Deutschland
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Chile

Deutschland-Chile im 11FREUNDE-Liveticker

Nightmare in Stuttgart

Dass das ein Horror werden würde, hätte man bereits ahnen können, als die deutschen Nationalspieler von einem sadistischen Designer in Freddy-Krueger-Pullover gesteckt wurden. Und dann spielten sie auch noch Fußball! Gegen Chile! In Stuttgart! Das war – na gut, wie Fußball in Stuttgart. Ein Albtraum. Wachte schreiend auf: der Ticker.

10:32 Uhr

Wir melden uns ab 20 Uhr live aus Santiago de Stuttgart.

20:18 Uhr

Guten Abend. Und oh Schreck: Das war, wenn wir der Sprecherin glauben dürfen, »die Zerrung der Lottozahlen«. Wen nominiert Jogi jetzt nach? Lauft Euch warm! ALLE!

20:20 Uhr

Auch Experte M. Scholl macht sich noch Hoffnungen auf die WM 2014, zur Not auch 2018. Redet den kompletten erweiterten Kreis der Nationalmannschaft in die Invalidität. Schweini, Gündogan, Khedira... (wir nicken ein, wachen auf, hören dann:) Allgöwer, Beierlorzer, Eder, Bockenfeld. Und Helmut Rahn? Scholl: »Außer Form. Zu tot.« Ist das bitter.

20:24 Uhr

Zur Strafe hat die ARD den Bundestrainer in ein Kühlhaus gesperrt, das noch vom Autopsie-Dreh zum letzten Münster-Tatort stehen geblieben ist. Blau gefroren steht Jogi inmitten von gestorbenen Hoffnungen mit Zetteln am großen Zeh (»WM 1994«, »EM 2000« etc.) und sagt: »Die Uhr tickt.« Die biologische? Zum Glück gibt’s Nivea!

20:27 Uhr

»Pep hat unsere Köpfe aufgemacht«, so Scholl jetzt. Verdammte Modedrogen!

20:28 Uhr

»Schweinsteiger und Khedira: die Doppelaura!«, so Kommentator Gerd Gottlob gleich zum Auftakt. Das setzt den beschissenen Wortschöpfungen die noch beschissenere Krone auf. Wann kommt denn dann die falsche, flache Doppelaura? Und gibt es wirklich zwei Spieler, die sich nicht totlachen, wenn der Trainer sie so bezeichnet? Ich tippe mal auf Großkreutz. Und Großkreutz.

20:33 Uhr

Jetzt die falsche, flache Doppelaura unter den Expertisen: »Chile ist Geheimfavorit«, meinen Scholl und Opdenhövel aus der Hüfte. In diesem Spiel? Das kann schon sein. Zweiter werden sie heute Abend mindestens.

20:30 Uhr

Scholl heute mit für sogenannte Experten seltener Ehrlichkeit. Er wisse nicht, betont er ein ums andere Mal, was im Kopf des Bundestrainers vorgehe. Sobald er die Quintessenz dieses Satzes begreift, wird er aufhören, über die Nationalmannschaft zu reden. Ganz bestimmt.

20:38 Uhr

Grundschule für Fußballreporter. Um Beiträgen über Spieler, die in der Sportredaktion der ARD kein Mensch kennt, etwas mehr Gewicht zu verleihen, unbedingt schreiende fremdländische Kommentatoren einblenden. Mindestens Engländer. Besser Spanier. Am besten Südamerikaner.

20:39 Uhr

»Bereit wie nie«, steht da im Anstoßkreis, offenbar das Motto des Abends und aller Abende, die da noch kommen, bis endlich klar ist, wofür man denn bereit ist wie nie. Für die Insel? Fürs Fähnlein Fieselschweif? Oder doch für Fußball, im weitesten Sinne? Breit wie nie: Euer 11FREUNDE-Dings... ach, egal.

20:41 Uhr

Auch die chilenische Hymne ist so breit wie nie. Endet gar nicht mehr. Ufftata. Ist das zünftig. Herrschaftszeiten. Ist das da etwa gar nicht Chile, sondern Bayern Hof, der Geheimfavorit aus dem Freistaat, der erste Aufbaugegner auf dem Weg nach Brasilien? Geradezu sämig dagegen: die deutsche Hymne. Vaaaaaataaaaalaaaaaand. Ist das langweilig. Ich krieg ’ne Doppelaura.

20:44 Uhr

»Der einzige Test, bevor Jogi Löw das Aufgebot verkündet«, verkündet Gerd Gottlob, der seinerseits offenbar auch noch mal getestet werden soll, ehe die ARD ihr Aufgebot verkündet. Das wahrscheinlich von Steffen Simon angeführt wird. Nationalmannschaft – ARD 1:0

1.

Anstoß. Geht man vom Standardresultat der deutschen Nationalelf (4:4) aus, der erste von zehn.

3.

Medel heißt da so’n Chilene. Genauso wie früher bei uns auf dem Dorf der Bademeister. Und der rief stets, wenn wir ins Becken hüpfen wollten: »Habt ihr kleinen Ratten euch schon die Pimmel gewaschen?« Hatten wir nicht. Wussten ja noch nicht, was das ist – Pimmel. Jetzt: »Foulspiel von Medel!« Bezeichnend.

