Bayern München
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Eintracht Frankfurt

Bayern-Frankfurt im 11FREUNDE-Liveticker

Franck führt

Frankfurt besiegt Lille im Fernduell mit 4:1. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Bayern schlägt Lille im direkten Duell mit 6:1. Den Rest könnt ihr euch selbst ausrechnen. Im Fernduell mit sich selbst: der 11FREUNDE-Liveticker! 

15:03 Uhr

Aha! Sag ich jetzt einfach mal. Es empfiehlt sich ja immer, »Aha« zu sagen, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, worum es geht. Worum geht es zum Beispiel in Bremen? Um Fußball wahrscheinlich. Beziehungsweise das Gegenteil. Klaus Allofs verbittet sich Spitzfindigkeiten, und Thomas Schaaf »sacht da gar nix zu«. Aha. Oder sogar: A-ha!

15:06 Uhr

Aha: Schon wieder wurde irgendein brasilianischer Halbwüchsiger entwurzelt und in einer namenlosen Vorstadt in eine Villa gesperrt, deren Fliesenoptik eine Metapher für die Kälte unserer Gesellschaft ist. Dieser hier heißt Anderson, spielt für die Eintracht. Noch lacht er, gibt Samba-Interviews. Aber spätestens, wenn es zu schneien beginnt in Frankfurt, denkt auch er: »Aha!«

15:11 Uhr

Und Uli Hoeneß so: »Ich kann mit drei Sätzen sagen: Der FC Bayern steht da wie 'ne Eins.« Dann kommen aber keine zwei weiteren Sätze mehr, solang ich auch warte. Müsste es nicht also vielmehr heißen: »Ich kann mit einem Satz sagen: Der FC Bayern steht da wie 'ne Drei«? 

15:13 Uhr

Jetzt Jupp Heynckes im Interview: »Und sonst bin ich der Meinung, dass wir spielen sollten wie am letzten Mittwoch.« Klingt wie: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.« Und ist wohl auch so gemeint.

15:22 Uhr

Aha! Veh sagt: »Wir haben keine Chance.« Und: A-ha! Sammer agitiert trotzdem, als müsste er die Menschheit auf die Invasion feindlicher Aliens vorbereiten. 

15:26 Uhr

Und schon wieder Aha! Kommentator Kai Dittmann sagt: »Sie planen hier gar keine Punkte ein. Möglicherweise ist das ihre Chance.« Wie die dazugehörige Taktik aussehen könnte, tanzt Oliver Kahn in diesem Moment eindrucksvoll vor: Er sucht vergeblich seinen Platz im Stadion, stiert greisenhaft auf seine Eintrittskarte. »Ich dachte immer, du wärst der Titan«, maunzt seine Begleitung enttäuscht. Darauf Kahn: »Möglicherweise ist das deine Chance.«

15:30 Uhr

Die Seitenwahl. Schiedsrichter Marco Fritz wird von Dittmann nurmehr als »der Sparkassenangestellte aus der Nähe von Stuttgart« bezeichnet. Wo aber wohnt er genau? Ein Kulturverlust, dass wir das nicht mehr erfahren. Wie sollen unsere Kinder lernen, was die deutsche Provinz ist, wenn Alfons Berg zwar noch aus Konz kam, seine Nachfolger aber nur noch »aus der Nähe von«. Und jetzt: Anstoß. In der Nähe von München. 

2.

Immer noch 0:0. Ist das langweilig. Hab in diesen ersten zwei Minuten drei Minuten geschlafen. Doch dann das: Aigner versucht einfach mal, Lahm per Fluggrätsche alle Knochen zu brechen. Dann doch keine Frakturen zwar, aber dennoch wird's hässlich: Lahm kann nämlich richtig sauer werden – und sieht dabei aus wie Martina Navratilova, wenn sie gute Laune hat. 

5.

