FC Bayern
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Viktoria Pilsen

Bayern-Pilsen im Liveticker

Pilsen gegessen!

Pilsen spielte wie eine Handballmannschaft auf einer Ü60-Kreuzfahrt nach Norderney. Der FC Bayern spielte wie der FC Bayern. Das Spiel endete, richtig, 0:1. Oder nicht? Lesen Sie hier Halbwahrheiten und alles weitere.

22:46 Uhr

Tja und das war's dann wohl von einem Spiel, dessen Verlauf man künftig im Duden unter »Einseitigkeit« nachschlagen kann. Die Bayern thronen oben auf, während sich Tschechien seine politische Souveränität nach 20 Jahren und dieser Vorstellung wohl nochmal durch den Kopf gehen lässt. Trotzdem oder deswegen einen angenehmen Abend, bleibt uns gewogen!

93.

Neben ihn bettet sich – schnaufend wie eine senile Hirschkuh, aber durchaus befriedigt – Mario Götze. Nach seinem orgiastischen 5:0. Alan Kelly hat genug von diesem Tete à Tete, das eher bornierter Masturbation als einem gemeinschaftlichen Nehmen-und-Geben ähnelte, zieht die Reißleine und beendet diese Kirmesveranstaltung.

91.

Drei Minuten Nachspiel, währenddessen sich Neuer ungestört die obligatorische Zigarette danach drehen kann.

90.

Pilsen verteidigt jetzt wie eine Handballmannschaft. Wenn sich die Mannschaft gleich mit elf Spielern ins Tor stellt, dann wäre das ein seltsamer, aber auch amüsanter Abschluss dieses Spiels. Viktoria Pilsen und sein Trainer würden in die europäischen Fußballgeschichtsbücher eingehen. Haben Sie darüber mal nachgedacht, Pavel Vrba?

87.

Jetzt gibt Kelly für taktische Fouls nicht mal mehr Gelb. Traurige Minuten für Viktoria Pilsen, das hier Tristesse absondert wie ein gefährdeter Polyp Tinte.

85.

Das 5:0 lässt auf sich warten. Nun darf sich auch Thomas Müller versuchen. Mit einem Grätschschuss scheitert er am Pilsener Torwart, der sicherlichen einen sehr wohlklingenden Namen hat, den ich jetzt allerdings nicht nachgucken kann, weil ich mich frage, ob ich schon jemals folgende Taste auf meiner Tastatur gedrückt habe: °

84.

Robben vergibt aus fünf Metern. Wollte er deswegen vorhin aus elf Metern nicht schießen? Und wenn ja, was bedeutet das für die Zukunft? Kann er nur noch aus vier Metern treffen? Wird er der neue Mittelstürmer? Ein Fünfmeterbomber? Ein neuer Mario Gomez? Geht er nächste Saison zum AC Parma oder Sporting Braga? Was passiert dann mit Franck Ribery? Geht der auch weg? Zerbricht die ganze Mannschaft? Löst sich der Klub auf? (...) Gedankenspiele. Mittwochabend. 22:27 Uhr.

83.

Rethy vernichtend: »Pizarro ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber er hat immer noch großen Spaß«. Wieder dieser knirschend-vertraute »Bemühen ist ihm nicht abzusprechen«-Duktus, den auch meine Klassenlehrerin oft bemühte – ein smarter, höflicher Junge. Aber leider auch recht einfach gestrickt.

80.

Jetzt wieder Totenstille. Nicht mal Schalalalalala. Eben, als Rethy ebenfalls für ein paar halbe Sekunden schwieg, konnte man sogar das Klatschen des Balles und die Rufe der Pilsen-Spieler hören. Laut Google-Übersetzer sagte einer: »Ich bin eine Avocado«. Das Programm kann sich aber auch irren.

77.

Wir wollen dem Wort »unter« nicht zu nahe treten, indem wir es mit Viktoria Pilsen konnotieren. Aber die Tschechen sind so dermaßen unterlegen, dass wir uns aus Ermangelung eines schwächsten Gliedes nichtmal auf Bela Rethy einschießen mussten. Der bedankt sich umgehend, indem er irre Hauptsatzkonstruktionen aneinanderreiht, die bei Sven Regener umgehend böse Mittelohrzerrungen hervorrufen.

76.

Raten Sie mal, was die Bayern-Fans gerade singen: (a) Schalalallalalalalal (b) Schalalallalalalalal lala (c) Schalalallalalalalal lalala laaaa (d) Schalalallalalalalal lalalaaaaaaaaa. Antworten bitte an schalalallalalalalala@11freunde.de.

