England
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Italien

England-Italien im Liveticker

Ich bin ein Star, holt mich Manaus!

Die WM als Dschungelcamp: Hitze, B-Promis, schwitzende Körper, Ekelprüfungen, Langeweile. Am Ende gewannen ältliche Italo-Popper gegen die Peter Andrés aus England in Manaus mit 2:1. Aß etliche Tierhoden: der Ticker.

1:55 Uhr

Reinhold Beckmann, die Sonja Zietlow der ARD, hangelt sich an einer Liane aufs Experten-Parkhaus. Guckt sich noch mal die Höhepunkte an. Elber nicht. Wir auch nicht. Müssen uns jetzt die Hirne ausschütteln – denn schon um halb drei geht es weiter: Elfenbeinküste gegen Japan, liebe Fans! Tja-ha: Gieselmann nimmt eine Peitsche und haut sich selbst in die Fresse. Seid dabei!

94.

Jetzt aber noch mal Italien: Pirlo, dieser 35-jährige Opa, setzt nach 94 Minuten am heißesten Ort der Welt einen Freistoß an die Latte. Wir würden uns gerne verneigen, sind aber zu erschöpft vom Zugucken.

95.

England noch mal. Hodgson gestikuliert, will Solskjaer bringen. Beschimpft den vierten Offiziellen: »Der ist kein Norweger, du Idiot! Ich habe ihn adoptiert!« Zu spät.

93.

Irgendwie springt den Engländern in der Schlussphase ein Ball nach dem anderen vom Fuß. Gut wäre eine Art Beschwerer. Vielleicht so was hier.


91.

Die englischen Fans gucken auf die Uhr, kauen Fingernägel, knibbeln Hautschuppen vom Sonnenbrand. Verdammt, die Zeit läuft ihnen weg. Und die blöden Deutschen legen am Montag gegen Ghana bestimmt ihr Handtuch auf die Pool-Liege.

90.

Jetzt ein Tor, das wär's, denke ich. Und dann denke ich: Egal, jetzt ein Bett. Oder eine Pyjama-Party. Oder beides. Oder nichts. Mama, holst du mich ab?

88.

Es gibt ja diverse Methoden, wach zu bleiben. Beliebt: Kaffee, schwarz wie die Nacht. Auch beliebt: Energydrinks, unappetitlich wie eine Sendung mit Vera 'int Veen. Wir bevorzugen eine anderen Wachmacher. Welchen? Bitte klicken Sie hier und machen Sie den Ton an. Wer dabei einschlafen kann, der wünscht sich bei dem DJ einer Duran-Duran-Tribute-Party auch finnischen Black Metal, der auf 45 gepitscht wird.

87.

Prandelli sei, so Simon, »ein Pflichtspiel-Spezialist«. Ich bin ja eher so der Antalya-Cup-Spezialist. Werde ich jetzt HSV-Trainer?

84.

Wo ist eigentlich Pirlo? Aha: Längst beim einzigen Italiener von Manaus. Tupft sich das Olivenöl vom Vollbart und sagt zum Konsul: »Wissen Sie, Lorenzo, das Faszinierende ist ja: Ich sitze hier mit Ihnen, und diese englischen Raufbolde fürchten mich trotzdem.« Er lächelt, aber das sieht man natürlich nicht. Dann kommt die Limousine.

81.

Johnson klärt. Und zwar die Flanke, die er eigentlich hätte geben sollen. Ein Verteidiger durch und durch. Hat jetzt schon einen Platz sicher in der FIFA-Elf des Turniers.

79.

Immer wieder Sirigu. Pariert alles. Nun wehrt er einen 20-Meter-Freistoß der Engländer ab, er fischt Ecken und Flanken, schmeisst sich ins Getümmel, hechtet in die Winkel, gleich pariert er vermutlich noch die verbliebenen Sauerstoff-Partikel in der Luft. Es wäre keine gute Idee – doch wer will sie ihm ausreden, dem Mann mit den Krakenarmen?

76.

Rooney sei, so Simon, »in die Unauffälligkeit zurückgefallen«. Und zwar 1000 Meter tief. Muss er daraus jetzt auch befreit werden, mit so ’ner biegsamen Trage? Und ist er rechtzeitig zum nächsten Gruppenspiel wieder an der Erdoberfläche. Riesending WM.

