Borussia Dortmund
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Ajax Amsterdam

Dortmund-Ajax im 11FREUNDE-Liveticker

Gras gefressen

90 Minuten Maloche gegen Ajax haben sich gelohnt, Robert Lewandowsi holt die Lohntüte für den BVB ab. 1:0 gewinnt der Deutsche Meister gegen Ajax Amsterdam, der Ticker knüppelte kräftig mit.

Abpfiff

Aus und vorbei in Dortmund. Das war er, der Arbeitssieg gegen den Underdog aus Amsterdam, der zumindest eine Halbzeit lang so bissig spielte wie ein zornige Bulldogge. Dann kam Dortmund, dann kam Hummels, Hummels verschoss, dann kam Lewandowski und der machte ihn rein. Tor, 1:0, drei Punkte, puh. So einfach kann Fußball sein. Wir lösen jetzt als Gegenmaßnahme noch paar sauschwierige Kreuzworträtsel und wünschen euch noch einen schönen Abend!

90.

Dortmund drängt sogar auf das zweite Tor. Will sich in der Todes-, Hammer-, Mannometer-, Slayer-Gruppe absetzen. Reign in yellow!

88.

Und so kann es gehen: Dortmund ist auf einmal Tabellenführer. In der Todes-, Hammer-, Mannometer-, Slayer-Gruppe. Wären wir Spieler von Borussia Dortmund, wir würden uns morgen »Reign in Yellow« auf die Stirn tätowieren lassen. Dann könnten wir auch endlich die andere Tätowierung (Stirngeweih, Jugendsünde 1998) übertätowieren.

86.

TOR! Lange nicht gesehen: Die in Hobbyligen sehr beliebte Kopfball-Bananenflanke. Sie findet Robert Lewandowski, der sich gegen zwei Gegenspieler behauptet und dann aus fünf Metern den Ball ins Tor zimmert. Applaus. Vor allem für die auch hier oft kopierte Kopfball-Bananenflanke.

83.

Nun tatsächlich: Schyba steht bereit. Wird allerdings als Schieber angekündigt. Scheint tatsächlich nur eine Wappen-Lizenz-Geschichte zu sein. Für alle, die es interessiert, so sieht das Wappen des BVB aus. Ach nee, sorry, so.

79.

Seltsam auch die Wappen der Teams, die Sky oben rechts neben die Namen der Mannschaften gestellt hat. Da sehen wir eine Gelbe Karte (Dortmund) und eine Rote Karte (Ajax). Erinnert irgendwie an Grabbeltisch-Fußball-Computerspiele, bei denen die Programmierer keine Lizenzen für die Spielernamen bekommen haben. Wie auch immer: Wir warten auf die Einwechslung von Calvin Großschneutz und Julia Schyba.

78

Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrr rrrrr rrrrrrrrrrvrrrrr rrrrr rrrrrrrrrr rrrrr - oh, pardon, eingeschlafen, Marcel Schmelzer wollte eine Ecke ausführen. Betonung auf »wollte«.

76.

Noch 14 Minuten. Oder wie es im Reportersprech heißt: »Knappe Viertelstunde noch.« Ajax mittlerweile mit elf Mann in der eigenen Hälfte. Dortmund mit zehn Mann in der Ajax-Hälfte. Ungleichgewicht. Schwierig.

73.

Marcel Reif möchte nicht »drumrum reden«: »Die Borussia braucht den Sieg.« Kollege Raack möchte ebenfalls nicht »drumrum reden«: »Ich brauche Schnaps.« Reden wir nicht drumrum, auf beides stehen die Chancen: schlecht.

72.

Warum trägt Jürgen Klopp eigentlich einen Dreiteiler und seine Mannschaft Trikots, auf denen die Rückennummern aussehen, als hätte man sie mit Panzerband aufgeklebt? Oder ist das eine optische Täuschung? Und wenn ja, ist dann auch der Dreiteiler nur aufgemalt?

70.

Ryan Babel pisst zwei Dortmunder aus. An der Mittellinie. Reif krönt ihn kurzerhand zum Fußballer der Jahrtausends (»Macht ein GANZ großes Spiel!«). So schnell geht das. Bock hat übrigens gerade über einen meiner Gags gelacht. An der Mittellinie. Wo ist mein verdammter Pulitzer-Preis?

68.

Ajax wirkt ein bisschen wie diese crazy Käfigkicker aus deutschen Großstädten. Wirken stets lässig, können alles am Ball, aber wenn man mal beschwingt dazwischen haut, gehen sie ein wie Mamas Primeln im Sommerurlaub. Bloß: der BVB haut nicht dazwischen, braucht er auch nicht. Was er braucht, ihr ahnt es, ist die verdammt Bude!

