FC Chelsea
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Manchester City

Chelsea-ManCity im 11FREUNDE-Liveticker

Ein Spiel als Blumenkohlohr

Chelsea gegen ManCity – was klang wie ein Fußballspiel wurde eine Frechheit im Outfit eine mopsigen Ringkämpfers. Der Ticker war trotzdem dabei und quälte sich, weil quälen nun mal auch zum Leben dazugehört. Genau wie Fußballspiele. Leider.

11:56 Uhr

Guten Tag, Richkids! Heute treffen in den Premier League die Klubs der Reichen und Schönen aufeinander. Chelsea empfängt ManCity, Ölmilliarden empfangen Ölmilliarden, Ist-Schon-Groß empfängt Möchtegern-Groß. Ab 16:30 Uhr live am Tickerklavier und geistig gewohnt bettelarm Benjamin »Haste mal 'n Euro?« Kuhlhoff und Stephan »Nomen est omen« Reich!

 

12:02 Uhr

Und weil wir auch einen kulturellen Bildungsauftrag zu erfüllen haben, halten wir euch bis kurz vor dem Anpfiff mit den beiden wunderbaren Vereinssongs bei Laune.
Los geht es mit dem City-Schmachtfetzen unseres Lieblingssaufbruders Liam Gallagher: Blue Moon. Und Achtung, es ist Damenwahl!

12:10 Uhr

Dem steht die wunderbare Singalong Blue Day von Madness-Frontmann Suggs gegenüber. Hört ihr die lieblichen Stimmen von Gianfranco Zola, Gianlucca Vialli und Ruud Gullit? Die perfekte Aufstehmusik. Wir gehen uns mal kurz irgendwo Frühstück schnorren. Hamse mal ne Schrippe?

 

14:01 Uhr

Gedanken, die ich gerade beim Frühstück hatte: Wenn Scheich Mansour und Roman Abramowitsch mal ihre Portokassen zusammenlegen würden, wäre dann Griechenland gerettet? Und was ist mit der Dritten Welt? Und dem Regenwald? Warum kaufen die beiden Dödel sich dann einen Fußballklub und verbrennen ihre Patte auf den Konten von Tevez, Torres und Schlagmichtod? Hätte mich dabei fast einer Scheibe Brot verschluckt. Bezeichnend!

 

14:19 Uhr

Gerade meldet sich der Kollege Reich, der ausgerechnet heute sein Tickerdebüt gibt. Was für ein Zufall, was? Jedenfalls lässt er von seinem Hausdiener George fragen, ob er lieber Hermelin oder Zobel zum Designerlaptop tragen soll. Will wohl Volksnähe simulieren. Ich bade derweil in Baked Beans und stricke mir einen Schal aus Ham&Eggs. Schaue mir jetzt noch die besten Szenen aus der Karierre des British Bulldog an, exe drei Pints und suche mir einen riesigen Muskelklops, der mich nach einer Provokation unterhalb der Gürtellinie quasi obelixhaft in das Tickerhauptquartier prügelt. Was tut man nicht alles für die beste Liga der Welt? Was tut man nicht alles für seine Fans? Hallo Mama!

 

14:24 Uhr

Und während ich hier mühsamn meinen Puls auf Fips-Asmussen-Niveau hochjazze, hat bild.de den guten, alten Blondinenwitz wiederentdeckt. Zum Beispiel den hier: "Warum freut sich eine Blondine so, wenn sie ein Puzzle nach sechs Monaten fertig hat? Weil auf der Packung steht: 2–4 Jahre!" Räusper...

 

14:25 Uhr

By the way: Heute ist Totensonntag. Gibt es auch Leichenfledderei bei Gags? Und wann kommt der Manta-Witz zurück? Und was ist eigentlich mit dem kleinen Fritzchen? Schickt mir eure besten Kalauer an online@11freunde.de und gewinnt eine Woche Lachen im 11FREUNDE-Keller. Sixpack garantiert!

 

14:27 Uhr

Für alle, die es interessiert: Ich gehe jetzt spazieren. So richtig mit Hund (nicht meiner) und Kind (nicht meins) und Freundin (Juchu, meine) und Freunden (auch meine). Für alle, die es nicht interessiert: Bis später!

 

16:26

Hach, Geld. Herrlich. Wenn man's hat. Noch herrlicher wenn man so absurd viel davon hat, dass man sich einen eigenen Fußballclub kaufen kann, den man dann gegen andere Fußballclubs von anderen Menschen mit absurd viel Geld antreten lassen kann. Das gefällt uns neureichen Schnöseln aus der 11FREUNDE-Redaktion. Also rein in die Hermelin-Joggingpeitsche und schnell in die gemütlichen Affenkopf-Slipper und ab auf die Couch: Gleich geht's los, Chelsea gegen ManCity im 11FREUNDE-Ticker.

16:34

Lasset die Übertragung beginnen. Sky zeigt erstmal Tore aus der Premier League in Dauerschleife. Ohjaohjaohja, sage ich. Sparen wir uns doch das anstrengende Gedaddel zwischen den Buden und verbringen den Nachmittag mit diesen Leckerbissen. Bitte Sky, nicht aufhören. Das fühlt sich so richtig an...

16:42 Uhr

Nicht, dass ihr euch wundert, aber das Bezahlfernsehen zeigt gerade ein »Best of« der Premier-League-Tore, dazu englischer Kommentar. Kollege Reich ejakuliert mit den Augen, ich krieg die Futterluke nicht mehr zu. Hat jemand gesagt, die Bundesliga sei auf Augenhöhe mit der BuLi? Mit Torsten Oehrl? Mit dem VfL Wolfsburg? Ist das unser Ernst? Fuck off!

