12.02.2014 | Frankfurt-Dortmund im Liveticker
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Zurück nach Sotschi

Mit dem Rest vom Fest siegte der BVB in Frankfurt mit 1:0. Dabei stolperte der BVB lange Zeit über das Feld wie ein Gnu auf einer Breakdance-Party. Einem Traum-Halbfinale gegen den FC Bayern steht jetzt nur noch die Loskugel im Wege. Oder, um hier mit einer Fips-Asmusen-Pointe zu schließen, der HSV. Der Ticker gibt zurück nach Sotschi.

Text: Fabian Jonas und Andreas Bock Bild: Imago

Frankfurt: Trapp, S. Jung, Zambrano, Madlung, Djakpa, Russ, Rode, Flum, Meier, Aigner, Kadlec. Trainer: Veh.
Dortmund: Weidenfeller, Piszczek, M. Friedrich, Sokratis, Schmelzer, Sahin, Kehl, Aubameyang, H. Mkhitaryan, Großkreutz, Lewandowski. Trainer: Klopp.
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Frankfurt
0
:
1
Dortmund

Start um 20 Uhr 30

 

20:30 Uhr

Guten Abend. Herzlich willkommen beim olympischen Winterfußballturnier. Erste Enttäuschung: Statt, wie angekündigt, nur mit Vertragsamateuren anzutreten, wie es irgendwann einmal der olympischen Agenda entsprach, spielen bei Borussia Dortmund ausnahmslos Spieler, deren Namen mir was sagen. UND DAS WILL WAS HEISSEN.

20:35 Uhr

Heute also Frankfurt gegen Dortmund. Morgen dann HSV gegen Bayern. Wir tippen auf circa 17 Auswärtstore. Wo circa 15 von diesen fallen, verraten wir nicht. Also bleibt besser dran. Am besten bis morgen Abend.

20:38 Uhr

Ich war ja kurz davor, Gewissensbisse zu bekommen, weil wir gar so spät anfangen heute. Hätte ich mir sparen können, die ARD ist noch weitaus später dran, musste anscheinend noch auf Alexander Bommes warten, der doch eben noch in einem metallischen Anzug in Sotschi glänzte, jetzt aber schon wieder im Waldstadion steht. Und das soll dann live sein. Die wollen uns doch verarschen, liebe Fans.

20:40 Uhr

Ein Glück haben wir uns gestern ein neues Dolby-Surround-System gegönnt. Kommentator des Abends ist nämlich Steffen Simon. Und Steffen Simons Stimme von allen Seiten zu hören, ist vermutlich eine aufregendere Achterbahnfahrt als Crystal Meth auf Ecstasy einzunehmen.

20:44 Uhr

Liegt’s am vergleichsweise immer noch relativ bescheidenen Wintersport und seinen beschaulichen Arenen, dass mir plötzlich das Frankfurter Stadion viel kleiner vorkommt? Wie auch immer: los gehts.

1.

Simon spricht von »väterlicher Strenge« bei Knut Kircher, und tatsächlich: Er pfeift direkt an. 20:45 Uhr. 1. Minute. Wahnsinn.

3.

Eintracht Frankfurt heute im Juventus-Turin-Look. Der BVB ohne Lars Ricken. Wieder so eine Mogelpackung.

4.

Erfahre von Kollege Bock, dass Steffen Simon das Spiel kommentiert. Beschließe, die Kopfhörer mit dem Wintersportkommentar auch weiterhin nicht abzunehmen. Madlung viel zu spät am Schanzentisch, kann den Sprung gerade noch stehen. Jetzt kommt’s auf die Windwerte an.

6.

Kirch, Sarr, Hofmann, Jojic und Ducksch – das sind nicht die Namen, die auf den Klingelschildern unserer Nachbarn stehen, das ist die Ersatzbank des BVB. Doch keine Sorge: Selbst diese fünf Spieler könnten den HSV 3:0 besiegen. Ach, der HSV spielt gar nicht? Egal. Kirch, Sarr, Hofmann, Jojic und Ducksch spielen ja auch nicht.

8.

