Borussia Dortmund
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Eintracht Braunschweig

BVB - Braunschweig im Liveticker

Mehr Knecht als Recht

Torsten Lieberknecht wollte seinem alten Kumpel Kloppo einmal den Abend versauen, stattdessen freute sich am Ende doch wieder die größte Grinsekatze der Bundesliga. 90 Minuten Glücksrad im armenischen Staatsfernsehen mit dem 11FREUNDE-Ticker.

19:25 Uhr

Effenbergs Fazit: "Unterm Strich war das ein Spiel." Mag sein. Aber: Unterm Strich schalten wir jetzt ab. Sorry, Valeska Homburg. Wer auch immer Sie sind.

19:24 Uhr

Ecki Häuser, die Maren Giltzer von Sky, hat sich in der Show vertan: "Jonas Hofmann, kann es sein, dass Jürgen Klopp total auf Sie steht?" - Hofmann (2): "Äh... weiß nicht." Extrem routiniert.

19:22 Uhr

Aus, schluss, vorbei. Dortmund und Braunschweig ignorieren sich 70 Minuten lang, dann beginnen sie plötzlich, Fußball zu spielen. Braunschweig kratzt (haha) noch kurz am Ausgleich, aber die Zeit reicht nicht mehr. Nur Geduld, liebe Eintrachtler. Nach 26 Jahren Amateurfußball kann man ruhig auch noch eine weitere Woche auf die ersten Punkte warten.

92.

Noch einmal: Theuerkauf. Für 300 Euro. Will lösen: "R.E.M.I.S." Schade, nein. Jetzt Sippel: "A.B.P.F.I.F.F." Ding, ding, ding, ding, ding, ding, ding. Sehr gut!

90.

Zwei Minuten noch. Und Glücksrad-Fan Klopp hat noch ein paar Konsonanten auf Lager. Ernstl und Ducksch stehen bereit.

89.

Und prompt steht's nur noch 1:2, denn Tooooooor für die Eintracht aus Braunschweig. Kopfball von Kevin Kratz nach einer Ecke. Ehrmann und ich liegen uns jubelnd in den Armen, weil uns die weite Welt der Wortwitze wieder ein Stückchen weiter offen steht. Dann die Ernüchterung: Eigentor Lewandowski. Schade.

87.

Also dieser Jonas Hofmann ist der heißeste Newcomer seit Lars Ricken. Kommt rein, macht das Tor und schindet noch nen Elfer. Jetzt muss er nur noch auf Heavy Metal stehen und eine coole Nike-Werbung drehen, dann ist ihm der Bravo-Otto sicher.

85.

Braunschweig will jetzt doch noch irgendwas versuchen. Es ist, wir können es vorweg nehmen: das Falsche. Foul an Hofmann. Wir verzichten diesmal auf Buchstabierungshilfen. Elfmeter durch Reus. Eh klar. Verladen. 2:0. Lieberknecht baut seinen Roulette-Tisch ab.

82.

Wenn sich die Braunschweiger jetzt ärgern, sollten sie bedenken: Es geht immer schlimmer. Zum Beispiel beim "KIA Fußballstammtisch". Da sind heute eine gewisse Valeska Homburg zu Gast, Stefan Effenberg und Willi Lemke. Und wenn wir richtig Glück haben, wird noch Rolf Töpperwien zugeschaltet und Oliver Welke erzählt seinen Lieblingswitz. Da büffeln wir lieber noch ein bisschen Vokabeln. M.H.K.H.I.T...

82.

Jetzt scheint der Bann gebrochen, Braunschweig hat nun mehr Probleme als Uli Hoeneß beim Besuch auf dem Finanzamt. Reus füllt Anlage 3B aus, zieht ab. Mkhitarian fragt kurz nach dem Sachbearbeiter, steht am offenen Schalter, legt nochmal zurück auf Lewandowski, der vergibt. Torsten Lieberknecht fragt wütend nach dem Beschwerdeformular.

79.

Hummels kann jetzt wieder das machen, was er am liebsten macht: Lange Dinger ins Nichts spielen. Wofür sie ihm bei 0:0 noch ans Hemd gegangen wären, finden jetzt irgendwie alle ganz okay. Alles zu seiner Zeit.

