Eintracht Braunschweig
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Borussia Dortmund

BTSV – BVB im Liveticker

Forever Aubameyang!

Dortmunds Auftritt beim Tabellenletzten glich der Expedition einer 14-Jährigen auf der Tattoo-Convention in Dortmund-Brackel: Ein bisschen Angst, vereinzelt Blut und viel Zaudern. Für Hochgefühle sorgte nur Pierre Aubameyang, der Ien Levin der Bundesliga. Entschwindet eitrig in den Feierabend: der 11FREUNDE-Liveticker.

13.25 Uhr

Und spärlicher als ihr Haarwuchs sind nur ihre Kader. Die Mitte ihres Lebens hatten sich Torsten L. und Jürgen K. irgendwie anders vorgestellt. Riskieren Sie eine Exkursion durch den Alltag der beiden zaudernden Fourtysomethings! Mit Zorn statt Maria Gresz ab 20.00 Uhr für Sie an der Kodak DEKO Pionier: Das 11FREUNDE TV MAGAZIN.

19:52 Uhr

Huhu.

19:52 Uhr

Haha.

19:53 Uhr

Guten Abend also vom Abstiegsgespenst und vom notorisch fröhlichsten Trainer der Bundesliga. Die beiden wollen heute Abend Hand in Hand arbeiten und mal wieder gewinnen. Was, wenn es klappt, zur Folge haben wird, dass es am Tabellenende genauso einsam wird wie an der Tabellenspitze.

19:55 Uhr

Ja, richtig. Braunschweig gegen Dortmund. Schon das Hinspiel sollte/musste/durfte ich tickern. Hab eben noch mal nachgeschaut. Und gleich wieder weggeklickt, als ich das Foto gesehen habe. Die haben da T-Shirts an! Verdammte Jahreszeiten. Verdammter Winter. Verdammte Freitagabende vor dem Laptop.

20:01 Uhr

Krise in unseren Köpfen. Krise auch bei den heutigen Gegnern. Nur der Bundespräsident mahnt uns zum Optimismus. »Dies ist das beste Deutschland aller Zeiten«, so Joachim Gauck gerade in der Tagesschau. Wenigstens einer ist schon in WM-Form. Ist das die Lösung für Löws Sechser-Problem?

20:06 Uhr

Oh! Die größte Zitrone der Welt. Verkleidet als Jürgen Klopp. Jessica Kastrop lässt sich vom grellen Outfit des BVB-Trainers zu einer poetischen Herleitung des Dortmunder Abwärtstrends inspirieren:

»Ich muss es wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.
 
Bis sie einst sprachen: Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!
 
Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!
Da wurden die Zitronen sauer.«

20:09 Uhr

Und weiter geht es durch alle Klassiker des Entertainment. Kastrop hat plötzlich eine künstliche Nase auf. Also: eine Clownsnase. Will dann Klopp auch eine andrehen. Der verweist, völlig zurecht, auf seine Daunenjacke (11FREUNDE berichtete) und deren Karnevals-Tauglichkeit.

20.20 Uhr

Ehrmann, diese manische Mutter Theresa des Wedding, schmeißt umsichtig den Ticker und empfängt mich trotz Verspätung mit der ihm eigenen plüschigen Herzlichkeit. Schuld an der Verzögerung bin logischerweise nicht ich, sondern die Deutsche Bahn – gebeutelt von einem Arbeitsethos, der in seiner Schlendrian gerade dem des Braunschweiger Angriffes gleichkommt.

20:21 Uhr

»Bröckelt das Denkmal Jürgen Klopp?«, will Kastrop abschließend von Lieberknecht wissen. Der holt gleich Hammer und Pickel raus und fängt an, Klopps Grinsen zu bearbeiten. Aber nichts zu machen.

20.27 Uhr

Was ist das eigentlich für ein Tag? Ich habe Wäsche gemacht, ALDI hat Teewurst im Angebot, die Onkelz sind zurück und Omar Jatta verlässt die Kickers. Wenn jetzt nicht Dietmar Erler Großkreutz auf links nass macht, wissen wir auch nicht weiter.

