Deutschland
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Portugal

Deutschland-Portugal im 11FREUNDE-Liveticker

Der Jesus der Grätsche

Danke, Gina-Lisa! Unfassbar, wie die deutsche Schattenbundestrainerin Jerome Boateng zu Höchstleistungen angetrieben hat. Statt in Schönheit zu sterben, erstand Deutschland in Hässlichkeit wieder auf. 1:0 gegen Portugal. Minimalismus wie früher! Minimal begeistert: der Ticker!

15:34 Uhr

Wir haben Angst. Nicht mal vor einer Niederlage. Einfach so, als Lebensgefühl. Da tut es gut, so gut, dass Snoop Dogg vorbeikommt. Total stoned, absolut angstfrei, im DFB-Trikot, rappt er: »Germany fo' shizzle Europameistertizzle!« Danke, Snoop. Angst haben wir immer noch, aber wir spüren sie nicht mehr.  

 

15:49 Uhr

Mit dem Kosenamen »Schloch« für Cristiano Ronaldo kann offenbar nicht jeder leben. »Warum immer diese Beleidigungen? Habt ihr das nötig?«, fragt User »Otto74«. Was wiederum eine Beleidigung ist, denn was sollen wir dazu sagen? Außer: Ja. Deshalb machen wir es doch. Weitere Fragen? Das ist nicht der Fall. Dann ist die Pressekonferenz hiermit beendet.

16:17 Uhr

»Miro!«, fleht bild.de. »Schenk uns deinen Torsalto!« Hm. Wenn Miro seinen Salto verschenkt, ist dieser, genau genommen, nur noch ein Salto, aber ohne Miro drum herum, also unsichtbar. Also nichts. Dann können die Kollegen von bild.de ja auch gleich die Tüte Luft nehmen, die wir schon so lange für sie bereithalten. Gern geschehen.

16:18 Uhr

Und was hätte Donald Duck zu Cristiano Ronaldo gesagt? Wohl das: »Leb wohl, leb wohl – du bist mir zu frivol!« Womit auch die Frage beantwortet wäre, wer heute auf Deutschlands rechter Abwehrseite spielen sollte.

16:28 Uhr

Womit wir beim Thema wären: Unsere User flehen uns an, endlich die Aufstellung zu leaken, die uns selbstverständlich bereits seit Tagen vorliegt. So wollen sie spielen:

Die Null, die stehen muss – Donald Duck, Doppellibero Rummelsnuff, »Die Linke« – zwei rote Ampeln – »Messi! Messi! Messi" (Zitat Marcel Reif) – ...und vorne hilft: der liebe Gott

17:19 Uhr

»Europa wartet auf den Hilferuf«, titelt spiegel.de. Nichts leichter als das: 

HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIILFE!

So, Europa. Dann rette uns mal schön.

17:23 Uhr

Was plant CR9 wirklich? Hier unser Scouting-Video, das wir natürlich Joachim Löw längst zugespielt haben. Löw dazu: »Högschdinteressant!« Pling!

17:29 Uhr

Laut der portugiesischen Fußballzeitung »A Bola« sagt Nationaltrainer Paulo Bento: »Iremos avaliar aquela que é a sua condição. Tem uma lesão num sítio onde já esteve lesionado anteriormente. Veremos como está hoje no treino, esperaremos por amanhã e depois decidiremos. Se não podermos jogar com Nani, vai jogar outro jogador e não vamos abdicar da nossa forma de jogar.« Das heißt, zumindest laut unseres vom Galao mit Schuss so besoffenen Erasmus-Praktikanten aus Faro, ungefähr Folgendes: »Wir bewerten wird, was ihre Bedingung ist. Haben Sie eine Verletzung an einem Ort, wo es früher verletzt wurde. Wir werden sehen, wie es heute in der Ausbildung ist, wir werden für morgen und übermorgen wir beschließen warten.« Was es bedeuten soll? Wir beschließen warten.

18:24 Uhr

Nachdenkliches um 18:24 Uhr. »Nur wer schön spielt, holt den Titel«, sagte Jogi Löw im Interview mit 11FREUNDE. Ist das nicht das Gleiche wie: »Wer ficken will, muss freundlich sein«? Und ist Löw damit näher dran an den Schland-Fans, die zur Stunde durch Lemberg marodieren, als er selbst jemals gedacht, geschweige denn gewollt hätte? Nachdenkliches, allzu Nachdenkliches um mittlerweile 18:26 Uhr.

18:33 Uhr

Vorm DFB-Pokalfinale spielten früher ja immer irgendwelche Damen-Phantasiemannschaften. FC Liebestöter Duisburg gegen SV Beckenboden Potsdam. Schlimm genug. Die Zeit bis zum Anpfiff der Partie Deutschland-Portugal schlagen heute jedoch, wie ich in der ARD sehe, eine Auswahl der ukrainischen Müllabfuhr und elf eicheltätowierte Surflehrer tot. Aber ich will mich nicht aufregen. Man muss schließlich freundlich sein, wenn man... Aber will ich überhaupt?  

18:38 Uhr

Todesgruppe, Todesgruppe! Ich kann es nicht mehr hören. Hier kommen immerhin zwei weiter, 50 Prozent! »Die ultimative Statistik«, sagte Shaw, »ist der Tod: Einer von einem stirbt.« Todesgruppe Leben also. Da helfen nicht mal Stahlhelme, Hansi.

20:15 Uhr

Bundespräsident Jogi Gauck steht auf irgendeiner arty-farty Ausstellung rum und beobachtet ein gemaltes Flugzeug. Ob es wegfliegen wird? Das Ganz sieht aus wie Philipp Lahm, der auf dem arty-farty Platz rumsteht und CR9 beobachtet. Ob er wegfliegen wird?

20:19 Uhr

Gomez statt Klose. Hummels statt Mertesacker. Freiheit statt Angst. Welche Entscheidung ist echt, liebe Fans?

20:26 Uhr

Beckmann und Scholl: Das ist wie Nachhilfe bei unbeliebten Strebern. In Alt-Griechisch. Sie sondern ihr Wissen ab, fühlen sich einmal im Leben überlegen, man riecht ihre alten Cordhosen, ihren Atem, aus säuerndem Graubrot und Magengeschwür, wenn sie sich zu einem beugen, man hasst sie – und trotzdem: Man kann nicht einfach gehen, weil man sonst sitzenbleibt. Beziehungsweise nicht Fußball gucken kann. Aber später, an der Bushaltestelle, am letzten Tag vor den Sommerferien, kriegen sie auf die Fresse. Als Dank. 

20:30 Uhr

»Warum ist dieser Ronaldo so ein außergewöhnlicher Spieler?«, fragt und schwärmt, ja: schwärgt Beckmann. Wir wissen es: Er sieht aus wie ein Penis! Aber wie sieht dann sein Penis aus? Wie Cristiano Ronaldo? Dann wäre, zumindest unten rum, wiederum alles normal.

20:35 Uhr

Guten Abend, liebe Fans, hier Jonas. Ich habe, man kann es nicht anders sagen, ein mieses Gedächtnis, zumindest für manche Dinge, speziell unangenehme. Genau deshalb hatte ich komplett vergessen, auf welch beängstigende Weise sich Berlin und seine Bewohner seit 2006 während großer Fußballturniere verändern. Das erste Spiel ist nicht mal angepfiffen und Menschen, die ich sonst im Straßenbild nie sehe, hängen an jedem Bauzaun in raubkopierten Fanklamotten aus Polyester, weil hinter jedem Bauzaun ein (sogenanntes) Public Viewing stattfindet, und werden, mit Plastikbechern in der Hand, Weltmeister. Alle zwei Jahre.