Der Trend ist neu: Ribery geht GEGEN Demidov spazieren. Wenn sie das im Englischen Garten täten, würde sie die Sitte verhaften. So aber: Abstoß, der gern ein Elfmeter gewesen wäre.

7.

Lufthansa wirbt mit »Nonstop you«, die Telekom mit »Liga total«. Aha. Wir leben also schon längst in der Diktatur. In der Diktatur des Duzens und des Fußballs. 

10.

Wer hat eigentlich angefangen, vor die Spielernamen jeweils einen unbestimmten Artikel zu stellen? Ein Lahm. Ein Müller. Ein Scheiß ist das. 

12.

Inui lässt sich fallen, wird verwarnt. Zurecht zwar, aber: Gelb für einen Asiaten! Wie rassistisch ist dieser Sport wirklich?

14.

Der Linienrichter hat eine Abseitspoition von Ribery ganz richtig erkannt. Die Kamera zeigt ihn nun als Mann des Augenblicks, stolz grinsend, frisch getoastet, mit einem Funkmikrofon vor dem Kinn. Ein echter Antipathieträger. Oder habe ich mich vielleicht auf die Fernbedienung gesetzt und kann nun eine von nur noch zwölf vorrätigen Teflonpfannen bei ihm erstehen? Jetzt zuschlagen! Ich weiß auch schon, wohin.

16.

Frankfurt jetzt mit der Weltchance. Was vor allem offenbart, dass beim FC Bayern seit dem Karriereende von Lothar Matthäus auf der Liberoposition ein riesiges Loch klafft. Mehr dazu sage ich morgen im »Doppelpass«. Einschalten!

19.

Schöner Schuss von Alaba. Doch kein Tor für den niedlichen Dribbler. Wie heißt es so schön: Mahatma Glück, Mahatma Pech, Mahatma Gandhi. Oder ist Alaba gar kein Inder?

21.

Was ich unbedingt mal von der Bundesliga in mein Privatleben transferieren will: Kontern im eigenen Haus. Sollte dies also der Liebhaber meiner Frau lesen: Mach dich auf was gefasst, äh... Holger!

24.

Bester Mann bislang: Kevin Trapp. Schon wieder hält der Träger eines Vornamens, der suggeriert, dass er gar nichts hält, mit Bravour. Verblüffend. Muss Löw jetzt eigentlich mit 18 Torhütern zur WM fahren? Andreas Köpke jedenfalls übt schon mal das unfallfreie Aussprechen von »Qual der Wahl«.  

27.

»Yingli Solar« prangt nun plötzlich auf der Bande, dazu chinesische Schriftzeichen. Reflexartig schickt Armin Veh Captain Tsubasa zum Warmmachen. Und Ai Wei Wei erklärt die Bundesliga zum Unrechtsstaat. 

31.

Boateng kann nicht mehr, will nicht mehr, wie auch immer: Van Buyten kommt rein, »eisekalt«, wie Ditmann persönlich gemessen hat. Ob Dante ihm seine Mütze leiht?

34.

Wer es noch nicht wusste: Frankfurt ist nicht Lille! Klänge ja auch bescheuert: Liller Buchmesse, Liller Rundschau, Liller Flughafen. Bin ich persönlich ganz froh drum.  

35.

Jetzt Foul und Abseits gleichzeitig. Heißt das, niemand hat es gesehen? Will es gesehen haben? Ich fordere mehr Überwachungskameras! Überall! Und mehr Zivilcourage! Von jedem! Und mehr Freiheit! Für alle! Und weniger Überwachungskameras! Nirgends!

38.

»Boah! Stark! Wunderbar!«, keucht Dittmann plötzlich. Endlich scheint die SKY-Hostess ihm den Doppelwhopper gebracht zu haben, den er bestellt hat. Guten!

40.

Markus Söder hat mal eben kurz beim Münchner Publikum angerufen, dass nun regierungstreu singt: »Steht auf, wenn Ihr Bayern seid!« Und wer singt mal wieder nicht mit? Das ZDF.

