Bayern München
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Werder Bremen

Bayern-Werder im 11FREUNDE-Liveticker

Game, Set und Klatsch!

Es war ein Ergebnis, wie man es allenfalls vom Tennis kennt. Oder vom FC Bayern 2013. Mit 6:1 Toren schlagen die Münchner die bemitleidenswerten Bremer. Selbst Gomez trifft zweimal, was wohl mehr über das Spiel als über ihn aussagt. An der Grundlinie im Einsatz: der Ticker.

17:30 Uhr

"Wir haben versucht dagegenzuhalten", sagt Arnautovic. Bei diesem Versuch, möchte man ihm antworten, ist es geblieben. 6:1 gewinnt der FC Bayern mit einer besseren B-Elf in einem Spiel, das manch schönes Tor, aber weniger Spannung als eine verrostete Steckdose geliefert hat. Was soll's, Bundesliga ist eh out, jedenfalls für dieses Jahr, freuen wir uns also schon jetzt auf das Pokalspiel am Mittwoch. Dann wieder mit Schweini! Müller! Mandzukic! Und wie sie alle heißen. Und vielleicht kann sich Dortmund dann ja wenigstens in den Tie-Break retten. Freuen würde sich: der 11FREUNDE-Ticker. Tschö.

90.

Schluss. Wir müssen uns Thomas Schaaf als erleichterten Menschen vorstellen.

89.

Gomez darf auch nochmal, frei vor Mielitz, schießt mittendrauf, in jedem anderen Spiel wird das nix, heute streift der Ball den Werder-Keeper und geht zum 6:1 ins Netz. Ein Ergebnis, das wir sonst nur vom Frauentennis kennen.

86.

Ich sag's mal so: Tor des Tages! Mindestens. Lahm lupft, der zarteste Lupfer, seit es Bayern München gibt, auf Ribery steht völlig frei am Elfmeterpunkt und vollendet mit dem vielleicht schönsten Volley seit es Ribery gibt. Schön. Wirklich schön.

84.

Querpass Timoschtschuk. Nein, mehr ist wirklich nicht passiert.

83.

Arnautovic im Zweikampf mit Robben, ein Duell, über das Sigmund Freud sicher ganze Bücher geschrieben hätte.

81.

"Auch hinter Arnautovic steht ein Fragezeichen", sagt Fuss. Der Newswert dieses Satzes ist überschaubar, finde ich.

79.

Petersen spielt einen schönen Steilpass auf de Bruyne, dessen Versuch geht aber deutlich vorbei. Sehr feiner Zug von ihm. Man sollte auch wissen, wann's gut ist.

77.

14 Minuten noch. Was man in 14 Minuten alles machen kann (1): Die Sekunden bis zum Abpfiff herunterzählen.

75.

Fuss hat genug, nutzt nun die wertvolle Sendezeit, da ja ohnehin nichts passiert, um offensiv seinen Nachfolger zu suchen. Stellt die Sky-Aktion "Wir suchen den Nachwuchsreporter" vor. Ailton zückt sein Smartphone.

71.

Wechsel bei den Bayern. Pizarro kommt für Shaqiri. Jetzt will es Heynckes aber wissen.

66.

De Bruyne wird am Trikot gezupft, realisiert aber zu spät, dass er im Strafraum steht. Sein Versuch, Schiedsrichter Fritz von einem Elfmeter zu überzeugen, fällt dann aber in die Kategorie "verendende Säugetiere". Weiterspielen.

65.

Was man in 90 Minuten alles machen kann (5): Ein Tor gegen die Bayern schießen. In Dortmund könnte das den einen oder anderen interessieren.

61.

Die offizielle Zuschauerzahl: 71.000. Sie alle werden einmal sagen können: Ich war dabei. Als de Bruyne Neuer überlistet hat.

58.

Und jetzt wird's historisch: Tor! Für Werder!! Mehr noch: GEGEN BAYERN!!! Ich werd nicht mehr. Dass ich das noch... Also, langsam: Die Bayern plötzlich im Standby-Modus, schauen sich die Bremer Pässe an wie gelangweilte Grenzer. Dann steht plötzlich de Bruyne alleine vor Neuer und fügt diesem das erste Gegentor 2013 zu. Neuer schreit vor Schmerz. Die Arena verstummt. Wird Dortmund jetzt doch noch Meister?

56.

Arnautovic schießt aufs Tor, und wen wundert's: harmlos. Ist jetzt nur noch der Drittgrößte bei Werder. Hinter Petersen und Gebre Selassie.