Jung hat ebenfalls zuviel Olympia gesehen, setzt einen formvollendeten Bodycheck an, nur Knut Kircher hat wiederum keinen Sinn für sowas, pfeift Freistoß, und gibt dann nicht mal zwei Minuten.

9.

Ein User postet aus einem uns unbekannten Grund dies unter den Ticker: »Laut wiki gibt es zu diesem Magazin unter dem Feld Auszeichnungen zu vermelden: ›11 Freunde wurde in den Jahren 2005, 2009, 2011 von den Sportlern bei der Wahl der besten Sportfachzeitschrift beim Herbert-Award jeweils hinter Sport Bild und dem Kicker-Sportmagazin zur drittbesten Sportfachzeitschrift gewählt.‹ Seit 2011 konnte man sich nicht mehr platzieren. Das sagt doch alles.« Falls wir doch noch was sagen dürfen: Zwei Redakteure bereiten gerade ihre Bewerbung für die Bravo-Boy-Wahl 2014 vor. Die Erfolgsaussichten sind blendend.

11.

Jung mit dem Trick des Jahrhunderts. Er steht rechts an der Seitenlinie, während Kehl auf ihn zugestürzt kommt, zuckt kurz, macht dann aber: nichts. Und Kehl fliegt einfach vorbei. Zur Krönung spielt er den Ball danach selber ins Aus und bekommt dafür noch einen Freistoß.

14.

Erste Chance für den BVB: Traumpass von Sahin auf Aubameyang, Traumpass auf Mkhitaryan, Alptraumschuss am Tor vorbei. Wir legen uns fest, das Spiel endet 0:0 nach Elfmeterschießen, wir schalten um auf »Bibel TV«, wo eine achtstündige Dokumentation über Gott läuft.

16.

Ecke Frankfurt, und schon zum zweiten Mal in diesem Spiel klärt ein Frankfurter im Dortmunder Strafraum in Richtung des eigenen Tores, woraufhin sich Aubameyang auf die Reise macht, laut Simon nicht der, sondern nur einer der »schnellsten Spieler der Liga«, für den WDR-Mann ein auffallend zurückhaltender Superlativ. Beziehungsprobleme. Und werden die dann genauso geklärt wie diese Chance? Mit einem langen Bein?! Bitte!

20.

Wie schnell Aubameyang wirklich ist, kann man erkennen, wenn er neben der sich ständig bewegenden Werbebande entlangläuft. Bislang hat er sie zweimal überrundet. Besonders frustrierend: Sie antwortet mit den immergleichen Slogans. Das ist, als würde man mit drei Bier neben Lammy Kilmister stehen, während dieser achtzehn Jack-Daniels-Flaschen auf Ex trinkt und sagt: »Einer geht noch, oder?«

22.

Irritierend allerdings, dass wir uns die Finger wund schreiben und ein Leser bemängelt: »Das Spiel läuft schon und immer noch kein Eintrag hier!« Träume ich das Ganze etwa nur? Und wenn ja, warum träume ich dann von Frankfurt – BVB und nicht von Bayern München? Oder zumindest von Sex? Was ist los mit mir?

27.

Immer, wenn ich hinschaue, geht es blitzschnell von einer Seite auf die andere, mal von links nach rechts, dann wieder zurück, es geht hin und her, das Spiel wogt, es ist mordsmäßig Zug drin, und was man noch alles so sagt. Warum aber, frage ich mich, schreit Simon dann nicht wie am Spieß, das macht er doch sonst sogar bei Sportschau-Berichten drei Stunden nach Abpfiff. Schaue ich zu selten hin?

28.

Dortmund spielt einen Doppelpass nach dem anderen. Was bringt es bislang? Nichts. Was hier fehlt, ist ein Knut-Reinhardt-Gedächtnis-Hammer. Ein Schuss aus 25 Metern, der direkt im Winkel einschlägt, und bei dem Steffen Simon vor Freude aufs Spielfeld rennt und wir die größte Party seit Silvester 1999 feiern würden und Youtube am Tag darauf zusammenbrechen würde. Doch was passiert? Pass, Pass, Doppelpass. Ein Spiel wie ein Werbeclip von Blendamed.

30.

