Frankreich
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Honduras

Frankreich-Honduras im Liveticker

Honduras-Thriller: Frankreich biegt 0:0 noch um

Es mutete fremdartig an, als die Honduraner immer wieder versuchten, den Franzosen mit Anlauf die Beine durchzutreten. Eingeweihte aber wussten: Beinedurchtreten ist nach Kegeln die zweitbeliebeste Sportart in Honduras. Erst dann kommt Fußball. Der Ticker gipst sich ein.

20:44 Uhr

Bonsoir, liebe Fans. Die erste Nachricht: Oliver Kahn hat Geburtstag, bekommt von Oliver Welke einen aufblasbaren Tunnel, in dem er sich noch besser fokussieren kann. Zum Beispiel auf diesen wunderbaren Ausblick vom ZDF-Parkhaus: Strände, Meer, Seehunde, Sonnenbrand, fast wie auf Usedom hier. Fehlt nur das servile Publikum, das Kahn 2012 aus seinen Partnerlook-Regenjacken heraus anbetete. Hier in Rio bekommt er keinen Szenenapplaus, wenn er verweichlichte Franzosen in die Pfanne haut. Nur Welkes leutseliges Lächeln. Was fürn Scheißgeburtstag. Jetzt mal ehrlich. Muss es denn wirklich weiter gehen, immer weiter?

20:51 Uhr

Ja, es muss: Rethy. Die chinesische Wasserfolter der Sportberichterstattung. Weiter, immer weiter. »Die ganze Stadt ist blau«, teilt er mit. Wie das wohl kommt?

20:52 Uhr

Schock, schwere Not: Die Honduraner sehen aus wie neuseeländische Rugby-Spieler. Wenn die sich gleich auch so warmmachen, hüpft Valbuena (1,20 Meter) auf Deschamps Schoß und »will heute Nacht bei dir schlafen, Papa!«

20:57 Uhr

Heute keine Hymnen. Warum, bleibt offen. Hat die Fifa die Musik verboten? Singt Blatter gleich ein Duett mit Berlusconi? Die Irritation ist schwer zu ertragen. Deschamps sitzt auf seiner Bank wie ein Mümmelgreis, wenn der Bus nicht kommt. Was im Falle seiner Mannschaft ja aber auch Vorteile hat. Dann kann sie auch nicht drin sitzen bleiben.

1.

Na gut, dann halt Anstoß. Vielleicht ist ja wenigstens im Spiel Musik drin.

4.

Auch für uns natürlich ein besonderes Spiel. Gieselmann kommt aus Diepholz, dem Honduras Norddeutschlands. Und meine Heimatstadt wird natürlich immer direkt mit französischer Leichtigkeit verbunden: Castrop-Rauxel. Hier flaniert die Hautevolee mit Schampus und Kaviar am Kanal entlang. Nicht umsonst sagen Kenner: St. Castropez.

6.

Langer Ball von Honduras in die Spitze - und dann Abseits. Diese neumodische Fifa-Idee, der Mann von heute trägt Headset und Spraydose. Kennen wir aus Jugendtagen.

9.

Frankreich ohne Ribery. Ihm fehlt die Spritzigkeit. Hüstel.

11.

Freistoß Frankreich von halblinks. Getreten auf die Sechzehnerlinie, und Benzema versucht es mit einem Kopfball. Beim letzten Mal, als ein Franzose aus der Entfernung geköpft hat, gab es einen Sturm auf die Bastille.

13.

Doch Guy Jo Tine steht heute nicht mehr im Kader.

14.

Mein Sohn ist aufgetaucht. Er erklärt nun, dass er einen Kinderfilm schauen wolle. »Aber das sind doch Kinder!«, sage ich und merke plötzlich, wie alt ich bin.

16.

Chance für France. Aber: Pesch!

18.

Benzema und ein gigantischer Honduraner rasseln mit den Köpfen zusammen, bleiben benommen liegen. Eine Szene wie spät abends auf Eurosport... Da schwant mir: Ist der gigantische Honduraner etwa Remi Bonjasky?

20.

Frooooooonkreisch... Immer noch 0:0. Gegen Honduras. Und in seinem Sommerhaus in der Provence rammt Zinedine Zidane vor lauter Langeweile seine Stirn gegen eine Gipsstatue.

22.

