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Chelsea

Atletico-Chelsea im Liveticker

Simeohne Tor

Kein Sieg, kein Tor. Diego Simeone geht mit seinen Madrilenen leer aus. Die Mourertaktik des »Boring One« aus Chelsea geht auf. Die Engländer zerstören sich in Richtung Finale. Mit Maurerhülse und Mettbrötchen am Betonmischer: der Ticker.

23:00 Uhr

Was ein Abend. Mourinho putzt sich in der Kabine noch den Mörtel vom Trainingsanzug, Torres stolpert über seinen Schatten und Diego dürfte mittlerweile in Delmenhorst angekommen sein, steht unter Sarah Connors Balkon und spielt das Mark Terenzi-Hit-Medley auf einer von Lothar Matthäus gezimmerten Gitarre, während Diego Costa in Madrid einen arglosen Sky-Fieldreporter im Schwitzkasten hält und ihm mit dem Mikro Blumenkohlohren reibt, dann zum Jahrmarktsbetreiber läuft, um drohend sein Kirmesboxer-Gehalt oder wenigstens ein paar Chips für den Autoscooter einzufordern. Oder so. Irgendjemand muss ja ein wenig Stimmung machen, wenn das Spiel das schon nicht macht. Jetzt wieder Erik Meijer mit seinem Taktikgedüdel. Fazit: Blablubb. Lothar Matthäus stimmt nickend zu. Da verabschieden wir uns lieber in den Feierabend und bewegen uns jetzt per Blutgrätsche nach Hause. In diesem Sinne: Schönen Abend.

22:47 Uhr

Tja, das wars. Chelsea ermauert sich ein schäbiges 0:0, die Spieler der Blues freuen sich, im Hintergrund versuchen einige spanische Bauarbeiter, die Mauer am Chelsea-Strafraum wieder einzureißen. Torres ins Publikum klatschend vom Platz, wenigstens das klappt. In seiner derzeitigen Form ist es nicht selbstverständlich, dass er beim Klatschen die Hände trifft.

95.

Noch ein Wechsel, Dingsbumms geht, ein anderer kommt. Egal, Kackspiel. Mourinho mit seiner Mauertaktik könnte eine Achterbahnfahrt mit zehn Loopings in einen Kaffeebesuch bei Tante Elfriede verwandeln. Schnarch.

91

Torres ist übrigens immer noch auf dem Platz. Mourinho muss eine Wette verloren haben, dass er ihn bei der Nicht-Leistung auf dem Platz lässt.

90.

Wenn Zeit wehtut: Fünf Minuten gibt es obendrauf.

89.

Freistoß und Gelb gegen Miranda. Carrie, Charlotte und Samantha sind empört und bestellen wütend einen weiteren Chai Latte. Diese blöden Männer, an allem Schuld. Außer Mr. Big, klar. Schmacht.

86.

Arda Turan übrigens für Diego im Spiel, der schon wieder auf dem Weg nach Delmenhorst zum Bäcker. Im neuen VW Turan wahrscheinlich. Mit serienmäßig Vollbart und 0:0 Liter Hubraum. Oder so. Brummbrumm. Nehme jetzt meine Matchboxautos und spiele auf dem Redaktions-Spielteppich. Passiert ja eh nix hier...

84.

Fallrückzieherversuch von Diego Costa, geht leider daneben. Aber die Ballannahme davor, mit der Brust, so butterweich, das irgendwo in Brasilien Rivaldo seine Brustbehaarung mit Conditioner einseift.

83.

Fun fact: Diego Costa trifft normalerweise alle 43 Minuten. Der Mann kann keinen Tatort schauen ohne zu treffen.

81.

Apropos vergebene Liebsmüh ins Nichts: Turan mit dem Kopf vorbei.

78.

Bock, Reich und Behnisch schreiben bei Kerzenschein einen metapherndurchtränkten, mit Kussmund versehenen, mit ihrem heißen Blut unterschriebenen Liebesbrief an Chelseas Physiotherapeutin. Zu spät, Jungs - der Kerl war schneller:

77.

Strafe für Mikel und für Gabi. Was nach Stress im Ikea-Bälleparadies klingt, ist das Ergebnis einer richtig räudig-rotzigen Rudelbildung. Sie klang ungefähr so: bääöörrrllgfreeeoookkkk. Gelb für beide.

