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29.05.2011

So lief Gladbachs Jahreshauptversammlung

Er hat's fast allen gezeigt

Text: Dominik Drutschmann  Bild: Imago

Bei der Jahreshauptversammlung von Borussia M'gladbach stimmten nur 335 der 4769 anwesenden Mitglieder für die Anträge der Oppositionsgruppe um Stefan Effenberg. Präsident Königs und Sportdirektor Eberl bleiben im Amt. Wir waren (fast) live dabei.

So lief Gladbachs Jahreshauptversammlung - Er hat




Vorab entschuldigen wir uns für unsere Server-Probleme, die 11freunde.de heute für mehrere Stunden lahmlegten. Unser Mann in Gladbach, Dominik Drutschmann, tickerte dennoch unerschrocken weiter. Hier könnt ihr das komplette Protokoll der Jahreshauptversammlung von Borussia Mönchengladbach lesen.

11:50 Uhr
»Highnoon im Borussia-Park« titelt Deutschlands großlettriges Revolverblatt. Wir sagen »Was nun im Borussia Park«. Das Ding scheint gelaufen, noch bevor es angepfiffen ist. Vielleicht aber überrascht der Tiger heute alle, bringt seine »Big Buddies« mit und reißt die Macht an sich. Wie damals 1982. Am Autoscooter auf der Frühjahrskirmes in Hamburg-Niendorf. Viva la Revolucion. Bzw. Nicht. Ohne Che Guevara-Shirt dabei: Der 11FREUNDE Ticker.

11:59 Uhr
Es beginnt zehn Minuten später. Der Andrang ist riesengroß. Vor dem Stadion Bilder wie aus dem Flüchtlingslager. Rein kommt nur, wer Ausweis und Mitgliedskarte dabei hat. Und rein wollen viele.

12:04 Uhr
Wer drin ist, der sieht eine in schwarz und weiß getünchte Bühne, Platz für ein gutes Dutzend wichtiger Personen. Noch allerdings verwaist. Die Ruhe vor dem Sturm? Lucien Favre ist vor einer guten viertel Stunde angekommen. Standing Ovations für den Retter. Der war sichtlich gerührt.

12:10 Uhr
Weil noch nichts passiert, ist man gezwungen sich die Zusammenschnitte der Borussia aus der vergangenen Saison anzuschauen. Es sind die Highlights einer, nunja, mäßigen Saison. Will heißen: Fünf Szenen in Dauerschleife. Dazu die Rolling Stones »Don't Stop«. Hier wird mit allen Mitteln gekämpft. Psychokrieg der unterschwelligen Sorte. Würde gerne das Idrissou-Champions-League-Lied grölen, traue mich aber nicht.

12:15 Uhr
Um die Stimmung unter den Mitgliedern im Vorfeld aufzuschnappen, bin ich mit öffentlichen Verkehrtmitteln angereist. Schöne Unterhaltung: »Sag mal, warum hat der Effenberg eigentlich nicht den Loddar mitgebracht? Das würd passen.«
»Pass auf, Du! Wenn das irgendwo passiert, dann hier.« Das macht Angst. Mich freut es.

12:19 Uhr
Aus zehn Minuten werden dreißig. Der Dame, die die Verzögerung durchgibt, schlägt unbändige Liebe ins Gesicht. Oder so etwas ähnliches. Oder was ganz anderes. Der Mob ist aufgebracht, doch mit einem einzigen Zwinkern bringt Lucien Favre seine Schäfchen zum Schweigen. Weiter Highlights. Weiter Stones.

12:24 Uhr
Öffentliche Verkehrsmittel II:
An der Bushaltestelle bangen vier Gladbach-Anhänger. Ihre Angst: Die Lautesten sind die Dümmsten. Kaum einer im (Fan-)Umfeld scheint für Effenberg und seine Initiative Borussia zu sein. Die aber, die es sind, sind laut. Später im Bus sitze ich auf der Rückbank. Wie in der Schule sitzen die Lauten ganz hinten. Für sie ist Effenberg ein hervorragend vernetzter Mann. »Der kennt se doch alle. In Spanien und Italien. Dann Bayern«. Na dann.

12:28 Uhr
Das Warten dauert an. Gestresste Kollegen, die sich auf der Pressetribüne um genau sechs Steckdosen kloppen müssen, erzählen von Bürgerkriegsähnlichen Zuständen vor dem Stadion.

