Bayern München
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Borussia M'gladbach

Bayern-Gladbach im 11FREUNDE-Ticker

Die Hand Gettos

Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach 1:1. Ein Resultat, das sich Jerome Boateng ausnahmsweise mal nicht auf den Unterarm stechen lassen wird. Warum, das weiß der ganzkörpertätowierte 11FREUNDE-Ticker!

12:00 Uhr

20:03 Uhr

Hallo. Sagen wir mal. So. Sind noch nicht so recht drin in diesem Spiel. Was auch an der Garderobe von SKY-Moderator Jan Henkel liegt: Grau und Türkis, dazu ein goldener Ring am Zeigefinger – entweder er serviert uns gleich einen Cappuccino, in den er zuvor hinein gespuckt hat, oder er verkauft uns den Dienstwagen des bayrischen Innenministers. 

20:07 Uhr

Henkel jetzt: »Es geht um drei Punkte. Das hat Jupp Heynckes eben noch mal unterstrichen.« Unterstrichen, ja – mit dem lustigen Elefantenlineal aus Henkels Schultüte.  

20:09 Uhr

Jetzt Sammer, der Hierarch unter den Nacktmullen. Beziehungsweise umgekehrt. »Ist Dante der Abwehrchef?«, fragt Henkel knallweich. Sammer: »Ömmmmm, naja!« Und bei euch so? 

20:12 Uhr

Sammer, auf ein Guardiola-Gerücht angesprochen, weiß nicht, »wie die Zeitungen alle heißen«. Wir helfen gern: »Wendy« und 11FREUNDE. Von uns war das Gerücht nicht.

20:16 Uhr

Was mir Sorgen macht an Jan Henkel: Wie soll ein Mann, der offensichtlich nur in Superlativen denkt, zumindest nur in Superlativen spricht, im Alltag bestehen? Zumal wenn er annimmt, dass es allen anderen auch so geht. »Matthias Sammer, ich weiß, dass Sie Pep Guardiola schätzen über alles!« Was macht so einer beim Bäcker? »Bitte zwei von den Semmeln, die ich schätze über alles!«? Oder gleich: »Bitte 200.000 von den Semmeln, die ich schätze über alles!«? Ich werde darüber nachdenken, während des nächsten Songs, liebe Hörer: »Guardiola Über Alles« von den Dead Kennedys.

20:17 Uhr

Wenn die Bundesliga eine Schulklasse wäre – Max Eberl wäre derjenige, der in der Pause sein Pausenbrot aus der Gladbach-Dose holt. Mit doppelt Mettwurst. 

20:20 Uhr

»Ihr Kommentator ist Marcel Reif. Viel Spaß dabei!«, so Henkel nun. Womit die Unterminierung des Wortes »Spaß« eine Dimension angenommen hat, in der man eigentlich schon wieder lachen muss. Ha. Ha. Aua. Ha.

20:25 Uhr

Was mir auch Sorgen macht: Leser, die offensichtlich keine Videos anschauen, beschimpfen uns wegen unserer Videos.
Und was mir zum Dritten und Letzten Sorgen macht: Wie soll man angesichts des Soundsumpfes, in den Sky und die Stadionregie uns Spieltag für Spieltag schicken, und in dem es ALLES, von Fahrstuhl-House über Samba zu Metall zu durchwaten gilt, keine bleibenden Schäden davontragen?

20:26 Uhr

»Das muss man sich mal geben – von hinten!« Das ist der erste Satz von Reif, den ich bewusst wahrnehme. Wenn er das Spiel im Stehen kommentiert, liegt es also nicht daran, dass SKY sich keine Stühle mehr leisten kann.

20:28 Uhr

Mein Gott, ich war ja lediglich auf Bundesliga vorbereitet, aber offensichtlich ist das hier bevorstehende bzw. bevorstehendste Spiel nur ein müder Abklatsch des bislang besten Spiels aller Zeiten, welches auch immer das jetzt war. Gegen Reif hat sich Henkel geradezu in Understatement geübt, Schweinsteiger und Martinez, von denen man vor ein paar Wochen auch weniger Schmeichelhaftes hören und lesen konnte, auch auf Sky, sind plötzlich das beste defensive Mittelfeld der Welt, protegieren den besten Ribery, den besten Kroos, die beste Abwehr aller Zeiten. Und Müller natürlich, das aber nur am Rande, denn der läuft ja eh außer Konkurrenz.

1.

Die Gladbacher bilden noch schnell einen Liebeskreis – der Gangbang der Metrosexuellen. Dann der Anstoß. Mit Schwammtechnik.

2.

Geil wäre ja, wenn sich zu den Leuten in den weißen Regenjacken, die hinten links immer das Telekom-T bilden, noch ein paar hinzugesellen, als Buchstaben I, T, T, E und N. Vielleicht eine Idee für den nächsten 11FREUNDE-Betriebsausflug.

4.

Entweder sind nur fünf Gladbacher Fans nach München gereist, oder man ist sich in der Kurve uneins, wie man mit dem ehemaligen Idol Dante umgehen soll. Auspfeifen oder Ignorieren? Eine Handvoll Anhänger entscheidet sich fürs Auspfeifen. Immerhin, um in München gehört zu werden, reichts.