75.

Henderson geht bei England. Für ihn kommt Wilshere. Gieselmann jubelt. Warum, weiß er nicht so genau. Vermutlich Zynismus. Denn er weiß, dass es ihm in den nächsten Stunden nicht so gut geht wie seinem Hund, der gerade auf Weltreise ist und am Strand der Copacabana Schlummi macht.

72.

Jetzt also doch: Er ist ein Star, holt ihn Manaus! Balotelli geht, wird sofort von Sonja Zietlow interviewt: »Quak, quak, quak! Wie schmecken eigentlich Piranha-Gehirne, Mario? Quaaaaak!« Dschungelkönigin Ingrid van Bergen kommt für ihn ins Spiel.

71.

Jetzt wieder Italien. Jetzt wieder Antonio Candreva. Ein Fernschuss, mit dem er versucht, das Tor aus den Angeln zu heben. Doch am Ende klatscht der Ball nur recht harmlos ans Außennetz. »Erbärmlich«, denkt sich Martin Kree in seine Wohnzimmer und schießt zum Spaß ein paar Bälle von Bochum nach Frankfurt. Volley und mit Vollspann.

67.

Italien mit dem Catenaccio, aber England greift gar nicht an. Und jetzt stehen sie da wie Rausschmeißer vor einer Bumsdisco in Rimini, wenn die englischen Touristen alle wegen Sonnenbrand achten Grades zu Hause geblieben sind.

65.

England jetzt wieder besser. Will ein Tor schießen, was man durchaus nachvollziehen kann. Blöd nur, dass Italiens Ersatzkeeper seine Sache außerordentlich gut macht. Der Mann, der heißt wie ein rumänischer Straßenmusikant, der eine Pizzeria in Bayern aufgemacht hat und zugleich eine Hütchenshow auf 9Live moderiert: Salvatore Sirigu.

63.

Rooney knapp neben das Tor. Balotelli leutselig: »Kenn ich, Wayne. Wenn ich abends nach einem anstrengenden Tag mit meinem Camouflage-Bentley nach Hause komme, treffe ich das Tor manchmal auch nicht. Hehehe. Ich muss weiter.« 

62.

Daniel Sturridge gefällt uns außerordentlich gut. Wenn er den Ball hat, fackelt er nicht lange, sondern sucht schnell den Abschluss. Erinnert ein bisschen an Ballermann-6-Urlauber in der freien Wildbahn.

59.

Wann ruft Balotelli eigentlich: »Ich bin ein Star, holt mich Manaus!«

57.

Um noch mal lobende Worte zu finden: Schiedsrichter Kuiper bislang der beste Mann auf dem Platz. Und das obwohl der Schiedsrichter von heute hundert Sachen auf einmal erledigen und transportieren muss: Pfeife, Uhr, Rote Karte, Gelbe Karte, Notizblock, Funkgerät, Rasenspray. Wenn das in den nächsten Jahren so weiter geht, sehen die Schiedsrichter bald aus wie Einkaufsstraßen-Musikanten aus den achtziger Jahren, die gleichzeitig ein mobiles Schlagzeug, Ukele und Mundharmonika bedienen konnten – und damit »Hit the road Jack« coverten.

54.

England wirkt ein wenig überfordert mit der Situation. Nestelt vor dem Strafraum der Italiener rum wie 12-jährige Jungs auf ihrer ersten Engtanzfete.

52.

England also in Rückstand. Ob diese Jungs sich nun wohl wünschen, sie wären wirklich dort, wo ihre Gattinnen sie wähnen?

50.

TOOOOR! Der »schönste« und »coolste« und »beste« (Zitate: Balotelli) Spieler der WM trifft zum 2:1 für Italien. Per Kopf. Einziger Schönheitsfehler: Er hat den Treffer nicht selbst vorbereitet, denn die Flanke kam von Antonio Candreva.

48.

