31.08.2013 | FC Chelsea – FC Bayern im 11FREUNDE-Liveticker
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Sayern ist buper!

Fußball mal ganz anders! Lahm im Mittelfeld, Martinez im Sturm und Neuer als Matchwinner - dank der bekloppt-genialen Taktik von Supercoach Pep Guardiola hat der FC Bayern den Supercup gewonnen. Nur einer fand das alles wenig buper: Mosé Jourinho. Völlig begeistert dagegen: El Ticker.

Text: Johannes Ehrmann Bild: Imago
FC Chelsea
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FC Bayern

23:35 Uhr

Es ist nun an der Zeit, ins Bett zu gehen. Mit Pokal (die Bayern) bzw. ohne Pokal (der Rest von uns). Feiern Sie noch schön, mit einem Bierbüchslein am Moldau-Ufer oder einem Tapas-Teller an der Costa Brava. Good night, and good luck.

23:32 Uhr

Supercup also. Vielleicht der unsuperste Cup der Fußballwelt, seit es den Fuji-Cup nicht mehr gibt. Aber hey, suchen wir nicht das Haar im Kraftwürfel, es ist: ein Cup. Glückwunsch, Pep.

23:30 Uhr

Lukaku! Läuft an wie Drogba damals, zwei lässige Schritte, aber dann... die falsche Ecke... und dann: Neuer! Und dann: Schluss.

23:30 Uhr

Shaqiriiiiiiiiiiiiiiiiirgendwie drin.

23:29 Uhr

Ashley Cole, genannt Cashley. Jetzt wissen wir warum: Duselinnenpfostendings.

23:28 Uhr

Ribery! Verlädt Cech. Man sollte ihm einen Preis verleihen.

23:28 Uhr

Lampard stellt auf 3:3. (Das war Österreichisch.)

23:27 Uhr

Der Capitano. Flach mit rechts ins linke Eck. Cech wusste alles... den Rest kennen Sie ja.

23:26 Uhr

Jetzt für »Schellsi« (Rethy): Oscar. Schlaut ihn rein.

23:26 Uhr

Kroos? Ja! Ganz kroos.

23:25 Uhr

David Luiz. And now?

Goal. Verdammt.

23:24 Uhr

David Alaba: Der coolste 16-Jährige der Welt. Drin. Cool. Sag ich doch.

23:22 Uhr

Es war dies ein Tor, wie es all die echten Stürmer dieser Welt nicht lockerer hätten schießen können! Aber was heißt schon »echt« bei diesem total verrückten Trainer mit diesem total verrückten System und diesen noch verrückteren Sachen wie: Taktiktafeln. Auf denen Last-Minute-Tore befohlen werden.

120.

Es wird nur noch geschlagen: lang und hoch (Bayern), quer und hoch (Chelsea), und dann passiert doch noch das, was keiner, außer vielleicht Guardiola, hatte kommen sehen: Es fällt: ein Tor!!! Und wer macht's? Martinez, der neugeborene Mittelstürmer! Stimmte es also doch mit dem Spruch auf dem Taktikbrett! Martinez jubelt also zum zweiten Mal. Pep, du bist genial!

120.

Mandzukic versucht sich an einer Kopie von Müllers Kopfballtor vom Finale 2012, aber der Aufsetzer geht drüber. Bezeichnend.

118.

Ribery säbelt den Freistoß in den Winkel, der Ball freut sich schon, was für ein wunderschönes Tor, und dann, und dann, kommen plötzlich zwei Hände und vermasseln allen die Show: Dem Ball, dem Franzosen, den ganzen roten Fans da hinterm Tor. Nie hätten zwei Hände weniger einer Mannschaft so gut getan wie den Bayern gerade.

116.

Oscar eher unschlau. Foult Alaba direkt vor dem 16er. Mourinho draußen wie ein Dirigent auf Tourette. Als würde er Dvoraks Allegro in dreifacher Geschwindigkeit auf den Ohren haben.

115.

Cech hält wie ein Außerirdischer, Neuer war lange nicht im Bild, setzt jetzt zum Flugkopfball an der Mittellinie an. 10,0 in der B-Note. B wie Bayern. Oder: Bringt auch nix.