5.

Mal ehrlich jetzt: Wer spielt da? Und wo ist Deutschland?

7.

Stuttgart klatscht sich eins. Und man kann sich des Gefühls nicht ganz erwehren, dass es mit dem Spiel nichts zu tun hat.

8.

Jetzt ein Satz, den wir uns nicht merken müssen, weil wir ihn eh noch sehr oft hören werden, wenn das hier wirklich der WM-Kader ist: »Jansen kommt nicht hinterher.« Was noch ein Euphemismus ist für die Sprintfähigkeiten des Hamburgers. Nur gut, dass Lahm alles kann, auch Torwart, und auf der Linie klärt.

9.

Großkreutz! Geiler Laufstil. Könnte der erste deutsche Weltmeister werden. Seit Torsten Voss. 1987. Im Zehnkampf. Aber am Stabhochsprung muss er noch arbeiten.

10.

Dass Deutschland sich am Aschermittwoch als Eintracht Frankfurt verkleidet hat, kann eigentlich nur bedeuten, dass Armin Veh nicht Joachim Löws Nachfolger wird. Das ist ja nicht mal eine Nachricht in der »FuWo« wert. Und dafür mussten Modedesignpraktikanten sterben!

13.

Plötzlich ist Schweinsteiger als sprintender Stürmer durch, was er selbst so albern findet, dass er Chiles Torwart den Ball in die Arme chipt.

14.

Wenn Gottlob hier die chilenischen Spielernamen gurgelt, muss ich an meine Oma denken, die während der »Los Wochos« bei McDonald’s einen Kaffee mit Kondensmilch bestellt. 

17.

Nach der flachen Vier und der falschen Neun jetzt das schöne Ö: Özil, Götze, Tör. Ölé, Ölé. 

19.

Was aber ja wirklich der Hammer ist: Pep Guardiola hat sich als chilenischer Trainer verkleidet, nur damit er seine Super-Super-Bayern auch heute Abend dirigieren kann.

23.

Marcell Jansen wird ausgewechselt, weil er, so Gottlob, »nicht mehr rund läuft«. Hätte man meiner Meinung nach auch vorher wissen können, wenn man sich ein Spiel des HSV in dieser Saison angeschaut hätte.

25.

So muss sich also Guido Buchwald vor der WM 1986 gefühlt haben, als Beckenbauer ihn in den Zwangsurlaub schickte. Wir wähnten uns schon im Kader, jetzt das: »Ihr wart auch schon mal einfallsreicher beim Bashing!«, schreibt kein Geringerer als Frank Buschmann uns via Twitter. Wann das bitte gewesen sein soll, lässt Buschmann jedoch offen. Was nur konsequent ist: Der Franz hat es dem Guido ja auch nicht erklärt.

27.

Die Bayern im Kader versuchen jetzt ihr Bayern-Tiki-Taka aufzuziehen, indem sie ausnahmslos sich untereinander anspielen, inklusive Manuel Neuer. Der allerdings den Ball an Mertesacker verliert, der ihn enthusiastisch auf Arturo Vidal weiterleitet. Der wiederum Neuer mit einem Schüsschen beleidigt. Immerhin.

28.

»Gute halbe Stunde gespielt jetzt«, so Gottlob. Wir würden eher sagen: Es war eine dürftige halbe Stunde.

34.

Gott ist das langweilig, wollte ich gerade schreiben. Da sperrt Mertesacker nach einer Ecke den Weg frei, Götze zieht ab, ganz knapp vorbei, langweilig ist es trotzdem.

37.

»Wenn Sie alles schon gesehen haben, dann kommt der Sportschau-Club«, frohlockt Gottlob. Wenn das stimmt, dann ist das der Sportschau-Club, dem wir da zusehen. Was einiges erklären würde.

35.

Nachdenkliches in der 35. Minute. Wenn Jansen mit dem HSV absteigt, aber Weltmeister wird – kriegt er dann auch ein Fußdenkmal wie Uwe Seeler? Oder doch nur ein Zehdenkmal?

38.

Während DFB-Boss Wolfgang Niersbach noch sphärisch grient, denkt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann schon angestrengt über einen Volksentscheid nach: Soll die zweite Halbzeit wirklich angepfiffen werden?

41.

Schmelzer mit einer uneigennützigen Idee, wie Löw die Probleme in der Vierkette beheben könnte: indem er auf Dreierkette umstellt. Dass Schmelzer diesen Vorschlag während eines chilenischen Konters dadurch demonstriert, dass er ins Mittelfeld aufrückt, während der Angriff über seine Seite rollt, macht es nur umso imposanter.

42.

Schon fordert die Twittergemeinde Frank Buschmann und uns zum TV-Duell auf, wie vor kurzem Pocher und Becker nach einer ähnlich verbissenen Auseinandersetzung im Netz. Buschis Antwort: »Nö!« Und wir so: »Oh, doch!« Zur Not halt ohne ihn.

45.

