Bayern München

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1899 Hoffenheim

Bayern-Hoffenheim im 11FREUNDE-Liveticker

Die Hoffe stirbt zuletzt

Es wird düster im Kraichgau: Nach einem 0:2 in München geht der Blick der TSG gen Zweite Liga. Kann die Schallkanone neue Hoffnung bringen? Live aus dem Fußballlabor: der Ticker.

imago

17:20 Uhr

Freunde, holt euch die Sprühkäsedose aus dem Kühlschrank und ladet die Schallkanone nach: Es ist Bundesligatime, Bayern gegen, hier äh, Hoffendings. Sonst noch ein sportliches Highlight heute abend? Nein? Na dann...

17:23 Uhr

Tja, naja, Handball-EM-Finale wäre ja auch noch. Aber so ist das: Wer die kürzeste Zwiebelspalte aus dem Redaktionsmettigel zieht, der muss tickern, während die Kollegen ihrem neuen Lieblingssport frönen. Dafür haben wir die Reste des Igels hier. Klassisches Patt. Ha.

17:25 Uhr

Wir schließen uns aber natürlich totzdem Franz-Josef Wagner an und wünschen der NationalELF alles Gute. Und FJW ein paar wohlbringende Klapse auf den Hinterkopf.

17:28 Uhr

So, Kollege Behnisch ist mitlerweile auch da...

1.

Anstoss. Sagt der Schiri. Wo bleibt der Videobeweis?

3.

Kollege Reich ist skeptisch, dass uns hier überhaupt irgendwer zuliest, bzw. mitliest: »Mieses Spiel, mieser Kollege und dann noch dieses miese Handball-Finale!« (Zitat im ungefähren Wortlaut) Ich halte dagegen und lobe zum Beweis meines Glaubens einen Preis aus: Der 10.000 Kommentar unter diesem Ticker erhält diese formschönen, von Kollege Reich handgepimpten Adiletten.

5.

Bayern übrigens mit einer absoluten Fantasie-Aufstellung. Mit Badstuber nur ein Innenverteidiger auf dem Rasen. Mit Coman, Müller, Robben und Costa dafür gleich vier Spieler, die vermehrt über die Flügel kommen. Erstaunliche Erkenntnis der ersten fünf Minuten: Es sieht trotzdem alles wie immer aus. Einbahnstraße pur. In der für Hoffenheim gilt: Tempo Null.

7.

Erste Chance für die Bayern. Robben scharwenzelt sich den Ball auf den linken Schlappen und macht dann kurzen Prozess und seinen Meister in Balistik: Vom rechten Strafraumeck und aus gefühlt 25 Metern per Lasergeschoss nur hauchzart am Kasten vorbei. Für die Hoffenheimer schon jetzt ein Sonntags-Ausflug, der sich gelohnt hat.

11.

Was hat diesen Kramaric eigentlich geritten? Geht aus Leicester weg, wo er am großartigesten Fußballmärchen aller Zeiten mitschreiben könnte, nur um in der Kraichgauer Provinz mit einem Verein abzusteigen, der weniger gesellschaftliche Relevanz hat als Menderes Bagcis Toilettengänge. Traurig.

15.

Bester Verschreiber aller Zeiten eben: Das Fußballmörchen. Hat der kleine Berti damals im Tatort geschrieben, bevor er nach Aserbaidschan gehoppelt ist.

18.

Vor allem Robben bisher mit einer ansprechenden Leistung. Aber es hilft ihm natürlich auch, dass er bei seinen Sololäufen auf der rechten Seite immer mal wieder in den Maulwurfgängen verschwinden kann.

22.

Servicetick: Die deutschen Handballer führen gerade sensationell im EM-Endspiel. Hier ein Symbolbild, wie es sich anfühlt, Bayern gegen Hoffenheim zu tickern, während alle anderen Handball feiern.

23.

Deutschland - Spanien 7:2. Jogi Löw weint.

24.

Dagegen Bayern - Hoffenheim 0:0. Der beste Gag des Abends bisher.

25.