112.

Sha! Qi!! Ri!!! Dem so genannten Kraftwürfel fällt der Ball im Fünfer vor die Füße, aber er behandelt ihn tatsächlich so, als wäre er nicht rund, sondern eckig, und er selbst ein Bodybuilder nach fünfstündigem Workout. Weit vorbei. Wir fordern: Weniger Bouillon für den Schweizer.

110.

Selbst Martinez mit Hrubesch-artigen Kopfbällen. Aber nech mit Cech, der mit der Ruhe eines Dorschanglers alles wegfängt.

108.

Belagerungszustände vor dem englischen Tor wie 1453 vor Konstantinopel. Damals wie heute viel Pech dabei.

107.

Supernase Ribery tankt sich einmal mehr durch, doch Götze bekommt die Klappe nicht auf! Vor dem Chelsea-Tor heute: Der Superstau.

106.

Schon mehr als 15 Minuten über die Zeit. Und noch kein Ende in Sicht.

105.

Sammer warnt vor dem Ende der ersten Hälfte der Verlängerung. Zu spät.

101.

Mehr Beton in Chelseas Defensive als in den Prager Außenbezirken. Immer die gleiche Platte.

98.

Jetzt ist er da: Didier Drogba! Schweinsteiger steckt auf der Tribüne den Kopf unters Hemd, Boateng zittert schon wie Espenlaub vor der nächsten Ecke. So kann er gar nicht mehr lesen, was da hinten auf dem Trikot steht: Lukaku.

97.

Rethys Analyse zum Tor: »Boateng kippt nach links, Hazard kippt nach rechts, und Neuer muss ihn eigentlich haben,« Bekommt vom ZDF-Intendanten nach dem Spiel den »Kippspecht des Monats« überreicht. Preis: eine Tretbootfahrt mit Rolf Töpperwien und Leon Andröhsen.

93.

Falls Sie sich gefragt haben, wo dieses Prag eigentlich noch mal liegt, hier ist die Antwort: East of Eden! Der belgische James-Dean-Verschnitt wird vom Halb- zum Ganz-Starken, umkurvt seine Adoleszenz und alles andere, was sich ihm in den Weg stellt, und schießt das 2:1 für Chelsea. Paradiesisch.

92.

Wir können ja nicht in den Kopf von Mourinho gucken, aber ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass er gerade überlegt, wie er noch Lionel Messi in die Benachteiligungstheorie rings um Ramires' Platzverweis einbauen kann.

91.

Einundneunzigste. Tja, da waren wir schon mal weiter.

22:43 Uhr

Sehen wir es einfach mal wie Pep: Diese Verlängerung wird supersupersuper. Versprochen.

22:41 Uhr

Das Bayern-Team im Kreis, schaut andächtig zu Boden. Da irgendwo muss Guardiola sein, wir sehen ihn nicht. Stellt er mit Grashalmen die nächsten Angriffszüge nach? »Hier, der lange, das bist du, Jerome, und der dünne, Thomas... Thomas, hörst Du überhaupt zu?«

93.

And now: we have the salad.

92.

John Obi Mikel ist mittlerweile im Spiel. Ein Name wie eine Kreuzung aus Science-Fiction-Filmen und schwedischen Kinderromanen des frühen 20. Jahrhunderts.

91.

Wenn David Luiz schon direkte Freistöße schießen darf... Tritt Neuer zur nächsten Ecke an?

89.

Es gibt ja so viele Aktionen. »Nein zu Rassismus«, lese ich da gerade. Aber wer hat endlich mal den Mut, die Aktion »Nein zu Verlängerungen in letztlich belanglosen Spielen« zu artikulieren? Meine Unterschrift hätte er.

87.

Und was, wenn sich Chelsea in die Verlängerung rettet? WAS DANN? Der längste Start ins Wochenende seit der Pyjama-Party bei Daniela damals in der 9. Klasse.

85.

Gut, kann man machen, wenn man schon Gelb hat wie Ramires: Beidbeinig in Götze hinein. Sollte man aber nicht unbedingt. Denn now: gelb-rot. Mourinho guckt, als würde die UEFA ihn mal wieder verschaukeln wollen.

