Bayern
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Lautern

Bayern-Lautern im 11FREUNDE-Liveticker

Sammer schlägt Alarm: Bayern zieht erst nach dem BVB ins Finale ein!

»Wenn immer alles gut ist, ääääääh, neigt man natürlich auch ’n bisschen dazu... Und jetzt ist es eben mal nicht gut. Und das ist gut, wenn es mal nicht gut ist«, sprach Matthias Sammer vor dem Spiel. Dann siegten die Bayern 5:1 gegen Lautern. Steigen sie jetzt ab? Der Ticker sagt: Das wäre nicht schlecht! 

22:39 Uhr

»Hart ist ein gutes Stichwort, aber auch ein gutes«, sagt Delling schließlich. Oder wie Matthias Sammer es ausdrücken würde: »Wenn immer alles gut ist, ääääääh, neigt man natürlich auch ’n bisschen dazu... Und jetzt ist es eben mal nicht gut. Und das ist gut, wenn es mal nicht gut ist.« Das ist ein schlechtes Stichwort: Gute Nacht. Wir schlafen in Berlin.

22:37 Uhr

Stefan Kuntz und der Plüschelefant losen aus, wer zum ARD-Interview muss. Naturgemäß verliert Kuntz. »Wie tief sitzt der Wurm?«, fragt der Reporter. Und Kuntz lacht wie einer, der keine Tränen mehr hat.

22:37 Uhr

Schrecklicher Verdacht: Ist Scholl nicht Scholl, sondern Matze Knop als Pep Guardiola? Auch Ribery scheint verwirrt, spricht in Zungen: »Diese Spiel von Samstag, bische getroffe, au!« Oder ist er etwa Matze Knop als Ribery?

22:31 Uhr

Delling: »Wir brauchen uns nicht alle Tore noch mal anzuschauen.« So wird durch einen rhetorischen Kunstgriff aus einem 1:5 ein 1:17. Wie bei uns damals in der F-Jugend, gegen den TuS Lemförde. Wir schauten uns auch nicht alle Tore noch mal an.

22:28 Uhr

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, Teil 5: »Diese Saison die Pokal wieder Wolfgang!« (Dante)

22:27 Uhr

Junge, ist Roman Weidenfeller dick geworden! Und seit wann trainiert er den FCK?

22:26 Uhr

Markus Othmer, gewitzt: »Ist die Normalität wieder hergestellt?« Toni Kroos, entgeistert: »Warum?« Also nein.

22:25 Uhr

Zoller mit Wärmedecke. Von Adenauer persönlich aus diesem Spiel heimgeholt.

89.

Tor. 5:1 Götze. Reingefummelt, reingeschummelt, reingedrückt, an 1000 Pfälzer Beinen vorbei, die verzweifelt zappeln. Und dann guckt er, der Mario. Ja, wie guckt er? Wie einer, der denkt: »Kann doch nicht wahr sein, dass die sich hier noch wehren. Dass ich mich hier anstrengen muss. Wissen die denn nicht, wer ich bin?« Guckt er, ja, ein bissi-bissi arrogant, der Mario? Kann ja eigentlich nicht sein.

87.

Wenn der FCK aus dem Pokal fliegt: Stirbt dann auch eine ganze Region?

85.

»Fünf Minuten trennen uns alle noch vom Wunschfinale!«, so Bartels treffend. Ja, uns alle! Und draußen an der Losbude singen Kuntz und der Plüschelefant: »Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!« Traumfinale! Ist das schön.

82.

Stefan Kuntz steht längst draußen vor der Arena an der Losbude. Selbst ziehen ist das Motto! Schon hat er das Lauterer Jahresbudget verballert, Niete, Niete, Niete, Niet, Niete. Wann gewinnt er ENDLICH den Plüschelefanten, um mit ihm allein im Mannschaftsbus nach Hause zu fahren?

78.

Mandzukic macht das 4:1. Prompt lässt sich Lakic einwechseln, läuft sofort zum Torschützen: »Mensch, Mandzu – weißte noch in Wolfsburg? Wir beide! Komm, lass es uns noch mal machen: Du legst mir einen auf! Wie damals! Im Training!« Mandzukic: »Hier! Haste ’n Medizinball.« 

77.

