Färöer
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Deutschland

Färöer-Deutschland im 11FREUNDE-Liveticker

Es gibt keine Großen mehr

Gähn bzw. Göhn: Deutschland döst sich zu einem 3:Ö gegen die Färöer – also gegen eine Truppe aus Zeitungsboten und Dachdeckern und Fischern und Hebammen und Bundestrainern. Und was machen die Jungs vom Liveticker so beruflich? 

22:25 Uhr

Schluss. »Deutschland bleibt ungeschlagen«, weiß Gottlob. Wir aber bleiben geschlagen. Und wisst Ihr was? Wir haben keinen Bock, jetzt auch noch zu warten, bis der Bundestrainer sich umgezogen hat und seine umgezogenen Antworten gibt. Das haben nicht mal wir nötig. Gute Nacht, liebe Fans. 

92.

»Die Färinger haben sich nichts vorzuwerfen«, meint Gottlob. Was auch? Dass was anderes hätten anziehen sollen, an diesem so besonderen Abend? 

91.

Offenbar ist mittlerweile auch der Dorfsäufer am Spielfeldrand aufgetaucht. Brüllt schlimme Laute quer übers Feld. Wenn doch nur bald Schluss wäre!

89.

Übrigens: Der Schütze des 2:1 für Island gegen Albanien heißt Sigthorsson. Jetzt abpfeifen, bitte. Wenn's geht, alle Partien weltweit.

88.

Gottlob verteilt an alle Komplimente, die sich nicht wehren können. »Hallo, Dachdecker. Respekt vor dieser Arbeit!« Allein wie er »Respekt« ausspricht, lässt einen allen Respekt vor ihm verlieren.

88.

»… spielt für Aalborg und schrubbt da Mertesacker weg. Also, das kann auch nicht jeder«, so Gottlob über einen bislang nicht in Erscheinung getretenen Färinger. Stimmt total. Also, ich spiele jedenfalls derzeit weder für Aalborg, noch schrubbe ich Mertesacker weg. Hoffe, für euch gilt das gleiche.

84.

Und in die Geräuschkulisse, die mittlerweile einem Altherrenkick am Sonntagmorgen gleicht, fällt das 3:0 für Deutschland. Müller! Und zehn, elf Leute klatschen. Armer Klose. Ihm bleibt heute auch nichts erspart.

83.

Irre: Bei Schürrles Chance hat das Publikum GENAU SO geraunt wie damals bei »Goal« auf dem Amiga! Ist Dino Dini für die Soundeffekte auf die Färöer gereist? Und stehen da jetzt die selben Typen wie 1992? Wenn ja: Ich würde raunen.

83.

Sieben Minuten noch. Sie-ben. S.I.E.B.E.N. Nie hat Brad Pitt einem Fußballspiel so gut getan.

81.

Ob der eine oder andere der Färinger auch Kriminalromane schreibt? »Mord an der Schafskoppel« von Pol Justi-Nussen (608 Seiten, Bastei-Lübbe).

78.

Klose geht, Johnny Walker kommt. Auf euer Wohl, liebe Fans.

75.

Draxler draußen. Diese Alliteration wurde Ihnen präsentiert vom Buchclub Gelsenkirchen-Mitte.

74.

Jetzt sind es nur noch 47.999: Müller foult sich selbst, der Schiri weiß nicht, wie er das ahnden soll, und schmeißt einfach mal einen arglosen Färinger vom Platz, der doch nur um ein Schaf mitbieten wollte. Und weil er schon mal dabei ist, gibt’s auch noch ’nen Elfer. Ist das toll. Wie eine Saalwette bei »Wetten, dass...?« mit Wolfgang Lippert. Wetten, dass sie es nicht schaffen, dieses Spiel doch noch mal spannend zu machen? Was sagt der TED? Doch bevor der antworten kann, tut es Özil: 2:0. Und Lippi muss zur Strafe eine ganze Herde heiraten.

73.

Neues von der Rekordjagd: Klose jetzt Rechtsverteidiger.

71.

20 Minuten noch. Was man in 20 Minuten alles machen kann: Umschalten. 20 Minuten was anderes gucken. Abschalten.

72.

Kein Durchkommen mehr. Jetzt sind offenbar alle 48.000 Färinger auf dem Platz. Und ganz Hertha BSC bekommt Phantom-Todesangst.

68.