Halbzeit. Noch mal die Highlights: Rummenigge trifft ein paar Mal für Deutschland, das hochverdient mit 4:1 führt. Und alle Schland-Fans kriegen ein Auto, eingefahren von Jupp Derwall. 

21:40 Uhr

Jetzt hab ich richtig Angst: Just in dem Moment, in dem uns User »Max30« darauf hinweist, dass Gottlob einen chilenischen Spieler wie »Große Schuhe« ausspreche, erhalte ich eine E-Mail vom »BigShoe e.V.«, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe. Wenn ihr mich sucht, ich bin hinterm Sofa.

21:40 Uhr

Die »Tagesthemen« werfen die Frage auf: Wozu das alles, wenn uns morgen die Welt um die Ohren fliegt? Wobei: Deutschland gegen Russland im WM-Finale! Das wär’s doch. Was macht Merkel, wenn ihr geliebter Schweini in der 89. Minute das Siegtor schießt – und Putin an diesem komischen roten Knopf rumfummelt, den er sich eigens auf der VIP-Tribüne hat installieren lassen? Schafft Jogi es dann noch rechtzeitig zum Interview? Feiert die Fanmeile weiter, wenn es am Horizont schon blitzt? Und singt Xavier Naidoo in den Trümmern »Dieser Weg wird kein leichter sein«?

45.

Jogi bringt einfach mal Freddy Krüger. Weil er das richtige Trikot schon anhat. Nightmare in Stuttgart.

48.

»Zu wenig aus der Abteilung Attacke«, nörgelt Gottlob. Als hätte Uli Hoeneß nicht genug Sorgen im Moment.

52.

»Wünsche brauchen Zukunft«, steht auf der Bande. Aha. Soso. Und Erinnerungen brauchen Vergangenheit. Ich erinnere mich zum Beispiel an all die Wünsche, die ich hatte, als die Vergangenheit noch Zukunft war. Schöne Grüße an Erich Ribbeck. EM 2000: Ich war dabei. 

54.

Zwei Minuten lang hat Chile wieder richtig Gas gegeben, jetzt ist wieder Ruhe im Karton. Würde man gerne schreiben, da greifen sie schon wieder an. Und der Karton ist löchrig. Seeeehr löchrig. Naja, kommt wenigstens Luft rein. Aber genug geplaudert, 53 Minuten gespielt, höchste Zeit für eine La Ola. 10... 9... 8...

56.

Jetzt mal ein Spielzug der Deutschen. »Zug« hier im Sinne von Hartmut Mehdorn. Der Abschluss verzögert sich um 20 Minuten.

58.

Safety first. Die Mannschaft schaffe es nicht, moniert Gottlob, sicher zu wirken. Sie schafft es leider vor allem nicht, sicher zu sein. Meine Meinung.

59.

Und das, obwohl im Hintergrund für »Befestigungssysteme« geworben wird.

60.

Löws Rufe schallen übers Feld wie über den Flur eines Altersheims nachts um 3, wenn die Bettpfanne voll ist und die Nachtschwester im Singlechat festhängt. Pflegenotstand in der deutschen Mannschaft. Kein Wunder, dass Mario Gomez sich wundgelegen hat.

61.

Was ist eigentlich erstaunlicher: Mit welcher Nonchalance die Deutschen den Chilenen beim Passspiel im eigenen Strafraum zuschauen? Oder doch, dass es trotzdem noch 1:0 steht, weil in diesem Fall die Unterkante der Latte rettet? Und wie lange muss es noch 1:0 stehen, damit man von »mehr als erstaunlich« sprechen darf? Wir werden berichten.

63.

Erst zu behaupten, man sei »bereit wie nie«, und dann so was hier abzuliefern – das ist ein Schlag ins Gesicht von Motivationsmonstern wie Joachim Hopp, Uli Borowka und Dieter Schlindwein. Und das muss man sich wiederum auch erst mal trauen. Ganz stark also. Kicker-Note null.

65.

Immerhin grandios, wie Götze im Lauf die Augen verdreht, als er erkennt, dass er nicht mehr an den Ball kommt und sich nun also fallen lassen muss, um zumindest den Freistoß zu bekommen. Quasi ein Statement gegen den modernen Fußball. Er weiß, dass der Chilene ihn leicht am Bein berührt hat, der Chilene weiß es, der Schiedsrichter weiß es auch, aber wenn Götze sich nicht fallen lässt, wird er nicht pfeifen. Fußball kann so schrecklich albern sein.

68.

Die Ukraine besiegt die USA mit 2:0. Das ist doch mal ein Ergebnis zum drüber Nachdenken. Hat Jürgen Klinsmann sich angesichts der geopolitischen Lage etwa nicht getraut, »Haut sie durch die Wand« zu sagen?

69.

Chance für Chile. Chmerz für Chland.

72.

Wenn Deutschland gleich, den pausenlosen Angriffen der Chilenen zum Trotz, das 2:0 macht, sollen wir dann eigentlich jubeln, oder haben wir uns das jetzt verbaut?

73.

Der DFB-Zeugwart stellt schon mal das Nivea »Anti-Wut« in Jogis Dusche. Sollte eigentlich erst nach der WM-Gruppenphase auf den Markt kommen, aber: Chile!