6.

Ribery nervt. Meine Meinung. 

7.

Nachdenkliches in der 7. Minute: Wie fühlt sich wohl einer, der einfach bloß Jantschke heißt, inmitten von Operettennamensträgern wie Alaba, Martinez und Dante? Raubt ihm das das entscheidende Quäntchen Selbstvertrauen im Zweikampf? Versucht er, dem Gegner nicht den Rücken zuzudrehen, damit der Name nicht zu sehen ist? Behauptet er, im Gespräch abseits des Geschehens, er sei jemand anderes, zum Beispiel »Valderrama«? Nachdenkliches, allzu Nachdenkliches in der inzwischen 9. Minute.

11.

Ist das diese gespenstische »12:12«-Geschichte, oder warum ist es hier so leise? Ich bin ja so verunsichert, dass ich nachts, wenn es still ist, unter meinem Bett nach irgendwelchen Ultras suche, die gleich losbrüllen. 

11.

PS: Da sind dann übrigens immer auch welche, aber die schlafen ganz friedlich. 

12.

Immer noch 0:0. Ganz schön mies für das beste Spiel aller Zeiten. Dann aber Alaba, pfeift auf Kurzpass-Stafetten, spielt den Holger-Badstuber-Gedächtnisball auf Müller, aber ter Stegen ist dazwischen, köpft seinerseits auf Martinez, der versucht es mit einem dieser 45-Meter-Zaubertore, die ja gerade so schrecklich in Mode sind, schafft aber nicht mal das. Und der soll 40 Millionen wert sein.

14.

Gomez. Den Namen müssen Sie sich merken! 

16.

Ich frag mal ganz blöd: Warum immer noch 12:12? Müsste es nicht mindestens 14:12 heißen heute? Oder ist das Ausdruck der Sehnsucht nach »früher«, als alles viel besser war? Vor allem das Essen, das hat nämlich Mama gekocht. Und samstags gings in die Badewanne.

 

18.

Also wirklich: 12:12 schweigen – und dann »Auf geht's, Bayern, schießt ein Tor!« singen. Ist das die Stimmung, die sie sich nicht ruinieren lassen wollen? Dann gäbe es doch immer noch den ZDF-Fernsehgarten als Reservat für echte »Fans«. 

19.

Elfmeter! Kollege Jonas, FCB- und CSU-Mitglied seit 1947, analysiert blitzschnell: »Was ist das für 'ne lächerliche Scheiße hier!« Ich übersetze mal: fragwürdige Entscheidung. Boateng dreht sich weg, den Arm angelegt, wird angeschossen. Marx (Marx!) tritt an, was Kollege Jonas, wie gesagt, FCB- und CSU-Mitglied seit 1947, »bezeichnend« findet – und verwandelt. Das ist der historische Materialismus: Die Fehlentscheidung bestimmt das Bewusstsein.  

22.

Unfair! Marx hat Neuer beim Elfmeter nicht mal angeguckt, wie soll der ihn da verunsichern?

24.

Jürgen Klopp hat sich Gerüchten zufolge in einem Dortmunder Streichelzoo einschließen lassen und schmust zur Stunde mit einem Fohlen namens Lucien.

26.

Immerhin ist jetzt, beinahe hätte ich geschrieben »Pfeffer drin«. Auf jeden Fall passiert jetzt im Sekundentakt irgendwas, Menschen fallen zu Boden, Wörter fallen zu Boden, Schimpfwörter fliegen in Gesichter, prallen ab an Fernsehbildschirmen. Dann prallt der Ball noch ab an ter Stegen, nachdem Ribery abgezogen hat. Mir gefällt’s.

28.

Wenn ich Kroos bin, will ich auch Toni heißen.

28.

Neuer hat offenbar ein Date auf der rechten Seite, sprintet nun schon zum zweiten Mal an die Außenlinie, höchstwahrscheinlich »um in höchster Not zu klären«. Dumm nur, dass Cigerci fünf Meter früher am Ball ist. Dumm auch, dass Lahm nirgendwo zu sehen ist. Dumm für Gladbach hingegen, dass Cigerci kein Arango ist. Dante gähnt den Ball von der Linie.

30.

Erstaunlich: Arango hält einen Freistoß von Schweini – was ihn automatisch zum besten Torhüter in der Geschichte Venezuelas macht. 

29.

Hier das Motivationsvideo, das sich Manuel Neuer vor wichtigen Spielen immer reinzieht.

33.

Jetzt ist es offiziell: »In der Partie ist jetzt Pfeffer drin«, so Reif. Fernsehkommentator müsste man sein.

34.

Reif will sich – statt Szenen ad hoc zu deuten, was eigentlich sein Job wäre – fast alles »noch mal genauer angucken«. Was seine Anwesenheit irgendwie überflüssig macht. Und nicht nur das: Über uns schwebt das Damoklesschwert eines Dia-Abends mit dem SKY-Greis: die schönsten Fotos von seinem Urlaub in der Allianz-Arena. Das müssen wir uns nun wirklich nicht noch mal genauer anschauen.

36.