Wenn wir uns jetzt schon über die Schauzbärte und Miniplis der Achtziger lustig machen – mit welcher Wucht wird uns dann erst in 20 Jahren der Retrotrend der Karussellbremser-Frisuren und Einkauszettel-Tätowierungen treffen, die wir heutzutage auf dem Platz sehen? Besser: vorsichtshalber eher sterben.

23.

Evra flankt rein, Griezman trifft mit dem Kopf die Latte. Dann köpft Benzema drüber. Unerfolgreicher mit dem Kopf ist nur Gina-Lisa.

28.

Palacios tritt auf Pogba, der teilt auch aus. Der erste WM-Rücktritt.

30.

Die Honduraner schmeißen sich in Bälle, grätschen jedem Ball nach, fighten, beißen, sie wollen das Ergebnis halten. Gleich fragt einer: »Schiri, wie lange ist noch?« Der sagt locker: »Gleich Schluss. Stündchen noch«

31.

Die eine Druckluftfanfare, die da in Porto Alegre unaufhörlich gegen die Stille anhupt, erinnert mich an den Volkspark in den Achtzigern. In der Sportschau. Wenn Heribert Faßbender in seinem Anorak eingeschlafen war und Manfred Kastl an der Eckfahne ausrutschte. Dö-do-dödödö.

35.

Mein Sohn verlangt jetzt nach Kakao. »Der ist doch gar nicht nominiert, du Banause! Du hast echt keine Ahnung.« Tränen.

37.

»Honduras mit dem 4-4-2, aber ganz, ganz hinten stehend«, analysiert Rethy. Ja, stehen tatsächlich mit vier Mann HINTER dem Tor! Das wird schwierig für Frankreich.

41.

Wenn Rethy Statistiken vorliest, wähnt man sich in der Autobiografie eine Stadtkämmerers, Kapitel 5: »Wie ich 1976 die überteuerte Verkehrsinsel verhindert habe«.

43.

Endlich mal ein berechtigter Elfmeter, endlich wieder diese einzigartig geile Mischung aus Schadenfreude und Mitleid. So eindeutig umgerammt wie eine Gruppe Spaziergänger von einem eifersüchtigen Wildschwein. Benzema. Tor. 1:0. Schluss jetzt mit Egalité und dem ganzen Quatsch.

45.

Cabaye holt sich die dritte Gelbe der Franzosen in diesem Spiel ab. Mehr unsinnige Karten gibt es nur bei Prince-Konzerten.

45.+3

Halbzeit. Doch es bleibt giftig. Gleich kommt Olli Welke vs. Olli Kahn. Zwei Blindwütige mit Honduras-Statur. So brutal kann Pause sein.

21:50 Uhr

Wie verfolgt eigentlich Zlatan Ibrahimovic diese Partie? .... Aaaaaaah, ja.

21:54 Uhr

Ja, gut. Bisschen Schwund ist immer. Kollege Andreas Bock teilt mit: »Fra-Ho, das erste Spiel, das ich wohl verpasse. Auf Tele5 läuft Hudsucker. Immer wieder groß. V.a. wegen dieser Szene

21:56 Uhr

»Am meisten hat mich der Bundestrainer heute beeindruckt. Ist der wirklich so cool?«, sagt KMH. Wenn es hier um die deutsche Politik ginge und nicht um den deutschen Fußball, müsste man von Propaganda sprechen. Aber so: Hey, sind wir nicht alle »Fans«?

22:00

Führung für Frankreich. Die Franzosen profitieren ganz klar von den Einwanderern - aus dem Saarland. Denn wie alle wissen, hat Caro Korneli seinerzeit das Saarland für 350 Euro und ein Schokocroissant an Frankreich verkauft. Hier.

22:01

Bringt Deschamps jetzt Lafontaine?

22:03 Uhr

Immer wenn Olli Kahn sagt »Da kann man sich schon zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen«, reiben sich Heiko Herrlich und Stephane Chapuisat prophylaktisch und gegenseitig am ganzen Körper mit Pferdesalbe ein.

46.

Zweite Halbzeit. Frankreich jetzt von rechts nach Brüssel.

49.

»Es wird nicht unbedingt leichter für die Franzosen, dass die Honduraner jetzt in Unterzahl sind«, sagt Bela Rethy. Wenn Frankreich ganz viel Pech hat, fliegen noch drei weitere Honduraner vom Platz.