20:29 Uhr

»Lieberknecht rechnet sich was aus«, weiß Dittmann. Was, sagt er leider nicht. Vielleicht den Einkauf von heute Morgen. Da klappt es noch mit dem Punktesammeln.

1.

#anpfiff #hermelinermin #bico333

3.

Die Dortmunder ganz in Schwarz. »Wenn die Kicker Trauer tragen.« Der neue Arthouse-Film. Mit Donald Sutherland als Jürgen Klopp und Thorsten Lieberknecht als roter Kapuzenzwerg.

6.

Und da muckt Braunschweig das erste Mal richtig auf. Jan Hochscheidt schlappt den Ball durch die Extremitäten von »Comeback-Hummels« (all rights reserved J. by Ehrmann): Weidenfeller hat den Ball. Nach dem Hochscheidt kommt der Ball.

8.

»Jürgen Klopp am Seitenrand, unten links sehen sie ihn«, informiert Dittmann. Und wir dachten schon, es wäre ein Mitarbeiter der Braunschweiger Stadtwerke, der mit Signalweste eine Baustelle sichert.

10.

Braunschweigs Neu-Norweger Nielsen fremdelt noch. Aber was ist vom unehelichen Sohn von Brigitte Nielsen und Sméagol auch anderes zu erwarten?

12.

Jetzt ist es schon so weit, dass die Dortmunder sich von einem Rene-Rydlewicz-Verschnitt auf der Nase herumtanzen lassen müssen. Und das - gefühlt - nur ein paar Wochen, nachdem sie fast das Champions-League-Finale gewonnen hätten. Muss man ja auch mal feststellen.

14.

»14. Ein Reus-Standard von links bringt nichts ein.«

Die dokumentarischen, überparteilichen Beobachtungen werden Ihnen präsentiert von kicker.de.

15.

Dortmund versucht nach der anfänglichen Zittrigkeit nun, ein Kurzpassspiel à la Bayern aufzuziehen. Sieht nur ein bisschen schlechter aus als bei den Münchnern derzeit. So ungefähr 16 Punkte. Ja, das kommt hin.

17.

Hummels leitet mit einem Befreiungsschlag à la Thorsten Fink 1999 die nächste Braunschweiger Chance ein. Sind das noch die Nachwehen der Verletzungspause oder doch auch bei ihm schon die ganz normale WM-Frühform?

20.

Nehme jedwedes Nielsen-Bashing zurück! Der Mann mit dem elaborierten Vornamen lässt drei Dortmunder stehen, scheitert erst an Mitspieler Ademi und Ehrmanns Raunen. Ein Dribbling so spritzig wie ein Betriebsausflug der Hamburg-Mannheimer nach Budapest.

23.

»Dortmund sucht den Schlüssel«, so Dittmann. Vielleicht hat ihn Klopps alter WG-Kumpel Lieberknecht noch? Klopp ruft den Aufsperrdienst, doch der hat einen Vorvertrag in München unterschrieben und weigert sich den Auftrag anzunehmen.

26.

»Es riecht nach Überraschung«, onkelt der SKY-Mann. Es riecht nach der einzigartigen Kombination aus Parfum und Entertainment, finden wir.

28.

Sahin beim direkten Freistoß von der rechten Strafraumkante. Gleiche Position wie gegen Augsburg. Aber Davari guckt auch die Sportschau, ist rechtzeitig in der Ecke. Nimmt die Glückwünsche seiner Mitspieler betont gelassen entgegen: »Standard.«

29.

Schmelzer fabriziert die Mutter aller Stockfehler, wackelt an der Außenlinie rum als hätte er in der Kabine drei Flaschen Valpoliccela geköpft.

31.

Lewandowski Flanke. Aubameyang Tor. Aber wie! Aber wie!! Und in die Träume der armen Braunschweiger platzt ein knallgelbes Michelin-Männchen mit Basecap. Morgäääääääähn.

33.

Trotz der Führung atzt die junge Bienenkönigin Klopp so unablässig an der Seitenlinie herum wie man sie kennt und fürchtet. Jähzorn ist sein Honig.

36.