 

16:45

Auffällig oft unter den Sky-Toren: Mr. Wayne Rooney. Schön auch die englischen Kommentatoren. Delicious Ball ist ab jetzt fester Bestandteil meines Vokabulars. Nicht so schön: Die ausbleibenden Kalauer via Email. Das geht besser...

16:48 Uhr

Kommen wir zum Sportlichen (oder zumindest zu dem, was wir für »sportlich« halten, denn die gesamte Redaktion besteht im Grunde aus leicht dicklichen Gnomen mit Hinkebein): Chelsea also mit neuem Trainer. Rafa Benitez ist dummerweise an der Stamford Bridge so beliebt wie chronischer Fußpliz. Egal, der Mann, der einst den Kollegen Gieselmann mit hohem Körpereinsatz zum Weltklasseverteidiger umschulen wollte (und scheiterte), steht nun mit roten Paustbacken am Mikro und spricht mit verliebten Lächeln über Fernando Torres. Seine Augen glänzen, als hätte er bereits ein Schaumbad eingelassen und die Unterhose mit Rosenblüten aufgefüllt. Kurzum: Er ist heiß!

 

16:56 Uhr

Oha, eine Statistik zum Niederknien: Fernando Torres hat in 79 Spielen für Liverpool 56 mal genetzt. Was? Torres? Der gleiche Fernando Torres, der in London so gar nichts mehr trifft? Höchstens mal Bekannte auf der Straße? Unglaublich...

1.

Tevez draußen, Terry verletzt, Lampard auch nicht dabei, Balotelli ebenfalls nur auf der Bank. Wir fühlen uns schon jetzt um die schönsten Duelle betrogen. Zum Ausgleich verpasse ich dem Kollegen Reich eine Kopfnuss. Im britischen Volksmund auch genannt: Anstoß!

2.

Zum Start skandieren die Chelsea-Fans: »There's only one Di Matteo!« Benitez wird sich ärgern, wir freuen uns, wenn überhaupt mal in englischen Stadien gesungen wird.

 

3.

Großes »Hello« in der Leistengegend des Brasilianers Ramirez. Die hatte nämlich gerade eine Auffahrunfall mit der Hüfte von Gareth Barry. Und damit: Erster Auftritt von Eva Carneiro, Chelseas Physio-Milf. Lechz!

 

5.

Die ersten Minuten sind um – und wir sind enttäuscht, denn: die Stimmung ist gar nicht so übel wie immer alle sagen. Chelsea-Fans singen irgendwas in ihrem Kauderwelsch. Das Spiel ist mehr so Rasenschach. Sehr teures Rasenschach wohlgemerkt. Aber wo bleibt Felix Magath?

 

9.

Die erste wichtige Erkenntnis: Citys James Milner hat ein Gesicht wie ein geplatzter LKW-Reifen. Irgendwie faserig, irgendwie lückenhaft. Dafür hat er einen Körper wie ein Nilpferd. Hoffen wir also mal, dass er nicht mitliest.

11.

Chancen sind hier bisher so oft tu sehen, wie Bikini-Schönheiten im Iran. Beide Teams scheuen den Strafraum wie ein halbwegs gesunder Mensch den Atomstandort Tschernobyl. Und dann wieder James Milner am Ball, der Uran Utan des Spiels, sozusagen. Wer findet die Geheimformel für den ersten großen Knall?

14.

Bisher bester Mann: Chelseas Oscar. Zaubert immer mal wieder ein Sahnepässchen aus seiner Mülltonne. Der Rest der Blues bisher leider so aktiv wie Samson im Winterschlaf. Das ergibt ein Spiel wie Tiffy: viel Plüsch, aber nach wenigen Minuten schon sehr, sehr nervig.

 

16.

So, nachdem ich nach Kollege Kuhlhoffs Kopfnuss wieder zu mir gekommen bin und das Erbrochene vom Trikot gewischt habe, ein erster zaghafter Blick auf den Fernseher: Verpasst habe ich anscheinend nicht viel...

17.

Immerhin ein wenig Gefühlskino. Di Matteo trug als Chelsea-Spieler die Nummer 16, weshalb das Publikum in der sechzehnten Minute aufgestanden ist und gesungen hat. Gänsehaut, zentimeterdick. Immerhin das, wenn die Leute auf dem Platz schon nicht so viel hinbekommen.

21.

Na also: Die erste Chance. ManCity über die Außen, scharfe Flanke und in der Mitte schraubt sich Kopfballungeheuer David Silva in die Luft. Drüber.

23.

Ich habe magische Kräfte. Gerade als ich sagte, Dzeko noch gar nicht gesehen zu haben, ist der Bosnier im Bild und mault sich. Die bisher schönste Szene für mich. Vorschläge, welchen Spieler ich als nächstes hinfallen lassen soll bitte an online@11freunde.de. Abrakadabra

26.

Auf Chelseas rechter Abwehrseite spielt ein Mann, der ganze Scrabble-Runden in Massenschlägereien verwandeln kann: Cesar Azpilicueta. Wir notieren einen doppelten Wortwert und nehmen die Waschmaschine.

 

28.

Wooooooooooooooooooooooooow, erste Einachtelchance für ManCity. Und das kam so: Silva auf Agüero, der zieht in die Mitte und dann """""""""""""""""""""""""""""""""""$$$$$$$$$$$$$$$$$ *schnarch* – nichts!

 

28.

Zabaleta, auch kein Typ, dem man Abends am Autoscooter begegnen will. Oder sonstwo. Aber was er kann, dieser finstre Gesell, sind Einwürfe. Ein ganzes Rudel Einwürfe hat der da gerade in der Nähe der Eckfahne an den Mann gebracht. Völlig problemlos. Schon ein Highlight in diesem, räusper, Spitzenspiel.

32.