42.

Tor! Van Buyten! Doch: Abseits. Mal wieder. Die stille Treppe der Bundesliga. Das hat man davon, wenn man die Super-Nanny Spiele pfeifen lässt. Und dann heißt der Torwart auch noch Kevin. Dürfen nur noch Chantalls hier Tore schießen?

43.

Jetzt aber: Tor! Chantall Ribery flitzt mit ihrem pinken Lillifee-Tornister allein aufs Tor zu, muss nur noch einschieben – und tut das auch. Gut, wenn man in solchen Situationen nicht allzu viel hat, worüber man nachdenken muss, bzw. alles was einem einfällt, erschreckend uninteressant ist. Dann macht man ihn halt rein. Franck führt. 'ürra!

45.

Offenbar Halbzeitpause. Oder wird die Werbung hier einfach so reingeballert? Wundern würde es mich nicht mehr. Ebenso wenig würde es mich wundern, wenn dereinst eine körperlose Stimme sagen würde: »KIA wünscht dir kleinem Sünderarsch jetzt viel Spaß beim Fegefeuer!«

16:23 Uhr

Verblüffendes in dieser so genannten Pause: Halbzeitmensch Michael Leopold sieht auch ohne Mofa und ohne Wind aus wie einer, der auf dem Mofa gegen den Wind fährt.

16:31 Uhr

So. Da bin ich wieder. War mal kurz draußen vorm Stadion, um mich von der Münchner Polizei einer Ganzkörperkontrolle unterziehen zu lassen. Einfach, nur weil alle immer sagen, ich sei eine halbe Person. Aber jetzt habe ich es schriftlich: alles ganz. 

46.

Anstoß! Schon verrückt, was die sich immer wieder einfallen lassen, um uns zu überraschen.

47.

Rasenschach jetzt hier. Was ja ganz geil wäre: Wenn ein Spieler mal das die ganze Zeit sinnentleert vor sich hin singende Publikum anschreien würde: »Jetzt haltet mal kurz die Schnauze! Ich muss mich konzentrieren!«

50.

Latte! Das erste Mal für die Frankfurter in dieser Saison. Mit der Quote würden sie in Berlin-Mitte verdursten. Da gibt's ja nichts anderes zu saufen als eben: Latte.

51.

Schon wieder dieser Daniel van Buyten. Taucht auf, steigt hoch, nervt. Das bringt mich auf eine Idee für einen Horrorfilm: Eine deutsche Stadt, vielleicht Frankfurt, wird von riesigen Stubenfliegen attackiert, die alle aussehen und auch so groß sind wie Van Buyten. Demnächst also wahrscheinlich auf Pro Sieben: »Angriff der Riesenbrummer« – mit Veronica Ferres als Daniel van Buyten. 

56.

Chancen hüben wie drüben. Und damit zurück zur »Hitparade« mit Uwe Hübner wie Drübner. 

58.

Das sollte allen, die nicht an die globale Erwärmung glauben, zu denken geben: Der Occean betritt das Feld. Macht er die Bayern nass?

60.

»Präsent, aber nicht spritzig genug« – Dittmanns Urteil über die Leistung der Bayern kann ich nahtlos auf die seit drei Wochen offene Flasche Sekt übertragen, die ich gestern Abend geext habe. 

61.

Wenn Müller ein Hund wäre, sein Herrchen würde bestimmt sagen: »Der will nur spielen!« Auch wenn er sich schon im Gesicht eines Passanten verbissen hat. Aber niedlich isser!

63.

Das nenne ich mal aufreizend: Hat Bruce Darnell Arjen Robben beigebracht, so zur Eckfahne zu wackeln? Oder quält ihn immer noch die alte Schambeinentzündung?

65.