Idrissou kommt! Das ist die Wende! Mindestens. Denn: Idrissou spielt Champions-League – auf PS3, die ganze Nacht, von zwölf bis acht.

74.

Schweinsteiger geht. Muss sich schonen fürs Spiel gegen Braunschweig, in dem er sich schonen muss. Ist das anstrengend. Wie gesagt.

73.

Ganz schön anstrengend, so’n Halbinale: Lahm guckt in der Superslomo wie der dicke Justin aus der 7b beim Coopertest in der dritten Minute, wenn er das erste Mal überrundet wird.

70.

Und wie eine Perlenkettenverkäuferin auf QVC versucht Bartels, uns den nächsten Spieltag anzudrehen. Achtung, Restposten! Wer jetzt anruft, kriegt Augsburg gegen Hertha für nur 19,99 Euro!

68.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, Teil 4: Wunder gibt es, Edi Glieder!

63.

Sagte Bartels nicht höchstselbst nach dem 2:0 vor etwa zehn Stunden, dieses Spiel sei bereits entschieden? Nun ist er wiederum der Erste, der hier ein Fußballwunder herbeifabuliert. Eine Abseitsstellung der Lauterer kommt in seiner hochdramatischen Stimmsymphonie, die ja immer mal wieder so klingt, als hätte ihm sein Assistent den heißen Kaffee auf die Hose gekippt, dem 3:3 gleich. Zur Erinnerung: Es steht hier 1:3. Zwei Tore Differenz. Wie damals, als es noch 0:2 stand.

60.

Tor. Zoller! 1:3. Mutiger, frecher Kopfball. Aber was heißt das jetzt für unsere weitere Abendplanung? Reden wir lieber nicht weiter darüber.

57.

Ribery gegen Dick: Das kennt der quirlige Franzose von manch einsamem Abend im Mannschaftshotel.

55.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, Teil 3: Es ist nicht Alabage Abend.

53.

Ribery trifft die leere Hütte nicht. Sammer fuchtelt. Diese Verschwendung, diese Nachlässigkeit! Ist er wieder mal der einzige, der daran denkt, dass die Tordifferenz entscheidend sein kann?

49.

Ha! Elfmeter für Bayern. »Uli! Uli! Uli!«, fordert das Stadion. Hoeneß überlegt: Es wäre das letzte Mal, dass er den Nachthimmel sieht. Andererseits: Er hat die Strafe akzeptiert. Dafür gebührt ihm der Respekt der Kanzlerin. Soll er das jetzt riskieren, für den Kick, für den Augenblick? Nein. Müller macht’s. 3:0. Immerhin: Auch Lautern akzeptiert die Strafe.

46.

Anstoß. Gleich mal ’ne Chance für Lautern. Doch Robben vereitelt sie. Spielt jetzt Libero. Guardiola: der schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Look at me!

21:33 Uhr

Noch-Dreitagebartmann Scholl lässt wachsen, ruft: »Spannend wird’s auf jeden Fall!« Der dreisteste Etikettenschwindel seit »Die unendliche Geschichte«.

21:28 Uhr

Thomas Roth verabschiedet sich aus den »Tagesthemen« mit diesen erschütternden Worten: »Und damit zurück zu dem Mann mit dem Noch-Dreitagebart: Mehmet Scholl!« NOCH? Wie lange dauert das hier denn noch? Vier, acht, vierzehn Tage? Steht uns eine nervenzerfetzende Aufholjagd bevor? Die Verlängerung gar? Ein nicht endendes Elfmeterschießen? Muss Uli Hoeneß schließlich noch mal in den Nachthimmel schießen? Oder meint Roth bloß, dass das alles hier sowieso schon SO’N Bart hat, Rasieren also ohnehin zwecklos ist? Na, dann geht’s ja.

46.

