Niederlande-Brasilien im 11FREUNDE-Liveticker
Tooooranje!
Text: Johannes Ehrmann und Benjamin Kuhlhoff Bild: Imago
Am Ende wurde es doch der erhoffte Klassiker. Holland schmeißt Brasilien nach einem Spiel, das in der zweiten Hälfte kippte wie ein überladener Käselaster in einer Haarnadelkurve aus dem Turnier. Der 11FREUNDE-Liveticker kippte mit.
15:18 Uhr
Schönen guten Nachmittag, Freunde und Verwandte! Willkommen zur Neuauflage des besten Spiels der WM 1994 und 1998. Die übertragende Sendeanstalt jedenfalls ist schon so aufgeregt, dass sie Schluckauf hat. Oder dribbeln sich Arjen Robben und Robinho zum Warmmachen gerade durch das Kabelnetz des Nelson-Mandela-Bay-Stadions?
15:22 Uhr
Schon 40 Minuten vor dem Anpfiff verlieren sich die sog. Experten der ARD auf belanglosen Nebenschauplätzen. "Wie viele Stürmer werden spielen?", will Delling wissen. Sofort! Her mit der Info! Bekommt aber von Field-Reporter Ralf Scholt lediglich übermittelt, dass nicht weniger als vier Tore auf dem Spielfeld stehen. Hat sich Gunter Sachs nun doch per Eilantrag durchgesetzt?
15:25 Uhr
Nachzutragen zur albernen Stürmerdebatte wäre noch, dass es bei solchen Mittelfeldreihen, wie sie Holland und Brasilien hier aufbieten, eigentlich schon an Blasphemie grenzt, diese Frage überhaupt zu stellen. Überhaupt: Wie heißt es doch so schön im modernen Fußball: Die ganze Mannschaft greift an, die ganze Mannschaft verteidigt. Was aber, fragen wir uns, ist dann mit dem guten alten Spruch, wonach der Angriff Spiele gewinnt, die Abwehr aber Titel...? Argh! Warum können sich die TV-Sender nicht wieder wie in der guten alten Zeit fünf Minuten vor dem Anpfiff zuschalten, kurz die Mannschaftsaufstellungen durchgeben, keine Fragen aufwerfen und uns Fußball schauen lassen? Wo ist Rolf Kramer, wenn man ihn wirklich braucht...
15:45 Uhr
Kuhlhoff hier: Hab mich durch die Affenhitze von Berlin gekämpft. Rund um die Kastanienallee herrscht längst Copacabana-Feeling, sag ich euch. Und in Ehrmanns heiligen Hallen erst. Der Hausherr begrüßt mich im Bastrock, fordert von mir einen Limbo unter dem Besen. In seinem Wohnzimmer gibt es Caipirinhas aus Maßkrügen. "Und in der Halbzeit lecker Vla...", zwinkert mir der Freizeit-Brasilianer zu. Das, hat nichts mehr mit Fußball zu tun.
15:50 Uhr
Im Stadion ist auch Karneval. Gerd Gottlob belibt lammfromm und trocken. Neben ihm sitzt ein Mann, der aussieht wie Yves Eigenrauch ohne Brille und grinst wissend in die Kamera als sei er Yves Eigenrauch mit Brille. Der Yves, der einst das brasilianische Monument Ronaldo abkochte wie ein Weltklasseverteidiger. Vielleicht ein gutes Omen? Nur für wen?
15:53 Uhr
Ehrmann, der wohl erfolgreichste Journalist der Welt, gibt sich kühl. Regelt ganz nebenbei noch eine Fernreise ins Nirgendwo. Ich höre die Worte Bumsbomber, Badehose und heißer Tanz. Dann nur schallendes Gelächter. Derweil kommen die Mannschaften, diese Sahnetorten der WM, aufs Feld. Ich konzentriere mich aufs Spiel. Ehrmann sucht preiswerte Sonnenmilch. Stiftung Warentest empfiehlt: Aufhören.
15:55 Uhr
Vor dem Anpfiff lesen beide Kapitäne ihre besten Aufsätze aus der vierten Klasse vor. Lucio berichtet von dem Tag, an dem er den Zwang verspürte, sich immer selbst auszuschimpfen. Rührend.