83.

Boateng spielt Oscar. Preisverdächtig.

79.

And now: LATTE! Eieiei. Moment, das ist ein Ei zu viel.

77.

Wenn sich nichts mehr tut, werde ich wohl nicht umhin kommen, doch noch mal im Regelwerk nachzuschlagen, was nach der 90. Minute kommt. Oder ich schalte einfach das Internet ab und gehe pennen.

76.

Martinez am Boden. Der Mull ist bei ihm. Gute Nachricht: er ist nicht nackt.

74.

Robben ist ja irgendwie die Fortsetzung der Weimarer Republik, so wie er immer wieder das Zentrum wählt.

72.

Götze nun im Spiel. Hat von Guardiola noch ein paar schnelle Anweisungen in Katalan erhalten, dabei geflissentlich genickt. Ja, Coach. Tor machen, schon klar.

70.

Cech bei seinem Heimspiel mittlerweile völlig von der Rolle. Tritt in die Luft wie ein Capoeira-Tänzer mit Klumpfuß. Oder sind das schon erste Trockenübungen für die anstehende WM?

68.

Müller ermüllert sich mal wieder einen Ball im Strafraum, aber Cole ist noch dazwischen. Apropos: Wann wird der endlich abgewählt? 16 Jahre sind doch lange genug. Und wir sind auch schon acht Jahre nicht mehr Weltmeister gewesen!

66.

Lahm gewinnt ein Kopfballduell gegen Andre Schürrle. Schlimme Ahnung: Hätten wir damals einen wie Lahm gehabt statt Häßler, hätten wir dann Bulgarien geschlagen? Man mag nicht zu lange drüber nachdenken.

64.

Dante in Gedanken schon im Prager Nachtleben. Zischt ein lecker Dosenpilschen am Moldau-Ufer, lecker, herrlich, aber wo kommt dieser Typ im blauen Trikot plötzlich her?! Fast das 1:2, aber Neuer spielt noch einmal den Türsteher. Beim nächsten Mal darf selbst Hazard rein, versprochen.

62.

Lahm mit schönem Kopfball, leider aufs eigene Tor. Neuer erwischt ihn erst hinter der Linie, Gott sei Dank aber auch neben dem Tor. Wobei, so wie der so genannte Torrichter da sich schon wieder den Hals verrenkt hat, hätte er das nie und nimmer gesehen, wenn der drin gewesen wäre.

61.

Zum x-ten Mal in der Wiederholung: Wie Ribery nach seinem Tor zu Guardiola gelaufen ist und sich von ihm den Hals kraulen ließ. Wie ich jetzt schon hasse, was all die Zeitungen morgen daraus machen werden. Wenn sie nicht gestorben sind.

59.

Die Bayern am so genannten Drücker. Der ja längst nicht mehr bei einem vor der Tür steht, mit der neuen Buchclub-Kollektion oder dem Wachturm, sondern nur noch im Fußballreporter-Vokabular vorkommt. Und dann in Leuten wie Arjen Robben Gestalt annimmt.

56.

Das nenne ich mal Musterprofi: »Maddiness«, der jetzt für Rafinha kommt, klatschte eben nach dem Blick auf die Taktiktafel in die Hände, wie ein Kleinkind, das einen extragroßen Lutscher bekommt. Was stand da drin? »Heute machste einen, Junge«? Oder nur: »Mourinho stinkt«?

54.

Alaba legt sich den Ball durch die eigenen Beine, wird dann aber von Schiri Larsen Reinstömen zurückgepfiffen. Alles zu seiner Zeit.

53.

Jetzt singen sie wieder, die Bayern-Fans, wo auch immer sie herkommen. Gab wohl ein paar böhmische Biere extra in der Pause.

51.

Keine Ahnung, was hier so Usus ist bei diesem Tankstellen-Cup. Wenn's so bleibt, dann was? Extra time? Arschabschrubben? Oder doch gleich Stangenschießen?

49.

And now: Verlängerung?

47.