74.

In der zweiten Halbzeit noch nicht im Bildausschnitt des ZDF zu sehen: Manuel Neuer. Damit hat er immerhin eine Sache mit uns gemeinsam.

72.

Thomas Müller, dieser homo suspectus des deutschen Fußballs, stümpert diesem ganzen Spektakel mal richtig angenehm entgegen. Sein Schnittstellenpass auf Pizarro, einen Ordner oder vielleicht auch Breno ist eher nur ein Schnitt. In Pep Guardiolas Synapsen.

69.

Bei Facebook schlägt ein Leser uns vor, dass wir »doch schon mal anfangen sollten, eurem Lieblingshelden Ibrahimovic zu huldigen«. Ohne zu wissen, wieso, tun wir das hier:

66.

Dieser ganze postmoderne Fußball-Ästhetik-Nonsens vernebelt uns die wirklich wichtigen Blicke auf das Geschehen. Denn Pilsens Kapitän Pavel Horvath musste den Rasen mittlerweile verlassen. Das Mittelfeld-Fossil hat das spärliche Licht der Welt im Jahre des Herrn 1975 erblickt. Außerdem gewann Niki Lauda seine erste WM, erschien Queens »Bohemian Rhapsodie«, fand die Franco-Diktatur ihr Ende, gründete ein gewisser Bill Gates Microsoft und erlebten wir das erste YPS-Heft… Ach 1975. Bohemian RIPsodie.

64.

Mario Götze, erste Ballberührung, Pass auf Schweinsteiger, der sich »durch zwei Spieler hindurchdreht« (Rethy) und dann mit links ins Tor schießt. Keine 30 Sekunden später wieder Ruhe im Stadion. Hat heute niemand Klatschpappen verteilt?

61.

Während wir darauf warten, dass Rethy »standesgemäß« kalauert, zuckert Ribery. Lässt zwei Tschechen stehen wie Reiner Calmund seinen Homestepper und lupft ihn zum 3:0. Zum Übers-Bett-Hängen dieses Tor.

60.

Wir möchten uns übrigens der Analyse von Rethy anschließen. Und mehr noch: Pilsen ist in etwa so gefährlich wie ein Ü60-Bingoabend mit Weißweinschorle ohne Weißwein. Wir sind erschüttert.

56.

Ribery auf Schweinsteiger, der hat 15 Meter vor dem Tor 15 Meter Platz und trifft... Nicht! Wer hat ihm denn in den Kopf gehustet? Guardiola feixt, als wär das Teil des Matchplans, der Tiger wendet sich entsetzt ab, stichelt jetzt lieber wieder gegen Höjbjerg nebenan.

56.

Rethy analyisiert: »Mehr als ein Klassenunterschied!« Hieße also: Viktoria Pilsen könnte immerhin mit Rot-Weiß Erfurt mithalten. Ist doch auch was.

51.

Unser Fernseher verliert mal wieder Farben. Momentan tragen die Pilsen-Spieler hellblaue und die Bayern pechschwarze Trikots. Dazu glitzern die Schuhe wie auf einem Neunziger-Jahre-Rave oder in einer Freitagabendshow auf RTL. Wenn wir nicht schreiben müssten, würden wir jetzt Dr. Motte auflegen. Oder mindestens Whigfield.

48.

Ein Löw-Look-Alike knetet Edelmaskottchen Mario Götze an der Seitenlinie für seinen Einsatz warm. Unwürdiger, ekelerregender, blanker Hohn gegenüber Viktoria Pilsen. Trainer Vrba konnte geradeso Roman Hubniks Mutter bewegen, für die Auswärtsfahrt ein paar Knödel beizusteuern. Ansonsten ein recht morscher Mitarbeiterstamm.

46.

Episches Halbzeitresümee von unserem jungen, hippen ZDF: Unterlegt mit einem Carl-Orff-Hans-Zimmer-Best-Of flimmern die ungesättigten Bildern über die Mattscheibe. Ein bisschen »Rumble in the Jungle«-Feeling. Ungeachtet dessen, dass sich die Spannungskurve im ersten Durchgang eher so auf dem Niveau des Promiboxduells Detlef D! Soost gegen Carsten Spengemann bewegte. Eher so Niveaua.