74.

André Schürrle jetzt im Spiel. Darauf eine Weinschürrle. Chin-chin!

72.

Terry liegt schmerzgekrümmt auf dem Boden. Und irgendwo in Reading greift Wayne Bridge zum Hörer und ruft unter Freudentränen seine Ex an.

71.

Luiz steigt Terry auf den Fuß, der muss wohl ausgewechselt werden. Unsere erste Ferndiagnose: mimimimimimimimimi

69.

»Ich bin mir sicher, dass Chelsea im Finale genau das machen, was sie hier machen«, nölt Dittmann. Fußball spielen also, oder wie? Sollen sie im Finale auf Wasserball umsteigen? Oder Kegeln? Wobei: Dann hätten sie vielleicht eine Chance, die Bayern zu schlagen.

66.

Frank Lampard mit der ersten Gelben Karte des Spiels, säbelt Arda Turan mit offener Sohle in die Welt des Schmerzes. Für ein noch gestreckteres Bein müsste man Lampard auf die Streckbank legen und eine ganze Weile lang ziehen.

64.

Schöne Flanke, Luiz ist da, Fahne ist oben. »Jetzt hast du die Phase, wo die Beine müde werden und der Kopf anfängt zu arbeiten«, sagt Dittmann. Bei uns ist es genau andersrum.

61.

Diego mit dem Fernschuss, trifft aber nicht. Bezeichnend. Das letzte, was er getroffen hat, war bekanntermaßen Sarah Connor. Und auch das hat ja nicht geklappt.

59.

Darf ich an dieser Stelle meinen englischen Kumpel zitieren: »Ich bin für QPR und für die Mannschaft, die gegen Chelsea spielt. Selbst wenn ekelhafte, blutrünstige Monster-Aliens gegen Chelsea spielen, dann würde ich die Aliens anfeuern.«

58.

Und jetzt feiern die Atletico-Fans ihren Mittelfeldspieler. Wir schalten live rein: hier.

56.

»Das Prinzenpaar ist auch da«, informiert uns Dittmann. Hallo Sebastian, hallo Tobias. Eooeooooooo...

54.

Mourinho hockt derweil im schäbigen Trainingsanzug an der Seitenlinie. Trägt ja sonst maßgefertigte Anzüge im Preissegment einer Doppelhaushälfte. Ob er mit Peter Neururer Klamotten getauscht hat? Und ob Neururer gerade im Armani-Anzug an seiner Harley schraubt, »Born to be Wild« in seinen Schnauz brummt und sich Schweiß und Motoröl mit Mourinhos Einstecktuch abwischt? Wahrscheinlich.

51.

Übrigens: Falls sich irgendjemand dieses 0:0 nicht mehr geben will: Auf RTL2 läuft »Unser Einzug in ein neues Leben«. Heute mit einem betagten Bundesliga-Dino, der eine Etage tiefer zieht, um endlich Freunde aus Sandhausen, Heidenheim und Ingolstadt empfangen zu können.

48.

Lampard, immerhin auch schon 35, mit dem Fernschuss. Der Schuss gerät Lampards Alter entsprechend, bräuchte wahrscheinlich einen Rolator und einen Zivi, um ins Tor zu finden. Darauf eine Granufink.

46.

Weiter geht's. Diego Simeone direkt mit der Gesichtsgrätsche. Hässliche Szenen.

21:52 Uhr

Wir verlieben uns gerade in Atletico Madrid. Als die Mannschaften wieder auf den Platz kommen, spielen sie ACDC mit einem ihrer größten Hits. Frank Zander-Struck. Nur nach Hause gehn sie nicht.

21:44 Uhr

Loddar: »Schiedsrichter musste Gott sei Dank nicht angreifen.« Denkt mal drüber nach. Das gibt mir Zeit, einmal kurz die Band vorzustellen: Rechts auf der Bühne heute »Action-Andy Inside Man« Bock, der für irgendeinen windigen Werbe-Deal heute auf die Tastatur trommelt. Hinten an den dicksten Internetsaiten dieser Welt: Ilja »the Conf« Behnisch, der Mann für »11Freunde-Konferenz«. Vorne an der Kalauer-Trompete »Richie« Reich und mein Name tut nix zur Sache. Motto: Wenn der Mou-si spielt...

21:42 Uhr

Expertenrunde bei Sky. Loddar süffig. Henkel trocken.