75.

»Die Chilenen hätten den Ausgleich haushoch verdient«, meint Gottlob. So haustief war die Stimmung noch nie im Keller. Wenn es bei dem Ergebnis bleibt, muss dann aber auch die Schlagzeile kommen: »Deutschland verliert zu Null.«

76.

Andererseits: Die ARD nötigt uns, einen weiteren chilenischen Angriff in Nahaufnahme zu verfolgen, so lange, bis nicht nur Schmelzer, sondern auch Kollege Gieselmann mit Schwindelanfällen auf dem Boden liegt. Vielleicht müssen wir unser Urteil über die deutsche Abwehr revidieren. HD ist einfach zu krass.

78.

Jetzt plötzlich Stille. In Gottlobs Box, auf dem Platz, auf den Rängen, am Brandenburger Tor, wo seit Silvester Matthias Reim steht und flüstert: »Verdammt, ich lieb dich.« Aber Jogi hört ihn nicht. Er hört ihn einfach nicht.

80.

Und wenn Chile gleich das 1:1 macht, müssen wir dann alle sterben?

82.

Jetzt kommt Poldi. Wird eingewechselt am Aschermittwoch. Trägt das Hennes-Kostüm noch drunter.

83.

Vargas (»Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord«) geht; Lahm (»Der feine Unterschied«) bleibt.

84.

Und Poldi macht’s gleich mal wie beim Hallenturnier in der D-Jugend: Geht auf den Torwart, der den Ball halten will. Achtungsapplaus. Von zwei Zuschauern. Poldis Eltern.

86.

Wobei man auch echt mal sagen muss: Hier herrscht ’ne Stimmung, als wär’s ein Länderspiel in Stuttgart. Also wirklich.

88.

Jetzt kommt Ginter. Wenn’s schön macht! Das gibt uns die Gelegenheit, euch endlich die Heatmap von Miroslav Klose nachzureichen, die Falk Landahl erstellt hat. Miro – bester Mann!

91.

Fragen: Macht Poldi den Poldidaumen, wenn’s dabei bleibt? Und hechtet Hansi Flick dann zu ihm und fällt ihm in den Arm, weil eine solche Geste die brutale Aufarbeitung dieser Blamage verhindern könnte? Sieht man Özils Tränen unter der Dusche? Nominiert Jogi jetzt den gesamten Kader des FC Augsburg? Und hat Jens Jeremies je einen beschisseneren 40. Geburtstag gefeiert?

92.

Podolski scheitert relativ kläglich mit dem Versuch, per Hackentrick den Ball im Spiel zu halten, hat aber immer noch genug Strahlkraft im Weltfußball, um einem Chilenen nur Sekunden später dabei zusehen zu können, wie der den Blödsinn zu kopieren versucht. Was ihm genauso wenig, also perfekt gelingt. Sei’s drum. Aus aus aus. Das Spiel ist aus.

22:39 Uhr

Auch das noch. Lahm im Interview. »Warum war es so wenig unrund?«, fragt Jürgen Bergener. Lahm fühlt sich geschmeichelt, schenkt Bergener seine Biografie. Mit einem Autogramm von Arturo Vidal.

22:41 Uhr

Claus Lufen: »Herr Schweinsteiger, haben Sie Angst, die Chilenen bei 40 Grad im Schatten zu treffen?« Früher hatte man höchstens Angst, jemanden im Dunkeln zu treffen. Soweit ist es also gekommen.

22:46 Uhr

Mertesacker fasst das Unfassbare zusammen: »Gute Lehrstunde, trotzdem gewonnen, für die Mentalität nicht so schlecht.« Ein Satz wie ein Kasten Lego. Kann man auch so zusammenbauen: »Schlechte Lehrstunde, trotzdem gut, Mentalität nicht gewonnen.« Stimmt immer bzw. nie.

22:47 Uhr

Ein vergurkter Spielzug wird gezeigt. Scholl analysiert: »Schön gedacht, aber das Mittelfeld muss natürlich bescheid wissen.« Sollte Löw die NSA um Hilfe bitten?

22:48 Uhr

Scholl übrigens hat sich selbst mehrfach durch diese Witz-App geschickt, mit der man sich alt machen kann, um endlich erwachsen zu wirken. Resultat: ein niedlicher Greis. Teilerfolg.

22:49 Uhr

Löw jetzt da. Im Rollkragenpullover von Jean-Paul Sartre, wenn Simone de Beauvoir die roten Schlüpfer mitgewaschen hat. Was sagte Sartre? »Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.« Und was sagt Löw? »Mein Plan hatte nichts mit diesem Spiel zu tun.« Keine weiteren Fragen.

22:53 Uhr

Laut Jogi hatten wir es also mit »Tschilenen« zu tun. Sind das nicht auch die, die Putin so ärgern? Gleich macht es Bumm.

22:56 Uhr

Bevor ARD-Bestatter Alexander Bommes uns noch die Asche unserer eigenen WM-Hoffnungen auf den Sarg wirft, verabschieden wir uns mal lieber aus dieser hochgespenstischen Veranstaltung. Lesen noch ein bisschen in unserem Lieblingsbuch »Das Geisterspiel« von Isabel Allende. Und rufen durch die Stille von Stuttgart: Gute Nacht, liebe Fans. Und Hase und Igel. Und Jogi-Boy. Und Fußball. Gute Nacht. 