Wenn ich mal, was paradox wäre, aber dennoch nicht ausgeschlossen ist, einen Index mit unerträglichen Kommentatorenfloskeln herausbringe, könnte ich auch einfach das Protokoll dieses Abends abtippen. »Martinez wirkt benommen«, sagt Reif, einfach, weil »wir das schon immer so gesagt haben«, wenn einer eins auf die Schnauze bekommen hat. »Für den Spanier« kommt jetzt Shaqiri, »der kleine, quirlige Schweizer«.

37.

An Shaqiris Trikot flattert übrigens noch das Preisschild aus dem FCB-Fanshop. Hat Hansi Pflügler so schnell die Schere nicht gefunden?

39.

Freistoß Kroos. Ekelerregend geschnibbelt. In der Kreisliga hätte jetzt irgendein Helmut zu irgendeinem Uwe gesagt: »Gönn dir mal einen!« Und der Schuss hätte zumindest einem Meckerrentner das Kassengestell von der Nase geholt. Doch so: Abstoß. Und dafür kriegt der Millionen!

41.

Reif klingt heute wie Rethy, der Reif imitiert. Wenn Reif Rethy imitiert. (Wenn man darüber zu lange nachdenkt, wird man verrückt – versprochen!)

42.

Mandzukic gegen Stranzl: Das sieht, wenn der Ball nicht gerade in der Nähe ist, aus wie das Halbfinale im olympischen Boxturnier. Im Halbschwergewicht. Der Damen.

45.

Halbzeitpause. Und SKY wird gemein: »0:1 Marx (HE)«, steht da jetzt. Wir denken sogar: HEHEHE. Aber eben nicht laut.

21:21 Uhr

Jörg Pilawa muss Frikadellen ganz allein essen, aus Herrn Weber wird Sebastian, und S.Oliver ist offizieller Fashion-Partner des FC Bayern München. Ist das noch Werbung? Oder haben die Freaks, die in einem türkischen Dorf sitzen und den Weltuntergang herbeisehnen, etwa doch recht? 

21:26 Uhr

Neuers fatalistisches Rauskommen in der Wiederholung: In der Sekunde, als er merkte, dass das nix wird, hätten wir gern mal die Heatmap gesehen. 

21:20 Uhr

Der Halbzeitexperte heißt Rainer Bonhof. Sein unabhängiges Fazit: Martinez ist Stranzl unglücklich in den Ellbogen gelaufen. Ansonsten alles supi.

46.

Anstoß. Kommt da her eigentlich das Wort »anstößig«? 

46.

Nachtrag zur Pause. Was mich immer aufs Neue irritiert: Diese Werbung, in der Mütter ihren Söhnen raten, für die Rente zu sparen. Wobei einer dieser Söhne als Maskottchen für einen Sportverin arbeitet. Studentenjob. Mit 35. Nicht unrealistisch. Nur: Wie soll er da was zu Seite legen? Mich macht das traurig, liebe Fans. Allerdings nicht so traurig, dass mich nicht kleinere oder größere Zuwendungen auf mein Rentenkonto aufmuntern könnten. Danke schon mal.

47.

Korb – Xhaka: In Auszügen liest sich die Gladbacher Aufstellung wie die Liste der Stände auf einem Hippie-Markt. 

48.

Ter Stegen will hier irgendwas beweisen, dass er ins Nationaltor gehört vielleicht, kratzt einen Schuss von Schweinsteiger von der Linie, sieht sich dann um, sucht Löw auf der Tribüne, Flick vielleicht, zumindest Köpke. Aber die sind beim Stammtisch in Freiburg.

50.

Was ist der Unterschied zwischen dem Rekordmeister und der Berliner S-Bahn im Winter? Reif weiß es: »Bayern jetzt mit Zug!«

52.

Ribéry wünscht einen Elfmeter zu Weihnachten. Kriegt aber nur ein Chronometer. Weint bitterlich.  

55.

Dante gewinnt das Kopfballduell, Hanke dabei jedoch seine Unschuld. Gelb für Dante. Und Hanke lässt sich vom Platz führen, um all das in seinem Tagebuch festzuhalten (es ist übrigens eines dieser Tagebücher, die man abschließen kann).

57.

Dante sieht nun für irgendwas die Gelbe Karte, scheint mit Handke zu tun zu haben, der danach auf dem Boden liegt. Mehr kann ich nicht erkennen, weil mich eine Animation von Uli Potofski in den Bann schlägt, die für irgendetwas wirbt, was ich aber nicht erkennen kann, weil außerdem die Animation einer Frau auf der anderen Seite des Bildschirms erscheint, die sich nach vorne beugt... Unser Fernseher ist zu klein.

58.

Reif findet mal wieder den Räusperknopf nicht, man hört einen gepressten Laut, der wie »Gibst du« klingt. Gibst du... was? Ruhe? Trinkgeld? Die Hoffnung auf? Zweimal nein, Marcel, einmal ja. 

59.

TOOOOOOR. Der quirlige Schweizer, jetzt stimmt es wirklich. Marx spielt aus Gründen des sozialen Ausgleichs Shaqiri den Ball direkt in die Füße, der fackelt nicht lange und zieht ihn ins kurze Eck (HEHE). Nur Stadionsprecher Stefan Lehmann übertreibt danach ein wenig, und feiert ihn als »Shere Khan« Shaqiri ab. Lass ihn raus den Tiger!