20:36 Uhr

Andererseits habe ich es morgen wieder vergessen.

20:38 Uhr

Ganz miese Nummer der UEFA. Schon wieder Eröffnungsfeier, nachdem wir gestern schon alle Grenzen des schlechten Geschmacks hinter uns gelassen glaubten. Noch mehr wallende Röcke, Menschen auf Stelzen, Menschen auf Drogen, das Übliche.

20:40 Uhr

Von meinem Balkon aus sieht Berlin aus wie nach einem Atomschlag. Also so, wie ich es mir immer erträumt habe. Wer jetzt noch auf der Straße ist – Hunde, Ratten, Verwirrte – hat meine grenzenlose Sympathie. Nehmt Jod, Freunde!

20:42 Uhr

Die Hymne. Beziehungsweise, was CR9 anbelangt: das Hymen. Das hat er aber nicht mehr lange. Mein Tipp: Gomez macht früh einen rein.

20:44 Uhr

»Das Spiel wird Ihnen präsentiert vom Schah«, wird uns mitgeteilt. Ach, deshalb sind hier überall Jubelperser!

1. Minute

Sollte Marcel Reif dieses Spiel hier für irgendeinen Bezahlsender kommentieren, dann wird er in diesem Moment sagen: »Freunde, jetzt gilt’s!« Und hätte sogar recht. Anstoß Portugal mit CR9. Wunderschön.

3.

Erste Chance. Boateng flankt, Gomez köpft, Rui Patricio hält. Eine Konstellation, von der man vor kurzem ja auch nicht gedacht hätte, dass das erste Spiel damit beginnt. Klose sprintet sofort zum Warmmachen.

4.

Auf den Papierkugeln, die bei der ersten portugiesischen Ecke aufs Feld flogen, standen übrigens ausschließlich Liebeserklärungen von Kollege Jonas an CR9. »Ich möchte dein Schlüpfer sein«, so heißt es hundertfach darin. »Aber ich trage doch gar keinen«, kontert der Stürmer. Abschlag.

6.

Die Pressemitteilung des Jahres: »Auch Mesut Özils Bruder Mutlu reiste mit in die Ukraine – sein Papa konnte nicht mitreisen, er hatte den Reisepass im Hotel vergessen.« Und wir dachten, nur Uwe Bein beherrsche den tödlichen Reisepass.

8.

TOR!

War nur ein Test für unsere neue Schriftgröße. Sorry, Deutschlandfans.

9.

Ein Burgerkonzern wirbt auf der Bande für etwas, das »Passion-Meter« heißt. Bei aller »Liebe«, Cristiano: Soooo lang ist er nun auch wieder nicht. 

10.

Lukas Podolski wie eine Mischung aus Steffi Graf und, nun ja, dem Lukas Podolski von früher, dem Poldi, umläuft die Rückhand, nimmt statt des rechten lieber den Außenrist des linken Fußes, und obwohl es eigentlich komplett schwachsinnig ist, macht es nicht nur Bumm, sonder auch: Spaß. Auch wenn Patricio hält. Noch.

13.

Plötzlich Schockstarre, Manuel Neuer fliegt durch die Luft, und obwohl ich die Situation nicht gesehen habe und auf eine Ewigkeit auf eine Zeitlupe warten muss, die dann einen viel zu engen Bildausschnitt zeigt, lege ich mich jetzt schon fest: Postigas Mutter hat einen unehrenhaften Beruf. Dann kommt die Zeitlupe, die Superzeitlupe, die Supersuperzeitlupe, alles so langsam, dass sein Drüberhalten gar nicht mehr so schlimm aussieht. Gelb gibts trotzdem, Neuer steht wieder, und ich entschuldige mich bei der Mama.

14.

In der Super-Slomo sehen Neuers Beine EXAKT so aus wie Toni Schumachers bei der WM 1986: Wie sie zeitverzögert schwabbeln und trotzdem festbleiben, leicht braun, aber nicht getoastet. Kurzum: Menschenbeine! Volksnah, sympathisch.    

16.

Was mich fertig macht: Beim Namen Lviv muss ich die ganze Zeit an Liv Tyler denken, aber irgendwas stimmt nicht, ist nicht so wie sonst. Hoffentlich verlässt sie mich nicht!

19.

Preisfrage: Wo hat Hansi Flick seinen Stahlhelm versteckt? Und besteht zwischen der Antwort und der Frisur seines Chefs irgendein Zusammenhang?

21.

Die Portugiesen drücken wie die Pushup-BHs der Mädchen, die bereits jetzt am Mannschaftsbus lauern. Wann platzt der Knoten?

23.

Wie sich Hermann Gerland gerade wohl so fühlt? Also jener Mann, der einst bei Bayerns Amateuren für Holger Badstubers und Mats Hummels’ Eintritt in den Fußball der Erwachsenen verantwortlich war und damals verkündete, die beiden würden einmal die Innenverteidigung der Nationalmannschaft bilden. Wahrscheinlich ähnlich gut wie Cristiano Ronaldo morgens beim ersten Blick in den Spiegel.

24.

Hätte, hätte, Viererkette. Khedira wird gefoult, der Schiri hat vorhin aber wahrscheinlich Robben gesehen und glaubt deswegen nicht mehr daran, dass es Fußballer gibt, die sich nicht fallen lassen, pfeift also ab, sieht nicht, dass Khedira den Ball noch durchsteckt, dass Gomez ihn reinmacht. Ach Mann, Robben, jetzt hast du den Fußball endgültig kaputt gemacht.

24.

Freistoß. Boateng kennt diese Standardsituation aus dem Eff-Eff. Schießen darf aber ein anderer, dessen Biografie, nachdem er den Ball in die Mauer gehämmert hat, Gerd Gottlob in nur zwei Wörtern zusammenfasst: »Podolski! Schade!« Bald in jeder gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung.

26.

Gina-Lisa, CR9: Dieses Spiel ist sexuell dermaßen aufgeladen, dass ich sogar einen trockenen Hals kriege, wenn Gottlob sagt: »Der Rasen ist feucht und nass.« Feucht UND nass! Fußballer müsste man sein. 

29.

Khedira eilt durchs Mittelfeld wie Sportgoofy beim Tonnenspringen, wehende Ohren, wehende Zunge, doch niemand reicht ihm einen mit Möhrensaft getränkten Schwamm. Ich wusste es: Die Realität hält meiner Hörspielkassettensammlung nicht stand!

33.

Ich erinnere mich noch erschreckend genau an einen Wortwechsel aus einer »Wetten, dass...?«-Sendung Ende der Achtziger. Vico Torriani musste eine Wettschuld einlösen und hub an: »Ich wohne ja im Tessin...« Darauf Gottschalk: »Das reicht nicht!« Wenn Löw also sagt: »Wir haben in der ersten Halbzeit ganz gut mitgespielt...«, rufe ich: »Das reicht nicht!« Die nachfolgenden EM-Titelträume verschieben sich um vier Jahre.

35.

