28.09.2013 | Bayern - Wolfsburg im Liveticker
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Maße statt Klasse

Ein Spiel wie ein Kater: Als Rückkehr von Luiz Gustavo angekündigt, kehrt bei Bayern gegen Wolfsburg nur der Rumpelfußball zurück. Am Ende steht es 1:0, weil Thomas Müller in einen Querpass taumelt. O'verzapft ist's.

Text: Moritz Herrmann und Paul Hofmann Bild: Imago
FC Bayern München
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VfL Wolfsburg

17:30 Uhr

»Ich weiß es nicht«, sagt Stefan Effenberg, wieder und wieder, immer dieser Satz: »Ich weiß es nicht.« Ist ja gut, Tiger. Wir wissen, dass du es nicht weißt. Wir wissen es ja auch nicht: Warum wir dieses Spiel getickert haben, warum sich die Menschen auf der Wiesn ertränken, warum Thomas Müller auch aus keiner Chance ein Tor macht. Und weil wir alle so wenig wissen, wollen wir damit nicht länger hausieren gehen und sagen tschüß, sorry, tut uns leid, das alles. Morgen scheint wieder die Sonne. Vielleicht. Wir sind raus wie die FDP. Deutlich gescheitert an der Fünftoregrenze. Warum? Wissen wir nicht.

17:23 Uhr

Gustavo und der Tiger im Dialog. »Gustl, warum bist'n weg?« Gustavo zeigt ihm die Ursache auf seinem Smartphone:

90.+2

Dankert hat ein Einsehen und beendet diese kleine Krampfigkeit. Am Ende der Sondierungsgespräche zwischen Rot und Grün muss man befinden: Es passt einfach nicht. Wenigstens reichen sie einander noch die Hände. Kleine Koalition.

90.

Shaquiri macht behände Arnold und Polak nass. Da hat Bill Ramsey Pate gestanden.

 

 

90.

Der Polak ist ab.

89.

Caliguiri hat einfach keinen Bock mehr. Nimmt Zeit von der Uhr, indem er straight mit dem Ball über die Grundlinie rennt. Ist ja manchmal auch eher so innerer September.

89.

Begriffe, die man aus dem Namen Lahm bauen kann: Mahl, Halm. Schön, oder? Warum wir euch damit belästigen? Weil Lahm es gerade durch die Mitte probiert. Und um einen Halm verzieht. Bestimmt nicht zum letzten, äh, Mahl.

88.

Hundelunge Müller ganz allein im Pressing – hat scheinbar noch Luft für 90 weitere Minuten, drei zusätzliche Kilometer verquerer Laufwege und vier Abende auf der Wiesn.

87.

Schienenersatzverkehr jetzt auf dem Rasen. Arnold steigt auf Ribery um.

86.

The Hoff kommt. »Ist der nicht im Promi-Big-Brother-Container?«, fragt unser Gast ahnungslos. Nein, nicht mehr. Aber wir meinten sowieso nicht David, sondern Bodo. Kirchhoff. Den anderen Hoff also. Was, es gibt nur einen Hoff? Das war uns nicht klar. Gegendarstellung: Bodo Kirchhoff kommt. Zufrieden? Ihr ewigen Grantler.

85.

Koo K.O. Arnold kommt. Wenn der beste Wolfsburger heute schon den Namen »Trash« trägt, muss man auch mal unprätentiöse Mahnahmen ergreifen.

83.

Olic, diese nimmermüde Dampflok, immer gut drauf, immer grinsend. War auf dem Schulhof bestimmt der Typ, den jeder mochte, cool genug, dass man mit ihm befreundet sein wollte, nicht zu cool, um die ihm angetragene Freundschaft auch anzunehmen. Jetzt setzt er einen einfachen Pass ins Toraus, läuft zurück, grinst. Ja, ich gestehe: Ivica, ich liebe dich.

82.

Dante stolpert. Eine menschliche Komödie.

80.

Von diesem Spielzug hätte ich gern ein Pottery Art! Müller auf Shaquiri auf Mandzukic, frei vor Benaglio. Naldo – ganz Elefant im Porzellan-Laden: Alles in Scherben!

77.

Toni Kroos foult Diego. Sehr rustikal, sehr hanseatisch. Für Attacken wie diese wurde im Kreisligauniversum eine ganze Verbenpalette geschaffen: umwichsen, fällen, sägen, sensen, kloppen, donnern, rasieren, legen, brechen. Die Semantik des Fußballs.

76.