12:37 Uhr
Um Euch und mir noch einmal vor Augen zu führen, worauf wir uns hier eingelassen haben. In den nächsten Stunden (und Tagen?) stehen folgende Punkte auf der Tagesordnung:

1. Begrüßungng
2. Ehrung der verstorbenen Mitglieder
3. Ehrungen
4. Bericht der Vereinsführung
5. Bericht des Wirtschaftsprüfers
6. Jahresbericht des Aufsichtsrates
7. Jahresbericht der Abteilungen
8. Anträge
9. Entlastung des Aufsichtsrates
10. Entlastung des Präsidiums
11. Entlastung der Abteilungen
12. Wahlen
13. Verschiedenes

12:41 Uhr
Wieder tritt die nette Dame vor die Massen. Wieder mit schlechten Neuigkeiten. Etwa 600 Mitglieder stehen noch vor der Tür und bitten um Asyl. Sie bittet »herzlich« um Verständnis, wobei sich ihr »herzlich« wie eine Drohung anhört. Vereinzelte Eberl-Raus-Rufe; eher aus Langeweile, denn aus Überzeugung. So scheint es.

12:45 Uhr
Wer sich die Zeit bis es hier endlich losgeht (voraussichtlich April 2014 - vielen Dank für Ihr Verständnis), vertiefend in das Thema einlesen möchte: User Andreas Blenke hat unten in den Kommentaren eine vorbildliche Auflistung aller Beteiligten, interessanten Artikeln uvm. aufgelistet. Eins Plus mit Sternchen. Vielen Dank!

12:48 Uhr
Wieder wird es laut. Warum? Lucien Favre winkt. Das reicht. Jetzt aber füllt sich die Bühne mit den Verantwortlichen. Favre hat dabei sein Grinsen aufgesetzt, der Sonnyboy. Mit ihm auf der Bühne machen sich die Bosse zumindest nicht unbeliebter.

12:51 Uhr
Präsident Königs begrüßt 4998 Mitglieder - Rekord bei der Borussia. Die feiern sich direkt mal selbst. Sollen sie. Königs spricht davon, dass diese Saison endlich vorbei ist. Das feiern die Mitglieder nicht.

12:54 Uhr
Oh, peinliche Stille. Was ist passiert: Königs will den Relegations-Joker ziehen und den Fans einen Zusammenschnitt von den Feierlichkeiten letzter Woche präsentieren. Allein die Technik streikt. Diese 60 Sekunden müssen sich für den Präsidenten wie eine quälende Ewigkeit anfühlen.

12:57 Uhr
Dann aber klappt es. MAZ ab, Jubel bricht aus - auf derLeinwand und im Stadion. Weiterer guter Schachzug. Lucien Favre wird vor das Rednerpult geschoben. Der erntet viel Applaus, bedankt sich artig. Favre dankt auch Königs und Eberl. Das finden die meisten Mitgleider nur so mittelgut. Pfiffe, vereinzeltes Klatschen. Dann mehr Klatschen als Pfiffe. Warum? Keine Ahnung.

13:03 Uhr
Jetzt tritt Herbert Laumen ans Rednerpult. Er schlägt Andreas Heinen als Versammlungsleiter vor. Götz Allsmann würde jetzt sagen: »Ich sehe 8.739.879.887 grüne Karten. Das stimmt nicht ganz, im Kern aber schon. Klares Ja von den Mitgliedern. Die Zahl der anwesenden Mitglieder wird noch einmal nach oben korrigiert: 5086 haben den Weg in den Borussia Park gefunden. Kommt wohl nix gutes im Fernsehen.

13:05 Uhr
Jetzt kritische Reaktion vom Publikum. Pfiffe und Buh-Rufe. Heinen hat gerade verkündet, dass es sich um eine Nichtraucher-Veranstaltung handelt. Buh!

13:10 Uhr
Immer wieder fällt das Wort »Wahlkampf«. Heinen freut, dass dieser heute endet. Auf dem Weg zum Stadion war das überdeutlich. Alle 20 Meter hing ein Plakat der Mitgliederoffensive 2007/2010. Aufschrift entweder »Gemeinsam für unsere Borussia« oder »Borussia statt Königsreich oder Tigerstaat«. Ich hab Lust auf eine Tierdoku. Die laufen doch immer am Sonntag. Das wird wohl nichts. Wir sind bei Punkt zwei, Ehrung der Verstorbenen.

