Borussia Dortmund
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Olympique Marseille

Dortmund-Marseille im Liveticker

Wie lange ist dieser Mann noch zu halten?

Zeijko Buvac ist der aktuell beste Champions-League-Trainer der Welt und aller Zeiten. Mitchell Langerak der aktuell beste Champions-League-Torhüter der Welt und aller Zeiten. Lothar Matthäus gradulierd. Der Dicker auch – wenn der Ticker ihn lässt.

22:38 Uhr

Ach, herrlich war's heute. Langerak ist immer noch Champions-League-Held, Buvac der beste Trainer der Welt, Dortmund die beste Mannschaft in Dortmund. Und wir? Wir matthäusen zum Abschied ein leises »Dschüss!«

90. +3

Matthäus hört nun gar nicht mehr auf. Begriffe wie »Spielfreude«, »Sieg«, »Spiel«, »Toll« oder »Atmosphäre« sprudeln aus seinem Mund. Hat er gerade mitbekommen, dass er pro Wort bezahlt wird?

90.

Olympique Marseille jetzt mit einem kleinen Erfolg: Drei Pässe in Folge kommen an. Jubel der mitgereisten Fans. Jubel auch hier. Zumindest bis Lothar wieder erzählen darf. Von seiner Zeit in Israel zum Beispiel, wo er sich als Trainer mal mit dem Schiedsrichter angelegt hat und deswegen auch auf die Tribüne musste. Was danach passierte? Keine Ahnung, aber seien Sie sicher: Wir bleiben dran!

89.

Eine Minute noch. Matthäus holt noch einmal alles raus. Fragt sich, wo Mkhitaryan herkommt. Ohne Telefonjoker sagt er: »Aus Armenien?« Ja, antwortet Wolff-Christoph Jauch. 100 Euro.

87.

3:0. Keine Verlängerung. Kein Elfmeterschießen. Ein wunderschöner Abend. Wir legen uns hin und träumen. Wären wir nicht wir, wir wären gerne Dortmund. Oder zumindest ein Straßenschild in Bottrop-Süd.

86.

Jordan Ayew jetzt im Spiel. Frisur »Modell Reifenbremsspur«. Dummerweise hat Marco Reus – Frisur »Modell Hockenheimring« – im selben Moment den Platz verlassen. Sie hätten Freunde werden können.

84.

Und jetzt! Olympique mit einem Move wie eine FDP-Wahlparty: In der Theorie traurig, in der Praxis noch trauriger.

82.

Marseille verliert wieder den Ball, weil Valbuena nicht aufpasst. Der Stürmer verfügt über die Aufmerksamkeitsspanne eines ADHS-Patienten, und das Ritalin im Stutzen hat er vergessen. Gegenstück dazu ist das Schweigen in der Sprecherkabine. Das Spiel hat gerade weder Hand noch Fuß.

81.

Ayew will die Welt erobern, scheitert aber schon am ersten Gegenspieler.

79.

Marseille haut mächtig auf die Pauke. Leider trägt die Pauke schwarz-gelb und heißt Marco Reus. Dafür gibt es dann Elfmeter. Lewandowski zimmert ins Netz. Ein französisches Requiem.

78.

»Was für eine Frechheit«, echauffiert sich Bock über einen Fehlpass von Marseille. So emotional habe ich den Kollegen noch nicht gesehen. Kann ich ihm natürlich trotzdem nicht durchgehen lassen, sperre Bock für zwei Einträge aus dem Tickerinnenraum aus. Wutverzerrt baut er sich vor meiner Tastatur auf, Begriffe, die nicht jugendfrei sind, fallen, dann trollt sich der Enragé. Und tickert aus dem Flur weiter. Ein echter Halbprofi.

76.

Sahin, dieser Steilpasszampano, teilt das Spielfeld wie einst Mose das Meer, durch die Gasse stürmt der BVB, verfolgt von den Franzosen, aber Lewandowski verpasst den Querpass. Die Gastgeber könnten hier, mit Verlaub, schon 3, 4, 5 zu 0 führen, aber sie vergeben zu viel oder sie haben Mitleid. Falsches Mitleid.

74.

Valbuena flirtet mit dem Tor. Verschießt. Beweis: Ein Flirt muss keine Herzen brechen. Sage ich meiner Freundin immer wieder.

73.