Boah, jetzt wird es zäh. Den Bayern fehle, so Dittmann, der Zug zum Tor. Mir hingegen fehlt der Zug nach Nirgendwo. 

67.

Schon wieder Ecke. Und schon wieder van Buyten. Das Schlimmste ist, wie er hernach geschwollen zurückläuft und dabei denkt: »Schaut auf meinen Modellathletenkörper, ihr Fettsäcke!« Und das Allerschlimmste ist, dass wir genau das tun, wir Fettsäcke. 

70.

Tymoshchuk, so Dittmann, lasse sich niemals hängen. Ist denn die Todesstrafe in der Ukraine nicht auch schon längst abgeschafft?

72.

Schwegler mit der Flanke seine Lebens, Meier könnte, müsste hochsteigen, doch er entscheidet sich dagegen, applaudiert lieber. Quasi der zehnfache Poldi-Daumen. Ist ja auch ein toller Achtungserfolg, so'n 0:1.

75.

Ribery auf Schweinsteiger, der allein vorm Tor, könnte schießen, wartet aber, bis er gelegt wird, und da kann er sich auf die ungestümen Frankfurter verlassen, ja, da kommt auch schon die plumpe Grätsche, Schweini liegt kaum, da gibt es: Elfmeter. Ein Geschenk. Ist ja bald Weihnachten. Und noch eins: Müller überlässt Alaba den Ball, und der haut ihn rein. 2:0. Kinder, ist das langweilig.  Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um mal wieder Omma zu besuchen. Oder den Küchenschrank auszuwischen. Oder sich selbst einen in die Fresse zu hauen, dass man sich das hier wieder mal angetan hat. 

80.

Nachrichten, die niemanden interessieren: Martin Lanig kommt ins Spiel. »Das ist einer, der schnell drin ist«, weiß Dittmann. Nur sind wir hier nicht im Schlafzimmer einer Junggesellenbude, sondern im Stadion des Tabellenführers.    

84.

»Occean über Lanig« – klingt, als würde eine Rentnergruppe mit dem Bus zur Karibikkreuzfahrt gekarrt. Und in Lanig, kurz hinterm Dorfkrug, picken wir noch den Gottfried auf.

86.

Ecke für Frankfurt – doch die wird kurz ausgeführt. Ich muss kotzen. Das ist ja, als würde Dante Alex Meier seinen Ferrari leihen, und der setzt nur einmal kurz zurück und fährt dann wieder in die Garage. Könnte ja Kratzer geben. 

88.

Einer, der es noch mal wissen will: Robben. Aber was bloß genau? Was nach dem 2:0 kommt? 3:0, Arjen. Weißte bescheid. Kannste aufhören, jetzt.

90.

Zwei Minuten werden nachgespielt. Nichts wird passieren. Und irgendwo am Polarkreis weint Ole-Gunnar Solksjaer, ohne es zu wissen. 

92.

»Frankfurt darf sich das hier nicht nehmen lassen«, fordert Dittmann nun aus nur ihm bekannten Gründen. Und seine Forderung wird erfüllt: Es bleibt beim 0:2. Genauso, wie es auch dabei bleibt, dass Jupp Heynckes jetzt was sagen muss. Nämlich: »Und.. äh... ja.« Und... äh... aha. 

17:23 Uhr

Ein Mensch namens Aigner, bislang nur durch seine Horrorgrätsche gegen Lahm (wir berichteten) in Erscheinung getreten, sagt jetzt auch was. Nämlich: »Wie gesagt.« 

17:24 Uhr

Und jetzt Kevin Trapp. An seinem Kinn hat der Grunge überlebt. »Heute wäre mehr drin gewesen«, sagt er. Auch in der Dose mit dem Rasierschaum? 

17:26 Uhr

Wahnsinn, wie schnell sich so ein Stadion nach einem Spiel leert. Frage an die Gastroenterologen unter euch, liebe Fans: Können Stadien eigentlich kotzen?

