Fortuna Düsseldorf
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Werder Bremen

Düsseldorf-Werder im 11FREUNDE-Ticker

Fortuna Bremen

Das vielleicht unnötigste Eigentor der laufenden Bundesliga-Saison sichert erschreckend zweitklassigen Bremern zumindest ein 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf. Der Ticker war dabei und fras 90 Minuten Gras.

17:22 Uhr

Tja, liebe Freunde, das war es von uns. »Schiedlich, friedlich« war das Spiel, so Bayer. 2:2 lautet der Endstand. Wenigstens verschont uns die Düsseldorfer Multifunktionsarena mit Schlagern von den Toten Hosen. Vor lauter Abstiegskuscheln ist uns ganz schlecht. Die leeren Sitzschalen, die dank ihrer Farben aussehen aus wie ein schlechter LSD-Trip, tun ihr Übriges. An Scheißtagen wie diesen. Zum Runterkommen genehmigen wir uns noch ein lauwarmes Dosenbier mit Lothar Matthäus und Markus Merk. Auf bald, Freunde!

93.

Aus. Aus. Aus. Allerdings ohne Ausrufezeichen. Tom Bayer bilanziert: »Werder kann mit dem Punkt zufrieden sein.« Was ist nur aus dir geworden, Welt?

90.

Arnautovic führt den Freistoß aus und schießt bei seinem zweiten Freistoß bereits zum vierten Mal in die Mauer. Steht auf seinen Schuhen eigentlich immer noch »Champions-League-Sieger 2010?« Frechheit.

89.

Lumpi Lambertz versucht es noch einmal mit einem Solo, verharkt sich jedoch in Pavlovic. Auf der anderen Seite holt Struppi-Double de Bruyne nochmal einen Freistoß raus. Komm schon!

87.

Das Spiel ist mittlerweile so spannend wie der Wellengang an der Ostsee. Schwapp-schwapp. Blubb.

82.

Norbert Meier hat ein Einsehen mit Werder und nimmt endlich Doppeltorschütze Stefan Reisinger raus. Danke, Heimspielmeier! Für Reisinger kommt Omae. Aber wann kommt endlich Opae? Fortuna gegen Werder - ein Spiel wie ein Kaffekränzchen im Seniorenstift.

79.

2:2, Unentschieden. Mitten im Abstiegskampf! Aber so etwas wie kribbelige Spannung will irgendwie nicht aufkommen. Liegt es an uns? Am lauwarmen Dosenbier? Am kalten Dosenbier von gestern Abend? An unserer Erziehung? Oder doch am Spiel? Ich erschrecke Joswig mit einer Briefbombenattrappe, er ist angespannt, immerhin.

77.

Düsseldorfs Unglücksrabe Latka wurde, wie wir vorhin erfahren haben, von seinem Trainer bei Slavia Prag der Fortuna empfohlen. Vielleicht wollte er seinen Schützling auch eigentlich beim rheinländischen Bareknuckle-Fight unterbringen? So sieht der Mann nämlich aus. Wie eine Mischung aus einem Pittbull und einem Pfund Gehacktes.

75.

Dribbling von Elia. Er streichelt über den Ball. Einmal, zweimal. Toll! Verliert den Ball. Scheiße! Keule, das ist Abstiegskampf! Grätsche, trete, renne und schieße, aber noch einmal Streicheleinheiten mit Ballverlust und wir schicken den weißen Tiger nach Düsseldorf.

73.

Es ist wie in Vegas: Schöner Glückstreffer für Werder. Siegried und Roy stehen zur Einwechslung bereit, doch Schaaf beachtet sie nicht, Wolfgang Rolff verscheucht einen weißen Tiger. Magische Szenen.

69.

Tor! Eigentor! Flanke von Arnautovic, Martin Latka hält seinen Fuß in den Ball, keine Chance für Giefer. Ein Abwehraktion, so unnötig wie alkoholfreies Bier. 2:2. Prost.

68.

Schaaf wird eingeblendet. Brüllt ein paar Anweisungen auf den Platz. Im sitzen. Das ist so wirkungsvoll wie ein Joint mit ohne Inhalt. Bringen wir mal den malenden Imperativ: Bezeichnend.

65.

Lukimya. Ehrlich gesagt, ich dachte, der wäre eine Granate. Eine Kante. Ein beinharter Abwehrspieler. Ein Gewinn für Werder. Jetzt muss ich zugeben: Ich habe mich getäuscht wie ein Anfänger beim Hütchenspiel. Der Kerl sieht zwar aus wie Clubber Lang, ist aber souverän wie ein Kleinkind beim Vorstellungsgespräch. Meine Fresse...