Bender hat neulich in einem Interview befunden, er wolle gerne studieren, jetzt schult er sich erstmal durch die Feldmitte, tanzt sein Gegenüber auf einem Senfkorn aus, sucht den Abschluss, Bachelor, Master, Magister, Diplom, vielleicht sogar Tor, egal, er braucht zu lange, im 20. Semester wird das Langzeittalent abgegrätscht. Alma Marter.

71.

Markus Merk hat einen Aufpasser für Jürgen Klopp gefordert, einen Mediator auf der Bank, dem Coach in Stresssituation beruhigend die Hand aufs Knie legend. Super Idee, finden wir. Unsere Vorschläge: Clubber Lang, Bud Spencer, Jean-Claude van Damme. Am besten alle zusammen.

70.

Allons enfants de la patrie, le jour d'ennui est arrivé!

69.

Haltet mich für verrückt, aber war das mit dem »D« und Lothar Matthäus immer so extrem? Jetzt spricht er von einem »dakdischen Wechsel«.

66.

Marco Reus wird immer mehr zu meinem Lieblingsstar. Tore, Flanken, Laufwege, Jubel – alles super. Überlege, mir seinen Körper auf meinen tätowieren zu lassen. Inklusive Frisur.

63.

Kevin Großkreutz sammelt auf der rechten Seite wieder Kilometer wie ich früher Briefmarken. Ups, jetzt ist es raus. Notiz an mich: Eintrag später löschen und Philatelisten-Outing zunächst im privaten Kreis.

61.

Die Zwei steht. Die Null auch. Eine halbe Stunde noch bis zum ersten Champions-League-Sieg unter Buvac. Wie lange kann der BVB den Mann noch halten?

58.

Durm kommt auf halblinks irgendwie an den Ball und steht plötzlich frei vor Mandanda. Will den Ball dann ins lange rechte Eck schieben, Schnappatmung bei Lothar und Wolff, Schnappatmung bei Herrmann und Bock, Schnappatmung bei Klopp und Buvac. Und Mandanda? Schnappatmet den Ball um den Pfosten.

56.

Kaum schreibt man es, da hechtet der Australier durch den Strafraum wie ein fliegendes Gnu. Faustet den Ball drei Kilometer weit nach vorne und beendet den Move mit einem unsichtbaren Flicflac. Moderne Kunst eben.

55.

Langerak, der bislang nichts zu tun hat, ist wie Moderne Kunst. Man blickt drauf und denkt: »Das kann ich auch!«

53.

Matthäus sagt: »Wichtig, dass der Ball drin ist.« Wir sagen: »Wichtig, dass Matthäus sich so gut im Fußball auskennt.«

52.

Jetzt Romao, der erst gut gut dribbelt, dann aber erinnert, dass ihm vor dem zweiten o die Silbe ri fehlt, der Ball verspringt. Freistoß Dortmund. 40 Meter, Bockus legt das Lineal an den Fernseher an. Und. Der. Ist. Drin. Reus! Bumm! Einfach! Was macht Mandanda? Was macht man dann da? Olympiques Keeper jedenfalls nichts Gutes, der Ball trudelt ins Netz, vielleicht war Hummels noch dran, 2:0. Und alle so wer?

51.

Die Franzosen scheinen sehr nette Menschen zu sein. Immer wieder spielen sie den Ball zu den Dortmundern. Jetzt Ayew auf Sahin. Wahre Nächstenliebe.

50.

Großkreutz probiert es alleine, im Strafraum, trudelt mit Ball hinter das Tor. Kevin allein ins Aus.

48.

Neuer, schlimmer Verdacht: Buvac ist nicht Klopps Gehirn, sondern Müller-Wohlfahrts Gesicht.

47.

Hand! Doch nicht? Doch. Nicht. Zehn Dortmunder reklamieren Ball am Arm von Fanni, elf Marseille winken ab und der Referee gibt - nichts. Funny.

46.

Und Anpfiff. Neue Halbzeit. Alter Schundfaktor. Alles bleibt anders.

