FC Chelsea
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FC Arsenal

Chelsea-Arsenal im 11FREUNDE-Liveticker

Alma Mata

Juan Mata dozierte an der Stamford Bridge, Arsenal verstand dabei so wenig wie ein Sportstudent, Per Mertesacker schlief seinen Erstsemesterpartyrausch aus und der Liveticker schrieb natürlich die komplette Vorlesung vorbildlich mit. Zwischen Exmatrikulation, Bierbong auf Ex, X-Zibit und Exfrauen: das Londoner Derby im Ticker.  

90.+5

Schluss. Und tschüss. Ein Fazit suchen Sie sich bitte aus den vorherigen Ticks zusammen. Grüße: Ulrich und Ehrmann.

90.+3

Ulrichs Handy klingelt. "Ja, Heiner... Jaja, wir kommen gleich... Okay, okay." Die Luft wird dünner für uns.

90.

Nachspielzeit: Fünf Minuten! Fünf!! Mi!!! Nu!!!! Ten!!!!! Das darf alles nicht wahr sein. Ulrich geht in den Hungerstreik. Ich habe mir die Fingernägel bereits bis auf den Knochen abgenagt. Das wird uns Olli Roggisch nie verzeihen.

88.

Wann ist endlich Schluss? Wir sitzen auf glühenden Kohlen. Der ultimative Beweis, dass "European Handball" in England keine Sau juckt, sind diese Ansetzungen der Premier League. Buh. Sage ich. Weiß Heuberger hinter mir. Und Kretsche.

87.

Jeder darf mal: Marko Marin macht sich bereit. Vielleicht kommen Ulrich und ich ja wirklich noch zum Zug. Der Kollege zieht sich schon mal den Pulli aus, dehnt sich die Schenkel. Ich inspiziere seine Schuhe. Alles okay.

83.

Demba Ba vergibt eine große Chance, hier das Ding einzutüten. Und Mick Jagger hat laut »Bild« eine sexy Echse als Tochter. »Kopf hoch«, rufen wir beiden zu. I ve got the blues.

81.

... dem alten Volvo von Vadda, dem Fahhrad, dem Bollerwagen, der Eselskarre. Demba Ba kommt für Torres. Muss noch den Bus kriegen. Torres-Syndrom.

79.

Torres verstolpert mittlerweile sämtliche Konter. Mehr Millionen als mit diesem Transfer wurden nur von der HSH Nordbank verprasst. Und jeder Chelsea-Fan hat wohl schon einmal gesagt: Den würde ich mit der Schubkarre zurück nach Liverpool fahren. Oder mit...

76.

Wenger holt jetzt Arshawin, der gerade dabei war, einem Haufen »Was macht eigentlich?«-Redakteuren Interviews zu geben. Spieler, die Wenger noch bringen kann: Pires, Bergkamp, Mickey Thomas, Charlie Chaplin, Senta Berger, Sigmar Gabriel, Johannes Ehrmann, Ron Ulrich, Otto von Bismarck und Bart Simpson. Obwohl: Letzterer fehlt. Gelbsperre.

74.

Beindruckend: Jack Wilshere hat in elf Spielen bereits dreimal Gelb und einmal Gelbrot gesehen. Daheim in Marseille zollt Joey Barton mit Standing Ovations Respekt.

71.

Es spielt: Arsenal. Es zittert: Chelsea. Abramowitsch hat sich oben auf der VIP-Tribüne schon komplett in den Nerz seiner Begleitung vergraben, wimmert dabei vor sich hin wie ein verendender sibirischer Zobel. Mantel des Greinens.

69.

Ron Ulrich lässt sich von der Atmosphäre auf den Rängen anstecken, tackelt meinen Kleiderschrank um und brüllt dazu: "Let's go fuckin' mental!!" Wenn das so weitergeht, schalte ich gleich um zum Afrika-Cup. Wobei, nicht dass Ulrich dann die Tröte rausholt.

66.

Chelsea in der zweiten Hälfte bisher wie ein verzogenes Einzelkind, das schon kurz nach der Weihnachtsbescherung nicht mehr mit seiner neuen Ritterburg spielen will. Die Frage ist nur: Bleibt Benitez wirklich im Schornstein stecken? Oder quetscht er sich noch irgendwie durch? Bleiben Sie dran.

63.

Jetzt wird's hektisch, Handball-Achtelfinale ist losgegangen. Wir üben uns im Multitasking, die Fernbedienung glüht. Deutschland 2:0 gegen Mazedonien vorne. Das sollte doch reichen. Also wieder zurück zur Premier League.

61.

London, es wird prickelnd. Und erstmals denken wir nicht an den ehemaligen Trikotsponsor des FC Homburg.

58.

Und da führen sie unsere Unkenrufe ad absurdum: Theo Walcott macht das 1:2. Arsenal schafft den Anschlusszug – mit Theo nach Lodz. Wenger im Nahtanz mit Vicky Leandros, busselt Ulrich Deppendorf ab, der gibt zurück zu Onkel Buhrow. Ein Nachmittag für Tommys.