»Nicht genug Bewegung, nicht genug Räume«, so Gerd Gottlobs Analyse der deutschen Offensivbemühungen. Oder liest er bloß eine Karteikarte der Super-Nanny vor, die sie in einer Wohnung in Berlin-Wedding hat liegen lassen? Dann sollte er Jerome Boateng diese Kindheitserinnerung aber schleunigst zurückgeben. Also bitte.

38.

Eine Geräuschkulisse wie auf dem Viehmarkt in Meppen, wenn die Maul-und-Klauen-Seuche grassiert. Muh. Beziehungsweise: Buh.

41.

Es ist intensiv, das schon, wobei das andererseits auch daran liegen könnte, dass es um Deutschland, also Schland, also uns geht. Gut ist es nicht, das kann auch Müllers halbherziger Versuch mit der Innenseite nicht kaschieren. Es ist allerdings aber auch nicht so schlecht, wie uns ein sedierter Kommentator aus dem »Bild«-Ticker weismachen möchte: »Kommentar von Karl Arsch: Ich schlaf gleich ein, gähn.«

42.

Gelb für Badstuber nach Foul an Nani. Verdient. Hochverdient. Schon weil er so hanspeterbriegelig aussieht, als einziger in dieser schicken Truppe mit ihren Näschen und Frisürchen. Wie heißt es so schön: Gelb ist der Mann.  

45.

Pepe, der Pausenschreck. Plötzlich steht der Verteidiger von Real Madrid mutterseelenallein im deutschen Strafraum, löffelt den Ball ans Lattenkreuz, von da springt er auf die Linie und wieder raus. Jeder kann es mit bloßem Auge erkennen, dass er nicht drin war, aber das mindert den Schrecken nicht, denn wer weiß besser als Manuel Neuer, dass Schiedsrichter nicht unbedingt unter die Kategorie »Jeder« fallen. Der hier entscheidet richtig, pfeift nicht, pfeift dafür zur Pause. Wir sind wieder wach, Karl Arsch leider auch.

46.

Die Super-Slomo macht es klar: Wie Lahm versucht, den Schuss von Pepe wegzuköpfen, das ist so heldenhaft wie vergeblich. Also bescheuert. Wo ist das Mühelose hin, das Deutschland noch vor einem knappen Jahr ausgezeichnet hat? Das Leichte, Tänzelnde? Es ist offenbar auf Ingo Zamperoni übergegangen, der aus dem Tagesthemen-Studio heraus versucht, Gebrauchtwagen zu verkaufen. Ach, weißte was, Zampo? Ich nehm' sie alle! Und fahr' sie alle zu Schrott.  

21:35 Uhr

Drei Stunden Telefonkonferenz der Finanzminister zur Rettung Spaniens. Beim bloßen Gedanken daran, drei Stunden mit Wolfgang Schäuble telefonieren müssen, würde ich ja sagen: Sorry, Spanien.

21:36 Uhr

Schäuble mit dem Satz, der die Todesgruppe wohl am besten beschreibt: »Jedes Land in der Euro-Zone, wo Probleme sind, muss diese Probleme lösen.« Und wenn wir die Augen schließen, klingt er sogar ein bisschen wie Klinsi. Hmmm, Klinis. Hmmm, Schäubli.

21:42 Uhr

Ein Satz, den mein Opa zum Glück nicht mehr bei lebendigem Leibe hören muss: »Und damit zurück zu Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl!« Ja, Opa: Der mit der roten Jeansjacke, der »ranissimo« erfunden hat, und der fipsige Dribbler vom KSC. Und jetzt ruhe sanft weiter.

21:45 Uhr

Experten, die das Offensichtliche auf dürftige Weise noch mal nacherzählen, sind doch, genau genommen, gar keine Experten, sondern erzählen bloß das Offensichtliche auf dürftige Weise noch mal nach. Oder bin ich bescheuert? Letzteres wäre erträglicher.

21:46 Uhr

Draußen vereinzelte Vuvuzelas wie das verzweifelte Tröten der letzten Elefanten, die von ihrem Aussterben aus den Tagesthemen mit Ingo Zamperoni erfahren haben. Serengeti darf nicht sterben! 

21:48 Uhr

»Mesut Özil hat das Lachen nicht verloren«, so Gottlob. Aber ein Siegerlächeln ist es auch nicht, was wir hier sehen. Ein Remis-Schmunzeln? Als hätten wir nicht schon genug EM-Orakel!

46.

»Willst du?«, fragt Kollege Gieselmann, ein vergifteter Antrag, weil plötzlich die Hölle los ist, schlecht für Liveticker. Kurzform: Der Ball holpert zu Poldi, der poldit ihn gegen ein portugiesisches Abwehrbein, von dort springt er zu Khedira, der poldit ihn ebenfalls, nur mit rechts, in die Abwehr, zu guter Letzt darf auch noch Müller, der nicht draufholzt, sondern reingeben will, das Ergebnis ist das gleiche: Abwehrbein. Aber trotzdem: Schland? Bist du’s?

48.

»Uu-ah«, »Huh!« – Gottlob erschrickt sich im Sekundentakt, als irrte er durch die Gehgeisterbahn auf dem Rummel in Castrop-Rauxel. Und genau da wähnt sich auch Raul Meireles, allerdings als Mann mit der Gummiaxt in der Hand: Wo isser denn, der kleine Philipp? Ja, wo isser denn?

50.

Mal was anderes: Wie lange will Mats Hummels eigentlich noch auf ein Engagement als D'Artagnan warten? Rasier dich mal, Junge, Kloppo wird dich schon trotzdem noch mögen.

53.

Dass Neuer nun immer so lang liegen bleibt, wenn er den Ball hat, kann nur dreierlei bedeuteten: a) Er ist müde b) Deutschland führt c) Er will den Portugiesen den Schwung nehmen. Wir kennen die richtige Lösung natürlich genau, wollen euch bloß nicht demoralisieren, liebe Fans. Gern geschehen.

55.

Jetzt mal ehrlich: Das von Portugal war die bescheuertste Ecke, die dich je gesehen habe. Der Portugiese, der nicht Ronaldo ist, sondern Moutinho, geht beim Eckball die affigen fünf Ronaldo-Freistoß-Schritte zurück, greift sich ins Gemächt – und führt dann kurz aus!

57.

»Dieser Sieg war wie das hässlichste Mädchen in der Disco«, sagte Ian Holloway, der Trainer des FC Blackpool, einst nach einem Sieg gegen Stoke City. »Aber immerhin haben wir es ins Taxi bekommen.« Ich weiß nicht, wie es Boateng so geht und ob man so was in der Ära Löw überhaupt denken darf, aber ich wäre damit heute auch hochzufrieden.  

62.

Als ich noch in der Kreisklasse spielte, tätigte unser Obmann mal einen echten Sensationstransfer: Es kam ein Albaner, der in seiner Heimat in der zweiten Liga gespielt hatte. Aus unserer Perspektive also eine Art Maradona. Einziger Haken: Dem Mann war ein Bus über beide Füße gefahren, er konnte zwar dribbeln wie ein Gott, aber nicht schießen. Warum ich das erzähle? Och, nur so.

63.

Meireles knockt Badstuber aus. Wobei Badstuber fortan als der Axel Schulz des Fußballs gelten muss, wenn ihn so was schon ausknockt. Sehen wir ihn bald mit Fackelmann-Kappe auf Oliver Geißens Chart-Couch? 