21:44 Uhr

Eben wird im heute-Journal der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken interviewt: Er heißt, wie passend, Alois Glück. Frage mich gerade, ob es Menschen gibt, die mit Nachnamen »Pech« heißen. Möchte der Frage weiter nachgehen, werde dann aber prompt von Markus Lanz unterbrochen, der eine seiner 192 Sendungen ankündigt. Heute läuft auch eine. Irgendwas mit Tieren. Menschen. Sensationen. Und bestimmt auch Veronica Ferres. Kollege Hofmann notiert sich die Uhrzeit.

21:38 Uhr

Die Berichte des »heute-journal« um den Pomp-Papst von Limburg treiben auch Pilsens Kapitän Pavel Horvath (38) die unprätentiösen Tränen in die Augen. Schließlich war er vor kurzem noch Stargast beim Richtfest des Limburger Doms.

21:35 Uhr

Noch einmal 45 Minuten, danach noch die Zusammenfassung von Bayer Leverkusen gegen Schachtar Donezk, morgen dann Freiburg gegen Estoril. Wenn am Wochenende noch Hoffenheim gegen Augsburg spielt, melde ich mich für den Rest der Woche krank.

45.

Cisovsky hat den derben Job erwischt, hier heute gegen Robben dicht machen zu müssen. Diese Konstellation kann sich nur ein wirklicher Zyniker erdacht haben. Denn alles, was Cisovsky besser kann als andere, ist in Deutschland nicht erlaubt. Alan Kelly hat ein Einsehen – pfeift das Spiel ab und Robben an.

43.

Rethy freut sich: 3:0. Doch niemand freut sich. Ähnlich geht's mir übrigens jeden Morgen in der U-Bahn, wenn ich als peruanischer Hochlandbarde mit meinem Poncho von Waggon zu Waggon ziehe und die Titanic-Melodie auf der Panflöte nachspiele. Freude bei mir hoch. Jubel niedrig. Ich bin der Bela Rethy des Berliner U-Bahnnetzes. Gespenstisch.

38.

Und. Da. Ist. Es. Passiert. Alaba zündet parallel zur Strafraumlinie, Hubnik stakst hinterher wie eine Tümpelkrähe. Trocken mit rechts nach links, 2:0 nach 38 Minuten. Superdry.

37.

Für dieses Spiel ist das Verb »wabern« erfunden worden. Im Hintergrund leiern die Bayern-Fans die immergleiche Melodie, ab und zu passt ein Bayern-Spieler auf einen anderen Bayern-Spieler und Bela Rethy hypnotisiert sich selbst in den Schlaf. Und dann schießt mal jemand (eben, Schweinsteiger). Oder es fällt ein Tor (jetzt, Alaba).

31.

Rethy investigativt nochmal die Elfmeterszene und deckt das von sozialer Wärme geprägte Verhältnis des Arjen R. und Franck R. auf: Die beiden Superlativkicker drücken sich den Ball gegenseitig in die Hände. Wie damals, als wir uns als Drittklässler vor lauter Etikette nicht entscheiden konnten, wer zuerst ans Kletterseil darf und dann beide gleichzeitig an ein Seil mussten. Wir – das waren der adipöse Rico und ich, der auch nur Entrückte oder Blinde »grazil« nennen konnten. Das Seil - das hatten spanische Kolonialherren aus Afrika mitgebracht. Die Szenerie endete noch zermatschter als Pilsens Abwehrkette heute. Das hat man nun von guten Manieren in dieser kalten kalten Welt.

34.

Was Sie, liebe Leser, nicht wissen: Wir gucken das Spiel heute auf einem Röhrenfernseher aus dem Jahr 1986 oder 1988. Immerhin Farbe, wenngleich der Blauton manchmal wegbleibt und das Ergebnis am rechten oberen Rand so groß ist wie dieser Pixel: . Wir warten sehnlichst darauf, dass gleich Manni Schwabl und Hans Dorfner die Linie entlangsprinten und Heribert Faßbender uns n'Abend allerseits zum Europapokalabend mit südländischer Atmosphäre wünscht.

28.

Kozacik klärt gegen Mandzukic und lächelt sein Belmondo-Lächeln. Verliert eben nur leider ein bisschen an Liebreiz, wenn man nicht Jean-Paul, sondern Matus heißt.

25.

Nun also. Tor. Elfmeter. Franck Ribery. Mehr brauchen Sie nicht wissen! Oder doch: 1:0 für Bayern. Foul an Robben. Der ist Holländer. Noch was? Ja, Rethy spricht wieder. Der ist Kommentator. Und sonst? Geht so. Und selbst? Muss ja. Kaffee? Gerne.

