Argentinien
1
0
Iran

Argentinien – Iran im Liveticker

Trotzdem: Traumfinale Iran-Costa Rica weiterhin möglich!

Argentinien spielt 90 Minuten wie Iran. Iran spielt 90 Minuten wie Costa Rica. Doch ein Fußballspiel dauert bekanntlich 94 Minuten. Und dummerweise spielt Lionel Messi für Argentinien. Der Ticker trottet nach diesem High- bzw. Lowlight enttäuscht zur Aftershowparty Deutschland-Ghana.

Los geht´s ab 17:45 Uhr

Heißen Dünnsch: Andreas Bock und Gareth Joswig.


Bart Simpson Telefonstreich: Lassmiranda Dennsiewi… - MyVideo

17:38 Uhr

Ein herzliches Scheißwillkommen zusammen! Die Laune im Ticker-Bunker ist in etwa so gut wie die von Willi Tanner ohne Crack: Erst fällt das Antennen-Signal aus und jetzt das: Gerd Gottlob. Bisher konnte ich ihn gottlob umschiffen, aber jetzt ist alles zu spät. Die frevelhafteste Name GG-Alliteration seit Gustav Gründgens kommentiert dieses Spiel. Göne Geiße.

 

17:41 Uhr

Es hätte mephistolob noch Schlimmeres passieren können: Gustav Gründgens als Kommentator zum Beispiel. Verdammte Opportunisten!

 

17:44 Uhr

Während in Berlin auf dem Weg zur 11FREUNDE-Redaktion alle Schland-Fans heiß sind respektive besoffen, vollgekotzt und national, machen Messi und Agüero sich gerade warm. Wobei es auf die Definition von »Warmmachen« ankommt: Was in der Kreisliga mit »ein paar lange Dinge schlagen« oder maximal mit »Eckchen« übersetzt wird, interpretieren Messi und Agüero, Angeber vor dem Herrn, anscheinend gerne mal mit »über-einen-Absperrzaun-von-der-Tribüne-aufs-Feld-jonglieren«. Wie gestern beim Training. Die kompensieren doch irgendwas. Außerdem: Ich könnte das auch, wenn ich wollte.

17:47 Uhr

Matthias Opdenhövel erinnert noch einmal an die erste Partie des Irans. Ein 0:0 gegen Nigeria. Der Moderator merkt an: »Das einzige Spiel bei der WM, bei man nicht hinschauen wollte.« Wir stellen uns gerade vor, wie Opdi und Mehmet beim Spiel Griechenland gegen Japan vor lauter Begeisterung per Zwei-Mann-Congaschlange zum Strand tanzten. Schöne Vorstellung.

17:45 Uhr

Einziger Optimist scheint der iranische Trainer Carlos Queroz sein: Will sein gesamtes Hab und Gut auf Sieg Iran setzen. Und das, obwohl er vor dem Spiel angekündigt hat, sein Amt niederzulegen. Dilemmata, wohin man guckt.

17:49 Uhr

Die Ard stellt ins Stadion durch. Die Fans der Celeste liegen sich in den Armen und singen, schunkeln, sind heiß. Sag jetzt einfach nichts, Gerd. Gottlob schweigt. Danke, Gerd!

17:52 Uhr

Fun-Facts vor dem Anstoß: Spitzname der iranischen Auswahl ist »Team Melli«. Klingt wie ein Haarstylisten-Team beim Azubi-Wett-Frisieren. Soll ich noch geelen? Na gut. Und schon hat man zwei Kilo Glitzer in den Haaren. Danke! Bitte!

17:54 Uhr

Das Weltmeisterschafts-Theme erinnert irgendwie immer an den Vorspann von »Captain Future«. Bin ich aufgeregt.

17:57 Uhr

 

Die Aufstellungen: Argentiniens Rojo ist übrigens von einer akuten Gelbsperre bedroht, was so ziemlich das genaue Gegenteil von Komplexitätsreduktion sein dürfte. Ein Name wie eine Ampelkarte.

17:59 Uhr

Die iranische Nationalmannschaft wirkt auf den kleinen Fifa-Clips zur Aufstellungen wie die Türsteher am Berghain. Drei Stunden warten, dann verschränkte Arme. Danke für nichts.

1.

Anstoß. Iran bislang bei 100 Prozent Ballbesitz. Hassan Rohani ernennt den 21. Juni prompt zum nationalen Feiertag.

3.

Messi, Agüero, Zabaleta, Di Maria, Higuain – Haghighi, Hosseini, Sadeghi, Montazeri, Pooladi. Auf dem Papier wirkt dieses Spiel wie ein Duell zwischen Empire State Buidling und einer Gartenlaube an der Mecklenburger Seenplatte.

5.

Was wie die Rufnummer eines ambulanten Notdienstes klingt, scheint tatsächlich die Taktik des Iran zu sein: 8-1-1.

7.

Sätze, die man sich unbedingt sagen sollte, wenn man irritierte Blicke seiner Freunde schätzt: »Iran und Argentinien haben bislang erst ein einziges Mal gegeneinander gespielt. 1977 traf man in einem Freundschaftsspiel in Madrid aufeinander, Ergebnis: 1:1.« Sätze, die man unbedingt sagen sollte, wenn man danach seinen neuen Titel als Prof. Fußball rechtfertigen möchte: »Der Iran spielte schon damals mit einer abkippenden Sechs auf der Neunerposition. Eine subversives Modell in einem autoritären Staat.«

9.

