FC Chelsea
6
0
FC Arsenal

Chelsea – Arsenal im Liveticker

Die Gönners

Im Topspiel gegen Chelsea zeigten sich die Gunners gönnerhaft, luden die Blues zum fröhlichen Toreschießen ein und verzichteten höflich auf eine weitere Teilnahme am Titelrennen. Das 6:0 im Spitzenspiel unterstrich dabei auch José Mourinhos Lebensmotto: Man gönnt sich ja sonst nichts. Machte das halbe Dutzend voll: der Ticker.

15:45 Uhr

Tja, Freunde, so sehen Spitzenspiele in England aus. 6:0, jungejunge. Arsenal verabschiedet sich aus dem Titelrennen und fischt demnächst wieder in den MIttelmaß-Gefilden, an die es sich gewöhnt hat. Während José Mourinho wahrscheinlich gerade im Entmüdungsbecken sitzt, eine Zigarre in der Form des CL-Potts raucht, ein Glas Champagner im Wert eines Kleinwagens trinkt und mit sich selber Witze über Arsène Wenger macht. Der sich jetzt wahrscheinlich in einen unruhigen Altherren-Nachmittagsschlaf weinen wird. Was wir jetzt übrigens auch machen. In diesem Sinne...

91.

Der Schlusspfiff. Den Jose Mourinho nicht mehr erlebte – ist seit fünf Minuten in der Kabine und ext ein Pokalglas Konfetti nach dem anderen.

89.

Chelsea macht noch ein bisschen Feierabend-Gaudi, bisschen Finte, bisschen Pläsier. Arsenal trabt hinterher. Jeder Schritt eine Schelte.

86.

Vier Minuten noch. Oder umgerechet in die heutige Arsene-Wenger-Zeiteinheit: noch einen Arschtritt.

84.

Nochmal Schürrle mit dem Fernschuss, »warum nicht?«, fragt der Kommentator rethorisch. Naja, vielleicht aus Mitleid...

82.

Chelsea mittlerweile wie einst Udo Latteck beim Frühschoppen: Sie hören einfach nicht auf.

80.

Das Spiel jetzt verhaltener als Menowin Fröhlichs Bemühen, ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu werden.

77.

Willian und David Luiz haben – aus Ermangelung anderer Aufgaben auf dem Rasen - Zeit, ihre Performance als »Bruce & Bongo« zu veredeln. Und nehmen sie sich – mit einem Statement zum heutigen Heimspiel. Everybody's geil!

74.

Was haben Kieran Gibbs, Dr. Klenk und Andrea Nahles gemeinsam? Alle drei werden Arsenal heute nicht mehr helfen. Ob sie es überhaupt schon einmal konnten, wollten oder durften, ist eine ganz andere Frage.

72.

Salah. 6:0. Das gibt morgen einen verdammt bösartigen Kater bei Arsenal:
Beim Nochmal-Rumdrehen kippt das Bild verzögert mit, den Schweiß könnte man umgehend zurück in die Bierflasche füllen und berstender Kopfschmerz zieht einem fast den Schlafanzug aus. So volles Programm eben. Und Arsene serviert einen Shake aus rohem Ei, Champions-League-Qualifikation in Dnepropetrovsk und ganz viel Häme.


70.

Ziemlich schmerzhaftes, hässliches Ding, da geht nix mehr und es ist besser für alle, wenn es aus ist. Aber genug von den Effenbergs und zurück zum Spiel.

67.

Wow, 5:0 für Chelsea, Oscar mit der Innenseite aus 20 Metern. Für Arsenal ist das Spiel mittlerweile wie der erste Vollrausch als Teenie. Man freut sich total drauf aber dann fühlt es sich kacke an und irgendwann will man nur noch, dass es aufhört. Darauf einen Babalou. Würg.

66.

Tja, 0:4, im Jubiläumsspiel von Wenger ist Arsenal großzügig wie selten. Jetzt ein Kopfballchancechen nach Freistoß, aber Vermaelen zeigt sich höflich und köpfelt den Ball sachte wie eine Feder in die Arme von Cech. Die Gunners heute die Gönners.