Das bisherige Spiel aus Dortmunder Sicht: Fehlpass. Fehlpass. Fehlpass. Tor!! Fehlpass. Fehlpass.

40.

Und so langsam wird uns klar, was die Kollegen von den »Ruhr Nachrichten« meinten, als sie im Vorbericht schrieben: »Die halbe BVB-Kapelle soll Eintracht Braunschweig den Marsch blasen.« Dürfen wir dieses Spiel also als Aida-Triumphmarsch in Superslowmo begreifen? Mit Lewandowski an der Vuvuzela und Aubameyang an der Achseltuba.

42.

To... ähhh Toll kombiniert. Aber? Abseits. Aubameyang. Für mehr Alliterationen kontaktieren Sie bitte boris.becker@11freunde.de. Danke.

44.

»Großkreutz immer gut dabei«, raspelt Dittmann Süßholz an Kevins Amygdala. Nur in der Schule war er nicht so gut. Und auch nicht so oft.

45.

Social-Media-Profi Hofmann erklärt mir (Generation C64) das »Twitter-Phänomen Bicakcic«. Ich komme da nicht mehr mit. Wie? Was? Getwitter? Wo? In Saarbrücken?

45.+1

Und Ende der ersten zwei Viertel. Braunschweig spielt, Dortmund trifft. Irgendwie restschön.

21:25 Uhr

Wie dürfen wir uns die Halbzeitansprache von Thorsten Lieberknecht vorstellen? Versucht er es mit umgekehrter Psychologie und säuselt auf seine Spieler ein - oder macht er direkt den Glatzeder? So oder so steht zu befürchten, dass die Braunschweiger wieder rausgewählt werden, auch wenn noch 15 Prüfungen anstehen.

21.28 Uhr

Das Wort zum Freitag heute als Zeichnung von 11FREUNDE-Mann Ilja B.! Seine Illustration des Lieberknechtschen Gedankenkosmos':

21:32 Uhr

Sky hat Herz. Zeigt Bepanthen-Werbung. Heilsalbe für verwundete Fußballer-Egos. Lieberknecht schickt den Zeugwart zur Not-Apotheke.

46.

Weiter geht's. Noch 45 Minuten bis zum Wochenende. Oder was man so dafür hält.

48.

Lieberknecht schickt Norman Theuerkauf »weiter raus«, taktikfuchst Dittmann. Immer mehr arglose Mittelfeldspieler werden an den Spielfeldrand gedrängt! Gegen Theuerkaufizierung!

50.

Hummels diesmal mit einem tollen Befreiungsschlag. Siehste, geht doch. Wenn er das jetzt noch am eigenen Sechzehner hinkriegt, statt vor dem Braunschweiger Tor, kann in Brasilien nix mehr anbrennen.

53.

Großkreutz fällt Hochscheidt. Der Trakehner Wallach unter den Außenverteidigern ist sich keiner Schuld bewusst, trottet Richtung eigenen Strafraum und lässt sich Bender die Schuhe zubinden. Doppelknoten bitte!

55.

DA. IST. ES. Benjamin Kessel – dünner und leistungsfähiger als ein chinesischer Reisbauer zum 1:1. Ehrmann schwankt noch, ob er die Hände über dem Kopf oder vor dem Körper zusammenschlagen soll.

57.

Viel wichtigere Erkenntnis (finde ich): Carsten Wolters braut jetzt anscheinend sein eigenes Pilsener. Legt zumindest das Werbebanner da hinten in der Kurve nahe. Schmeckt ein bisschen nach feuchtem Rasen und ein bisschen nach Alu. Lecker.

59.

Jetzt bedankt sich tatsächlich der Stadionsprecher bei den 23.500 Zuschauern, die gekommen sind. »Ausverkauft!«, jubelt er. Klopp würde milde lächeln, wenn ihm sein berühmtes Lächeln nicht irgendwann vor Weihnachten abhanden gekommen wäre. Zusammen mit diesem Schlüssel, den er mal hatte, der mit dem Anhänger, auf dem »Moderner Erfolgsfußball« steht.

61.