61.

Wir befanden uns bis eben gerade also in der »Bayern-Viertelstunde«, wie Reif uns, wie immer zu spät, mitteilt. Klingt irgendwie mickerig. So wie: die halbe Stunde der Wahrheit. Die kommt ja jetzt.  

64.

Herrmann. Ist er der Spieler, der, weil er nun mal so kreisligamäßig heißt, heute noch den Satz sagen wird: »Jetzt mal langsam! Wir müssen morgen alle wieder arbeiten!«?

67.

Freistoß Bayern. Und Ter Stegen winkt seine Mauer zurecht, als würde seine Frau auf einem Mönchengladbacher Baumarktparkplatz seit einer halben Stunde versuchen, den Angeberjeep einzuparken.

70.

Wieder Freistoß. Diesmal Alaba. Alabärmlich.

71.

Es ist unglaublich, wie unfassbar falsch Reif mit jeder einzelnen seiner Einschätzungen liegt. Plötzlich will er eine Grätsche von Brouwers zur Blutgrätsche des Jahrhunderts hochjazzen, ist sich sogar total sicher, dass es Elfmeter gibt. Wer zuschaut, weiß, dass das alles nicht stimmt. Es gibt Ecke, vollkommen zurecht, weil Brouwers den Ball getroffen hat, was auch ohne Zeitlupe erkennbar war, das wirklich Schlimme ist aber: Reif merkt es nicht mal in der Wiederholung, irgendwann sagt es ihm dann einer seiner Pfleger, und dann, ohne Pause: »Ich nehme alles zurück.« Und dann der ganze Sermon noch mal, nur andersrum. Es ist so unfassbar zum Kotzen. Weil es so langweilig ist, sich darüber aufzuregen und doch nicht anders geht.

72.

Gladbach schenkt einen Konter lustlos ab. Irgendwie balotellihaft. Fehlt nur noch dass Hanke, als er jetzt ausgewechselt wird, sein T-Shirt mit der Aufschrift »Why always me?« zeigt. Wer denn sonst? 

75.

Reif glaubt nicht mehr an Xhaka. Wir schon.

79.

Ich habe ja mal vor einiger Zeit ein Bayern-Spiel (Champions League) in Nürnberg in einer Kneipe angesehen, in der auch ein paar Bayern anwesend waren. Und einer von denen sagte irgendwann diese zwei Wörter, an die ich seitdem immer wieder, zum Beispiel jetzt, denken muss: »Lahm, du Zipfel!« Der so bezeichnete (nicht von mir, wie gesagt), lässt wie so oft seine Abwehrseite verwaist, Boateng muss rausrücken, Lahm rückt rein, aber auch nur so halbseiden, weswegen die Gladbacher zu ihrer ersten Chance in der zweiten Halbzeit kommen. Aber was stört’s ihn, er ist ja der Herr Nationalmannschaftskapitän, bzw. naja, wie gesagt.

81.

Und dann hat Gerd Müller auch noch seinen Rekord verloren.

82.

Foul, foul, foul. Dieses Spiel ist eine einzige Missernte. 

84.

Reifs Grandezza ist auf das »s« zusammengeschmolzen, das er in »Pizarro« schmuggelt, um Spanischkenntnisse vorzutäuschen. »Pisarro«. Bizarr. Beziehungsweise: »bisarr«.

87.

Es ist ja so praktisch, dass man zugleich weint, wenn man ganz heftig kotzen muss! Sonst könnte ich mich gar nicht entscheiden, was ich zuerst tun sollte.

89.

Was fällt den Fans zu diesem 0:0 für Besserverdienende ein? »Bai-jaaaan! Bai-jaaaan! Bai-jaaaan! Bai-jaaaan!« Und dann heißt es hinterher wieder, ich sei für meine Scheißstimmung selbst verantwortlich. Dass ich nicht lache.

92.

Wie groß ist eine Großchance eigentlich noch, wenn Gomez (sehr groß) zu klein ist, um noch an den Ball zu kommen? Nicht so? Dann habt ihr nichts verpasst, liebe Fans.

93.

So alt wie dieses Spiel will ich niemals werden.

94.

Schluss mit lausig. 

22:24 Uhr

Ter Stegen weist Dante darauf hin, dass ihm das neue Rot nicht steht. Weist Eberl Jessica Kastrop jetzt auch daraufhin, dass ihr das tote Lamm nicht steht? 

22:26 Uhr

Noch ist die Geisterstunde nicht gekommen, doch schon steht Sammer zum Interview bereit. Sagt zur Brouwers-Grätsche: »Wahrscheinlich spielt er ein bisschen den Ball – aber das konnte der Linienrichter ja nicht sehen.« Das ist neu: Elfmeter fordern aufgrund von vermeintlich widrigen Sichtverhältnissen. Wird Stevie Wonder jetzt Weltmeister? 

22:31 Uhr

Jetzt kommt hier offenbar der Weihnachtsmann bzw. »weiße Tiger, die per Laserstrahl in den Himmel projiziert werden«, wie Kollege Jonas hofft. Da ich weder an das eine noch an das andere glaube, genau genommen, sogar an gar nichts mehr, klinke ich mich hier einfach mal aus. Gute Nacht bzw. heilige Nacht, liebe Fans.  