64.

Boateng, das beweist die Szene, die ihr wahrscheinlich vor einigen Sekunden im Fernsehen gesehen habt, zerreißt sich hier. Was in der Konsequenz bedeutet, dass es ihn nun mindestens zweimal gibt. Und wir lernen: Bedingungsloser Einsatz ist nicht immer wünschenswert.

65.

Und tschüss! Das Abendschland geht unter, jetzt ist auch Gert Gottlob persönlich enttäuscht von der deutschen Mannschaft, die ja höchstens mal beim 3:0 in Hamburg gegen Holland gut gewesen sei. Und nach dem 0:1 von denen gegen Dänemark vorhin weiß man ja, was das wert war. Meine Meinung.

67.

Nani foult Badstuber, der Linienrichter entscheidet auf Foul, Nani bricht vor Verzweiflung über soviel Inkompetenz zusammen. Soweit so richtig entschieden und gewohnt mies geschauspielert, aber warum in aller Welt fasst sich der Linienrichter zur Untermauerung seiner Entscheidung an die rechte Arschbacke, während er links mit der Fahne wedelt?

70.

Kunst kommt von Können, Wulst kommt von Wollen. Müller will immerhin, aber seine Flanke: ein Wulst. Sag ich ja.

71.

TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! GOOOOOOOOOOOOOOOOMEZ! DEMNÄCHST IN EINER GRÖSSE, DIE SO GROSS IST WIE DER HOLLYWOOD-SCHRIFTZUG!

71.

Und so kam's. Löw wollte Gomez auswechseln, Flick blitzte schon mit dem Stahlhelm, Klose streichelte sein Sturmgewehr, dann das: Flanke Khedira, Kopfball Gomez, ha-ha, Frisur kaputt, egal! Wir sind im Schlaraffenschland. Wo die gebratenen Pokale uns in den Mund fliegen. 

73.

Kicker.de: »Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.« Demnächst also SAT1-Film-Film: Das 1:0 gegen Portugal. Mit Daniel Brühl als Gomez und Veronica Ferres als Klose. Drehbuch: Karl-Heinz Fußball. 

77.

Nur falls ihr auch nur den geringsten Zweifel daran hattet: Schland ist selbstverständlich wieder aufgetaucht, auch für Gert Gottlob, der jetzt weiß, dass die »Bayern-Connection Müller/Gomez« schon die ganze Zeit sehr gut funktioniert. Obwohl doch alles scheiße war. Jetzt ist alles geil. Auch Hummels, der auf Selbstmordkommando in der gegnerischen Hälfte unterwegs ist und sich selber wahrscheinlich längst fragt, wie er aus der Nummer wieder rauskommt.

82.

Bei aller Freude: Guckt euch noch mal unser neues Tor-Symbol ganz genau an. Sieht es nicht ein bisschen aus wie eine Schweinenase? Wie soll man da rückhaltlos jubeln? Machen die Webdesigner den Fußball kaputt? Franz Beckenbauer sagt: »Joa, selbstverständlich!« 

84.

Ich leg mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen!

Und wie vertreibt ihr euch so die Angst vor dem Ausgleich in den letzten Minuten, liebe Fans?

87.

Chance für Portugal, Schuss! In Neuers Sack! Manu, du bist ein Teufelskerl! Manu, du bist ein Fußballgott! Entschuldigen Sie die Begeisterung, die Fußballlaien werden uns für verrückt erklären…

89.

Mourinho unterstützt Bento jetzt schon bei der Schiri-Beschimpfung. Zeugwart Peter Handke übernimmt derweil die Publikumsbeschimpfung. Einer muss ja die Drecksarbeit machen.

91.

»Hummels gewinnt jeden Zweikampf«, so Gottlob. Und das sogar, wenn gar kein Gegner da ist!

93.

Bender für Müller, und jetzt Ecke. Ist das wie Fink für Matthäus 1999? Und das hier die Mutter aller Unentschieden? Ich zieh' zu Papa.

94.

Gehört das jetzt hier noch zum offiziellen Spiel? Riesige Lustboys rammen Schweini um, und wir wollen nicht mehr zuschauen. Dann endlich der Schlusspfiff. »Ich kann mir nicht vorstellen, welcher Jubel jetzt in Deutschland ausbricht«, so Gottlob. Wir uns schon:

22:45 Uhr

Das war es also, das Spiel, auf das wir uns so gefreut haben. Das ist, als bekäme man zu Weihnachten einen Gutschein: Irgendwie unpersönlich, aber man kann ja was draus machen, wenn man sich nicht allzu blöd anstellt. Bon Jovi – Greatest Hits, zum Beispiel.

22:46 Uhr

»Die Deutschen wollten von Spiel zu Spiel gucken«, so Gerd Gottlob. »Das haben sie heute ganz gut gemacht.« Da allein das schon an ein Wunder grenzt, bin ich mir jetzt sicher: Wir werden mindestens Europameister!

22:48 Uhr

Scholli findet alles tolli. Sehr, sehr, sehr! Was allerdings Matthias Opdenhövel verkehrt gemacht hat, dass er jetzt die Fieldinterviews machen muss, liegt im Dunkeln der ARD-Archive. Sehr, sehr, sehr tief.

22:50 Uhr

Jetzt Joachim Löw. Täuscht ein Grinsen an, geht dann aber wortlos an Opdenhövels Begrüßung vorbei. Sieht abgekämpft aus, der Gute, geradezu enttäuscht. Ist er etwa Portugiese? Das würde vieles erklären. 

22:53 Uhr

Löw lobt nun Hummels. In diesem Moment zieht am Himmel, in unerreichbarer Höhe, Per Mertesacker vorüber. Er fliegt schon jetzt, lange vorm Herbst seiner Karriere, gen Süden. Und der letzte Elefant von Kreuzberg verstummt, kein Hund bellt. Wenn ein Schwan stirbt, schweigen die Tiere.

22:55 Uhr

Von Löw wird zu Scholl geschaltet. Moooooooment! Ich lass mich doch nicht verarschen, ARD! Nur weil ihr ein und demselben Typen schnell 'ne Beatles-Perücke auf- und wieder abzieht, braucht ihr noch längst nicht zu glauben, dass ihr einen Experten einsparen könnt. Beziehungsweise einen Bundestrainer. Ich melde mich wieder, wenn ich weiß, was mich noch mehr ärgern würde. 

23:00 Uhr

Jetzt noch mal die Rettungsaktion von Boateng gegen Ronaldo. Beckmann und Scholl feiern sie, als hießen sie Uli und Borowka. Und wir sehen: Hier wird nicht mehr in Schönheit gestorben – hier ersteht man in Hässlichkeit wieder auf. Mit Boateng als Jesus der Grätsche. Amen.  

23:01 Uhr

Jetzt Boateng im Interview. Frage: »Haben Sie die Ereignisse im Vorfeld belastet oder beflügelt?« –Antwort: »Beides.« Wie heißt es so schön: Der dicke Vogel bricht den Ast.

23:02 Uhr

»Gegen Holland wird es nicht weniger einfach«, so Khedira. »Ich muss noch mal nachhaken«, so Beckmann. »Ich weiß es nicht«, so Scholl. Bevor noch Richard-David Precht ins Studio platzt und die Anwesenden durchzählt, schalten wir lieber mal ab. Bis gleich, liebe Fans. Morgen ist auch ja auch noch ein so genannter »Tag«. 