15:58 Uhr
Die Hymnen. Wer weghört, ist doof.
1.
Kuhlhoff, der anerkannt schwerste Journalist der Welt ohne dick auszusehen (handgestoppte hundert Kilo), macht sich zum Anpfiff frei, sitzt jetzt im Schiesser-Feinripp auf meiner Couch. Immerhin: Die 22 Mann auf dem Spielfeld haben noch alles an. Brasilien im ungewohnten Blau. "Oh, geiles Trikot", entfährt es Kuhlhoff, der sein Betriebspraktikum in der zehnten Klasse bei Sport-Scheck gemacht hat.
3.
Das Spiel ist gerade ein paar Sekunden alt, da verzetteln sich Kuhlhoff und ich in eine Diskussion über Trikotsponsoren. Uns fällt einmal mehr auf, wie schön es ist, dass man bei der WM keine Kiks, Nettos oder Allgäuer Latschenkiefern unter die Nase gerieben bekommt. Letzteres übrigens der neue Hauptsponsor des FCK. Wäh.
5.
"Ruppige Anfangsphase", würde der kicker schreiben. Wir versuchen es mal anders: Ruppig, diese Anfangsphase. Hm. Sollten vielleicht seltener im Kolumnistenkreis publizieren...
7.
"Kleinteilig, dieser Robinho", schraubt Lupo-Fahrer Gerd Gottlob uns jetzt in die Ohren.
8.
TOOOOOR! Neeeeeeeeein! Um ein Haar das 1:0 für das kleinteilige Brasilien. Dani Alves startet auf der linken Seite durch, hat sich aber vorher ins Abseits gestellt, wie Gottlob informiert. Was der talentiertere, weniger pelzbehangene Bruder von Hertha-Legende Alex Alves getan hat, dass es soweit kommen konnte, sagt Gottlob nicht. Fakt ist: Weiter 0:0.
10.
Gerade wollen wir uns noch darüber auslassen, dass Maicon den Ball in einer Pranke halten kann, da tooooort es auch schon, dass hier die Dielen krachen. Melo holt die Machete raus und seziert den längsten Traumpass aller Zeiten in die Tiefe des Raumes, der seit Netzers Zeiten nicht mehr so tief war. Robinho muss nur noch einschieben. 1:0! Jetzt gilt's.
12.
Holland will jetzt mit aller Macht reagieren, doch die wütenden Angriffe der Oranje-Elf zerbröseln wie alte Cracker von de Beukelaer. Kekshasser Kuhlhoff fragt: "Ronald oder Frank?"
14.
Geilo, beide Mannschaften haben sich so lange beschnuppert wie zwei läufige Hunde, die schnell merken, dass sie beide Rüden sind. Seitdem geht es gut hin und her. Kuyt aufs kurze Eck. Vorbei.
16.
Freistoß Holland. Doch plötzlich fliegt ein Frisbee auf den Rasen, das Gottlob aus "etwas Tellerartiges" identifiziert. Robben legt die Flip-Flops an. Van Persie dreht eine Tüte, während van Bommel sein Surfbrett wachst.. Beachfeeling. Doch der humorlose Asiate an der Pfeife schreitet ein. Aus Wut haut van Persie den Ball in die Mauer.
19.
Oranje ist muffelig. Robben motzt rum, Sneijder grummelt und van Bommel zieht sich sein Trikot über den Kopf. Wünscht sich, er sei unsichtbar wie Pumuckl. Stattdessen ist er eher der Meister Eder der Oranjes.
22.
Robinho erinnert mich immer ein bisschen an Kalle Grabowski. Schwer prollig, Scheißfrisur, feiert gern und irgendwie immer der Coolste.
25.
Chance Brasilien. Auf rechts dribbelt sich ein Brasilianer, der sehr gut Dribbeln kann (also ein Brasilianer), durch zwei Holländer, die zu Salzsäulen erstarrt sind. Dann das Zuckerpässchen in die Mitte, doch Juan mit zu viel Pfeffer übers Tor. Maggi liegt in der Luft.