Die Stimmung in der Redaktion kippt so langsam. Kollege Kuhlhoff ist außer sich, von Katastrophe ist da die Rede und von Vollhorst. Nur weil James Milner die Angriffe verschleppt. Wenn da nicht bald was passiert, bekomm ich hier die nächste Kopfnuss.

34.

Wenigstens die Fans haben Spaß. Singen pausenlos und verarschen Ashley Cole. Aber was soll man auch sonst machen? Fußball gucken? Läuft ja kein Spiel...

36.

Ein Torschuss, unglaublich. Die sind in diesem Spiel so selten wie 3-Euro-Scheine. Und genauso viel wert, nämlich nix. Zabaleta huft die Murmel nämlich exakt in die Mitte des Tores, Chech hält ohne Probleme.

39.

Ein Freistoß von David Luiz, so lasch und erbärmlich aufs Tor geht, dass man sich Sorgen machen muss. Um Luiz Beine. Da kann doch was nicht stimmen. Tempoarm, sagt Kommentator Hagemann, sei das Spiel. So ein Quatsch, nur arm.

42.

Ui. Das war sie, die erste echte Chance für City. Die Protagonisten: Kolarov, der Kopf von Dzeko und der Kopf von Agüero. Leider nicht beteiligt: die Torgefahr. Ächz!

 

42.

Eieiei, Fernando Torres. Da geht ja gar nichts mehr. Ob ihn die Mitspieler »Flipper« nennen, weil ihm die Bälle so unberechenbar von den Schuhen springen?

45.

Marco Hagemann erfreut sich an den kleien Dingen. Sagt er. Ich nicht. Ich hasse diesen Carpe-Diem-es-sind-die-kleinen-Dinge-des-Lebens-Quatsch. Ich will Tore. Menno...

46.

Dinge, die wir jetzt lieber tun würden: unsere Hände in einen Fleischwolf stecken, einen Liter Altöl trinken, einen alten Thunfisch küssen, mit einem LKW voller Schafsmägen nach Rumänien fahren, Schusswaffen an uns selbst testen, Hoffenheim gegen Leverkusen gucken. Ja, es ist wirklich so schlimm. Halbzeit.

 

17:50 Uhr

...eeeeendlich Halbzeit. Ein Spiel wie eine Woche Grippe. Jetzt schnell in die VIP-Räume der Redaktion, da gibt's in der Halbzeit standesgemäß VIP-Essen. Waran-Carpaccio, Einhorn-Teewurst und Hummer, die so groß sind, das wir kleinere Hummer als Besteck benutzen. Wer hat, der kann, so siehts aus. Vielleicht kann auch ein Gläschen Schampus das traurige Spiel ein wenig verschönern. Wahrscheinlich aber nicht.

17:55 Uhr

Eins steht fest: Wer immer sich überlegt hat, dass wir dieses Spiel tatsächlich tickern, der sei gewarnt. Der Kollege Reich hat gestern bei der samstäglichen Jagd in der Hasenheide ein unbekanntes Wesen gefangen. »Ist in etwa so groß wie ein kleiner Kühlschrank, riecht wie nasse Käsefüße und sagt immer: 'Helft einer alten Omma doch mal aus dem Mantel'«, geifert der eifrige Jungjäger. Also, wer immer sich überlegt hat, dass wir dieses Spiel tatsächlich tickern, der hat ab heute einen neuen Mitbewohner. Viel »Spaß«!

 

18:01 Uhr

Neeeeeeeeeein, die Halbzeit ist zu Ende. Und: neeeeeeeeeeeeeeein, die Spieler kommen tatsächlich zurück. Wir kotzen Worte und melden uns, wenn Fernando Torres mal einen Ball anstoppen kann. Also 2019.

 

45.

Bisher alles fehlerfrei beim Anstoß, doch dann stolpert Hazard. Nur Dirty Dancing II kann schlimmer sein.

 

48.

Achtung, jetzt wird es spektakulär. Ashley Cole (ja, der ist Spieler bei Chelsea) in der Nähe des City-Strafraums. Ob er nicht auf die Stallorder gehört hat (Benitez: »Macht am besten das, was ihr könnt«) oder einfach mal Bock hatte, nicht verhöhnt zu werden, ist unklar. Jedenfalls schießt er in die Nähe des Tores. Und wir meinen nicht den spanischen Stürmer, der auch mitspielen soll.

51.

51. Minuten gespielt und Edin Dzeko setzt das erste Mal zum Sprint an. Ruhig Brauner!

 

53.

I-I-I-I-I-ch-f-f-f-f-f-f-fass-e-e-e-e-e-e-es-n-n-n-n-n-n-n-nicht! Wieder ein Torschuss von Chelsea. Wenn man so will, kann man sagen, dass Chelsea mittlerweile offenbar am Spiel teilnehmen will. Sie wissen offenbar nur nicht, wie das geht. Und City ist nun mal nicht der FC Bayern.

56.

Himmelarschundzwirn (dass ich dieses Wort tatsächlich mal schreiben muss, deswegen nochmal) Himmelarschundzwirn! Konter City, Yaya Touré, ein Körper wie ein Braunkohlebagger, ein Bankonto wie ein Ölmilliardär, ein Fußballer wie ein Wimmelbuch, dieser Yaya Touré spielt einen Katastrophenpass, für den mich mein C-Jugend-Trainer damals vor der gesamten Mannschaft ausgepeitscht hätte. Zurecht wohlgemerkt! Aber Yaya darf das, kriegt sogar noch Applaus von Agüero. In was für einer Welt leben wir eigentlich?!

58.