78.

Jonas Hofmann also. Endlich macht sich die legendäre Hoffenheimer Jugendarbeit mal bezahlt. Und irgendwo in Sinsheim sitzt Dietmar Hopp und mischt gedankenverloren einen Stapel Autogrammkarten aus der Saison 2008/09.

75.

Sorry, liebe Braunschweiger, aber: jaaaaaaaaaa! Vergessen Sie alle Zungenbrecher, liebe Leser, vergessen Sie Mixidingsbums, Blaschiwasweißich und den anderen da, denn dieses 1:0 schießt: Hofmann. Einfach: Hofmann. Ein F. Zwei N. Der Traum jedes Sportreporters. Nie war ein Tor so einfach.

74.

Der Schuss von Boland fällt im Grunde schon unter die Kategorie "Zeitspiel".

74.

Jetzt darf sogar Hummels mal mit nach vorne, verwechselt sich kurz mit Uwe Bein und spielt einen Zuckerpass genau in den Lauf von niemandem. Auf der anderen Seite verwechselt sich Boland mit einem Profifußballer und schießt aufs Tor. Vorbei, natürlich. Niemand hat hier vor, ein Tor zu schießen.

72.

Eine Partie jetzt wie eine typische erste DFB-Pokalrunde. Wenn der Underdog so nach 70 Minuten einfach komplett zusammenbricht. Theuerkauf hat seinen Dispo schon überzogen. Lieberknecht sitzt schon lange am Spielautomaten.

71.

So langsam dreht der BVB jetzt auf, die Abwehr der Braunschweiger wackelt wie eine Oma im anfahrenden Bus. Aubameyang tritt nochmal aufs Gas, Reus und Mkhitarian bleiben unfreundlich auf dem Vierer sitzen.  Wer hilft der Eintracht jetzt wieder auf?

70.

Micki! MICKI!!! Eiderdaus!

69.

Noch dabei: Micki. Seine Großchance als Sprechblase: Schockschwerenot!

67.

Obama raus. Die amerikanische Datenschutz-Bewegung packt auch zusammen und geht nach Hause.

68.

Reus ist immer noch ganz durcheinander nach seinem Abseitstor, guckt fragend in die Kamera:

66.

Es kann auch nach hinten losgehen mit diesen Zeichen. Reus ist so viel schneller als diese Partie, dass er beim Abseitspfiff schon den Ball erlaufen, den Torwart umspielt, ein Tor erzielt sowie ausgiebig gejubelt hat und gerade mit Theuerkauf Trikots tauschen will, als ihm Sippel andeutet, dass noch 24 Minuten zu spielen sind.

64.

Die Fans singen. Was genau, ist unklar. Wir hören: "Steht auf, wenn ihr gelangweilt seid." Das Stadion erhebt sich, nur Reif bleibt sitzen.

62.

Der späte Vogel gleich mit der Ecke, aber Bender köpft weit vorbei. Reich reicht's (ja, sorry), brüllt, zetert, stampft mit den Füßen auf. Verkauft dann (Stichwort: Zeichen setzen) Günter Kutowski bei Comunio. "Das wird nix mehr mit dem."

60.

Klopp wird das alles zu haarig. Das ist verständlich. Aber warum bringt er dann gerade Reus? Ein Wechsel wie eine Duftmarke: Kamm in and find out.

59.

Theuerkauf nun mit dem taktischen Foul, sieht dafür die Gelbe. Na wenigstens einer bringt Farbe ins Spiel.

58.

Aubameyang wurde mir neulich von einem BVB-Fan als "Odonkor, der was kann" beschrieben. Geht jetzt auf rechts an seinem Gegner vorbei, flankt dann aber genau auf den Kopf eines Braunschweigers. So ist das mit den Vorschusslorbeeren. Nicht jeder kann damit umgehen.

57.

Na gut, wenn hier eh nichts passiert, dann schwing ich mich mal auf mein Skateboard und hole eine neue Flasche Jägi. Die erste ist nämlich schon leer...

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55.