27.
Holland ist derzeit so mit sich selbst beschäftigt wie ein zerstrittenes Ehepaar. Brasilien macht den netten Nachbarn und kümmert sich um ihr frisch geborenes Baby. Es ist so schwer wie 22 Männer, erst 27 Minuten alt und hört auf den Namen Spiel.
29.
Maicon dribbelt, van Bommel grätscht, damit wären die Stärken der beiden hinlänglich beschrieben, doch das Ganze zieht sich rund dreieinhalb Minuten, Dribbeln in Blau, Grätschen in Orange, bis der Holländer endlich klären kann.
30.
Brasilien hackt, spitzt und einszweidreit sich über Spielfeld. Plötzlich kommt der Ball auf Kakas Latschen. Der Ball fliegt und scheint im Flug schon ein laaaaangezogenes "Goool" in die Luft zu schreiben. Doch Stekelenburg hält. Wie? Das weiß er wohl nicht mal selbst.
33.
Kurze Zwischenbilanz: Brasilien ist durchaus bemüht, das Spiel auf das Niveau der Aufeinandertreffen der Vergangenheit zu heben - doch leider gehören immer zwei zum Klassiker. Was wäre schließlich Laurel ohne Hardy, Bimmel ohne Bommel oder Knäcke ohne Brot? Eben.
36.
Kuhlhoff verzweifelt. "Holland schlecht, Wirtschaft am Boden, Wulff Bundespräsident." Für den Kollegen hat das Leben nur noch einen sehr überschaubaren Sinn. Fast reißt ihn ein Freistoß von Robben aus seiner Lethargie, doch Lucio, der alles Schöne dieser Welt hasst, blockt ab.
39.
Dunga flirtet mit dem vierten Offiziellen, verhandelt mit ihm über eine Wild Card für das Finale. Der will sich das noch einmal überlegen, vertröstet den Coach der Selecao auf nach der Pause.
41.
Die beiden Teams nun wie zwei müde Boxer in der 12. Runde. Van Bommel setzt seinen 90-minütigen Infight fort, wemmst Fabiano mit dem Ellenbogen um. Der nimmt das obligatorische Anzählen bis 8 hin, steht dann auf, macht weiter.
43.
Van Persie will sich jetzt endlich auch mal abreagieren, springt in Maicon wie sonst nur Cantona in gegnerische Fans. Freistoß.
45.
Ecke Brasilien und Lucio, der sich leich verschätzt und seine Neigungen bzgl. Ästhetik (s.o.) nicht revidiert hat, setzt zum hässlichsten Kopfball seit Erfindung des Fußballs an. Ergebnis: Einwurf Holland.
45.+1
Konter Holland, Arjen Robben. Statt außen durchzugehen, zeigt der Bayern-Profi den einzigen Move, den er draufhat (nach innen ziehen), doch da warten schon drei Brasilianer. Da tut er uns fast ein bisschen leid, der Gute. Bis wir noch mal die ersten Zeilen dieses Eintrags lesen und feststellen: Mit Bayern-Spielern haben wir nie Mitleid.
45+ immer noch 1
Maicon will jetzt doch noch den Blitz-K.o., trifft aber nur das Außennetz. Pause. Delling plappert sofort in die Schalte: "Was für ein Spiel!" Wir bleiben dabei: Ein Klassiker muss das hier erst noch werden. Viel Knäcke, noch nicht genug Brot bislang.
Halbzeit: Holland in etwa so gut wie Wein aus dem Tetrapak (49 Cent der Liter). Brasilien hingegen mit "Schampusfußball" (Delling). Mit Verlaub
Herr Delling, ich habe noch nie Schampus gesüppelt, aber ich hoffe er schmeckt nicht wirklich nur zehn Minuten gut.
Claus Lufen meldet sich live von einer Reisschüssel. So reisschüsselig sieht nämlich das Stadion aus, in dem Deutschland morgen Argentinien verprügelt. Wir sehen die Mannschaft beim Kaffee. Ballack beim Strandspaziergang und möchten schreien: GEHT TRAINIEREN.