17:28 Uhr

Der Mann, dem sie bei SKY einen Namen gegeben haben, der halt noch frei war, Thomas Wagner, verkauft uns nun das Spiel noch mal. In klein. Wenn die Bundesliga zur Tupper-Party wird. Aber man kann ja nie genug Schüsseln im Haus haben. Mit dem Finger im Hals: Euer 11FREUNDE-Ticker. Guten Abend. 

17:28 Uhr

Der Mann, dem sie bei SKY einen Namen gegeben haben, der halt noch frei war, Thomas Wagner, verkauft uns nun das Spiel noch mal. In klein. Wenn die Bundesliga zur Tupper-Party wird. Aber man kann ja nie genug Schüsseln im Haus haben. Mit dem Finger im Hals: Euer 11FREUNDE-Ticker. Guten Abend. 

17:26 Uhr

Wahnsinn, wie schnell sich so ein Stadion nach einem Spiel leert. Frage an die Gastroenterologen unter euch, liebe Fans: Können Stadien eigentlich kotzen?

17:24 Uhr

Und jetzt Kevin Trapp. An seinem Kinn hat der Grunge überlebt. »Heute wäre mehr drin gewesen«, sagt er. Auch in der Dose mit dem Rasierschaum? 

17:23 Uhr

Ein Mensch namens Aigner, bislang nur durch seine Horrorgrätsche gegen Lahm (wir berichteten) in Erscheinung getreten, sagt jetzt auch was. Nämlich: »Wie gesagt.« 

92.

»Frankfurt darf sich das hier nicht nehmen lassen«, fordert Dittmann nun aus nur ihm bekannten Gründen. Und seine Forderung wird erfüllt: Es bleibt beim 0:2. Genauso, wie es auch dabei bleibt, dass Jupp Heynckes jetzt was sagen muss. Nämlich: »Und.. äh... ja.« Und... äh... aha. 

90.

Zwei Minuten werden nachgespielt. Nichts wird passieren. Und irgendwo am Polarkreis weint Ole-Gunnar Solksjaer, ohne es zu wissen. 

88.

Einer der es noch mal wissen will: Robben. Aber was bloß genau? Was nach dem 2:0 kommt? 3:0, Arjen. Weißte bescheid. Kannste aufhören, jetzt.

86.

Ecke für Frankfurt – doch die wird kurz ausgeführt. Ich muss kotzen. Das ist ja, als würde Dante Alex Meier seinen Ferrari leihen, und der setzt nur einmal kurz zurück und fährt dann wieder in die Garage. Könnte ja Kratzer geben. 

84.

»Occean über Lanig« – klingt, als würde eine Rentnergruppe mit dem Bus zur Karibikkreuzfahrt gekarrt. Und in Lanig, kurz hinterm Dorfkrug, picken wir noch den Gottfried auf.

80.

Nachrichten, die niemanden interessieren: Martin Lanig kommt ins Spiel. »Das ist einer, der schnell drin ist«, weiß Dittmann. Nur sind wir hier nicht im Schlafzimmer einer Junggesellenbude, sondern im Stadion des Tabellenführers.   

75.

Ribery auf Schweinsteiger, der allein vorm Tor, könnte schießen, wartet aber, bis er gelegt wird, und da kann er sich auf die ungestümen Frankfurter verlassen, ja, da kommt auch schon die plumpe Grätsche, Schweini liegt kaum, da gibt es: Elfmeter. Ein Geschenk. Ist ja bald Weihnachten. Und noch eins: Müller überlässt Alaba den Ball, und der haut ihn rein. 2:0. Kinder ist das langweilig.  Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um mal wieder Omma zu besuchen. Oder den Küchenschrank auszuwischen. Oder sich selbst einen in die Fresse zu hauen. 

72.