Reichel riskant zurück Richtung Davari. Aubameyang sprintet dazwischen, zieht dabei einen Schweif hinter sich her. Belichtet Sky seine Bilder jetzt Langzeit?

64.

Immerhin hat Dittmann noch Sinn für Humor. Weist auf die »100. Sendung von 'Mein Stadion'« hin, die »gleich im Anschluss« kommt. Ist, richtig, Kai. Bzw.: Nö, da können wir leider nicht. Müssen noch das hier zu Ende gucken:

65.

Hahahahahaaarghhh. 1:2. Reus sahnig auf Aubameyang, dessen Endlevelabschluss ins lange Eck hartherziger als unser Redaktionsfleischer.

67.

»1967 war Braunschweig Deutscher Meister«, weiß Dittmann, »danach gab's nicht mehr so viele Erfolge.« Und wie die Zeichen derzeit stehen, wird auch heute keiner dazu kommen.

70.

Kessel wemst Reus über die Seitenkreide. Aber undurchdachte Werner-Witze stehen hier unter Strafe.

72.

Hummels übt weiter. Will seine Lange-Hafer-Allergie loswerden. Pflügt aber diesmal nur den Braunschweiger Boden um. Bricht sich dabei fast den Knöchel. Getting there, Mats, getting there.

75.

Lewandowski vor dem leeren Tor, doch Kessel spannt den Rettungsschirm auf. Der Mann hat sich vollkommen der Sicherung "defensiver Stabilität im gesamten Braunschweiger Strafraum-Gebiet" verschrieben.

77.

Okay, jetzt haben wir sie: Die Szene, die dieses Spiel als Ganzes beschreibt. Sie geht so: Reus versucht ein Dribbling, rutscht aber auf dem Ball aus und semmelt dann in Kessel rein. Es gibt Freistoß. Wenn Fritz stattdessen abgepfiffen hätte, wär hätte sich beschwert? Ich nicht.

82.

DIe Braunschweiger gehen auf dem Zahnfleisch, wie man immer so schön sagt, bzw.: so hässlich. Denn irgendwie muss ich dabei immer an Zahnfleischbluter-Murphy von den Simpsons denken. Diese letzten Minuten gleichen aus Sicht der Gastgeber einem traurigen Jazz-Stück auf einem verstimmten Saxofon.

85.

Pfitzner latscht daneben, schüttelt den Kopf und blickt verdrossen gen Lieberknecht. Die beiden haben einen Plan. Sollte das mit Pfitzner und dem Profifußball doch nichts mehr werden, hat sich der findige Niedersachse bereits eine Marktlücke erschlossen: Europäische Haustiere in exotische Länder schmuggeln. Tauben nach Togo, Goldhamster nach Borneo, Rauhaardackel nach Costa Rica.

87.

»Boah, das war knifflig«, ruft Dittmann, der Einerpasch der Sportberichterstattung. Alea iacta est. Was so viel heißt wie: Das wird nix mehr, Junge.

89.

Braunschweig will will will. Kann kann kann aber nicht. Doch zu spät ist es noch nicht. Oder Conny?

90.

Unfassbar! #ermin #seelerreminiszenz #innenpfosten #daspechistgelbgewandet

92.

Gleich ist Schluss. Braunschweig hat nach aktuellem Stand weiterhin zwölf Punkte. Wie viel braucht man noch mal für den Klassenerhalt, 20 oder so, richtig? War nie besonders gut in Mathe, aber ich denke, das könnte klappen.

22.20 Uhr

Lieberknecht holt sich das Trikot von Marco Reus. Smells like Abschiedstournee. Und damit meine ich nicht Reus.

22.24 Uhr

»Wo ist der Rasen? Schon Schluss?« Ehrmann erwacht nassgeschwitzt aus seinem Tunnel – war wieder im Broiler-Forum Uckermark versunken.

22.27 Uhr

Jan Hochscheidt im Fieldinterview, gibt sicht eher verschlossen. Da quillt das erzgebirgische Naturell aus jeder Pore.