Mehr Fehlpässe jetzt als im Auffanglager Friedland. Klopp beantragt Asyl im Saarland. Will den FC 08 Homburg zu alter Stärke führen. Antragsgrund: "Suche neue Herausforderung".

54.

Den Dortmundern fällt auch nichts mehr ein. Sie schießen nur noch aus der Distanz, wobei sie so oft den Gegner treffen, dass sie sich bei der Bundeswehr als Scharfschützen bewerben könnten.

52.

"Für die Musik ist eindeutig Borussia Dortmund zuständig", erklärt Reif. Reicht dann noch den Zettel mit seinen Favoriten nach: "Comedian Harmonists (Frühphase). Beatles (die melodischen Stücke). Und Wagner (falls vorhanden)."

51.

Das gleiche Spiel wie in der ersten Halbzeit. In der Braunschweiger Hälfte ist mehr Manndeckung als im Schlafzimmer von Gina-Lisa. Und genauso wenig Bewegung wie im Fitnessraum von Rainer Callmund. Schmelzer hat auch keine Lust mehr, legt sich hin und bleibt liegen. Freistoß gibt es aber keinen. Bezeichnend.

50.

Hummels ist die ganze Lethargie jetzt auch leid. Gestikuliert hektisch am Mittelkreis. Wenn das so weitergeht, bedient er gleich Jacko mit einem Traumpass. Einer muss ja ein Zeichen setzen.

49.

Reif verliert langsam die Geduld. Hat mit den ganzen Dortmunder Konsonanten aber noch so seine Probleme, ruft daher hilfsweise: "Lauft, meine kleinen unaussprechlichen Freunde, lauft!"

48.

Wenigstens ein bisschen Glamour in diesem Spiel: Aubameyang hat sich einen Stern an die Schädelseite rasieren lassen. Ehrmann und ich sind begeistert, holen den Rasierer und eifern dem coolen BVB-Star nach. Vergessen dabei den bereits getrunkenen Jägermeister und die Tatsache, dass Feinmotorik generell nicht unsere Sache ist. Jetzt sehen wir aus wie eine Mischung aus Javier Pinola und Kevin Großkreutz. Direkt schaltet sich der Fernseher ab. Er hat sich erschreckt.

47.

Kruppke, das klingt so, als hätte ein erfolgreicher Wirtschafts-Tycoon sich noch ein kleines armes Anhängsel an den Namen gepappt, um ein bisschen volksnäher zu wirken. Es klingt also genau so wie Borussia Dortmund gegen Eintracht Braunschweig im Jahr 2013.

46.

Weiter geht's. Im Sinne von: "weiter".

18:30 Uhr

Jetzt sogar Nachhilfe für die Aktiven aus der Werbung. "Türen öffnen - ganz einfach." Jaja, tausend Mal gehört. Die traurige Wahrheit aber ist: Fußball ist ein einfaches Spiel, und am Ende verlieren meistens wir.

18.29 Uhr

Na gut, wir verarschen Sky, die verarschen uns. Fragen im Gewinnspiel, welches Team Hoffenheim in der Relegation geschlagen hat. Lautern-Fan Ehrmann beißt in die Tischplatte, zündet eine Kerze unter dem Bild des alten Fritz an und schwört dem Fußballgott blutige Rache. Ich rufe schnell bei Sky an, den Hauptgewinn von einem Satz SAP-Aktien will ich mir nicht entgehen lassen.

18:27 Uhr

Sky zeigt nun die vier Tore vom Nachmittag aus Nürnberg. Vier! Tore!! To-re. Aha. Klingt irgendwie vertraut, aber gleichzeitig auch seltsam unbekannt. Frage Reich. Er sagt: "Tore. Weiß nicht." Zieht dabei eine Schnute wie ein Zweijähriger. Das hat dieser Job schon aus uns gemacht.

18.26

In der Werbung läuft die Vorschau eines Ben Stiller-Films. Im Kontrast zu den unlustigen ersten 45 Minuten ist Ben Stiller richtig witzig. Unterhaltsam und clever. Fast würden wir den Film gerne sehen. Vielleicht noch mit Adam Sandler in einer lustigen Nebenrolle. Wir müssen kurz abschalten, dieses Spiel tut uns nicht gut.