24.

Was Bela Rethy sehr gerne macht, wenn vermeintlich übermächtige Teams wie der FC Bayern gegen vermeintlich Winz-Mannschaften wie Viktoria Pilsen spielen: Seine Stimme bekommt bei Chancen des Favoriten ein nonchalantes War-ja-klar-Timbre, das an Oliver Kahn in Hochzeiten erinnert. Bei der Geburt getrennt?

23.

22 Minuten und etlichstmillionen bajuwarische Pässe später die erste »Chance« für Pilsen. Doch Alaba, heute als Innenverteidiger die eierlegende Vollmilchsau des FCB, klärt. Und eine transzendente Juliane Werding verhöhnt unsere tschechischen Gäste.

21.

Immer noch 0:0. Bayern in der Krise?

18.

Erstmals wieder im Kader: Javier Martinez. Was hat der Mann in den vergangenen Monaten eigentlich getrieben? Wo warst du, als ich dich für 100 oder 150 Millionen für mein Online-Manager-Team kaufte? Wo, Javi!? Wo?!

17.

Übernatürliches Staccato der Bayern – das kann natürlich nur Roman Hubnik stoppen. Mein erklärter Lieblingsspieler! So, jetzt ist auch das enthüllt an diesem tristen Tag der Offenbarungen. Meine Vorliebe für den spärlich behaarten Defensivmetzger, Tiefkühl-Lasagne, Frensh Nails oder Musik von Loona: Eine Passion musste raus... Tut das gut!

14.

Pep Guardiola nun seelenruhig. Ist er (a) eingeschlafen? Denkt er (b) an Rolf Zuckowski? Albräumt er (c) davon, wie Horwarth in der 90. Minute das 1:0 für Pilsen schießt? Wir wissen es nicht. Vermuten aber (d): Er überlegt, wie man den Namen von Pilsens Trainer Vrba ausspricht.

11.

Dinge, für die ich gerne einen 50.000-Euro-Kredit aufgenommen hätte, um die Summe im Wettlokal auf folgendes Ereignis zu setzen:

- Pilsen schießt in den ersten 10 Minuten nicht einmal aufs Bayern-Tor

10.

Ribery natzt irgendeinen tschechischen Ganzkörpergehemmten an der Strafraumkante. Und was ein Zweikampf werden sollte, sieht plötzlich aus wie die neuste Installation von Jonathan Meese.

8.

Uns beschleicht ein abstruser Verdacht: Bleiben die suizidalen Ausflüge des Matus Kozacik die einzigen Highlights der kommenden 90 Minuten? Beenden die Fabel-Bayern erstmals eine Partie mit mehr Torschüssen als Ballkontakten? Ihre Prognosen bitte an verlebt@11freunde.de.

6.

Pilsens Trainer ist übrigens einer dieser Osteuropäer, die im Namen an Vokalen sparen. Er heißt Vrba. Wir nennen uns aus Solidarität für die Kleinen heute Abend: Bck und Hofmn. Wer noch ein o oder ein a braucht, kann sich hier gerne bedienen. Copy/Paste* bzw. Strg-c und Strg-v:

- o
- a

* Bitte nicht bei Doktorarbeiten anwenden!

4.

Alaba huft gen Pilsener Gehäuse, der tschechoslowakische Torhüter vergisst, dass der Ball nur in die Tormitte kam und wirft sich ihm tollkühn entgegen. Trainer Vrba mit dem passenden Blick: Einfach froh, dabei zu sein.

3.

An der Außenlinie macht Pep Guardiola schon jetzt Handbewegungen, die ich das letzte Mal von Schul-Lotsen gesehen habe. Ich gehe prompt über einen imaginären Zebrastreifen und denke an Rolf Zuckowski. Der Abend kann nur schlechter werden.

1.

Anstoß. Bayern bei 100% Ballbesitz. Guardiola-Style. Laaaaangweilig.

20:43 Uhr

Der Leistungsdruck, den Cheffe Bock mir verschafft, hat in der heutigen Übungssession unter den Wäscheständern im Innenhof folgende Opfer gefordert:

- ein Spannbettlaken »DVALA« (in Bordeaux-Rot)
- einen draufgängerischen Pinscher, der nichtmal gejault hat, als ich ihn ins Jenseits gebolzt habe
- den Kioskbesitzer »Bilal«, der durchau gejault hat, als ich ihn mit dem Mallet erwischt habe

Ob Bock so etwas wie Schuldgefühle empfindet, lest ihr in den nächsten Minuten. Einen Tipp erspare ich mir. 