23:02 Uhr

»Gegen Holland wird es nicht weniger einfach«, so Khedira. »Ich muss noch mal nachhaken«, so Beckmann. »Ich weiß es nicht«, so Scholl. Bevor noch Richard-David Precht ins Studio platzt und die Anwesenden durchzählt, schalten wir lieber mal ab. Bis gleich, liebe Fans. Morgen ist auch ja auch noch ein so genannter Tag. 

23:01 Uhr

Jetzt Boateng im Interview. Frage: »Haben Sie die Ereignisse im Vorfeld belastet oder beflügelt?« –Antwort:  »Beides.« Wie heißt es so schön: Der dicke Vogel bricht den Ast.

23:00 Uhr

Jetzt noch mal die Rettungsaktion von Boateng gegen Ronaldo. Beckmann und Scholl feiern sie, als hießen sie Uli und Borowka. Und wir sehen: Hier wird nicht mehr in Schönheit gestorben – hier ersteht man in Hässlichkeit wieder auf. Mit Boateng als Jesus der Grätsche. Amen.  

22:55 Uhr

Von Löw wird zu Scholl geschaltet. Moooooooment! Ich lass mich doch nicht verarschen, ARD! Nur weil ihr ein und demselben Typen schnell 'ne Beatles-Perücke auf- und wieder abzieht, braucht ihr noch längst nicht zu glauben, dass ihr einen Experten einsparen könnt. Beziehungsweise einen Bundestrainer. Ich melde mich wieder, wenn ich weiß, was mich noch mehr ärgern würde. 

22:53 Uhr

Löw lobt nun Hummels. In diesem Moment zieht am Himmel, in unerreichbarer Höhe, Per Mertesacker vorüber. Er zieht schon jetzt, lange vorm Herbst seiner Karriere gen Süden. Und der letzte Elefant von Kreuzberg verstummt, kein Hund bellt. Wenn ein Schwan stirbt, schweigen die Tiere.

22:50 Uhr

Jetzt Joachim Löw. Täuscht ein Grinsen an, geht dann aber wortlos an Opdenhövels Begrüßung vorbei. Sieht abgekämpft aus, der Gute, geradezu enttäuscht. Ist er etwa Portugiese? Das würde vieles erklären. 

22:48 Uhr

Scholli findet alles tolli. Sehr, sehr, sehr! Was allerdings Matthias Opdenhövel verkehrt gemacht hat, dass er jetzt die Fieldinterviews machen muss, liegt im Dunkeln der ARD-Archive. Sehr, sehr, sehr tief.

22:46 Uhr

»Die Deutschen wollten von Spiel zu Spiel gucken«, so Gerd Gottlob. »Das haben sie heute ganz gut gemacht.« Da allein das schon an ein Wunder grenzt, bin ich mir jetzt sicher: Wir werden mindestens Europameister!

22:45 Uhr

Das war es also, das Spiel, auf das wir uns so gefreut haben. Das ist, als bekäme man zu Weihnachten einen Gutschein: Irgendwie unpersönlich, aber man kann ja was draus machen, wenn man sich nicht allzu blöd anstellt. Bon Jovi – Greatest Hits, zum Beispiel.

94.

Gehört das jetzt hier noch zum offiziellen Spiel? Riesige Lustboys rammen Schweini um, und wir wollen nicht mehr zuschauen. Dann endlich der Schlusspfiff. »Ich kann mir nicht vorstellen, welcher Jubel jetzt in Deutschland ausbricht«, so Gottlob. Wir uns schon:

93.

Bender für Müller, und jetzt Ecke. Ist das wie Fink für Matthäus 1999? Und das hier die Mutter aller Unentschieden? Ich zieh' zu Papa.

91.

»Hummels gewinnt jeden Zweikampf«, so Gottlob. Und das sogar, wenn gar kein Gegner da ist!

89.

Mourinho unterstützt Bento jetzt schon bei der Schiri-Beschimpfung. Zeugwart Peter Handke übernimmt derweil die Publikumsbeschimpfung. Einer muss ja die Drecksarbeit machen.

87.

Chance für Portugal, Schuss! In Neuers Sack! Manu, du bist ein Teufelskerl! Manu, du bist ein Fußballgott! Entschuldigen Sie die Begeisterung, die Fußballlaien werden uns für verrückt erklären…

84.

Ich leg mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen! Nani schlenzt aus dem Halbfeld, trifft das Lattenkreuz von oben, Gottlob kollabiert, ich lege mich fest: den hat er gesehen!

Und wie vertreibt ihr euch so die Angst vor dem Ausgleich in den letzten Minuten, liebe Fans?

82.

Bei aller Freude: Guckt Euch noch mal unser neues Tor-Symbol ganz genau an. Sieht es nicht ein bisschen aus wie eine Schweinenase? Wie soll man da rückhaltlos jubeln? Machen die Webdesigner den Fußball kaputt? Franz Beckenbauer sagt: »Joa, selbstverständlich!« 

77.

Nur falls ihr auch nur den geringsten Zweifel daran hattet: Schland ist selbstverständlich wieder aufgetaucht, auch für Gert Gottlob, der jetzt weiß, dass die »Bayern-Connection« Müller/Gomez schon die ganze Zeit sehr gut funktioniert. Obwohl doch alles scheiße war. Jetzt ist alles geil. Auch Hummels, der auf Selbstmordkommando in der gegnerischen Hälfte unterwegs ist und sich selber wahrscheinlich längst fragt, wie er aus der Nummer wieder rauskommt. Gottlob ist es egal, er findet jetzt alles geil!

73.

Kicker.de: »Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.« Demnächst also SAT1-Film-Film: Das 1:0 gegen Portugal. Mit Daniel Brühl als Gomez und Veronica Ferres als Klose. Drehbuch: Karl-Heinz Fußball. 

71.

Und so kam's. Löw wollte Gomez auswechseln, Flick blitzte schon mit dem Stahlhelm, Klose streichelte sein Sturmgewehr, dann das: Flanke Khedira, Kopfball Gomez, ha-ha, Frisur kaputt, egal! Wir sind im  Schlaraffenschland. Wo die gebratenen Pokale uns in den Mund fliegen. 

71.

TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! GOOOOOOOOOOOOOOOOMEZ! DEMNÄCHST IN EINER GRÖSSE, DIE SO GROSS IST WIE DER HOLLYWOOD-SCHRIFTZUG!

70.

Kunst kommt von Können, Wulst kommt von Wollen. Müller will immerhin, aber seine Flanke: ein Wulst. Sag ich ja.

67.

Nani foult Badstuber, der Linienrichter entscheidet auf Foul, Nani bricht vor Verzweiflung über soviel Inkompetenz zusammen. Soweit so richtig entschieden und gewohnt mies geschauspielert, aber warum in aller Welt fasst sich der Linienrichter zur Untermauerung seiner Entscheidung an die rechte Arschbacke, während er links mit der Fahne wedelt?

65.

Und tschüss! Das Abendschland geht unter, jetzt ist auch Gert Gottlob persönlich enttäuscht von der deutschen Mannschaft, die ja höchstens mal beim 3:0 in Hamburg gegen Holland gut gewesen sei. Und nach dem 0:1 von denen gegen Dänemark vorhin weiß man ja, was das wert war. Meine Meinung.