21:47 Uhr

Der Auftritt der Marseiller erinnert mich an meine Arztpraxisvisite heute morgen. Zweieinhalb Stunden saß ich im Warteraum unter billiggerahmten Blumenwiesen und hinter einem Basttisch, der sich unter dem Gewicht eines BUNTE-Stapels bog, ein kleiner Junge popelte engagiert, eine alte Frau unterhielt sich mit ihrem Dackel, und mir ging plötzlich auf, dass ich ja gar nicht in die Endoskopie, sondern in die Radiologie soll. Ich war im falschen Stockwerk gelandet, wollte meinen Fehler korrigieren, ging eine Etage tiefer, aber die nette Rezeptionistin mit dem Überbiss sagte mir, sie nehme heute garantiert keine Patienten mehr an, dem Team stünde sowieso schon alles bis hier. Bei dem »garantiert« flog ihr ein wenig Spucke aus dem Mund, weil sie es sehr deutlich zu sagen versuchte, zu dem »bis hier« legte sie sich die Hand, horizontal gespreizt, an die Kehle und verdrehte auf interessante Art die Augen. Ich verließ die Gemeinschaftspraxis, dachte, schlimmer kann es jetzt ja nicht mehr werden, dachte daran, dass ich am Abend neben Kollege Bock tickern muss, dachte, dass es also immer noch schlimmer werden kann, und federte heim.

21:42 Uhr

Bock hat die Franzosen noch nicht abgeschrieben. Trompetet durch die Redaktion: »Die bringen jetzt Jean-Pierre Papin. Und Bernhard Lama. Und Andy Köpke. Und Rudi Völler. Und Ravanelli« Armer Narr. Ich gebe ihm einen handsignierten 1000er von Bernhard Tapie, damit er uns in der Vergangenheit einen Raider kauft. Zurück in die Zukunft.

21:44 Uhr

Warum sitzen gesperrte Fußballtrainer bei Champions-League-Spielen eigentlich immer hinter einer grauen Schleier, durch den man nur den Glimmstengel ihrer Zigarette sehen kann? Oder ist das gar kein Schleier sondern eine Schattenwand, die die Uefa günstig bei »Ricky« oder »Arabella« ersteigert hat? Überfragt: Der Ticker.

21:40 Uhr

Liveschalte zu Jürgen Klopp. Der Mann ist immer noch reuig, schmort auf der Tribüne, abgebissene Fingernägel. Aber sonst handzahm wie ein Panda. Glaubt ihr uns nicht? Hier die exklusiven Bilder...

21:38 Uhr

In Basel haben sich Greenpeace-Aktivisten vom Stadiondach abgeseilt und das Spiel unterbrochen. Wollten gegen Jens Keller demonstrieren. Glauben wir. Man sieht, was man sehen will. 

45.

Pause. Gieselmann weiterhin auf dem VIP-Balkon. Wir weiterhin auf dem Redaktionsboden, gebettet auf einem moosartigen Untergrund, der sich bei näherem Hinsehen als Wollmausfeld entpuppt. Wir wünschen eine softe Halbzeitpause.

43.

2:0! Fast jedenfalls. Gäbe es die Abseitsregel nicht. Die für mich überflüssig ist wie die Handspielregel. Und die Elfmeterschießenregel. Und die Einwurfregel. Wann wird dieser ganze Quatsch endlich abgeschafft, Fred Blatter? Wann handeln Sie endlich, Fred Blatter? Was machen Sie gerade, Fred Blatter? Lesen Sie hier bitte nicht weiter, Fred Blatter! Wie bitte? Sie heißen gar nicht Fred? Ach, egal.

41.

OM bislang außerordentlich ideenlos. Zwei-Meter-Pässe landen beim Gegner und Sprints auf dem Hosenboden. Spielt da der HSV? Ach, nee, der schläft ja gerade seinen Riesenschlaf.

39.

»Er ist körperlich immer in Dopform«, matthäust Matthäus. Dann: Stille. Matthäusartige Stille. Nur das »D« klingt nach wie das einer Stimmgabel. Gespenstisch.

35.

Kevin Großkreutz spielt einen soliden Schuh. Wenn jetzt der Ball noch mitmachen würde, hätten wir einen ziemlich formidablen Champions-League-Spieler.

34.

Lothar Matthäus mischt sich jetzt immer häufiger ein, will ständig analysieren und bewerten. Hat der etwa auch mal Fußball gespielt?

31.

Eben gerade erst festgestellt, dass Kollege Gieselmann heute in Dortmund ist. »Um an einer Führung zu einer Insektenfarm in Brackel teilzunehmen«, sagte er, als er gestern in Richtung Berlin-Hauptbahnhof verschwand. Nun sieht man ihn im TV, wie er mit einer Zigarre auf dem VIP-Balkon steht, ein paar Schokoriegel (Zartbitter) isst und sich selbst grüßt. Wir grüßen mit. Ein bisschen.