13:14 Uhr
Vor den Ehrungen appellierte Heinen noch einmal an alle: Borussia Mönchengladbach sei immer ein Verein gewesen, der in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wurde. Das hätte sich durch diesen »Wahlkampf« geändert. Ganz unrecht hat er nicht.

13:16 Uhr
Punkt drei: Ehrung derer, die schon seit 25 Jahren im Verein sind. Dafür sehen die Herrschaften noch sehr fit aus. Die ein oder andere Sorgenfalte, aber ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Lucien Favre gibt jedem die Hand, einigen klopft er aufmunternd auf die Schulter.

13:20 Uhr:
Unfassbar! Hier werden Menschen geehrt, deren Klubtreue bis weit über jegliche Schmerzgrenzen hinausgeht. Stellvertretend soll Heinz Portz genannt werden. 65 Jahre Mitglied, In Worten: Fünfundsechzig Jahre. Abgefahren. A-B-G-E-F-A-H-R-E-N.

13:25 Uhr
Es folgt der Jahresbericht - Königs lobt noch einmal Trainer Favre. Der sei heute um 4 Uhr nachts aufgestanden, der Arme. Und er will heute auch wieder zurück in die Schweiz. Das macht der umstrittene Präsident ganz clever. Er will das hier schnell über die Bühne bringen, schickt den Liebling Favre vor. Recht platt, aber es funktioniert.

13:27 Uhr
Königs rekapituliert die Saison. Highlights wie der Sieg gegen Leverkusen und Dortmund, aber auch Trainerentlassung und eine fürchterliche Hinrunde. Dann immer wieder Favre. Königs nennt ihn »unseren Freund«.

13:30 Uhr
Der Präsi - stilecht mit Gladbach-Krawatte - erntet überraschend viel Beifall für seine Worte. Nur, dass er bis 2013 weitermachen will, finden die Anwesenden diskussionswürdig.

13:35 Uhr
Das System Königs, so Königs über sein System, gibt es nicht. Das verwundert. Dann aber auch wieder nicht. Die Stimmung kippt jetzt. Königs muss immer wieder über vereinzelte Zwischenrufe hinweghören. Macht er.

13:37 Uhr
Präsident Königs kriegt dann doch noch die Kurve. »Keine Anteilsverkäufe, keine Verkäufe von TV-Rechten« - das kommt an! Kleine Schritte sollen zum Ziel führen. Ein Stadionausbau wäre eine Möglichkeit. Königs bringt es auf den schmissigen Satz: »Wir investieren erst in Steine, um dann in Beine zu investieren zu können«. Klingt krum. Andererseits: Littis Beine waren auch krumm. Krumm und gut. Krut.

13:42 Uhr
Es geht ans Eingemachte: Die Satzung, um deren Änderung es unter Punkt acht geht, ist vom DFB als vorbildlich bezeichnet worden - so, wie sie jetzt ist. Damit kann Königs punkten.

13:46 Uhr
Das Lieblingsthema des Präsidentens aber ist das Stadion. Selbst die großen Bayern hätten bei ihrem Stadionbau abgekupfert. Die Mitglieder wenden sich genervt ab. Ist wohl nicht das erste Mal, dass der gute Mann über seinen Tempel spricht.

13:52 Uhr
»Borussia Mönchengladbach soll Borussia Mönchengladbach bleiben« - ein schöner Satz, der leider untergeht, weil König mehr Zuspruch und Jubel bekommt, als er es wohl selbst gedacht hätte.

13:55 Uhr
Max Eberl löst Präsident Königs am Rednerpult ab. Das finden viele im Borussia Park nach eigener Aussage eher »scheiße«. Eberl aber legt in einem Tempo los, das so gar nicht zu seinem knubbeligen Äußerem passt. Er redet so schnell, dass einigen Kollegen schon die Finger abfallen. Auchichbekommeschonkrämpfe. Was man versteht ist der Ausdruck »süßes Gift«. So nennt Eberl die Erwartungshaltung, die nach dem Spiel gegen Leverkusen in der Vorrunde aufflammte.


weiterlesen [1] [2] [3]



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News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: Borussia Mönchengladbach






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Kommentare

  • User
  • 27.05.2011 21:36:24 nerd

    so tief kann man im Sommerloch also sinken

  • User
  • 27.05.2011 21:47:39 GTEvo

    Stimmt!
    Das hat schon was aufgeblasenes von "Pro IgnoreFunktion" und "Das Arschloch is widda da"..