Ribery!! Tor!!! Ein Schuss wie eines der vielen Lachs-Häppchen gestern an den Ufern von Monaco. So luftig, so lecker! Ins kurze Eck. Dieses Tor aus der Sicht von Petr Cech: Die unerträgliche Leichtigkeit des Beins.

46.

And now: Pfiff.

21:48 Uhr

Es ist sicher zu früh, aber, wenn ich Guardiola da so an der Außenlinie gestikulieren und verzweifelt »Philipp! Philipp!« rufen sehe, ist da, ganz schwach noch, aber dennoch existent, auch ein leichter Anflug von Mitgefühl für diesen Mann, der seine Heimat hinter sich gelassen hat und sich jetzt mit all diesem Mist herumplagen muss: Mit der deutschen Sprache. Den Erwartungen. Mit Sammer! Und der deutsche Winter kommt ja erst noch.

21:46 Uhr

Oliver Kahn greift das Thema Sonntagsfrage noch mal auf. »Die Abstimmung passt nicht.« Sind ja noch ein paar Wochen. Auf geht's, ihr Roten!

21:44 Uhr

Ich weiß, die Werbung gibt es schon wirklich lange, aber ich habe jedes Mal aufs neue Angst vor dem Moment, wenn Steffi Jones sich das Trikot über den Kopf zieht. No offense (keine Taktikempfehlung!).

21:41 Uhr

Vorschau auf das Kanzlerduell dieses Wochenden. Wäre doch auch mal ein Format für Mourinho und Guardiola, oder? Mit Stefan Raab als Balljungen und Matthias Sammer als Peter Klöppel. Nie mehr Politikverdrossenheit.

21:39 Uhr

Rückblickend hätte genau eine Sache nicht passieren dürfen: Dass Chelsea in Führung geht. Aber so ist das: Das Leben ist eine Schachtel Fußball, man weiß nie, was man kriegt.

21:37 Uhr

Halbzeit. John Kerry droht mit einem Gegenschlag. Wenn ihn die Bayern-Führung schnell genug als Interimscoach einsetzt, kann es noch klappen mit dem Cup.

45.

Mourinho pfeift diese erste Hälfte ab. Guardiola zuckt zusammen, schleicht dann, leise mit sich selbst redend, in die Kabine.

42.

Chelseas Taktik ähnelt jetzt tatsächlich sehr der von Inter Mailand im CL-Finale 2010. Oder der einer australischen Handball-Nationalmannschaft im Spiel gegen Deutschland oder Frankreich. Die Bayern aber wie Oliver Roggisch mit 2,8 Promille. Tapsig. Fahrig. Leider aber, und da endet die Parallele: auch total harmlos.

41.

Gelb für Cahill. Und das ist, fünf Minuten vor der Pause, tatsächlich schon die beste Nachricht für die Bayern.

39.

Schrecklicher Verdacht: Näher an die Stange werden die Bayern erst wieder kommen, wenn es nachher tatsächlich noch in die einschlägigen Bars geht. Guardiola hat aus New York Gott sei Dank noch ein paar Ein-Dollar-Scheine dabei.

38.

Müller!! Wurschtelt fast einen über die Linie. Klassischer Müller-Style: Im Fallen, abgefälscht, vermutlich noch Abseits, Handspiel und Foul und ein paar verstauchte Gelenke, aber hey: nur ein paar Zentimeter am Pfosten vorbei.

36.

Ha! Hahaha! Pässe bislang: Bayern: 240. Chelsea: 87. Ein Verhältnis, so einseitig also wie damals die Vorbereitung auf die alljährliche Tour de France im Vergleich zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich.

35.

»Auf geht's, ihr Roten!«, fordert die Kurve. Und die LINKE legt in der Sonntagsfrage drei Punkte zu.

33.

Guardiola immerhin klatscht. Vielleicht würdigt er sein eigenes Lebenswerk. Oder noch einmal Riberys Ehrung. Mit dem Spiel kann das so ganz akut eher nichts zu tun haben.

30.