63.

Bremen igelt sich um den Strafraum von Düsseldorf ein. Petersen versucht sich in einem Sprintduell. Aber verliert den Ball. Schaaf schaut auf die Uhr: »Hmm, 60. Minute, Zeit für den obligatorischen 60. Minute-Wechsel.« Toni, äh, schön wärs, Felix Kroos geht, Eljero Elia kommt. Kann beim Konsolenkicken immerhin Fünf-Sterne-Tricks. Wir sind gespannt.

60.

Riesenchance für Arnautovic! Doch Giefer giefert mit seinem Brustkorb den Lupfversuch aus dem Strafraum. Danach Rumgegurke. Aber: Werder kommt.

57.

Direkt nach dem Einwurf zieht Dani Schahin im Werder-Strafraum ab und, oh Zeiten, oh Wunder, Mielietz hält den Ball. Bayer ist begeistert. Wir träumen unterdessen von Tim Wiese. Spielt Werder Bremen nächste Saison Champions League?

56.

Alte Liebe rostet nicht: Ex-Fortune Lukimya köpft den Ball einfach mal so ins Aus. Lukimya kennt man ja noch aus grün-weißen Komödien wie: letzte oder vorletzte Woche. Mir bleibt das Lachen im Halse stecken. Haha-würg.

53.

Kommt Werder zum zweiten Mal zurück? Bittebitte. Ecke für Werder. Aber: nichts. Tom Bayer fordert die Fortunen auf, erstmal ein »bisschen Ruhe rein zu bringen«. Danke für nichts.

49.

Mannmannmann: TOR! Für Düsseldorf. Pfff. 2:1 für Fortuna Düsseldorf. Warum fängt die Werder-Abwehr eigentlich immer erst fünf Minuten nach (Wieder-)Anpfiff an zu verteidigen? Mielitz und ich gehen am Stock. Raack beißt in die Tastatur. Zurecht.

46.

So, geht weiter. Die Regie klärt uns noch eben auf: Dani Schahin hat gar keine Gelbe bekommen.

16:31 Uhr

Im Gebäude gegenüber der Redaktion putzt ein alter Mann seine Fenster. Er tut das seit exakt 55 Minuten. Wir haben eine Stoppuhr laufen. Er wischt mit einer Leidenschaft, Präzision und einem taktischen Verständnis, dass wir kurz davor sind, die samstägliche Arbeit dieses alten Herren zu tickern. Vielleicht geht er ja nachher auch mal in den Keller. Dan heißt es wieder: Abstiegskampf.

16:30 Uhr

Weil Pause ist, ein kleiner Lückenfüller: Wie man Journalisten wie Atom-Müll behandelt und trotzdem Erfolg hat.

16:24 Uhr

Jessica Kastrop moderiert gewohnt blondig die Halbzeitpause, die Bayern führen 3:0, der BVB 5:0. Kein Kommentar. Dafür lieber zu Uns Jessica. Die war schon da, als all ihre aufgemotzten Kolleginnen noch durch irgendwelche Journalisten-Schulen stolperten auf der Suche nach dem nächsten Seminar: »Wie labere ich ein paar Minuten Müll, ohne, dass es jemand merkt?«. Jessica, jetzt ist es an der Zeit, Du kleine Althauerin: Wir mögen Dich. Schon alleine wegen Deinem Nachnamen. Ich nenn mich um in Alex Rauxel und dann ab zum Standesamt!

16:23 Uhr

Wir wissen nicht, wie es euch erging, aber diese Halbzeit ging verdammt schnell vorbei. Wie früher beim Kinderarzt und der Impf-Spritze: Man hätte tierisch Schiss und dann ging alles ganz schnell. Wenn uns ein freundlicher Schnauzbartträger nach dem Abpfiff noch einen zuckerfreien Lolly zusteckt, gehen wir morgen wieder zum Kinderschwimmen.

16:22 Uhr

Ach ja. Werbung mit »Dr. Klenk«, den beliebtesten Fantasie-Doktor seit Dr. Best. Wie haben wir uns an diesen Mann gewöhnt, wie lieben wir seine knackigen Analysen? Liebe »Sky«-Redaktion: Gönnt doch Ruud Gullit und dem Kaiser mal eine Auszeit und ladet Dr. Klenk in eure Sendung. Das wäre doch eine gute Idee, oder? In der Tat.