66.

Warten auf die Hütte. Wenn dieses Spiel hier 0:0 endet, springen wir aus dem Fenster, beißen im Flug in unsere Tischkante und raufen uns kurz vor Aufprall die Haare. Und wer will das schon? Suizidgefährdete, zahn- und haarlose 11FREUNDE-Mitarbeiter? Niemand! Oder?

63.

Und täglich grüßt der Dampfangriff: Beinahe halbsekündlich tauchen die Dortmunder jetzt vor dem Tor der anderen auf (wie hießen die noch mal?). Leider meistens so harmlos wie kleine Flauschehasen kurz nach der Geburt. Süß!, könnte man meinen. Die Bude muss mal fallen, scheiß auf Flauschehasen!, kreischen entsetzt wir.

60.

Dortmund MUSS jetzt ein Tor machen. Sonst droht der selbe Kack wie vor einem Jahr. Schwupsidiwups ist die Gruppenphase vorbei und wir gucken gemeinsam mit schwarz und gelb blöde aus der Wäsche. Ajax jetzt so weit hinten drin wie Pornostars am Anschlag. Dortmund muss kommen!

56.

Wuselduselschattentanz-Dribbling von Götze, rein in den Ajax-Strafraum – Elfmeter. Naja, kann man geben, muss man nicht, ist ja auch egal. Hummels....gehalten. GEHALTEN! Vom Schützen aus rechts unten, ungefähr so schnell wie Großvater auf Pillen. Natürlich gehalten. Hummels schießt einen Elfmeter, für den sich man sich fast schämen müsste. Machen wir aber nicht, wir putzen lieber unsere schon auf Siegesgeifer eingestellten Mundwinkel ab und machen weiter!

55.

Herrlich, diese Netzer/Beckenbauer/Overath/Grabowski-Gedächtnispässe von Subotic und Hummels. Selbst wenn sie mal keinen Abnehmer finden – herrlich. Langholz, nennen das Ignoranten, »Schmackofatz!« rufen wir.

52.

King-Kong-und-Godzilla-Chance für Marco Reus, rennt alleine aufs Ajax-Tor zu, will lässig tunneln, scheitert ziemlich uncool. Aber: beim BVB scheint sich gerade »eine Verknotung« gelöst zu haben, wie es Freund Reif knotig beschreibt. Wollten wir auch gerade sagen, aber uns fehlen einfach die Mittel.

50.

Und schon die Praxis: Robert Lewandowski lässt die halbe Ajax-Manschaft ziemlich blöd dastehen (»vogelwild«). Relativ frei schießt er dann den Ball drei Meter über das Tor (»Vogelwild«).

48.

Marcel Reif hat ein neues Wort entdeckt. Er benutzt es prompt als Adjektiv und Substantiv. Es heißt »Vogelwild.« Bzw.: »vogelwild«. Üben Sie einfach mal ein paar Sätze mit diesem Wort. Macht Spaß.

48.

Nachtrag: Ein Nickelback-Song ging noch nie gut los.

46.

Alles beim Alten: Anstoß, Angriff, Anrennen. Marcel Reif ist optimistisch: »Es geht gut los.« Nur: Wie oft ging es schon gut los. Selbst ein Nickelback-Song ging schon mal gut los.

21:40 Uhr

»Dem Spiel fehlt ein Tor«, sagte einmal ein schlauer Mann. Raten Sie mit: Wer hat das gesagt? A. Alf, G. Gustav Gans, Z. Zini. Oder war es doch M. Marcel Reif? Wenn Sie die Lösung wissen, verraten Sie sie uns nicht.

21:37 Uhr

Wir beantworten zwischenzeitlich die Sky-Quizfrage: »Wann gewann ein deutsches Team zum letzten Mal die Champions League: 1997 oder 2001?« Die Lösung findet ihr hier.

21:32 Uhr

Im Sky-Studio servieren Hostessen in grünen 50er-Jahre-Kleidern Sekt und Gebäck. Sieht ein bisschen so aus wie bei »Madmen«. Im 11FREUNDE-Studio servieren Pizzaboten Pizza. Royal trifft Tristesse. Wenn wir nicht hier wären, wären wir gerne da.