22.31 Uhr

80 Prozent Abstiegswahrscheinlichkeit haben die Statistik-Profis von Sky soeben für die Braunschweiger Eintracht ausgerechnet. 100 Prozent Feierabend-Wahrscheinlichkeit habe ich gerade für Hofmann und mich ausgerechnet. Machen wir es wie das Team von Lieberknecht: Das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Einen schönen Abend, bleibt uns gewogen.

22.31 Uhr

80 Prozent Abstiegswahrscheinlichkeit haben die Statistik-Profis von Sky soeben für die Braunschweiger Eintracht ausgerechnet. 100 Prozent Feierabend-Wahrscheinlichkeit habe ich gerade für Hofmann und mich ausgerechnet. Machen wir es wie das Team von Lieberknecht: Das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Einen schönen Abend, bleibt uns gewogen.

22.27 Uhr

Jan Hochscheidt im Fieldinterview, gibt sicht eher verschlossen. Da quillt das erzgebirgische Naturell aus jeder Pore.

22.24 Uhr

»Wo ist der Rasen? Schon Schluss?« Ehrmann erwacht nassgeschwitzt aus seinem Tunnel – war wieder im Broiler-Forum Uckermark versunken.

22.20 Uhr

Lieberknecht holt sich das Trikot von Marco Reus. Smells like Abschiedstournee. Und damit meine ich nicht Reus.

92.

Gleich ist Schluss. Braunschweig hat nach aktuellem Stand weiterhin zwölf Punkte. Wie viel braucht man noch mal für den Klassenerhalt, 20 oder so, richtig? War nie besonders gut in Mathe, aber ich denke, das könnte klappen.

90.

Unfassbar! #ermin #seelerreminiszenz #innenpfosten #daspechistgelbgewandet

89.

Braunschweig will will will. Kann kann kann aber nicht. Doch zu spät ist es noch nicht. Oder Conny?

87.

»Boah, das war knifflig«, ruft Dittmann, der Einerpasch der Sportberichterstattung. Alea iacta est. Was so viel heißt wie: Das wird nix mehr, Junge.

85.

Pfitzner latscht daneben, schüttelt den Kopf und blickt verdrossen gen Lieberknecht. Die beiden haben einen Plan. Sollte das mit Pfitzner und dem Profifußball doch nichts mehr werden, hat sich der findige Niedersachse bereits eine Marktlücke erschlossen: Europäische Haustiere in exotische Länder schmuggeln. Tauben nach Togo, Goldhamster nach Borneo, Rauhaardackel nach Costa Rica.

82.

DIe Braunschweiger gehen auf dem Zahnfleisch, wie man immer so schön sagt, bzw.: so hässlich. Denn irgendwie muss ich dabei immer an Zahnfleischbluter-Murphy von den Simpsons denken. Diese letzten Minuten gleichen aus Sicht der Gastgeber einem traurigen Jazz-Stück auf einem verstimmten Saxofon.

77.

Okay, jetzt haben wir sie: Die Szene, die dieses Spiel als Ganzes beschreibt. Sie geht so: Reus versucht ein Dribbling, rutscht aber auf dem Ball aus und semmelt dann in Kessel rein. Es gibt Freistoß. Wenn Fritz stattdessen abgepfiffen hätte, wär hätte sich beschwert? Ich nicht.

75.

Lewandowski vor dem leeren Tor, doch Kessel spannt den Rettungsschirm auf. Der Mann hat sich vollkommen der Sicherung "defensiver Stabilität im gesamten Braunschweiger Strafraum-Gebiet" verschrieben.

72.

Hummels übt weiter. Will seine Lange-Hafer-Allergie loswerden. Pflügt aber diesmal nur den Braunschweiger Boden um. Bricht sich dabei fast den Knöchel. Getting there, Mats, getting there.

70.

Kessel wemst Reus über die Seitenkreide. Aber undurchdachte Werner-Witze stehen hier unter Strafe.

67.

»1967 war Braunschweig Deutscher Meister«, weiß Dittmann, »danach gab's nicht mehr so viele Erfolge.« Und wie die Zeichen derzeit stehen, wird auch heute keiner dazu kommen.

65.