Wir ignorieren das Spiel und spielen ein eigenes, das wir »Hagemanns Floskel-Bingo« nennen. »Die Leichtigkeit fehlt« und »Ein Tor würde dem Spiel gut tun« habe ich schon. Jetzt noch »das erwartet schwere Spiel« und »Nimm du ihn, ich hab ihn sicher« und ich hab gewonnen.

59.

Da kann man vom Linienrichter auch mal ein wenig Fingerspitzengefühl erwarten. Torres geht allein aufs Tor zu und wird zurückgepfiffen. Abseits. Herr Schiri, dem Torres geht's nicht so gut zur Zeit. Dem hätte das Tor sicherlich gut getan. Und, ich sag's tatsächlich: dem Spiel auch...

60.

Kaum mach ich Witzchen über Torres, wird er wütend und knallt die Kugel mit 200 Kmh über das Tor. Vielleicht sollte ich ihn weiter reizen, den Torres. Ein bisschen Trashtalk hat noch niemandem geschadet. Vielleich beginnen dann die Torres-Festspiele?

64.

Klar, wenn nicht mal die Basics unfallfrei klappen, kann man es ja mal mit der Hacke probieren. So gesehen bei Eden Hazard. Schlimmer kann's nicht werden. Aber vielleicht ja noch ein wenig peinlicher...

66.

Mmmmhhh, Marco Hagemann, Language is his tool. Ashley Cole sei nervös, er sei aber ruhig geblieben. Was war er denn dann also? Beides? Nichts von beiden? So wie er spielt, ist er einfach sehr, sehr müde...

68.

Achmann, ich bin ein fröhlicher, freundlicher Mensch, aber dieses Schlafmittel von einem Spiel macht mich zum Zyniker. Vielleicht kann Carlos Tevez etwas daran ändern, der kommt nämlich gerade in das was ich nicht Spiel nennen möchte. Für Edin Dzeko, den ich seit heute nicht mehr Stürmer nennen möchte.

71.

Neu bei Chelsea im Spiel: Viktor Moses. Ein Spieler, der mir unbekannt ist, der aber anscheinend 11 Millionen Euro gekostet hat. Vielleicht liegt es an mir, vielleicht an allen anderen, aber irgendwo auf dem Weg hier zu diesem Spiel ist etwas in der Fußballer-Transferkosten-Matrix schiefgelaufen...

75.

Tevez haut das Ding einfach mal von der Eckfahne in Richtung Tor. Ecke, immerhin. Die verpufft aber und der Ball wird wieder irgendwo ins Mittelfeld gebolzt. So langsam kommen wir uns veräppelt vor. Wer spielt hier? Der FC Körle gegen den KSV Baunatal? Oderwieoderwas? Das Niveau hat den Weg ins Stadion anscheinend nicht gefunden...

79.

In London natürlich Regen. Sinnbildlich könnte man sagen, wenn man noch sprechen könnte. Aber nach diesem Witz von einem Fußballspiel kann man nur noch wütend alte Kickerhefte aufessen. Oder seine Berufswahl verfluchen. Also sinnbildlich jetzt.

 

80.

Immer wieder fallen Blaue über Rote, der vielleicht teuerste Menschenauflauf der Welt. Wir bestellen Extrakäse. Wenn schon kotzübel, dann aber so richtig.

 

82.

Ladys and Gentlemen, Mario Balotelli hat sich soeben seine Trainingsjacke ausgezogen. Endlich mal ein Highlight für den Jahresrückblick.

 

84.

Ecke, Ecke, Ecke, Ecke. Das Spiel ist mittlerweile zu einer Tafel Schokolade verkommen.

 

85.

Mitunter macht es den Eindruck, als würden die Spieler extra den Ball im Spiel halten, damit Mario Balotelli nicht mitmachen darf. Unfair finden wir. Wie auf Zuruf ballert deswegen Ashley Cole deswegen Chelseas zweiten Schuss auf das Tor. Das ist kein Witz. Leider!

 

86.

Noch so ein Highlight: Didier Drogba sitzt auf der Tribüne und hat sich als Steve Urkel verkleidet. Ist das hier am Ende nur eine Stunksitzung und wir haben den Gag nicht gerafft?

 

87.

Yaya Touré stolpert, Torres fällt um, Marco Hagemann plaudert von der »absoluten Schlussphase«. Ja komm, dann pfeif auch ab!

 

89.

Ab jetzt wird nur noch gerungen. Ein Spiel als Blumenkohlohr!

90.

Kriege sind schrecklich, Bolognese-Schnitzel scheußlich, rohes Hack einfach nur abstoßend – das alles kann man mit Worten umschreiben. Aber für dieses Spiel gibt es nur ein Wort: Grmpf!

90.+2

Balotelli kriegt an der Sechzehner-Kante einen Bodycheck von David Luiz, für den man in der NHL für Monate gesperrt würde. Doch statt Rot, statt Rudelbildung, statt Freistoß in aussichtsreicher Position (kotz), gibt es Gelb für Super Mario. Das geht wohl nur in England.

 

18:51 Uhr

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, das Spiel ist aus. Kollege Reich und ich umarmen uns wie Kriegsheimkehrer nach 14 Jahren Sibirien. Wir haben überlebt. Wie wissen wir auch nicht. Sehe ich da eine Träne der Rührung in Reichs Augen? Nein, es ist Wut. Die feuchte Wut eines Tickernovizen. Die Wut auf Fußball. Die Wut auf den Ticker. Und ich kann ihn verstehen. Auch ich bin wütend, kann aber nach Jahren an der Tickerklaviatur nichts mehr empfinden. Ich habe Paraguay-Japan weggesteckt und ich werde auch diese Frechheit von einem Spiel wegstecken. Wie ein Mann. Wie ein Mops. Wie ein hinkebeiniger Gnom. Jetzt gehen wir raus, in die Nacht und schreien kleine Kinder an. Und wenn jemand fragt warum, dann beißen wir ihm die Ohren ab. Wir sind wütend. Oder wie nennt man das, wenn man nieeeeee wieder Fußball sehen will? Gute Nacht, liebe Leidtragende. Tut uns leid, dass wir dieses Spiel übertragen haben. Also, bis nie.