21:38

Pause. Die Spieler von Atletico laufen sehr viel. Eigentlich logisch, sonst hießen sie ja Behäbigico.

45. + 4

Torres mit dem Foul. Was ist mit dem eigentlich passiert? Vor nicht allzu langer Zeit sah er aus wie einer der Backstreet Boys und knipste regelmäßiger als ein Berufsfotograf, jetzt sieht er aus wie der Typ, der bei mir am Boxhagener Platz die Reste aus den Pfandflaschen trinkt und spielt Fußball, als wäre er ein Waldorfschüler, der das Wort »Profifußball-untauglich« tanzt.

45.

Dittmann wünscht sich derweil Real gegen Bayern im Finale. »Zwei Mannschaften, die Fußball spielen«, seufzt der Moderator. Quasi unmöglich, schließlich bilden die beiden morgen das andere Halbfinale. Aber manchmal gehen Wünsche ja trotzdem in Erfüllung. Unser Tipp: Wenn man das Mikrofon ausstöpselt und wegpustet, darf man sich etwas wünschen. Haben wir gehört. Jetzt wäre die passende Gelegenheit, das mal auszuprobieren, Herr Dittmann.

44.

Freistoß Atletico: Is nix. Ecke Atletico: Nix. Flanke Atletico: Nix. Einwurf: Nix. Wieder Ecke: Nix. Flanke: Nix. Atletico bisher wie Naddel auf dem Arbeitsmarkt.

41.

Halbfinal-Hinspiele sind langweilig. Liegt am Modus. Im Rückspiel gibts dann offenes Visier und Tohuwabohu, heute will sich hier niemand zu weit vor wagen. Müsste man mal reformieren. Michel Platini, Sepp Blatter, bitte übernehmen Sie. Verkaufen Sie das Hinspiel nach Katar, lassen Sie die Halbzeiten in verschiedenen Ländern austragen. Oder während der Nations League. Vielleicht auch eine eigene Champions League nur für Hinspiele. Irgendwas wird Ihnen doch einfallen, um diesen Sport noch zu »verbessern«.

38.

Chelseas linke Seite gefällt mir. Ashley Cole mit geilem Vollbart, davor Willian mit geilem Afro. Wenn man die beiden kombinieren könnte, käme wahrscheinlich ein Sesamstraßen-Charakter dabei heraus.

35.

Ja sicha, Mark Schwarzer, jetzt schon Redaktionsliebling, hechtet nach einem Fernschuss als wäre er ein agiler, beweglicher Nachwuchskeeper. Ob er nachher zurück ins Jugendleistungszentrum muss und morgen früh einen Jugendherbergs-Hagebutten-Tee aus einer großen Gemeinschaftsraum-Kanne zapft? Und danach die »Bravo« liest? Und dann Mathe schwänzt? Na na na, kleiner Mark. Die Schule geht vor.

31.

Atletico macht und tut. Doch Chelsea mit einer »eng massierten« Deckung. Klingt fast erotisch, aber auch nach Schmerzen, ich weiß nicht. Oder »dicht gestaffelt«, das klingt nach Schützenfest. Belassen wir es bei: kompakt.

28.

Chelsea kontert, Ramires verzieht. Ärgerlich für Chelsea. Erst der Torwart weg, dann das. Eine echte Cechsträhne.

23.

Mark Schwarzer wurde 1972 geboren. Nur zum Vergleich: Damals hatte Levan Kobiahvili gerade erst seine praktische Führerscheinprüfung.

23.

Madrid weiter mit Übergewicht. Wann bringt Chelsea Detlef D! Soost?

21.

Chelsea also jetzt 70 Minuten mit einem 41 Jahre alten Ersatzkeeper. Könnte ein Schwarzer Tag für die Blues werden.

19.

Jetzt für Cech im Spiel: Mark Schwarzer. Stanislav Tschertschessow hatte heute leider keine Zeit.

16.

Oha, Ecke Atletico, Raul Garcia dampfwalzt Cech um, der bleibt liegen und muss jetzt wohl mit Schulterverletzung ausgewechselt werden. Verdammt, wann kommt endlich der Schutzhelm für die Schulter?

14.

Chelsea spielt den Ball nicht ins Aus. Was folgt ist das lauteste Pfeifkonzert seit Jethro Tull 73. War das ein Sommer...