64.

Boateng, das beweist die Szene, die ihr wahrscheinlich vor einigen Sekunden im Fernsehen gesehen habt, zerreißt sich hier. Was in der Konsequenz bedeutet, dass es ihn nun mindestens zweimal gibt. Und wir lernen: Bedingungsloser Einsatz ist nicht immer wünschenswert.

63.

Meireles knockt Badstuber aus. Wobei Badstuber fortan als der Axel Schulz des Fußballs gelten muss, wenn ihn so was schon ausknockt. Sehen wir ihn bald mit Fackelmann-Kappe auf Oliver Geißens Chart-Couch? 

62.

Als ich noch in der Kreisklasse spielte, tätigte unser Obmann mal einen echten Sensationstransfer: Es kam ein Albaner, der in seiner Heimat in der zweiten Liga gespielt hatte. Aus unserer Perspektive also eine Art Maradona. Einziger Haken: Dem Mann war ein Bus über beide Füße gefahren, er konnte zwar dribbeln wie ein Gott, aber nicht schießen. Warum ich das erzähle? Och, nur so.

57.

»Dieser Sieg war wie das hässlichste Mädchen in der Disco«, sagte Ian Holloway, der Trainer des FC Blackpool, einst nach einem Sieg gegen Stoke City. »Aber immerhin haben wir es ins Taxi bekommen.« Ich weiß nicht, wie es Boateng so geht und ob man so was in der Ära Löw überhaupt denken darf, aber ich wäre damit heute auch hochzufrieden.  

55.

Jetzt mal ehrlich: Das von Portugal war die bescheuertste Ecke, die dich je gesehen habe. Der Portugiese, der nicht Ronaldo ist, sondern Moutinho, geht beim Eckball die affigen fünf Ronaldo-Freistoß-Schritte zurück, greift sich ins Gemächt – und führt dann kurz aus!

53.

Dass Neuer nun immer so lang liegen bleibt, wenn er den Ball hat, kann nur dreierlei bedeuteten: a) Er ist müde b) Deutschland führt c) Er will den den Portugiesen den Schwung nehmen. Wir kennen die richtige Lösung natürlich genau, wollen euch bloß nicht demoralisieren, liebe Fans. Gern geschehen.

50.

Mal was anderes: Wie lange will Mats Hummels eigentlich noch auf ein Engagement als D'Artagnan warten? Rasier dich mal, Junge, Kloppo wird dich schon trotzdem noch mögen.

48.

»Uu-ah«, »Huh!« – Gottlob erschrickt sich im Sekundentakt, als irrte er durch die Gehgeisterbahn auf dem Rummel in Castrop-Rauxel. Und genau da wähnt sich auch Raul Meireles, allerdings als Mann mit der Gummiaxt in der Hand: Wo isser denn, der kleine Philipp? Ja, wo isser denn?

46.

»Willst du?«, fragt Kollege Gieselmann, ein vergifteter Antrag, weil plötzlich die Hölle los ist, schlecht für Liveticker. Kurzform: Der Ball holpert zu Poldi, der poldit ihn gegen ein portugiesisches Abwehrbein, von dort springt er zu Khedira, der poldit ihn ebenfalls, nur mit rechts, in die Abwehr, zu guter Letzt darf auch noch Müller, der nicht draufholzt, sondern reingeben will, das Ergebnis ist das gleiche: Abwehrbein. Aber trotzdem: Schland? Bist du’s?

21:48 Uhr

»Mesut Özil hat das Lachen nicht verloren«, so Gottlob. Aber ein Siegerlächeln ist es auch nicht, was wir hier sehen. Ein Remis-Schmunzeln? Als hätten wir nicht schon genug EM-Orakel!

21:46 Uhr

Draußen vereinzelte Vuvuzelas wie das verzweifelte Tröten der letzten Elefanten, die von ihrem Aussterben aus den Tagesthemen mit Ingo Zamperoni erfahren haben. Serengeti darf nicht sterben! 

21:45 Uhr

Experten, die das Offensichtliche auf dürftige Weise noch mal nacherzählen, sind doch, genau genommen, gar keine Experten, sondern erzählen bloß das Offensichtliche auf dürftige Weise noch mal nach. Oder bin ich bescheuert? Letzteres wäre erträglicher.

21:42 Uhr

Ein Satz, den mein Opa zum Glück nicht mehr bei lebendigem Leibe hören muss: »Und damit zurück zu Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl!« Ja, Opa: Der mit der roten Jeansjacke, der »ranissimo« erfunden hat, und der fipsige Dribbler vom KSC. Und jetzt ruhe sanft weiter.

21:36 Uhr

Schäuble mit dem Satz, der die Todesgruppe wohl am besten beschreibt: »Jedes Land, in der Euro-Zone, wo Probleme sind, muss diese Probleme lösen.« Und wenn wir die Augen schließen, klingt er sogar ein bisschen wie Klinsi. Hmmm, Klinis. Hmmm, Schäubli.

21:35 Uhr

Drei Stunden Telefonkonferenz der Finanzminister zur Rettung Spaniens. Beim bloßen Gedanken daran, drei Stunden mit Wolfgang Schäuble telefonieren müssen, würde ich ja sagen: Sorry, Spanien.

46.

Die Super-Slomo macht es klar: Wie Lahm versucht, den Schuss von Pepe wegzuköpfen, das ist so heldenhaft wie vergeblich. Also bescheuert. Wo ist das Mühelose hin, das Deutschland noch vor einem knappen Jahr ausgezeichnet hat? Das Leichte, Tänzelnde? Es ist offenbar auf Ingo Zamperoni übergegangen, der aus dem Tagesthemen-Studio heraus versucht, Gebrauchtwagen zu verkaufen. Ach, weißte was, Zampo? Ich nehm' sie alle! Und fahr' sie alle zu Schrott.  

45.

Pepe, der Pausenschreck. Plötzlich steht der Verteidiger von Real Madrid mutterseelenallein im deutschen Strafraum, löffelt den Ball ans Lattenkreuz, von da springt er auf die Linie und wieder raus. Jeder kann es mit bloßem Auge erkennen, dass er nicht drin war, aber das mindert den Schrecken nicht, denn wer weiß besser als Manuel Neuer, dass Schiedsrichter nicht unbedingt unter die Kategorie »Jeder« fallen. Der hier entscheidet richtig, pfeift nicht, pfeift dafür zu Pause. Wir sind wieder wach, Karl Arsch leider auch.

42.

Gelb für Badstuber nach Foul an Nani. Verdient. Hochverdient. Schon weil er so hanspeterbriegelig aussieht, als einziger in dieser schicken Truppe mit ihren Näschen und Frisürchen. Wie heißt es so schön: Gelb ist der Mann.  

41.

Es ist intensiv, das schon, wobei das andererseits auch daran liegen könnte, dass es um Deutschland, also Schland, also uns geht. Gut ist es nicht, dass kann auch Müller halbherziger Versuch mit der Innenseite kaschieren. Es ist allerdings aber auch nicht so schlecht, wie uns ein sedierter Kommentator aus dem »Bild«-Ticker weismachen möchte: »Kommentar von Karl Arsch: Ich Schlaf gleich ein, gähn«.

38.