63.

Sagnas jetzt über links. Wer hat ihm eigentlich zu dieser Frisur geraten? Sieht aus, als habe er einen exklusiven Ausrüstervertrag mit den Gummiwürmern von »Trolli«

60.

Chance für Santi Cazorla – trudelt am langen Pfosten vorbei. Am Spanier läuft hier heut auch vieles, das meiste, wenn nicht gar alles vorbei. Sein Tag ist nicht gebraucht, der ist missbraucht. Wie sich der Mann wohl gerade fühlt auf einer Skala von eins bis ... ähhhh … zwei?

56.

Carl Jenkinson legt Torres. Stetes Tackling höhlt den Stein.

54.

Die Harmoniewelle schwappt durch den Tickerkeller: Der Weltverband für Friedfertigkeit hat soeben sein Ranking veröffentlicht. Elfriede Jelinek läuft knapp vor Mutter Theresa auf Platz 3 ein. Uwe Seeler hatte davor gegen Primus Bacary Sagna, der heut wieder den Beweis seiner übernatürlichen Plüschigkeit antritt, nie wirklich eine Chance.

51.

Rosicky wie man ihn nicht kennt, holt den Schniztelklopfer raus und verarbeitet Aspilicuetas Sprungelenk zu Teewurst. Lecker. bzw. Würg.

48.

Überraschung: Chelsea besser, geht auf's 5:0. Doch Luiz scheitert an Szczesnys Solarplexus – gestärkt mit hartem Selbstgebrannten aus Warschauer Eckkneipen.

46.

So, weiter gehts. Anbei eine kleine Liste mit Dingen, die die Arsenal-Spieler jetzt lieber machen würden, als nochmal 45 Minuten Fußball zu spielen:

- 45 Minuten barfuß gegen Bahnschwellen treten.

- heißes Bratfett gurgeln

- 1000 mal Lemon Tree hören, gesungen von Menderes Bagci

- Delfinschwimmen im Klärwerksbecken

- sich in einem Performance-Kunst-Projekt die Hodensäcke an den Kabinenboden nageln

- die gesammelten Socken und Stutzen der Mannschaft zu Marmelade einkochen und essen

Ende der Liste

14:47 Uhr

Ob Mourinho dieses Good Game Empire zockt, von dem SKY immer schwärmt? Viel wichtiger: Was geschieht, wenn er verliert? Legt er Protest beim Browser ein? Klagt die Gilde an? Oder schickt er Ricardo Carvalho und Pepe in die Katakomben seiner Gegenspieler, damit sie deren Router aus der Dose grätschen?

14:44 Uhr

Dass die Premier League die beste Liga der Welt ist, sieht man auch daran, dass Sky in der Halbzeit die Highlights der ersten Halbzeit zeigt. Während einem in Deutschland während der Pause ein Lothar Matthäus das Hirn blutig loddart und man versucht ist, sich das Trommelfell mit einem Draht-Kleiderbügel aus dem Ohr zu popeln.

14:42 Uhr

Kleiner Service zur Halbzeit: Unsere beiden neuen Praktikanten stellen im Redaktions-Innenhof den bisherigen Spielverlauf fotografisch nach:

14:40 Uhr

4:0 zur Pause also. Und in den Katakomben geht Mourinho in die Arsenal-Kabine und setzt Wenger eine Clownsnase auf.

14:37 Uhr

45 Minuten rum. Und: Chelsea recycelt Arsenal. Trotzdem gibt es bei den Gunners heut zwei große Gewinner - den Teampsychologen und Mesut Özil.

45.

Chelsea selbstgefällig, mit richtig dicken Eiern. Genuß-Zentrum Stamford Bridge. Branislav Ivanovic zieht sich zum Halbzeitpfiff was Bequemes über und genießt auf dem leicht abschüssigen Platz jetzt einfach mal die Mittagssonne.