18:22 Uhr

Im knallharten Doppel-Interview an Kastrops Mikro nun: Owomoyela und Sohnemann David. Der Kleine hat die Mechanismen des Geschäfts bereits verinnerlicht. "Wie alt bist du?" - "Weiß nicht." Ein echter Profi.

46.

Und unter dem Dauergesang der Braunschweiger Fans geht diese erste Halbzeit zu Ende. Was sie da genau feiern, ist derweil nicht zu klären. Vielleicht die Meisterschaft 1967.

45.

Eine Minute Nachspielzeit. Fällt uns schwer, das nicht als Drohung aufzufassen.

42.

Eine Saison dauert 34 mal 90 Minuten, plus bisschen mehr, das ist aus Dortmunder Sicht das Beruhigende. Aus Sicht des emotionslosen Beobachters (also nicht Klopp, nicht Lieberknecht, eher schon: wir) ist das erst mal erschreckend. Aber es kommen auch wieder andere Tage, reden wir uns gut zu. It's a Marathon, not a Sprint. Sonst würde Hoffenheim ja Meister.

42.

Braunschweigs Ken Reichel kommt über links, wird aber nix draus. Irgendwie sympathisiere ich mit Reichel. Mein Mathelehrer in der Mittelstufe nannte mich scherzhaft Reichel, aber irgendwann fing er an, seinen faustgroßen Schlüsselbund nach mir zu werfen und als ich nicht aufhörte, Fünfen zu schreiben, nannte er mich irgendwann nur noch Trottel, bis er dann gar nicht mehr mit mir sprach. Der echte Reichel kann es übrigens nicht besser, addiert Großkreutz und Hummels, vergisst aber die Variable seiner eigenen Unzulänglichkeit und heraus kommt eine verunglücktes Solo. Hätte er wissen müssen.

40.

Kuba, Micki, Lewa - könnten auch drei Halbstarke aus dem Hell's Kitchen der 70er Jahre sein. Passend dazu der Filmtitel zum bisherigen Spielverlauf: Sleepers. Mit Kevin Bacon als Jürgen Klopp.

38.

Jackson im Strafraum, tanzt Bender aus, dann aber: lachhafte Schwalbe. Frei nach der alten Hitsingle: We are the bird.

37.

Sahin mit dem direkten Freistoß. Ball fällt von oben aufs Tornetz. Stadion jubelt. Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun.

36.

Tja, das Leben ist unfair. Auf Kabel1 laufen die Nackte-Kanone-Filme, die für uns Flachwitzos ja in etwa so wichtig sind wie die Bibel für Christen. Aber wir müssen hier dem BVB dabei zusehen, wie er versucht, das Braunschweiger Beton zu durchbrechen. Dazu Reifs stetiges Lamento wegen des Regens. Traurig.

35.

Tja, was würde Dortmund jetzt helfen? Ein Schluck der "Blue Planet Energy" von der Werbebande? Aber nicht dass sich dahinter ein Schlafmittelchen aus Gelsenkirchen verbirgt. Ganz so schlimm steht's ja noch nicht.

33.

Und nun: Braunschweig! "Schau an!", brüllt Reif. Tatsache: eine Gelegenheit für die Lehrgeld-Zahler. Und, klar, es war: Theuerkauf. Lieberknecht rollt die mitgebrachten Groschen wieder ein.

32.

Die erste Ecke für Braunschweig. »Los, Breitner, hau ihn direkt rein«, schreit Ehrmann und gießt sich vom Jägi nach. »Dieser Breitner, das wird einer« sagt er, blickt auf die Uhr und erschrickt. »Verdammt, schon 2013«

31.

Reif startet schon den Abgesang auf den BVB. Redet das 4:0 in Augsburg schlecht. Okay, er muss die Sendezeit irgendwie füllen. Könnte aber auch was anderes schlecht reden. Sich selbst. Oder Jessica Kastrop. Oder die deutsche Außenpolitik. Die Inflation war im Übrigen ja auch schon mal niedriger.

30.