Hahahahahaaarghhh. 1:2. Reus sahnig auf Aubameyang, dessen Endlevelabschluss ins lange Eck hartherziger als unser Redaktionsfleischer.

64.

Immerhin hat Dittmann noch Sinn für Humor. Weist auf die »100. Sendung von 'Mein Stadion'« hin, die »gleich im Anschluss« kommt. Ist, richtig, Kai. Bzw.: Nö, da können wir leider nicht. Müssen noch das hier zu Ende gucken:

61.

Reichel riskant zurück Richtung Davari. Aubameyang sprintet dazwischen, zieht dabei einen Schweif hinter sich her. Belichtet Sky seine Bilder jetzt Langzeit?

59.

Jetzt bedankt sich tatsächlich der Stadionsprecher bei den 23.500 Zuschauern, die gekommen sind. »Ausverkauft!«, jubelt er. Klopp würde milde lächeln, wenn ihm sein berühmtes Lächeln nicht irgendwann vor Weihnachten abhanden gekommen wäre. Zusammen mit diesem Schlüssel, den er mal hatte, der mit dem Anhänger, auf dem »Moderner Erfolgsfußball« steht.

57.

Viel wichtigere Erkenntnis (finde ich): Carsten Wolters braut jetzt anscheinend sein eigenes Pilsener. Legt zumindest das Werbebanner da hinten in der Kurve nahe. Schmeckt ein bisschen nach feuchtem Rasen und ein bisschen nach Alu. Lecker.

55.

DA. IST. ES. Benjamin Kessel – dünner und leistungsfähiger als ein chinesischer Reisbauer zum 1:1. Ehrmann schwankt noch, ob er die Hände über dem Kopf oder vor dem Körper zusammenschlagen soll.

53.

Großkreutz fällt Hochscheidt. Der Trakehner Wallach unter den Außenverteidigern ist sich keiner Schuld bewusst, trottet Richtung eigenen Strafraum und lässt sich Bender die Schuhe zubinden. Doppelknoten bitte!

50.

Hummels diesmal mit einem tollen Befreiungsschlag. Siehste, geht doch. Wenn er das jetzt noch am eigenen Sechzehner hinkriegt, statt vor dem Braunschweiger Tor, kann in Brasilien nix mehr anbrennen.

48.

Lieberknecht schickt Norman Theuerkauf »weiter raus«, taktikfuchst Dittmann. Immer mehr arglose Mittelfeldspieler werden an den Spielfeldrand gedrängt! Gegen Theuerkaufizierung!

46.

Weiter geht's. Noch 45 Minuten bis zum Wochenende. Oder was man so dafür hält.

21:32 Uhr

Sky hat Herz. Zeigt Bepanthen-Werbung. Heilsalbe für verwundete Fußballer-Egos. Lieberknecht schickt den Zeugwart zur Not-Apotheke.

21.28 Uhr

Das Wort zum Freitag heute als Zeichnung von 11FREUNDE-Mann Ilja B.! Seine Illustration des Lieberknechtschen Gedankenkosmos':

21:25 Uhr

Wie dürfen wir uns die Halbzeitansprache von Thorsten Lieberknecht vorstellen? Versucht er es mit umgekehrter Psychologie und säuselt auf seine Spieler ein - oder macht er direkt den Glatzeder? So oder so steht zu befürchten, dass die Braunschweiger wieder rausgewählt werden, auch wenn noch 15 Prüfungen anstehen.

45.+1

Und Ende der ersten zwei Viertel. Braunschweig spielt, Dortmund trifft. Irgendwie restschön.

45.

Social-Media-Profi Hofmann erklärt mir (Generation C64) das »Twitter-Phänomen Bicakcic«. Ich komme da nicht mehr mit. Wie? Was? Getwitter? Wo? In Saarbrücken?

44.

»Großkreutz immer gut dabei«, raspelt Dittmann Süßholz an Kevins Amygdala. Nur in der Schule war er nicht so gut. Und auch nicht so oft.

42.

To... ähhh Toll kombiniert. Aber? Abseits. Aubameyang. Für mehr Alliterationen kontaktieren Sie bitte boris.becker@11freunde.de. Danke.

40.