Die Bayern gucken den Wölfen jetzt zu, wie sie durch die eigene Hälfte kreiseln, sollen sie mal machen, denken die Roten, passieren kann da ja nichts, manche beschäftigen sich schon anderweitig, Neuer übt Abwürfe, Mandzukic perfektioniert Ellenbogenstöße, Schweinsteiger ist gar nicht mehr da, sitzt im Pool mit seinen Cousinen. Die Guardiolaisierung der Bundesliga. Herrlich entspannt.

74.

In Wolfsburg wird über Diegos Vertragsverlängerung debattiert. Der Brasilianer hatte den VfL unlängst seine erste Option genannt, da waren dann alle im Club sehr froh. Ich würde mir ja eher Sorgen machen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Option etwas ist, was man verstreichen lässt.

73.

Mit den Wolfsburger Angriffsbemühungen ist es wie im Stau, man kommt voran, aber nur in Zwanzigzentimeterintervallen, alles geht viel zu langsam, jetzt zeitlupt Polak den Ball zu Gustavo und Gustavo weiter zu Diego und der Brasilianer dreht sich in Ruhe, guckt, verpasst alle Passchancen, also wieder zurück. Kreativstau. Stop and Diego.

72.

Träsch. Naldo. Knoche. Rodriguez. Theoretisch klingt die Wolfsburger Defensive wie die härteste der Welt. Praktisch ist sie eine Ansammlung von Feingeistern, die sich der Idee des Verteidigens nur lose verpflichtet fühlen.

71.

»Es wäre die vierte Auswärtsniederlage im vierten Auswärtsspiel für den VfL«, servict Reif. Mit Quattro wirbt ein anderer Automobilhersteller. Mieses Plagiat.

70.

Wir alaben uns an Bayerns linker Seite. Was der kleine Österreicher und der noch kleinere Franzose da veranstalten, ist wirklich sehr, sehr hübsch anzuschauen. So viel länderübergreifende Zusammenarbeit war nicht mehr seit dem Frieden von Campo Formio. Jetzt annektiert Ribery schon wieder die linke Flanke, scheitert erst an der bewaffneten Neutralität von Knoche.

69.

Dass die Bayern auf einmal derart motiviert und torgeil auftreten, ist in der Kabinenansprache begründet. Ein Insider aus dem Tross hat uns dieses Foto zugespielt, es zeigt: Pep Guardiola allen rhetorischen Regeln weit voraus.

68.

Dante flext Ivica Olic nach einer gefühlten Ewigkeit vom Ball. Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

65.

Ein Satz, den ich noch nie sagen wollte: Die Bayern kontern im eigenen Stadion. 

Ein Satz, den ich schon immer sagen wollte: Es gelingt ihnen nicht.

63.

Ein Tor, endlich, für wen ist ja schon fast egal, Hauptsache Erlösung. Müller überlegt mal wieder, welcher Laufweg noch nie im Fußball eingeschlagen wurde, galoppiert dann los, der Pass kommt scharf und quer, alleine vor Benaglio unorthodoxt der Urbayer den Ball ins Netz. Hässlich und zugleich so schön.

61.

Der ernüchternste Nachmittag seit vielen Monaten. Ein ansatzweise vergleichbarer datiert aus dem März: Rommé-Abend bei den Großeltern. Opa ließ sukzessive Joker in der Sofa-Ritze verschwinden. Unangenehm weniger sein fehlender Sportsgeist als vielmehr seine Unkenntnis, dass diese alle bemerkten. Aus der Sofa-Ritze kommen jetzt Shaquiri und Kroos. 

60.

Das. War. Knapp. Wolfsburg kommt über den rechten Flügel, Träsch flankt, Olic fliegt vorbei, aber am langen Pfosten steht Marcel Schäfer - und flugköpft über das Tor. Auf der Bank fasst sich Klaus Allofs an den Kopf, im Hintergrund dudelt eine schmierige Schlagermelodie. Klaus und aus. Weiter 0:0.

59.

 

Marcel Reifs Sprecherkabine hat sich in eine kleine Bar im Haight-Ashbury verwandelt, die graue Eminenz kommentiert völlig psychedelisiert das Kommen und Gehen der Szene. Das klingt zum Beispiel so: »Schauen Sie sich diese Ruhe, diesen Frieden an.« Marcel in Sky with Diamonds.

 

58.

Boateng hat beim Sprinten einen Radius wie ein Rhönrad. Schwanke zwischen Neid, Mitleid und Training bei Glen Mills.

56.

