Gladbach

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Bayern München

Gladbach-Bayern im 11FREUNDE-Liveticker

München menschelt

Ein Spiel, so langweilig wie die Wahl eines Kanzlerkandidaten. Nur an der Seitenlinie menschelte das Produkt Bundesliga noch, als Arjen Robben ausgewechselt wurde. Hat bereits alles Mensch in sich verloren: der Ticker.

17:04

Freunde der Europapokalnächte. Es ist wieder Bundesliga, bzw. immer noch. Borussia Mönchengladbach empfängt am Sonntagabend Bayern München. Immerhin: Der Platz soll endlich eben und bespielbar sein. Es tickern Niclas »Greenkeeper« Seydack und Tobias »Kreidewagen« Ahrens. Ja dann.

17:09

Max Eberl im Gespräch mit Sebastian Hellmann. Hat darauf Bock wie Jesus auf Karfreitag. Muss erklären, ob er jetzt zum FC Bayern wechselt. Und vor allem: warum nicht.

17:13

 

Hier die Kurzanalyse des Gesprächs: 

17:16

Ha! Karl-Heinz Rummenigge ist und bleibt Meister der unterschwelligen Arroganz. Wurde im Vorfeld zur Problematik auf der rechten Verteidigerposition befragt. Joshua Kimmich, die neue Hoffnung des deutschen Fußballs, gejagt vom Weltfußball, soll laut Rummenigge "ein paar Einsatzminuten" zugesichert worden sein. Und auf der anderen Seite steht Tony Jantschke.

17:19

Bilder, die wir im Nachmittagsprogramm nicht sehen möchten: Christoph Kramer (verletzt) und Hellmann teilen sich eine Bratwurst. Hellmann vorfreudig: »Wir haben ja in der Halbzeit nochmal das Vergnügen«. Kramer kaut verdutzt Wurst.

1.

Anpfiff! Bayern startet heute mit Robben und Ribery. Uns überkommt sofort ein angenehmer Nostalgie-Kick, wenn wir an deren ersten gemeinsamen Startelfeinsatz 2009 denken. Damals mit: Butt, Braafheid, van Buyten, Badstuber, Pranjic, Tymoshchuk, Altintop, Schweinsteiger, Olic und Gomez. Kamen damals aber in Champions League Finale. So ändern sich die Zeiten, denkt sich gerade Cristiano Ronaldo in Madrid.

3.

Erste Chance. Alaba und Ribery scheitern bolzplatzmäßig an ihren eigenen Fähigkeiten. Robben knallt den Ball dem Keeper in die Arme. Aber eine »Schwalbe« (wegen Robben, neeee) macht noch keinen Sommer.

4.

André Hahn verzockt sich im Mittelfeld beim Zidane-Roulette.

6.

Frech: Die Audi-Bandenwerbung (»Wo ein Q ist, ist auch ein Weg«) versucht uns ein X für ein U zu verkaufen. Mach ich nicht mit und nehm' aus Prinzip nachher den Bus nach Hause. Ätsch.

9.

Frech II: Wolf Fuss fordert, die Bayern mögen sich mal zu einem technischen Fehler hinreißen lassen - und sofort spinnt bei mir der Stream! Ahhh! Nicht, dass ich das nächste langweilig-hitzfeldmäßige 2:0 der Bayern verpasse. Naja. Geht wieder.

12.

Gladbach kontert, Hofmann rennt und rennt und rennt und lässt sich den Ball abgrätschen. Fuss sagt, ihm seien beim Abschluss »tausend Gedanken durch den Kopf gegangen«. Hat Fuss per Hand nachgezählt. Echt jetzt.

14.

Das Spiel ist bisher so gähnend langweilig, dass wir die Wartezeit mit einem Service-Tick überbrücken: Unterschätzte Spieler, die für beide Vereine gespielt haben: Jan Schlaudraff, Uwe Gospodarek, Alexander Baumjohann, Marcel Witeczek, Markus Münch, Sinan Kurt und Marcel „hat-den-Fußball-nie-geliebt“ Jansen. Was ne Weltauswahl.

16.

Was haben Martin Schulz und der FC Bayern gemeinsam? 100 Prozent! Bei dem einen sind es die Stimmen, bei Bayern ist es der Ballbesitz. Klingt genauso spannend, wie es ist.

18.