Halbzeit. Wette mit mir selbst, mit welchen verniedlichenden Attributen Scholl die Lauterer bedenken wird. In der engeren Auswahl: wacker, frech, mutig, tapfer, keck, respektlos, draufgängerisch, ungezogen, unartig, unverfroren, dreist, vorlaut, vorwitzig, impertinent, schnippisch, nassforsch, beherzt, burschikos, frivol, neckisch, vorlaut, couragiert, heldenhaft, heldenmütig, unerschrocken, unverzagt, kühn, aufmüpfig, trotzig, unbequem, aufsässig, kess, schamlos, bissig, naseweis. Und... Und... GEWONNEN! »Sie sind frech und mutig!«, so Scholl. Aber auch: wacker, tapfer, keck, respektlos, draufgängerisch, ungezogen, unartig, unverfroren, dreist, vorlaut, vorwitzig, impertinent, schnippisch, nassforsch, beherzt, burschikos, frivol, neckisch, vorlaut, couragiert, heldenhaft, heldenmütig, unerschrocken, unverzagt, kühn, aufmüpfig, trotzig, unbequem, aufsässig, kess, schamlos, bissig, naseweis. Nicht zu vergessen.

43.

2:0. Liegt aber natürlich am Heimvorteil. Nicht auszudenken, wie das Ding auf dem Betze gelaufen wäre! Nicht wahr, Herr Kuntz? »Ich sag ja: Lautern und Fußball!« Äh...

41.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, Teil 2: Du sollst keine anderen Götzes haben neben mir.

39.

Is das drollig! Jogi Löw hat extra eine Werbebande für Stefan Kießling gemietet: »Mit dem Fanflieger nach Brasilien!«

34.

Guardiola ist unzufrieden: Kroos hat bei seinem Schuss den Ball einmal zu oft berührt. »Zero Kontakt, Toni! Matchplan! Nicht supersuper! Look at me!«

32.

2:0. Kroos. Ein Schuss, so trocken wie ein Zwieback in der Wüste Gobi. Jetzt müssen sich die Lauterer das Latschenkieferöl schon in die Buchse kippen, um das Ding hier noch zu drehen.

29.

Sammer mit der Sammer-Geste (rudernd, fuchtelnd), die sagt: »Das gefällt mir alles nicht!« Gerland daneben mit der Gerland-Geste (auf die Uhr schauend, einnickend), die sagt: »Wie lange noch, bis der Feuerkopf endlich abhaut?«

27.

Da meldet sich Dieter Bürgy in der 11FREUNDE-Redaktion: »Wenn hier einer Löcher korrigiert, dann bin ich das!« Ein Mann für den FCK?

25.

»Matmour korrigiert das Luftloch«, so Bartels. Kann er das vielleicht auch mal beim Ozonloch versuchen?

23.

Und in dreiunsechzigstletzter Minute rettet Schweinsteiger Guardiola dann doch noch den Job. Zumindest vorerst. Ecke, Kopfball, drin. Wenn er sich dabei was gedacht hat, war’s genial.

20.

Immer noch 0:0. Guardiola wackelt. Und Jupp Heynckes notiert sich daheim auf dem Kniffel-Block, ohne es zu merken, die Aufstellung für die zweite Halbzeit. Vor ihm liegen die Würfel, sie ergeben keine Straße, keinen Pasch. Seine Frau ruft: »Jupp! Das ist deine Chance!« Heynckes: »Ich weiß.«

18.

Thomas Müller im Abseits. Sozusagen eine getanzte Reminiszenz an Uli Hoeneß.

15.

Ich leg ich fest: Demir Hotic macht hier gleich ’ne Hütte. Kalli Feldkamp hat ihm gesagt: »Mach dich unsichtbar, Junge. Und dann schlag zu!« Genial.

13.

Steht auf, wenn ihr Bayern seid! Genau das habe ich mir heute morgen, als der Wecker klingelte, auch gedacht. Und einfach weitergepennt. Genial.

11.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, Teil 1: Eine Schwalbe macht noch keinen Sammer.

8.

Weiterhin 0:0. Auch in dieser Höhe verdient.

6.