22:56 Uhr

Bevor ARD-Bestatter Alexander Bommes uns noch die Asche unserer eigenen WM-Hoffnungen auf den Sarg wirft, verabschieden wir uns mal lieber aus dieser hochgespenstischen Veranstaltung. Lesen noch ein bisschen in unserem Lieblingsbuch »Das Geisterspiel« von Isabel Allende. Und rufen durch die Stille von Stuttgart: Gute Nacht, liebe Fans. Und Hase und Igel. Und Jogi-Boy. Und Fußball. Gute Nacht. 

22:53 Uhr

Laut Jogi hatten wir es also mit »Tschilenen« zu tun. Sind das nicht auch die, die Putin so ärgern? Gleich macht es Bumm.

22:49 Uhr

Löw jetzt da. Im Rollkragenpullover von Jean-Paul Sartre, wenn Simone de Beauvoir die roten Schlüpfer mitgewaschen hat. Was sagte Sartre? »Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.« Und was sagt Löw? »Mein Plan hatte nichts mit diesem Spiel zu tun.« Keine weiteren Fragen.

22:48 Uhr

Scholl übrigens hat sich selbst mehrfach durch diese Witz-App geschickt, mit der man sich alt machen kann, um endlich erwachsen zu wirken. Resultat: ein niedlicher Greis. Teilerfolg.

22:47 Uhr

Ein vergurkter Spielzug wird gezeigt. Scholl analysiert: »Schön gedacht, aber das Mittelfeld muss natürlich bescheid wissen.« Sollte Löw die NSA um Hilfe bitten?

22:46 Uhr

Mertesacker fasst das Unfassbare zusammen: »Gute Lehrstunde, trotzdem gewonnen, für die Mentalität nicht so schlecht.« Ein Satz wie ein Kasten Lego. Kann man auch so zusammenbauen: »Schlechte Lehrstunde, trotzdem gut, Mentalität nicht gewonnen.« Stimmt immer bzw. nie.

22:41 Uhr

Claus Lufen: »Herr Schweinsteiger, haben Sie Angst, die Chilenen bei 40 Grad im Schatten zu treffen?« Früher hatte man höchstens Angst, jemanden im Dunkeln zu treffen. Soweit ist es also gekommen.

22:39 Uhr

Auch das noch. Lahm im Interview. »Warum war es so wenig unrund?«, fragt Jürgen Bergener. Lahm fühlt sich geschmeichelt, schenkt Bergener seine Biografie. Mit einem Autogramm von Arturo Vidal.

92.

Podolski scheitert relativ kläglich mit dem Versuch, per Hackentrick den Ball im Spiel zu halten, hat aber immer noch genug Strahlkraft im Weltfußball, um einem Chilenen nur Sekunden später dabei zusehen zu können, wie der den Blödsinn zu kopieren versucht. Was ihm genauso wenig, also perfekt gelingt. Sei’s drum. Aus aus aus. Das Spiel ist aus.

91.

Fragen: Macht Poldi den Poldidaumen, wenn’s dabei bleibt? Und hechtet Hansi Flick dann zu ihm und fällt ihm in den Arm, weil eine solche Geste die brutale Aufarbeitung dieser Blamage verhindern könnte? Sieht man Özils Tränen unter der Dusche? Nominiert Jogi jetzt den gesamten Kader des FC Augsburg? Und hat Jens Jeremies je einen beschisseneren 40. Geburtstag gefeiert?

88.

Jetzt kommt Ginter. Wenn’s schön macht! Das gibt uns die Gelegenheit, euch endlich die Heatmap von Miroslav Klose nachzureichen, die Falk Landahl erstellt hat. Miro – bester Mann!

86.

Wobei man auch echt mal sagen muss: Hier herrscht ’ne Stimmung, als wär’s ein Länderspiel in Stuttgart. Also wirklich.

84.

Und Poldi macht’s gleich mal wie beim Hallenturnier in der D-Jugend: Geht auf den Torwart, der den Ball halten will. Achtungsapplaus. Von zwei Zuschauern. Poldis Eltern.

83.

Vargas (»Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord«) geht; Lahm (»Der feine Unterschied«) bleibt.

82.

Jetzt kommt Poldi. Wird eingewechselt am Aschermittwoch. Trägt das Hennes-Kostüm noch drunter.

80.

Und wenn Chile gleich das 1:1 macht, müssen wir dann alle sterben?

78.

Jetzt plötzlich Stille. In Gottlobs Box, auf dem Platz, auf den Rängen, am Brandenburger Tor, wo seit Silvester Matthias Reim steht und flüstert: »Verdammt, ich lieb dich.« Aber Jogi hört ihn nicht. Er hört ihn einfach nicht.

76.