Draußen, vor meinem Fenster: ebenfalls Scheinwerferbewegungen. Rüstet sich auch die Erasmus-Studentengemeinde der Schafsinseln für die große Jubelfeier im Ausland? Bezeichnend: Oben in Kloses vermeintlich neuem Eigenheim ist eben Licht angegangen.

67.

Zermürbendes 1:0, ebenso zermürbendes Umschleichen des Strafraums. Ich mach mal den Bundestrainer: Klose raus, Jochen Fraatz rein.

66.

»Deutschland kommt nicht zu Potte«, presst Gottlob hervor. Fordert dann die Einbürgerung von Kaka.

63.

Davidsen, Olsen - auch die nur leicht veränderten Nachnamen deuten darauf hin, dass wir es hier mit kleinen, schafsähnlichen Epigonen der großen europäischen Fußballer zu tun haben.

62.

Und da weht, auf Höhe der Mittellinie, wie ein Lappen der Wehmut, ein Transparent mit der Aufschrift »Pfalz«. Falls der Miro Heimweh bekommt auf seiner ohnmächtig sich nach vorn wälzenden Rekordjagd. Und auch uns ist es ein Anker in unwirtlichen Ozeanen: »Pfalz«. Saumagen, Schuhstadt Pirmasens, Briegel. Wann geht der nächste Flieger nach Zweibrücken?

61.

Dass diese Typen dann tatsächlich für Klubs wie Viking Stavanger spielen! Ich mein, Merte spielt ja auch nicht beim FK Bohnenstange!

59.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Autos, deren Scheinwerfer man hinter der nicht vorhandenen Kurve gut sieht, die Färöer-Ultras sind, die sich für den Autokorso in Stellung bringen, falls hier doch noch das 1:1 fallen sollte.

58.

Übrigens: Färingerinnen bekommen durchschnittlich 2,6 Kinder im Leben. Das ist die höchste Geburtenrate der nordischen Länder. Kommt wohl daher, dass Deutschland so gespenstisch oft hier spielt. Wenn dieses Spiel so weiter läuft, wird sich in neun Monaten die Bevölkerung wieder mal verdoppelt haben.

56.

Gähn. (Färingisch für: Fußball.)

54.

Gottlob schreibt die Kunstgeschichte um: »Der Schrei kam von Mertesacker.« Wohl frei nach Pep Guardiola (Cheftrainer »Waia Munch«).

52.

Holst tunnelt Khedira. Dafür gibt's morgen früh beim Bäcker ein paar süße Färinge extra.

50.

Jetzt, wo wir hier so festhängen, irgendwo zwischen Halbzeit und kurz nach der Halbzeit, verstehen wir endlich, was Jogi Löw damals meinte, als er anregte, doch mal über Vor-Playoffs der Kleinen gegen die Kleinen nachzudenken. Nur so viel: Färöer gegen Liechtenstein würden wir nicht unbedingt tickern.

47.

Und hinten auf der Bande steht: »Wenn's gut werden muss.« Naja, was muss, das muss, wie der Färinger vor dem Schafscheren sagt.

46.

Anstoß. Und der zweite Teil des Trauerspiels beginnt. Werden schlechte Serien nicht eigentlich nach der Pilotfolge vom Schirm verbannt? Wo sind die Intendanten, wenn man sie mal braucht?

21:45 Uhr

»Und damit zurück auf die Insel mit den vielen Schafen«, flötet Caren Miosga. Und was sagt Opdenhövel auf dieses Stichwort? »Das ist der Lappen der Erleichterung!« Wir wollen ihn nicht sehen, Opdi. Wirf ihn einfach weg. 

21:41 Uhr

Zum tausendsten Mal: Thomas Bach. Und die Frage: Titelt der »Express« morgen »WIR SIND SPOCHT«?!

21:37 Uhr

Oh, Gott! Dado Prso meldet sich aus Washington. Müssen die Färinger jetzt auf Druck der USA die Umlaute rausrücken? Ich glaube: nö.

21:34 Uhr

Halbzeit. Also: Fär - Deutsc 0 : 0,5

46.

Halbzeit. Mehmet Scholl zittert professionell, um sein »Och-ist-der-süß«-Image zu untermauern. Muss er selbst wissen, ob er bei den mittlerweile 45-jährigen Bravo-Leserinnen immer noch was bewirken will. »Es gab Möglichkeiten«, so Gottlob abschließend. Wenn wir das gewusst hätten! Wir hätten sie doch genutzt, Gerd! Ist ja wie bei Kafka hier: »Hier konnte niemand sonst Einlass erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.« (»Vor dem Gesetz«)

45.

