserslauterer hochziehen kann und sollte. Hashtag: zu lang.

44.

Idrissou im Sturm der Gäste bislang wie David Garrett in der Fußgängerzone von Wanne-Eickel. Ein trauriger Stehgeiger, völlig fehl am Platz. Foda wirft ihm einen Groschen hinterher. Weint dann ein bisschen. Um den Groschen.

43.

Löwe schlägt eine Flanke auf Idrissou. Löwe ist übrigens der Typ, der sich am Samstag Champions-League-Final-Zugucker hätte nennen können, wenn er denn nicht zum FCK gewechselt wäre. So aber: Relegationshinspiel-Teilnehmer. Football, bloody hell!

41.

Die Partie hier ist durch. Wir schalten um zu Eurosport, zum Frauenfußball. Wolfsburg gegen Lyon. Endlich mal eine Paarung ohne Kommerz. Ohne Elche. Und ohne grauhaarige Spanier.

40.

Marco Haber und Stefan Kuntz auf der Tribüne, klassische Beratergesichter. Könnten so auch im nächsten Hamburg-Mannheimer-Werbespot agieren. Ich würde alles kaufen. Außer Alexander Baumjohann.

21:18 Uhr

In der ARD: Tagesthemen. Der ewige Hans-Jochen Vogel tritt vor die Kamera. Wir erwarten, dass er irgendwas ins Mikrofon mummelgreist. Doch dann wird er richtig laut und elanvoll. Ein Mann für Lauterns Offensive?

38.

Kaiserslautern macht ein bisschen Angst. Das sieht manchmal aus, als hätte man irgendwelchen Bridge-Damen auf Kreuzfahrt ein paar Stollenschuhe angezogen und gesagt: »Jetzt spielt Völkerball!«

37.

Schrecklicher Verdacht: Kann Alexander Baumjohann jetzt die USA-Reise vergessen?

36.

Hoffenheims neuer Film heißt dann also: »Das Leben nach der 78. Minute in Dortmund«. Wir werden ihn nicht gucken.

34.

Lautern schon nur noch verzweifelt. Hoffer schießt aus 35 Metern einfach mal drauf, der Ball geht fünf Meter neben der Eckfahne ins Toraus. "Was das mal werden soll, wenn's groß wird?", fragt Simon. Hm... ein normal großer Österreicher? Nur so eine Idee.

33.

Steffen Simon mit einem Begriff, den wir zuletzt vor fünf Jahren gehört haben: »No-Look-Pass«. Wir kontern mit einem Satz, den wir zuletzt vor 47 Jahren gehört haben: »Der kernige Schuss knallt ans Gebält.« Dann streichen wir unsere Klappscheitel glatt und sind ganz bei uns. Irgendwie.

31.

Insgesamt hat das Spiel aber Relegationsspiel-Niveau. Wir schalten um auf »Bibel TV« und hoffen darauf, dass Toni Polsters Hörbuch »Toni Polster und die Bibel« läuft. Merken dann: Das mit dem Fernsehen ist weitaus schlimmer als jede Mittelstufen-Engtanzfete. Immer und überall: Enttäuschungen.

29.

Pass in die Mitte von Beck, dort steht Firmino. Jubel. Jubel. Schalalala. Hopp hoppt auf und ab. Wir zerdrücken vor Wut eine Dose Red Bull – und merken dann: auch das ist falsch.

28.

Es hat wieder angefangen zu regnen. Die Lautern-Fans wachen aus dem Sommerschlummi auf. Fritz-Walter-Wetter. Aber Leihgabe Weiser fordert nur eine Regenjacke.

26.

"Baumjohann, drei Mann gegen sich", berichtet Simon. Aber gut, wenn es danach ginge, wäre Hoffenheim, das ganze Land zum Feind, bereits abgestiegen. Aber Fußball ist nicht demokratisch. Nicht mal fair. Wie man an dieser Szene ebenfalls sieht. Freistoß.

23.

Hoffenheim macht das Spiel. Wenn das dieses verdammte Momentum ist, wo kriegen die Lauterer das jetzt auf die Schnelle her? Gerry Ehrmann schießt am Seitenrand Bunjaku vorsichtshalber schon mal ein paar Bälle in den Unterleib. Von wegen Weicheier soll ihm hinterher keiner kommen!

21.

Lautern ohne Konzept, mit Fehlpässen. Bundesliga-Gründungsmitglied Bock rollt sich aus einem alten 50-Mark-Schein und etwas roter Asche eine Zigarette und raucht sie genüsslich.

18.

Mitchell Weiser. Ich meine, wenn man schon so ein Gesicht hat, warum legt man sich dann noch so eine Frisur zu? Gut, andererseits ging das immer schon Hand in Hand. Erinnern wir uns nur an Trifon Ivanov. Die schönste Nebensache der Welt.

17.

Ich kann mich irren, aber sind Torrejon seit dem Gegentor die Haare noch grauer geworden? Wenn das so weitergeht, humpelt er nach 90 Minuten am Stock vom Platz. Alter Sch...panier.