22:31 Uhr

Jetzt kommt hier offenbar der Weihnachtsmann bzw. »weiße Tiger, die per Laserstrahl in den Himmel projiziert werden«, wie Kollege Jonas hofft. Da ich weder an das eine noch an das andere glaube, genau genommen, sogar an gar nichts mehr, klinke ich mich hier einfach mal aus. Gute Nacht bzw. heilige Nacht, liebe Fans.  

22:26 Uhr

Noch ist die Geisterstunde nicht gekommen, doch schon steht Sammer zum Interview bereit. Sagt zur Brouwers-Grätsche: »Wahrscheinlich spielt er ein bisschen den Ball – aber das konnte der Linienrichter ja nicht sehen.« Das ist neu: Elfmeter fordern aufgrund von vermeintlich widrigen Sichtverhältnissen. Wird Stevie Wonder jetzt Weltmeister? 

22:24 Uhr

Ter Stegen weist Dante darauf hin, dass ihm das neue Rot nicht steht. Weist Eberl Jessica Kastrop jetzt auch daraufhin, dass ihr das tote Lamm nicht steht? 

94.

Schluss mit lausig. 

93.

So alt wie dieses Spiel will ich niemals werden.

92.

Wie groß ist eine Großchance eigentlich noch, wenn Gomez (sehr groß) zu klein ist, um noch an den Ball zu kommen? Nicht so? Dann habt ihr nichts verpasst, liebe Fans.

89.

Was fällt den Fans zu diesem 0:0 für Besserverdienende ein? »Bai-jaaaan! Bai-jaaaan! Bai-jaaaan! Bai-jaaaan!« Und dann heißt es hinterher wieder, ich sei für meine Scheißstimmung selbst verantwortlich. Dass ich nicht lache.

87.

Es ist ja so praktisch, dass man zugleich weint, wenn man ganz heftig kotzen muss! Sonst könnte ich mich gar nicht entscheiden, was ich zuerst tun sollte.

84.

Reifs Grandezza ist auf das »s« zusammengeschmolzen, dass er in »Pizarro« schmuggelt, um Spanischkenntnisse vorzutäuschen. »Pisarro«. Bizarr. Beziehungsweise: »bisarr«.

82.

Foul, foul, foul. Dieses Spiel ist eine einzige Missernte. 

81.

Und dann hat Gerd Müller auch noch seinen Rekord verloren.

79.

Ich habe ja mal vor einiger Zeit ein Bayern-Spiel (Champions League) in Nürnberg in einer Kneipe angesehen, in der auch ein paar Bayern anwesend waren. Und einer von denen sagte irgendwann diese zwei Wörter, an die ich seitdem immer wieder, zum Beispiel jetzt, denken muss: »Lahm, du Zipfel!« Der so bezeichnete (nicht von mir, wie gesagt), lässt wie so oft seine Abwehrseite verwaist, Boateng muss rausrücken, Lahm rückt rein, aber auch nur so halbseiden, weswegen die Gladbacher zu ihrer ersten Chance in der zweiten Halbzeit kommen. Aber was stört’s ihn, er ist ja der Herr Nationalmannschaftskapitän, bzw. naja, wie gesagt.

75.

Reif glaubt nicht mehr an Xhaka. Wir schon.

72.

Gladbach schenkt einen Konter lustlos ab. Irgendwie balotellihaft. Fehlt nur noch dass Hanke, als er jetzt ausgewechselt wird, sein T-Shirt mit der Aufschrift »Why always me?« zeigt. Wer denn sonst? 

71.

Es ist unglaublich, wie unfassbar falsch Reif mit jeder einzelnen seiner Einschätzungen liegt. Plötzlich will er eine Grätsche von Brouwers zur Blutgrätsche des Jahrhunderts hochjazzen, ist sich sogar total sicher, dass es Elfmeter gibt. Wer zuschaut, weiß, dass das alles nicht stimmt. Es gibt Ecke, vollkommen zurecht, weil Brouwers den Ball getroffen hat, was auch ohne Zeitlupe erkennbar war, das wirklich Schlimme ist aber: Reif merkt es nicht mal in der Wiederholung, irgendwann sagt es ihm dann einer seiner Pfleger, und dann, ohne Pause: »Ich nehme alles zurück.« Und dann der ganze Sermon noch mal, nur andersrum. Es ist so unfassbar zum Kotzen. Weil es so langweilig ist, sich darüber aufzuregen und doch nicht anders geht.

70.

Wieder Freistoß. Diesmal Alaba. Alabärmlich.

67.

Freistoß Bayern. Und Ter Stegen winkt seine Mauer zurecht, als würde seine Frau auf einem Mönchengladbacher Baumarktparkplatz seit einer halben Stunde versuchen, den Angeberjeep einzuparken.

64.

Herrmann. Ist er der Spieler, der, weil er nun mal so kreisligamäßig heißt, heute noch den Satz sagen wird: »Jetzt mal langsam! Wir müssen morgen alle wieder arbeiten!«?

61.

