Schweden
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England

England-Schweden im 11FREUNDE-Liveticker

Dieses Spiel wurde Ihnen präsentiert von Gott

England gegen Schweden 3:2! Ein Spiel, das so schön war wie eine besoffene Frau nachts um vier, wenn man selbst noch besoffener ist. Stolpert, schlingert, tanzt und torkelt: der 11FREUNDE-Liveticker!

20:12 Uhr

Freunde der Sonne, Ihr seid hier falsch. Gewitter über Donezk, das Spiel Ukraine gegen Frankreich musste deshalb unterbrochen werden. Folge: Bela Rethy kommentierte stundenlang den nassen Rasen. Wie sich das anfühlte, darüber möchte ich bestenfalls mit dem kleinen Bruder des Marquis de Sades sprechen, dem einzigen, der dieses Leid nachvollziehen kann. Und jetzt verschiebt sich auch noch »Der Alte«. Dabei hätte mich nur noch der Anblick von Unternehmergatinnen, die in ihrer Schwabinger Villa mit dem elfenbeinernen Briefbeschwerer erschlagen werden, trösten können. 

20:26 Uhr

Da das ZDF nach Gottschalks Abgang die Einblendung »Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um...« gleich mit an die ARD verschachert hat, kann auch nur diese das Spiel zwischen England und Schweden übertragen. Es soll nämlich, um Überschneidungen zu vermeiden, erst um 21 Uhr beginnen. Was kann ich nun mit dieser gewonnenen Viertelstunde anfangen? Ich könnte sie totschlagen, mit einem elfenbeinernen Briefbeschwerer (siehe 20:12 Uhr). Ich könnte mir drei Fünf-Minuten-Terrinen brauen. Noch mal versuchen, das Gefühl der großen Pause in der Schule heraufzubeschwören, zum Beispiel mit Tischtennisrundlauf. Ich könnte so vieles tun!

20:40 Uhr

Wasserschlacht in Donezk. Die Engländer haben's mal wieder super zusammengefasst: »ukRAINe«, schreiben sie. Ein Wortspiel, das uns nur gelingen würde, wenn die EM in REGENsburg stattfinden würde. Nicht wünschenswert.

20:46 Uhr

Kein Scherz: Die schwedische Zeitung »Expressen« hat Zlatan Ibrahimovics Konterfei auf den Big Ben projiziert! Genial und irgendwie mutig. Als würde 11FREUNDE Toni Schumachers Visage auf den Eifelturm werfen. 

21:00 Uhr

So, nun also. Der Po ist gestrafft, nicht bei mir, aber bei den 22 Boys auf dem Platz. Anstoß. Geht mir am Arsch vorbei.

1.

Shit Lookalike: Andy Carroll hat sich als Zlatan Ibrahimovic verkleidet. Bei seinem miesen Glam-Faktor allerdings wird sein Gesicht höchstens auf ein Windrad bei Hull projiziert werden. 

4.

Steven Gerrard: Den geilen Typen würde ich auf dem Platz ja gern mal mit einem Mikrofon ausstatten. Muss sich in etwa so anhören wie ein Zimmermann auf der Walz, der hinter dem Schützenfestzelt an der Dorfschönheit rumfingert. Keuch.

6.

Welbeck, Parker, Milner: Die englische Aufstellung klingt wie bei einer Computersimulation, deren Macher sich die Lizenz für die echten Namen nicht leisten konnten. Darf man sich die jetzt auch unter ard.de runterladen?

21:10 Uhr

»Take a chance on me«, sangen ABBA einst. Und genau den Gefallen tun die Engländer den Schweden jetzt. Hoffentlich kennen sie »The winner takes it all« nicht auch.

11.

KIYV, befiehlt mir die Bande. Nicht in dem Ton! Außerdem werde ich davon immer so müde.

14.

Die Schweden: ein sympathisches Völkchen. Bleibt anzumerken: Was kann Menschen Schlimmeres widerfahren, als unter dem Begriff »sympathisches Völkchen« zusammengefasst zu werden? 

17.