29.

Zeljko Buvac kann übrigens auch deshalb nicht der »fleischgewordene Fussballverstand« sein, weil diese Rolle schon durch Rainer Calmund ausgefüllt ist.

27.

Aus dem Club Breton kommentieren Wolff Fuß und Lothar Matthäus diesen Königsmord unter den Spielen. Sie sagen Sätze wie »Das ist keine Treterband« und »Das würde, äh, äh, äh, dem Stil schaden«. Und wir ertappen uns bei wütenden Marcel-Reif-Sprechchören. Eine Hymne auf die graue Eminenz. La Marcelaise.

25.

Unser Zeljko-Buvac-Gedächtnistick: __________________________________________!

24.

Dortmund weicht nicht zurück. Geht ja auch gar nicht. Nach der Auftaktniederlage in Neapel steht der BVB mit dem Rücken zur Wand.

23.

Mit Joey Barton hat Marseille auch die richtige Einstellung abgegeben. Immerhin war der nimmermüde Schnauzbarträger stets für einen Weckruf gut.

21.

Sexy Solo von Reus. Aber weil es noch nicht nach 22 Uhr ist, zensiert sich der Mittelfeldgeck selbst. Gott verhüte!

19.

Kinder, Kinder, was für ein Tempo. Marseille im direkten Gegenzug mit Valbuena, aber Langerak kratzt den Ball von der Linie. Ich würde die Chance gerne noch anschaulicher illustrieren, muss aber erstmal den hyperventilierenden Kollegen Bock beatmen. Wir tickern schon lange nicht mehr aus der Redaktion in Berlin-Friedrichshain, sondern aus dem Sauerstoffzelt am Mont Ventoux.

18.

Let's get it started! OM mit Freistoß, der BVB fängt den Ball ab und warpt sich über den Rasen. Plötzlich ist Sahin frei, ist Durm frei, ist Lewandowski frei. Und der Pole bekommt den Ball, stellt sich vor, dass auf der Linie nur noch die Dortmunder Bosse verteidigen, dass sie da alle stehen, die Watzkes und Zorcs und Rauballs, die ihm den Wechsel verweigert haben, und dann schießt er sie mit ins Netz. 1:0. Kopfkino Champions-League.

16.

Lothar Matthäus wird informiert, dass er heute co-kommentieren darf, weil er dank Boris Becker aktuell nur der zweitunangenehmste Mensch der Republik ist. Er grinst und sagt: »I had a little bit lucky.«

14.

Dortmund ohne Schmelzer.  Heute also im Angebot: Everything but the girl. 

13.

Plötzlich, aus dem Nichts, ein Ton, der wie ein ewiges »D-Dur« klingt. Das kann nur Co-Kommendador Loddar Maddhäus sein. Es ist aber nur ein alter Smasher von Dr. Alban, der aus dem Nachbarhaus erklingt.

11.

Nach ein paar Halbchancen zu Beginn der Partie jetzt ein wenig Mittelfeldgeplänkel. Zeit genug, unsere Leser mal ein bisschen über den Gegner zu informieren. Also: Olympique Marseille wurde 1899 in Marseille gegründet. Ende der Schulung.

9.

»Wir coachen emotional«, sagt Wolff Fuss bzw. sagt Jürgen Klopp. »Wir kommentieren? Ach, egal«, denkt Lothar Matthäus, der seit circa fünf Minuten sein Mittagsschläfchen nachholt.

7.

Durm, ein Stürmer aus der zweiten Mannschaft, der heute Linksverteidiger spielt, versucht einen Gegenspieler abzugrätschen. Gelingt mittelmäßig gut, auch weil er statt dem Fuß mit dem Oberkörper grätscht. Sieht allerdings schick aus. Zumindest für Leute, die mit der Nase Tischtennis spielen.

5.

Irgendeine Chance für Dortmund. Irgendwie nicht aufgepasst, sondern gedanklich bei irgendwelchen Artisten aus Nordparis. Schrecklicher Fußball bzw. schrecklicher Zirkus.

3.

Wolff Fuss kann alles. Auch Französisch. Er spricht den Namen des Olympique-Trainers aus wie den einer 50 Kilogramm leichten Seiltänzerin aus Paris: »Elieee Beau«. Allein wir sehen dazu das Fernsehbild eines wild gewordenen Feldmarschalls an der Linie. Wir bleiben bei Elli Bop!