Bayern versucht das Passspiel aufzuziehen, mit dem sie letzte Saison unter anderem fast 100 Tore in der Bundesliga gemacht haben. Das Aufbauspiel wirkt aber in dieser Saison nach wie vor wie ein 500er-Puzzle, bei dem einer die Hälfte der Teile durch dicke Holzklötze ersetzt hat.

29.

Schwachsinn natürlich mit Boateng: er zentral. Rafinha rechts. So weit hat es Guardiola schon gebracht. Aber wenn Matthäus jetzt gleich von der Zehn auf die Außenbahn wechselt, steig ich komplett aus.

27.

Man hat sich ja in gewisser Weise an Müllers sagen wir mal: unorthodoxe Bewegungen gewöhnt. Aber was er da gerade veranstaltet hat, sah eher nach Harry Koch im Rhönrad aus als nach irgendwas, das näher mit Fußball zu tun hat.

22.

Riberyyyy! Erinnert sich daran, dass er da gestern irgendwas überreicht bekommen hat, schöner Flachschuss, aber Cech holt ihn raus. Erstaunliche, erschütternde Parallelen zu Schweinis Elfer 2012. Gleiche Ecke. Und in den Katakomben zieht sich Didier Drogba die Jogginghose aus, verkleidet als Samuel Eto'o. Das Zittern beginnt. Bzw.: geht weiter.

24.

22.

Riberyyyy! Erinnert sich daran, dass er da gestern irgendwas überreicht bekommen hat, schöner Flachschuss, aber Cech holt ihn raus. Erstaunliche, erschütternde Parallelen zu Schweinis Elfer 2012. Gleiche Ecke. Und in den Katakomben zieht sich Didier Drogba die Jogginghose aus, verkleidet als Samuel Eto'o. Das Zittern beginnt. Bzw.: geht weiter.

20.

Rethy redet, als wäre er direkt einem John-Ford-Western entstiegen. »Ganz schön fit noch, der gute alte Fränk!« Spuckt dann dem tschechischen Kollegen seinen Priem in den Nacken.

19.

Bayern-Ehrenmitglied Ede Stoiber zu den blitzschnellen Gegenstößen der Engländer: »Zehn Sekunden! Das brauchen Sie alleine, um in Paris ihr Gate... Also, da rückt der Gegner näher an...« Ist gut, alter Mann. Leg dich wieder hin.

17.

Wieder so ein Transrapid-Konter der Blauen, diesmal Torres auf dem Außengleis. Versucht eine Flanke in den Winkel. And now: kein goal.

15.

Noch einmal das Tor in der Zeitlupe. Witzig: Robben stand da auch noch am eigenen Fünfer. Hat er da schon auf den Elfmeter für die Verlängerung gewartet, oder wie? Oder ist er einfach so schnell, dass er bei jedem Konter des Gegners als erster bei Neuer ankommt? Krass, the Dutchie.

14.

Ecke Chelsea. Shaqiri kaut Nägel. Auch für ihn sollte, rein phänotypisch, eigentlich gelten: ab ins Bett.

13.

Das haben die Bayern mit mir gemeinsam, der ich bis heute Mittag von einem Spiel in Monaco ausgegangen bin: Hatten wir uns anders vorgestellt.

10.

Rethy kommt nicht mehr mit, japst nur noch von »Volldampffußball« und »Highspeedfußball«, will dann auf die Bremse treten, erwischt aber nur den Kollegen vom tschechischen Rundfunk. Tschtschtsch, macht der und schaut tadelnd.

8.

And now: goal. Hazard, die Gefahr in Person, raus auf Schürrle, den Anti-Marin, wie wir ihn jetzt schon mal nennen. Denn: Flanke auf das Einlaufkind, das den Ball in den Winkel zimmert. Tor! Im Sinne von: Torres! Für unsere asiatischen Freunde: Tolles Tol.

7.

»Superbayern! Superbayern!«, singen sie jetzt in der Kurve. Sicher dass das Bayern-Fans sind oder vielleicht doch nur ein paar Prag-Touristen, die Sammer heute Mittag von der Karlsbrücke weggecastet hat?

6.

Rethy will bei Chelsea einen »ganz anderen Stil« ausgemacht haben. Da fress ich einen Besen.