»Das war sehr aufmerksam von Glen Johnson«, schmachtet Gerd Gottlob. Wie hat der englische Verteidiger es bloß geschafft, eine Chance zu vereiteln UND dem Kommentator einen Blumenstrauß zu bringen? 

17.

Das Mittelfeld sei »hoch und eng«, stöhnt Gottlob nun. Wahrscheinlich werden da bei ihm Erinnerung an all die Schornsteine wach, durch die er sich bei seinen Weihnachtsmannjobs zwängen musste.   

22.

Schaut auf diesen lächerlichen Ball da oben. So lange es geht. Umso geiler wird Euch das vorkommen, was Andi Carroll da eben getan hat: Der Mann steigt hoch wie Michael Jordan zum Dunking, fliegt, schwebt, der Ball bleibt für einen nicht messbaren Moment verliebt an seiner Stirn kleben, muss sie dann doch verlassen, aber er fällt schön, so schön, ins Tor. Und Keeper Isacksson klatscht noch im Flug Beifall. 1:0 für England. 

24.

Carroll hob übrigens ziemlich genau vom Elfmeterpunkt ab. Darf man Penalties eigentlich köpfen? Dann ist der dickste Knoten des Weltfußballs gerade mit einem geilen »POFF!« geplatzt. Und England wird Europameister!

29.

Elmander muss sich entscheiden. Will er spanisch sein, El Matador, El Torero etc. Oder ein Salamander? Beides geht nicht, Lurchi.  

31.

Wenn ich diesen Mellberg so sehe, habe ich den Verdacht, dass der schwedische Verband einfach die am schwedischsten aussehenden Männer zu den Turnieren schickt. Ein Wunder, dass sie nicht in Karohemden auflaufen und im Strafraum Lachse mit bloßen Händen erwürgen .  

36.

Apropos Mellberg: Ist er eigentlich dieser »alte Schwede«, der von Lehramtsstudentinnen beschworen wird, wenn sie zum Beispiel gefragt werden, wie schwer denn die Prüfung im Häkeln war? Und wenn ja: Weiß er davon? Und wenn wiederum ja: Könnte er diese Tanten nicht auch einfach mal umnieten?

39.

Ganz geiles Spiel hier eigentlich. Nicht so rasant wie Spanien gestern, aber mir und meinen langsamen Augen ist das ganz recht. Eher so Sportwerbewochenniveau. Da kann man sich auch mal 'n Nackensteak holen zwischendurch. Und verpasst nichts: Wenn ein Bein bricht, hört man's eh bis zur Wurstbude.

41.

Die englische Viererkette besiegt das Tiki-Taka, das hat die Champions League gezeigt – der Fußball kriecht zurück zu seinen Anfängen in die schlammigen Äcker der Insel. Kommt jetzt auch noch das Kick'n'Rush zurück? Hoch und weit, und vorne hilft der liebe Gott. Der müsste dann allerdings aufhören, tot zu sein. Ob er da mitmacht?

42.

Gott sagt: »Nein, ich bleibe lieber tot. Wegen Terry.«

45.

Und Halbzeit. Die Spieler gehen vom Platz. Carroll öffnet sein Haar. Sieht plötzlich aus wie Sarah Wiener. Mir fällt das Würstchen ab.

21:50 Uhr

O-oh. Bad idea! Mehmet Scholl-Latour legt sich mit Ibrahimovic an: »Mach, Junge!«, schnauzt er. Scholli, unter uns: Das kannste mit Gomez machen. Da ruft vielleicht mal der Berater an und heult dir die Mailbox voll. Aber wenn das der Zlatan mitkriegt, liegt dein Gesicht schneller auf 'ner heißen Herdplatte als du »Reinhold« sagen kannst. Und hinterher erkennt dich bestimmt keiner mehr als Teeniestar.

21:56 Uhr

Unten auf der Straße versuchen zwei Pfandflaschensammler, einen vollen Einkaufswagen den Bordstein hochzuwuchten, das Ding stürzt um, sie beschimpfen sich gegenseitig. Eine Metapher für vieles um uns herum. Auch für die schwedischen Angriffsbemühungen. 