Erste große Chance für die Bayern. Spielen diagonaler als meine Oma bei Vier-gewinnt. Gladbach lässt Ribery am rechten Rand stehen als würde auf dem Dresdner Marktplatz gespielt. Und der? Macht nichts. Mutig, sagt Wolff Fuss. Bezeichnend, sagen wir.

19. 

Für wen ich heute bin? Ich sag mal so: 

23.

Bayern jetzt stärker am Drücker als Donald Trump in der Nordkorea-Frage.

25. 

Immerhin: Über Abseitsentscheidungen muss heute nicht diskutiert werden, denn kein geringerer als der tibetianische Mönch der Schiedsrichterassistenten ist heute am Werk: Sascha Thielert.
 

26.

Hm, Wolff-Christoph Fuss und mein letzter Kneipenaufriss scheinen sich zu kennen, fragen beide: »Wann ist der Bumms hier endlich vorbei?«

28.

Bayern kann nicht nur das Spiel machen, sondern auch entscheiden, wann der Gegner das Ruder übernehmen muss. Gladbach überrascht. Und befreit sich aus dem eigenen Sechszehner ähnlich erfolgreich wie ein Blinder aus Alcatraz.

31.

Wer nicht weiß, was Thomas Müller damit gemeint haben kann, als er sagte, dass Trainingsspiele für den FC Bayern manchmal herausfordernder wären. Auf SkySport 1 HD läuft gerade eine Echtzeitdokumentation zu diesem Thema.

35.

Chance für Lewandowski. Aber Jannik Vestergaard, der Mann, der in seiner Freizeit für die Albencover von dänischen Black Metal-Bands posiert, rasiert ihm den Ball vom Fuß. FVCKING TRVE!

39.

Riesenchance für Bayern! Ich schmeiß erstmal die Kaffeetasse von heute Mittag um und schmodder die Tastatur ein. Bah. Und dann ist es Abseits und die Aufregung war umsonst. Kalter Kaffee, in doppelter Hinsicht. Unangenehm.

41.

Highlight des Spiels bisher: falscher Einwurf von Alaba.

43.

Robben aalt sich durch den Strafraum, die Abwehr der Fohlen krebst hinterher. Der Abschluss ist mantastisch, wirklich mantastisch, landet aber an der Latte. Ja, die wunderbare Welt der Tiervergleiche. Und Mee(h)r!

18:15 Uhr

Halbzeit. Und Schwenk auf unseren Lieblingsmenschen Max Eberl. Wir wissen so viel: Max ist einer, der bei dir auf dem Sofa pennt und dir morgens Frühstück macht. Einer, der die Vollversion von WinRar kauft und der einem früher beim Fifa zocken „den guten Controller“ überlassen hat, weil der „Gast König ist“. Was wir nicht wissen: Was Max ab Sommer macht. Ist uns aber auch egal.

18:23

»So wie wir gespielt haben, müssen wir weiterspielen«, seltsame Vorlieben hat der Christoph Kramer.

18:26

Sky jetzt brutal: Zeigt die besten Szenen von Schalke 04. Als würde dir die Ex ein Foto ihrer neuen Flamme zeigen - den sie in Amsterdam kennengelernt hat.

18:29

»Seien Sie wie der FC Bayern und kaufen Sie dieses Produkt«, Werbung war auch schon mal gerissener.

18:33

Gladbachs Co-Trainer im Interview bei Ecki Heuser. Mit einem Namen wie eine Spielidee: Dirk Bremser.

46.

Verhält sich wie das O zum A: der Wiederanpfiff.

46.

Gladbach seit 45 Sekunden im Ballbesitz. Bayern zurückgedrängt in der eigenen Hälfte. Ich lege mich fest.. die Meisterschaft wird jetzt nochmal spannend!

47.

Bayern hat den Ball.

49.

Bayern hat den Ball immer noch.

51.

Vor dem Spiel meinte Hellmann, dass sich Lahm sehr über das Champions-League-Los gefreut hätte. Immerhin ginge es so auf seiner Abschiedstournee noch ein letztes Mal ins Bernabeu. Ob Xabi Alonso das wohl auch über den Borussia-Park denkt?

53.

»Und du fragst dich, ob er (Neuer) ein Buch dabei hat. Aber er hat eben keins dabei. Er ist immer bereit«, stets für eine Empfehlung zu haben: Literaturpapst Wolff-Christoph Fuss.

56.