 

18:51 Uhr

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, das Spiel ist aus. Kollege Reich und ich umarmen uns wie Kriegsheimkehrer nach 14 Jahren Sibirien. Wir haben überlebt. Wie wissen wir auch nicht. Sehe ich da eine Träne der Rührung in Reichs Augen? Nein, es ist Wut. Die feuchte Wut eines Tickernovizen. Die Wut auf Fußball. Die Wut auf den Ticker. Und ich kann ihn verstehen. Auch ich bin wütend, kann aber nach Jahren an der Tickerklaviatur nichts mehr empfinden. Ich habe Paraguay-Japan weggesteckt und ich werde auch diese Frechheit von einem Spiel wegstecken. Wie ein Mann. Wie ein Mops. Wie ein hinkebeiniger Gnom. Jetzt gehen wir raus, in die Nacht und schreien kleine Kinder an. Und wenn jemand fragt warum, dann beißen wir ihm die Ohren ab. Wir sind wütend. Oder wie nennt man das, wenn man nieeeeee wieder Fußball sehen will? Gute Nacht, liebe Leidtragende. Tut uns leid, dass wir dieses Spiel übertragen haben. Also, bis nie.

90.+2

Balotelli kriegt an der Sechzehner-Kante einen Bodycheck von David Luiz, für den man in der NHL für Monate gesperrt würde. Doch statt Rot, statt Rudelbildung, statt Freistoß in aussichtsreicher Position (kotz), gibt es Gelb für Super Mario. Das geht wohl nur in England.

90.

Kriege sind schrecklich, Bolognese-Schnitzel scheußlich, rohes Hack einfach nur abstoßend – das alles kann man mit Worten umschreiben. Aber für dieses Spiel gibt es nur ein Wort: Grmpf!

89.

Ab jetzt wird nur noch gerungen. Ein Spiel als Blumekohlohr!

87.

Yaya Touré stolpert, Torres fällt um, Marco Hagemann plaudert von der »absoluten Schlussphase«. Ja komm, dann pfeif auch ab!

86.

Noch so ein Highlight: Didier Drogba sitzt auf der Tribüne und hat sich als Steve Urkel verkleidet. Ist das hier am Ende nur eine Stunksitzung und wir haben den Gag nicht gerafft?

85.

Mitunter macht es den Eindruck, als würden die Spieler extra den Ball im Spiel halten, damit Mario Balotelli nicht mitmachen darf. Unfair finden wir. Wie auf Zuruf ballert deswegen Ashley Cole deswegen Chelseas zweiten Schuss auf das Tor. Das ist kein Witz. Leider!

84.

Ecke, Ecke, Ecke, Ecke. Das Spiel ist mittlerweile zu einer Tafel Schokolade verkommen.

82.

Ladys and Gentlemen, Mario Balotelli hat sich soeben seine Trainingsjacke ausgezogen. Endlich mal ein Highlight für den Jahresrückblick.

80.

Immer wieder fallen Blaue über Rote, der vielleicht teuerste Menschenauflauf der Welt. Wir bestellen Extrakäse. Wenn schon kotzübel, dann aber so richtig.

79.

In London natürlich Regen. Sinnbildlich könnte man sagen, wenn man noch sprechen könnte. Aber nach diesem Witz von einem Fußballspiel kann man nur noch wütend alte Kickerhefte aufessen. Oder seine Berufswahl verfluchen. Also sinnbildlich jetzt.

75.

Tevez haut das Ding einfach mal von der Eckfahne in Richtung Tor. Ecke, immerhin. Die verpufft aber und der Ball wird wieder irgendwo ins Mittelfeld gebolzt. So langsam kommen wir uns veräppelt vor. Wer spielt hier? Der FC Körle gegen den KSV Baunatal? Oderwieoderwas? Das Niveau hat den Weg ins Stadion anscheinend nicht gefunden...

71.

Neu bei Chelsea im Spiel: Viktor Moses. Ein Spieler, der mir unbekannt ist, der aber anscheinend 11 Millionen Euro gekostet hat. Vielleicht liegt es an mir, vielleicht an allen anderen, aber irgendwo auf dem Weg hier zu diesem Spiel ist etwas in der Fußballer-Transferkosten-Matrix schiefgelaufen...

68.

Achmann, ich bin ein fröhlicher, freundlicher Mensch, aber dieses Schlafmittel von einem Spiel macht mich zum Zyniker. Vielleicht kann Carlos Tevez etwas daran ändern, der kommt nämlich gerade in das was ich nicht Spiel nennen möchte. Für Edin Dzeko, den ich seit heute nicht mehr Stürmer nennen möchte.

66.

Mmmmhhh, Marco Hagemann, Language is his tool. Ashley Cole sei nervös, er sei aber ruhig geblieben. Was war er denn dann also? Beides? Nichts von beiden? So wie er spielt, ist er einfach sehr, sehr müde...

64.

Klar, wenn nicht mal die Basics unfallfrei klappen, kann man es ja mal mit der Hacke probieren. So gesehen bei Eden Hazard. Schlimmer kann's nicht werden. Aber vielleicht ja noch ein wenig peinlicher...

60.

Kaum mach ich Witzchen über Torres, wird er wütend und knallt die Kugel mit 200 Kmh über das Tor. Vielleicht sollte ich ihn weiter reizen, den Torres. Ein bisschen Trashtalk hat noch niemandem geschadet. Vielleich beginnen dann die Torres-Festspiele?

59.