Geiler Spruch vom Wochenende, Kreisliga B. Ein gefoulter Stürmer hält sich den Fuß: »Boah! Guck mal: ganz dick und blau!« Darauf der Trainer, das Eisspray im Anschlag: »Genau wie deine Frau!« Wenn Dr. Müller-Wohlfahrt so was heute Abend auch zu Thomas Müller sagt, schenke ich ihm einen neuen Kandinsky-Nachdruck für sein Wartezimmer!

4.

Immer noch 0:0. Aber Guardiola wird sich schon was dabei denken. Ich halte ihn für genial.

2.

Hoeneß auf der Tribüne. Sieht irgendwie traurig aus. Als müsste er ins Gefängnis.

1.

Anstoß. Und damit zurück zu Caren Miosga.

20:30 Uhr

Tom Bartels regt sich über Pyros auf. Zugleich laufen die Lauterer mit Latschenkiefer auf der Brust aufs Feld. Wie das brennen mus, darüber verliert Bartels kein Wort. Es ist so typisch.

20:29 Uhr

Irgendein Heintz spielt bei Lautern in der Innenvereteidigung. Gehe mal davon aus, dass es den auch nicht gibt.

20:28 Uhr

Jetzt Sammer, der Anti-Breitner, ja: der Anti-Anti-Sammer. Räumt erst mal, wie es so seine Art ist, ordenmtlich auf, und zwar mit Sprachbildern. »Es gibt keinen Schalter«, doziert er. »Man redet zwar immer davon. Aber es gibt ihn nicht.« Is ja verrückt. Gibt es etwa auch kein Haar in der Suppe, Herr Sammer? Ich suche und suche und suche!

20:22 Uhr

Neue Rolle für Breitner, er ist offenbar der neue Anti-Sammer: Warnt nicht das eigene, sondern das andere Team. »Zu Hause«, sagt er, sollten die Lauterer bleiben und den DFB bitten »ein Los zu schmeißen«. Wenn er meint. Aber: Lose schmeißen – ist das jetzt auch olympisch?

20:20 Uhr

Guardiola ist plötzlich der umstrittenste Mensch der Welt. Doch Scholli wirft sich schützend vor ihn: »Er denkt sich bei allem etwas. Ich halte ihn für genial.« Sich bei allem was denken: Wer tut das nicht? Ich zum Beispiel denke mir jetzt gerade, wie ich mit einem Bulldozer über die ARD-Experten-Theke walze. Genial! Oder, Scholli?

20:16 Uhr

Nun aber. Die »Sportschau« geht los. Hoeneß mit dem Turban, Netzers Selbsteinwechslung, Thon schießt drei Tore. Gähn. Zeit für neue Pokal-Mythen, liebe Freunde. Wie wär’s, wenn Stefan Kuntz sich heute Abend selbst einwechselt, drei Tore schießt und dabei einen Turban trägt? Kuntz: »WAS DENN?« War ja nur so ’ne Idee.

20:00 Uhr

Wie kam es eigentlich zu dieser irren Paarung? Wir blicken zurück. Mit Stefan Kuntz! Hallo, Herr Kuntz? »WAS DENN?« Mal nicht so gereizt, Herr Kuntz! Also, wie finden Sie Ihr Los? Super? »Tja, Frauen und Fußball!« Und Einparken, oder was? Wenn Italia Walter DAS wüsste – Sie würde Ihnen die Löffel langziehen, Herr Kuntz! »WAS DENN?« Schon gut. Egal.

19:53 Uhr

Sieben Minuten vor der Zeit! Wenn die Lauterer sich diesen Trick von mir abschauen, einfach VORM Anstoß schon anfangen, gehen sie vielleicht schon mit einer Führung in diese Partie. Vielleicht! Vielleicht aber auch nicht. Denn: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Vielleicht!

13:00 Uhr

Um 20 Uhr geht es los, liebe Fans. Ist das gut? Nein, natürlich nicht. Aber: »Wenn immer alles gut ist, ääääääh, neigt man natürlich auch ’n bisschen dazu... Und jetzt ist es eben mal nicht gut. Und das ist gut, wenn es mal nicht gut ist.« Also ist es schlecht. Was soviel heißt wie: Alles wird gut. Bis später.

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