Kurz eingenickt, kurz geträumt, ich wäre Daniel Sturridge, der wiederum von Schnee und Eis träumt. Von Après-Ski-Parties in Berchtesgaden oder Ischgl. Von DJ Ötzi und den besten Dance-Hits der 90er. Von Polarforschern. Die wiederum von Hitze träumen. Von Wärme. Urwald. Schweiß auf der Stirn. Es ist alles sehr kompliziert.

46.

Anstoß. Immerhin gibt es überhaupt einen. Oft weiß man hier in Manaus ja gar nicht, was der Anstoß eigentlich war. Die Leute rasten aus wegen Kleinigkeiten! Das Klima. Leck mich doch am Arsch.

1 Uhr

1 Uhr! Langsam kommt die Müdikgeit. Langsam wird aaaaaaaalles ein .... bisschen .... laaaaangsamer. Gewiss, man kann sich später auch noch das vierte Spiel Elfenbeinküste gegen Japan geben. Für Folgeschäden übernehmen wir allerdings keine Haftung. Als Warnung nur dieses Foto eines Fans, der wegen erhöhtem Fußballkonsum in den letzten fünf Monaten um 200 Jahre gealtert ist.

0:58 Uhr

Ein Leser informiert uns: »Laut ›Guardian‹ hat der Physio nicht wegen Kreislaufproblemen am Boden gelegen, sondern weil er sich beim Jubeln den Knöchel gebrochen haben soll.« Ein Physio, der sich den Knöchel bricht: das ist ja wie ein Kommentator, der verstummt! Leise Hoffnung, nachts um 1, ich hab noch Kippen, der Sommerwind weht durch die Balkontür. Ist das Leben vielleicht doch nicht so beschissen, wie ich dachte? Aber Vorsicht, nicht dass ich mir gleich den Knöchel breche vor Freude.

45. +4

Balotelli noch einmal. Dreht jetzt auf wie ein Duracell-Häschen, das man versehentlich an Starkstrom angeschlossen hat, statt mit Varta-Batterien zu füttern. Trifft allerdings nur den Pfosten. Nimmt sich vor, dass er im nächsten Selbst-Interview den Pfosten als nervigen Gast einlädt, um ihn dann später aus der Sendung werfen zu lassen.

45.

Balotelli steigt für einen Moment aus seinem Tarn-Bentley, lupft den Ball eher lustlos aus spitzem Winkel aufs Tor. Jagielka klärt in höchster Not. Balotelli: »Dich kenn ich gar nicht, du Tröte. Das heißt, dass es dich nicht gibt. Das Tor zählt.« Steigt wieder in seinen Bentley, rast davon, niemand weiß, wohin.

43.

Angesichts der Temperaturen ein durchaus flottes Spiel. Doch wie wird die Schlussphase der zweiten Halbzeit? Laufen will doch hier niemand mehr. Ermittelt man den Sieger im Elfmeterschießen, Münzwurf oder Autoquartett? Wir bleiben dran. Mit einem Ferrari F40 von Top-As! Sticht!

41.

Steffen Simon ist bei seinen meteorologischen Ansagen so experimentell wie Claudia Kleinert bei der Auswahl ihrer Garderobe: mal ist es heiß, mal ist es kalt.

39.

Ein Mann liegt am Boden und dann abtransportiert. Die Hitze hat ihm zu sehr zugesetzt. Steffen Simon vermutet den englischen Physiotherapeuten. Wir wünschen Gute Besserung – und erinnern an dieser Stelle noch einmal, dass wir in acht Jahren vermutlich noch mal 20 bis 30 Grad auf die Manaus-Temperatur addieren werden.

37.

Und wozu Deutschland seinerzeit die Zeit und der Saft fehlte, das macht England jetzt: den Ausgleich. Wayne Rooney mit der Flachflanke, Sturridge mit dem antilopenhaften Abschluss. 1:1. Aber wenn das hier kein Gruppenspiel wäre, hätten sie das bestimmt nicht gemacht. Könnte ja Elfmeterschießen geben.

34.

Tor. Italien. Marchisio. Sieht ein bisschen aus wie das 1:0 von Grosso im Halbfinale gegen Deutschland 2006: Präzise, kalt, wie ein Auftragsmord. Daheim fliegt Jens Lehmann vom Sofa und kann dem Ball nur noch hinterhergucken. Sönke Wortmann: »Und... Cut!«

30.