    11Freunde-Magazin für Fußballkultur
    ^^

  • User
  • 28.05.2011 15:02:47 Ganna

    Jetzt hört doch auf! Das geht sonst so lange, bis einer weint!

    Andere Manager haben sich ihre Sporen über die Ochsentour verdient, Effenberg meint, er habe das nicht nötig. Seine einzige Qualifikation für den Job ist jedoch, dass er gelernt hat ein Sakko zu tragen.
    Mit seiner verbalen Stinkefinger-Attitüde eine seriöse Außendarstellung machen zu wollen, ist an Überheblichkeit und Arroganz kaum mehr zu überbieten.
    Es ist eigentlich vollkommen egal, wer da mal in der Sache recht hat, denn darum geht‘s doch gar nicht mehr.

  • User
  • 28.05.2011 16:59:46 Andreas Blenke

    Für alle, die sich vorab schon mal einen Einblick verschaffen wollen — die JHV wird morgen weder einen neuen Präsidenten noch einen neuen Sportdirektor wählen. Es stehen jedoch von zwei verschiedenen Gruppen Satzungsänderungsanträge zur Abstimmung, die die zukünftige Ausrichtung der Borussia grundlegend verändern und die Grundlage für personelle Umbesetzungen legen können.

    Eine kurze Gegenüberstellung der verschiedenen Positionen kann, wer will, auf ‹seitenwahl.de› lesen. Wer es gerne noch ausführlicher mag, für den hat Ralf Adam vom Fanprojekt Mönchengladbach und von den Spreeborussen dieses mehrseitige Werk zusammengestellt: «ACHTUNG PDF» (HTML-Seite mit Link zum PDF-Dokument hier); Weitergabe ausdrücklich erlaubt — danke Ralle!

    Schließlich stellt auch der Verein auf seiner Heimseite Tagesordnung, Satzung und Anträge sowie weitere Informationen zur Verfügung. Interessant zum Einstieg: Chronologie der Ereignisse.

    Handelnde Personen im Blickpunkt

    VfL Borussia Mönchengladbach

    Rolf Königs ist seit 1999 Vorstand und Vizepräsident, seit 2004 Präsident von Borussia Mönchengladbach; sein Geld verdient er in der Textil- und Autozuliefererindustrie. Er hat den Verein aus den Schulden zurück in die schwarzen Zahlen geführt. Plant für die Zukunft die Ausweitung der Aktivitäten um den Borussia-Park, im Gespräch sind ein Sport- und Rehazentrum, ein Vereinsmuseum, ein Hotel und Restaurants. Hat zusammen mit seinen Kollegen in Vorstand und Präsidium Borussia zu einem der wenigen Proficlubs gemacht, der Inhaber aller seiner Rechte ist (seit 1999 planmäßig durch Rückkauf, danach durch Ablehnung aller entsprechenden Angebote). Wurde häufig wegen seiner mangelnden sportlichen Kompetenz kritisiert und hat deshalb 2009 Rainer Bonhof als Vize ins Präsidium geholt.

    Max Eberl folgte 2008 Christian Ziege auf den Posten des Sportdirektors und rückte 2010 auch in die Geschäftsführung auf. Zuvor leitete er seit Beendigung seiner Spielerkarriere 2005 die Nachwuchsabteilung des VfL und bildete sich zum Sport- und Touristikmanager weiter. Der Trainer der Nationalmannschaft von Aserbaidschan, Hans-Hubert Vogts, kolportierte kürzlich, Eberl habe seinen Job bei Borussia nur erhalten, weil er zufällig mit dem Fahrrad an der Geschäftsstelle vorbeigefahren sei.

    Mitgliederoffensive 2007/2011

    Die gemäßigte Opposition — findet mit ihren Anträgen zum Teil Anklang bei den Vereinsverantwortlichen und einigen Mitgliedern.

    Michael Weigand ist Vorsitzender des Fanclubs »Preußen 93« und Leiter der »Lern- und Bildungsakademie Mönchengladbach«

    Dr. Jürgen Kämper ist Gründer und Geschäftsführer der Via-medis-Nierenzentren GmbH in Münster.

    Michael Lang ist Geschäftsführer der Overseas Logistic Services GmbH, eines VfL-Sponsors in Mönchengladbach.

