Eintracht Frankfurt

0
0

Schalke 04

Frankfurt-Schalke im 11FREUNDE-Liveticker

Fußball? Vehlanzeige!

Frankfurt gegen Schalke: Ein Spiel für Herzpatienten. Und anonyme Porno-Süchtige. Ganz ohne Aufregung. Und ohne jeden Höhepunkt. Im »Point-Of-View« zur Salzsäure erstarrt: Der Liveticker.

19.15 Uhr

Guten Abend zum Brennpunkt Bundesliga. Zu Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 und der Frage: Diagnose oder Rezept? Auf Euch wartet ein bunter Strauß aus haltlosen Behauptungen und lauwarmen Gags, garniert mit einem Zuckerguss überspielter Ahnungslosigkeit. Und dafür stehen wir mit unserem Namen:

19.20 Uhr

Armin Veh gleich mal im Gespräch bei der Sky-Fieldreporterin: »Ich muss und werde hier keine Kuh vom Eis bringen.« Klingt so, als hätte er sich wirklich akribisch auf dieses Spiel vorbereitet.

19.21 Uhr

Richtig Action in der Übertragung. Harter Schnitt auf André Breitenreiter. Der wahrscheinlich gerade verrät, wie er die Kuh auf's Eis bringt. Aber ich kann mir nicht helfen, und ich weiß nicht, warum der Mann das in mir auslöst. Aber immer wenn ich André Breitenreiter sehe, hole ich die alten Kataloge hervor und stelle mir meinen Traum VW-Jetta zusammen. In der »Bon Jovi«-Ausstattung. Mit Sonderzubehör Rückspiegel beidseitig.

19.25 Uhr

Überraschung in der Schalker Aufstellung. Shooting-Star Leroy Sané sitzt zunächst nur auf der Bank. Hat die letzten Wochen aber auch sichtbar gehemmt gewirkt. Woran es liegt? Klarer Fall: Das ist der 11Freunde-Fluch. Heute noch auf dem Cover, morgen schon raus aus der Startelf. Wie, ihr wollt vom Zauber profitieren und den besten Spieler Eures Erzrivalen in eine Krise jagen? Dann nichts wie her mit den Angeboten. Mindestgebot: Ein Kompliment. (Und das brandneue Heft bitte trotzdem kaufen.)




19.27 Uhr

Kurzer Exkurs zum Telekolleg Physik. Ihr wolltet die Relativitäts-Theorie schon immer mal an einem wirklich verständlichen Beispiel erklärt bekommen? Bitteschön. Also: Bei Schalke brennt gefühlt der Baum. Und wenn sie heute gewinnen, rutschen sie in der Bundesliga auf Platz vier. Et voilá. Ende der Vorlesung. 

1.

Schiedsrichter Brych pfeift. »Dann soll er doch zu Hause bleiben«, motzt Armin Veh. Aber es hilft nichts: Anstoss.

3.

In beiden Fanlagern wird mächtig gezündelt. Und die Teams auf dem Rasen machen was? Das einzig Richtige: Legen eine Brandschutzdecke der Emotionen auf den Platz. Die Laufleistung beider Mannschaften bisher also: 1 Meter. (Statistische Ungenauigkeit: 1 Meter)

6.

Die Anfangsphase der Partie schon morgen zum Nachkochen im Gruselkabinett Eurer Wahl erhältlich:

8.

Freunde, so wird das aber nix mit der Last-Minute-Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch. 

10.

Finde den Fehler: Russ mit dem Dribbling in den Strafraum. Das Ergebnis bleibt unbenommen — Freistoß (!) Schalke.

13.

Wären wir Fantasten der guten Laune, würden wir sagen: »Es ist viel Fantasie im Spiel.« Als Protokollanten der täglichen Tragödie, die das Leben aber ist, müssen wir feststellen: »Es ist ein Fehlpass-Festival.« Immerhin kotzt uns niemand ins Zelt. Noch.

15.

Vielleicht liegt es an meinem kindlichen Gemüt. Vielleicht am späten Anpfiff. Aber immer wenn ich den Namen Stendera höre, legt meine Assoziations-Lokomotive los. Und stellt die Weichen in diese ungefähre Richtung:

17.