Da kann man vom Linienrichter auch mal ein wenig Fingerspitzengefühl erwarten. Torres geht allein aufs Tor zu und wird zurückgepfiffen. Abseits. Herr Schiri, dem Torres geht's nicht so gut zur Zeit. Dem hätte das Tor sicherlich gut getan. Und, ich sag's tatsächlich: dem Spiel auch...

58.

Wir ignorieren das Spiel und spielen ein eigenes, das wir »Hagemanns Floskel-Bingo« nennen. »Die Leichtigkeit fehlt« und »Ein Tor würde dem Spiel gut tun« habe ich schon. Jetzt noch »das erwartet schwere Spiel« und »Nimm du ihn, ich hab ihn sicher« und ich hab gewonnen.

56.

Himmelarschundzwirn (dass ich dieses Wort tatsächlich mal schreiben muss, deswegen nochmal) Himmelarschundzwirn! Konter City, Yaya Touré, ein Körper wie ein Braunkohlebagger, ein Bankonto wie ein Ölmilliardär, ein Fußballer wie ein Wimmelbuch, dieser Yaya Touré spielt einen Katastrophenpass, für den mich mein C-Jugend-Trainer damals vor der gesamten Mannschaft ausgepeitscht hätte. Zurecht wohlgemerkt! Aber Yaya darf das, kriegt sogar noch Applaus von Agüero. In was für einer Welt leben wir eigentlich?!

53.

I-I-I-I-I-ch-f-f-f-f-f-f-fass-e-e-e-e-e-e-es-n-n-n-n-n-n-n-nicht! Wieder ein Torschuss von Chelsea. Wenn man so will, kann man sagen, dass Chelsea mittlerweile offenbar am Spiel teilnehmen will. Sie wissen offenbar nur nicht, wie das geht. Und City ist nun mal nicht der FC Bayern.

51.

51. Minuten gespielt und Edin Dzeko setzt das erste Mal zum Sprint an. Ruhig Brauner!

48.

Achtung, jetzt wird es spektakulär. Ashley Cole (ja, der ist Spieler bei Chelsea) in der Nähe des City-Strafraums. Ob er nicht auf die Stallorder gehört hat (Benitez: »Macht am besten das, was ihr könnt«) oder einfach mal Bock hatte, nicht verhöhnt zu werden, ist unklar. Jedenfalls schießt er in die Nähe des Tores. Und wir meinen nicht den spanischen Stürmer, der auch mitspielen soll.

45.

Bisher alles fehlerfrei beim Anstoß, doch dann stolpert Hazard. Nur Dirty Dancing II kann schlimmer sein.

18:01 Uhr

Neeeeeeeeeein, die Halbzeit ist zu Ende. Und: neeeeeeeeeeeeeeein, die Spieler kommen tatsächlich zurück. Wir kotzen Worte und melden uns, wenn Fernando Torres mal einen Ball anstoppen kann. Also 2019.

17:55 Uhr

Eins steht fest: Wer immer sich überlegt hat, dass wir dieses Spiel tatsächlich tickern, der sei gewarnt. Der Kollege Reich hat gestern bei der samstäglichen Jagd in der Hasenheide ein unbekanntes Wesen gefangen. »Ist in etwa so groß wie ein kleiner Kühlschrank, riecht wie nasse Käsefüße und sagt immer: 'Helft einer alten Omma doch mal aus dem Mantel'«, geifert der eifrige Jungjäger. Also, wer immer sich überlegt hat, dass wir dieses Spiel tatsächlich tickern, der hat ab heute einen neuen Mitbewohner. Viel »Spaß«!

17:50 Uhr

...eeeeendlich Halbzeit. Ein Spiel wie eine Woche Grippe. Jetzt schnell in die VIP-Räume der Redaktion, da gibt's in der Halbzeit standesgemäß VIP-Essen. Waran-Carpaccio, Einhorn-Teewurst und Hummer, die so groß sind, das wir kleinere Hummer als Besteck benutzen. Wer hat, der kann, so siehts aus. Vielleicht kann auch ein Gläschen Schampus das traurige Spiel ein wenig verschönern. Wahrscheinlich aber nicht.

46.

Dinge, die wir jetzt lieber tun würden: unsere Hände in einen Fleischwolf stecken, einen Liter Altöl trinken, einen alten Thunfisch küssen, mit einem LKW voller Schafsmägen nach Rumänien fahren, Schusswaffen an uns selbst testen, Hoffenheim gegen Leverkusen gucken. Ja, es ist wirklich so schlimm. Halbzeit.

45.

Marco Hagemann erfreut sich an den kleien Dingen. Sagt er. Ich nicht. Ich hasse diesen Carpe-Diem-es-sind-die-kleinen-Dinge-des-Lebens-Quatsch. Ich will Tore. Menno...

42.

Eieiei, Fernando Torres. Da geht ja gar nichts mehr. Ob ihn die Mitspieler »Flipper« nennen, weil ihm die Bälle so unberechenbar von den Schuhen springen?

42.

Ui. Das war sie, die erste echte Chance für City. Die Protagonisten: Kolarov, der Kopf von Dzeko und der Kopf von Agüero. Leider nicht beteiligt: die Torgefahr. Ächz!

39.

Ein Freistoß von David Luiz, so lasch und erbärmlich aufs Tor geht, dass man sich Sorgen machen muss. Um Luiz Beine. Da kann doch was nicht stimmen. Tempoarm, sagt Kommentator Hagemann, sei das Spiel. So ein Quatsch, nur arm.

36.

Ein Torschuss, unglaublich. Die sind in diesem Spiel so selten wie 3-Euro-Scheine. Und genauso viel wert, nämlich nix. Zabaleta huft die Murmel nämlich exakt in die Mitte des Tores, Chech hält ohne Probleme.

