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Tottenham

Dortmund-Tottenham im 11FREUNDE-Liveticker

Brexit

Thomas Tuchel, der neue starke Mann Europas, wirft Großbritannien aus dem Wettbewerb. Sein BVB schlägt Tottenham mit 3:0. Sehen Sie dazu den 11FREUNDE-Brennpunktliveticker.

18:45 Uhr

19:00 Uhr? Das ist eine Zeit, zu der sonst ja nur alte Omas anstoßen. Mit Eierlikör.

19:48 Uhr

Totale Konzentration jetzt, liebe Borussen! Roman Weidenfeller bringt es auf den Punkt: Die Geburt seines Kindes, sagt er im Sky-Interview, sei die Abrundung seines Lebens – und das »nicht nur sportlich gesehen«. Wir freuen uns schon auf die ersten süßen Fotos der kleinen Uefa Weifenfeller.

19:54 Uhr

Aber was ist das? Marcel Schmelzer gibt dem Linienrichter die Hand, als würde er ihm kondolieren: betrübt, mitleidig, irgendwie schlaff. Oder tut er es nur, um den neben ihm wie zufällig herumstehenden Henrikh Mkhitaryan optimistisch und siegesgewiss wirken zu lassen? Dann war es genial. Sorry.

18:57 Uhr

Viele Fans tragen heute das Michael-Lusch-Trikot aus der UEFA-Cup-Saison 1992/1993. Ein Kult, über den sich Anthropologen der Zukunft sicherlich den Kopf zerbrechen werden. 

19:00 Uhr

Anstoß also. Darauf einen Eierlikör. Und ich möchte noch meine Oma grüßen!

2.

Erster Schuss der Spurs, doch Papa Weidenfeller hält den Ball fest wie ein von der Schaukel fallendes Kind. Hier die Zeitlupe.

4.

Falls es Sie interessiert: Hummels dribbelt jetzt gerade mit dem Skrotum.

6.

Durm mit einer Großchance. Da er noch nicht so lange Stürmer ist (verrückte Guardiola-Idee von Tuchel), entscheidet er sich gegen einen Schuss und für eine Grätsche. Hugo Lloris’ High Five lehnt er dann aber doch ab. Das kann also doch noch was werden.

9.

Fun Fact: Kevin Wimmer sieht aus, als hätte er nie Nein gesagt, wenn die Fleischereifachverkäuferin ihm noch eine Scheibe Mortadella über die Theke hinweg anbot.

11.

Dortmund am Drücker. Allerdings bislang unwesentlich effektiver, als hätte jemand das Kabel vom Gamepad aus der Playstation gezogen.

13.

Jetzt Großcance für Auba: Er nimmt eine Schmelzer-Flanke volley und drischt den Ball knapp drüber, ein Kopfball wäre wohl angebrachter gewesen. Aber dann wäre der Nachmittag beim Friseur umsonst gewesen bzw. der Ball geplatzt. Tor oder Style: Das Dilemma des modernen Athleten.

15.

Jetzt aber Tor von Auba! Einziger Haken: Abseits. Wie ich Kleingedrucktes hasse!

17.

Die Spurs wirken jetzt so konsterniert, als wollten sie aus der absolut irren Buchstabenkombination »Mkhitaryan«, die ihnen ständig vor den Augen herumflirrt, eine taktische Anweisung ihres Trainers herauslesen. 

19.

Der Bandenwerbung nach zu urteilen, stellt Adidas jetzt auch Klamotten für Elefanten im Kindergartenalter her.

20.

Mats Hummels mit der Anmut des Ausnahmepferdes Rembrandt. Nicole Uphoff weint vor Rührung.

22.

Tottenham sei, so Kommentator Marcus Lindemann, »eine renommierte Truppe, deren Erfolge allerdings schon 30, 40 Jahre her sind.« So gesehen, bin ich ein renommierter Dreiradfahrer. Das gibt mir ganz neues Selbstvertrauen. 

24.

Lindemann referiert jetzt die Kartenbilanz von Mauricio Pochettino (»Viermal Gelb-Rot«). Wenn er gleich noch Thomas Tuchels Kalorientabelle verliest, schalte ich um auf Nobby Dickel.

27.

Gündogan rennt mit einem Blatt Papier zu Tuchel: »Chef, ich hab ’ne Idee. Hier, guck mal!« Tuchel: »Ist das etwa ein Vorvertrag mit ManCity, auf dem du das aufgemalt hast?« Gündogan: »Ja, aber der gehört Auba.« Tuchel: »Dann ist ja gut.«

29.

Und genauso, wie Gündogan es aufgemalt hat, passiert es jetzt: Flanke, Kopfball, drin. Aubameyang! 1:0 für den BVB! Tuchel: »Kann ich den Vorvertrag noch mal sehen?« Gündogan: »Den habe ich aufgegessen.« Tuchel: »War der glutenfrei?«

31.

In der Jubeltraube: Michael Lusch, gut zu erkennen am neongelben Trikot.

33.

Spontane Krisensitzung der Spurs: Stehen auf der Wiese und diskutieren. Wie junge Festivalbesucher auf dem Rock am Ring, die nach dem Landregen merken, dass es wohl doch keine so gute Idee war, das Dachfenster vom Campingbus offen zu lassen.

36.