Mal was anderes: Wann kapiert die Post endlich, dass das mit der epost keine sooo innovative Idee war, wie sie offenbar dachten? Und dass sich das wahrscheinlich auch nicht mehr ändern wird?

31.

Gute Chance für Frankfurt. Ein Spieler zimmert den Ball in den Strafraum, ein anderer versucht sich mit der alten Bahnschranken-Knie-nach-vorne-Technik direkt auf ihn fallen zu lassen. Das sieht lustig aus, ist aber wenig erfolgsversprechend. Es bleibt nichts als ein Kunstwerk, das wir so ähnlich schonmal auf Leinwänden von Jackson Pollock gesehen haben.

33.

Aubameyang versucht aus 25 Metern einen Freistoß in den Winkel zu setzen. Während der Ball am Tor vorbeizeitlupt, macht Kollege Jonas sich drei neue Biere auf und schreibt seine Dissertation über Schmetterlinge zu Ende. Fazit: Erbärmlich. Alles.

36.

Mein Bier ist übrigens 95,0 % alkoholfrei. Keine Ahnung, wie ich da jetzt drauf komme.

38.

Das Spiel hingegen eher wie die DFB-Werbe-Plörre. Es sieht ganz okay aus am Anfang, es prickelt, es schäumt. Aber es knallt nicht und dann wird es lack (schal).

39.

So langsam sollte mal ein Tor fallen. Ich bin jedenfalls kein Fan von Verlängerungen. Noch weniger von Elfmeterschießen. Plädiere seit Jahren für die Wiedereinführung des Münzwurfs. Mit der Facebook-Seite »Bekommt der Münzwurf im Fußball mehr Fans als die Band Freiwild?« habe ich sogar innerhalb von 17 Minuten mehr als Fans die Band Freiwild bekommen. Der DFB lehnte dennoch ab. Ich sollte es mal mit einer Petition versuchen.

42.

Eintracht Frankfurt holt eine Ecke raus. Jonas jubelt. Warum, weiß er nicht so genau. Vermutlich hat er gerade die Erfolgs-Facebook-Seite »Schafft es der FC Bayern mehr Fans zu bekommen als eine seelenlose Erbe?« entdeckt.

43.

Wenn ich mir den Ball so weit vorgelegt hätte wie Djakpa, und ihn dann verlieren würde, würde ich ja kein so großes Brimborium hinterher machen, sondern einfach mal die Schnauze halten. Wobei man den Konjunktiv auch weglassen kann.

45.

Heute fiel mir ja durch Zufall die 11FREUNDE-Ausgabe über Schwalben in die Hände. Mkhitaryan bewirbt sich für ein Remake. Zufall?

21:31 Uhr

Halbzeit in Sotchi. Äh, Frankfurt. Der BVB führt nicht. Eintracht Frankfurt liegt nicht hinten. Alles okay soweit. Wäre da nicht die leichte Irritation, weil wir auf der ARD seit 45 Minuten keine Bilder von Männern oder Frauen mit Mützen im Schnee gesehen haben.

21:40 Uhr

Landwirtschaftsminister Friedrich hofft in den sogenannten »Tagesthemen« auf eine »Ausstiegsklausel« für Gen-Mais. Wie hoch die Ablöse ist und auf welchen Positionen er eingesetzt werden kann, verschweigt er hingegen.

21:41 Uhr

Top-Info in der Halbzeitpause: »Famila« in Oldenburg glaubt noch an die Wende. Was sagt »Horten«? Wir bleiben dran.

21:48 Uhr

Wenn wir in dieser Halbzeit nichts schreiben, dann deshalb, weil Kollege Kuhlhoff, der bewaffnet in meinem Rücken sitzt, zu Beginn der »Halbzeitanalyse« kundgetan hat »großer Alex-Bommes-Fan zu sein«. Mit einem recht nachdrücklichem Finger am Abzug. Ich hingegen war mal großer Mehmet-Scholl-Fan und mag mir noch nicht eingestehen, dass diese Beziehung ihre besten Zeiten vielleicht hinter sich hat.

46.

Steffen Simon steffensimont die zweite Halbzeit an: »Wir sind gespannt, ob der BVB da weiter macht, wo er sich in den letzten zehn Minuten bewegt hat.« Die Enttäuschung folgt prompt: Beim Anstoß stehen alle Dortmunder in der eigenen Hälfte.