4.

Wahnsinn: Die Bayern-Fans machen ordentlich Stimmung. Mandzukic erschrickt sich, schlägt aus. David Luiz bleibt cool: »And now goal.« Nix da. Now: Freistoß.

2.

Auch schon alt: Lahm im Mittelfeld. Dafür Boateng (der andere) rechts hinten. Schlägt gleich mal eine ganz passable Flanke. Lahm schaut ihn böse an. Okay, wird nicht wieder vorkommen.

1.

Der Anpfiff wird Ihnen in der offiziellen UEFA-Sprache präsentiert: C'est parti. Was so viel heißt wie: JETZT GEHT'S LOHOOOOOS!

20:45 Uhr

Das Schiri-Gespann mit Namen wie direkt aus einem schweinischen Fünftklässler-Witz: Strömbergsson. Hihi. Sorry.

20:43 Uhr

Gott, wie affig: Lahm und Lampard schleppen Champions-League- und Europa-League-Pokal auf den Rasen. Was soll das? Oder, für unsere englischen Leser: Pott the fuck?

20:42 Uhr

Wenn Fernando Torres 1,60 groß wäre, man wüsste wirklich nicht, wie man ihn von seinem Einlaufkind unterscheiden sollte.

20:39 Uhr

Jetzt wissen wir, warum Prag: Damit endlich mal Dvorak in einem Fußballstadion gespielt werden kann. Allerdings quatscht Bela Rethy munter über das Allegro aus der Symphonie »Aus der Neuen Welt«. Obama droht ihm mit einem Luftschlag.

20:38 Uhr

Das ZDF-Gewinnspiel: »Wo findet das CL-Finale 2014 statt?« Ich schreibe »Ludwigspark, Saarbrücken« auf eine Postkarte, klebe eine 50-Pfennig-Marke drauf und schicke sie los. Too easy.

20:37 Uhr

Schürrle in Chelseas Startelf. Und eine weitere Chance für ihn, zu beweisen, dass er Marko Marin mehr voraus hat als 80 Zentimeter Körpergröße.

20:31 Uhr

Seltsam: Breyer spricht Guardiola »Kuhardiola« aus. Weiß er mehr als wir? Hat er die letzten drei Wochen in einem abgelegenen katalanischen Küstenort verbracht, um sich mal die Sprache draufzuschaffen? Oder wird der Bayern-Trainer schlicht für Breyer das, was Leon Andreasen für Rolf Töpperwien war?

20:28 Uhr

ZDF-Naseweis Jochen Breyer will Kahn jetzt die Unterschiede zwischen den Systemen Mourinho und Guardiola erklären lassen. Der Titan hat gar nicht zugehört, blafft zurück: »Ja, lang in die Gasse, ne, und dann hinterher. Und dann hilft der liebe Gott.« Genauer hat noch keiner die Taktik des FC Chelsea aus dem Finale 2012 analysiert.

20:26 Uhr

Superslowmo von Barcelonas Jubelfeiern: Guardiola waagerecht über seinen Spielern in der Luft. Also von der Pose her in etwa so wie er hier, nur irgendwie eleganter, filigraner.

20:23 Uhr

Herrlich, wie Kahn Martinez ausspricht. Als wäre es der Junge von nebenan, aus dem Reihenhaus damals in Karlsruhe: »Maddiness«, mit Betonung auf »Madd«. Apropos: Es gibt Momente, da fühle ich mich einfach nur müde. So richtig müde.

20:22 Uhr

Revanche für 2012? Oliver Kahn: »Also, wenn sie noch mal gegen Chelsea spielen würden, ja, dann... aber soooo...« Was hat Viktoria Pilsen auch im UEFA-Supercup zu suchen? Hicks.

20:21 Uhr

Okay, wenn ich noch EINMAL »Finale dahoam« höre, gehe ich SOFORT nach Hause! Also, äh, ins andere Zimmer. Oder ins Bad. So.