21:58 Uhr

Warum ist das Spiel so dürftig? Man wüsste es gern, man hat ja insgeheim auch schon so eine Ahnung, aber was man von der ARD bekommt, ist das: »Es sind lauter gute Spieler da, aber keine Superspieler«, sagt Mehmet Scholl. Betrüblich, das. Dieser Mann hat hundert Jahre Fußball gespielt, und dann erzählt er einem was, das man auch hätte erfahren können, wenn man die »Bravo Sport« gelesen hätte. Auf dem Kopf.  

45.

Anstoß. Per Kopf. Bezeichnend.

47.

Was mir jetzt erst auffällt: Es spielen Elm und Elmander. Elm also und der andere Elm. Die Elms. Nightmare on Elmstreet. 

48.

Tor. Wenn man das, was hier eben gefallen ist, überhaupt so nennen darf. Vielleicht war es auch die Grenze des guten Geschmacks. Glen Johnson grätscht ihn sich selbst rein, Hart irrt derweil durch den Strafraum, dass man das Radio andrehen möchte, um zu hören, ob ein junger Mann gesucht wird, der dringend seine Medikamente braucht. Ich jedenfalls brauche welche. Starke. Bitte! 1:1. Ausgleichende Ungerechtigkeit. 

52.

Verrückt, dieses Gehirn: Immer wenn Parker am Ball ist, muss ich an die dicken Jacken denken, die man in Wackersdorf trug, damals. Als ich noch dachte, es heißt »Parker« und nicht »Parka«. 

55.

Carroll: Ist der eigentlich der einzige Fußballer außer Ulf Kirsten, der einen Mächen- als Nachnamen hat? Schreibt mir an online@11freunde.de. Zu gewinnen gibt es einen Leverkusen-Strampler in Rosa.

57.

Freistoß für Schweden. Und wisst Ihr was? Tor! Ja! Wirklich! Jetzt seid ihr platt! Es ist so verblüffend, als würde ein Ikea-Regal beim ersten Versuch stehen. Mellberg! Kopfball! Jetzt sage ich es auch, einmal im Leben: alter Schwede! Und England? 1:2. God shaves the Queen. Kommen jetzt die Kopfbälle aus 40 Metern?  

63.

Tatsächlich: Sie versuchen es mit Kopfbällen. Falling down. Und tatsächlich hat Terry ähnlich schlechte Laune wie Michael Douglas. Ich zitiere: »Ist doch wie im Western. Ein unausweichliches Duell zwischen dem Sheriff und dem Bösen. Ein wunderbares Ende!« 

64.

Von wegen Ende: Es geht weiter. Walcott. Schießt, worauf keiner gefasst war, mit dem Fuß. Aus 20 Metern. Und Isaksson, der eben gegen Terry noch teufelskerlartig hielt, sieht nun überhaupt nicht gut aus. Was ein Schwede, der regelmäßig Sport macht, erst mal schaffen muss. 

70.

Hart versucht den Ball zu stoppen. Das misslingt. Und war das Erbärmlichste, was ich gesehen habe, seit vor 25 Jahren der Nachbarsjunge mit dem Pedaltrecker sehenden Auges gegen die Garagenwand raste und sich dabei ein Stück der Zunge abbiss. Ecke. 

74.

Lawinenartiges Mailaufkommen übrigens nach meiner Frage: »Welche Fußballer tragen Mädchen- als Nachnamen?« Beste Zuschrift bislang: Sepp Maja. Weiter so, Mädels! 

75.

Unheimliches geiles Spiel übrigens, wie ich finde. Es drängt Gerd Gottlob geradezu, irgendwann nicht mehr nur zu sagen, es gehe »hin und her«. Sondern »rein und raus«. Lechz.

77.

Ich! Fasse! Es! Nicht! Wel! Beck! Nach einer Hereingabe von Walcott zelebriert er den Ball nicht nur volley, nein, in der Drehung UND mit der Hacke ins Tor. Liebe Engländer aller Ligen und Nichtligen! Ihr habt euch nicht umsonst eine Million Füße gebrochen beim Versuch, genau dies zu tun – jetzt hat es einmal geklappt! EINMAL! Bei einer EM! 3:2 für euch! Das lässt die Knöchel heilen.   

82.