Würde mich nicht wundern, wenn die Bayern nach dem Spiel von einer Massenklagewelle heimgesucht werden — wegen zigtausender steifer Nacken. Denn das Spiel findet laut 11Freunde-Datenbank zu exakt 103 Prozent in der Hälfte der Hoffenheimer und dort zu 207 Prozent auf der Seite von Arjen Robben und Thomas Müller statt. Findet das alles zu null Prozent lustig: Huub Stevens. Immerhin eine Konstante.

27.

Livebilder von Manuel Neuer.

 

29.

Wohlerzogen, wie wir sind, sparen wir es aus, unsere wahren Empfindungen in die Welt zu tickern. Und weil es aber doch unter den Nägeln brennt, und weil die Bayern so gar nichts anbrennen lassen, kommt hier die Gefühlskrücke der Stunde. Unsere ungeschwinkte Wahrheit zu diesem Spiel als Anagramm: CAD EI WIEN ES KORK

31.

Tor. Lewandowski. Nach Costa-Flanke frei aus fünf Metern. Machste nix. Sachste nix. Und aus gegebenem Anlass hier nochmals die Ermahnung an die Spieler der TSG Hoffenheim:

33.

Tja, Eins Null für die Bayern. Und irgendwo greift Franzi van Almsick frustriert in die Tüte mit den frittierten Molchen.

37.

Hier übrigens die Reaktion von Kollege Behnisch auf Douglas Costas Vorarbeit:

40.

Wahnsinn, wie der Alaba im Mittelfeld die Fäden zieht. Und der Bub ist erst 23. Als ich 23 war, hab ich die WG-Miete vom Flaschenpfand gezahlt und die Karaoke-Tequila-Night in der »Hexe« war das Highlight meiner Woche.

43.

Oha, Chance für Hoffengedöns, Kramaric mit der Chance. Und auf der VIP-Tribüne unterbricht Dietmar Hopp kurz seinen Monolog zum Thema »Hoffenheimer Weg«.

45.

Wusstet ihr eigentlich, dass Hoffenheims Spitzname »Hoffe« daher kommt, dass ich so sehr hoffe, dass sie absteigen? Nein? Na, jetzt wisst ihr es.

18:18 Uhr

Und Halbzeit, die Mannschaften trotten in die Kabine. Bisher die beste Aktion von Hoffenheim.

18.21 Uhr

»Wenn aus Erfrischung Bitburger 0,0 wird«, flötet uns die Werbung in die Gehörgänge. Was wir über uns ergehen lassen, einfach so. Ein seichter Fluss beliebigen Mists. Und das nennt sich dann Werbung. Oder Bundesliga-Fußball. Oder: Wenn aus einem Sonntag Leben 0,0 wird. 

18.23 Uhr

Und dann noch Sky-Werbung für den »Deadline-Day«. Ein leichter Schlaganfall, das wär es jetzt.

18.25 Uhr

Und wieder Werbung. Und wieder Wahnsinn. »Alle elf Minuten verliebt sich ein Single über Parship.« Na dann.

18.28 Uhr

Wenn Huub Stevens lässig ist, lässt er seine Mannschaft nicht wieder auf's Feld. Aber ich habe leicht tippen. 

18:33 Uhr

Armin Reutershahn im Interview, ein einziges großes »Wasmachichhiereigentlich«. Lügt, das man durchaus eine Chance habe, tanzt anschließend ein Fragezeichen in den Rasen und rennt dann weinend zurück in die Kabine. Klar, hier ist noch alles drin. Alles wird gut.

46.

Anpfiff. Gar nicht so einfach bei so vielen Maulwurfshügeln.

49.

Erste Chance Bayern, Lewandowski mit dem Kopf, aber Baumann pariert ganz stark. Wenn er schon dieses fürchterliche Trikot tragen muss, will er sich wenigstens spielerisch keine Blöße geben.

51.

Kimmich auch mit einem guten Spiel. Dabei hielt ich den immer ein wenig für faul, so nach dem Motto: Kimmich heut nicht, kimmich morgen.

53.

Nächste Chance Bayern. Wie sich Oliver Baumann derzeit fühlen muss:

55.