16.

Idrissou schießt einen Ball aus 22 Metern, halblinks, aufs Tor. Wir sind uns einig: Seine Körpersprache geefällt uns außerordentlich gut. PS: Wir sind nicht, äh, was auch immer.

14.

Wenn wir den Vorberichten folgen wollen, führt also der Eventfußball gegen die Tradition. Passend dazu nun im Hintergrund der Großaufnahme: Menschen mit Klatschpappen. Franco Foda fragt sich zur Saftbar durch.

12.

1:0! Roberto Firmino, dem aus irgendeinem nicht bekannten Grund ein h zwischen dem n und dem o fehlt. Egal. Vorlage kam von Salihovic, der neben Elfmeter vor allem eines ganz gut kann: Freistöße.

11.

Hoffer außerordentlich quirlig in dieser Anfangsphase. Ist jetzt schon mehr Meter gelaufen als früher Günter Netzer an vier Spieltagen hintereinander. Das Dumme: Er hat dabei auch häufiger de nBall verstolpert als professionelle Verstolperer.

9.

Lautern bisher besser. Was nichts heißt, denn die Hoffenheimer war im Grunde die ganze Saison: schlechter. Und dann wurden sie zum Champions-League-Final-Teilnehmer-und-Real-Madrid-Bezwinger-Sieger. Wann gibt es eigentlich diesen Slogan auf T-Shirts? Genug Abnehmer wird es geben. Etwa 13, plus minus 3.

8.

Wo die Lauterer feiern würden, sollte es mit dem Aufstieg klappen, wissen wir nicht. Nur bei Torwart Sippel, der gerade im Bild ist, haben wir da so einen Verdacht. Erste Liga - why not?

5.

Ehrmann macht mich wahnsinnig. Flippt bei jedem Ballkontakt seiner Lauterer aus, als feierten wir hier Silvester. Eben: »Jimmy Hoffer!! Jaaaaaaa!« Dann verschießt der Mann mit dem besten Cowboynamen seit John Wayne aber – und Ehrmann schnuppert an seiner mitgebrachte Schnüffeldecke.

3.

Hoffenheim mit langen Bällen. Torrejon gleich mit mehr gewonnenen Kopfballduellen als Puyol in den letzten zehn Monaten. "Torrewer?", fragt Bock. Mache ihm die DVD "Spanischer Abstiegskampf 2008-2012" auf dem Rechner an. "Das hat mit..." Psst, hier läuft ein Spiel.

2.

Die Hoffenheim-Fans machen richtig Alarm. Haben sogar ein Banner mitgebracht, auf dem steht: »Euer Hass ist unser Stolz«. Wikipedia würde sagen: »Citation needed«.

1.

Anstoß. Souverän. Spielt hier wirklich ein potenzieller Absteiger gegen einen Noch-Zweitligisten?

20:29 Uhr

Seitenwahl. Elch Hoffi steht im Hintergrund herum wie Falschgeld. Ist gut jetzt, Tim, leg dich hin.

20:25 Uhr

Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal ein Hoffenheim-Spiel live geschaut habe. 2009? 2010? Andreas Beck hat jedenfalls damals schon gespielt. Dr. Felix Brych war auch schon am Start und die paar Hoffenheim-Fans? Bestimmt auch. Irgendwo. In Zuzenhausen. Oder Sinsheim.

20:23 Uhr

Steffen Simon sagt: »Sinsheim!« Und dann, potzblitz: »Hoffenheim ist ein Stadtteil von Sinsheim!« Das ist wie bei der »Sendung mit der Maus«. Man lernt immer dazu.

20:24 Uhr

Aus Hoffenheims goldener Zeit, die ja eigentlich nur eine goldene Hinrunde war, ist nur noch Salihovic übrig. Und Hoffi, der Elch. Wer steckt eigentlich unter dem braunen Pelz? Wir haben da so einen Verdacht. Nur so viel: Er spielte mal beim FCK und feiert gerne Karneval.

20:21 Uhr

FCK-Boss Stefan Kuntz cool, weist alle Personalproblem-Fragen zurück, die Opdenhövel, im Grunde ja auch so ein Personalproblem, ihm an den Kopf wirft. "Hoffer hat sich den Einsatz verdient." Wir lassen uns mitreißen von diesem Argument, schalten um auf Sky Austria und gucken die Wiederholung von Altach gegen Lustenau.

20:19 Uhr

Mehmet Scholl knallhart, nennt Lauterns Baumjohann "überqualifiziert". Gibt ihm die Zeugnisse zurück, empfiehlt ihm die Teilnahme am Champions-League-Finale. Mindestens. Baumjohann stellt sich mit einem selbst gemalten Schild an die A6: "Karriere gesucht. Biete: Talent."

20:16 Uhr

Endlich geht es live ins Stadion. Kollege Bock, der aus Verzweifelung schon eine Flugreise in die Ostukraine buchen wollte, wo der Sommer durchgespielt wird, macht auf dem Weg nach draußen noch mal kehrt. "Endlich Fußball." Erfährt dann, wer heute spielt. Bricht weinend zusammen. Schluchzt: "Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun."