Und an der Seitenlinie drückt Co-Trainer Gary Neville den Einwechselspieler Alex Oxlade-Chamberlaine ganz fest an die Ballonseide, wie ein Großvater, dessen Enkel es als Erstem in der Familiengeschichte gelungen ist, das Abitur zu machen. Ein Zaubertor von einem Engländer! Dass er das noch erleben darf! 

85.

Fouls! Tore! Hässliche Fressen! Sind wir eigentlich wieder in den Achtzigern? Das gäbe uns die Gelegenheit, Mehmet Scholl vor seiner Zukunft als ARD-Experte zu warnen! Und schon verblasst sein Foto in der Programmzeitschrift! Schnell, Marty McFly! Schmeiß den DeLorean wieder an! Wir müssen weiter und Waldi Hartmanns Vorstellungsgespräch beim Bayrischen Rundfunk verhindern!

87.

Welbeck geht vom Feld, muss noch in der Coaching Zone Modell für eine Wachsfigur stehen.

91.

Gerrard! Volley! Isaksson! Glanztat! Vor dem Spiel wären das vier willkürlich zusammengewürfelte Wörter gewesen. Hier, in Kiew, jetzt, nach 91 Minuten, entsprechen sie aber der Wirklichkeit. Verrückt, diese Wirklichkeit. Einfach verrückt.

94.

Und Schluss. Egal, was die Werbung euch sagt – glaubt mir: Dieses Spiel wurde Euch präsentiert von Gott.

22:55 Uhr

Moment, ich muss meinen Mund noch zu diesem Satz zwingen wie einen Hund über die Schwelle des Tierarztes, der ihn kastrieren will. So, jetzt: Danke, England! Und natürlich auch (das fällt leichter): Danke, Schweden! Ihr seid raus. Aber Ihr wart dabei. Es war ein Fest fürs Leben. Ein Spiel, so schön wie eine besoffene Frau nachts um vier, wenn man selbst noch besoffener ist. Dessen Faszination keine Bon-Jovi-unterlegte Superslomo-Orgie einfangen kann. Aber sie kann sie auch nicht zerstören. Und wisst Ihr was? Ich schalte jetzt ab. Hole meine Werder-Bettwäsche raus, die ich zum achten Geburtstag bekommen habe und weine ins Kissen vor Glück. Danke noch mal. Und bis morgen, liebe Fans. Wenn die Achtziger hoffentlich noch immer andauern. Die Mauer muss weg!  

22:55 Uhr

Moment, ich muss meinen Mund noch zu diesem Satz zwingen wie einen Hund über die Schwelle des Tierarztes, der ihn kastrieren will. So, jetzt: Danke, England! Und natürlich auch (das fällt leichter): Danke, Schweden! Es war ein Fest fürs Leben. Ein Spiel, so schön wie eine besoffene Frau nachts um vier, wenn man selbst noch besoffener ist. Dessen Faszination keine Bon-Jovi-unterlegte Superslomo-Orgie einfangen kann. Aber sie kann sie auch nicht zerstören. Und wisst Ihr was? Ich schalte jetzt ab. Hole meine Werder-Bettwäsche raus, die ich zum achten Geburtstag bekommen habe und weine ins Kissen vor Glück. Danke noch mal. Und bis morgen, liebe Fans. Wenn die Achtziger hoffentlich andauern.   

94.

Und Schluss. Egal, was die Werbung euch sagt – glaubt mir: Dieses Spiel wurde Euch präsentiert von Gott.

91.

Gerrard! Volley! Isaksson! Glanztat! Vor dem Spiel wären das vier willkürlich zusammengewürfelte Wörter gewesen. Hier, in Kiew, jetzt, nach 91 Minuten, entsprechen sie aber der Wirklichkeit. Verrückt, diese Wirklichkeit. Einfach verrückt.

87.

Welbeck geht vom Feld, muss noch in der Coaching Zone Modell für eine Wachsfigur stehen.

85.

Fouls! Tore! Hässliche Fressen! Sind wir eigentlich wieder in den Achtzigern? Das gäbe uns die Gelegenheit, Mehmet Scholl vor seiner Zukunft als ARD-Experte zu warnen! Und schon verblasst sein Foto in der Programmzeitschrift! Schnell, Marty McFly! Schmeiß den DeLorean wieder an! Wir müssen weiter und Waldi Hartmanns Vorstellungsgespräch beim Bayrischen Rundfunk verhindern!