Wichtige Information außerdem für alle gelbe-Karten-Fans: Ziemlich sicher ist, dass Argentinien heute seine 100. Gelbe Karte bei einer WM erhält. Marcos Rojo bekam beim Spiel gegen Bosnien die 98. Verwarnung. 

12.

Di Maria versucht erstmals in den iranischen Strafraum einzudringen. Gottlob ist ganz außer sich: »Unglaublich, was der mit dem linken Fuß kann! Damit macht er alles!« Und siehe da: Gottblob hat wieder mal Recht. Di Maria bestreitet auch das nächste Kopfballduell mit dem linken Fuß.

14.

Auch irgendwie enttäuschend: Die Datenbank (Gerd Gottlob) informiert, dass es einige Spieler beim Iran gibt, die den Ball noch gar nicht hatten. Immerhin: Sie wissen, wie wir uns fühlen.

15.

Einsame Jubelperser schreien: »Iran! Iran! Iran!« Und plötzlich hat Higuain die Riesenchance auf dem Fuß. Drischt den Ball gegen den iranischen Keeper und springt dann doch nur auf den Fuß des Torhüters. Behaltet jetzt nur die Holzlatten bei euch, Jubelperser!

16.

Diego Maradona wird eingeblendet. Hat schöne Ohrringe an und eine dicke Sonnenbrille auf. Die argentinischen Anhänger der Iglesia Maradoniana intonieren sofort ihre D10S-Hymne. Der Rest sollte Formsache für Diego sein.

18.

Wir reiben uns die Augen: Eckball Iran. Doch nach einem Wimpernschlag ist der Ball wieder auf der anderen Seite im iranischen Strafraum. War wohl doch nur ein HSV-Aufsichtsratsmitglied. Also Eghbal.

19.

Nächster Chance für Argentnien. Diesmal ein Fernschuss. Kein Wunder, denn Iran rührt hier mehr Beton an als der soziale Wohnungsbau in der Sowjetunion. Und bis jetzt ist Irans Abwehrriegel undurchdringlicher als der Schnauzbart von Ali Daei.

20.

»Da sind auch immer wieder Missverständnisse dabei«, erklärbärt Gottlob. Wenn er jetzt noch Handball-Taktiksysteme auf das Geschehen auf den Rasen projiziert, wäre das Ganze auch noch analytisch komplett. Und schon klappt der nächste Kempa-Trick von Argentinien: Di Maria versucht es mit einem eingesprungenen Schuss über linksaußen. Aber: Fuß.

24.

Ecke di Maria, nächste Chance. Ach, Di Maria. The most beautiful sound I ever heard.

25.

Die Eckfahne ist umgekippt. Ein Sinnbild für die Siegchancen von Iran. Wie will Trainer Queiroz jetzt seine Familie ernähren?

27.

Vielleicht hat sich auch Otto Rehhagel als Portugiese verkleidet und sitzt auf der iranischen Bank. Pfeift wie zum Beweis auf dem kleinen Finger und schreit: »Attack! Attack!« Aber wo ist Angelos Charisteas, wenn man ihn mal braucht?

29.

Da hier gerade nicht sonderlich viel passiert noch ein paar tröstende Worte in Richtung England: Dieser Hund hat nämlich auch allen Grund zu trauern. Er ist sehr hässlich und bei der »WM der hässlichsten Hunde« nur Zweiter geworden. Nach dem Turnier wurde er mit den Worten zitiert: »Erst hatte ich kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu!«

30.

Der Iran hat noch einmal die Aufstellung modifiziert. Aus einem 8-1-1 ist jetzt ein 10-0-0 geworden. Wir warten auf den Moment, an dem sich die komplette Elf ins Tor stellt.

32.

Freistoß von Lionel Messi. Aufregung in der Mauer. Aufregung bei Gottlob. Doch der Freistoß flößt so viel Angst ein wie ein ARD-Testbild von 1985. Ohne Ton.

35.

Übrigens: Irans Trainer Carlos Queiroz ging ganz entspannt ins Spiel. Über Messi sagte er: »Den Kleinen auszuschalten wird sehr schwierig werden.« Über die Chancen des Iran: »Um sich auf Argentinien vorzubereiten, bräuchten wir 20 Jahre.« Costa Ricas Trainer Pinto weiß von was Queiroz spricht. Die Vorbereitungszeit für das Spiel gegen Italien begann bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg. Und sein Breakdance nach dem Spiel dauert bis heute an.

37.

Endlich mal eine richtig gute Chance für Argentinien. Messis Freistoß landet direkt auf dem Schädel von Garay, was schon seltsam genug ist, denn der Argentinier wird von etwa 17 Iraner gedeckt. Aber okay: Garay, ganz frei, Kopfball, drüber. Der Jubelschrei aus Teheran schwappt durch die Fenster unserer Redaktion.

39.

Eben gerade erst erfahren: Irans Kapitän Javad Nekounam fragte bereits bei der Platzwahl, ob er das Trikot von Lionel Messi haben kann. Messi schlägt ein. Nickt. Denkt: »Wer ist dieser Mann? Und warum spielt der Irak heute in Rot?«

41.