34.

Wenigstens die Fans haben Spaß. Singen pausenlos und verarschen Ashley Cole. Aber was soll man auch sonst machen? Fußball gucken? Läuft ja kein Spiel...

32.

Die Stimmung in der Redaktion kippt so langsam. Kollege Kuhlhoff ist außer sich, von Katastrophe ist da die Rede und von Vollhorst. Nur weil James Milner die Angriffe verschleppt. Wenn da nicht bald was passiert, bekomm ich hier die nächste Kopfnuss.

28.

Zabaleta, auch kein Typ, dem man Abends am Autoscooter begegnen will. Oder sonstwo. Aber was er kann, dieser finstre Gesell, sind Einwürfe. Ein ganzes Rudel Einwürfe hat der da gerade in der Nähe der Eckfahne an den Mann gebracht. Völlig problemlos. Schon ein Highlight in diesem, räusper, Spitzenspiel.

28.

Wooooooooooooooooooooooooow, erste Einachtelchance für ManCity. Und das kam so: Silva auf Agüero, der zieht in die Mitte und dann """""""""""""""""""""""""""""""""""$$$$$$$$$$$$$$$$$ *schnarch* – nichts!

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Auf Chelseas rechter Abwehrseite spielt ein Mann, der ganze Scrabble-Runden in Massenschlägereien verwandeln kann: Cesar Azpilicueta. Wir notieren einen doppelten Wortwert und nehmen die Waschmaschine.

23.

Ich habe magische Kräfte. Gerade als ich sagte, Dzeko noch gar nicht gesehen zu haben, ist der Bosnier im Bild und mault sich. Die bisher schönste Szene für mich. Vorschläge, welchen Spieler ich als nächstes hinfallen lassen soll bitte an online@11freunde.de. Abrakadabra

21.

Na also: Die erste Chance. ManCity über die Außen, scharfe Flanke und in der Mitte schraubt sich Kopfballungeheuer David Silva in die Luft. Drüber.

17.

Immerhin ein wenig Gefühlskino. Di Matteo trug als Chelsea-Spieler die Nummer 16, weshalb das Publikum in der sechzehnten Minute aufgestanden ist und gesungen hat. Gänsehaut, zentimeterdick. Immerhin das, wenn die Leute auf dem Platz schon nicht so viel hinbekommen.

16.

So, nachdem ich nach Kollege Kuhlhoffs Kopfnuss wieder zu mir gekommen bin und das Erbrochene vom Trikot gewischt habe, ein erster zaghafter Blick auf den Fernseher: Verpasst habe ich anscheinend nicht viel...

14.

Bisher bester Mann: Chelseas Oscar. Zaubert immer mal wieder ein Sahnepässchen aus seiner Mülltonne. Der Rest der Blues bisher leider so aktiv wie Samson im Winterschlaf. Das ergibt ein Spiel wie Tiffy: viel Plüsch, aber nach wenigen Minuten schon sehr, sehr nervig.

11.

Chancen sind hier bisher so oft tu sehen, wie Bikini-Schönheiten im Iran. Beide Teams scheuen den Strafraum wie ein halbwegs gesunder Mensch den Atomstandort Tschernobyl. Und dann wieder James Milner am Ball, der Uran Utan des Spiels, sozusagen. Wer findet die Geheimformel für den ersten großen Knall?

9.

Die erste wichtige Erkenntnis: Citys James Milner hat ein Gesicht wie ein geplatzter LKW-Reifen. Irgendwie faserig, irgendwie lückenhaft. Dafür hat er einen Körper wie ein Nilpferd. Hoffen wir also mal, dass er nicht mitliest.

5.

Die ersten Minuten sind um – und wir sind enttäuscht, denn: die Stimmung ist gar nicht so übel wie immer alle sagen. Chelsea-Fans singen irgendwas in ihrem Kauderwelsch. Das Spiel ist mehr so Rasenschach. Sehr teures Rasenschach wohlgemerkt. Aber wo bleibt Felix Magath?

3.

Großes »Hello« in der Leistengegend des Brasilianers Ramirez. Die hatte nämlich gerade eine Auffahrunfall mit der Hüfte von Gareth Barry. Und damit: Erster Auftritt von Eva Carneiro, Chelseas Physio-Milf. Lechz!

2.

Zum Start skandieren die Chelsea-Fans: »There's only one Di Matteo!« Benitez wird sich ärgern, wir freuen uns, wenn überhaupt mal in englischen Stadien gesungen wird.

1.

Tevez draußen, Terry verletzt, Lampard auch nicht dabei, Balotelli ebenfalls nur auf der Bank. Wir fühlen uns schon jetzt um die schönsten Duelle betrogen. Zum Ausgleich verpasse ich dem Kollegen Reich eine Kopfnuss. Im britischen Volksmund auch genannt: Anstoß!

16:56 Uhr

Oha, eine Statistik zum Niederknien: Fernando Torres hat in 79 Spielen für Liverpool 56 mal genetzt. Was? Torres? Der gleiche Fernando Torres, der in London so gar nichts mehr trifft? Höchstens mal Bekannte auf der Straße? Unglaublich...

16:48 Uhr

Kommen wir zum Sportlichen (oder zumindest zu dem, was wir für »sportlich« halten, denn die gesamte Redaktion besteht im Grunde aus leicht dicklichen Gnomen mit Hinkebein): Chelsea also mit neuem Trainer. Rafa Benitez ist dummerweise an der Stamford Bridge so beliebt wie chronischer Fußpliz. Egal, der Mann, der einst den Kollegen Gieselmann mit hohem Körpereinsatz zum Weltklasseverteidiger umschulen wollte (und scheiterte), steht nun mit roten Paustbacken am Mikro und spricht mit verliebten Lächeln über Fernando Torres. Seine Augen glänzen, als hätte er bereits ein Schaumbad eingelassen und die Unterhose mit Rosenblüten aufgefüllt. Kurzum: Er ist heiß!