Um es ihm ein wenig zu erleichtern, zeigt der Vierte Offizielle Klose an, wieviele Tore er noch braucht, um alleine vorne zu sein.

44.

Färöer köntert, Löw röhrt, Köpke döst. 

42.

Wo früher Waldi Hartmann bei Bier und Brezn mit Matze Knop und Konsorten um die Wette kalauerte, ist der Sportclub heute in ein deutlich, sagen wir: anderes Gewand gekleidet: Alexander Bommes spricht mit Steffen Freund und Ilkay Gündogan über die taktische Sechs. Publikum ist nicht zugelassen. Sturzgefahr wegen Sekundenschlaf.

41.

Was man hier noch sieht und nirgends sonst: Flutlichtmasten aus der Zeit vor der Erfindung der Elektrizität. Und Fouls aus der Zeit vor der Erfindung der roten Karte. Nostalgiker, auf nach... hier, äh: naja, Dingens.

39.

Rogvi, Viljormur und Frodi - was klingt wie das Telefonbuch aus dem Auenland, sind in der Tat die Vornamen der Leistungsträger der Heimmannschaft. Und weil nichts los ist, arbeitet draußen Lars Olsen scon mal an seiner Biografie. Arbeitstitel: Herr der Färinge.

38.

Noch mal zu den Berufen. Guter Hinweis von einem 11FREUNDE-User: »Wenn man einen Färinger umgrätscht, schreit der Trainer dann auch: ›Ey, wir müssen morgen doch alle arbeiten!‹«

34.

Zimmermann, Zeitungsausträger, Bäcker, Geheimagent, Hirnchirurg, Hebamme: Gottlob hat die Karteikarte mit den Berufen der Färinger gefunden. Wobei er die Frage offen lässt, was sie denn sonst machen sollen. Von GEZ-Gebühren leben? Höchste Zeit, umzuschulen. Ich werde Kartenkartenschreddderer. 

33.

Da! Wieder! Klose! Auf dem rechten Flügel. Flankt. Was flankt der da? Was macht er da auf dem Flügel? Wenn das so weitergeht, schalte ich um auf die VHS »Die schönsten Stürmertore des 20. Jahrhunderts«. Zeichen setzen.

34.

32.

Deutschland gegen Färöer, Buderus-Werbung auf der Bande, draußen Regen: auch das ist der deutsche Herbst. Kommt jetzt das Halbzeitgespräch mit Helmut Schmidt?

31.

Özil ballert in den Himmel. »Neues Leben für ihn«, fordert Gottlieb. Nana, muss ja nicht gleich die Identität wechseln, der Gute, wegen einem klitzekleinen Fehlschuss.

29.

Die Stadionregie zeigt ein einheimisches Kind, das seine Popel isst. Süß und saftig, 1 Öre 80.

28.

Übrigens: Der auf den Färöer häufig vorkommende Papageitaucher hat gewisse Ähnlichkeit mit einem deutschen Bundestrainer. Zufall? 

27.

Eine einsame Stimme ruft »Deutschland! Deutschland!« Wohl der Fanclub Nationalmannschaft, Außenstelle Färöer (Mitgliedszahl: drei - aber zwei sind erkältet).

24.

Lässige Stafetten nun, die man von Trainingsspielchen kennt oder von der 1. DFB-Pokalhauptrunde (Schlussviertelstunde beim Stand von 7:1), und dann durchgesteckt zu: KLOSE! Plötzlich wird alles ernst, alles wieder schnell, eine Drehung, ein Schuss, abgeblockt! Von wem, war nicht zu erkennen. Gerd Müller?

23.

TÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖR! TÖRÖ, möchte man fast sagen. Aber nur fast. Der einfach nur gewarnte Mertesacker macht das mehr oder minder gut. Wir sind mehr oder minder begeistert. 

21.

Übrigens: Färinger sind bekannt für ihre Liebe zum eigenen Auto. Ein Sprichwort über die eigenen Landsleute lautet heute daher: »Wozu braucht er noch einen Regenmantel? Er hat doch ein Auto.« Wenn es hier also anfängt zu schütten, geht es so weiter.

 

20.

Eine Frage, die mich seit dem Anpfiff umtreibt: Wer wohnt in dem gemütlichen roten Flachbau oben auf dem Hügel? Die Familie von Stürmer Olsen? Der Platzwart? Oder der Verbandspräsident? Oder es ist einfach das Ferienhaus, das sie Klose schenken wollen, falls es klappt mit dem Rekord. Für den nächsten Sommerurlaub.