Tja, eine halbe Stunde gespielt und noch steht es hier 0:0, entgegen der Tipps von Ehrmann und mir, wonach es bereits 8:1 bzw. 12:0 stehen müsste. Aber so ist das eben, manchmal täuscht man sich halt. Ich spende ja auch seit Jahren für WWF und habe erst vorgestern erfahren, dass das Geld nicht an die Wrestler geht, sondern an Tiere. Pandas und so, muss man sich mal vorstellen.

27.

Plätschert jetzt eher so. Spiel, Regen, alles. Plitsch. Platsch. Plitschiplatsch. Lieberknecht versucht die Regentropfen am Dach über der Trainerbank zu zählen. Kommt nicht weiter als "Null". Fängt dann wieder von vorne an.

26.

Vorhin gelesen: Michael Zorc nennt Mkhitaryan tatsächlich nur "Micki". Praktisch, sind so doch Walt-Disney-Überschriften wie "Micki hat den Bogen raus" bereits vorgegeben. Eine Redaktion atmet auf: Der "Kicker" wird noch ein paar Jahre erscheinen. Sind ja auch mal gute Nachrichten in diesen Zeiten.

25.

Omar Elabdellaui am Ball, vertändelt ihn aber. Elabdellaoui ist übrigens der kleine Cousin von Stuttgarts Mo Abdellaoue. Passend irgendwie, denn Braunschweig wirkt hier wie der kleine Cousin einer Bundesligamannschaft. Irgendwie damit verwandt, aber man sieht es nicht direkt.

23.

Reif hat seine 70er-Jahre-Jugendkrimis auch alle gelesen, fordert jetzt, dass Dortmund "die Nuss knackt". Für den Enid-Blyton-Sauvant ist der Fußball ohnehin Woche für Woche aufs Neue eine Insel der Abenteuer.

22.

Reif jetzt so: "Also... ähm... ich kann mir gut vorstellen, was Sie jetzt wollen..." Bei aller Liebe, Marcelo: Ich glaube nicht.

21.

Aus unserer beliebten Rubrik »Fußballer, die klingen wie ein Kommentar zum Spiel der eigenen Mannschaft«: Ermin Bikakcic

19.

Braunschweiger mit Supernamen (1): Kevin Kratz. Hat sich die Fingernägel extra lang stehen lassen die Woche über. Stichwort Zweikämpfe.

18.

»Dass sie Dortmund nicht aus den Schuhen kombinieren, war klar«, kommentiert uns Reif aus den Schuhen. Und tatsächlich, Braunschweig steht so tief hinten drin, dass sie Gefahr laufen, das Stadion zu verlassen. Ein Braunschweiger hat die Nase voll und rennt vor Wut die Werbebande um. Richtig so, mal ein Zeichen setzen.

17.

Was uns Kinder der 80er nachhaltig irritiert: Ein Sokrates ohne Stirnband oder zumindest Bart. Und wo ist Zico? Verletzt? Schicke Reich in die Küche, soll mir noch einen Caipi machen. Mit buntem Schirmchen. Vielleicht wird die Welt dann klarer.

15.

Dortmund bislang mit 74 Prozent Ballbesitz, informiert Reif. Zahlen, die man sonst nur von Kommunalwahlen im Kaukasus kennt. Erststimme Mikhidingsbums.

14.

So so, Aubameyang ist also der schnellste Spieler der Bundesliga. Offiziell von der DFL gemessen, belehrt uns Reif. Aha. für so Schnickschnack ist also Geld da, für Dopingproben aber nicht, mh?

12.

Werden die Dortmunder Spiele jetzt eigentlich auch live in Armenien übertragen? Und wenn dann wo? Bei Radio Eriwan?

11.

Eine Frage, die sich viele Dortmunder Fans seit Jahren stellen: Was macht eigentlich Lothar Sippel? Heute können wir sie beantworten: Er pfeift Bundesliga.

10.

Seltsam, ein Spiel von Braunschweig zu kommentieren. Ein Spieler namens Ken Reichel liegt am Boden, weder Ehrmann noch ich kennen ihn. Den folgenden Freistoß führt ein anderer Spieler aus, den wir auch nicht kennen. Das ist, als müssten wir eine Partie aus der equadorianischen Brennball-Meisterschaft tickern.