55.

Die deutschen Handballer treten gleich an, während hier Arsenal weiter Ökologen-Fußball spielt. Stichwort: Aufbäumen.

52.

Arsenals Jack Wilshere bisher so oft in Erscheinung getreten wie David Bowie in den letzten zehn Jahren. Und wir stimmen mit allen Arsenal-Fans an: »Where are we now?«

52.

Damit das nicht untergeht: Torres nach wie vor von einem Tor so weit entfernt wie das Hauptquartier von Umbro von Umbrien.

50.

Noch nachzureichen haben wir natürlich die Meldung, die uns vom VfL Bochum erreichte: »Um 13:30 Uhr treten wir bei - 6 Grad und Schneefall auf dem Trainingsgelände am rewirpowerSTADION gegen Flota Swinoujscie aus Polen an.« Humor ist, wenn man es trotzdem macht.

49.

Nur so viel: Ich hatte mal eine rostige Tipp-Kick-Figur...

47.

Und plötzlich fällt Mertesacker der Ball nach einem Freistoß genau vor die Füße. Was an sich noch nichts Weltbewegendes wäre, doch das Ganze spielt sich im gegnerischen Sechzehner ab. Weshalb der gute Merte auch so verdutzt ist, dass wir über die folgende Aktion lieber keine Worte verlieren.

46.

Weiter geht's. Endlich, sagen die Blauen. Ächz, sagen die Roten. Joagutäh, sagen wir. Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel.

15:29 Uhr

Und irgendwo in München sitzt ein kleiner Franzose auf seinem Sofa und freut sich auf das nächste Champions-League-Spiel.

15:27 Uhr

In diesem Sinne ein erster Arbeitstitel für diesen Nachmittag: Schnee, der auf Elend fällt.

15:22 Uhr

Zwischenfazit: Die Luft ist raus wie bei Armstrongs Fantasie-Gestädnis nach den ersten fünf "yes". Überlege ernsthaft, aus lauter Langeweile eine Mountainbike-Tour mit Jan Ullrich durch die Berge Colorados zu buchen. Kostenpunkt schlappe 13.000 Euro. Was ist das schon gegen 45 weitere Minuten geballtes Arsenal-Elend?

15:20 Uhr

11FREUNDE-Ergebnisservice in der Halbzeitpause: Atromitos - Platanias 1:0, Lumezzane - Pavia 0:0, RB Leipzig - Verl 1:1, Turkmenistan - Litauen 0:0.

45.

Dass Arsenal noch einmal zurück kommt, ist so wahrscheinlich wie ein Wahlsieg von Lance Armstrong heute in Niedersachsen, nach dem er sich die Maske herunterzieht und Lukas Podolski zum Vorschein kommt. Also durchaus möglich. Halbzeit.

40.

Mata, immer wieder Mata. Was ein geiler Spieler, das hat uns schon Tom Waits erklärt. Hier. Und das war lange bevor der Mittelfeldstratege Brasiliens Frauenteam zu Erfolgen führte. Mata jetzt, also Martha, nicht Tom Waits. Aber wer wird schon kleinlich sein.

39.

Die Arsenal-Fans trösten sich gegenseitig in den Kurznachrichtendiensten dieser Welt. Twitter ist aktuell jedenfalls down.

37.

Sagna am Boden - rollt sich einfach in den Rasenteppich nach einem Stupser. Ich glaube, dass Arsenals Spieler einfach zur zweiten Halbzeit im Pub abhängen. Selbst in englischen Pubs ist die Chance geringer, so verprügelt zu werden.

34.

+++ Eilmeldung: Sigmar Gabriel stärkt Arsene Wenger den Rücken. Ganz egal, wie das Spiel heute ausgeht. ++++ Laut 11FREUNDE-Informationen haben die beiden sich aber schon zum Krisengespräch getroffen. Ulrich Deppendorf meldet sich aus der Stamford Bridge. Er sagt: »Die Spannung steigt.« Alles andere ist Spekulation.

31.

Der Lehrer ist definitiv Benitez in jungen Jahren. Ob er noch Kontakt zu Tia Carrere hat?

29.

Benitez obenauf, hat seine Mannschaft gut eingestellt. Aber was nützt das alles? Bei Chelsea-Fans ist er weiterhin so beliebt wie ein Sack Flöhe, der sich in der Unterhose verfängt. Doch schon einmal hat Benitez eine schwere Aufgabe gemeistert. Wer erinnert sich nicht an »High school high«?

28.

Weiter geht der lustige Reigen: Mata flankt auf Cole, der direkt weiter in die Mitte, wo eigentlich Torres stehen müsste. Doch der Spanier hat sich am Sechzehnerrand beim Käsekästchen gegen Cazorla verzettelt. Jeder kämpft auf seine Art gegen die Langeweile.

26.

Hazard, den Namen können Wengers Jungs heute wörtlich nehmen. Dribblings wie Dynamitstangen. Auf seinem Trikot steht: Handle with care. Sonst bumm.