47.

Doch Benzema schießt das erlösende 2:0. Schuss an den Innenpfosten, dann an den honduranischen Torwart, dann kurz rein. Und mithilfe der Torlinientechnik sehen wir ganz deutlich: Der WM-Ball ist richtig mies designt.

52.

Der Schiedsrichter bekomme auf seine Uhr ein Signal, so Rethy: »Goal or no goal.« Tja, eins von beiden. Jetzt muss er sich nur noch entscheiden.

53.

Die große Frage: Kommt Honduras noch mal zurück? Die noch größere Frage: Kann man überhaupt dahin zurückkommen, wo man noch niemals war? War es das, was Blatter mit seiner Idee von intergalaktischen Meisterschaften meinte?

56.

Es war ein Eigentor. Was Rethy veranlasst, in ein minutenlanges Referat über die Natur des Eigentors zu verfallen. Was immer noch spannender ist als das Spiel. Und bei euch so?

59.

Die Haare, die Moves, die spielerische Klasse: Costly, der Honduraner, ist für mich der Peter André dieser WM.

62.

Wenn Rethy auf die ZDF-Homepage hinweist, dann klingt er immer ein bisschen wie früher mein Opa, wenn er das VPS seines Videorekorders einstellen wollte und dabei mit sich selbst sprach. Über den Krieg.

65.

Aus gegebenem Anlass. Bekannte Linienrichter: Tofik Bachramow, Dirk Magenberg, Ronald Schill, Christoph Daum. Ende der Serie.

68.

Konter Honduras. Oscar Boniek Garcia mt einem Versuch, doch sein Schüsschen kommt nicht an. Aber dieser Name: Diese Mischung aus Preisverleihung, Namen eines ehemaligen polnischen Nationalspielers und Schauspielers aus »Der Pate«. Ich leg mich fest, der nächste Joker von Honduras heißt: Goldene Henne Hajto de Niro.

72.

Benzema knallt das Ding von halbrechts rein. Honduras liegt 0:3 zurück, so verrückt kann Fußball sein, das Favoritensterben geht weiter.

75.

In der ARD von Honduras können die Zuschauer übrigens jeden Monat über den »Befreiungsschlag des Monats« abstimmen. Carsten Ramelow hat sich schon einbürgern lassen.

76.

Für die Franzosen hat es sich doch noch gelohnt, dieses Mal aus dem Bus auszusteigen.

77.

Steht das Riesen-H auf den Trikots der Honduraner eigentlich für Hospitant?

79.

Stärkste Szene des Spiels: Zwei französische Flitzpiepen, die sich als Asterix und Obelix verkleidet haben, werden von der Publikumskamera erfasst und beginnen, vor Freude im Sitzen auf und ab zu hüpfen. Erzählen sie das auch mal ihren Enkeln? »Und heute vor sechzig Jahren war ich mit Großonkel Jean im Fernsehen. Ich als Asterix, er als Obelix.« – »Toll, Opa. Darf ich jetzt wieder raus in den Garten?«

83.

Ein Honduraner versucht, einem Franzosen mit Anlauf das Bein durchzutreten. Beinedurchtreten: Nach Kegeln die zweitbeliebeste Sportart in Honduras. Dann kommt Fußball.

88.

Immerhin eins haben die Honduraner uns Europäern gezeigt: Wie man Franzosen vom rechten Flügel ordentlich wegmäht. Und irgendwo in Brüssel zieht sich Martin Schulz die alten Stollentreter an.

90.

Abpfiff. Fassen wir zusammen: 3:0 für Frankreich, doch der große Gewinner ist der Erfinder einer Torlinientechnik aus Würselen. Wir gehen mit ihm jetzt Champagner trinken. In St. Castropez. Mit Martin Schulz. Und Oscar Boniek Garcia.

92.

Was, schon vorbei? Die vier Stunden vergingen ja wie im Flug! Ein echter Thriller, wie Frankreich hier das 0:0 noch umbog. Ich will mich jetzt gar nicht runterziehen lassen vom »ZDF-Ratgeber Technik« mit den Heimwerkern Welke, Meier und Kahn. Thema: Kameras. »Ja, und wenn man die etwas hochpreisigeren Fahrzeuge bervorzugt, sollte man schon zu dieser Qualitätsüberwachungskamera greifen. Mit Alarmfunktion, die man auch im Pool hört!« Wir steigen jetzt in den tiefpreisigen BVG-Bus, und an der Endstation weigern wir uns auszusteigen. Bis gleich, bei Argentinien gegen Bosnien-Herzegowina. Hoffentlich wird das nicht auch so spannend!