82.

Und an der Seitenlinie drückt Co-Trainer Gary Neville den Einwechselspieler Alex Oxlade-Chamberlaine ganz fest an die Ballonseide, wie ein Großvater, dessen Enkel es als Erstem in der Familiengeschichte gelungen ist, das Abitur zu machen. Ein Zaubertor von einem Engländer! Das er das noch erleben darf! 

77.

Ich! Fasse! Es! Nicht! Wel! Beck! Nach einer Hereingabe von Walcott zelebriert er den Ball nicht nur volley, nein, in der Drehung UND mit der Hacke ins Tor. Liebe Engländer aller Ligen und Nichtligen! Ihr habt euch nicht umsonst eine Million Füße gebrochen beim Versuch, genau dies zu tun – jetzt hat es einmal geklappt! EINMAL! Bei einer EM! 3:2 für euch! Das lässt die Knöchel heilen.   

75.

Unheimliches geiles Spiel übrigens, wie ich finde. Es drängt Gerd Gottlob geradezu, irgendwann nicht mehr nur zu sagen, es gehe »hin und her«. Sondern »rein und raus«. Lechz.

74.

Lawinenartiges Mailaufkommen übrigens nach meiner Frage: »Welche Fußballer tragen Mädchen- als Nachnamen?« Beste Zuschrift bislang: Sepp Maja. Weiter so, Mädels! 

70.

Hart versucht den Ball zu stoppen. Das misslingt. Und war das Erbärmlichste, was ich gesehen habe, seit vor 25 Jahren der Nachbarsjunge mit dem Pedaltrecker sehenden Auges gegen die Garagenwand raste und sich dabei ein Stück der Zunge abbiss. Ecke. 

64.

Von wegen Ende: Es geht weiter. Walcott. Schießt, worauf keiner gefasst war, mit dem Fuß. Aus 20 Metern. Und Isaksson, der eben gegen Terry noch teufelskerlartig hielt, sieht nun überhaupt nicht gut aus. Was ein Schwede, der regelmäßig Sport macht, erst mal schaffen muss. 

63.

Tatsächlich: Sie versuchen es mit Kopfbällen. Falling down. Und tatsächlich hat Terry ähnlich schlechte Laune wie Michael Douglas. Ich zitiere: »Ist doch wie im Western. Ein unausweichliches Duell zwischen dem Sheriff und dem Bösen. Ein wunderbares Ende!« 

57.

Freistoß für Schweden. Und wisst Ihr was? Tor! Ja! Wirklich! Jetzt seid ihr platt! Es ist so verblüffend, als würde ein Ikea-Regal beim ersten Versuch stehen. Mellberg! Kopfball! Jetzt sage ich es auch, einmal im Leben: alter Schwede? Und England? 1:2. God shaves the Queen. Kommen jetzt die Kopfbälle aus 40 Metern?  

55.

Carroll: Ist er eigentlich der einzige Fußballer außer Ulf Kirsten, der einen Mächen- als Nachnamen hat? Schreibt mir an online@11freunde.de. Zu gewinnen gibt es einen Leverkusen-Strampler in Rosa.

52.

Verrückt, dieses Gehirn: Immer wenn Parker am Ball ist, muss ich an die dicken Jacken denken, die man in Wackersdorf trug, damals. Als ich noch dachte, es heißt »Parker« und nicht »Parka«. 

48.

Tor. Wenn man das, was hier eben gefallen ist, überhaupt so nennen darf. Vielleicht war es auch die Grenze des guten Geschmacks. Glen Johnson grätscht ihn sich selbst rein, Hart irrt derweil durch den Strafraum, dass man das Radio andrehen möchte, um zu hören, ob ein junger Mann gesucht wird, der dringend seine Medikamente braucht. Ich jedenfalls brauche welche. Starke. Bitte! 1:1. Ausgleichende Ungerechtigkeit. 

47.