53.

"Deutscher Meister wird nur der FCB", singen die Fans. Wenn die sich mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

51.

Tor. 4:0. Gomez darf jetzt auch mal. Ribery lupft in die Mitte, Gomez steht mit dem Ball praktisch schon im Tor. Ganz ehrlich: Den hätte ich auch noch gemacht.

49.

Tor. 3:0. Gebre Selassie. And what a Tor it was. Haut nach einer Gomez-Flanke am Ball vorbei, drückt ihn in gleicher Bewegung mit dem Standbein über die Linie. Da kann selbst Ribery nichts mehr machen. Ein Eigentor wie ein Picasso. "Trauriger Mann mit Schuhen" oder so.

46.

Weiter geht's. Ich glaube an Bremen. Habe eben 1000 Euro auf Ergebniswette 2:3 gesetzt. Und dann noch 500 auf Michael Schumacher als nächsten Formel-1-Weltmeister.

16:32 Uhr

Fuss hat offenbar auch Langeweile, in seinen Ausführungen sitzt plötzlich Jupp Heynckes auf der Terrasse seines Bauernhofs und freut sich nach dem Triple-Gewinn über jedes Unentschieden von Guardiola. Jetzt aber erstmal: zweite Hälfte.

16:31 Uhr

Schaafs Lösung für die zweite Hälfte heißt Pavlovic. Eine Einwechslung, die etwas reflexhaftes hat. Unverändert dagegen mein Zustand: Hundemüde.

16:27 Uhr

Der 11FREUNDE-Ergebnisservice: HSV - HSV 3:1, Bath - Truro 0:0, Cittadella - Livorno 0:2, Al Khor - Al-Gharafa 2:0, Ballinamallard - Cliftonville 0:0, Boreham Wood - Dover 1:1, Langeweile - Ehrmann 45:0.

45.

Pausenpfiff. Ohne Nachspielzeit. Das lässt immerhin darauf hoffen, dass der Unparteiische dies auch nach 90 Minuten so handhabt. Jetzt erstmal 15 Minuten Zeit, was anderes zu machen. Was? Weiß ich doch auch nicht.

44.

Ach ja: Gomez. Da war doch was. Hat seinen ersten Ballkontakt, Prödl steht falsch, wie überhaupt alle Bremer seit der 1. Minute immer falsch stehen, hackt Gomez von hinten in die Beine. Das gibt Rot. Neue Kräfteverhältnisse auf dem Platz nach Rotation und Platzverweis also: Zehn (Bremen) zu fünf (Bayern).

44.

Was man in 90 Minuten alles machen kann (4): Das C-Jugend-Spiel seines Sohnes anschauen und dann noch 20 Minuten mit den anderen Vätern einen saufen.

42.

Dante auf Contento, Contento zurück zu Dante. Der auf Contento. Vielleicht hat Sky einen Vine-Clip dazwischengeschaltet und ich hab's nicht gemerkt?

41.

Was man in 90 Minuten alles machen kann (3): Ein Bundesliga-Spiel mit der Tonoption "Stadion" ansehen.

39.

"Keine Augenhöhe", weiß Fuss: "Bremen bräuchte dafür eine Leiter." Da hat er mal recht. Bitter, aber wahr. Leiter.

37.

Und dann die Bandenwerbung: "Jedes Spiel großes Kino." Ihr mich auch, Werber von Samsung, ihr mich auch.

36.

Was man in 90 Minuten alles machen kann (2): Einen Schneespaziergang an der Elbe.

35.

Was man in 90 Minuten alles machen kann (1): Zwei Folgen "Homeland" am Stück gucken.

33.

"Dante lässig", lobt Fuss. Ja, wenn er schon bei so einem Fantasie-Spiel nervös wäre, hätte er dann nicht seinen Beruf verfehlt?! Nur mal so als Denkanstoß.

30.

Bayern jetzt mit plus 52. Was sich wie eine Werbe-Aktion der Bundesregierung zur Frühverrentnung anhört, ist in Wahrheit das Münchner Torverhältnis. Schaaf zerbeißt am Seitenrand seinen Abakus.

28.

Bremen jetzt überfordert wie Verona Feldbusch vor dem ZEIT-Rätsel. Schmitz mit Foul auf seiner Seite, Fuss fordert "dunkelgelb", was auch immer das sein soll. Freistoß Robben, Martinez hat im Sechzehner mehr freien Raum als in den Bergwäldern seiner Heimatregion, köpft sein zweites Saisontor. Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Sage ich.