Andererseits: Die ARD nötigt uns, einen weiteren chilenischen Angriff in Nahaufnahme zu verfolgen, so lange, bis nicht nur Schmelzer, sondern auch Kollege Gieselmann mit Schwindelanfällen auf dem Boden liegt. Vielleicht müssen wir unser Urteil über die deutsche Abwehr revidieren. HD ist einfach zu krass.

75.

»Die Chilenen hätten den Ausgleich haushoch verdient«, meint Gottlob. So haustief war die Stimmung noch nie im Keller. Wenn es bei dem Ergebnis bleibt, muss dann aber auch die Schlagzeile kommen: »Deutschland verliert zu Null.«

73.

Der DFB-Zeugwart stellt schon mal das Nivea »Anti-Wut« in Jogis Dusche. Sollte eigentlich erst nach der WM-Gruppenphase auf den Markt kommen, aber: Chile!

72.

Wenn Deutschland gleich, den pausenlosen Angriffen der Chilenen zum Trotz, das 2:0 macht, sollen wir dann eigentlich jubeln, oder haben wir uns das jetzt verbaut?

69.

Chance für Chile. Chmerz für Chland.

68.

Die Ukraine besiegt die USA mit 2:0. Das ist doch mal ein Ergebnis zum drüber Nachdenken. Hat Jürgen Klinsmann sich angesichts der geopolitischen Lage etwa nicht getraut, »Haut sie durch die Wand« zu sagen?

65.

Immerhin grandios, wie Götze im Lauf die Augen verdreht, als er erkennt, dass er nicht mehr an den Ball kommt und sich nun also fallen lassen muss, um zumindest den Freistoß zu bekommen. Quasi ein Statement gegen den modernen Fußball. Er weiß, dass der Chilene ihn leicht am Bein berührt hat, der Chilene weiß es, der Schiedsrichter weiß es auch, aber wenn Götze sich nicht fallen lässt, wird er nicht pfeifen. Fußball kann so schrecklich albern sein.

63.

Erst zu behaupten, man sei »bereit wie nie«, und dann so was hier abzuliefern – das ist ein Schlag ins Gesicht von Motivationsmonstern wie Joachim Hopp, Uli Borowka und Dieter Schlindwein. Und das muss man sich wiederum auch erst mal trauen. Ganz stark also. Kicker-Note null.

61.

Was ist eigentlich erstaunlicher: Mit welcher Nonchalance die Deutschen den Chilenen beim Passspiel im eigenen Strafraum zuschauen? Oder doch, dass es trotzdem noch 1:0 steht, weil in diesem Fall die Unterkante der Latte rettet? Und wie lange muss es noch 1:0 stehen, damit man von »mehr als erstaunlich« sprechen darf? Wir werden berichten.

60.

Löws Rufe schallen übers Feld wie über den Flur eines Altersheims nachts um 3, wenn die Bettpfanne voll ist und die Nachtschwester im Singlechat festhängt. Pflegenotstand in der deutschen Mannschaft. Kein Wunder, dass Mario Gomez sich wundgelegen hat.

59.

Und das, obwohl im Hintergrund für »Befestigungssysteme« geworben wird.

58.

Safety first. Die Mannschaft schaffe es nicht, moniert Gottlob, sicher zu wirken. Sie schafft es leider vor allem nicht, sicher zu sein. Meine Meinung.

56.

Jetzt mal ein Spielzug der Deutschen. »Zug« hier im Sinne von Hartmut Mehdorn. Der Abschluss verzögert sich um 20 Minuten.

54.

Zwei Minuten lang hat Chile wieder richtig Gas gegeben, jetzt ist wieder Ruhe im Karton. Würde man gerne schreiben, da greifen sie schon wieder an. Und der Karton ist löchrig. Seeeehr löchrig. Naja, kommt wenigstens Luft rein. Aber genug geplaudert, 53 Minuten gespielt, höchste Zeit für eine La Ola. 10... 9... 8...

52.

»Wünsche brauchen Zukunft«, steht auf der Band. Aha. Soso. Und Erinnerungen brauchen Vergangenheit. Ich erinnere mich zum Beispiel an all die Wünsche, die ich hatte, als die Vergangenheit noch Zunkunft war. Schöne Grüße an Erich Ribbeck. EM 2000: Ich war dabei. 

48.

»Zu wenig aus der Abteilung Attacke«, nörgelt Gottlob. Als hätte Uli Hoeneß nicht genug Sorgen im Moment.

45.

Jogi bringt einfach mal Freddy Krüger. Weil er das richtige Trikot schon anhat. Nightmare in Stuttgart.

21:40 Uhr

Die »Tagesthemen« werfen die Frage auf: Wozu das alles, wenn uns morgen die Welt um die Ohren fliegt? Wobei: Deutschland gegen Russland im WM-Finale! Das wär’s doch. Was macht Merkel, wenn ihr geliebter Schweini in der 89. Minute das Siegtor schießt – und Putin an diesem komischen roten Knopf rumfummelt, den er sich eigens auf der VIP-Tribüne hat installieren lassen? Schafft Jogi es dann noch rechtzeitig zum Interview? Feiert die Fanmeile weiter, wenn es am Horizont schon blitzt? Und singt Xavier Naidoo in den Trümmern »Dieser Weg wird kein leichter sein«?