13.

Ach, ich mach hier Witze über Diego Simeone. Seh ja selber aus wie ein vom Tisch gefallener Mettigel. Mit Salzstangen als Arme.

12.

Diego Simeone an der Seitenlinie. Sieht aus wie ein Preisboxer, der zwei Monatsgehälter vom Jahrmarktbetreiber in einen 2000 Euro teuren Anzug gesteckt hat. Halb Schnösel, halb Asi. Würde gut nach Frankfurt passen.

9.

Terry rasselt mit Diego Costa aneinander. Mehr Testosteron im Spiel als in einem von Bud-Spencer-Schweiß getränkten Energydrink in der Hand von Hulk Hogan.

8.

César Azpilicueta Tanco. Ein Anagramm für Zähnefletschen. Reich weint vor Melancholie in sein Tamagotchi. Schreibt einen Liebesbrief an Ibrahim Tanko.  Wo immer du auch bist.

5.

Leichtes Übergewicht für Madrid, Chelsea steht tief. Wenn sie noch tiefer stehen, könnte ihnen Icke Häßler auf den Kopf spucken.

3.

Verdammt, ist das laut auf den Rängen. Die Atletico-Fans sehr ekstatisch. Man nennt sie schon Atletico Matrip.

1.

Anpfiff. Die spanischen Fans grüßten einen Kollegen mit einem Transparent: »Hoy y siempre«. Von uns auch alles Gute, Hoy. Scheint wohl ein Bruder zu sein von Gil y Gil.

20:45 Uhr

Dass Mourinhos Boss-Aura auch mich nicht unbeeindruckt lässt, merke ich daran, dass ich ihn in einem vorangegangenen Tick nur »Ihn« und nicht »Mourinho« geschrieben habe. Quasi der Pluralis Majestatis des Fußballs. Für Schisser wie mich. Entschuldigt bitte, eure beschalte Hochnäsigkeit. In den Staub mit mir.

20:43 Uhr

Gleich geht`s los, »Sky« blendet die Aufstellungen ein. Favorit schon jetzt: Madrids Gabi. Heißt wie meine Lieblings-Thekenschabracke aus der »Bierkanne« ums Eck. Macht die Gläser immer extra voll und reicht Citrovin zum Tequila. Mjam.

20:41 Uhr

Patrick Owomoyela als Co-Kommentator. Hoffentlich sitzt irgendwo Jens Lehmann und schaut sich mal an, wie man das richtig macht.

20:39 Uhr

»Bin in der Redaktion, muss - nein - darf tickern. Kann gerade nicht abhassen, hier sind noch Leute«, so Kollege Ulrich gewohnt unbedarft am Telefon. Keine guten Voraussetzungen für den Ticker. Kein Hass, keine Party. Muss man sich in einem Initiationsritual mit Druckerschwärze in der 11FREUNDE-Schrift über den Steiß tätowieren lassen, während man eine Marcel Reif-Puppe opfert. Erst dann darf man tickern.

20: 37 Uhr

Wahnsinn, Bayern in der Lufthansa-Werbung. Wahrscheinlich erst heute auf dem Flug nach Madrid gedreht, so nebenher. Was können die Superbayern eigentlich nicht?

20:33 Uhr

Will ja nicht parteiisch sein aber ich würde es wirklich begrüßen, wenn Chelsea ins Finale einziehen würde. Würde Mourinho zu gerne vor Wut seinen schnöseligen Designerschal essen sehen, wenn er gegen Pep oder von mir aus auch Real im Finale vergeigt.

20:30 Uhr

»Ich hab mir eben in der Pause mal was aufgeschrieben«, loddart Loddar Matthäus. Wahrscheinlich die Einkaufsliste für nächste Woche. Tatsächlich:

20:27 Uhr

Sensationell, wie Erik Meijer gerade bei seiner Taktik-Analyse »sechs Spieler« mit nur fünf Fingern anzeigt. Kann sonst nur Chuck Norris.

20:25 Uhr

Champions-League, Fußballabend, Freunde. Is dat geil. Moderator Jan Henkel fachsimpelt direkt: »Wer heute etwas machen will, muss etwas machen, das er nicht gut kann«. Haben wir direkt ein Liveticker-Motto für heute Abend gefunden. In diesem Sinne: Willkommen.

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