Gieselmann liest just in diesem Moment den Namen eines englischen Spielers vor: Alex Oxlade-Chamberlain. Herrlich. Der hätte mit diesem Namen alles werden können: Pornostar, Kommunist oder Vorsitzender eines walisischen Mönchsorden. Doch er wurde: Fußballer, und nun hat er den Salat – er ist verletzt.

28.

Erstaunlich, wie beharrlich sich Pirlo weigert, Balotelli anzuspielen. Was ich nicht zu Balotellis Entschuldigung anführe, sondern vielmehr zu Pirlos noch größerer Verehrung. Die nächste Stufe des Paten: Er macht ihm erst gar kein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

27.

Übrigens: Andrea Pirlo behauptete jüngst in seiner Biografie, dass Roy Hodgson ihn einst als »Idiot« bezeichnet habe. Hodgson wehrt sich nun gegen diesen Vorwurf. »Niemals!«, sagt er und hat Glück, dass ihm auch der gute alte Abe Simpson zur Seite springt: »Er ist vielleicht ein Lügner, ein Schwein, ein Idiot und ein Kommunist, aber er ist ganz sicher kein Pornostar!«

24.

Besonders in den Zeitlupen sieht dieses Spiel aus, als würde man im Sommer morgens um 5 durch Neukölln fahren: Hüpfende junge Männer aus Italien und England mit bescheuerten Frisuren und weit aufgerissenen Augen.

23.

Chance für England: Flache Flanke in den Strafraum, doch dort blocken zwei italienische Verteidiger Englands Daniel Sturridge mit ihren Hinterteilen einfach in den Boden. Danach ziehen sie sich ihre Ciao-Raggazi-Sonnenbrillen auf und tun, als ob nichts gewesen wäre. Fies.

20.

Rast Balotelli eigentlich die ganze Zeit in seinem Camouflage-Bentley übers Feld, oder warum sieht man ihn nicht?

17.

Wir haben unser letztes Geld für Kippen und Schokoriegel ausgegeben. Das mit den Schokoriegeln war eine tolle Idee! (via Twitter: @jojoefc)

15.

Johnson gegen Marchisio: klingt wie bei Shakespeare. Ein Duell um eine Liebesnacht im Maracana. Und auf dem VIP-Balkon lächelt Löw errötend.

14.

Was macht Franz Beckenbauer eigentlich momentan? A.) Er kreist mit seinem Privat-Helikopter über das Amazonasgebiet. B.) Er schreibt seine zwölfte Autobiographie mit dem Titel »Yeah Bro! Hermano! Crack!« C.) Er versucht, die Fragen der Ethik-Kommission per Google-Translator zu übersetzen. Die erste Frage lautet: »Nehmen bitte sie ihren Hut ab und haben Sie eine Runde Hackfleisch empfohlen?« Beckenbauer macht ein Häkchen bei »Nein«. Schickt eure Lösungen bitte an online@11freunde.de und gewinnt kein Abendessen mit Martina Effenberg.

11.

Immerhin sind die Zuschauer in Manaus »moved« wie sonstwas. Bei jeder Halbchance, ja bei jedem Einwurf kreischen sie, als hätten sich Amazonas-Kaimane in ihrem Schritt verbissen. Moment, mein Assistent reicht mir diese Information rein: Es haben sich tatsächlich Amazonas-Kaimane in ihrem Schritt verbissen! Jetzt bin ich »moved«. 

10.

Die letzten Twitter-Einträge von Mario Balotelli lesen sich übrigens so: »Wow!«, »Yeah Bro!«, »Crack!«, »Hermano!«, »Bravo!«, »!!!«. Doch man sollte nicht spotten: Dieser Wortschatz hat einigen Fußballern schon gereicht, um eine 400-seitige Autobiographie zu schreiben. Und auch uns hilft er außerordentlich, um eine dreistündige Nachtunterhaltung zu führen. Oder? Bro-Gieselmann, bitte melden! Hermano? Crack? Danke! Bitte!

9.

»Be moved« steht auf der Bande – »sei bewegt«. Wenn wir uns daran jetzt nicht halten, werden wir dann auch für 90 Tage gesperrt?