Wir befanden uns bis eben gerade also in der »Bayern-Viertelstunde«, wie Reif uns, wie immer zu spät, mitteilt. Klingt irgendwie mickerig. So wie: die halbe Stunde der Wahrheit. Die kommt ja jetzt.  

59.

TOOOOOOR. Der quirlige Schweizer, jetzt stimmt es wirklich. Marx spielt aus Gründen des sozialen Ausgleichs Shaqiri den Ball direkt in die Füße, der fackelt nicht lange und zieht ihn ins kurze Eck (HEHE). Nur Stadionsprecher Stefan Lehmann übertreibt danach ein wenig, und feiert ihn als »Shere Khan« Shaqiri ab. Lass ihn raus den Tiger!

58.

Reif findet mal wieder den Räusperknopf nicht, man hört einen gepressten Laut, der wie »Gibst du« klingt. Gibst du... was? Ruhe? Trinkgeld? Die Hoffnung auf? Zweimal nein, Marcel, einmal ja. 

57.

Dante sieht nun für irgendwas die Gelbe Karte, scheint mit Handke zu tun zu haben, der danach auf dem Boden liegt. Mehr kann ich nicht erkennen, weil mich eine Animation von Uli Potofski in den Bann schlägt, die für irgendetwas wirbt, was ich aber nicht erkennen kann, weil außerdem die Animation einer Frau auf der anderen Seite des Bildschirms erscheint, die sich nach vorne beugt... Unser Fernseher ist zu klein.

55.

Dante gewinnt das Kopfballduell, Hanke dabei jedoch seine Unschuld. Gelb für Dante. Und Hanke lässt sich vom Platz führen, um all das in seinem Tagebuch festzuhalten (es ist übrigens eines dieser Tagebücher, die man abschließen kann).

52.

Ribéry wünscht einen Elfmeter zu Weihnachten. Kriegt aber nur ein Chronometer. Weint bitterlich.  

50.

Was ist der Unterschied zwischen dem Rekordmeister und der Berliner S-Bahn im Winter? Reif weiß es: »Bayern jetzt mit Zug!«

48.

Ter Stegen will hier irgendwas beweisen, dass er ins Nationaltor gehört vielleicht, kratzt einen Schuss von Schweinsteiger von der Linie, sieht sich dann um, sucht Löw auf der Tribüne, Flick vielleicht, zumindest Köpke. Aber die sind beim Stammtisch in Freiburg.

47.

Korb – Xhaka: In Auszügen liest sich die Gladbacher Aufstellung wie die Liste der Stände auf einem Hippie-Markt. 

46.

Nachtrag zur Pause. Was mich immer aufs Neue irritiert: Diese Werbung, in der Mütter ihren Söhnen raten, für die Rente zu sparen. Wobei einer dieser Söhne als Maskottchen für einen Sportverin arbeitet. Studentenjob. Mit 35. Nicht unrealistisch. Nur: Wie soll er da was zu Seite legen? Mich macht das traurig, liebe Fans. Allerdings nicht so traurig, dass mich nicht kleinere oder größere Zuwendungen auf mein Rentenkonto aufmuntern könnten. Danke schon mal.

46.

Anstoß. Kommt da her eigentlich das Wort »anstößig«? 

21:20 Uhr

Der Halbzeitexperte heißt Rainer Bonhof. Sein unabhängiges Fazit: Martinez ist Stranzl unglücklich in den Ellbogen gelaufen. Ansonsten alles supi.

21:26 Uhr

Neuers fatalistisches Rauskommen in der Wiederholung: In der Sekunde, als er merkte, dass das nix wird, hätten wir gern mal die Heatmap gesehen. 

21:21 Uhr

Jörg Pilawa muss Frikadellen ganz allein essen, aus Herrn Weber wird Sebastian, und S.Oliver ist offizieller Fashion-Partner des FC Bayern München. Ist das noch Werbung? Oder haben die Freaks, die in einem türkischen Dorf sitzen und den Weltuntergang herbeisehnen, etwa doch recht? 

45.

Halbzeitpause. Und SKY wird gemein: »0:1 Marx (HE)«, steht da jetzt. Wir denken sogar: HEHEHE. Aber eben nicht laut.

42.

Mandzukic gegen Stranzl: Das sieht, wenn der Ball nicht gerade in der Nähe ist, aus wie das Halbfinale im olympischen Boxturnier. Im Halbschwergewicht. Der Damen.

41.

Reif klingt heute wie Rethy, der Reif imitiert. Wenn Reif Rethy imitiert. (Wenn man darüber zu lange nachdenkt, wird man verrückt – versprochen!)

39.

Freistoß Kroos. Ekelerregend geschnibbelt. In der Kreisliga hätte jetzt irgendein Helmut zu irgendeinem Uwe gesagt: »Gönn dir mal einen!« Und der Schuss hätte zumindest einem Meckerrentner das Kassengestell von der Nase geholt. Doch so: Abstoß. Und dafür kriegt der Millionen!

37.

An Shaqiris Trikot flattert übrigens noch das Preisschild aus dem FCB-Fanshop. Hat Hansi Pflügler so schnell die Schere nicht gefunden?

36.