42.

4:0. In Worten: Vierzunull.
Torres auf Oscar. Arsenal wie ein Epileptiker vor dem Stroboskop.

40.

Was Schiri Marriner wohl in seiner Freizeit macht? Ob er zuhause auf dem Fernseher sitzt und den Sessel ansieht? Ob er sich, wenn er Hunger hat, Brot auf den Käse schmiert? Wir wissen es nicht.

38.

Puh, schlimme Tracht Prügel hier für Arsenal. Arsène Wenger sieht not amused aus...

35.

Komische Szene, dieser Platzverweis. Chamberlain scheint sein Vergehen sogar zugegeben zu haben, trotzdem hat Schiri Marriner Gibbs vom Platz geschickt. Klassischer Fall von Knick in der Optik, wie auch dieses Urlaubsfoto von Marriner beweist.

32.

David »Krusty der Clown« Luiz jetzt mit dem Fernschuss. Steigt danach aufs Einrad und fährt Trophäen jonglierend durch einen brennenden Reifen zum Eckball. Aber vorbei. Bzw. dädädädädädädääääädäääää

30.

Die Wiederholung der Elfmeterszene: Toni Tomic kommentiert mit Ruhepuls, Reich hingegen hebt es vom Tickerpult. Niederträchtig, diese Moderne.

28.

Cazorla und Luiz versuchen sich an einem gordischen Knoten aus menschlichem Gewebe. Sieht ein bisschen aus wie die Schlange bei unserem Fleischer zu Zeiten der Hack-Inflation. Und riecht wahrscheinlich auch so.

25.

Carglass repariert. Merte baut auf.

23.

Luiz – halb Mensch, halb Frisur - wird von Arteta abgeblockt. Der Spanier muss danach zur Bank, würgt ein Haarknäuel von der Größe des Frosches aus, den Wenger angesichts des Geschehens im Hals hat.

20.

Soeben erreichen uns erste Horrorbilder von Arsenals Bank. Smack!

19.

Schiri Andre Marriner dabei ähnlich ratlos wie Arsenal, schickt Gibbs runter, obwohl Oxlade-Chamberlain den Ball in feinster Mila-von-Yokohama-Manier zur Ecke gefaustet hat. Andererseits: Ist jetzt fast schon egal hier.

16.

Tja, 0:3 nach 16 Minuten durch Hazard. Arsenal ratloser als ein Farbenblinder beim Twister-Spielen. Sieht bisher auch ähnlich elegant aus. 

15.

Was. Für. Ein. Wahnsinn!
Hazard zieht ab, Chamberlain reflext den Ball zur Ecke. Andre Marriner schickt – logisch (?!) – Gibbs vom Platz. No-Appeasement-Politik.

13.

Merte auf Koscielny auf Merte auf Koscielny auf Gibbs auf Merte, zurück Szczesny. Arsenal klar am Drücker, geht auf ein spätes Tor.

10.

Puh, mehr Rambazamba in der Anfangsphase als im Schlafzimmer von Gina-Lisa. Nur viel, viel sexier.

7.

Großer Rabe Odins! Cazorla wie auf Meskalin, Matic auf Schürrle – der wemmst den Ball ins lange Eck. 2:0.

5.

Du lieber Himmel, hier geht's aber rund. Chance Giroud, vergeben, Konter Eto'o, Goooooooal, 1:0 Chelsea. Wer meint, die Bundesliga sei die beste Liga der Welt, sollte mal schnellstens einschalten. Hier in der Premier League schießen Früh-Rentner wie Eto'o hochgeschwindigkeitstore und das Spiel geht schneller hin und her als ein Tennismatch.

4.

Erster Angriff der Blues, aber Eto'o kommt einen Schritt zu spät und rauscht in Szczesny rein. Auf der anderen Seite juckt sich Cech nervös am Helm.

3.