46.

Halbzeit. »Ergebnis geht in Ordnung«, so Bayers Fazit. Klingt dabei ein bisschen wie Walter Frosch. Das Spiel ist ähnlich intensiv wie der legendäre St. Pauli-Legenden-Kick. Wir husten Würfel.

rfel.

44.

Diesse verdammte Zweidimensionale Fernsehen: Mein Herz rutscht mir in die Hose, während ein Lupfer van den Bergh in Superslowmo runterfällt, und schließlich doch weit hinter dem Tor landet. Puh.

39.

Bloß Kevin de Bruyne will nicht ganz zum Abstiegskampf passen. Doppelpasst sich immer wieder in den Düsseldorfer Strafraum. Dieses Mal wird er jedoch von Latka abgegrätscht. Nächstes mal, Junge. Ach, wie ich dich vermissen werde, du kleiner Zauber-Belgier! Oder noch besser: Bleib doch einfach für immer.

36.

Freistoß für Fortuna aus vierzig Metern. Bellinghausen führt aus, der Freistoß fliegt im hohen Bogen über das Tor. Raack kämpft sich derweil in den Abstiegskampf: »Würde Werder um die Meisterschaft spielen, hätte ich jetzt Schampus hier.« Dann schlürft er genüsslich sein lauwarmes Dosenbier und macht ein paar Sit-Ups. Wer vierzig Punkte will, muss leiden.

32.

Jetzt meldet sich die Düsseldorf-Kurve mit viel Olé-Olé zurück. Dann plötzlich macht Düsseldorf den Ausgleich. Allerdings nur in gelben Karten. 2:2 steht es jetzt nach einem Foul von Kruse und Meckern von Schahin. An der Seitenlinie macht Norbert Meier unterdessen den Lauten. Na warte. Gleich kommt Albert Streit kommt und gibt dir ne Kopfnuss.

30.

Werder! Bremen! Wechselgesänge in Bremens Fanblock. Moment mal, Wechselgesänge in einem Fanblock? Oder antworten etwa die Düsseldorfer? Hat die Haupttribüne den Verein gewechselt?

28.

Schnelle Verschwörungstheorie für zwischendurch: Werder spielt in dieser Saison nur deshalb so scheiße, weil dieser Hähnchen-Betrieb auf der breiten Brust prangt. Portas, DBV, Norda, das waren noch Zeiten! Da machten wir die Glotze an, nur um König Otto werben zu sehen! (Ok, das ist für Vitamalz, aber wir hören noch immer Ottos Stimme: »Gareth/Alex, du bist gut drauf, geh rein und mach Dein Tor!« JAAAAA, Otto!)

24.

Bei Werder fehlen elf Spieler. Dafür steht ein Mann mit dem Namen »Kroos« auf dem Rücken in der Zentrale. Joswig jauchzt wie ein Zirpelschwein, ich schlage Rad bis mir schwindelig wird. Und als wir uns gerade die Freudentränen aus dem Gesicht wischen wollen, merken wir: Es ist Felix Kroos, der Bruder von Toni. Deutliche Enttäuschung. Das ist wie eine Autogrammstunde im Autohaus, wenn »Schumacher« angekündigt wird, und Ralf kommt.

22.

Im 11FREUNDE-Gebäude befindet sich übrigens ein Konferenzsaal, darin tagt heute eine Veranstaltung namens »Grün.Links.Denken.2013« Kingt wichtig. Und irgendwie nach einem Zeichen für uns Werderaner.

19.

Gerade noch ein Kotz-Foto als Querverweis auf demn Spaßfaktor von Werder bei Facebook gepostet, und schon straft uns der SVW Lügen. Joswig und ich kriechen zu Kreuze, laufen barfuß nach Canossa und leisten 800 Stunden lang Abbitte. Bis uns Wynton Rufer zärtlich in den Arm nimmt, das Brot bricht und flüstert: »Ich vergebe euch!«

15.

1:1! Bremens bald schon Ex-Belgier de Bruyne sprintet über den gesamten Platz, die größte Energieleistung seit Dieter Baumann anno 1992, bringt den Ball dann noch zu Junuzovic (das hätte der Dieter nicht geschafft!), Tor! Werder zurück wie der Terminator. Nur ohne Superkräfte. Dafür mit de Bruyne.

10.

Düsseldorf wirkt schon jetzt zufrieden. Die »magische Marke 30 Punkte« (Axel Bellinghausen vor dem Spiel) fest vor Augen. Und Werder? Festgefahren im Abstiegskampf. Tom Bayer ist optimistischer: »Bremen fasst jetzt Tritt«. Ich trete fast gegen den Fernseher.