Halbzeit

Pause. 0:0. Die besseren Chancen hatte? Ajax Amsterdam. Mehr Ballbesitz hat? Ajax Amsterdam. Die dicksten Eier des Abends hat? Bislang Roman Weidenfeller. Der Dortmunder Torwart-Althauer hat seiner Mannschaft, nennen wir das Kind doch beim Namen, den Arsch gerettet. Das Duo Götze und Reus? Wirkt verkrämpft wie ein Tagteam mit Brechdurchfall. Schalke? Führt mit 1:0. Der Abend kann – aus Dortmunder Sicht – nur noch besser werden.

44.

Armer fantasieloser Reus. Er nimmt zwar nicht immer den Stein, hat dafür aber den Holzfuß im Gepäck. Jeder zweite Pass prallt an ihm ab wie ein Gummiball an der Betonwand. Da erinnern wir uns an das Zitat eines Verantwortlichen von Energie Cottbus: »Meine Spieler lassen den Ball bei der Annahme so weit abprallen, so weit kann ich nicht mal schießen.«

41.

Nur gut, dass wir Marcel Reif haben, den großen alten Mann der Wendehalsologie: Eben war der BVB noch kurz vorm Abkacken, jetzt erkennt der Mann von Sky eine gewisse Cleverness beim zurückhaltenden Gastgeber: »Die spielen jett nicht mehr auf Teufel komm raus.« Galant, elegant, zeitlos. Und deshalb ist der Marcel auch so viel berühmter und reicher und schöner und besser als wir. Wir ziehen die Hut, gerade gefaltet aus alten Pizzakartons.

38.

Dortmund? Ist geschockt wie ein kleines Kind, dem man eben erzählt hat, dass der Weihnachtsmann eigentlich Großonkel Günter mit falschem Bart ist. Und Ajax? Spielt längst so selbstbewusst wie ein Rentier auf Steroiden. Das Spiel (gut, dass wir unser Phrasenschwein gestern geschlachtet haben) hat sich gedreht.

35.

Tumulte, fast Randale vor dem Dortmunder Tor. Weidenfeller klärt drei Meter vor dem Strafraum per Spontan-Grätsche, irrt dann wie ein griechischer Held der Nautik durch die Gegend, aber Ajax bekommt den Ball noch nicht einmal aufs Tor. PS: Weidenfeller ist inzwischen wieder in seinem Tor, der Arme. Wirkte kurzzeitig so panisch wie ein Goldfisch ohne Wasser.

34.

Jetzt schwant auch Reif böses: »Da schaltet Ajax besser um.« Welcher Sprecher hat eigentlich mit dieser blöden Floskel angefangen? Irgendein Motorsport-Heini? Und wenn wir mal überlegen: Mittelfeld-Motor, stotteriger Start, der Auto-Scheiß ist überall!

30.

Uns dünkt ein wenig, hüstel, dass den Dortmundern das gleiche Schicksal wie in der Vorsaison droht: Spielen ganz gut, sind auch besser und am Ende schießt doch der Gegner das Tor. Jetzt versucht es mal Marcel Schmelzer nach Puderzucker-Pass von Marco Reus, doch Schmelzer ist so torgefährlich wie vergammeltes Obst genießbar. Ajax-Keeper Veermer pariert. Bäh.

25.

2008 hat Christian Poulsen Schalke verlassen, danach hat er für Sevilla, Liverpool und den FC Evian gespielt. Seine Wut auf den BVB ist allerdings ungebrochen. Der gute Mann rennt seit Minuten in gebückter Haltung in gelb-schwarze Körper hinein. Das sieht ein wenig so aus, als fahre ein Teilnehmer von »Takeshi's Castle« mit einem Moped gegen eine Wand. Nicht effektiv, nicht ästhetisch, aber irgendwie nett anzuschauen.

22.

Subotic versucht es mit einer sehr hohen Flanke auf Göte. Der sehr kleine Götze springt tatsächlich hoch. Erinnert ein bisschen an die Liäson Ailton/Deutsch. Eine Sache, die schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt ist.

19.

Lewandowski arbeitet nach hinten. Das sieht nicht elegant aus. Das sieht nicht filigran aus. Das sieht aus wie der KSV Baunatal. Und trotzdem ist es effektiv. Absurd. Irgendwie.

17.

Dortmund berennt das Tor von Ajax. Doch immer und überall Fußspitzen. Diese verdammten Fußspitzen. Die Waffen des kleinen Mannes.

14.

Wuir jubeln gerne über Tore oder Pässe. Manchmal auch über Torwartparaden oder Dribblings. Doch jetzt ist es Zeit über eine Annahme zu jubeln: Mario Götze lässt eine Flanke von Ilkay Gündogan so erotisch vom Fuß tropfen, dass wir kurz vergessen wie wir heißen. Meine Güte. Uns ist warm.

11.