Tomas Rosicky groß im Bild. Ein 33jähriger im Körper eines 15jährigen, sieht aus wie einer von Take That anno 1996. Sollte mal ein Schnitzel essen.

1.

Die Stamford köchelt einen derben Brei aus Nervosität, Adrenalin und Rivalität. Reich legt fiebrig »Szczesny«, »Azpilicueta« und »Koscielny« in die Zwischenablage und sich ins Wachkoma. Beängstigend. Meint: Es kann losgehen!

13:44 Uhr

Mourinho im Interview, ein Mensch gewordenes »Fuck You!« Nöl-nuschelt irgendwas ins Mikro, wir verstehen leider nur die Hälfte, spuckt dann den Journalisten an, zückt einen Spiegel in der Form der Champions-League-Trophäe und betrachtet erregt seine graumelierten Schläfen. Was heißt eigentlich »Schnösel« auf Englisch?

13:40 Uhr

Schürrle, Podolski, Mertesacker, Gnabry, Rosicky, Ba! So viel Bundesliga war zuletzt gestern Abend.

13:37 Uhr

Jose Mourinho – da stehen sich Vermögen und tatsächliche Optik irgendwie immer noch antithetisch gegenüber. Einerseits die Trainerkoryphäe mit Fürchtegott-Aura, andererseits ein Sakko, das zu besten Zeiten (Amtsantritt A. Wenger) mal blau war und der Look eines Tankwarts aus Duisburg.

13:33 Uhr

Schlimm, dieses Sky-Vorspanngedudel. Als hätten sich Pur und Captain Hollywood auf eine mit Wasser verdünnte Milch getroffen und den Titelsong für die seichteste Soap aller Zeiten geschrieben. In einem Fahrstuhl.

13:31 Uhr

1.000 Mal etwas zu tun, das hat schon was. Das muss man erstmal bringen. Erkennen wir neidlos an und haben uns an eine Liste der Dinge gesetzt, die wir heute zum 1.000 Mal gemacht haben:

- im Glauben aufwachen, voll der Bringer zu sein

- Zähneputzen (Aronal)

- von einer Gypsy Swing-Band mit Maite Kelly träumen

- von einem Baumarkt mit Maite Kelly tagträumen

- imaginärer High Five mit Tony Hawk

- Rührei (Soleier)

13:27 Uhr

Guten Morgen auch von mir, Freunde vor den PCs und mobilen Endgeräten. Samstag mittag, Ticker-Time. Wir sind noch ein wenig gerädert, nicht nur weil gestern Freitag war.  Wie ihr ja sicher wisst, haben zu Wochenanfang die Discounter die Preise für Billig-Fleisch gesenkt, was zu einer einwöchigen Dauerparty in der Redaktion führte. Mit Partyhüten aus Formfleisch und lecker Leberwurst-tini für alle. Jetzt sind wir ein wenig verkatert. Aber nix, was eine ordentliche Bloody Mary nicht richten könnte:

13:22 Uhr

Und – wie über die branchenüblichen Kanäle mittlerweile permanent penetriert – das ist also das 1.000 Spiel des Arsene Wenger als Trainer der Gunners. Arsene, das Fossil. Inthronisiert im September 1996. September 1996! 1996 – das war auch Nintendo 64, Klon Dolly und die Gründung von Freundeskreis. »Ein gutes«, befindet Reich, fährt sich durch die blondierten Strähnchen, summt »Lemon Tree« und zuppelt die Baggy zurecht.

13:18 Uhr

Eiderdautz, liebe Freunde. Chelsea empfängt Arsenal, das ist eine heiße Geschichte. Das ist das Spitzenspiel des Wochenendes. Das ist auch »der Gestörte gegen den Versager« wie uns der kicker weismachen will. Passend dazu hier ein »Verstörter« und ein »Ja-Sager«. Herzlichst Willkommen zum Mettigel der deutschen Sportberichterstattung!

13:15 Uhr

Für euch am digitalen Holster: Stephan »Shootout« Reich und Paul »Grace« Hofmann.


Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!