Ob es irgendwo auf dieser Welt Menschen gibt, die gerade mit uns dieses Spiel sehen und sich versichern: »Geiler Kick!« Und: Warum?

19.

Oder Armin Veh hat es darauf angelegt. So wie wir früher, in der Disco. Unserer Chancen gewahr, sah die Taktik dabei immmergleich aus: Isolieren, ermüden, zuschlagen. Dumm nur, dass André Breitenreiter auf die gleiche Taktik setzt. Ich fürchte fast, das Spiel muss bei »Bauer sucht Frau« entschieden werden.

21.

Das bisherige Spiel in einem Bild:

23.

»Also wenn der ankommt, dann wird's richtig gefährlich«, so der Sky-Kommentator. Ein Spiel, wie unser Leben. Es findet nur im Konjunktiv statt.

25.

Und dann plötzlich: Latte. Freistoß durch Huszti, Hinterzopf Russ. Die Mandy in uns erkennt sofort, was angesagt ist: Diagnose Spliss.

28.

Wer sich das Spiel entgegen dem eigentlichen Plan geschenkt hat, um, sagen wir mal, die Wand anszustarren, ist schon jetzt unser Gewinner des Tages. 

31.

Und am Seitenrand belagert das Facilty-Management von Eintracht Frankfurt Trainer Armin Veh und fragt: Ist das Bundesliga oder kann das weg?

33.

Klarer Fall: Schalke baut auf das Rückspiel. 

35.

Bester Mann, noch ohne Fehlpass und zudem mit der größten Laufleistung aller Beteiligten: Schiri Felix Brych. Und irgendwo zwischen Mainz und Leverkusen schreckt Roger Schmidt auf und fragt betroffen: »Warum?« Guter Einwand. 

37.

Unser Tipp für das Jugendwort des Jahres 2016: »Ich fühle mich so Frankfurt-Schalke.« 

40.

Bezeichnend. Die zweite Chance des Spiels, und wieder ist es Russ. Nach Eckball. Kommt im Strafraum frei zum Kopfball, wie sonst nur im Einkaufszentrum Frankfurt-West. An einem Sonntag. Trifft aber nur die Schaufensterscheibe. In Darmstadt-Wixhausen. Bitter.

43.

Wenn wir für den Moment drei Wünsche frei hätten, es gäbe keinen Zweifel:

-- Lottogewinn mit Zusatzzahl
-- Weltfrieden
-- Halbzeit zwischen Frankfurt und Schalke

45.

Das Spiel bisher vor allem eines: Ein Plädoyer PRO Doping im Fußball. Und dann die beste Aktion des Spiels bisher, vom besten Mann des Spiels bisher: Dr. Felix Brych pfeift zur Halbzeit.

20.18 Uhr

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann liefert ihn dieses Spiel frei Haus: Es gibt keinen Gott. Dafür ein richtiges Leben im falschen. Oder umgekehrt. So genau können wir das nach DIESEN 45 Minuten nicht mehr benennen.

20.21 Uhr

Andererseits: Wenn es stimmt, was Felix Magath predigt, und wer wollte daran zweifeln, dann kommt Qualität von quälen. Was diese Partie mithin schlagartig zu einem Jahrhundertspiel macht. 

20.24 Uhr

Und wie zum Hohn jetzt im Sky-Studio: Rainer Calmund. Findet uns auf den Knien wieder. Lieber »Callitän«, take us away. Wohin? Egal! Nur weg von hier!

20.27 Uhr

Kurz was in eigener Sache:

20.30 Uhr

Schau an. Immerhin wurde diesem Spiel bereits ein Lied gewidmet. Hübsch!

46.

Anstoss zur zweiten Halbzeit. Was abermals die Frage aufwirft: Warum?

47.

»Das Personal unverändert«, so der Sky-Kommentator. Und auch wir bleiben uns treu: Warum?

48.

Wir legen uns fest. Das ist das schlimmste Spiel seit diesem hier:

49.

Immerhin kann Schiri Brych für diese Partie eine Gefahrenzulage geltend machen. Wegen akuter Gefahr von Sekundenschlaf.

50.