Vier Minuten vor der Halbzeitpause steht es immer noch 0:0. Kollege Joswig enttäuscht. Hat heute morgen 1000 Euro auf der Straße gefunden und kurz überlegt, ob er diese in einem lokalen Wettlokal auf ein Halbzeit-Unentschieden setzen soll. Gewinn: circa 587.938 Euro. Setzte dann doch lieber auf »MC Superchicken«, der in einem Hinterhof-Hahnenkampf in Neukölln zum Duell gegen »Mr. Flügelzange« antrat. »MC Superchicken« überlebte nicht mal eine Minute. 

44.

Erstaunlich: Der Iran entknotet seine eigene 8-1-1-Taktik gelegentlich und kommt tatsächlich zu Torchancen. Wir sind überrascht und erregt. Zwar nicht so sehr wie Michael Knight damals, als KITT zum ersten Mal den Turbo Boost startete  – aber dennoch: überrascht und erregt.

45.

Halbzeit. Der Iran geht tatsächlich mit einem 0:0 gegen Argentinien in die Halbzeit. Die größte Überraschung, seit Mehdi Mahdavikias erste Ehefrau erfuhr, dass dessen zweite Ehefrau ein Kind von ihm erwarte.

18:47 Uhr

»Der Iran macht das klasse«, frohlockt Gottlob. Fordert sogleich für das Spiel Deutschland gegen Ghana Guido Buchwald und die Förster-Zwillinge für Jogis Startelf. Die können jedoch leider nicht: Filletieren gerade irgendwo eine Wade auf dem Schland-Grill.

18:51 Uhr

Opdenhövel und die ARD weiter mit Hofberichterstattung. Schalten live zum DFB-Teambus. Ah, toll, so ein Reisebus. »Oh, jetzt können wir den Bus sogar mal von oben sehen«, lobt Obdenhövel die gebührenfinanziert Vogelperspektive auf das Kraftfahrzeug. An dieser Stelle möchte ich gerne Gerhard Delling von vor einigen Tagen zitieren: »Wir haben recherchiert: Es gibt kaum Informationen.«

18:54 Uhr

Auf einmal tanzen Blumentöpfe über den Bildschirm und prognostizieren einen »easy« Sieg gegen Ghana. Featuring Cro vermutlich. Mehr Street-Credibility war zuletzt auf diesem Foto zu finden:

18:58 Uhr

Der deutsche Bus rollt! Weißer Rauch steigt aus den Schornsteinen des ARD-Hauptstadtstudios auf: Habemus Bus!

19:00 Uhr

»Der Iraner steht tief«, deutschtümelt Scholl. Der aggressive Singular, eine Erfolgsgeschichte, jetzt auch gebührenfinanziert. Jeder Tritt ein Brit!

46.

Zum Anpfiff verrät Opdenhövel noch einmal: »Der Bus ist wirklich losgefahren.« Kollege Joswig sieht sich bestätigt: »Jetzt verbarrikadieren die Iraner ihr Tor also richtig!« Die Sache klärt sich umgehend: «Der Bus« ist der Bus der deutschen Nationalelf. Die spielt heute ja auch noch. Gegen Ghana. Quasi eine After-Show-Party zu den Main-Acts Iran und Argentinien. Doch was kümmert's uns: Wir sind eh zum Best-of-Wetten-Dass-Videoabend verabredet.

47.

Immer noch kein Tor Argentinien. Diego Maradona kaut nervös auf seiner Sonnenbrille herum und Kollege Bock versucht verzweifelt ein Tor reinzurauchen. Zur Unterstützung lese ich »Fever Pitch« und lege Tex Williams Gassenhauer »Smoke Smoke Smoke« auf. Hust.

48.

Deja-Vu Argentinien-Iran: Die Celeste passt sich weiter um den Siebenmeterraum der Iraner. Deren Kreisläufer scheinen unüberwindbar. Wann hebt der Schiri die Zeitspiel-Hand?

50.

Erste Chance durch Zabaleta. Doch der Ball geht soweit drüber wie der Sololauf vom Jahrhundertor von Diego Maradona lang war.

51.

Gottlob bemängelt fehlende Ideenvielfalt im argentinischen Thinktank. Lädt dann ein paar Werbetexter zum Kreativmeeting ein. Doch Argentinien so: Flanke, Kopfball, nächste Chance. Touché!

53.

Auf einmal hat der Iran, ja, der Iran eine Riesenchance. Erlebt Argentinien hier noch sein persönlich Vestenbergsgreuth?

55.

Ashkan Dejagah ist alleine in den argentinischen Strafraum gelaufen und wird von Zabaleta umgesenst, der Ball war auch irgendwo in der Nähe. Doch der Schiri hat keinen Bock auf Elfmeter. Dejagah beschwert sich gestenreicher als Musical-Darsteller von Andrew Lloyd Webber. Entschuldigung, Sir Andrew Lloyd Webber. Kotzwürg.

58.

Die Argentinier schießen im iranischen Strafraum mehr Beine, Haxen und Körper an als royale Großwildjäger. Wir danken ab.

59.

Messi mit seiner größten Chance bisher. Das Tor ist offen vor ihm, groß wie ein Elefant. Aber er schießt in etwa so genau wie Juan Carlos nach fünfzehn Chupitos.

61.

Auch Diego Maradona bislang eher mittelmäßig gelaunt. Dabei hat er extra über seine Ohrringe das gewünschte Ergebnis kommuniziert: 2:1.

63.