Nachtrag zu halb voll und halb leer und Marcel Reif. Der Ingenieur, den wir uns als Gast auf die Tickercouch geladen haben, sagt dazu nämlich: »Das Glas ist doppelt so groß, wie es sein müsste.« Und der Physiker, auch eingeladen, findet: »Das Glas ist ganz voll. Zur Hälfte mit Luft und zur Hälfte mit Flüssigkeit.« Ganz schön viel Meinung auf einmal hier. Wie würde Dieter Eilts sagen? »Das interessiert mich wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer.«

54.

Koo bricht Schweinsteiger über das Knie. Dankert pfeift Freistoß. Findet Koo ook. Er nickt, lächelt. Dankert. Bittert.

53.

Belagerte Wölfe haben arge Nöte. Richtiggehend »Druck«, wie es Oliver Kahn formulieren würde. Wenn man sich aber die finalen Ballkontakte besieht, spürt man instantan einen fetten Frosch im Hals. Die Entleerung des Racheninhalts entspräche rein onomatopoetisch dem Wolfsburger Expresszug Orozco. Wo ist der eigentlich, wenn man ihn mal braucht?

50.

»Es wird heute richtig voll auf der Wiesn«, servicewüstet Marcel Reif ins Mikro. Ein toller Satz von dem Moderator, der ja aus Prinzip immer halbleer und nicht halbvoll ist. Sich in die Grasnarbe zwischen Pessimismus und Optimismus erbrechend: der 11FREUNDE-Liveticker.

49.

Gustavo nimmt seinen alten Amigo Robben zehn Meter vor dem eigenen Tor sanft und sorgfältig in die Zange. Pfiff bleibt aus.

48.

Beobachtung: Dieter Hecking zieht sich in seine eigenen Augenbrauen zurück. 

46.

Weiter geht's. 45 Minuten Hardcore, echte Gefühle. Ware: Liebe.

16:32 Uhr

Wenn es einen Spieler gibt, dessen Gemütszustand diametral entgegengesetzt zu seinem Nachnamen verläuft, dann ist das Diego Contento. Der Linksverteidiger hütet seit Jahren die Bank und guckt wie ein Italiener, der kurz vor der Abfahrt zur Wiesn einen Auffahrunfall baut. Ein Königreich für ein s. Scontento.

16:31 Uhr

Hecking wittert Wolfsburgs Chancen – für die Gegenstöße muss ein abschlussstarker, schneller Stürmer her. Klarer Fall für Roy Präger. Viele Hoffnungen sollte sich Hecking aber gar nicht erst machen. Präger hat sich mittlerweile auf Prager Schinken umorientiert.

16:27 Uhr

Effenberg mittlerweile wie ein Opus-Dei-Priester. Hat sich alle arrogante Cheffigkeit abtrainiert, lächelt welpensüß in die Kamera. Für die mackerigen Mittelfingerposen sind in Deutschland dieser Tage andere zuständig.

16:26 Uhr

Madame Sky stottert sich bei den drei Schalker Toren gegen Hoffenheim im Liga-Halbzeit-Resümee mächtig einen ab. Was bringt sie so aus der Fassung? Hat Effe seinen dritten Arm lüstern auf ihren Moderations-Schenkeln platziert?

16:24 Uhr

»Und dann diesä schdändige Pärfekzionismüs!« Franck Ribery macht als Sprecher des Lufthansa-Spots in 11 Sekunden eine wesentlich bessere Figur als zuvor in 495 Sekunden gegen Christian Träsch. 

16:20 Uhr

Ein 0:0 der schlechteren Sorte, würden wir sagen, sagen wir aber nicht, weil es kein 0:0 der besseren Sorte gibt. Woran krankt das Spiel? Diagnose: Vor allem an der Offensive. Wir haben die Angriffsbemühungen beider Teams mal nachgestellt.

45.

Die Bayern prügeln den Ball jetzt schon lang gen Elfmeterpunkt. Mandzukic lässt passieren, Müller nimmt an der Grundlinie auf. Erinnert sich dann aber, dass er ja immer etwas Ungewöhnliches machen muss, irgendwas Niedawesenes, dass er halt Thomas Müller ist, und deshalb stolpert er mit Kugel ins Aus. Das ist so schön anzusehen wie die Trachten auf der Tribüne. Und die Erkenntnis: Man kann sich über einen Halbzeitpfiff auch noch freuen. 

43.

Robben schiebt nach einer Ecke zwei Meter vor Benaglio rechts vorbei. »Wie hast du das denn gemacht«, forscht Thomas Müller. Doch Arjen hält sich dahingehend bedeckt wie Heino seine Augen.