16:45

Auffällig oft unter den Sky-Toren: Mr. Wayne Rooney. Schön auch die englischen Kommentatoren. Delicious Ball ist ab jetzt fester Bestandteil meines Vokabulars. Nicht so schön: Die ausbleibenden Kalauer via Email. Das geht besser...

16:42 Uhr

Nicht, dass ihr euch wundert, aber das Bezahlfernsehen zeigt gerade ein »Best of« der Premier-League-Tore, dazu englischer Kommentar. Kollege Reich ejakuliert mit den Augen, ich krieg die Futterluke nicht mehr zu. Hat jemand gesagt, die Bundesliga sei auf Augenhöhe mit der BuLi? Mit Torsten Oehrl? Mit dem VfL Wolfsburg? Ist das unser Ernst? Fuck off!

16:34

Lasset die Übertragung beginnen. Sky zeigt erstmal Tore aus der Premier League in Dauerschleife. Ohjaohjaohja, sage ich. Sparen wir uns doch das anstrengende Gedaddel zwischen den Buden und verbringen den Nachmittag mit diesen Leckerbissen. Bitte Sky, nicht aufhören. Das fühlt sich so richtig an...

16:26

Hach, Geld. Herrlich. Wenn man's hat. Noch herrlicher wenn man so absurd viel davon hat, dass man sich einen eigenen Fußballclub kaufen kann, den man dann gegen andere Fußballclubs von anderen Menschen mit absurd viel Geld antreten lassen kann. Das gefällt uns neureichen Schnöseln aus der 11FREUNDE-Redaktion. Also rein in die Hermelin-Joggingpeitsche und schnell in die gemütlichen Affenkopf-Slipper und ab auf die Couch: Gleich geht's los, Chelsea gegen ManCity im 11FREUNDE-Ticker.

14:27 Uhr

Für alle, die es interessiert: Ich gehe jetzt spazieren. So richtig mit Hund (nicht meiner) und Kind (nicht meins) und Freundin (Juchu, meine) und Freunden (auch meine). Für alle, die es nicht interessiert: Bis später!

14:25 Uhr

By the way: Heute ist Totensonntag. Gibt es auch Leichenfledderei bei Gags? Und wann kommt der Manta-Witz zurück? Und was ist eigentlich mit dem kleinen Fritzchen? Schickt mir eure besten Kalauer an online@11freunde.de und gewinnt eine Woche Lachen im 11FREUNDE-Keller. Sixpack garantiert!

14:24 Uhr

Und während ich hier mühsamn meinen Puls auf Fips-Asmussen-Niveau hochjazze, hat bild.de den guten, alten Blondinenwitz wiederentdeckt. Zum Beispiel den hier: "Warum freut sich eine Blondine so, wenn sie ein Puzzle nach sechs Monaten fertig hat? Weil auf der Packung steht: 2–4 Jahre!" Räusper...

14:19 Uhr

Gerade meldet sich der Kollege Reich, der ausgerechnet heute sein Tickerdebüt gibt. Was für ein Zufall, was? Jedenfalls lässt er von seinem Hausdiener George fragen, ob er lieber Hermelin oder Zobel zum Designerlaptop tragen soll. Will wohl Volksnähe simulieren. Ich bade derweil in Baked Beans und stricke mir einen Schal aus Ham&Eggs. Schaue mir jetzt noch die besten Szenen aus der Karierre des British Bulldog an, exe drei Pints und suche mir einen riesigen Muskelklops, der mich nach einer Provokation unterhalb der Gürtellinie quasi obelixhaft in das Tickerhauptquartier prügelt. Was tut man nicht alles für die beste Liga der Welt? Was tut man nicht alles für seine Fans? Hallo Mama!

14:01 Uhr

Gedanken, die ich gerade beim Frühstück hatte: Wenn Scheich Mansour und Roman Abramowitsch mal ihre Portokassen zusammenlegen würden, wäre dann Griechenland gerettet? Und was ist mit der Dritten Welt? Und dem Regenwald? Warum kaufen die beiden Dödel sich dann einen Fußballklub und verbrennen ihre Patte auf den Konten von Tevez, Torres und Schlagmichtod? Hätte mich dabei fast einer Scheibe Brot verschluckt. Bezeichnend!

12:10 Uhr

Dem steht die wunderbare Singalong Blue Day von Madness-Frontmann Suggs gegenüber. Hört ihr die lieblichen Stimmen von Gianfranco Zola, Gianlucca Vialli und Ruud Gullit? Die perfekte Aufstehmusik. Wir gehen uns mal kurz irgendwo Frühstück schnorren. Hamse mal ne Schrippe?

12:02 Uhr

Und weil wir auch einen kulturellen Bildungsauftrag zu erfüllen haben, halten wir euch bis kurz vor dem Anpfiff mit den beiden wunderbaren Vereinssongs bei Laune.
Los geht es mit dem City-Schmachtfetzen unseres Lieblingssaufbruders Liam Gallagher: Blue Moon. Und Achtung, es ist Damenwahl!

11:56 Uhr

Guten Tag, Richkids! Heute treffen in den Premier League die Klubs der Reichen und Schönen aufeinander. Chelsea empfängt ManCity, Ölmilliarden empfangen Ölmilliarden, Ist-Schon-Groß empfängt Möchtegern-Groß. Ab 16:30 Uhr live am Tickerklavier und geistig gewohnt bettelarm Benjamin »Haste mal 'n Euro?« Kuhlhoff und Stephan »Nomen est omen« Reich!

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