20:14 Uhr

Und dann die Sensation: Der Landarzt plötzlich vor der exakt gleichen Naturkulisse wie Kinskis legendäres Winter-Interview damals. Was uns wieder zu Mourinho zurückführt, der ja eine Art Seelenverwandter des streitbaren Schauspielers ist. »Wenn Sie mich noch EINMAL auf Pep Guardiola ansprechen, geh ich SOFORT nach Hause!«

20:10 Uhr

Bevor es live nach Prag geht, noch großes Drama beim »Landarzt« in der Gemeinschaftsküche: Geschirr zersplittert, lautes Schluchzen. Es ist also alles ein bisschen so wie an der Seitenlinie, wenn Pep und Mou mal wieder aufeinander treffen. Der Landarzt, Folge 248: »Zorn im Auge«.

20:08 Uhr

Die Chancenverteilung zwischen Bayern und Chelsea am heutigen Abend verhält sich ebenfalls analog zum Turnier in Flushing Meadows: Open. Sammer fordert schon mal: Neue Bälle.

20:05 Uhr

Zack, und da hat Djokovic den ersten Satz doch gewonnen - im Tiebreak. Trotz Satzbällen also no merit for Becker, wie der Amerikaner so sagt.

20:01 Uhr

Ist Eto'o eigentlich schon spielberechtigt? Ich gebe zu, diese Last-Minute-Transfers überfordern mich komplett. Ist mir alles zu schnell. Gewöhne mich ja auch erst langsam dran, dass Rob Reekers nicht mehr bei Bochum ist. Naja, Hauptsache, Roland Wohlfahrt macht eine gute Partie nachher.

19:58 Uhr

Alter Hut: »Super« ist Guardiolas Lieblingwort im Deutschen. Vielleicht weil es im Grunde kein reines deutsches Wort ist, keine Ahnung. Wie oft das S-Wort in der PK nach der Partie fallen wird, hängt sicher auch ein bisschen vom Spielverlauf ab. Ganz im Gegensatz zu Guardiolas Verhältnis zu José Mourinho. Das bleibt auch in Zeiten der allgemeinen EU-Abgasbekämpfung: super verbleit.

19:38 Uhr

Neues von den anderen Plätzen: Ben Becker 3:4 hinten gegen Djokovic. Erstaunlich, was der alternde Filmstar noch so alles drauf hat. War das damals auf dem Küchentisch am Ende doch eine dieser »Vitaminspritzen«, von denen man so viel hört..?

18:50 Uhr

Also warum jetzt plötzlich Prag statt Monaco? Konnte sich die UEFA die dritte Halbzeit im Fürstentum nicht mehr leisten? Statt Champagnerflöten mit Blick auf den Yachthafen gibt es eben heute ab null Uhr dann die Gambrinus-Flatrate in den Go-Go-Bars am Wenzelsplatz. Apropos: Was macht eigentlich Bernd Stange?

18:46 Uhr

Verwirrung nicht nur um den Austragungsort. Müsste die heutige Paarung, wenn wir ganz korrekt bleiben wollen, nicht »Bayern vs. Bradley« heißen? Also zumindest solange, bis die Hormonbehandlung anschlägt? Mourinho nutzt das zur ersten psychologischen Finte, verkündet: »Ich möchte, dass ihr mich von jetzt an Loretta nennt.« Guardiola winkt ab, bleibt bei »Du Sack, Du«.

18:41 Uhr

Der Schock für alle Bayern-Fans: »Schweini fällt aus«, berichtet die »Bild«. Dazu ein Foto, auf dem es tatsächlich so aussieht, als würde der gute Schweini heulen. Ist das nur die Trauer darüber, den ersten Titel der Saison zu verpassen? Oder schon die böse Vorausahnung auf künftige Bundesliga-Zweikämpfe mit Kevin-Prince Boateng? Ein Schelm, wer Syndesmoses dabei denkt.

18:36 Uhr

Wie? Was? In Prag? Da hätten wir ja einfach hinfahren können, mit dem Zug. Ohne Umsteigen. Doh rückt der Supercup ja näher an Bärlin heran. Dann starten wir praktisch am Flughafen... also am Hauptbahnhof. Sie steigen in den Hauptbahnhof ein. Weil dos joh klar ist.


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