92.

Was, schon vorbei? Die vier Stunden ergingen ja wie im Flug! Ein echter Thriller, wie Frankreich hier das 0:0 noch umbog. Ich will mich jetzt gar nicht runterziehen lassen vom »ZDF-Ratgeber Technik« mit den Heimwerkern Welke, Meier und Kahn. Thema: Kameras. »Ja, und wenn man die etwas hochpreisigeren Fahrzeuge bervorzugt, sollte man schon zu dieser Qualitätsüberwachungskamera greifen. Mit Alarmfunktion!« Wir steigen jetzt in den tiefpreisigen BVG-Bus, und an der Endstation weigern wir uns auszusteigen. Bis gleich, bei Argentinien gegen Bosnien-Herzegowina. Hoffentlich wird das nicht auch so spannend!

90.

Abpfiff. Fassen wir zusammen: 3:0 für Frankreich, doch der große Gewinner ist der Erfinder einer Torlinientechnik aus Würselen. Wir gehen mit ihm jetzt Champagner trinken. In St. Castropez. Mit Martin Schulz. Und Oscar Boniek Garcia.

88.

Immerhin eins haben die Honduraner uns Europäern gezeigt: Wie man Franzosen vom rechten Flügel ordentlich wegmäht. Und irgendwo in Brüssel zieht sich Martin Schulz die alten Stollentreter an.

83.

Ein Honduraner versucht, einem Franzosen mit Anlauf das Bein durchzutreten. Beinedurchtreten: Nach Kegeln die zweitbeliebeste Sportart in Honduras. Dann kommt Fußball.

79.

Zwei französische Flitzpiepen, die sich als Asterix und Obelix verkleidet haben, werden von der Publikumskamera erfasst und beginnen, vor Freude im Sitzen auf und ab zu hüpfen. Erzählen sie das auch mal ihren Enkeln? »Und heute vor sechzig Jahren war ich mit Großonkel Jean im Fernsehen. Ich als Asterix, er als Obelix.« – »Toll, Opa. Darf ich jetzt wieder raus in den Garten?«

77.

Steht das Riesen-H auf den Trikots der Honduraner eigentlich für Hospitant?

76.

Für die Franzosen hat es sich doch noch gelohnt, dieses Mal aus dem Bus auszusteigen.

75.

In der ARD von Honduras können die Zuschauer übrigens jeden Monat über den »Befreiungsschlag des Monats« abstimmen. Carsten Ramelow hat sich schon einbürgern lassen.

72.

Benzema knallt das Ding von halbrechts rein. Honduras liegt 0:3 zurück, so verrückt kann Fußball sein, das Favoritensterben geht weiter.

68.

Konter Honduras. Oscar Boniek Garcia mt einem Versuch, doch sein Schüsschen kommt nicht an. Aber dieser Name: Diese Mischung aus Preisverleihung, Namen eines ehemaligen polnischen Nationalspielers und Schauspielers aus »Der Pate«. Ich leg mich fest, der nächste Joker von Honduras heißt: Goldene Henne Hajto de Niro.

65.

Aus gegebenem Anlass. Bekannte Linienrichter: Tofik Bachramow, Dirk Magenberg, Ronald Schill, Christoph Daum. Ende der Serie.

72.

Wenn Rethy auf die ZDF-Homepage hinweist, dann klingt das immer ein bisschen wie früher mein Opa, wenn er das VPS seines Videorekorders einstellen wollte und dabei mit sich selbst sprach. Über den Krieg.

59.

Die Haare, die Moves, die spielerische Klasse: Costly, der Honduraner, ist für mich der Peter André dieser WM.

56.

Es war ein Eigentor. Was Rethy veranlasst, in ein minutenlanges Referat über die Natur des Eigentors zu verfallen. Was immer noch spannender ist als das Spiel. Und bei euch so?

53.

Die große Frage: Kommt Honduras noch mal zurück? Die noch größere Frage: Kann man überhaupt dahin zurückkommen, wo man noch niemals war? War es da, was Blatter mit seiner Idee von intergalaktischen Meisterschaften meinte?