Eine Geräuschkulisse wie auf dem Viehmarkt in Meppen, wenn die Maul-und-Klauen-Seuche grassiert. Muh. Beziehungsweise: Buh.

35.

»Nicht genug Bewegung, nicht genug Räume«, so Gerd Gottlobs Analyse der deutschen Offensivbemühungen. Oder liest er bloß eine Karteikarte der Super-Nanny vor, die sie in einer Wohnung in Berlin-Wedding hat liegen lassen? Dann sollte er Jerome Boateng diese Kindheitserinnerung aber schleunigst zurückgeben. Also bitte.

33.

Ich erinnere mich noch erschreckend genau an einen Wortwechsel aus einer »Wetten, dass...?«-Sendung Ende der Achtziger. Vico Torriani musste eine Wettschuld einlösen und hub an: »Ich wohne ja im Tessin...« Darauf Gottschalk: »Das reicht nicht!« Wenn Löw also sagt: »Wir haben in der ersten Halbzeit ganz gut mitgespielt...«, rufe ich: »Das reicht nicht!« Die nachfolgenden EM-Titelträume verschieben sich um vier Jahre.

29.

Khedira eilt durchs Mittelfeld wie Sportgoofy beim Tonnenspringen, wehende Ohren, wehende Zunge, doch niemand reicht ihm einen mit Möhrensaft getränkten Schwamm. Ich wusste es: Die Realität hält meiner Hörspielkassettensammlung nicht stand!

26.

Gina-Lisa, CR9: Dieses Spiel ist sexuell dermaßen aufgeladen, dass ich sogar einen trockenen Hals kriege, wenn Gottlob sagt: »Der Rasen ist feucht und nass.« Feucht UND nass! Fußballer müsste man sein. 

24.

Freistoß. Boateng kennt diese Standardsituation aus dem Eff-Eff. Schießen darf aber ein anderer, dessen Biografie, nachdem er den Ball in die Mauer gehämmert hat, Gerd Gottlob in nur zwei Wörtern zusammenfasst: »Podolski! Schade!« Bald in jeder gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung.

24.

Hätte, hätte, Viererkette. Khedira wird gefoult, der Schiri hat vorhin aber wahrscheinlich Robben gesehen und glaubt deswegen nicht mehr daran, dass es Fußballer gibt, die sich nicht fallen lassen, pfeift also ab, sieht nicht, dass Khedira den Ball noch durchsteckt, dass Gomez ihn reinmacht. Ach Mann, Robben, jetzt hast du den Fußball endgültig kaputt gemacht.

23.

Wie sich Hermann Gerland gerade wohl so fühlt? Also jener Mann, der einst bei Bayerns Amateuren für Holger Badstubers und Mats Hummels’ Eintritt in den Fußball der Erwachsenen verantwortlich war und damals verkündete, die beiden würden einmal die Innenverteidigung der Nationalmannschaft bilden. Wahrscheinlich ähnlich gut wie Cristiano Ronaldo morgens beim ersten Blick in den Spiegel.

21.

Die Portugiesen drücken wie die Pushup-BHs der Mädchen, die bereits jetzt am Mannschaftsbus lauern. Wann platzt der Knoten?

19.

Preisfrage: Wo hat Hansi Flick seinen Stahlhelm versteckt? Und besteht zwischen der Antwort und der Frisur seines Chefs irgendein Zusammenhang?

16.

Was mich fertig macht: Beim Namen Lviv muss ich die die ganze Zeit an Liv Tyler denken, aber irgendwas stimmt nicht, ist nicht so wie sonst. Hoffentlich verlässt sie mich nicht!

14.

In der Super-Slomo sehen Neuers Beine EXAKT so aus wie Toni Schumachers bei der WM 1986: Wie sie zeitverzögert schwabbeln und trotzdem festbleiben, leicht braun, aber nicht getoastet. Kurzum: Menschenbeine! Volksnah, sympathisch.    

13.

Plötzlich Schockstarre, Manuel Neuer fliegt durch die Luft, und obwohl ich die Situation nicht gesehen habe und auf eine Ewigkeit auf eine Zeitlupe warten muss, die dann einen viel zu engen Bildausschnitt zeigt, lege ich mich jetzt schon fest: Postigas Mutter hat einen unehrenhaften Beruf. Dann kommt die Zeitlupe, die Superzeitlupe, die Supersuperzeitlupe, alles so langsam, dass sein Drüberhalten gar nicht mehr so schlimm aussieht. Gelb gibts trotzdem, Neuer steht wieder, und ich entschuldige mich bei der Mama.

10.

Lukas Podolski wie eine Mischung aus Steffi Graf und, nun ja, dem Lukas Podolski von früher, dem Poldi, umläuft die Rückhand, nimmt statt des rechten lieber den Außenrist des linken Fußes, und obwohl es eigentlich komplett schwachsinnig ist, macht es nicht nur Bumm, sonder auch: Spaß. Auch wenn Patricio hält. Noch.

9.

Ein Burgerkonzern wirbt auf der Bande für etwas, das »Passion-Meter« heißt. Bei aller »Liebe«, Cristiano: Soooo lang ist er nun auch wieder nicht. 

8.

TOR!

War nur ein Test für unsere neue Schriftgröße. Sorry, Deutschlandfans.

6.

Die Pressemitteilung des Jahres: »Auch Mesut Özils Bruder Mutlu reiste mit in die Ukraine – sein Papa konnte nicht mitreisen, er hatte den Reisepass im Hotel vergessen.« Und wir dachten, nur Uwe Bein beherrsche den tödlichen Reisepass.

4.

Auf den Papierkugeln, die bei der ersten portugiesischen Ecke aufs Feld flogen, standen übrigens ausschließlich Liebeserklärungen von Kollege Jonas an CR9. »Ich möchte dein Schlüpfer sein«, so heißt es hundertfach darin. »Aber ich trage doch gar keinen«, kontert der Stürmer. Abschlag.

3.

Erste Chance. Boateng flankt, Gomez köpft, Rui Patricio hält. Eine Konstellation, von der man vor kurzem ja auch nicht gedacht hätte, dass das erste Spiel damit beginnt. Klose sprintet sofort zum Warmmachen.

1. Minute

Sollte Marcel Reif dieses Spiel hier für irgendeinen Bezahlsender kommentieren, dann wird er in diesem Moment sagen: »Freunde, jetzt gilt’s!« Und hätte sogar recht. Anstoß Portugal mit CR9. Wunderschön. 

20:44 Uhr

»Das Spiel wird Ihnen präsentiert vom Schah«, wird uns mitgeteilt. Ach, deshalb sind hier überall Jubelperser!

20:42 Uhr

Die Hymne. Beziehungsweise, was CR9 anbelangt: das Hymen. Das hat er aber nicht mehr lange. Mein Tipp: Gomez macht früh einen rein.

20:40 Uhr

Von meinem Balkon aus sieht Berlin aus wie nach einem Atomschlag. Also so, wie ich es mir immer erträumt habe. Wer jetzt noch auf der Straße ist – Hunde, Ratten, Verwirrte – hat meine grenzenlose Sympathie. Nehmt Jod, Freunde!

20:38 Uhr

Ganz miese Nummer der UEFA. Schon wieder Eröffnungsfeier, nachdem wir gestern schon alle Grenzen des schlechten Geschmacks hinter uns gelassen glaubten. Noch mehr wallende Röcke, Menschen auf Stelzen, Menschen auf Drogen, das Übliche.