Wenn ich mal, was paradox wäre, aber dennoch nicht ausgeschlossen ist, einen Index mit unerträglichen Kommentatorenfloskeln herausbringe, könnte ich auch einfach das Protokoll dieses Abends abtippen. »Martinez wirkt benommen«, sagt Reif, einfach, weil »wir das schon immer so gesagt haben«, wenn einer eins auf die Schnauze bekommen hat. »Für den Spanier« kommt jetzt Shaqiri, »der kleine, quirlige Schweizer«.

34.

Reif will sich – statt Szenen ad hoc zu deuten, was eigentlich sein Job wäre – fast alles »noch mal genauer angucken«. Was seine Anwesenheit irgendwie überflüssig macht. Und nicht nur das: Über uns schwebt das Damoklesschwert eines Dia-Abends mit dem SKY-Greis: die schönsten Fotos von seinem Urlaub in der Allianz-Arena. Das müssen wir uns nun wirklich nicht noch mal genauer anschauen.

33.

Jetzt ist es offiziell: »In der Partie ist jetzt Pfeffer drin«, so Reif. Fernsehkommentator müsste man sein.

29.

Hier das Motivationsvideo, das sich Manuel Neuer vor wichtigen Spielen immer reinzieht.

30.

Erstaunlich: Arango hält einen Freistoß von Schweini – was ihn automatisch zum besten Torhüter in der Geschichte Venezuelas macht. 

28.

Neuer hat offenbar ein Date auf der rechten Seite, sprintet nun schon zum zweiten Mal an die Außenlinie, höchstwahrscheinlich »um in höchster Not zu klären«. Dumm nur, dass Cigerci fünf Meter früher am Ball ist. Dumm auch, dass Lahm nirgendwo zu sehen ist. Dumm für Gladbach hingegen, dass Cigerci kein Arango ist. Dante gähnt den Ball von der Linie.

28.

Wenn ich Kroos bin, will ich auch Toni heißen.

26.

Immerhin ist jetzt, beinahe hätte ich geschrieben »Pfeffer drin«. Auf jeden Fall passiert jetzt im Sekundentakt irgendwas, Menschen fallen zu Boden, Wörter fallen zu Boden, Schimpfwörter  fliegen in Gesichter, prallen ab an Fernsehbildschirmen. Dann prallt der Ball noch ab an ter Stegen, nachdem Ribery abgezogen hat. Mir gefällt’s.

24.

Jürgen Klopp hat sich Gerüchten zufolge in einem Dortmunder Streichelzoo einschließen lassen und schmust zur Stunde mit einem Fohlen namens Lucien.

22.

Unfair! Marx hat Neuer beim Elfmeter nicht mal angeguckt, wie soll der ihn da verunsichern?

19.

Elfmeter! Kollege Jonas, FCB- und CSU-Mitglied seit 1947, analysiert blitzschnell: »Was ist das für 'ne lächerliche Scheiße hier!« Ich übersetze mal: fragwürdige Entscheidung. Boateng dreht sich weg, den Arm angelegt, wird angeschossen. Marx (Marx!) tritt an, was Kollege Jonas, wie gesagt, FCB- und CSU-Mitglied seit 1947, »bezeichnend« findet – und verwandelt. Das ist der historische Materialismus: Die Fehlentscheidung bestimmt das Bewusstsein.  

18.

Also wirklich: 12:12 schweigen – und dann »Auf geht's, Bayern, schießt ein Tor!« singen. Ist das die Stimmung, die sie sich nicht ruinieren lassen wollen? Dann gäbe es doch immer noch den ZDF-Fernsehgarten als Reservat für echte »Fans«. 

16.

Ich frag mal ganz blöd: Warum immer noch 12:12? Müsste es nicht mindestens 14:12 heißen heute? Oder ist das Ausdruck der Sehnsucht nach »früher«, als alles viel besser war? Vor allem das Essen, das hat nämlich Mama gekocht. Und samstags gings in die Badewanne.

14.

Gomez. Den Namen müssen Sie sich merken! 

12.

Immer noch 0:0. Ganz schön mies für das beste Spiel aller Zeiten. Dann aber Alaba, pfeift auf Kurzpass-Stafetten, spielt den Holger-Badstuber-Gedächtnisball auf Müller, aber ter Stegen ist dazwischen, köpft seinerseits auf Martinez, der versucht es mit einem dieser 45-Meter-Zaubertore, die ja gerade so schrecklich in Mode sind, schafft aber nicht mal das. Und der soll 40 Millionen wert sein.

11.

PS: Da sind dann übrigens immer auch welche, aber die schlafen ganz friedlich. 

11.

Ist das diese gespenstische »12:12«-Geschichte, oder warum ist es hier so leise? Ich bin ja so verunsichert, dass ich nachts, wenn es still ist, unter meinem Bett nach irgendwelchen Ultras suche, die gleich losbrüllen. 

7.

Nachdenkliches in der 7. Minute: Wie fühlt sich wohl einer, der einfach bloß Jantschke heißt, inmitten von Operettennamensträgern wie Alaba, Martinez und Dante? Raubt ihm das das entscheidende Quäntchen Selbstvertrauen im Zweikampf? Versucht er, dem Gegner nicht den Rücken zuzudrehen, damit der Name nicht zu sehen ist? Behauptet er, im Gespräch abseits des Geschehens, er sei jemand anderes, zum Beispiel »Valderrama«? Nachdenkliches, allzu Nachdenkliches in der inzwischen 9. Minute.