Vielleicht liegt's auch an der Vorbereitung. Während die Iraner Medizinbälle von Sao Paulo nach Belo Horizonte schleppten, spielten Messi und Agüero Fuß-Volleyball über den Tribünenzaun ihres Trainingsfeldes. Nun müssen sie erfahren: Hier, auf dem richtigen Platz, gibt es gar keinen Zaun. Und auch keine Tribüne. Sondern nur elenden Rasen. Und rennende Iraner.

 



 

66.

Der Iran wird jetzt richtig mutig. Hajsafi zieht aus 20 Metern ab: abgefälscht. Danach Ecke, Getümmel, Gewirr, Geschreie. Dann ist der Ball weg. Doch nur kurz, denn der Iran greift kurz darauf wieder an. Übersteiger, Tunnel. Wahnsinn! Würde in der rechten oberen Ecke des ARD-Bildes nicht Iran stehen, wir würden glauben, dass dort Costa Rica spielte.

69.

Surprise, surprise! Ich habe dir was mitgebracht. Eine Kopie des Letchkov-Tores von 1994 – nur ohne Tor. Flanke in den Strafraum, dort gewinnt Dejagah das Kopfballduell. Der Ball geht knapp drüber.

72.

Das Interessante am Spiel des Irans: Die Spieler stehen mit elf Mann hinten und greifen mit zehn Mann an. Konditionell sind sie mindestens auf einem Level mit Joey Kelly. Musikalisch ja sowieso

 

73.

Da glotzt sogar der redaktionseigene Lothar-Matthäus-Pappaufsteller perplex: Die Iraner sind hier in der letzten Viertelstunde gefährlicher als der Weltmeister von 1986. Ob der echte Lothar Matthäuse das Ganze auf ">Al Jazeera kommentiert? Vielleicht.

74.

Freistoß, halblinks, Messi. Eine Wortkombination, die mal Gefahr versprach. Bis zum 21. Juni 2014 um 18 Uhr.

77.

Heydari kommt für Shojaei. Das heißt: Volle Offensive! Oder totale Defensive! Oder alles auf einmal. Beim Iran weiß man das ja nie so genau.

79.

Desto näher die Argentinier ans iranische Tor kommen, desto größer scheint der iranische Torhüter Haghighi zu sein. Kommentiert jeden Fehlschuss und Messi, di Maria und co. mit einem schallenden: Ha-Ha-ghi-ghi-hi-hi. Fies.

80.

Apropos Beton anrühren. Den Iranern scheint das Ganze hier auch noch Spaß zu machen. Singen beim Spielen »Eye of the Tiger« als wären sie Marjane Satrapi beim Studium oder Rocky aus Rocky I. und setzen sich, nur so zum Spaß, in den Zement-Mixer.

81.

Lavezzi hat schöne Unterarm-Tattoos. Aber es wäre vermutlich eher eine Nachricht, wenn er keine hätte. Trotzdem schade um die Fifa-Startelf-Animation, dass er hier nur von der Bank kam.

82.

»Immer auf der Hut«, adelt Gottlob Haghighis Stellungsspiel. Plötzlich kommt Frank Zander um die Ecke und ergänzt: »...und immer etwas schlauer«. Das sitzt.

84.

Freistoß Iran. Aus purer Schadenfreude wird der emotionslos ins argentinische Toraus geflankt. Nur, um zu zeigen, dass man es kann. Parallelen zum iranischen Atomprogramm sind unübersehbar.

85.

 

Die ekstatischen WM-Fans, die immer wieder eingeblendet werden, wirken mitunter so, als wären in Belo Horizonte mehr Drogen im Umlauf als in der U8. Raucht später noch ein paar Bleche am Kottzi: der Ticker.

 

86.

Konter Iran, Ghoochannejad alleine vor dem argentinischen Tor. Scheitert jedoch an Romero. Und irgendwo leckt Mourinho eine Taktiktafel aus Beton ab.

88.

Argentinien jetzt wie ein angeschlagener Boxer, dem Ryan O´Reilly persönlich Schlafmittel ins Wasser gemischt hat. Knockout in 90 Minuten.

90.

Vier Minuten Nachspielzeit werden angekündigt: Was Argentinien jetzt braucht, ist ein Lucky Punch. Und Zack! Ach, was sage ich: ZACKBUMMPENG! Messi haut das Ding rein! Kollege Bock zieht eine Zigarette durch die Faust weg und ich schaue mir noch einmal alle Kämpfe von Muhammad Ali auf VHS an. 1:0, Argentinien. Futbol, bloody hell. KA-BUMM!

93.

Langsam könnten die Argentinier anfangen, Messi »El Dios« zu nennen. Hier der dazugehörige Kommentar aus dem argentischen Fernsehen.

94.

Ausausaus! Messi rettet Argentinien. Ach was: Messi ist Argentinien. Wir nehmen ein Bad in der Zeitlupe von Messis Tor und küssen die Hand von Diego Maradona, der mit seinem Ohrring-Tipp auf's Ergebnis immerhin die Tendenz richtig hatte. Drei Punkte, in jedem Fall. Congratulaciones. Oder so.

19:56 Uhr

Wir besorgen uns jetzt noch schnell ein paar Schland-Fashion-Tipps von der Frau vom Schah, trinken einen mit der Torquote von Ali Daiei und lecken uns dann morgen 109 Schnäpse aus dem Schnauz.