Jürgen Klopp heute sogar mit Dreiteiler. Wenn er jetzt noch ein Monokel im Auge klemmen hätte, könnte man das schon als Affront gegen Huub Stevens (Schalke) verstehen. Der nämlich steht in Athen wie immer im Trainingsanzug. Stevens redete sich so raus: »Mir hat niemand gesagt, dass ich Anzug tragen muss«. Die Türsteher haben ihn trotzdem reingelassen.

9.

Marcel Reif versuchte eben noch Worte für die Gruppe des BVB zu finden: Todesgruppe, Hammergruppe, so was halt. Nun, wir wissen es auch nicht. Wir wissen nur: Die Gruppe, in der ausschließlich Landesmeister spielen, ist wirklich hart. Richtig, richtig hart. Das merkt man schon nach neun Minuten. Nennen wir sie doch einfach »Slayer-Gruppe« – und die Bayern-Gruppe »Nickelback-Gruppe«.

6.

Immer wieder ein Spaß vor alle Freunde der vorpupertären Spaßmacherei, wenn Blind an den Ball kommt und Reif »Blind!« in die Mikrophone brummt. Moe Syzslak würde den Namen bestimmt in seiner Bar ausrufen und Ajax anschließend wüste Prügel androhen.

4.

Das Speil ist erst ein paar hundert Sekunden alt, der BVB steht trotzdem schon dem Gegner am eigenen Strafraum auf dem Fuß. Wie nennt man das, wenn »Pressing« den Zustand nicht mehr ausreichend beschreibt? »Geburtskanaling«?

1.

Das Spiel hat begonnen. Und Dortmund? Wirbelt gleich mal munter drauf los wie Hurricane Hannelore. Der BVB in gestreiften Trikots, die laut Marcel Reif (Grüße von hier!) aus Nostalgiegründen getragen werden, uns trotzdem an den dicken Willi von Biene Maja erinnern. By the way: Schöne Flanke von Kuba, leider zu hoch. Wäre selbst Flip nicht dran gekommen.

20.43 Uhr

Sonst noch wichtige Infos vorm Anpfiff? Ach ja: In der Abwehr von Ajax steht ein gewisser D. Blind. Daley Blind, Jahrgang 1990, Sohnemann von Danny, wir erinnern uns, jenem Minipli-Verteidiger der goldenen neunziger Ajax-Jahre unter einem gewissen Louis van Gaal. Haben vorhin sogar noch ein Video vom Patrick-Kluivert-Nachwuchs gesehen, der hat die halbe D1-Jugend ausgepisst. Wann gibt der Bergkamp-Nachwuchs sein Debüt?

20.39 Uhr

So, wir sind wieder trocken. Dank unseres Tickergastes, diesem dauerfröhlichen Toilettenbär, bekannt aus Funk und Fernsehen. Kann man sich ja mal zur Abwechslung mit Fußball befassen, man warf uns hier ja schon »mangelnden Fußballsachverstand« vor, so ja nicht, liebe Freunde. Also: Reus UND Götze aber NICHT Gullit spielen. Das macht uns schon wieder feuchte Ohren, schließlich erwarten wir bei diesem Mittelfeldduo nicht weniger Heldentaten als von Batman und Robin, Bud Spencer und Terence Hill oder Alf und Brian Tanner. Die w-w-wollen hoffentlich auch heute.

20.35 Uhr

Wir stänkern ja oft gegen die Obermaxe von Sky, aber heute sind mal (ganz kurz) still: Für die Vorberichterstattung haben die Super-Hirsche Raphael Honigstein, Franz Beckenbauer UND Ruud Gullit gewonnen. Während der Kaiser gewohnt Jagutichsachmarlt, lauscht der inzwischen dreadlockfreie Gullit dem »You´ll never walk alone« der Dortunder Südtribüne. Lauscht, lächelt und sagt dann: »Wenn man Liverpool gewohnt ist, ist das jetzt nicht so ungewöhnlich.« Sorgen hat der Mann, die wollen wir auch. Bock hat feuchte Augen, ich einen feuchten Schritt. Lechz und nochmal lechz.

20:33 Uhr

Übrigens: Kollege Ulrich tickert heute Abend nicht. Ihm ist heute Mittag eingefallen, dass er Schalke-Fan ist.

20.30 Uhr

Halbneun. Schämpiänslig! Dortmund gegen Ajax Amsterdam. Das klingt nach großem Kino und wir sind mit dabei. Quasi als eure privaten Drehbuchschreiber. Es saugen an viel zu langen Zigaretten: Andreas Bock und Alex Raack. Lo-hos gehts!

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