25.

Tor. 1:0. Robben. Toll. Ich freu mich ja so für ihn. Umso weniger für mich. Denn natürlich heißt das keineswegs, dass die Angelegenheit hier dadurch spannender wird. Kurz nachgereicht der Hergang: Flanke Lahm, Kung-Fu-Schuss Robben. Drin. Wie gesagt: Toll.

23.

Fühle mich immer mehr wie Nick Brody im Kellerverlies von Abu Nasir. Um mich herum nur Dunkelheit, Bayern-Werder. Und die Stimme von Fuss. So stelle ich mir das Leben in Guantanamo vor. Okay, vielleicht nicht ganz so schlimm.

22.

Robben viel zu schnell für den Pass von Lahm, der dem Namen seines Urhebers mehr als gerecht wird.

20.

Fuss redet schon wie ein Bild-Leserreporter. "Robben neulich mit einem Wut-Tor!" Den Bindestrich hat er natürlich nicht mitgesprochen, den muss man sich aber bei solchen Wörtern dazudenken.

18.

"Fahne oben", sagt Fuss. Würde ich auch gerne sagen. Kann mir das Spiel aber wegen selbst verschuldeter blöder Fastenzeit-Auflagen nicht mal schönsaufen. Ziehe jetzt meinen Ingwertee durch die Nase auf. Vielleicht bringt's was.

15.

Das Spiel auch nach 15 Minuten mit weniger Tempo als ein Rollator-Wettrennen zweier 90-Jähriger. Robben wirft eine Kukident nach.

14.

Ich will nichts gesagt haben: Tolle Stimmung da in München. "Auf geht's ihr Roten!" Wechselgesang. Genial. Bayern-Fan müsste man sein. Da erlebt man noch was.

12.

Ribery bringt einen Freistoß herein, die anschließende Kopfballchance von Dante ist aber so hochprozentig wie das Erdinger alkoholfrei von der Werbebande. Idiotentest von der Werder-Abwehr bestanden.

11.

Prödl und Gebre Selassie können mit einer hübschen Doppelgrätsche Ribery gerade noch vom Ball trennen. Können sich diese doppelte Manndeckung ja erlauben, die Bremer, bei elf gegen fünf.

9.

Schneller Pass in die Spitze auf Gomez. Dem läuft der Bayern-Stürmer aber hinterher wie seiner Bestform bzw. Mandzukic seit Saisonbeginn.

8.

Die Partie hat in den ersten Minuten was von einem lockeren Benefizspiel Ende Juli. Außer dem Wetter. Aber inklusive der Stimmung.

6.

Fuss zitiert Ribery, demnach versteht der sich mit Alaba "wie Augen zu". Das Schlimme für die meisten Fans zuhause ist ja: Selbst wenn sie die Augen zu machen, können sie Fuss nicht ertragen.

4.

Muss noch wer außer mir bei De Bruyne immer an Strandurlaub denken? Keine Ahnung, woher das kommt.

3.

Also entweder es gibt eine ausgedehnte Schweigeminute, wieder mal einen Fanprotest oder diese Stille ist einfach nur ganz normal für die Münchner Arena.

1.

Los geht's. Nochmal für den Überblick: Bremen mit elf, Bayern ohne sechs. Letzter hält.

15:32 Uhr

Heynckes wird vor dem Anpfiff geehrt. Aber wo ist Hoeneß? "Möglicherweise terminlich verhindert", sagt Fuss mit geheimnisvoller Stimme, will "nicht zu viel reininterpretieren", löst aber mit diesem Zusatz erst Recht die Lawine der Spekulationen aus.

15:30 Uhr

Die Einlaufkinder heute mit Lego-Logo auf der Brust. Kennt Contento, heute hinten links, nicht. Ist fußballerisch bei Duplo hängengeblieben.

15:27 Uhr

"Die Frage des Tages lautet: Kann Werder den Stolperstein geben", sagt Wolff Fuss. Meine Frage des Tages lautet eher: Kann Fuss mir den Nachmittag versauen? Klare Tendenz: Ja.

15:23 Uhr

Statt aus der Berliner Zentrale kommt der Ticker heute aus privaten Gründen aus der Außenstelle Dresden. Draußen vor der Tür das gleiche Bild wie auf dem Klo des Berghain: Alles versinkt im Schnee.