20:14 Uhr

Wahnsinnig viel wurde im Vorfeld ja vom "Momentum" geredet. Das angeblich für die Hoffenheimer spricht. Die Körpersprache hingegen wissen bekanntlich die Lauterer auf ihrer Seite, die alten Heten. 1:1 also. Und das 16 Minuten vor dem Anpfiff. Geht ja gut los. Zu hoffen bleibt für die Zeit nach dem Anpfiff nur auf eins: PACE.

20:02 Uhr

Wie immer an dieser Stelle: das TV-Alternativ-Programm. Auf dem ZDF läuft »Molly und Mops: Ein Mops kommt selten allein« und auf QVC »Dr. Oldhaver - Schön mit dem Wissen aus aller Welt« bzw. »Entdecken Sie Diamonique«. Ein Sender auf der Überholspur.

19:48 Uhr

Tim Wiese, der seine Karriere beim FCK begann, ist heute übrigens »1000 Prozent Hoffe-Fan«. Er sagte am Morgen: »Da muss jetzt die ganze Region brodeln.« Wir haben danach unsere Außenreporter im Krisengebiet Meckesheim, Eschelbronn und Waibstadt gefragt, ob sie die Nacht heil überstehen. Bislang keine Antwort. Gespenstisch.

19:36

Wie es aussieht, wenn Lauterer Fans nach Hoffenheim reisen, können wir uns ungefähr vorstellen. Doch wie fahren TSG-Anhänger nach Kaiserslautern? Hier die Antwort:

19:02 Uhr

Ich kann mir nicht helfen: Gisdol, das klingt für mich immer noch, als würde ein besoffener Dirigent die Tonart des nächsten Stückes ansagen. "Der Trauermarsch von Chopin, in Fismur... äh... Desgoll..." Fußball mit falschen Vorzeichen. Was dann dabei herauskommt, sehen Sie an der Hoffenheimer Vereinshymne unter diesem Beitrag.

18:24 Uhr

Wir haben berühmte Ex-Lauterer nach ihrem Tipp für heute Abend gefragt. Hier ihre Antworten:

- Andy Brehme: "Acht Minuten musste ich damals warten, ACHT MINUTEN, bis mich die Argentinier haben schießen lassen, die Mistsäcke, doh!"

- Klaus Toppmöller: "Ja, dat 7:4 damals, dat war echt unerklärlich. Und ich hab mitjemacht, ja, wirklich! Herr Ober, noch eine Schachtel Marlboro, bitte!"

- Mario Basler: "0:0 geht das aus, aber für Lautern. Ist ja klar. Könnense drauf setzen. Bitte für mich auch 'nen Schein, Hunni auf Sieg."

- Hans-Peter Briegel: "Nie wäre ich gewechselt, NIE, aber die brauchten ja das Geld damals. Was? Hoffenheim? Nein, dahin nun ganz sicher nicht. Wo liegt das überhaupt?"

- Stefan Kuntz: "Tippen? Das ist doch das Letzte, Sie ordinärer Kerl."

- Axel Roos: "Ich sage gar nichts mehr öffentlich, und wenn Sie wissen wollen warum, müssen Sie sich an Gerry Ehrmann wenden! AAAAH! Was war das?! Hallo? HAAALLO?!"

18:09 Uhr

Die Relegation hat ihre eigenen Gesetze. Die Relegation fordert ungewöhnliche Maßnahmen. Lauterns Kapitän Albert Bunjaku kündigte daher an: "Wir werden jeden Grashalm fressen!" Damit steht die Austragung der heutigen Partie auf der Kippe, wegen Unbespielbarkeit des Platzes. Mit Bauer Hempel von nebenan wird derzeit noch über eine Ausweichfläche verhandelt. Der hat bei der Wässerung des Rasens aber so seine Probleme:

18:08 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (4):

18:05 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (3):

18:02 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (2 - ab Minute 8:20):

18:00 Uhr

Was FCK-Fans heute nicht erleben wollen (1):

Andererseits: Ein 1:1 würden sie sich vermutlich sogar gefallen lassen in der Pfalz.

17:58 Uhr

"Non je n'avais rien dans la palette de transport", schreibt Thomas Hengen auf seinem Youtube-Kanal. Ich hatte 'ne Vier in Französisch, aber das heißt glaub ich, dass er eine ganze Palette Bier mitbringt nachher. Falls Du mitliest, Dirk.

17:53 Uhr

Relegation. Ein seltsames Wort. Mindestens so seltsam wie: Regeneration. Religion. Rentenbescheid. Oder Remscheid. Apropos: Was macht eigentlich Dirk Flock? Schaut er das Spiel heute zusammen mit Thomas Hengen? Und wie vielen Gesichts-OPs hat der sich seit 1996 unterzogen, dass er jetzt so aussieht?!

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