21:40 Uhr

Jetzt hab ich richtig Angst: Just in dem Moment, in dem uns User »Max30« darauf hinweist, dass Gottlob einen chilenischen Spieler wie »Große Schuhe« ausspreche, erhalte ich eine E-Mail vom »BigShoe e.V.«, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe. Wenn ihr mich sucht, ich bin hinterm Sofa.

45.

Halbzeit. Noch mal die Highlights: Rummenigge trifft ein paar Mal für Deutschland, das hochverdient mit 4:1 führt. Und alle Schland-Fans kriegen ein Auto, eingefahren von Jupp Derwall. 

42.

Schon fordert die Twittergemeinde Frank Buschmann und uns zum TV-Duell auf, wie vor kurzem Pocher und Becker nach einer ähnlich verbissenen Auseinandersetzung im Netz. Buschis Antwort: »Nö!« Und wir so: »Oh, doch!« Zur Not halt ohne ihn.

41.

Schmelzer mit einer uneigennützigen Idee, wie Löw die Probleme in der Vierkette beheben könnte: indem er auf Dreierkette umstellt. Dass Schmelzer diesen Vorschlag während eines chilenischen Konters dadurch demonstriert, dass er ins Mittelfeld aufrückt, während der Angriff über seine Seite rollt, macht es nur umso imposanter.

38.

Während DFB-Boss Wolfgang Niersbach noch sphärisch grient, denkt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann schon angestrengt über einen Volksentscheid nach: Soll die zweite Halbzeit wirklich angepfiffen werden?

35.

Nachdenkliches in der 35. Minute. Wenn Jansen mit dem HSV absteigt, aber Weltmeister wird – kriegt er dann auch ein Fußdenkmal wie Uwe Seeler? Oder doch nur ein Zehdenkmal?

37.

»Wenn Sie alles schon gesehen haben, dann kommt der Sportschau-Club«, frohlockt Gottlob. Wenn das stimmt, dann ist das der Sportschau-Club, dem wir da zusehen. Was einiges erklären würde.

34.

Gott ist das langweilig, wollte ich gerade schreiben. Da sperrt Mertesacker nach einer Ecke den Weg frei, Götze zieht ab, ganz knapp vorbei, langweilig ist es trotzdem.

28.

»Gute halbe Stunde gespielt jetzt«, so Gottlob. Wir würden eher sagen: Es war eine dürftige halbe Stunde.

27.

Die Bayern im Kader versuchen jetzt ihr Bayern-Tiki-Taka aufzuziehen, indem sie ausnahmslos sich untereinander anspielen, inklusive Manuel Neuer. Der allerdings den Ball an Mertesacker verliert, der ihn enthusiastisch auf Arturo Vidal weiterleitet. Der wiederum Neuer mit einem Schüsschen beleidigt. Immerhin.

25.

So muss sich also Guido Buchwald vor der WM 1986 gefühlt haben, als Beckenbauer ihn in den Zwangsurlaub schickte. Wir wähnten uns schon im Kader, jetzt das: »Ihr wart auch schon mal einfallsreicher beim Bashing!«, schreibt kein Geringerer als Frank Buschmann uns via Twitter. Wann das bitte gewesen sein soll, lässt Buschmann jedoch offen. Was nur konsequent ist: Der Franz hat es dem Guido ja auch nicht erklärt.

23.

Marcell Jansen wird ausgewechselt, weil er, so Gottlob, »nicht mehr rund läuft«. Hätte man meiner Meinung nach auch vorher wissen können, wenn man sich ein Spiel des HSV in dieser Saison angeschaut hätte.

19.

Was aber ja wirklich der Hammer ist: Pep Guardiola hat sich als chilenischer Trainer verkleidet, nur damit er seine Super-Super-Bayern auch heute Abend dirigieren kann.

17.

Nach der flachen Vier und der falschen Neun jetzt das schöne Ö: Özil, Götze, Tör. Ölé, Ölé. 

14.

Wenn Gottlob hier die chilenischen Spielernamen gurgelt, muss ich an meine Oma denken, die während der »Los Wochos« bei McDonald’s einen Kaffee mit Kondensmilch bestellt. 

13.

Plötzlich ist Schweinsteiger als sprintender Stürmer durch, was er selbst so albern findet, dass er Chiles Torwart den Ball in die Arme chipt.

10.

Dass Deutschland sich am Aschermittwoch als Eintracht Frankfurt verkleidet hat, kann eigentlich nur bedeuten, dass Armin Veh nicht Joachim Löws Nachfolger wird. Das ist ja nicht mal eine Nachricht in der »FuWo« wert. Und dafür mussten Modedesignpraktikanten sterben!

9.

Großkreutz! Geiler Laufstil. Könnte der erste deutsche Weltmeister werden. Seit Torsten Voss. 1987. Im Zehnkampf. Aber am Stabhochsprung muss er noch arbeiten.

8.

Jetzt ein Satz, den wir uns nicht merken müssen, weil wir ihn eh noch sehr oft hören werden, wenn das hier wirklich der WM-Kader ist: »Jansen kommt nicht hinterher.« Was noch ein Euphemismus ist für die Sprintfähigkeiten des Hamburgers. Nur gut, dass Lahm alles kann, auch Torwart, und auf der Linie klärt.