20:36 Uhr

Andererseits habe ich es morgen wieder vergessen.

20:35 Uhr

Guten Abend, liebe Fans, hier Jonas. Ich habe, man kann es nicht anders sagen, ein mieses Gedächtnis, zumindest für manche Dinge, speziell unangenehme. Genau deshalb hatte ich komplett vergessen, auf welch beängstigende Weise sich Berlin und seine Bewohner seit 2006 während großer Fußballturniere verändern. Das erste Spiel ist nicht mal angepfiffen und Menschen, die ich sonst im Straßenbild nie sehe, hängen an jedem Bauzaun in raubkopierten Fanklamotten aus Polyester, weil hinter jedem Bauzaun ein (sogenanntes) Public Viewing stattfindet, und werden, mit Plastikbechern in der Hand, Weltmeister. Alle zwei Jahre.

20:30 Uhr

»Warum ist dieser Ronaldo so ein außergewöhnlicher Spieler?«, fragt und schwärmt, ja: schwärgt Beckmann. Wir wissen es: Er sieht aus wie ein Penis! Aber wie sieht dann sein Penis aus? Wie Cristiano Ronaldo? Dann wäre, zumindest unten rum, wiederum alles normal.

20:26 Uhr

Beckmann und Scholl: Das ist wie Nachhilfe bei unbeliebten Strebern. In Alt-Griechisch. Sie sondern ihr Wissen ab, fühlen sich einmal im Leben überlegen, man riecht ihre alten Cordhosen, ihren Atem, aus säuerndem Graubrot und Magengeschwür, wenn sie sich zu einem beugen, man hasst sie – und trotzdem: Man kann nicht einfach gehen, weil man sonst sitzenbleibt. Beziehungsweise nicht Fußball gucken kann. Aber später, an der Bushaltestelle, am letzten Tag vor den Sommerferien, kriegen sie auf die Fresse. Als Dank. 

20:19 Uhr

Gomez statt Klose. Hummels statt Mertesacker. Freiheit statt Angst. Welche Entscheidung ist echt, liebe Fans?

20:15 Uhr

Bundespräsident Jogi Gauck steht auf irgendeiner arty-farty Ausstellung rum und beobachtet ein gemaltes Flugzeug. Ob es wegfliegen wird? Das Ganze sieht aus wie Philipp Lahm, der auf dem arty-farty Platz rumsteht und CR9 beobachtet. Ob er wegfliegen wird?

18:38 Uhr

Todesgruppe, Todesgruppe! Ich kann es nicht mehr hören. Hier kommen immerhin zwei weiter, 50 Prozent! »Die ultimative Statistik«, sagte Shaw, »ist der Tod: Einer von einem stirbt.« Todesgruppe Leben also. Da helfen nicht mal Stahlhelme, Hansi.

18:33 Uhr

Vorm DFB-Pokalfinale spielten früher ja immer irgendwelche Damen-Phantasiemannschaften. FC Liebestöter Duisburg gegen SV Beckenboden Potsdam. Schlimm genug. Die Zeit bis zum Anpfiff der Partie Deutschland-Portugal schlagen heute jedoch, wie ich in der ARD sehe, eine Auswahl der ukrainischen Müllabfuhr und elf eicheltätowierte Surflehrer tot. Aber ich will mich nicht aufregen. Man muss schließlich freundlich sein, wenn man... Aber will ich überhaupt?  

18:24 Uhr

Nachdenkliches um 18:24 Uhr. »Nur wer schön spielt, holt den Titel«, sagte Jogi Löw im Interview mit 11FREUNDE. Ist das nicht das Gleiche wie: »Wer ficken will, muss freundlich sein«? Und ist Löw damit näher dran an den Schland-Fans, die zur Stunde durch Lemberg marodieren, als er selbst jemals gedacht, geschweige denn gewollt hätte? Nachdenkliches, allzu Nachdenkliches um mittlerweile 18:26 Uhr.

17:29 Uhr

Laut der portugiesischen Fußballzeitung »A Bola« sagt Nationaltrainer Paulo Bento: »Iremos avaliar aquela que é a sua condição. Tem uma lesão num sítio onde já esteve lesionado anteriormente. Veremos como está hoje no treino, esperaremos por amanhã e depois decidiremos. Se não podermos jogar com Nani, vai jogar outro jogador e não vamos abdicar da nossa forma de jogar.« Das heißt, zumindest laut unseres vom Galao mit Schuss so besoffenen Erasmus-Praktikanten aus Faro, ungefähr Folgendes: »Wir bewerten wird, was ihre Bedingung ist. Haben Sie eine Verletzung an einem Ort, wo es früher verletzt wurde. Wir werden sehen, wie es heute in der Ausbildung ist, wir werden für morgen und übermorgen wir beschließen warten.« Was es bedeuten soll? Wir beschließen warten.

17:23 Uhr

Was plant CR9 wirklich? Hier unser Scouting-Video, das wir natürlich Joachim Löw längst zugespielt haben. Löw dazu: »Högschdinteressant!« Pling!

17:19 Uhr

»Europa wartet auf den Hilferuf«, titelt spiegel.de. Nichts leichter als das: 

HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIILFE!

So, Europa. Dann rette uns mal schön.

16:28 Uhr

Womit wir beim Thema wären: Unsere User flehen uns an, endlich die Aufstellung zu leaken, die uns selbstverständlich bereits seit Tagen vorliegt. So wollen sie spielen:

Die Null, die stehen muss – Donald Duck, Doppellibero Rummelsnuff, »Die Linke« – zwei rote Ampeln – »Messi! Messi! Messi" (Zitat Marcel Reif) – ...und vorne hilft: der liebe Gott

16:18 Uhr

Und was hätte Donald Duck zu Cristiano Ronaldo gesagt? Wohl das: »Leb wohl, leb wohl – du bist mir zu frivol!« Womit auch die Frage beantwortet wäre, wer heute auf Deutschlands rechter Abwehrseite spielen sollte.

16:17 Uhr

»Miro!«, fleht bild.de. »Schenk uns deinen Torsalto!« Hm. Wenn Miro seinen Salto verschenkt, ist dieser, genau genommen, nur noch ein Salto, aber ohne Miro drum herum, also unsichtbar. Also nichts. Dann können die Kollegen von bild.de ja auch gleich die Tüte Luft nehmen, die wir schon so lange für sie bereithalten. Gern geschehen.

15:49 Uhr

Mit dem Kosenamen »Schloch« für Cristiano Ronaldo kann offenbar nicht jeder leben. »Warum immer diese Beleidigungen? Habt ihr das nötig?«, fragt User »Otto74«. Was wiederum eine Beleidigung ist, denn was sollen wir dazu sagen? Außer: Ja. Deshalb machen wir es doch. Weitere Fragen? Das ist nicht der Fall. Dann ist die Pressekonferenz hiermit beendet.

15:34 Uhr

Wir haben Angst. Nicht mal vor einer Niederlage. Einfach so, als Lebensgefühl. Da tut es gut, so gut, dass Snoop Dogg vorbeikommt. Total stoned, absolut angstfrei, im DFB-Trikot, rappt er: »Germany fo' shizzle Europameistertizzle!« Danke, Snoop. Angst haben wir immer noch, aber wir spüren sie nicht mehr.  

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!