Weidenfeller und Hummels spielen Tiki Taka im eigenen Strafraum. »Supersuperriskant«, denkt Tuchel, mit spanischem Akzent. Jetzt ist aber langsam mal gut.

38.

Mats Hummels dringt in den Strafraum ein. Cathy Hummels erleidet einen Eifersuchtsanfall.

41.

Da tätowieren sie sich alle »Carpe diem« auf den Unterarm, und dann bringt nicht mal die nachfolgende Ecke was ein.

44.

Die ersten 45 Minuten sind bald vorbei, es steht 1:0 für den BVB, liebe Zuschauer, die sich jetzt erst hinzuschalten, weil »Unser Charly« vorbei ist und »Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands« noch lange nicht begonnen hat. Wir nennen das Fußball, und damit schlagen wir unsere Abende tot.

46.

Halbzeit. Kloppo fährt so lange mit einem neuen Geländewagen durch eine Fantasiestadt und telefoniert mit einer attraktiven Seriendarstellerin. Aber tun wir das nicht alle?

20:01 Uhr

Knifflige Frage an den Sky-Experten Patrick Owomoyela: Zählen null Auswärtstore eigentlich auch doppelt?

20:01 Uhr

»Sie kommen heraus! Sie kommen heraus!« (Albert Camus, »Die Pest«)

46.

Anstoß. Ausgeführt von Aubameyang per Seitfallzieher. Jetzt werden sie übermütig.

48.

Eine Frage, die mir bislang keine Datenbank beantworten konnte: Zu wie vielen Siegen des BVB hat eigentlich, über die Jahre gesehen, das Vorhandensein des Transparents mit der Aufschrift »MOERS« geführt?

50.

Wenn Tottenham sich zu einem Angriff aufmacht, muss ich an Frauen mittleren Alters im Frottee-Jogginganzug denken, die durch den Kurpark walken. Gute Besserung von dieser Stelle.

52.

Castro! Pfosten! (Abbildung ähnlich)

54.

Hummels dribbelt wie Zidane, stürzt aber wie eine Giraffe. Und Thomas Schneider, Co-Trainer der Nationalmannschaft, weiß jetzt gar nicht, ob er auf dem Evaluationsbogen das Kreuzchen bei »Toll« oder »Nicht so toll« machen soll.

57.

Spektakuläre Meldung am Rande: »Millionen-Erlös erwartet: Pelé versteigert Erinnerungsstücke!« Allein Rolf Eden soll eine LKW-Ladung Potenzmittel aufgekauft haben.

58.

MOERS drängt auf das 2:0.

60.

Schmelzer! Abgeblockt von Son. Oder wie sie ihn in Dortmund nennen: Son einer herzensguten Frau.

61.

Aber jetzt! Reus hämmert das Ding volley in den Giebel! Volles Risiko! Wie damals, als er ohne Führerschein fuhr! Dieser Lausebengel! Und jetzt grinst er wieder so verschmitzt! Man kann ihm nicht böse sein! Außer, man ist Polizist! Oder Tottenham-Spieler!

63.

Und Hugo Lloris guckt so angepisst wie Charlie Watts, wenn Keith Richards ihm in die Bassdrum gekotzt hat. 

66.

Die Vorlage kam übrigens von MOERS.

69.

Reus! 3:0 für den BVB. Aber gegen wen eigentlich? Ist es wirklich Tottenham? Oder doch nur durch den Kurpark walkende Damen mittleren Alters (ich berichtete)? Das Phlegma des Gegners ist erschreckend. Oder sie wollen den Brexit mit aller Macht erzwingen. Dann wiederum wäre es eine starke Vorstellung.

72.

Partylaune auf der BVB-Bank: Tuchel gönnt sich einen Schluck Wasser light.

75.

MOERS verlässt unter tosendem Applaus das Feld. Ins Spiel kommt BORSTI.

78.

Ist Alderweireld eigentlich der »junge Mann zum Mitreisen«, den Karussell-Betreiber immer suchen?

80.

Ich würde die eben gesehene Flanke von Castro nicht unbedingt als dumm bezeichnen. Aber wenn sie ein Mensch wäre, würde sie leere Kartons auspacken.

82.

Ramos kommt ins Spiel. Hummels hat nach ihm gerufen. 

85.

Bei aller Euphorie: Michael Lusch ist heute dann doch blass geblieben.

87.

Mats Hummels legt einen Angreifer flach. Und Cathy Fischer lässt die Schlösser auswechseln.

88.

Dortmund kontert, ohne dass Tottenham angreift. Sind das schon die Auswirkungen des Klimawandels?

90.

Drei Minuten noch. Geht Weidenfeller jetzt mit nach vorn?

91.

Der BVB könnte mit 30 Punkten Vorsprung die Premier League gewinnen. Zur Stunde prüfen Zorc und Watzke, ob der Verein eine englische Oma hat.

93.

Und Schluss. 3:0, bei dem ausnahmsweise mal Heimtore doppelt zählen sollten. So oder so wird sich der BVB die englische Meisterschaft nicht mehr nehmen lassen. Und der FSV Salmrohr könnte sogar noch in die Champions League einziehen. Bevor ich auch noch in die Premier League aufsteige, steige ich lieber aus und rufe: Gute Nacht, liebe Fans. Wo immer Sie sein mögen.

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