19:58 Uhr

Und jetzt guten Appetit mit Ommas leckerem Schlandkuchen: gefüllt mit Krautwurst und Bier. Rülps. Natürlich auch im köstlichen 11FREUNDE-Liveticker. Alle Spiele, keine Ahnung.

19:58 Uhr

Und jetzt guten Appetit mit Ommas leckerem Schlandkuchen: gefüllt mit Krautwurst und Bier. Rülps. Natürlich auch im köstlichen 11FREUNDE-Liveticker. Alle Spiele, keine Ahnung.

19:56 Uhr

Wir besorgen uns jetzt noch schnell ein paar Schland-Fashion-Tipps von der Frau vom Schah, trinken einen mit der Torquote von Ali Daiei und lecken uns dann morgen 109 Schnäpse aus dem Schnauz.

94.

Ausausaus! Messi rettet Argentinien. Ach was: Messi ist Argentinien. Wir nehmen ein Bad in der Zeitlupe von Messis Tor und küssen die Hand von Diego Maradona, der mit seinem Ohrring-Tipp auf's Ergebnis immerhin die Tendenz richtig hatte. Drei Punkte, in jedem Fall. Congratulaciones. Oder so.

93.

Langsam könnten die Argentinier anfangen, Messi »El Dios« zu nennen. Hier der dazugehörige Kommentar aus dem argentischen Fernsehen.

90.

Vier Minuten Nachspielzeit werden angekündigt: Was Argentinien jetzt braucht, ist ein Lucky Punch. Und Zack! Ach, was sage ich: ZACKBUMMPENG! Messi haut das Ding rein! Kollege Bock zieht eine Zigarette durch die Faust weg und ich schaue mir noch einmal alle Kämpfe von Muhammad Ali auf VHS an. 1:0, Argentinien. Futbol, bloody hell. KA-BUMM!

88.

Argentinien jetzt wie ein angeschlagener Boxer, dem Ryan O´Reilly persönlich Schlafmittel ins Wasser gemischt hat. Knockout in 90 Minuten.

86.

Konter Iran, Ghoochannejad alleine vor dem argentinischen Tor. Scheitert jedoch an Romero. Und irgendwo leckt Mourinho eine Taktiktafel aus Beton ab.

85.

Die ekstatischen WM-Fans, die immer wieder eingeblendet werden, wirken mitunter so, als wären in Belo Horizonte mehr Drogen im Umlauf als in der U8. Raucht später noch ein paar Bleche am Kottzi: der Ticker.

84.

Freistoß Iran. Aus purer Schadenfreude wird der emotionslos ins argentinische Toraus geflankt. Nur, um zu zeigen, dass man es kann. Parallelen zum iranischen Atomprogramm sind unübersehbar.

82.

»Immer auf der Hut«, adelt Gottlob Haghighis Stellungsspiel. Plötzlich kommt Frank Zander um die Ecke und ergänzt: »...und immer etwas schlauer«. Das sitzt.

81.

Lavezzi hat schöne Unterarm-Tattoos. Aber es wäre vermutlich eher eine Nachricht, wenn er keine hätte. Trotzdem schade um die Fifa-Startelf-Animation, dass er hier nur von der Bank kam.

80.

Apropos Beton anrühren. Den Iranern scheint das Ganze hier auch noch Spaß zu machen. Singen beim Spielen »Eye of the Tiger« als wären sie Marjane Satrapi beim Studium oder Rocky aus Rocky I. und setzen sich, nur so zum Spaß, in den Zement-Mixer.

79.

Desto näher die Argentinier ans iranische Tor kommen, desto größer scheint der iranische Torhüter Haghighi zu sein. Kommentiert jeden Fehlschuss und Messi, di Maria und co. mit einem schallenden: Ha-Ha-ghi-ghi-hi-hi. Fies.

77.

Heydari kommt für Shojaei. Das heißt: Volle Offensive! Oder totale Defensive! Oder alles auf einmal. Beim Iran weiß man das ja nie so genau.

74.

Freistoß, halblinks, Messi. Eine Wortkombination, die mal Gefahr versprach. Bis zum 21. Juni 2014 um 18 Uhr.

73.

Da glotzt sogar der redaktionseigene Lothar-Matthäus-Pappaufsteller perplex: Die Iraner sind hier in der letzten Viertelstunde gefährlicher als der Weltmeister von 1986. Ob der echte Lothar Matthäuse das Ganze auf Al Jazeera kommentiert? Vielleicht.

72.

Das Interessante am Spiel des Irans: Die Spieler stehen mit elf Mann hinten und greifen mit zehn Mann an. Konditionell sind sie mindestens auf einem Level mit Joey Kelly. Musikalisch ja sowieso

69.

Surprise, surprise! Ich habe dir was mitgebracht. Eine Kopie des Letchkov-Tores von 1994 – nur ohne Tor. Flanke in den Strafraum, dort gewinnt Dejagah das Kopfballduell. Der Ball geht knapp drüber.

66.

Der Iran wird jetzt richtig mutig. Hajsafi zieht aus 20 Metern ab: abgefälscht. Danach Ecke, Getümmel, Gewirr, Geschreie. Dann ist der Ball weg. Doch nur kurz, denn der Iran greift kurz darauf wieder an. Übersteiger, Tunnel. Wahnsinn! Würde in der rechten oberen Ecke des ARD-Bildes nicht Iran stehen, wir würden glauben, dass dort Costa Rica spielte.