52.

Der Schiedsrichter bekomme auf seine Uhr ein Signal, so Rethy: »Goal or no goal.« Tja, eins von beiden. Jetzt muss er sich nur noch entscheiden.

47.

Doch Benzema schießt das erlösende 2:0. Schuss an den Innenpfosten, dann an den honduranischen Torwart, dann kurz rein. Und mithilfe der Torlinientechnik sehen wir ganz deutlich: Der WM-Ball ist richtig mies designt.

49.

»Es wird nicht unbedingt leichter für die Franzosen, dass die Honduraner jetzt in Unterzahl sind«, sagt Bela Rethy. Wenn Frankreich ganz viel Pech hat, fliegen noch drei weitere Honduraner vom Platz.

46.

Zweite Halbzeit. Frankreich jetzt von rechts nach Brüssel.

22:03 Uhr

Immer wenn Olli Kahn sagt »Da kann man sich schon zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen«, reiben sich Heiko Herrlich und Stephane Chapuisat prophylaktisch und gegenseitig am ganzen Körper mit Pferdesalbe ein.

22:01

Bringt Deschamps jetzt Lafontaine?

22:00

Führung für Frankreich. Die Franzosen profitieren ganz klar von den Einwanderern - aus dem Saarland. Denn wie alle wissen, hat Caro Korneli seinerzeit das Saarland für 350 Euro und ein Schokocroissant an Frankreich verkauft. Hier.

21:56 Uhr

»Am meisten hat mich der Bundestrainer heute beeindruckt. Ist der wirklich so cool?«, sagt KMH. Wenn es hier um die deutsche Politik ginge und nicht um den deutschen Fußball, müsste man von Propaganda sprechen. Aber so: Hey, sind wir nicht alle »Fans«?

21:54 Uhr

Ja, gut. Bisschen Schwund ist immer. Kollege Andreas Bock teilt mit: »Fra-Ho, das erste Spiel, das ich wohl verpasse. Auf Tele5 läuft Hudsucker. Immer wieder groß. V.a. wegen dieser Szene

21:50 Uhr

Wie verfolgt eigentlich Zlatan Ibrahimovic diese Partie? .... Aaaaaaah, ja.

45.+3

Halbzeit. Doch es bleibt giftig. Gleich kommt Olli Welke vs. Olli Kahn. Zwei Blindwütige mit Honduras-Statur. So brutal kann Pause sein.

45.

Cabaye holt sich die dritte Gelbe der Franzosen in diesem Spiel ab. Mehr unsinnige Karten gibt es nur bei Prince-Konzerten.

43.

Endlich mal ein berechtigter Elfmeter, endlich mal diese einzigartig geile Mischung aus Schadenfreude und Mitleid. So eindeutig umgerammt wie eine Gruppe Spaziergänger von einem eifersüchtigen Wildschwein. Benzema. Tor. 1:0. Schluss jetzt mit Egalité und dem ganzen Quatsch.

41.

Wenn Rethy Statistiken vorliest, wähnt man sich in der Autobiografie eine Stadtkämmerers, Kapitel 5: »Wie ich 1976 die überteuerte Verkehrsinsel verhindert habe«.

37.

»Honduras mit dem 4-4-2, aber ganz, ganz hinten stehend«, analysiert Rethy. Ja, stehen tatsächlich mit vier Mann HINTER dem Tor! Das wird schwierig für Frankreich.

35.

Mein Sohn verlangt jetzt nach Kakao. »Der ist gar nicht nominiert, du Banause! Du hast echt keine Ahnung.« Tränen.

31..

Die eine Druckluftfanfare, die da in Porto Alegre unaufhörlich gegen die Stille anhupt, erinnert mich an den Volkspark in den Achtzigern. In der der Sportschau. Wenn auch Heribert Faßbender im Herbstwind in seinem Anorak eingeschlafen war. Dö-do-dödödö.

30.

Die Honduraner schmeißen sich in Bälle, grätschen jedem Ball nach, fighten, beißen, sie wollen das Ergebnis halten. Gleich fragt einer: »Schiri, wie lange ist noch?« Der sagt locker: »Gleich Schluss. Stündchen noch«

28.

Palacios tritt auf Pogba, der teilt auch aus. Der erste WM-Rücktritt.

23.