19.

Pumuckl, Meppen, Air Bäron: Mehr Transparente als Zuschauer hier. Sieht aus wie in einem Fahnenladen in einer dubiosen Einkaufspassage irgendwo unterm Hauptbahnhof von Hannover. Wo’s auch Bongs zu kaufen gibt.

17.

Mertesacker bei der Ecke mit vorne. Was wieder nur bedeuten kann, dass Klose an der Mittellinie mögliche Gegenstöße abfängt. Denkt hier auch nur EINER an die Statistik, bitte?

15.

Wann macht Klose endlich sein 69. Tor? Wann also ist endlich Ruhe? Vielleicht sollte er, nur für dieses eine Mal, dieses ewige Auf-die-Flügel-Ausweichen und Hinter-der-Mittellinie-Ausputzen weglassen und nur am Sechzehner auf die Bälle warten. »Gegen Altruismus, für den Rekord«, eine Aktion von 11FREUNDE.

14.

Was Gottlob bislang sträflich liegen lässt: All die tollen Wortspiele mit »Färöer«. Da haben sie sich in den Strafraum färöert, zum Beispiel. Oder: Die gelbe Karte aus dem Hinspiel ist längst färöert. Oder: »Er verjammert und färöert sein Leben.« (Goethe)

12.

»Lahm zieht heute mit Icke Häßler gleich«, sagt Gottlob. Mit Wachstumshormonen hoch auf 1,61 Meter, oder wie ist das zu verstehen?

11.

»Insgesamt sehr freundliche Menschen hier«, so Gerd Gottlob – was suggeriert, dass er mit ALLEN gesprochen hat. Toll, dass ihm sein Stressberuf diese Viertelstunde Zeit lässt.

8.

Und hinter der Eckfahne steht ein Feuerwehrauto vor einem Erdwall. Es ist wie beim Sparkassen-Cup in Holzwickede. Und die Kiddies dürfen während der Spiele sogar ins Fahrerhäuschen klettern.

7.

Elfmeter für Deutschland. Aber Elfmeter gibt es, wie wir gelesen haben, hier ja nicht. Weil der Wind so dolle pustet. Womit noch nicht beantwortet ist, wie viel Wettertaft sich Löw vor dem Spiel in die Frisur geballert hat. Egal. Weiterspielen.

6.

Ecke Färöer. Eine Spielsituation hier. Aber auch eine Antwort auf die Frage: Wo liegen eigentlich die Shetland Inseln?

5.

Da sage noch einer, die Färöer hinkten Europa Jahre hinterher! Von wegen: die Inseln sind schon längst auf dem schaumigen Wohlfühlkontinent mit all seinen WLAN-Cafés angekommen, denn nun direkt die erste Latte. Aber erst mal nicht zum Mitnehmen.

3.

Schonks für Schland jetzt. Und die Doppelkorntrinker vom Fanclub Nationalmannschaft machen Fotos vom ins Aus rollenden Ball. Dann hat sich’s ja gelohnt.

3.

Tut mir Leid, aber »Färinger« klingt in meinen Ohren immer wie direkt aus einem Pippi-Langstrumpf-Buch. »Pippi und die Sommerferien« bzw: »Sommerfäringen«.

1.

Chönce für Färöer! Ich muss kötzen. Die deutsche Abwehr spielt wie ein Umlaut.

1.

Los geht's. Die Färöer halten noch das Unentschieden. Noch. Wir aber auch.

20:45 Uhr

Wenn ich heute mit Informationen darüber behelligt werde, was die so genannten Färinger so von Beruf machen, werde ich Fischer in Torshavn.

20:43 Uhr

Mesut Özil mit einrasiertem Seitenscheitel knapp über dem linken Ohr. Der letzte Schrei bei Londons Barbieren? Oder das klassische Einführungsritual bei den Alteingesessenen von Highbury?

20:41 Uhr

Die Hymnen. Abgespielt vom einzigen Kassettenrekorder der Färöer. Und der einzigen Kassette. Wenn der Stadionsprecher nicht rechtzeitig die Stopptaste drückt, kommt was von Tina Turner. We don’t need another hero. 

20:40 Uhr

Das Schiri-Gespann kommt aus Litauen. Sind mit der Fähre direkt durchs Nordmeer geschippert. Europa wächst zusammen. Und wenn jetzt auch noch, wie angekündigt, die Roaming-Gebühren wegfallen, kann der Fanclub Nationalmannschaft sogar noch mehr MMS von den neu gekauften Wikingerhelmen nach Hause faxen.