6.

Ribery nervt. Meine Meinung. 

4.

Entweder sind nur fünf Gladbacher Fans nach München gereist, oder man ist sich in der Kurve uneins, wie man mit dem ehemaligen Idol Dante umgehen soll. Auspfeifen oder Ignorieren? Eine Handvoll Anhänger entscheidet sich fürs Auspfeifen. Immerhin, um in München gehört zu werden, reichts.

2.

Geil wäre ja, wenn sich zu den Leuten in den weißen Regenjacken, die hinten links immer das Telekom-T bilden, noch ein paar hinzugesellen, als Buchstaben I, T, T, E und N. Vielleicht eine Idee für den nächsten 11FREUNDE-Betriebsausflug.

1.

Die Gladbacher bilden noch schnell einen Liebeskreis – der Gangbang der Metrosexuellen. Dann der Anstoß. Mit Schwammtechnik.

20:28 Uhr

Mein Gott, ich war ja lediglich auf Bundesliga vorbereitet, aber offensichtlich ist das hier bevorstehendste Spiel nur ein müder Abklatsch des bislang besten Spiels aller Zeiten, welches auch immer das jetzt war. Gegen Reif hat sich Henkel geradezu in Understatement geübt, Schweinsteiger und Martinez, von denen man vor ein paar Wochen auch weniger Schmeichelhaftes hören und lesen konnte, auch auf Sky, sind plötzlich das beste defensive Mittelfeld der, protegieren den besten Ribery, den besten Kroos, die beste Abwehr aller Zeiten. Und Müller natürlich, das ab er nur am Rande, denn der läuft ja eh außer Konkurrenz.

20:26 Uhr

»Das muss man sich mal geben – von hinten!« Das ist der erste Satz von Reif, den ich bewusst wahrnehme. Wenn er das Spiel im Stehen kommentiert, liegt es also nicht daran, dass SKY sich keine Stühle mehr leisten kann.

20:25 Uhr

Was mir auch Sorgen macht: Leser, die offensichtlich keine Videos anschauen, beschimpfen uns wegen unserer Videos.
Und war mir zum Dritten und Letzten Sorgen macht: Wie soll man angesichts des Soundsumpfes, in den Sky und die Stadionregie uns Spieltag für Spieltag schicken, und in dem es ALLES, von Fahrstuhl-House über Samba zu Metall zu durchwaten gilt, keine bleibenden Hörschäden davontragen soll.

20:20 Uhr

»Ihr Kommentator ist Marcel Reif. Viel Spaß dabei!«, so Henkel nun. Womit die Unterminierung des Wortes »Spaß« eine Dimension angenommen hat, in der man eigentlich schon wieder lachen muss. Ha. Ha. Aua. Ha.

20:17 Uhr

Wenn die Bundesliga eine Schulklasse wäre – Max Eberl wäre derjenige, der in der Pause sein Pausenbrot aus der Gladbach-Dose holt. Mit doppelt Mettwurst. 

20:16 Uhr

Was mir Sorgen macht an Jan Henkel: Wie soll ein Mann, der offensichtlich nur in Superlativen denkt, zumindest nur in Superlativen spricht, im Alltag bestehen? Zumal wenn er annimmt, dass es allen anderen auch so geht. »Matthias Sammer, ich weiß, dass Sie Pep Guardiola schätzen über alles!« Was macht so einer beim Bäcker? »Bitte zwei von den Semmeln, die ich schätze über alles!«? Oder gleich: »Bitte 200.000 von den Semmeln, die ich schätze über alles!«? Ich werde darüber nachdenken, während des nächsten Songs, liebe Hörer: »Guardiola Über Alles« von den Dead Kennedys.

20:12 Uhr

Sammer, auf ein Guardiola-Gerücht angesprochen, weiß nicht, »wie die Zeitungen alle heißen«. Wir helfen gern: »Wendy« und 11FREUNDE. Von uns war das Gerücht nicht.

20:09 Uhr

Jetzt Sammer, der Hierarch unter den Nacktmullen. Beziehungsweise umgekehrt. »Ist Dante der Abwehrchef?«, fragt Henkel knallweich. Sammer: »Ömmmmm, naja!« Und bei euch so? 

20:07 Uhr

Henkel jetzt: »Es geht um drei Punkte. Das hat Jupp Heynckes eben noch mal unterstrichen.« Unterstrichen, ja – mit dem lustigen Elefantenlineal aus Henkels Schultüte.  

20:03 Uhr

Hallo. Sagen wir mal. So. Sind noch nicht so recht drin in diesem Spiel. Was auch an der Garderobe von SKY-Moderator Jan Henkel liegt: Grau und Türkis, dazu ein goldener Ring am Zeigefinger – entweder er serviert uns gleich einen Cappuccino, in den er zuvor hinein gespuckt hat, oder er verkauft uns den Dienstwagen des bayrischen Innenministers. 

12:00 Uhr

Anstoß!

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