Sonst ist nur Delling und Netzter, die langweiligsten Delling- und Netzter-Doubles der Welt. Wir melden uns zum Anpfiff wieder. Bis dahin noch was für Rätselfreunde: Welcher Spieler auf dem Feld erinnert im ersten Moment an ein Stoffwechselendprodukt und setzt sich aus den Buchstaben AA und KK zusammen? Wer die Antwort weiß, darf weiterlesen. Alle anderen auch.
46.
Pieeeeeeeeeeeep klingt es in unseren Ohren. Der geübte Tickeruser ahnt es: Weiter geht es.
47.
Holland kommt besser rein. Robben setzt kurz an zum Schlenker nach innen. Aber ein Brasilianerbein dazwischen. Statistikfreunde aufgepasst: Bisher gibt es davon 22 zu sehen. Weltklassewert.
48.
Kaka schmust mit dem Ball. Robinho macht die Kerzen an und Lucio räkelt sich auf rotem Samt. Sieht besser aus als gedacht. Wir wissen: alle gedopt. Mit Eigenunrin.
51.
Holland längst wieder auf Betriebstemperatur. Die liegt heute leider nur knapp über dem Gefrierpunkt. Frostig.
53.
TOOOOOORANJE. Sneijder flankt und ganz Brasilien rauscht daran vorbei. Nur Melos haarlose Birne verlängert den Ball ins (Eigen)TOR. Gottlob spritzt uns das Wort "Torwartfehler". Aber wir sind schon längst drauf. Oranje boven.
56.
Kollege Kuhlhoff ist durch diese Wende so verwirrt, dass er hier wahllos Sachen in CMS-Fenster kopiert, die wir sonst nie im Leben benutzen. Ich klatsche ab und reiße ihm die Tasten Strg, C und V aus der Tastatur.
59.
"Eine knappe Stunde gespielt", weiß Gottlob. Und Robben denkt jetzt auch, dass sein Stündlein geschlagen hat, versucht es mit einer Variation seines ewigen Nach-innen-zieh-und-Abzug-Tricks, will in der gleichen Bewegung wieder nach außen ziehen, scheitert aber kläglich. Kuhlhoff zitiert seinen einstigen Jugend-Coach Thorsten Legat, der ihm damals beschied: "Mach wat de kannst, dat reicht!"
62.
Gilberto kommt und die deutsche Hauptstadt jubelt. Chinaböller werden hier vor unserem Fenster abgefeuert, Michael Preetz tanzt unten im Innenhof Samba mit sich selbst. Erst Weltklasse-Friedrich, jetzt Gilberto - Hertha ist das Team der Stunde bei dieser WM. Kommen gleich auch noch Alex Alves, Marcelinho und Brian Roy?
64.
De Jong sieht Gelb und dezimiert seine Mannschaft damit weiter für ein hypothetisches Halbfinale. Kuhlhoff kündigt derweil an, dass dieses Spiel durch ein "Jahrhunderttor entschieden" werden wird. Kaka hat ihn gehört, hat außerdem auch mal unter Legat trainiert (TuRa Rüdinghausen), macht was er kann (Zuckerfußball spielen), will den Ball in den Winkel streicheln, komplimentiert ihn aber knapp am Tor vorbei. Hui.
68.
TOOOOOOOR!!!!!! Kein Traumtor, aber egal. "Hup, Holland, hup!", kreischt Oranje-Sympathisant Kuhlhoff, braust in seinem Hymer gen Sonnenuntergang. Denn: Doc Sneijder heilt ein ganzes Land, drückt eine Robben-Ecke über die Linie.
70.
Und schon wieder auf der Gegenseite Maicon beim Freistoß. Maicon steht immer beim Freistoß. Guckt dann immer ganz lange ganz böse, bringt den Ball dann meist nicht minder böse in die Mitte. Doch van Bommel hat "La Haine" auch gesehen, köpft das Leder in den 14. Stock der ans Stadion angrenzenden Sozialbauten.
72.
Der Brasilianer Melo tritt einmal, zwei Mal, drei Mal auf Robben ein. Defintiv kein Mann für Greenpeace. Deswegen ROT. Brasilien nur noch zu zehnt.