Und so langsam wird uns klar, was die Kollegen von den »Ruhr Nachrichten« meinten, als sie im Vorbericht schrieben: »Die halbe BVB-Kapelle soll Eintracht Braunschweig den Marsch blasen.« Dürfen wir dieses Spiel also als Aida-Triumphmarsch in Superslowmo begreifen? Mit Lewandowski an der Vuvuzela und Aubameyang an der Achseltuba.

36.

Das bisherige Spiel aus Dortmunder Sicht: Fehlpass. Fehlpass. Fehlpass. Tor!! Fehlpass. Fehlpass.

33.

Trotz der Führung atzt die junge Bienenkönigin Klopp so unablässig an der Seitenlinie herum wie man sie kennt und fürchtet. Jähzorn ist sein Honig.

31.

Lewandowski Flanke. Aubameyang Tor. Aber wie! Aber wie!! Und in die Träume der armen Braunschweiger platzt ein knallgelbes Michelin-Männchen mit Basecap. Morgäääääääähn.

29.

Schmelzer fabriziert die Mutter aller Stockfehler, wackelt an der Außenlinie rum als hätte er in der Kabine drei Flaschen Valpoliccela geköpft.

28.

Sahin beim direkten Freistoß von der rechten Strafraumkante. Gleiche Position wie gegen Augsburg. Aber Davari guckt auch die Sportschau, ist rechtzeitig in der Ecke. Nimmt die Glückwünsche seiner Mitspieler betont gelassen entgegen: »Standard.«

26.

»Es riecht nach Überraschung«, onkelt der SKY-Mann. Es riecht nach der einzigartigen Kombination aus Parfum und Entertainment, finden wir.

23.

»Dortmund sucht den Schlüssel«, so Dittmann. Vielleicht hat ihn Klopps alter WG-Kumpel Lieberknecht noch? Klopp ruft den Aufsperrdienst, doch der hat einen Vorvertrag in München unterschrieben und weigert sich den Auftrag anzunehmen.

20.

Nehme jedwedes Nielsen-Bashing zurück! Der Mann mit dem elaborierten Vornamen lässt drei Dortmunder stehen, scheitert erst an Mitspieler Ademi und Ehrmanns Raunen. Ein Dribbling so spritzig wie ein Betriebsausflug der Hamburg-Mannheimer nach Budapest.

17.

Hummels leitet mit einem Befreiungsschlag à la Thorsten Fink 1999 die nächste Braunschweiger Chance ein. Sind das noch die Nachwehen der Verletzungspause oder doch auch bei ihm schon die ganz normale WM-Frühform?

15.

Dortmund versucht nach der anfänglichen Zittrigkeit nun, ein Kurzpassspiel à la Bayern aufzuziehen. Sieht nur ein bisschen schlechter aus als bei den Münchnern derzeit. So ungefähr 16 Punkte. Ja, das kommt hin.

14.

»14. Ein Reus-Standard von links bringt nichts ein.«

Die dokumentarischen, überparteilichen Beobachtungen werden Ihnen präsentiert von kicker.de.

12.

Jetzt ist es schon so weit, dass die Dortmunder sich von einem Rene-Rydlewicz-Verschnitt auf der Nase herumtanzen lassen müssen. Und das - gefühlt - nur ein paar Wochen, nachdem sie fast das Champions-League-Finale gewonnen hätten. Muss man ja auch mal feststellen.

10.

Braunschweigs Neu-Norweger Nielsen fremdelt noch. Aber was ist vom unehelichen Sohn von Brigitte Nielsen und Sméagol auch anderes zu erwarten?

8.

»Jürgen Klopp am Seitenrand, unten links sehen sie ihn«, informiert Dittmann. Und wir dachten schon, es wäre ein Mitarbeiter der Braunschweiger Stadtwerke, der mit Signalweste eine Baustelle sichert.

6.

Und da muckt Braunschweig das erste Mal richtig auf. Jan Hochscheidt schlappt den Ball durch die Extremitäten von »Comeback-Hummels« (all rights reserved by Ehrmann): Weidenfeller hat den Ball. Nach dem Hochscheidt kommt der Fall.