Das monotone Trommeln der Ultras gleicht auch immer mehr dem Rhythmus einer Sklaven-Galeere. Auf dem Weg ins absolute Nichts. Die Glücklichen!

52.

Das Spiel als Steno-Spiegel der Wahrheit: Seferovic auf Fabian. Langer Ball. Caicara. Auf Fährmann. Auf Geis. Auf Ozcipka. Auf Caicara. Auf Hoijberg. Einwurf Frankfurt. Foul. Bitter. 

55.

Auch wenn ich Dir im Laufe der ersten Halbzeit abgeschworen haben: Lieber Gott, wenn Du jemals eine Blinddarm-Entzündung oder einen Darm-Durchbruch für mich auf dem Zettel hast. Jetzt gerade wär' es gut.

56.

Und der Eintracht-Fanclub »Adler-Masochisten« ist kurz vor der totalen Extase. Immerhin.

59.

Derweil Armin Veh in seinen modischen Taschen nästelt, in der Hoffnung auf die Lösung aller Probleme, in der Hoffnung, diesem Fußball-Spiel den Fußball zu geben. Und was findet er? Das hier:

61.

Und plötzlich kommt, wie die Jungfrau zum Kinde, Alexander Meier zur Riesen-Chance. Doch der Fußballgott ist ein harter Knochen. »Unbefleckte drei Punkte? Ohne mich!«

63.

Und dennoch: Ein angekommener Pass würde dem Spiel gut tun. Oder ein Stromausfall.

66.

Ich bin so kurz davor mir eine richtige Arbeit zu suchen. Nur um bald behaupten zu können: »Jungs, wir müssen doch morgen alle früh raus.« Aber mit meinen Qualitäten ist das leider leichter gesagt, als getan:

69.

Endlich. Leroy Sané ist im Spiel. Für: Egal. Womit das Spiel immerhin optisch gehörig gewinnt:

71.

Exklusiv nur bei 11Freunde: Die Highlights der ersten 71 Minuten Frankfurt-Schalke.

74.

Und das Spiel so: »...«

77.

Aus gegebenem Anlass zitieren wir den Sky-Kommentator uns unbekannten Namens: »Es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen. Aber: Eine Viertelstunde haben wir noch.« Word.

80.

Und, ebenfalls aus gegebenem Anlass, nochmals Tocotronic. Die dieses Spiel offenbar geahnt haben.

83.

Dinge, die reicher an Höhepunkten waren als dieses Spiel:

-- Mein Gang zum leeren Kühlschrank
-- Hitlers Sexleben
-- Der Sendeschluss des Hessischen Rundunks am 28. Februar 1984

86.

Und was tut man, wenn der Gegner nichts tut? Man macht es selbst spannend. So wie Eintrachts Torhüter Hradecky, der einen Distanz-Schuss-Flatterball durch die Hosenträger lässt, als wären sie der Arc de Triomphe. Blöd nur, dass dieses Spiel das Äquivalent des autofreien Sonntags ist. Weiter 0:0. Bzw.: Gähn.

89.

Jetzt auch noch Slapstick im Schalker Strafraum. Der Ball flippert wie ein Pinnwald-Wizard auf Speed durch den Strafraum. Der einen Witz erzählt. Dessen Pointe lautet: »« Tja.

90.

Foul Hasebe. »Wenn Brych ganz streng ist, dann war's das für den Japaner«, so der Sky-Kommentator. Doch Brych ist nicht ganz streng, Hasebe bleibt auf dem Feld. Bei dem Spiel muss man konstatieren: Die arme Sau.

21.20 Uhr

Jetzt endlich gute Nachrichten aus Frankfurt: Das Spiel ist aus. Morgen garantiert in der »Elf des Tages«, als Stürmer für Eintracht Gerechtigkeit 04: Schiedsrichter Felix Brych. Solltet ihr jemals ein Spiel gesehen haben, dass dröger anzusehen war als dieses, dann, liebe Freunde, seid Euch unserer Sympathie versichert. Solltet ihr dieses Spiel hingegen nicht gesehen haben, dann seid versichert: Herzlichen Glückwunsch! Wir gehen uns jetzt die Augen auswaschen. Mit Stahlwolle. Gute Nacht!

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!