23.

Hazard, Oscar und Mata hatten nicht mehr so viel Spaß, seit sie neulich im Hotelpool Quietscheentchen-Derby gespielt haben. Sie wissen nicht, was das ist? Schauen Sie mal da auf Ihren Fernseher, die Rot-Weißen, das sind die Quietscheentchen.

21.

Mata ist immer anspielbar, wenn es mal wieder schnell nach vorne geht. Dazwischen findet der Spanier, der zum ersten Mal in seinem Leben Schnee sieht, noch Zeit, sich ein gemütliches Iglu am Mittelkreis zu bauen.

18.

Die Defensive der Gäste gibt im Schneegestöber der Stamford Bridge ein Bild ab wie ein Haufen orientierungsloser Schlittenhunde, die in alle Himmelsrichtungen loslaufen wollen. Mit Per Mertesacker als blindem Leitwolf.

16.

Chelsea stürmt und stürmt. Die Arsenal-Abwehr muss sich vorkommen wie die Waschmaschine von der Bandenwerbung da im Hintergrund... Und kaum schreib ich's, haut, zack!, Szczesny den völlig freien Ramires um, kein Vertun: Elfer. Lampard, der nur in Länderspielen Engländer ist, schiebt lässig ein. 2:0.

15.

Chelsea bleibt spielbestimmend. Mertesacker dreht sich hin und her, fuchtelt herum, so als wäre er der menschgewordene »Gangnam Style«. Für Arsenal bisher ein Ritt auf der Rasierklinge. Brrrr.

13.

»You Wanker«, hört man über die Außenmikrofone. Das übersetzen wir jetzt nicht. Nur so viel: Es hat nur indirekt etwas mit wanken zu tun. Die Engländer also höflich-zuvorkommend wie immer.

12.

Bezeichnend: Das Twitter-Hashtag für die Partie ist #chears. Klingt wie einer besoffener Touri vom Kontinent, der in einer Londoner Hostelbar seinen neuen Freunden zuprosten will.

11.

Ivanovic an den Pfosten. Wir haben Chelsea nicht mehr so aufgedreht gesehen, seit 1998 die Sache mit der Zigarre rauskam.

8.

Doch vorausgegangen war ein Foul von Chelseas Ramires. Ramires, der hört sich schon so an wie ein Bösewicht aus Matt Damon-Filmen. Ramires, ein durchgedrehter Kriegsveteran, der aus der Einheit geschmissen wurde und nun auf einem Rachefeldzug den gesamten Planten unterwerfen will. Jetzt fängt er mit Arsenal an, dann geht es nach Niedersachsen.

6.

Erste strittige Situation im Strafraum von Arsenal. Dann Riesen-Chance für Olivier Giroud nach tollem Pass von Walcott. Doch so daneben wie Olivier Jones. Im Gegenzug dann TOOOOR. 1:0 durch Mata. Mata? Fahl, sagt Wenger.

5.

Nachzureichen gilt es: Am Sky-Mikro heute Toni Tomic. Freunde dürfen ihn vermutlich Toto nennen. Da wir vermuten, dass wir - zumindest für die kommenden knapp 90 Minuten - seine einzigen Freunde sind, halten wir es mal so.

3.

Capital clash und alle sind sie in Ehrmanns Bude. Tag der Entscheidung. Wir begrüßen auf der Couch von links Peer Steinbrück, Philipp Rösler, Jupp Heynckes und Olivia Jones. Einer wird heute zurücktreten. Ich tippe auf Ehrmann.

1.

Torres auf den frei stehenden Mata, direkt in den Fuß. Toll gespielt. Andere würden sagen: Anstoß.

14:26 Uhr

Interessante Neuigkeiten aus London: Es schneit. Das kennt man sonst nur von den Klos der einschlägigen Elektro-Clubs in Englands Metropole. Fernando Torres stiert beim Einlaufen verdächtig in Richtung Mittellinie, leckt sich das Zahnfleisch.

14:22 Uhr

Stupid me: Wurde falsch informiert ("Guardian"-Ausgabe vom April 1997) und habe mich die ganze Woche auf West Brom gegen Sunderland vorbereitet. Schmeiße jetzt zwölf A4-Seiten Notizen auf den Müll und freue mich, dass ich immerhin nicht Hoffenheim-Gladbach tickern muss.

14:20 Uhr

Schlechte Nachrichten, liebe Kölner. Euer Prinz ist nicht dabei (offiziell: krank, inoffiziell: Karneval). Ihr könnt euch also wieder hinlegen. Draußen wird eh gleich wieder dunkel.

14:15 Uhr

Grüß Gott, liebe Freunde, und herzlich willkommen zum laut Sky "meist gespielten Londoner Derby aller Zeiten". Chelsea gegen Arsenal, "Capital Clash" nennt das unser liebster Pay-TV-Sender. Wir haben das bis eben für den Klassenkampf frei nach Karl Marx gehalten. Völker, hört die Signale!

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