    Initiative Borussia

    Die radikale Opposition greift in einer Mischung aus primitiver Pöbelei, persönlichen Beleidigungen Lug und Trug alle Verantwortlichen und Fans an, die nicht auf ihrer Seite stehen (wer's durchhält einfach mal die Presseerklärungen und sonstiges geistiges Erbrechen auf der Website durchstöbern). Dementsprechend weniger beliebt. Will Anteile des Vereins veräußern, um teurere Spieler einzukaufen; Sponsoren sollen mehr Einfluß- und Kontrollmöglichkeiten erhalten. Vorbild hierfür angeblich der GFCB.

    Norbert Kox führte den Regionalligisten SV Bergisch Gladbach 09 aus den roten Zahlen, verfeuerte beim Versuch, in die dritte Liga aufzusteigen aber einige Sponsorengelder und stieg schließlich in die NRW-Liga ab. Sucht nach seinem Rücktritt als Präsident neue Aufgaben. Sagte der Bild-Zeitung, Lucien Favre »sofort einen Vertrag über zweieinhalb Jahre zu geben, ist dummes Zeug.« Hält Max Eberl für inkompetent und hätte als Sportdirektor lieber jemanden »aus der Kategorie Ralf Rangnick«.

    Friedhelm Plogmann schönte in öffentlichen Aussagen die Bilanz der Landesbank Rheinland-Pfalz und trat daraufhin »auf eigenen Wunsch« von seinem Chefposten zurück. Hat seither keinen Beruf mehr und nennt sich deshalb »Unternehmensberater«. Ebenfalls auf der Suche nach neuen Aufgaben bewarb er sich um einen Posten im Aufsichtsrat der Borussia, wurde aber vom Ehrenrat abgelehnt.

    Martin Schmuck war Leiter des ZDF-Landesstudios in Düsseldorf, dann Pressesprecher und Medienbeauftragter von Bundesminister Peer Steinbrück (dessen Namen er anscheinend Steinbrueck schreibt). Ebenfalls ohne Aufgabe bzw. »Unternehmensberater.«

    Georg Hendricks ist Geschäftsführer eines Entsorgungsunternehmens. Bat nach seiner Entlassung als Geschäftsführer eines Sponsors der Borussia VfL Präsident Rolf Königs um Hilfe bei der Jobsuche. Will jetzt Vizepräsident werden: »Ich werde dafür sorgen, dass die Geschäftsführung gut beraten und seriös kontrolliert wird. Der Mythos Borussia soll nicht unter einem Berg von Steinen begraben sein. Wir brauchen keine Museen und Hotels.«

    Stefan Effenberg, ehemaliger Fußballspieler, mit 111 Karten Rekordhalter in der ewigen Tabelle der Gelbsünder. Startete nach Beendigung seiner Profilaufbahn eine Karriere als Autor, Frauenversteher und Seifenoperndarsteller. Der angestrebte Job als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach würde den Tiger natürlich kaum ausfüllen, deshalb will er weiterhin als »Sky-Experte« vor der Kamera stehen und nebenbei noch den Fußballehrerlehrgang absolvieren.

    Horst Köppel, ehemaliger Fußballspieler und -trainer, bewarb sich noch noch zur Amtszeit von Michael Frontzeck um den Trainerposten. Schlug Rainer Bonhof dann vor, er würde nicht mit der »Initiative Borussia« zusammenarbeiten, wenn er Chef-Scout bei Borussia engagiert würde. Offenbar hat Bonhof »nein« gesagt, denn jetzt will Köppel Präsident werden. Meint, mit ihm und Effenberg werde der VfL »eine sportliche Kompetenz haben, wie kaum ein anderer Bundesliga-Verein«.

    Quellen: neben den angegebenen Wikipedia und das Fohlenecho (werdet Ihr sehen, wenn ihr die Personenbeschreibungen auf der Borussia-Weppeitsch betrachtet, hatte leider nicht soviel Zeit, mir etwas ganz eigenes zusammenzuschreiben, deshalb heute mal à la Guttenberg) sowie mein löchriges Gedächtnis.

    Leseempfehlung: Was Effenberg von Kahn lernen kann (Seitenwahl — Onlinemagazin).

  • User
  • 29.05.2011 12:02:54 leralle

    Nie war ich so dankbar für die Funktion "Bild ausblenden" des Ticker-Fensters.

  • User
  • 29.05.2011 12:49:47 Andreas Blenke

    @Dominik Drutschmann: Gerngeschehen!

  • User
  • 29.05.2011 13:45:34 GTEvo

    Könich hat Trinka aus Florida eingeladen, gleich rappelts^^

  • User
  • 29.05.2011 13:49:26 GTEvo

    also ich verbinde den BorussenPark immer und ewich mit Rolf Rüssmann!