73.
Wieder Robben. Wird von Robinho gelegt. Der vermutet eine Schwalbe und meckert wie eine Ziege. Nix da. Freistoß Holland.
75.
Brasilien verliert so langsam die Nerven. Sind mehr am Meckern als am Ball. Ehrmann kann es nicht fassen. Schmaucht an seiner Zigarre (vier Meter lang) und murmelt: "Dann werden wir ja doch Weltmeister." Die Rechnung muss er mir mal erklären.
77.
Konter Holland. Oder zumindest sollte das mal einer werden. Doch Sneijder läuft so schnell wie ein Igel mit Fußpilz. Bleibt hängen. Möst.
80.
Noch. Zehn. Mi. Nuten. Dann ist Brasilien vielleicht raus. Freunde, so schmeckt der Sommer.
81.
Puh. Brasiliens Ecke schlingert durch den Strafraum. Tausend Beine, Köpfe, Bäuche und Füße fliegen durchs Bild. Ehrmann hastet nach der Fernbedienung, brüllt "Warum zeigt die ARD jetzt einen Zombiefilm?"
Riesenchance.
82.
Noch 'ne Ecke. Noch 'ne Chance. Noch mehr Zombies.
84.
Jetzt Holland. Riesenkonter. Doch Van Persie vertingeltangelt sich. Noch eine Drehung. Noch eine. Schließlich schnappt Sneijder ihm den Ball weg. Cesar hält. Im Gegenzug Brasilien. Kaka im Sechzehner, doch Holland ist so geil, dass sogar der Winkel zu ihrem Tor zu spitz wird. Vorbei.
87.
Kuyt, den Ehrmann seit 87 Minuten beschimpft, knackt Brasiliens Abwehr wie eine alte Walnuss. Scheitert an Cesar. Was hier los ist, Leute! Seid froh, dass ihr nur den Ticker lest und das nicht sehen müsst.
89.
Lucio nur noch vorne, holt mit seinen langen Stelzen tatsächlich einen Freistoß raus. Dani Alves geht in sich, konvertiert vor diesem Standard offenbar zu allen Weltreligionen gleichzeitig (irgendwo muss der Fußballgott ja sein Zuhause haben), knüppelt dann aber den Ball derart in die Mauer, dass Millionen Brasilianer daheim vor dem TV vom Glauben abfallen.
90. +1
Huntelaar mit dem Ball an der Eckfahne, streckt den Bürzel raus, Zeitspiel in Reinkultur. Juan fummelt an ihm herum wie zuletzt in der fünften Klasse an der Perle aus der Parallelklasse.
90. +3
Holland hat die absurdeste Chance der Fußballgeschichte. Abschlag Stekelenburg, auf einmal stehen gefühlte zehn Holländer frei im brasilianischen Strafraum, schaffen es aber, den Ball noch zu vertändeln. Und da ist Schluss!!! Das Spiel in Kurzform: BRA raus, HOL weiter! Wahnsinn.
Schluss. Aus. Vorbei.
Das Turnier der deutschesten Brasilianer aller Zeiten endet dort, wo deutsche Weltmeisterschaften nur unter Berti Vogts geendet sind: Im Viertelfinale. Ganz Holland ist dagegen eine orangefarbene Wolke. Die Elftal schmeißt die Selecao raus, siegt zum ersten Mal seit 1974 bei einer WM gegen Brasilien. Kuhlhoff ist so erschöpft von dieser Partie, dass er gleich nach Abpfiff in Tiefschlaf verfällt. Aber nein, er sitzt einfach auf dem Sofa und weint still vor sich hin. Denkt an Thorsten Legat, Sommerturniere in der C-Jugend und Wesley Sneijder, diesen Teufelskerl. Wir fahren jetzt auf den nächstbesten Campingplatz und feiern mit unseren Nachbarn. Natürlich nicht ganz ohne Eigeninteresse, denn Holland ist uns allemal lieber im Finale als Brasilien. Und damit verabschieden sich für diese WM von Ihnen: Benjamin Kuhlhoff und Johannes Ehrmann. Machen Sie's gut und auf bald!