8.

Arnautovic gutgelaunt wie immer: Senst Robbia Kruse um. Holt sich gelb. Immerhin: Nach gelben Karten 2:0 für Werder. Da wackelt die Wand.

5.

Apropos Murmeltier: Schade, dass heute nicht Murmeltiertag ist. Ich würde gerne nochmal neu anfangen. Bremen trotz tollen April-Wetters weiterhin im Winterschlaf. Felix »Schlafwandel« Kroos holt sich erstmal Gelb. Ich hol mir erstmal noch einen Kaffee.

2.

TOR! Zweite Minute. Düsseldorf nimmt den Schwung aus der Fußballwoche mit und nutzt Bremens traditionell murmeltierhaftige Abwehrreihe eiskalt aus. Stephan Reisinger, 1:0. Betretenes Schweigen in der Redaktion. Wenn jetzt noch Tote-Hosen-Musik gespielt wird, nehm ich mir einen Strick.

1.

Also los. Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf also. Ein Spiel so packend wie ein Umzugsdienst. So spannend wie ein 0:0-Freundschaftskick zwischen den Bismarck-Archipeln und Amerikanisch Samoa. Wir sind so euphorisiert wie ein Pazifik-Faultier in der Strand-Hängematte.

15:29 Uhr

Thomas Schaaf ist so gut gelaunt wie ein Busfahrer im Berufsverkehr. Bloß Spielverderber Thomas Eichin lässt sich von der freudigen Erregung des Bremer Li-La-Launebärs Schaaf nicht anstecken. Eichin, Schaafs schlechtgelauntes Eisbär-Pendant, sagt gleich die Feier zum 14-jährigen Jubiläum des Werder-Urviechs ab. Dabei hatte Marco Bode doch schon so schöne Platzkärtchen gebastelt. Na toll.

15:57 Uhr

Kann ja heiter werden: Bremen hat derzeit elf Verletzte. Die Abwehrreihe ist ein lustiges Stadtmusikanten-Quartett mit den Witzbolden Gebre Selassie, Prödl, Lukimya und Pavlovic. Zusammen fiedeln sie routiniert Gute-Laune-Lieder und schlagen ein paar Spaßpässe. Possenreißer Thomas Schaafs Taktik auch weiterhin: Wer braucht schon eine Abwehr? Auch noch im Aufgebot: der leicht angestaubte, aber gut abgehangene Ladenhüter Philipp Bargfrede. Und, als Spielmacher, sieh an: Felix Kroos. Na dann ist ja alles gut. Aus lauter Vorfreude zünde ich mir eine Zigarette an einem brennenden Fanbus an.

15:23 Uhr

Übrigens: Der Ticker tickert heute gewohnt parteiisch in der Gesinnungsfarbe Einheitsgrün. Im Geiste ausgestattet mit den schönsten Werder-Trikots aller Zeiten (Stichwort: Pentax, Portas, DBV). Tatsächlich aber: Kik, Targobank, Wiesenhof. Raack hakt sich trotzdem bei mir ein und tanzt mit mir zu Shanty-Krachern von Klaus und Klaus. Ja, bei Werder Bremen, da wackelt die Wand. Doch am Ende wurden die verdammten Bayern Meister:

15:21 Uhr

Moin, liebe Freunde! Leicht verspätet begrüßen wir zum samstäglichen 15:30 Uhr-Kick. Und, Kerlekerle, was war das für eine Fußballwoche? Manchester-United-hafte Fußballwunder in Dortmund und Kaltblütigkeit bei bajuwarischen Auftragsmördern. Bleibt die Frage: Was soll jetzt noch kommen? Der Ticker hat die Antwort: Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf! Unsere Fieberkurve sprengt das Quecksilber-Thermometer, vor lauter Aufregung können wir kaum noch an uns halten. Der Tatter des Ticker hat nichts mit der Kanne Espresso zu tun, die wir uns eben noch reingeprügelt haben. Zitternd an den Tastaturen: Alex »Handschweiß« Raack und Gareth »mussmal« Joswig. Football, bloody hell.

Freitag, 13:23 Uhr

Champions-League-Auslosung? Pah, Abstiegskampf, Baby! Am Samstag ab 15.15 Uhr sitzen für euch an der Klaviatur des gepflegten Kommentars: Gareth »Prinz Pi« Joswig und Alex »King Kong« Raack!

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