9.

Eines muss man sagen: Diesem Obamayang merkt man die weltweite Kritik, die seit Wochen auf ihn einprasselt, bislang kaum an. Bewegungen, geschmeidig wie eine Tanzchoreografie: Prism is it.

8.

Die Dortmunder Standards bislang ähnlich gefährlich wie DFB-Ecken der Ära Löw. Auf einer katalanischen Couch schaltet ein bulliger Pudel um auf Stierkampf.

7.

Vielleicht sieht es nur so aus, aber Mkhitarian scheint Schuhgröße 56 zu haben. Ein großes, sich bewegendes L.  Vielleicht spielt er aber auch in Skistiefeln. Würde passen, so wie er direkt durch die Abwehr der Eintracht slalomt.

5.

Reif muss bei der Vorstellung der Eintracht-Transfers zum ersten Mal in seinem Leben die Wörter "Erzgebirge Aue" in den Mund nehmen. Spült ihn dann mit Seifenlauge aus und gurgelt hinterher mit einem Gläschen Moet-Chandon.

4.

Mkhitarian führt sich erstmal mit einem Fehlpass ein. Oder wie es in seinem Fall heißt: Ein Fhehlpyss

3.

Es regnet. Bezeichnend: Sky macht wieder mal alle nass.

2.

Großkreutz hat gestern noch die Meisterschaft 2012 ein bisschen nachgefeiert, legt sich lang hin, ein Braunschweiger (vielleicht Gersdorff) in die Mitte, dort verpasst ein anderer Braunschweiger (vielleicht Breitner) nur ganz knapp.

1.

Und los geht's. Weil wir uns so sehr über die Rückkehr von Eintracht Braunschweig in die Erste Liga freuen, haben Ehrmann und ich uns ein kleines Gimmick zum Ticker überlegt. Bei jedem Ballkontakt der Braunschweiger trinken wir einen Jägermeister, wer rülpsen muss, sagt "Breitner". Gruner + Jahr war von der Idee begeistert, hat spontan ein mobiles Magenauspump-Gerät springen lassen, damit wir es durchhalten. Nur die Rechtschreibung könnte ein wenig leiden, aber das ist ja bei dem BVB-Kader auch egal.

17:29 Uhr

Kleinere Rotatiönchen beim BVB: Reus nicht dabei. Gündogan hat Rücken. Götze war auch irgendwie unabkömmlich. Lieberknecht beginnt die Mission Neverland vorne mit Jackson. Mal sehen, ob er damit irgendjemanden belästigen kann heute.

17:29 Uhr

Aubameyang, Mkhitarian, Blaszczykowski- das Spiel hat noch nicht begonnen und schon liegt die Rechtschreibung 0:3 zurück.

17:27 Uhr

Sky macht einen auf Fanbasis: Unkommentierte Livebilder vom "You'll never walk alone". Unten am Spielfeldrand schunkeln Marc Arnold und Susi Zorc Arm in Arm. Kloppo will auch, sucht Lieberknecht, aber der hat sich hinter der Trainerbank versteckt. Ziemlich beste Freunde.

17:26 Uhr

Oh oh, denken Ehrmann und ich. Das Quäken kennen wir doch. Ist das Kermit der Reif? Tatsache. Marcel Reif demotiviert....äh...kommentiert dieses Spiel. Wenigstens die Dortmunder Fans können unsere Laune heben, singen You'll never walk alone. Ehrmann und ich schauen uns tröstlich an: Wir schaffen das schon, Reif hin oder her...

17:23 Uhr

Noch mal Werbung. Zeit zurückzuschauen auf das Rededuell der Emotional-Meister eben: Kloppo und Knechto. Klopp erzählte, dass Lieberknecht ihm nie was übelgenommen hat. Lieberknecht schwieg mit Leidensmine. Sprach dann pfälzische Vokabeln ins Mikro, "Gegnäh" (Gegner) und "sischäh" (sicher). Klopp lachte sein Haifischlachen. Hunderttausend Zähne. Und gleich dann so: haps.