20:38 Uhr

Das Gelände sieht aus wie ein Turnhalle ohne Dach. Wann holt Hansi Flick die Matten aus der Garage? Und wann schimpft der Hausmeister, dass diese verdammten Kinder schon wieder die falschen Schuhe tragen? Überall Streifen!  

20:37 Uhr

Jetzt wissen wir: auf den Färöern darf man den Ball beim Elfmeterschießen festhalten. Wegen des starken Windes. Aber was, wenn dabei auch die Nerven kräftig flattern? Darf die dann Klose festhalten, mit »seinem stärksten Muskel«, der, wie wir eben von Löw gelernt haben, »in seinem Kopf« ist?

20:34 Uhr

Mehmet Scholl lässt die Bombe platzen: »Klose Geheimnis ist seine Schnelligkeit.« Und selbst den Jungs von der NSA fällt es wie Schuppen von den Augen: Der ist SCHNELL! Potzblitz. Wie konnten wir DAS übersehen?

20:31 Uhr

Und immer wenn es heißt, dass Draxler von Anfang an mit dabei ist, habe ich Angst, dass da im deutschen Mittelfeld ein faltiger Blattmacher mit fieser Gelfrisur auftaucht und Klose anbrüllt: »Womit machen wir auf? WOMIT?«

20:30 Uhr

So. Jetzt schalten sie – das Wort »endlich« vermeiden wir geflissentlich – auf die Färöer, das Sylt der Doppelkorntrinker. Und während sie grölen, als wollten sie 60 Jahre Völkerverständigung zunichte machen, heißt es: »Reus ist nicht mitgeflogen, der hat Magen und Darm.« Muss man sich diese Organe etwa rausnehmen lassen, wenn man heute mitmachen will? Darauf einen Doppelkorn.  

20:26 Uhr

Statt Klose oder Jogi Löw sehen wir zunächst aber: Gerhard Delling, der Thomas Bach interviewt. Der neue Papst des Weltsports spricht über Olympia-Austragungsorte, die klingen wie Apachen-Töchter, droht dann auch noch an, gleich anzufangen zu heulen. Worum nur will der kleine Mann weinen? Um Gerd Müllers Rekord? Oder die deutsche Titellosigkeit seit 1996? Oder doch nur um den Anzug von Delling? Schon OK, Bachi, schon OK.

20:20 Uhr

Manchmal hat der Fußballgott ja dann doch Sinn für Ironie. Gemeint ist die Möglichkeit, dass Klose, dem böse Zungen ja lange nachsagten, er würde nur gegen Teams wie die Färöer treffen, nun tatsächlich gegen die Färöer den Torrekord knacken kann. Viel Spaß dann auch an die Sport-Enzyklopädisten, die dann den Streit aufs Neue eröffnen dürfen, ob es »Färöer«, »Färöer-Inseln« oder doch einfach nur »irgendwo im Atlantik« heißt.

20:18 Uhr

Klose also. Kann heute endgültig Geschichte schreiben. Oder wie Helmut Kohl, noch so ein Pfälzer, zu sagen pflegte: Gechichte. Klose also kann ein für allemal an Gerd Müller vorbeiziehen. Muss dafür nur ein Tor schießen. Bzw.: chiesen. Wäre ja zu chön.

20:15 Uhr

Wem übrigens kalt wird, der sollte nicht sofort denken, dass er vor Langeweile gestorben ist. Der kann sich auch erst mal einen Pullover kaufen.

20:13 Uhr

Was steht uns bevor? Das fragt man sich, als wäre diese Partie ein Schrank, ein dicker Mann, ein falsch geparktes Auto. »Ich glaub, dass waren immer schon besondere Spiele, die auch eine deutsche Nationalmannschaft dort eben abgeliefert hat. Mehr oder minder gut. Von daher sind wir, glaub ich, einfach nur gewarnt.« Schöner als der alerte Per Mertesacker kann man es einfach nicht sagen. Jetzt sind auch die Letzten unter uns, glaub ich, einfach nur gewarnt.

20:06 Uhr

Was uns bislang irrsinnig fad erschien, ist nun die zarteste Versuchung: die Präsentation eines Telefons zu tickern, wie Spiegel Online es zur Stunde tut. Und damit »herzlich« willkommen zum Länderspiel Färöer gegen Deutschland. Hoffentlich ruft zwischendurch Mutti an.

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