63.

Vielleicht liegt's auch an der Vorbereitung. Während die Iraner Medizinbälle von Sao Paulo nach Belo Horizonte schleppten, spielten Messi und Agüero Fuß-Volleyball über den Tribünenzaun ihres Trainingsfeldes. Nun müssen sie erfahren: Hier, auf dem richtigen Platz, gibt es gar keinen Zaun. Und auch keine Tribüne. Sondern nur elenden Rasen. Und rennende Iraner.

 



61.

Auch Diego Maradona bislang eher mittelmäßig gelaunt. Dabei hat er extra über seine Ohrringe das gewünschte Ergebnis kommuniziert: 2:1.

59.

Messi mit seiner größten Chance bisher. Das Tor ist offen vor ihm, groß wie ein Elefant. Aber er schießt in etwa so genau wie Juan Carlos nach fünfzehn Chupitos.

58.

Die Argentinier schießen im iranischen Strafraum mehr Beine, Haxen und Körper an als royale Großwildjäger. Wir danken ab.

55.

Ashkan Dejagah ist alleine in den argentinischen Strafraum gelaufen und wird von Zabaleta umgesenst, der Ball war auch irgendwo in der Nähe. Doch der Schiri hat keinen Bock auf Elfmeter. Dejagah beschwert sich gestenreicher als Musical-Darsteller von Andrew Lloyd Webber. Entschuldigung, Sir Andrew Lloyd Webber. Kotzwürg.

53.

Auf einmal hat der Iran, ja, der Iran eine Riesenchance. Erlebt Argentinien hier noch sein persönlich Vestenbergsgreuth?

51.

Gottlob bemängelt fehlende Ideenvielfalt im argentinischen Thinktank. Lädt dann ein paar Werbetexter zum Kreativmeeting ein. Doch Argentinien so: Flanke, Kopfball, nächste Chance. Touché!

50.

Erste Chance durch Zabaleta. Doch der Ball geht soweit drüber wie der Sololauf vom Jahrhundertor von Diego Maradona lang war.

48.

Deja-Vu Argentinien-Iran: Die Celeste passt sich weiter um den Siebenmeterraum der Iraner. Deren Kreisläufer scheinen unüberwindbar. Wann hebt der Schiri die Zeitspiel-Hand?

47.

Immer noch kein Tor Argentinien. Diego Maradona kaut nervös auf seiner Sonnenbrille herum und Kollege Bock versucht verzweifelt ein Tor reinzurauchen. Zur Unterstützung lese ich »Fever Pitch« und lege Tex Williams Gassenhauer »Smoke Smoke Smoke« auf. Hust.

46.

Zum Anpfiff verrät Opdenhövel noch einmal: »Der Bus ist wirklich losgefahren.« Kollege Joswig sieht sich bestätigt: »Jetzt verbarrikadieren die Iraner ihr Tor also richtig!« Die Sache klärt sich umgehend: «Der Bus« ist der Bus der deutschen Nationalelf. Die spielt heute ja auch noch. Gegen Ghana. Quasi eine After-Show-Party zu den Main-Acts Iran und Argentinien. Doch was kümmert's uns: Wir sind eh zum Best-of-Wetten-Dass-Videoabend verabredet.

19:00 Uhr

»Der Iraner steht tief«, deutschtümelt Scholl. Der aggressive Singular, eine Erfolgsgeschichte, jetzt auch gebührenfinanziert. Jeder Tritt ein Brit!

18:58 Uhr

Der deutsche Bus rollt! Weißer Rauch steigt aus den Schornsteinen des ARD-Hauptstadtstudios auf: Habemus Bus!

18:54 Uhr

Auf einmal tanzen Blumentöpfe über den Bildschirm und prognostizieren einen »easy« Sieg gegen Ghana. Featuring Cro vermutlich. Mehr Street-Credibility war zuletzt auf diesem Foto zu finden:

18:51 Uhr

Opdenhövel und die ARD weiter mit Hofberichterstattung. Schalten live zum DFB-Teambus. Ah, toll, so ein Reisebus. »Oh, jetzt können wir den Bus sogar mal von oben sehen«, lobt Obdenhövel die gebührenfinanziert Vogelperspektive auf das Kraftfahrzeug. An dieser Stelle möchte ich gerne Gerhard Delling von vor einigen Tagen zitieren: »Wir haben recherchiert: Es gibt kaum Informationen.«

18:47 Uhr

»Der Iran macht das klasse«, frohlockt Gottlob. Fordert sogleich für das Spiel Deutschland gegen Ghana Guido Buchwald und die Förster-Zwillinge für Jogis Startelf. Die können jedoch leider nicht: Filletieren gerade irgendwo eine Wade auf dem Schland-Grill.

45.

Halbzeit. Der Iran geht tatsächlich mit einem 0:0 gegen Argentinien in die Halbzeit. Die größte Überraschung, seit Mehdi Mahdavikias erste Ehefrau erfuhr, dass dessen zweite Ehefrau ein Kind von ihm erwarte.

44.

Erstaunlich: Der Iran entknotet seine eigene 8-1-1-Taktik gelegentlich und kommt tatsächlich zu Torchancen. Wir sind überrascht und erregt. Zwar nicht so sehr wie Michael Knight damals, als KITT zum ersten Mal den Turbo Boost startete  – aber dennoch: überrascht und erregt.