20:38 Uhr

Ich hoffe auf einige Dinge. Zum Beispiel, dass der HSV mal wieder Deutscher Meister wird. Dass mein Kollege Paul Hofmann endlich den Durchbruch beim Garten-Crocket schafft. Dass ich endlich mal das Wort Rytmus fehlerfrei schreibe. Doch vor allem hoffe ich auf einen 1:0 von Pilsen, bei dem das Siegtor in der ersten Minute fällt. Dann hätte ich eine noch beschissenere Wortspiel-Überschrift als die aktuelle. Sie lautet:

Pilsener urschnell

Ansonsten bleiben immer noch die Überschriften-Klassiker:
- Philipp Lahm: Kleiner Mann ganz groß
- Mario Götze 2.0
- Quo vadis, Javier Martinez?
- Ziemlich beste Bayern

20:32 Uhr

»Durch Pässe gewinnt man keine Spiele«, weiß Uli Hoeneß. Da ist er Realist, denn dahingehend sind die Bayern mit Diego Contento (Deutsch-Italiener) und Philipp Lahm (Deutsch-Liliputaner) auch in der Breite einfach nicht gut genug aufgestellt. Paul Breitner wurde deswegen bereits auf Bruno Mars und DJ Babu angesetzt.

20:29 Uhr

Was wissen wir über Viktoria Pilsen? Nichts. Glücklicherweise informiert das ZDF zu orchestraler Musik: »Pilsen ist Außenseiter!« Und: »Aus Tschechien!« Unsere Vorbereitungen wären damit abgeschlossen. Wir legen uns wieder hin. Und ihr?

20:27 Uhr

Um die verbleibenden 20 Minuten zu überbrücken, ein Blick auf die Aufstellungen des Tabellenersten und -letzten der Gruppe D. So wollen sie spielen:

Kouba – Kadlec – Rada, Suchoparek – Hornak, Bejbl, Nedved, Nemec – Poborsky, Berger – Kuka.

Köpke – Sammer, Babbel – Strunz, Eilts, Helmer, Ziege – Scholl, Häßler – Klinsmann, Kuntz.

20:22 Uhr

Bei Facebook wird uns schon vorgeworfen, dass wir alles und wahllos tickerten. Das stimmt natürlich ganz. Was wir nicht getickert haben: Den heutigen Sonnenuntergang, die gestrige Ubahn-Kontrolle am Berliner Hermannplatz, den Streit zwischen meinen Nachbarn Gernot W. und Chantal W. Schade eigentlich. Zumindest der Disput in der Nebenwohnung wäre es wert gewesen. Sie hatte irgendwas bei GTA kaputtgemacht. Er hatte den Hasenkäfig nicht sauber gemacht. Schade drum. Also ums Tickern.

20:18 Uhr

Einen gesegneten Mittwochabend auch von mir. Angenehmer Retro-Chick bei Kollege Bock: Statt auf eine dieser 3D- und geruchsfähigen Multi-Superduper-Flatscreens, aus deren Reklame man schließen könnte, sie heilen umgehend Krebs, starren wir auf eine 18 Zoll-Röhre der Marke »Telestar«. Angenehme Kindheitserinnerungen finden ihren Weg in meine Gedanken – auf einem ähnlichen Modell hat mir Oma früher immer »Schloss Einstein« an- und eine Milch heiß gemacht. Nun also Roman Hubnik in der Champions League. Nimmt sich nicht viel.

20:08 Uhr

Vor der Champions League löst im ZDF noch die »Kripo Holstein« den Fall »Das fliegende Auge«. Klingt fast so spannend wie eine der ersten 20 »Drei Fragezeichen«-Folgen, guckt sich aber wie »Verbotene Liebe«. Ohne Gewalt. Ohne Liebe. Ohne Erotik. Quasi »Fix und Foxi« mit echten Menschen. Wir bleiben dran. Also an der Champions League.

20:01 Uhr

Paarungen, die so ähnlich klingen wie »FC Bayern trifft Viktoria Pilsen«:
- Barcelona trifft Union Solingen
- Manchester United trifft den KSV Baunatal
- John Rambo trifft Mario Barth

Und damit: Guten Abend zur heutigen Champions League!

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