  • User
  • 29.05.2011 15:08:11 Andreas Blenke

    Weil sonst im Thread nix los ist kurze Hintergrundinfo zu Hermann Jansen: Maler und Lackierer aus Rheydt, 1971–1983 Betriebsratsvorsitzender, 1983–1990 Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall in Mönchengladbach. Lange Jahre Ratsherr von Rheydt und von Mönchengladbach und Bezirksvorsteher von Odenkirchen. Mitglied der SPD, der IG Metall und der Arbeiterwohlfahrt an. 1985–2000 MdL in Nordrhein-Westfalen, in seinem Wahlkreis jeweils direkt gewählt. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Borussia. In Mönchengladbach wirklich sehr beliebt.

  • User
  • 29.05.2011 22:47:23 AntiMöller

    Blenke, so tendenziös Deine Berichterstattung auch ist: Danke!

  • User
  • 29.05.2011 22:49:18 AntiMöller

    tendenziös = parteiisch, ne?


    Effe....

  • User
  • 29.05.2011 23:51:19 Andreas Blenke

    Huch Internetz geht wohl wieder!

    Erstmal danke für den Ticker, Herr Drutschmann, ist gut angekommen in diversen Foren, soweit ich das mitgekriegt habe (hier war ja dann, gerade als es spannend wurde, das Licht aus); davor hat es auch mir gefallen.

    @Anti: Klar, weißte doch — Aufklärung von mir immer nur mit Klassenkampf. Der Unterschied zur Initiative: die täuschen Seriosität vor, ich Propaganda.

    Noch ein großes Dankeschön an den einzigen Spieler aus dem aktuellen Bundesliga-Kader, der auf der Hauptversammlung erschien (zufällig einer meiner liebsten), und daß obwohl er gestern erst geheiratet hat: Danke, Heime, und mazel tov! Da wünsch ich aber jetzt einen besonders schönen Urlaub — und meine Empfehlung an die Frau Gemahlin!

    Bleibt noch die Frage: Hat der Tiger denn jetzt, die ausstehenden Mitgliedsbeiträge gezahlt? Raute im Herzen — ha!

    Noch was sehr merkwürdiges: um 18h waren schwuppdiwupp alle Internetseiten (inkl. Facebook) der »Initiative« offline. Sind wohl alle nach Südamerika geflüchtet — Putschnachhilfe nehmen.

  • User
  • 30.05.2011 01:05:00 GTEvo

    Abba Der Mann von Frau Strunz is doch seit heute Abend als Bundesliga Experte, als Perspektiv Sportdirektor, als PremiumTalkgast erledigt, odda!?.Natürlich.

    Wenn eine Institution wie Effenberg so abgewarscht wird, dann ist dass ein epochaler Imageverlust und der Offenbarungseid eines Spinners der krampfhaft versucht in die Fußstapfen von seriös erscheinenden Ex-PremiumProfis mit Sternchen( Beckenbauer, Netzer, Rummenigge, Sammer, Bierhoff..) zu treten.

    Effe ist heute bundesweit als Experte, als Persönlichkeit, als Alphatier geächtet worden.
    Sollte mich nicht wundern wenn Sky nun akribisch nach Vertragsbruch Alibis sucht.
    Die "Telekom Offiziere" vonne Säbenerstrasse haben sicher schon ein paar pikante SMSSes und HandyVideos downgeloaded^^
    Effes Karriere als Honk nimmt seit heute Abend erst so richtich an Fahr tauf..ma kucken watt da noch kommt.

    Als erstes Haut dieses Liga total-Flittchen ab, die nimmt den erst Besten der mehr Kohle und noch mehr TV Auftritte hat.
    Claudia Strunzdoof Effenberch und Thorsten Fink heiraten aunomma^^

    Natürlich Blond
    Holger

  • User
  • 30.05.2011 01:46:21 Walter Baseggio

    Als ob Effe länger als zwei Tage dran zu knabbern hat. Der fickt ab spätestens Dienstag wieder die halbe Nachbarschaft durch und ist rundum glücklich.
    Dazu gibts ne neue Homestory, in der er sich mit Frau Strunz versöhnt und ne Gang Bang Party mit Menderes von DSDS feiert ^^
    Dafür gibts ordentlich Asche und Effe lacht sich kaputt, bis die neue Saison losgeht und er wieder Experte bei Sky 90 ist...

    Mein RTL / Sky. Das Besondere sehen
    Eufi

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