41.

Robben klärt den Ball im Vollsprint. »Zwingt die Wolfsburger immerhin zu einem Einwurf«, kurbelt Reif. Dieser »Zwang« hat auch schon bessere Tage erlebt.

40.

Marcel Schäfer galt ja mal als Nationalmannschaftshoffnung auf der linken Seite, aber irgendwie hat er sich in Wolfsburg entschleunigt, hat das Gegenteil von dem geliefert, was erwartet wurde. Quasi: Ein Schäfer im Wolfspelz. Eigentlich schade, findet unser Gast. Eigentlich nicht, finden wir.

39.

Pep Guardiola kann ein Dirndl aber auch ausfüllen.

36.

Robben sägt einen Freistoß in den Wolfsburger Strafraum, an allen vorbei segelt das Leder ins Aus. »Da fühlt sich wirklich niemand verantwortlich«, mahnt Reif mit erhobenem Zeigefinger. Würde den Ball am liebsten selbst adoptieren, aber seine Sprecherkabine ist von außen abgeschlossen und keiner öffnet. Da fühlt sich nämlich auch niemand verantwortlich.

35.

Nicht unsere Uhrzeit, stellen wir fest. Kamen beide direkt aus dem Berghain, keine Langzeitschäden zu erwarten. Hätten uns vorher doch nicht rundum impfen lassen sollen. 

32.

Herrmanns Handy klingelt. »Die Auswertung machen sie erst am Montag«, säuselt der Tickermann in den Apparat. Diego Benaglio? Hermann Gerland? Marcel Reif?

30.

Und aus Italien macht sich ein großgewachsener, konsequent pomadierter Mann Mitte 30 auf den Weg nach München. Er will nicht erkannt werden und hat sich deshalb einen falschen Bart angeklebt und einen lustigen Hut aufgesetzt. Die Tarnung ist fast perfekt - wenn er nur nicht ständig am Ohr drehen würde.

29.

Heute schon was vor? Wir hätten da einen Programmtipp aus dem Münchener Raum.

 

28.

Rodriguez schießt – noch ganz benommen von der Szenerie – den lausigsten Freistoß aller Zeiten. Da sind sich Herrmann und ich einig. So einig, wir könnten glatt chinesische Kommunisten sein.

25.

Schweinsteiger mäht Diego über den Haufen. Simst ihm zur Entschuldigung ein kleines Lymeric:

»Ja, ich atme dich.
Ja, ich brauche dich.
Ja, ich brenn' für dich.
Und ja, ich leb' dich.
Jeden Tag.«

Der Brasi grient, antwortet: »Ich bin ich. Und liebe dich. Nur für dich. Gezeichnet: Ich.«

22.

Schweinsteiger wird gelegt. »Er hat für einen Mittelfeldspieler überragende Werte«, trompetet Reif, der Mann der unterragenden Werte. Alaba setzt den fälligen Freistoß vorbei. Grund für uns, Alaba auch mal zu kritisieren. Der Junge ist ja gut, zweifellos, aber dauergrinsend kommt man eben auch nicht durchs Leben. Ein bißchen weniger Schulbube, ein bißchen mehr wienerische Angekotztheit. Dazu möchten wir ihm raten.

21.

Müller wird von Rodriguez abgelaufen, Ribery von Knoche ausgebremst. Bis jetzt werden wir hier maßlos enttäuscht. Das soll sich ändern: Ich schicke Hofmann an den Partytresen unseres kleinen, privaten Oktoberfestes. Zwei Maß, bitte. Jetzt sind wir nur noch enttäuscht.

20.

Nach Robben-Freistoß klärt VfL-Knirps Knoche. Die heranstürmenden Bayern erinnert das stark an Jacques Audiards »Der Geschmack von Rost und Knoche«. Frank Rost hat jetzt auch wieder Zeit. Nur mal so am Rande.

17.

Bei einem guten Wein kommt die Reife mit der Zeit. Bei einem schlechten Reif kommt uns das Weinen schon früher. Irgendwann kippt dann beides: der Wein, die Stimmung. Und wir haben den Kater.

15.

»Der Zirkus ist im Strafraum«, roncallit Marcel Reif auf dem Sky-Elefanten, jongliert verbal mit brennenden Fackeln.

14.