Schwegler mit der Flanke seine Lebens, Meier könnte, müsste hochsteigen, doch er entscheidet sich dagegen, applaudiert lieber. Quasi der zehnfach Poldi-Daumen. Ist ja auch ein toller Achtungserfolg, so'n 0:1.

70.

Tymoshchuk, so Dittmann, lasse sich niemals hängen. Ist denn die Todesstrafe in der Ukraine nicht auch schon längst abgeschafft?

67.

Schon wieder Ecke. Und schon wieder van Buyten. Das Schlimmste ist, wie er geschwollen zurückläuft und dabei denkt: Schaut auf meinen Modellathletenkörper, ihr Fettsäcke! Und das Allerschlimmste ist, dass wir genau das tun, wir Fettsäcke. 

65.

Boah, jetzt wird es zäh. Den Bayern fehle, so Dittmann, der Zug zum Tor. Mir hingegen fehlt der Zug nach Nirgendwo. 

63.

Das nennen ich mal aufreizend: Hat Bruce Darnell Arjen Robben beigebracht, so zur Eckfahne zu wackeln? Oder quält ihn immer noch die alte Schambeinentzündung?

61.

Wenn Müller ein Hund wäre, sein Herrchen würde bestimmt sagen: »Der will nur spielen!« Auch wenn er sich schon im Gesicht eines Passanten verbissen hat. Aber niedlich isser!

60.

»Präsent, aber nicht spritzig genug« – Dittmanns Urteil über die Leistung der Bayern kann ich nahtlos auf die seit drei Wochen offene Flasche Sekt übertragen, die ich gestern Abend geext habe. 

58.

Das sollte allen, die nicht an die globale Erwärmung glauben, zu denken geben: Der Occean betritt das Feld. Macht er die Bayern nass?

56.

Chancen hüben wie drüben. Und damit zurück zur »Hitparade« mit Uwe Hübner. 

51.

Schon wieder dieser Daniel van Buyten. Taucht immer wieder auf, steigt hoch, nervt. Das bringt ich auf eine Idee für einen Horrorfilm: Eine deutsche Stadt, vielleicht Frankfurt, wird von riesigen Stubenfliegen attackiert, die alle aussehen und auch so groß sind wie Van Buyten. Demnächst also auf Pro Sieben: »Angriff der Riesenbrummer« – mit Veronica Ferres als Daniel van Buyten. 

50.

Latte! Das erste Mal für die Frankfurter in dieser Saison. Mit der Quote würden sie in Berlin Mitte verdursten. Da gibt's nichts anderes zu saufen.

47.

Rasenschach jetzt hier. Was ja ganz geil wäre: Wenn ein Spieler mal das die ganze Zeit sinnentleert vor sich hin singende Publikum anschreien würde: »Jetzt haltet mal kurz die Schnauze! Ich muss mich konzentrieren!«

46.

Anstoß! Schon verrückt, was die sich immer wieder einfallen lassen, um uns zu überraschen.

16:31 Uhr

So. Da bin ich wieder. War mal kurz draußen vorm Stadion, um mich von der Münchner Polizei einer Ganzkörperkontrolle unterziehen zu lassen. Einfach, nur weil alle immer sagen, ich sei eine halbe Person. Aber jetzt habe ich es schriftlich. 

16:23 Uhr

Verblüffendes in dieser so genannten Pause: Halbzeitmensch Michael Leopold sieht auch ohne Mofa und ohne Wind aus wie einer, der auf dem Mofa gegen den Wind fährt.

45.

Offenbar Halbzeitpause. Oder wird die Werbung hier einfach so reingeballert? Wundern würde es mich nicht mehr. Ebenso wenig würde es mich wundern, wenn dereinst eine körperlose Stimme sagen würde: »KIA wünscht dir kleinem Sünderarsch jetzt viel Spaß beim Fegefeuer!«

43.