41.

Vier Minuten vor der Halbzeitpause steht es immer noch 0:0. Kollege Joswig enttäuscht. Hat heute morgen 1000 Euro auf der Straße gefunden und kurz überlegt, ob er diese in einem lokalen Wettlokal auf ein Halbzeit-Unentschieden setzen soll. Gewinn: circa 587.938 Euro. Setzte dann doch lieber auf »MC Superchicken«, der in einem Hinterhof-Hahnenkampf in Neukölln zum Duell gegen »Mr. Flügelzange« antrat. »MC Superchicken« überlebte nicht mal eine Minute. 

39.

Eben gerade erst erfahren: Irans Kapitän Javad Nekounam fragte bereits bei der Platzwahl, ob er das Trikot von Lionel Messi haben kann. Messi schlägt ein. Nickt. Denkt: »Wer ist dieser Mann? Und warum spielt der Irak heute in Rot?«

37.

Endlich mal eine richtig gute Chance für Argentinien. Messis Freistoß landet direkt auf dem Schädel von Garay, was schon seltsam genug ist, denn der Argentinier wird von etwa 17 Iraner gedeckt. Aber okay: Garay, ganz frei, Kopfball, drüber. Der Jubelschrei aus Teheran schwappt durch die Fenster unserer Redaktion.

35.

Übrigens: Irans Trainer Carlos Queiroz ging ganz entspannt ins Spiel. Über Messi sagte er: »Den Kleinen auszuschalten wird sehr schwierig werden.« Über die Chancen des Iran: »Um sich auf Argentinien vorzubereiten, bräuchten wir 20 Jahre.« Costa Ricas Trainer Pinto weiß von was Queiroz spricht. Die Vorbereitungszeit für das Spiel gegen Italien begann bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg. Und sein Breakdance nach dem Spiel dauert bis heute an.

32.

Freistoß von Lionel Messi. Aufregung in der Mauer. Aufregung bei Gottlob. Doch der Freistoß flößt so viel Angst ein wie ein ARD-Testbild von 1985. Ohne Ton.

30.

Der Iran hat noch einmal die Aufstellung modifiziert. Aus einem 8-1-1 ist jetzt ein 10-0-0 geworden. Wir warten auf den Moment, an dem sich die komplette Elf ins Tor stellt.

29.

Da hier gerade nicht sonderlich viel passiert noch ein paar tröstende Worte in Richtung England: Dieser Hund hat nämlich auch allen Grund zu trauern. Er ist sehr hässlich und bei der »WM der hässlichsten Hunde« nur Zweiter geworden. Nach dem Turnier wurde er mit den Worten zitiert: »Erst hatte ich kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu!«

27.

Vielleicht hat sich auch Otto Rehhagel als Portugiese verkleidet und sitzt auf der iranischen Bank. Pfeift wie zum Beweis auf dem kleinen Finger und schreit: »Attack! Attack!« Aber wo ist Angelos Charisteas, wenn man ihn mal braucht?

25.

Die Eckfahne ist umgekippt. Ein Sinnbild für die Siegchancen von Iran. Wie will Trainer Queiroz jetzt seine Familie ernähren?

24.

Ecke di Maria, nächste Chance. Ach, Di Maria. The most beautiful sound I ever heard.

20.

»Da sind auch immer wieder Missverständnisse dabei«, erklärbärt Gottlob. Wenn er jetzt noch Handball-Taktiksysteme auf das Geschehen auf den Rasen projiziert, wäre das Ganze auch noch analytisch komplett. Und schon klappt der nächste Kempa-Trick von Argentinien: Di Maria versucht es mit einem eingesprungenen Schuss über linksaußen. Aber: Fuß.

19.

Nächster Chance für Argentnien. Diesmal ein Fernschuss. Kein Wunder, denn Iran rührt hier mehr Beton an als der soziale Wohnungsbau in der Sowjetunion. Und bis jetzt ist Irans Abwehrriegel undurchdringlicher als der Schnauzbart von Ali Daei.

18.

Wir reiben uns die Augen: Eckball Iran. Doch nach einem Wimpernschlag ist der Ball wieder auf der anderen Seite im iranischen Strafraum. War wohl doch nur ein HSV-Aufsichtsratsmitglied. Also Eghbal.

16.

Diego Maradona wird eingeblendet. Hat schöne Ohrringe an und eine dicke Sonnenbrille auf. Die argentinischen Anhänger der Iglesia Maradoniana intonieren sofort ihre D10S-Hymne. Der Rest sollte Formsache für Diego sein.

15.

Einsame Jubelperser schreien: »Iran! Iran! Iran!« Und plötzlich hat Higuain die Riesenchance auf dem Fuß. Drischt den Ball gegen den iranischen Keeper und springt dann doch nur auf den Fuß des Torhüters. Behaltet jetzt nur die Holzlatten bei euch, Jubelperser!

14.

Auch irgendwie enttäuschend: Die Datenbank (Gerd Gottlob) informiert, dass es einige Spieler beim Iran gibt, die den Ball noch gar nicht hatten. Immerhin: Sie wissen, wie wir uns fühlen.

12.

Di Maria versucht erstmals in den iranischen Strafraum einzudringen. Gottlob ist ganz außer sich: »Unglaublich, was der mit dem linken Fuß kann! Damit macht er alles!« Und siehe da: Gottblob hat wieder mal Recht. Di Maria bestreitet auch das nächste Kopfballduell mit dem linken Fuß.