»Warum tickern wie eigentlich Bayern gegen Wolfsburg?«, fragt mich der Kollege Hofmann herausfordernd. Er will lieber Argentinien gegen Deutschland 1990 machen - oder heute Kreisliga, »jawoll, das wär' es doch!« Ich brumme etwas von Direktive von ganz oben, gar kein Verhandlungsspielraum, vorgegeben, Werbegelder. Die Wahrheit ist: Wir haben gewürfelt.

12.

Immer noch 0:0. Matthias Sammer sucht nach der nächsten Kamera, will eine Brandrede absetzen. Die unsichtbare Hand von Uli Hoeneß drückt den Enragé zurück in den Sessel. Noch. Ab jetzt spielen die Bayern auf Bewährung.

11.

Brauereigaul Olic holt sich einen Freistoß, wiehert laut auf als Dankert pfeift. Der folgende Standard dann nach deutschem Unreinheitsgebot gebraut.

10.

Die Wolfsburger bauen jetzt etwas auf, noch ist nicht genau auszumachen, was es ist, ein Spiel aber, so viel kann gesagt werden, ist es nicht. Wir halten euch auf dem Laufenden.

9.

Rafinha denkt an sein gutes Elternhaus und spielt Polak aus zwei Metern den Ball in die Beine. Der bedankt sich für die Anteilnahme und gibt die Pille postwendend zurück.

7.

Oha! Die Bayern kriegen den Ball nicht weg, Dante senst vorbei, es brennt lichterloh. Dantes Inferno quasi. Ecke Wolfsburg. Gustavo köpft, Manuel Neuer, dieser Schlauch von einem Mann, löscht. Und aus den rauchenden Trümmern des Wolfsburger Angriffs schält sich Konter über Robben. Was für ein Tempo hier. Markus Peichl wäre hocherfreut.

5.

Naldo klärt tiefenentspannt gegen Ribery. War vorher noch mit Roy Präger im Hamam in München-Giesing.

2.

Der FC Bayern wieder in lebensbejahenden Diarrhööe-Farben. Alaba treibt Träsch gleich mal den Mist aus. Arrrgh bzw. ab dafür!

1.

Dankert gibt das Spiel frei. Muss er ja machen. Hier im Freistaat.

15:29 Uhr

Luiz Gustavo bekommt einen Blumenstrauß, Uli Hoeneß trägt Tracht, Karl-Heinz Rummenigge auch. Plötzliche Urangst: Ist das hier gar nicht Bundesliga, sondern das Vroni-Festzelt? Und wenn ja: Wie viel müssen wir trinken, um das zu ertragen?

15:25 Uhr

Über die Rückkehr von Luiz Gustavo an alte Wirkungsstätte haben wir berichtet. Gibt es noch andere Geschichten, die sich um dieses Spiel ranken? Ich schiele auf den Spickzettel des Kollegen. Seit Wochen schon recherchiert sich der Mann durch die Fußballarchive. Hier das Ergebnis:

15:26 Uhr

Sky deckt Sammerreien aus der Bayern-Mensa auf. »Iss' nicht so emotionslos«, blafft Schweinsteiger Alaba an. Matthias Sammer zerdrückt den Zwieback und grummelt in seine Puddingsuppe.

15:21 Uhr

Wortspiele und Kalauer, die heute zu unterlassen sind:

 

  • Schnell überbrückt der FCB die Wiesn
  • Mandzukic sticht an
  • Es läuft in München
  • O'verzapft ist's!

 

Aber… dieser… Drang… dieser… Gagzwang…

15:16 Uhr

Hallo, hier Herrmann. Beste Grüße auch von mir. Wurde eben vor der Redaktionstür fast überfahren, konnte aber gerade noch zur Seite springen. Glück gehabt, dachte ich. Erfahre, im dritten Stock aus dem Fahrstuhl steigend, dass wir Bayern gegen Wolfsburg tickern. Und plötzlich erscheint das mit dem Auto und dem Glück in ganz anderem Licht.

15:14 Uhr

»Philipp Lahm heut wieder einziger Sechser.« Klingt nach wie vor utopisch. Wie »Obama ist Nobelpreisträger« oder »Nickelback released neues Album«.

15:09 Uhr

Ein herzliches Grüß Gott aus dem samstäglichen Tickerverschlag im Epizentrum des Milchschaum-Abschaums: Berlin-Friedrichshain. Verzeiht die Verspätung, wir fahnden nach Schlüsseln – erst dem zum TV-Raum, jetzt dem zu euren Herzen. Wir, dass ist das männlichste Ticker-Team aller Zeiten: Moritz Herrmann und Paul Hofmann. Das hier heißt 11FREUNDE-Liveticker und Sie willkommen.


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