Müller mit der Flanke, die zum sahnigen Torschuss wird, den Baumann gerade noch halten kann. Der Müller hat mehr Ballgefühl im Taschentuch, wenn er sich schnäuzt, als andere Spieler in beiden Füßen.

57.

Dinge, die ungefähr so viel Sinn machen wie der Umstand, dass Arjen Robben hier und heute noch kein Tor geschossen hat:

-- Hoffenheims Taktik
-- Zwei Detektive, die sich gegenseitig beschatten
-- Ein Nudelholz für Kartoffeln

60.

Und plötzlich Kramaric mit der Tausend-Prozentigen. Aber je näher er Manuel Neuer kommt, desto mehr scheint er sich zu fragen: Vielleicht ist das gar nicht Manuel Neuer?! Ist es aber dann eben doch. Und Kramaric das Zero dieses Moments, schiebt den Ball am linken Pfosten vorbei. 

63.

»Run Simple« prengelt die SAP-Bandenwerbung in das weite Rund der Allianz-Arena. Ok, denkt sich Lewandowski, und lupft einen Traumpass von Lahm über Baumann hinweg zum 2:0. Womit das Spiel nur noch gefühlt sieben Tore hinter einem angemessenen Ergebnis hinterherhinkt.

66.

Übrigens: Jack White ist der einzige Musiker auf der Welt, der mit seinen Songs noch Geld durch Tantieme verdient. Einfach weil in München so oft »Seven Nation Army« läuft.

69.

Kleiner Servicetick zur Handball-EM: Neun Minuten vor Schluss tagen gerade die Generäle der Spanischen Armee, um zu beraten, wie man auf Andreas Wolff reagieren solle.

72.

Übrigens: Wenn die Bayern ein Scheibenwischer wären, dann dieser:

73.

Und in den Kommentaren freut sich ein Leser namens »Dannyboy« über unseren Ticker. Kurz fragende Blicke: Kennst Du einen, der Danny heißt? Nein? Ich auch nicht. Uns soll es Recht sein. Auch Menschen im Rausch haben Recht auf ihre Meinung. Danke, unbekannter Leser:

74.

Präsentiert von »1000 Tränen tief«, der Selbstfindungs-DVD für Entschlossene, kommt hier die Gemüts-Top3 der Stunde — unsere drängendsten Wünsche:

-- Irgendwas, damit Frauke Petry aufhört
-- Spielschluß jetzt
-- Dass immer Musik da ist

77.

DEUTSCHLAND IST HANDBALL-EUROPAMEISTER! 24-17 GEGEN SPANIEN. KEVIN VOLLAND IN DER PARTIE. GEGEN BAYERN. ERSCHIESST UNS! BITTE SCHNELL!

80.

Übrigens: In diesen Sekunden ist Hoffenheim Europameister. Oder so. Habs nicht ganz verstanden.

83.

Nächste Chance, Freistoß von Thiago. Also wenn Hoffenheim sich noch weiter hinten reindrücken ließe, würden sie wahrscheinlich vorne wieder herauskommen.

86.

2:0, klare Sache. Die TSG weiter in Abstiegsgefahr. Kurzer Blick in Dietmar Hopps Wohnzimmer:

88.

Und hier ein Sinnbild des Hoffenheimer Fußballprojekts:

89.

Immerhin. Wie ein Absteiger hat Hoffenheim hier heute nicht gespielt. Eher wie ein Zweitligist. 

90.

Dr. Jochen Drees, bester Mann. Pfeift das Spiel ab, aber so was von pünktlich. 29:5 lautet das Torschuß-Verhältnis am Ende. 9:0 hätte das Spiel ausgehen können. Sollen. Müssen. Was wissen wir schon!? Am Ende war es wie so oft in der Allianz-Arena, in diesem Circus Minimus der Unterhaltung: Hoffenheim gab den Hasen und die Bayern eine Schlange, deren Bauch schon vor Anpiff Reserven für die kommenden drei Spielzeiten hat. In diesem Sinne, Mahlzeit, liebe Freunde und einen schönen Abend. 

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