48.

Ob Djakpa wohl noch irgendwann kapiert, dass er nicht weiterkommt, wenn er einfach in die Gegenspieler reinrennt?

49.

Nein.

50.

Schöner Querpass auf Sebastian Jung, der alleine aufs Tor zurennt. Der Abschluss erinnert nicht mal an das Motto einer schlechten Swingerparty (»Alles kann, nichts muss«), sondern an das Resultat einer noch schlechteren Abi-Party (»Alles kann, nichts geht«). Erschreckend.

53.

Roman Weidenfeller mit mordsmäßig schlechter Laune. Ist auch ihm, wie uns, soeben mit Schrecken aufgefallen, dass das hier auch noch in die Verlängerung gehen könnte? Vermutlich ist er einfach nur in seinem Element. Wie wir ja auch. Hmmmm Fußball.

55.

Schöne Szenen am Spielfeldrand: Der vierte Schiedsrichter tritt mit einer Aufdringlichkeit, die man sonst nur von Til-Schweiger-Filmen kennt, an die Seite von Armin Veh. Der winkt ab, mit einer Nonchalance, die man zuletzt von Jean-Paul Belmondo in Godards »Elf Uhr nachts« gesehen hat. Motto-Party »Berlinale« in Frankfurt. Toll.

56.

Das Spiel schläft ein, Zeit für Steffen Simon, die Vorzüge von Robert Lewandowski zu rühmen. Ich gieße mir Wachs in die Ohren, höre nur noch »Zündeln an dessen Zündschnur«, dann ist alles ganz leise, gedämpft, wie unter Wasser, wo keine Zündschnüre angezündet werden können.

60.

Die zweite Halbzeit im Schnelldurchgang: Zambrano foult Lewandowski, Lewandowski foult Zambrano, Zambrano foult Lewandowski, Lewandowski foult Zambrano, Zambrano foult Lewandowski, Lewandowski foult Zambrano, Zambrano foult Lewandowski, Lewandowski foult Zambrano, Zambrano foult Lewandowski, Lewandowski foult Zambrano (»Knut Kircher führt eines seiner Gespräche, für die er berühmt ist« – Steffen Simon).

61.

Bzw. an der Seitenlinie. Klopp tickt aus, Veh dreht durch, Klopp tickt aus, Veh dreht durch, Klopp tickt aus, Veh dreht durch, Klopp tickt aus, Veh dreht durch, Klopp tickt aus, Veh dreht durch, (Steffen führt eines seiner berühmten Selbstgespräche).

63.

Erschreckende Szenen in Frankfurt. Toller Pass in die Mitte des Dortmunder Strafraums, doch was dann passiert, erinnert an eine Rodelmannschaft, die sich versehentlich auf einem Fußballplatz verirrt hat. Alex Meier versucht den Ball mit links aufs Tor zu schießen, tritt allerdings ein halbes Luftloch, so dass der Ball auf dem Kopf eines Mitspielers landet, der wiederum ein Dribbling auf Bierdeckelgröße startet. Alles in allem: Eine Szene, die ungefähr wie eine Mischung aus Paragraphen-, Prozenz- und Und-Symbol aussieht, wenn wir sie hier typografieren müssten. Also bitteschön: §%&.

64.

Der Pokal hat seine eigenen Verletzten. Aktuell: Zambrano, der von Mkhitaryan stellvertretend niedergeschossen wurde.

66.

Die Stimmung im Stadion hängt jetzt bei »Ole, ole«-Rufen fest, die Pässe variieren zwischen drei Meter nach links und fünf Meter nach rechts. Alles in allem erinnert das Spiel gefährlich an einen Achtziger-Jahre-Nieselregenkick in einem Stadion ohne Dach – nur ohne Achtziger Jahre, Nieselregen und in einem Stadion mit Dach. Wir frieren trotzdem.

67.

Jetzt prügelt auch Kehl auf Zambrano ein, nur weil der Lewandowski sein neues Ellbogentattoo gezeigt hat. Und Kircher: Führt eines der Gespräche, für die er berühmt ist. Mit Alex Madlung. Über Hiphop.