17:21 Uhr

Sky knallhart, will erst schlüpfrige Geschichten über die Verhandlungen mit Schachtjor Donezk ("Agenten-Krimi, erzählen Sie doch mal!"), dann die Vertragsdetails von Robert Lewandowski. Susi Zorc mit der Standard-Einleitung aller Diplomaten: "Wir haben immer gesagt..." Der Rest ist so belanglos, dass er nicht zitierfähig ist. Wir haben immer gesagt, dass wir hier keine Chronistenpflicht erfüllen.

17:20 Uhr

Jetzt Michael Zorc, der über den Millionentransfer von Henrykh Mkytharian spricht. Er habe mit russischen Oligarchen verhandeln müssen, das sei natürlich nicht einfach gewesen, so Zorc weltmännisch. Marc Arnold steht ein wenig verloren daneben. Letzte Woche hat er für die Eintracht ein zweites Knax-Konto eröffnet und musste dafür sein Sparschwein schlachten. Jessica Kastrop steckt dem Kleinen tantenhaft einen Fünfer zu. Klappt es jetzt mit dem Königstransfer?

17:16 Uhr

Sky zeigt Jürgen Kramny, der mit Klopp und Lieberknecht einst zusammenspielte und, so Sky, damals mit Klopp im Doppelbett lag. Wie sich die Zeiten ändern. Heute liegt Klopp nur noch mit der gesamten deutschen Werbebranche im Bett.

17:12 Uhr

Tja, so kann's gehen: Da liegt man am Sonntagnachmittag mit der besten Freundin und der Kuscheldecke auf dem Sofa und guckt den Sex and the City-Film, da klingelt das Telefon: Los Junge, ab an den Ticker. Na gut, Fußball ist ja auch ok. Also den Einmal-Schnauzbart aufgeklebt, die Breitner-Perücke aufgesetzt und ab zum Kollegen Ehrmann, der schon Jägermeister trinkend auf dem Sofa hockt und Jürgen Klopp und Torsten Lieberknecht beim Flirten zusieht. Fast so romantisch wie Carrie und Mr. Big.

17:00 Uhr

Die älteren Eintracht-Fans erinnern sich trotzdem wehmütig an die Zeiten, als Branko Zebec noch das Zepter schwang. Bernd Gersdorff! Karl-Heinz Handschuh!! Die Dorfältesten pfeifen verstohlen durch den Mundwinkel "74-75" von den Connells.

16:53 Uhr

Noch mal zum Thema Lehrgeld, das die Braunschweiger, wie ich gerade lese, offenbar auch in rauhen Mengen gegen Bremen gezahlt haben. Warum hat die Vereinsführung den Kader dann nicht gleich an einer US-Elite-Uni eingeschrieben? Ist vergleichsweise deutlich günstiger, und nach einem Jahr hält man wenigstens garantiert was in den Händen. Statt nur den Master der Herzen (Hauptfach Masochismus).

16:50 Uhr

Braunschweig nimmt in diesem Jahr eine Rolle ein wie deutsche Sprintstaffeln bei Leichtathletik-Großereignissen. Über die Zeit noch irgendwie ins Finale gerutscht, und dann gegen die Bahamas oder Frankreich um den letzten Platz laufend. Als Mental-Trainer hat die Vereinsführung daher Marc Blume eingekauft. Dabei sein ist alles.

16:08 Uhr

Die schönste Überschrift der Vorberichterstattung haben sich aber unsere Freunde von Spox ausgedacht: "BVB fordert Lehrgeld von Braunschweig". Torsten Lieberknecht macht an der Tanke noch schnell nen Fuffi klein. Watzke hat angekündigt, gleich im Kabinengang zu kassieren. Klingelingeling, hier kommt der Heiermann.

16:03 Uhr

Stattdessen macht Kloppo offenbar unsere schlimmsten Befürchtungen wahr. Lässt heute zum ersten Mal den Neuen spielen. Den mit dem Namen. Mki... Micki... Mukx... na, hier, den Armenier halt.

16:00 Uhr

Die Frage zum Frühspiel lautet heute: Kann Jürgen Klopp nicht mal Javier Pinola seinen Implanteur empfehlen? Auch im Fußball gilt schließlich: Das Auge sieht mit.

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