9.

Wichtige Information außerdem für alle gelbe-Karten-Fans: Ziemlich sicher ist, dass Argentinien heute seine 100. Gelbe Karte bei einer WM erhält. Marcos Rojo bekam beim Spiel gegen Bosnien die 98. Verwarnung. 

7.

Sätze, die man sich unbedingt sagen sollte, wenn man irritierte Blicke seiner Freunde schätzt: »Iran und Argentinien haben bislang erst ein einziges Mal gegeneinander gespielt. 1977 traf man in einem Freundschaftsspiel in Madrid aufeinander, Ergebnis: 1:1.« Sätze, die man unbedingt sagen sollte, wenn man danach seinen neuen Titel als Prof. Fußball rechtfertigen möchte: »Der Iran spielte schon damals mit einer abkippenden Sechs auf der Neunerposition. Eine subversives Modell in einem autoritären Staat.«

5.

Was wie die Rufnummer eines ambulanten Notdienstes klingt, scheint tatsächlich die Taktik des Iran zu sein: 8-1-1.

3.

Messi, Agüero, Zabaleta, Di Maria, Higuain – Haghighi, Hosseini, Sadeghi, Montazeri, Pooladi. Auf dem Papier wirkt dieses Spiel wie ein Duell zwischen Empire State Buidling und einer Gartenlaube an der Mecklenburger Seenplatte.

1.

Anstoß. Iran bislang bei 100 Prozent Ballbesitz. Hassan Rohani ernennt den 21. Juni prompt zum nationalen Feiertag.

17:59 Uhr

Die iranische Nationalmannschaft wirkt auf den kleinen Fifa-Clips zur Aufstellungen wie die Türsteher am Berghain. Drei Stunden warten, dann verschränkte Arme. Danke für nichts.

17:57 Uhr

Die Aufstellungen: Argentiniens Rojo ist übrigens von einer akuten Gelbsperre bedroht, was so ziemlich das genaue Gegenteil von Komplexitätsreduktion sein dürfte. Ein Name wie eine Ampelkarte.

17:54 Uhr

Das Weltmeisterschafts-Theme erinnert irgendwie immer an den Vorspann von »Captain Future«. Bin ich aufgeregt.

17:52 Uhr

Fun-Facts vor dem Anstoß: Spitzname der iranischen Auswahl ist »Team Melli«. Klingt wie ein Haarstylisten-Team beim Azubi-Wett-Frisieren. Soll ich noch geelen? Na gut. Und schon hat man zwei Kilo Glitzer in den Haaren. Danke! Bitte!

17:49 Uhr

Die Ard stellt ins Stadion durch. Die Fans der Celeste liegen sich in den Armen und singen, schunkeln, sind heiß. Sag jetzt einfach nichts, Gerd. Gottlob schweigt. Danke, Gerd!

17:45 Uhr

Einziger Optimist scheint der iranische Trainer Carlos Queroz sein: Will sein gesamtes Hab und Gut auf Sieg Iran setzen. Und das, obwohl er vor dem Spiel angekündigt hat, sein Amt niederzulegen. Dilemmata, wohin man guckt.

17:47 Uhr

Matthias Opdenhövel erinnert noch einmal an die erste Partie des Irans. Ein 0:0 gegen Nigeria. Der Moderator merkt an: »Das einzige Spiel bei der WM, bei man nicht hinschauen wollte.« Wir stellen uns gerade vor, wie Opdi und Mehmet beim Spiel Griechenland gegen Japan vor lauter Begeisterung per Zwei-Mann-Congaschlange zum Strand tanzten. Schöne Vorstellung.

17:44 Uhr

Während in Berlin auf dem Weg zur 11FREUNDE-Redaktion alle Schland-Fans heiß sind respektive besoffen, vollgekotzt und national, machen Messi und Agüero sich gerade warm. Wobei es auf die Definition von »Warmmachen« ankommt: Was in der Kreisliga mit »ein paar lange Dinge schlagen« oder maximal mit »Eckchen« übersetzt wird, interpretieren Messi und Agüero, Angeber vor dem Herrn, anscheinend gerne mal mit »über-einen-Absperrzaun-von-der-Tribüne-aufs-Feld-jonglieren«. Wie gestern beim Training. Die kompensieren doch irgendwas. Außerdem: Ich könnte das auch, wenn ich wollte.

17:41 Uhr

Es hätte mephistolob noch Schlimmeres passieren können: Gustav Gründgens als Kommentator zum Beispiel. Verdammte Opportunisten!

17:38 Uhr

Ein herzliches Scheißwillkommen zusammen! Die Laune im Ticker-Bunker ist in etwa so gut wie die von Willi Tanner ohne Crack: Erst fällt das Antennen-Signal aus und jetzt das: Gerd Gottlob. Bisher konnte ich ihn gottlob umschiffen, aber jetzt ist alles zu spät. Die frevelhafteste Name GG-Alliteration seit Gustav Gründgens kommentiert dieses Spiel. Göne Geiße.

Los geht´s ab 17:45 Uhr

Heißen Dünnsch: Andreas Bock und Gareth Joswig.


Bart Simpson Telefonstreich: Lassmiranda Dennsiewi… - MyVideo

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!