70.

Hat sich schon gelohnt. Madlung lässt Lewandowski über die Klinge springen, aber Kircher entscheidet auf Freestyle. Ansichtssache.

73.

Aus der Rubrik »Wirre Fragen in der 70. Minute«: »Weißt du zufällig, was für Musik Alexander Madlung hört?« – »Wieso?« – »Na, ist doch egal. Sag schon.« – »Whigfields Spätwerk fand er ganz okay.« – »Die Kollaboration mit Captain Jack oder 2 Unlimited?« – »Mit Mo-Do.« Und so geht es weiter. Besonders schlimm: Das Gespräch dauert immer noch an. Versuche an etwas Schönes zu denken. Zum Beispiel die Frisur von Patrick Aubameyang. Oder an die erste Folge von »Alf«.

77.

Der BVB lullt sich selbst ein, in einem Spiel, das sich selbst anödet. Wenn jetzt nicht was ganz Aufregendes passiert, lege ich eine VHS-Kassette mit Testbild ein und gucke sie in Slowmotion.

78.

Halbchance von Lewandowski, dessen Schuss dann aber geblockt wird, wie nicht nur jeder Schuss, sondern sogar jeder Pass von den Frankfurtern geblockt wird. Sollen wir über die nachfolgende Ecke berichten? Nein, denn sie wird... egal.

79.

Steffen Simon informiert, dass Robert Lewandowski eben seinen ersten Torschuss abgegeben hat. Was uns ziemlich überrascht, schließlich waren wir bislang davon ausgegangen, dass Lewandowski gar nicht mitspielt. Könnte man hier mit Hashtags arbeiten, würden wir jetzt schreiben #Phantom oder #erstaunt oder #wow. Aber da das nicht funktioniert, könnt ihr diesen Eintrag auch komplett löschen.

81.

Stocherchance für Dortmund, Befreiungsschlag. Ecke. »Friedrich läuft ein«, so Simon, kommt dann, mit nurmehr 1,49 Metern, naturgemäß nicht mehr an den Ball, Befreiungsschlag, Ecke.

80.

Verdammte Postmoderne: Während Mkhitaryan eine Ecke ausführt, schwenkt die Kamera über die Banner an der Eintracht-Fankurve, auf dem steht: »Anal-Sex-Tours«. Dann flattert der Ball in den Strafraum, wo Aubameyang den Kopf hinhält. Tor. 0:1.

87.

Naturgemäß fällt den Frankfurtern, die mindestens die letzte halbe Stunde den Ball nur noch weggeschlagen haben, jetzt auch nicht mehr ein, wie man ihn gepflegt in den gegnerischen Strafraum bekommt, also schlagen sie ihn weiter weg, jetzt halt in Richtung Weidenfeller.

88.

Frankfurt versucht jetzt über die gute alte Gestocher-Strategie ins Spiel zu kommen. Allerdings wirkt das ein bisschen, als spreche man Hackl-Schorch Georg Hackel aus. Ungelenk, falsch, kultur-baunausig. Schade.

91.

Jetzt fällt’s den Frankfurtern doch wieder ein: lange Bälle. Laaaaaaaaange Bälle. Und irgendwo sitzt Uwe Bein und weint bitterlich in ein Eintracht-2000-Shirt.

93.

Alexander Madlung, der Mann mit dem Faible für HipHop und Whigfield, steht jetzt vorne als Stürmer. Gute alte Turm-Taktik. Problem ist allerdings: Der Ball kommt nicht mal in die Nähe von Madlung. Dabei würde der 2,90-Meter-Mann jetzt sogar Flachpässe flugköpfen. Enttäuschend.

22:40 Uhr

Uuuuuuuund aus. Die Dortmunder jubeln, Jürgen Klopp betreibt das übliche Schattenboxen, die Frankfurter lassen die Schultern hängen, und Djakpa macht einfach dort weiter, wo er eben aufgehört hat: Er rennt weiter in seine Gegenspieler, nur umarmt er sie jetzt dabei. Wir gratulieren auch. Verdient war’s, schön war’s nicht, zumindest nicht so schön wie Slopestyle der Damen. Und damit zurück nach Sotschi.


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