Jetzt aber: Tor! Chantall Ribery flitzt mit ihrem pinken Lillifee-Tornister allein aufs Tor zu, muss nur noch einschieben – und tut das auch. Gut, wenn man in solchen Situationen nicht allzu viel hat, worüber man nachdenken muss, bzw. alles was einem einfällt, erschreckend uninteressant ist. Dann macht man ihn halt rein. Hurra.

42.

Tor! Van Buyten! Doch: Abseits. Mal wieder. Die stille Treppe der Bundesliga. Das hat man davon, wenn man die Super-Nanny Spiele pfeifen lässt. Und dann heißt der Torwart auch noch Kevin. Dürfen nur Chantalls hier Tore schießen?

40.

Markus Söder hat mal eben kurz beim Münchner Publikum angerufen, dass nun regierungstreu singt: »Steht auf, wenn Ihr Bayern seid!« Und wer bleibt mal wieder sitzen? Das ZDF.

38.

»Boah! Stark! Wunderbar!«, keucht Dittmann plötzlich. Endlich scheint die SKY-Hostess ihm den Doppelwhopper gebracht zu haben, den er bestellt hat.

35.

Jetzt Foul und Abseits gleichzeitig. Heißt das, niemand hat es gesehen? Will es gesehen haben? Ich fordere mehr Überwachungskameras! Überall! Und mehr Zivilcourage! Von jedem! Und mehr Freiheit! Für alle! Und weniger Überwachungskameras!

34.

Wer es noch nicht wusste: Frankfurt ist nicht Lille. Klänge ja auch bescheuert: Liller Buchmesse, Liller Rundschau, Liller Flughafen. Bin ich persönlich ganz froh drum.  

31.

Boateng kann nicht mehr, will nicht mehr, wie auch immer: Van Buyten kommt rein, »eisekalt«, wie Ditmann persönlich gemessen hat. Ob Dante ihm seine Mütze leiht?

27.

»Yingli Solar« prangt nun plötzlich auf der Bande, dazu chinesische Schriftzeichen. Reflexartig schickt Armin Veh Captain Tsubasa zum Warmmachen. Und Ai Wei Wei erklärt die Bundesliga zum Unrechtsstaat. 

24.

Bester Mann bislang: Kevin Trapp. Schon wieder hält der Träger eines Vornamens, der suggeriert, dass er gar nichts hält. Verblüffend. Muss Löw jetzt eigentlich mit 18 Torhütern zur WM fahren? Andreas Köpke jedenfalls übt schon mal das unfallfreie Aussprechen von »Qual der Wahl«.  

21.

Was ich unbedingt mal von der Bundesliga in mein Privatleben transferieren will: Kontern im eigenen Haus. Sollte dies also der Liebhaber meiner Frau lesen: Mach dich auf was gefasst, äh... Holger!

19.

Schöner Schuss von Alaba. Doch kein Tor für den niedlichen Dribbler. Wie heißt es so schön: Mahatma Glück, Mahatma Pech, Mahatma Gandhi.

16.

Frankfurt jetzt mit der Weltchance. Was vor allem offenbart, dass beim FC Bayern seit dem Karrierende von Lothar Matthäus auf der Liberoposition ein riesiges Loch klafft. Mehr dazu sage ich morgen im »Doppelpass«. Einschalten!

14.

Der Linienrichter hat eine Abssitspoition von Ribery richtig erkannt. Die Kamera zeigt ihn nun als Mann des Augenblicks, stolz grinsend, mit einem Funkmikrofon vor dem Kinn. Ein erzsympathischer Mensch. Oder habe ich mich vielleicht auf die Fernbedienung gesetzt und kann nun eine von nur noch zwölf vorrätigen Teflonpfannen bei ihm kaufen?

12.

Inui lässt sich fallen, wird verwarnt. Zurecht zwar, aber: Gelb für einen Asiaten! Wie rassistisch ist dieser Sport wirklich?

10.