Was mir jetzt erst auffällt: Es spielen Elm und Elmander. Elm also und der andere Elm. Die Elms. Nightmare on Elmstreet. 

45.

Anstoß. Per Kopf. Bezeichnend.

21:58 Uhr

Warum ist das Spiel so dürftig? Man wüsste es gern, man ja insgeheim auch schon so eine Ahnung, aber was man von der ARD bekommt, ist das: »Es sind lauter gute Spieler da, aber keine Superspieler«, sagt Mehmet Scholl. Betrüblich, das. Dieser Mann hat hundert Jahre Fußball gespielt, und dann erzählt er einem was, das man auch hätte erfahren können, wenn man die »Bravo Sport« gelesen hätte. Auf dem Kopf.  

21:56 Uhr

Unten auf der Straße versuchen zwei Pfandflaschensammler, einen vollen Einkaufswagen Bordstein hochzuwuchten, das Ding stürzt um, sie beschimpfen sich gegenseitig. Eine Metapher für viele um uns herum. Auch für die schwedischen Angriffsbemühungen. 

21:50 Uhr

O-oh. Bad idea! Mehmet Scholl-Latour legt sich mit Ibrahimovic an: »Mach, Junge!« Scholli, unter uns: Das kannste mit Gomez machen. Da ruft vielleicht mal der Berater an und heult dir die Mailbox voll. Aber wenn das der Zlatan mitkriegt, liegt dein Gesicht schneller auf 'ner heißen Herdplatte als du »Reinhold« sagen kannst. Und hinterher erkennt dich bestimmt keiner mehr als Teeniestar.

45.

Und Halbzeit. Die Spieler gehen vom Platz. Carroll öffnet sein Haar. Sieht plötzlich aus wie Sarah Wiener. Mir fällt das Würstchen ab.

42.

Gott sagt: Nein. Wegen Terry.

41.

Die englische Viererkette besiegt das Tiki-Taka, das hat die Champions League gezeigt – der Fußball kriecht zurück zu seinen Anfängen in den schlammigen Äckern der Insel. Kommt jetzt auch noch das Kick'n'Rush zurück? Hoch und weit, und vorne hilft der liebe Gott. Der müsste dann allerdings aufhören, tot zu sein. Ob er da mitmacht?

39.

Ganz geiles Spiel hier eigentlich. Nicht so rasant wie Spanien gestern, aber mir und meinen langsamen Augen ist das ganz recht. Eher so Sportwerbewochenniveau. Da kann man sich auch mal 'n Nackensteak holen zwischendurch. Und verpasst nichts: Wenn ein Bein bricht, hört man's eh bis zur Wurstbude.

36.

Apropos Mellberg: Ist er eigentlich dieser »alte Schwede«, der von Lehramtsstudentinnen beschworen wird, wenn sie zum Beispiel gefragt werden, wie schwer denn die Prüfung im Häkeln war? Und wenn ja: Weiß er davon? Und wenn wiederum ja: Könnte er diese Tanten nicht auch einfach mal umnieten?

31.

Wenn ich diesen Mellberg so sehe, habe ich den Verdacht, dass der schwedische Verband einfach die am schwedischsten aussehenden Männer zu den Turnieren schickt. Ein Wunder, dass sie nicht in Karohemden auflaufen und im Strafraum Billy-Regale aufbauen.  

29.

Elmander muss sich entscheiden. Will er spanisch sein, El Matador, El Torero etc. Oder ein Salamander? Beides geht nicht, Lurchi.  

24.

Carroll hob übrigens ziemlich genau vom Elfmeterpunkt ab. Darf man Penalties eigentlich köpfen? Dann ist der dickste Knoten des Weltfußballs gerade mit einem geilen »POFF!« geplatzt. Und England wird Europameister!

22.

Schaut auf diesen lächerlichen Ball da oben. So lange es geht. Umso geiler wird Euch das vorkommen, was Andi Carroll da eben getan hat: Der Mann steigt hoch wie Michael Jordan zum Dunking, fliegt, schwebt, der Ball bleibt für einen nicht messbaren Moment verliebt an seiner Stirn kleben, muss sie dann aber doch verlassen, aber er fällt schön, so schön, ins Tor. Keeper Isacksson klatscht noch im Flug Beifall. 1:0 für England. 