Evra flankt rein,  Griezman trifft mit dem Kopf die Latte. Dann köpft Benzema drüber. Unerfolgreicher mit dem Kopf ist nur Gina-Lisa.

22.

Wenn wir uns jetzt schon über die Schauzbärte und Miniplis der Achtziger lustig machen – mit welcher Wucht wird uns dann erst in 20 Jahren der Retrotrend der Karussellbremser-Frisuren und Einkauszettel-Tätowierungen treffen, die wir heutzutage auf dem Platz sehen? Besser: vorsichtshalber eher sterben.

20.

Frooooooonkreisch... Immer noch 0:0. Gegen Honduras. Und in seinem Sommerhaus in der Provence rammt Zinedine Zidane vor lauter Langeweile seine Stirn gegen eine Gipsstatue.

18.

Benzema und ein gigantischer Honduraner rasseln mit den Köpfen zusammen, bleiben benommen liegen. Eine Szene wie spät abends auf Eurosport... Da schwant mir: Ist der gigantische Honduraner etwa Remi Bonjasky?

16.

Chance für France. Aber: Pesch!

14.

Mein Sohn ist aufgetaucht. Er erklärt nun, dass er einen Kinderfilm schauen wolle. »Aber das sind doch Kinder!«, sage ich und merke plötzlich, wie alt ich bin.

13.

Doch Guy Jo Tine steht heute nicht mehr im Kader.

11.

Freistoß Frankreich von halblinks. Getreten auf die 16er Linie und Benzema versucht es mit einem Kopfball. Beim letzten Mal, als ein Franzose aus der Entfernung geköpft hat, gab es einen Sturm auf die Bastille.

9.

Frankreich ohne Ribery. Ihm fehlt die Spritzigkeit. Hüstel.

6.

Langer Ball von Honduras in die Spitze - und dann Abseits. Diese neumodische Fifa-Idee, der Mann von heute trägt Headset und Spraydose. Kennen wir aus Jugendtagen.

4.

Auch für uns natürlich ein besonderes Spiel. Gieselmann kommt aus Diepholz, dem Honduras Norddeutschlands. Und meine Heimatstadt wird natürlich immer direkt mit französischer Leichtigkeit verbunden: Castrop-Rauxel. Hier flaniert die Hautevolee mit Schampus und Kaviar am Kanal entlang. Nicht umsonst sagen Kenner: St. Castropez.

1.

Na gut, dann halt Anstoß. Vielleicht ist ja wenigstens im Spiel Musik drin.

20:57 Uhr

Heute keine Hymnen. Warum, bleibt offen. Hat die Fifa die Musik verboten? Singt Blatter gleich ein Duett mit Berlusconi? Die Irritation ist schwer zu ertragen. Deschamps sitzt auf seiner Bank wie ein Mümmelgreis, wenn der Bus nicht kommt. Was im Falle seiner Mannschaft ja aber auch Vorteile hat. Dann kann sie auch nicht drin sitzen bleiben.

20:52 Uhr

Schock, schwere Not: Die Honduraner sehen aus wie neuseeländische Rugby-Spieler. Wenn die sich gleich auch so warmmachen, hüpft Valbuena (1,20 Meter) auf Deschamps Schoß und »will heute Nacht bei dir schlafen, Papa!«

20:51 Uhr

Ja, es muss: Rethy. Die chinesische Wasserfolter der Sportberichterstattung. Weiter, immer weiter. »Die ganze Stadt ist blau«, teilt er mit. Wie das wohl kommt?

20:44 Uhr

Bonsoir, liebe Fans. Die erste Nachricht: Oliver Kahn hat Geburtstag, bekommt von Oliver Welke einen aufblasbaren Tunnel, in dem er sich noch besser fokussieren kann. Zum Beispiel auf diesen wunderbaren Ausblick vom ZDF-Parkhaus: Strände, Meer, Seehunde, Sonnebrand, fast wie auf Usedom hier. Fehlt nur das servile Publikum, das Kahn 2012 aus seinen Partnerlook-Regenjacken heraus anbetete. Hier in Rio bekommt er keinen Szeneapplaus, wenn er verweichlichte Franzosen in die Pfanne haut. Nur Welkes leutseliges Lächeln. Was fürn Scheißgeburtstag. Jetzt mal ehrlich. Muss es denn wirklich weiter gehen, immer weiter?

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