3.

Die Dortmunder ganz in Schwarz. »Wenn die Kicker Trauer tragen.« Der neue Arthouse-Film. Mit Donald Sutherland als Jürgen Klopp und Thorsten Lieberknecht als roter Kapuzenzwerg.

1.

#anpfiff #hermelinermin #bico333

20:29 Uhr

»Lieberknecht rechnet sich was aus«, weiß Dittmann. Was, sagt er leider nicht. Vielleicht den Einkauf von heute Morgen. Da klappt es noch mit dem Punktesammeln.

20.27 Uhr

Was ist das eigentlich für ein Tag? Ich habe Wäsche gemacht, ALDI hat Teewurst im Angebot, die Onkelz sind zurück und Omar Jatta verlässt die Kickers. Wenn jetzt nicht Dietmar Erler Großkreutz auf links nass macht, wissen wir auch nicht weiter.

20:21 Uhr

»Bröckelt das Denkmal Jürgen Klopp?«, will Kastrop abschließend von Lieberknecht wissen. Der holt gleich Hammer und Pickel raus und fängt an, Klopps Grinsen zu bearbeiten. Aber nichts zu machen.

20.18 Uhr

Ehrmann, diese manische Mutter Theresa des Wedding, schmeißt umsichtig den Ticker und empfängt mich trotz Verspätung mit der ihm eigenen plüschigen Herzlichkeit. Schuld an der Verzögerung bin logischerweise nicht ich, sondern die Deutsche Bahn – gebeutelt von einem Arbeitsethos, dessen Schlendrian gerade noch dem des Braunschweiger Angriffes gleichkommt.

20:09 Uhr

Und weiter geht es durch alle Klassiker des Entertainment. Kastrop hat plötzlich eine künstliche Nase auf. Also: eine Clownsnase. Will dann Klopp auch eine andrehen. Der verweist, völlig zurecht, auf seine Daunenjacke (11FREUNDE berichtete) und deren Karnevals-Tauglichkeit.

20:06 Uhr

Oh! Die größte Zitrone der Welt. Verkleidet als Jürgen Klopp. Jessica Kastrop lässt sich vom grellen Outfit des BVB-Trainers zu einer poetischen Herleitung des Dortmunder Abwärtstrends inspirieren:

»Ich muss es wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.
 
Bis sie einst sprachen: Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!
 
Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!
Da wurden die Zitronen sauer.«

20:01 Uhr

Krise in unseren Köpfen. Krise auch bei den heutigen Gegnern. Nur der Bundespräsident mahnt uns zum Optimismus. »Dies ist das beste Deutschland aller Zeiten«, so Joachim Gauck gerade in der Tagesschau. Wenigstens einer ist schon in WM-Form. Ist das die Lösung für Löws Sechser-Problem?

19:55 Uhr

Ja, richtig. Braunschweig gegen Dortmund. Schon das Hinspiel sollte/musste/durfte ich tickern. Hab eben noch mal nachgeschaut. Und gleich wieder weggeklickt, als ich das Foto gesehen habe. Die haben da T-Shirts an! Verdammte Jahreszeiten. Verdammter Winter. Verdammte Freitagabende vor dem Laptop.

19:53 Uhr

Guten Abend also vom Abstiegsgespenst und vom notorisch fröhlichsten Trainer der Bundesliga. Die beiden wollen heute Abend Hand in Hand arbeiten und mal wieder gewinnen. Was, wenn es klappt, zur Folge haben wird, dass es am Tabellenende genauso einsam wird wie an der Tabellenspitze.

19:52 Uhr

Haha.

19:52 Uhr

Huhu.

13.25 Uhr

Und spärlicher als ihr Haarwuchs sind nur ihre Kader. Die Mitte ihres Lebens hatten sich Torsten L. und Jürgen K. irgendwie anders vorgestellt. Riskieren Sie eine Exkursion durch den Alltag der beiden zaudernden Fourtysomethings! Mit Zorn statt Maria Gresz ab 20.00 Uhr für Sie an der Kodak DEKO Pionier: Das 11FREUNDE TV MAGAZIN.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!