17.

Das Mittelfeld sei »hoch und eng«, stöhnt Gottlob nun. Wahrscheinlich werden da bei ihm Erinnerung an all die Schornsteine wach, durch die er sich bei seinen Weihnachtsmannjobs zwängen musste.   

17.

»Das war sehr aufmerksam von Glen Johnson«, schmachtet Gerd Gottlob. Wie hat der englische Verteidiger es bloß geschafft, eine Chance zu vereiteln UND dem Kommentator einen Blumenstrauß zu bringen? 

14.

Die Schweden: ein sympathisches Völkchen. Bleibt anzumerken: Was kann Menschen Schlimmeres widerfahren, als unter dem Begriff »sympathisches Völkchen« zusammengefasst zu werden? 

11.

KIYV, befiehlt mir die Bande. Nicht in dem Ton! Außerdem werde ich davon immer so müde.

21:10 Uhr

»Take a chance on me«, sangen ABBA einst. Und genau den Gefallen tun die Engländer den Schweden jetzt. Hoffentlich kennen sie »The winner takes it all« nicht auch.

6.

Welbeck, Parker, Milner: Die englische Aufstellung klingt wie bei einer Computersimulation, deren Macher sich die Lizenz für die echten Namen nicht leisten konnten. Darf man sich die jetzt auch unter ard.de runterladen?

4.

Steven Gerrard: Den geilen Typen würde ich auf dem Platz ja gern mal mit einem Mikrofon ausstatten. Muss sich in etwa so anhören wie ein Zimmermann auf der Walz, der hinter dem Schützenfestzelt an der Dorfschönheit rumfingert. Keuch.

1.

Shit Lookalike: Andy Carroll hat sich als Zlatan Ibrahimovic verkleidet. Bei sein Glam-Faktor allerdings wird sein Gesicht höchstens auf ein Windrad bei Hull projiziert. 

21:00 Uhr

So, nun also. Der Po ist gestrafft, nicht bei mir, aber bei den 22 Boys auf dem Platz. Anstoß. Geht mir am Arsch vorbei.

20:46 Uhr

Kein Scherz: Die schwedische Zeitung »Expressen« hat Zlatan Ibrahimovics Konterfei auf den Big Ben projiziert! Genial und mutig. Als würde 11FREUNDE Toni Schumachers Visage auf den Eifelturm werfen. 

20:40 Uhr

Wasserschlacht in Donezk. Die Engländer haben's mal wieder super zusammengefasst: »ukRAINe«, schreiben sie. Ein Wortspiel, das und nur gelingen würde, wenn die EM in REGENsburg stattfinden würde. 

20:26 Uhr

Da das ZDF nach Gottschalks Abgang die Einblendung »Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um...« gleich mit an die ARD verschachert hat, kann auch nur diese das Spiel zwischen England und Schweden übertragen. Es soll, um Überschneidungen zu vermeiden, erst um 21 Uhr beginnen. Was kann man ich mit dieser gewonnenen Viertelstunde anfangen? Ich könnte sie totschlagen, mit einem elfenbeinernen Briefbeschwerer (siehe 20:12 Uhr). Ich könnte mir drei Fünf-Minuten-Terrinen brauen. Noch mal versuchen, das Gefühl der großen Pause in der Schule heraufzubeschwören, zum Beispiel mit Tischtennisrundlauf. Ich könnte so vieles tun!

20:12 Uhr

Freunde der Sonne, Ihr seid hier falsch. Gewitter über Donezk, das Spiel Ukraine gegen Frankreich musste deshalb unterbrochen werden. Folge: Bela Rethy kommentierte stundenlang den nassen Rasen. Wie sich das anfühlte, darüber möchte ich bestenfalls mit dem kleinen Bruder des Marquis de Sades sprechen, dem einzigen, der dieses Leid nachvollziehen kann. Und jetzt verschiebt sich auch noch »Der Alte«. Dabei hätte mich nur noch der Anblick von Unternehmergatinnen, die in ihrer Schwabinger Villa mit dem elfenbeinernen Briefbeschwerer erschlagen werden, getröstet. 

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