Bayern seziert die Borussen derart auseinander, dass der Verband bayrischer Chirurgen eiligst ein Einladungsschreiben für die nächste Fachtagung ausstellt.

58.

»Eine Bank fürs Leben«. Macht Gladbachs Hauptsponsor da eigentlich noch Werbung in eigener Sache oder ist man in der Causa-Eberl schon derart verzweifelt?

61.

Man muss dem Spiel auch etwas Positives abgewinnen. Die Überleitung zur Handball-Werbung fällt Wolff Fuss heute bedeutend leicht.

62.

Tor für Bayern. Thiago chippt, Müller deutet Raum und schließt ab. Es steht 0:1. Und zu Hause verschluckt sich Fritz von TuT an seinem Weizen und denkt aufgebracht: »Ausgerrrrrrrrrechnet ER!«

65.

Stand jetzt hat Bayern hat Bayern 13 Punkte Vorsprung auf Leipzig. Dinge, die spannender sind, als die Meisterschaft in diesem Jahr:
- die Space Night auf ARD alpha
- Gedichte von Klopstock
- Witze über den Berliner Flughafen
- Nudeln ohne Sauce
- Abstimmungen bei der SPD-Kanzlerkür

68.

Es ist heute auch das Trainerduell Hecking gegen Ancelotti. Sofort erscheinen surreale Filmplots vor dem geistigen Auge: Im französischen Arthouse-Film »L’amour« trifft der grobschlächtige Dieter aus Castrop-Rauxel den mysteriösen Kosmopoliten Carlo, der in ihm eine unbändige Lust auf das Leben in der Großstadt entflammt. Sie beginnen eine Beziehung - gegen jede Wahrscheinlichkeit! Stiftet die Blumen fürs Hochzeit-Banquet: der 11Freunde-Ticker.

71.

Das Gladbacher Spiel erinnert seit dem Rückstand an einen Physik-Förderkurs, Schwerpunkt Optik, der an der Konstruktion einer Lochkamera scheitert: Die Aussicht ist düster.

74.

Josep Drmic kommt ins Spiel, ein weiterer Stürmer. Wolf Fuss meint: »Hecking will’s wissen«. Wir meinen: Wäre ein Top-Titel für eine Kinder-Wissenssendung: »Heute erklärt euch der Dieter, wie ihr eine mit Fugenmörtel verdichtetes Abwehrbollwerk sprengen könnt.«

78.

Josua Kimmich kommt, Alonso geht. Der Wechsel wirkt ein bisschen, als wolle das Laientheater Gladbach-Lürrip die Angst von älteren Arbeitnehmern illustrieren, durch junge, fitte, turbokapitalistische Jugendliche ersetzt zu werden.

82.

Was kannst du noch tun, wenn der Rekordmeister dich an die Wand spielt und du unbedingt ein Tor schießen willst. Dieter Hecking versucht es mit einem slowakischen U19-Nationalspieler. Damit konnte zumindest niemand rechnen.

82.

Drmic fummeltkuttet Martinez im Sechzehner aus, passt zu Raffael. Die dickste Chance seit El Gordo - vergeben! Stattdessen: Eckball.

84.

Immer wieder erstaunlich, wie der FC Bayern, statt sich hintenrein zu stellen, einfach Gegner und Ball laufen lässt. Wenn diese Kriegstaktik damals den Chinesen bekannt gewesen wäre, würde ich hier gerade Mandarin tickern. Gönne mir stattdessen eine Orange.

87.

 

Auswechslung Arjen Robben (Symbol-Gif):

via GIPHY

90.

Gute Nachricht für alle Gladbacher: nur noch 30 Sekunden.

91.

Heckings Elf mit mehr Moral als mein alter Ethikprofessor.

92.

... und Abpfiff. Die Bayern zittern sich über die Ziellinie wie ein Marathonläufer mit Hungerast. Insgesamt mehr Magerkost als Feinschmeckermenü. Den Braten holt trotzdem der Meister vom Tisch. Hatte heute die Weisheit mit dem goldenen Löffel gefressen: der Ticker.

19:27

Müssen wir noch schnell nachliefern. Thomas Müller zur Auswechselszene von Arjen Robben: »Es menschelt noch bei uns, es kribbelt. Find' ich klasse.« So kannst du natürlich eine Krise beenden, bevor sie entsteht, weiß Müller (Prof. Dr. habil. med. für Krisen-PR).

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