Wer hat eigentlich angefangen, vor die Spielernamen jeweils einen unbestimmten Artikel zu stellen? Ein Lahm. Ein Müller. Ein Scheiß ist das. 

7.

Lufthansa wirbt mit »Nonstop you«, die Telekom mit »Liga total«. Aha. Wir leben also schon längst in der Diktatur. In der Diktatur des Duzens und des Fußballs. 

5.

Der Trend ist neu: Ribery geht gegen Demidov spazieren. Wenn sie das im Englischen Garten täten, würde sie die Sitte verhaften. So aber: Abstoß, der gern ein Elfmeter gewesen wäre.

2.

Immer noch 0:0. Ist das langweilig. Hab in diesen ersten zwei Minuten drei Minuten geschlafen. Doch dann das: Aigner versucht einfach mal, Lahm per Fluggrätsche alle Knochen zu brechen. Keine Frakturen zwar, aber dennoch wird's hässlich: Lahm kann nämlich richtig sauer werden – und sieht dabei aus wie Martina Navratilova, wenn sie gute Laune hat. 

15:30 Uhr

Die Seitenwahl. Schiedsrichter Marco Fritz wird von Dittmann nurmehr als »der Sparkassenangestellte aus der Nähe von Stuttgart« bezeichnet. Wo aber wohnt er genau? Ein Kulturverlust, dass wir das nicht mehr erfahren. Wie sollen unsere Kinder lernen, was die deutsche Provinz ist, wenn Alfons Berg nicht mehr aus Konz kommt, sondern seine Nachfolger nur noch »aus der Nähe von«. Und jetzt: Anstoß. In der Nähe von München. 

15:26 Uhr

Und schon wieder Aha! Kommentator Kai Dittmann sagt: »Sie planen hier gar keine Punkte ein. Möglicherweise ist das ihre Chance.« Wie die dazugehörige Taktik aussehen könnte, tanzt Oliver Kahn in diesem Moment eindrucksvoll vor: Er sucht vergeblich seinen Platz im Stadion, stiert greisenhaft auf seine Kids-Zone-Karte. »Ich dachte immer, du wärst der Titan«, maunzt seine Begleitung enttäuscht. Darauf Kahn: » Möglicherweise ist das deine Chance.«

15:22 Uhr

Aha! Veh sagt: »Wir haben keine Chance.« Aha! Sammer agitiert trotzdem, als müsste er die Menschheit auf die Invasion feindlicher Aliens vorbereiten. 

15:13 Uhr

Jupp Heynckes im Interview: »Und sonst bin ich der Meinung, dass wir spielen sollten wie am letzten Mittwoch.« Klingt wie: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.« Und ist wohl auch so gemeint.

15:11 Uhr

Und Uli Hoeneß so: »Ich kann mit drei Sätzen sagen: Der FC Bayern steht da wie 'ne Eins.« Dann kommen aber keine zwei weiteren Sätze mehr. Müsste es nicht also vielmehr heißen: »Ich kann mit einem Satz sagen: Der FC Bayern steht da wie 'ne Drei«? 

15:06 Uhr

Aha: Schon wieder wurde irgendein brasilianischer Halbwüchsiger entwurzelt und in einer Vorstadt in eine Villa gesperrt, deren Fliesenoptik eine Metapher für die Kälte unserer Gesellschaft ist. Dieser hier heißt Anderson, spielt für die Eintracht. Noch lacht er, gibt Samba-Interviews. Aber spätestens, wenn es zu schneien beginnt in Frankfurt, denkt auch er: »Aha!«

15:03 Uhr

Aha! Sag ich einfach mal. Es empfiehlt sich ja immer, »Aha« zu sagen, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, worum es geht. Worum geht es zum Beispiel in Bremen? Um Fußball wahrscheinlich. Klaus Allofs verbittet sich Spitzfindigkeiten, und Thomas Schaaf »sacht da gar nix zu«. Aha. Oder sogar: A-ha!

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