7.

Stuttgart klatscht sich eins. Und man kann sich des Gefühls nicht ganz erwehren, dass es mit dem Spiel nichts zu tun hat.

5.

Mal ehrlich jetzt: Wer spielt da? Und wo ist Deutschland?

3.

Medel heißt da so’n Chilene. Genauso wie früher bei uns auf dem Dorf unser Bademeister. Und der rief stets, wenn wir ins Becken hüpfen wollten: »Habt ihr kleinen Ratten euch schon die Pimmel gewaschen?« Hatten wir nicht. Wussten ja noch nicht, was das ist – Pimmel. Jetzt: »Foulspiel von Medel!« Bezeichnend.

1.

Anstoß. Geht man vom Standardresultat der deutschen Nationalelf (4:4) aus, der erste von zehn.

20:44 Uhr

»Der einzige Test, bevor Jogi Löw das Aufgebot verkündet«, verkündet Gerd Gottlob, der seinerseits offenbar auch noch mal getestet werden soll, ehe die ARD ihr Aufgebot verkündet. Das wahrscheinlich von Steffen Simon angeführt wird. Nationalmannschaft – ARD 1:0

20:41 Uhr

Auch die chilenische Hymne ist so breit und auch so lang wie nie. Endet gar nicht mehr. Ufftata. Ist das zünftig. Herrschaftszeiten. Ist das da nicht Chile, sondern Bayern Hof, der Geheimfavorit aus dem Freistatt, der erste Aufbaugegner auf dem Weg nach Brasilien? Geradezu sämig dagegen: die deutsche Hymne. Vaaaaaataaaaalaaaaaand. Ist das langweilig. Ich krieg ’ne Doppelaura.

20:39 Uhr

»Bereit wie nie«, steht da im Anstoßkreis, offenbar das Motto des Abends und aller Abende, die da noch kommen, bis endlich klar ist, wofür man denn bereit ist wie nie. Für die Insel? Fürs Fähnlein Fieselschweif? Oder doch für Fußball, im weitesten Sinne? Breit wie nie: Euer 11FREUNDE-Dings... ach, egal.

20:38 Uhr

Grundschule für Fußballreporter. Um Beiträgen über Spieler, die in der Sportredaktion der ARD kein Mensch kennt, etwas mehr Gewicht zu verleihen, unbedingt schreiende fremdländische Kommentatoren einblenden. Mindestens Engländer. Besser Spanier. Am besten Südamerikaner.

20:30 Uhr

Scholl heute mit für sogenannte Experten seltener Ehrlichkeit. Er wisse nicht, betont er ein ums andere Mal, was im Kopf des Bundestrainers vorgehe. Sobald er die Quintessenz dieses Satzes begreift, wird er aufhören, über die Nationalmannschaft zu reden. Ganz bestimmt.

20:33 Uhr

Jetzt die falsche, flache Doppelaura unter den Expertisen: »Chile ist Geheimfavorit«, meinen Scholl und Opdenhövel aus der Hüfte. In diesem Spiel? Das kann schon sein. Zweiter werden sie heute Abend mindestens.

20:28 Uhr

»Schweinsteiger und Khedira: die Doppelaura!«, so Kommentator Gerd Gottlob gleich zum Auftakt. Das setzt den beschissenen Wortschöpfungen die noch beschissenere Krone auf. Wann kommt denn dann die falsche, flache Doppelaura? Und gibt es wirklich zwei Spieler, die sich nicht totlachen, wenn der Trainer sie so bezeichnet? Ich tippe mal auf Großkreutz. Und Großkreutz.

20:27 Uhr

»Pep hat unsere Köpfe aufgemacht«, so Scholl jetzt. Verdammte Modedrogen!

20:24 Uhr

Zur Strafe hat die ARD den Bundestrainer in ein Kühlhaus gesperrt, das noch vom Autopsie-Dreh zum letzten Münster-Tatort stehen geblieben ist. Blau gefroren steht Jogi inmitten von gestorbenen Hoffnungen mit Zetteln am großen Zeh (»WM 1994«, »EM 2000« etc.) und sagt: »Die Uhr tickt.« Die biologische? Zum Glück gibt’s Nivea!

20:20 Uhr

Auch Experte M. Scholl macht sich noch Hoffnungen auf die WM 2014, zur Not auch 2018. Redet den kompletten erweiterten Kreis der Nationalmannschaft in die Invalidität. Schweini, Gündogan, Khedira... (wir nicken ein, wachen auf, hören dann:) Allgöwer, Beierlorzer, Eder, Bockenfeld. Und Helmut Rahn? Scholl: »Außer Form. Zu tot.« Ist das bitter.

20:18 Uhr

Guten Abend. Und oh Schreck: Das war, wenn wir der Sprecherin glauben dürfen, »die Zerrung der Lottozahlen«. Wen nominiert Jogi jetzt nach? Lauft Euch warm! ALLE!

10:32 Uhr

Wir melden uns ab 20 Uhr live aus Santiago de Stuttgart.

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