15:21 Uhr

"Ich bin der Größte, hinter Ali", sagt Zlatan Ibrahimovic in der neuen 11FREUNDE. Marko Arnautovic möchte ihm gerne Konkurrenz machen, bislang hinken die Leistungen dem Ego noch etwas hinterher. Und so lautet sein Satz auch heute wieder: "Ich bin der Größte, hinter Petersen."

15:17 Uhr

Lieblingsausdruck aller Beteiligten bislang: "Sechsfache Rotation." Als habe Heynckes auf Eistanztrainer umgeschwenkt und Gomez und Robben im engen Ganzkörperanzug zum schwierigsten Sprung der Wertung aufs Eis geschickt.

15:14 Uhr

Heynckes muss die Bilder seiner Karriere kommentieren. Der sonst so introvertierte Coach sprüht vor Begeisterung. "Damals im Bus, da haben wir abgefeiert ohne Ende!" Da hat er statt stillem Wasser mal eine ganze Pulle mit Kohlensäure getrunken. Auf ex.

15:12 Uhr

Jetzt wird's schlimm. "Heynckes feiert Juppiläum", sagt tatsächlich nun Kastrop. Menschen, die sich solche Wortspiele ausdenken, sollten in die Homeland-Verhörzelle gesperrt und solange mit zusammengerollten Bild-Zeitungen an den Fußsohlen gekitzelt werden, bis ihnen die Lust am Fußball vergeht.

15:05 Uhr

Jessica Kastrop schwenkt nun auf die Anmoderation Bayern-Werder um. Erster Beitrag, ein Besuch bei Ailton. Ähnlich wie die Sky-Frau hat der seine besten Jahre schon eine Weile hinter sich. Spielt nochmal seinen Schlenzer gegen die Bayern nach. Urteilt dann über Nils Petersen: "Ist eine interessante Sturmer. Aber Ailton is Ailton."

15:04 Uhr

Newsflash aus der Zweiten Liga: "Union gibt Widerstand gegen Homo-Ehe auf." Gut, Stanni und Trulla witzeln ja selbst immer wieder über ihre enge Verbundenheit, aber das geht nach meinem Geschmack dann doch etwas zu weit.

14:11 Uhr

Rechtzeitig zum Anpfiff geht es hier weiter. Falls euch bis dahin langweilig wird, hier was für die Dauerschleife.

14:01 Uhr

Deutliche Worte findet derweil Kalle Rummenigge: "Der Einsatz von Pyrotechnik ist nicht verhandelbar", sagte er der "Bild". Der Einsatz von missgestimmten Holländern dagegen schon (siehe oben).

13:55 Uhr

Feierstimmung dagegen aufseiten der Gastgeber. Das 1000. Bundesligaspiel für Jupp Heynckes steht an. Präsident Hoeneß hat extra 1000 Nürnberger Würschtl geordert für den Empfang nach dem Spiel. Und Rainer Calmund als Ehrengast eingeflogen, damit auch wirklich nichts verkommt. When bad turns to Wurst.

13:51 Uhr

Im Gegensatz zu den Bayern würden die Punkte von den Bremern "dringend benötigt", lese ich. Aber wozu? Um doch noch Platz neun zu sichern? Um sich das WMF-Kaffeeset beim REWE zu krallen? Sorry, liebe Bremer, das gibt's erst ab 60 Punkten. Und jedes Jahr wird auf null gestellt. Willkommen in der Welt der Erwachsenen.

13:47 Uhr

Weil der Vorsprung seines Teams in der Liga 50 Punkte beträgt (oder 15 Tore, keine Ahnung, schon lange nicht mehr nachgeschaut), hat Bayern-Coach Heynckes eine mittelgroße Rotation angekündigt. Robben, Gomez und ein paar A-Jugendliche sollen es heute reißen. Auch Thomas Schaaf will mitziehen, bringt Wynton Rufer und Bernd Hobsch von Anfang an. Auf der Bank außerdem: Dieter Eilts und Wladimir Bestschastnich.

13:45 Uhr

N'Achmittag allerseits. Oder: Grüß Gott, wie man in Bremen so sagt. Die Elf von Thomas Schaaf hatte vermutlich schon mal bessere Laune beim Frühstück als heute. Ein Spiel bei den Bayern, in dieser Saison noch weniger spaßig als sonst. Aber vielleicht sehen es die Bremer im breiteren Kontext: Lernen von den Profis. Mehr wird wohl auch nicht mitzunehmen sein aus der Arena.

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