2.

Doch schon in der 2. Minute der erste Torschuss. Marco Reus zimmert einfach mal drauf. Lothar Matthäus analysiert irgendwas ins Mikrofon. Vermutlich sein bisheriges Leben. Vielleicht auch seine Zukunft als Twitter-Star. Herrmann stellt den Fernseher auf »Mono«.

1.

Anstoß Olympique. Es kann nur besser werden für Zeljko Buvac.

20:44 Uhr

Jetzt die Champions-League-Hymne. Kollege Herrmann fegt mit Body-Rock-Moves über den Redaktionsflur und macht danach etwas, das an eine Giraffe im Roboterkostüm erinnert. Bitte, schnell, anpfeifen, jetzt!

20:40 Uhr

Klopp hat gesagt, Buvac sei fleischgewordener Fußballsachverstand. Hat mich, ehrlich gesagt, überrascht. Würde Fußballsachverstand wirklich Fleisch werden, ich stellte ihn mir vor wie eine Mischung aus der Mettfrau von Domian und der Wunde von Ewald Lienen anno 1981/82. Aber nicht wie Buvac. Wirklich nicht. Bin ich zu fantasielos? Das kann ich mir nicht vorstellen. Dazu fehlt mir die Fantasie.

20:39 Uhr

Kurz vor dem Anpfiff flattert noch die eine nette Leser-Mail in unser Postfach. Sie endet mit den Worten: »ich plane bereits eurer verhurten redaktion einen freundlichen besuch abzustatten. mit besten gruessen«. Hoffentlich bringt er Kuchen mit. Verhurten Kirchkuchen!

20:37 Uhr

Wir haben intensiv zu Zeljko Buvac recherchiert. Nichts. Alle Archive verwaist, alle Videokanäle leer. Tonaufnahmen gibt es nicht. Gott sei Dank ist unser namenloser Gast mit Kontakten in die Schattenwelt zu Besuch, er reicht raunend einen Zettel in die Tickerbastille: Zeljko Buvac (46) spielte in seiner Heimat für FK Banja Luka. 1991 wechselte der Mittelfeldspieler zum Zweitligisten Rot-Weiß Erfurt (1991/92), danach zum FSV Mainz 05 (1992-1995). Er bestritt 112 Zweitligaspiele (20 Tore), ging in die Regionalliga zum SC Neukirchen, beendete dort 1998 seine aktive Karriere und wurde Cheftrainer. 2001 holte ihn sein ehemaliger Mitspieler Jürgen Klopp, damals Trainer bei Mainz 05 ist, als Co-Trainer. Seid ihr informiert, Fans? Serviceoase Liveticker.

20:35 Uhr

Was ich ganz toll finde: Teaser, die erst Argumente für eine Position sammeln, sie dann aber völlig entkräften. Gesehen bei den Kollegen vom Kicker: »Mit zwei Siegen aus der vergangenen Woche im Rücken (…) reist Marseille zum Champions-League-Gastspiel in Dortmund an. Dennoch herrscht keine Spur von Euphorie beim Vizemeister.« Ist uns aus der Seele gesprochen. Denn nach zuletzt starker Berichterstattung stürzten sich Bock und Herrmann auf das Dienstagstopspiel der Königsklasse. Dennoch herrscht keine Spur von Euphorie beim Ticker.

20:34 Uhr

»Bitte keine Namenswitze«, ermahnt Kollege Moritz Herrmann. Frechheit! Ich nenne ihn heute Abend nur noch Franco Foda.

20:21 Uhr

Einige Leser beschweren sich immer wieder, dass wir bei all den Champions-League-Spielen den Blick für die kleineren Klubs verlieren. Zu Recht! Deswegen haben wir uns eben mal informiert, wie es Ciprian Marica bei Getafe geht. Und siehe da: Es geht ihm gut!

20:14 Uhr

Schon geht's bei Sky los mit den Highlights aus Austria Wien gegen Zenit St. Petersburg. Ein Spiel, das wir uns so gerne in voller Länge angeguckt hätten, wie wir eine Partie Beachvolleyball am nicht vorhandenen Strand in Mordwinien spielen würden.

20:07 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zur ersten Französisch-Stunde seit 1991. Lektion 1: »Der Kassettenrekorder funktioniert nicht!« – »Le Magnetophone ne marche pas!« Ende der Stunde. Anfang des Champions-League-Abends. Herzlich willkommen!

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