7.

Auch in der infernalischen Schwüle von Manaus redet Simon ohne Atempause. Wie macht er das nur? Alles Training!

3.

Lassen wir den Schiedsrichter mal Schiedsrichter sein und gehen hinein in dieses total aufregende Mega-Match. Prompt eine Chance! Daniel Sturridge zimmert aus 25 Metern an Außennetz. Steffen Simon schnappt nach Luft. Blöd nur: Die ist in Manaus so rar wie indische Elefanten an der Nordseeküste.

2.

Allerdings kommt dieser Schiedrichter, Bjorn Kuipers, auch aus Holland. Und die sind ja recht gut in Sachen Fußball. Und im Toreschießen. Von Kuipers erwarten wir heute mindestens drei Tore.

1.

Um auch mal lobende Worte für die Schiedsrichter zu finden: Dieser hier hat bislang alles richtig gemacht. Pfiff. Anpfiff. Toll. Wir applaudieren.

23:57 Uhr

Dieser De Rossi und auch Pirlo sehen nicht gesund aus: Als wären sie auf den ltzten Drücker im Taxi zum Spiel gekommen, nachdem ihr Flieger überm Dschungel abgestürzt ist und sie Jennifer Lopez aus dem Schlund einer Anaconda retten mussten. Total fertig. Die Vorentscheidung. Wenn Sie mich fragen. Aber mich fragt ja keiner. Nicht mal Beckmann.

23:54 Uhr

Die beiden Hymen: So gewohnt wie deutsche Weihnachtslieder. Es ist ein De Rossi entsprungen

23:52 Uhr

»Die Engländer fürchten niemanden so wie Pirlo«, meint Simon. Und in London ersticken die Oligarchen vor Lachen am Lobster. Cha-cha-cha.

23:53 Uhr

Steffen Simon meldet sich aus Manaus. Und irgendwo in Los Angeles denkt Werner Herzog darüber nach, zu Fuß nach Brasilien aufzubrechen, um den Fußball vor dem Tod zu bewahren. Vom Gehen im Schweiß.

23:51 Uhr

Schock für Italien: Gianluigi Buffon fällt aus. Besonders blöd: Auch Ersatzmann Salvatore Sirigu ist angeschlagen. Dritter Mann wäre Mattia Perin, der hat bislang acht Länderspiele gemacht und ein bisschen aussieht wie diese superdynamischen und flotten Typen, die in den achtziger Jahren Werbung für Mentos oder Milchschnitte gemacht haben. Quasi der italienische Anke Huber. Hot.

23:47 Uhr

Balotelli interviewt sich tatsächlich selbst. Die Vollendung der Autogamie. Auf dem ARD-Parkhaus schaut Elber den unaufhörlich fragenden Beckmann müde an: Balotelli müsste man sein.

23:45 Uhr

Übrigens: Kollege Gieselmann tickert später noch das Drei-Uhr-Spiel. Am Montag dann Deutschland gegen Portugal. Immerhin: Morgen, Sonntag, darf er einen kleinen Ausflug machen. Mit der Familie geht es dann nach Schland. In seinem Privat-PKW:

23:41 Uhr

Die drängendsten Fragen vor dem Spiel in Manaus: Kommt der Dampfer rechtzeitig übern Berg? Stürmt Fitzcarraldo für Italien? Passen wir noch in unsere weißen Anzüge? Die Eroberung des Nutzlosen. Mit Klaus Kinski als Sepp Blatter.

23:30 Uhr

Hallo nach Manaus. Wir bekommen schon Schweißausbrüche beim Schreiben des Namens. Einige englische Holligans sollen sich unlängst beschwert haben, dass sie innerhalb von zwei Stunden 20 Kilo ausgeschwitzt haben und jetzt nicht mehr aussehen wie menschgewordene Fleischberge, sondern wie 13-jährige HipHop-Kids aus den Neunzigern, die in XXXL-Shirts und Baggypants stecken. Es ist alles nicht sonderlich schön. Dennoch: Fußball! Juhu!

Los geht's um 23:45 Uhr

Schlaft schonmal vor!

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