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09.09.2009

Baku, Baku, Kuchen!

Deutschland-Aserbaidschan im 11FREUNDE-Liveticker

Text: Dirk Gieselmann und Lucas Vogelsang  Bild: Imago

4:0 gegen Aserbaidschan, das kann sich sehen lassen. Auf das dazu gehörige Spiel trifft das leider nicht zu. Der Liveticker schloss die Augen, zählte 90 Mal bis 60 – und schon war es vorbei. Wer's noch mal erleben will – hier ist das Protokoll.

Baku, Baku, Kuchen! - Deutschland-Aserbaidschan im 11FREUNDE-Liveticker


  
 

20:20 Uhr
Hallo, liebe Fans – und guten Morgen. Vogelsang und ich sind eben aufgestanden (aus getrennten Betten) und fit für dieses Spiel. Im Gegensatz zu Bundestrainer Joachim Löw: »Wir spielen zu spät«, beschwerte er sich via bild.de. Och, Jogi! Bisse müde? Oder traurig, dass du jetzt auf »ZDF-History« verzichten musst?  

20:25 Uhr
Eine Tabelle wird eingeblendet: »Mertesacker-Westermann, Tasci-Metzelder, Westermann-Friedrich« – das ZDF möchte offenbar Tennis spielen. Wer an Nummer 1 gesetzt ist, bleibt offen und auch, wer stattdessen für Deutschland zur WM fährt. Charly Steeb? Eric Jelen? Hoffentlich nicht Karsten Braasch... 

20:30 Uhr
Hauptsache, Kahn spielt. Cool, wie er noch mit der Müller-Hohenstein flirtet, so kurz vorm Anstoß. 

20:31 Uhr
»Isch freu misch natürlisch«, sagt Mesut Özil. Da freut sisch Willi Millowitsch natürlisch mit.  

20:33 Uhr
Hmm, langsam wird's knapp. Kahn baggert, die KMH macht die Kühle. Noch 15 Minuten bis zum Anstoß, Titan! 

20:35 Uhr
Möglicherweise will Kahn nun zu viel. Er versucht, die Lady mit Fremdwörtern zu beeindrucken. »Die Situation antizipieren«, säuselt er, die Fernsehfrau taut auf: »Schicke Frisur, Olli!« Dann geht das Licht aus. 

20:37 Uhr
Zum Wesentlichen:

Im Spiel eins nach Südafrika tritt Deutschland gegen Aserbaidschan an. Einen jener Fußballzwerge, die seit einiger Zeit, zumindest auf psychologischer Sicht, monströs gewachsen sind. Im Hinspiel stellten die Stürmer aus dem Land irgendwo hinter Cottubus die deutsche Abwehr vor unlösbare Probleme.

Besonders der weiße Riese Per Mertesacker wirkte gegen Bertis giftige Pygmäen wie ein Mensch gewordener Wachstumsstreifen, dem der Gleichgewichtssinn abhanden gekommen war. Trotzdem wurde das Spiel 2:0 gewonnen, was weniger an der Leistung der Deutschen als an der überbordenden Gastfreundschaft der Aserbaidschaner lag. 

Nun ist Deutschland Gastgeber und könnte sich revanchieren. Ob es heutee also neben dem obligatorischen Präsentkorb mit Spreewaldgurgen, Schokoflocken und von Hansi Flick persönlich gedrehten Nudeln auch einen Punkt für Berti gibt, erfahrt ihr hier! 

20:40 Uhr
Das Licht im ZDF-Studio geht wieder an. Die KMH sagt: »Viele Tore sind gut für die Tordifferenz.« Nachts ist es kälter als draußen, und wir machen das Licht mal ganz schnell wieder aus.  

20:41 Uhr
Es gibt keine Kleinen mehr, hat Berti Vogts, der kleinste Nationaltrainer der Welt, gesagt. Aus reinem Eigeninteresse. Denn: Es gibt keine Kleinen mehr, das ist auch sein Motto auf seinem Profil auf einer bekannten deutschen Online-Dating-Portal. 

20:42 Uhr
Jörg Pilawa bald beim ZDF. Einen Vorgeschmack auf das zu erwartende Niveau gibt es schon jetzt. Frage im kleinsten Gewinnspiel der Welt: Wer ist ehemaliger deutscher Nationalspieler und heute der Trainer von Aserbaidschan? Kollege Gieselmann denkt angestrengt nach, während im Hintergrund das Gesicht von Vogts in einer Endlosschleife in den Raum gepustet wird, tippt dann »Karl Dall« in eine SMS. 



20:45 Uhr
Die Hymnen: Vogts versucht mitzusingen, kann aber noch immer nicht den Text. Bleibt bei »Einigkeit« hängen.  

1. Minute
Anstoß. Klappt reibungslos. Aber das war abzusehen. Oliver Kahn hatte da so ein Gefühl. Ein gutes. 

2.
Erster Ballkontakt Özil. Der Mann von der BILD, der die Franz Beckenbauer-Kolumne schreibt, klebt bereits die Überschrift für morgen zusammen: Özil-Schein für Löw. 

5.
Erste größere Chance für Deutschland durch den jungen Berti Vogts, Lukas Podolski. Knapp vorbei. 

7.
Özil stoppt den Ball im Strafraum, lässt vier Aserbaidschaner so verwirrt aussehen wie eine Gruppe Zeugen Jehovas auf dem Weltkirchentag. Scheitert dann aber an der Termik in Hannover. Schade. Er hätte ein Großer werden können. 

13.
ELFMETER für Deutschland. Nach einer schnellen Kombination schießt Podolski in den Strafraum, will unbedingt sein erstes Tor für den 1. FC Köln schießen, wird aber vom Torwart Aserbaidschans, einem engen Freund des Slowenen Novakovic, von den Beinen geholt. 

14.
TOOOOOOR! Ballack nimmt sich den Ball, schaut dem Torwart in die Augen. Der blinzelt. Ein Fehler. Denn als er die Augen wieder öffnet, ist der Ball schon an der Mittellinie. 1:0. 

16.
Weltflanke von Balla, Gomez macht den Flugkopfball, denkt: »Is ja nur Aserbaidschan«, schreibt vor der Landung noch eine Postkarte, doch denkste: Agajew hält, wie er nie zuvor gehalten hat und nie wieder halten wird. Staunen allenthalben, Agajew und Vogts werden zum neuen Köinigspaar gekrönt, Aserbaidschan ist Weltmeister. Von Aserbaidschan.

18.
Schweini will jetzt auch Weltmeister werden, kickt den Ball ins Toraus, reklamiert Ecke, doch der Grieche merkt's, gibt Abstoß. Mist.  

21.
Das deutsche Spiel wirkt wie der DFB-Beitrag zur Run Easy Kampagne: Fußball im Erzähltempo. 

23.
Deutschland immer noch geschockt von der Kriegserklärung des Aserbaidschanischen Frechdachskeepers. Versucht nun, Adler zu überlisten. Klappt auch nicht, der Junge ist einfach zu stark. Derweil macht sich Enke daheim noch einen Kamillentee. Schmeckt nicht. Fußball kann so grausam sein. 

25.
Bastian Schweinsteiger hat durch die Leistung Özils gegen Südafrika ganz offensichtlich eine schwere Psychose erlitten, glaubt, dass er immer noch im Spiel gegen Portugal bei der WM 2006 auf dem Platz steht und versucht, aus jeder Lage den Portugiesen Quim mit Weitschüssen zu überlisten. Doch Adler hält. 

27.
Das Fernsehbild ist ziemlich verpixelt. Kleine technische Fehler, genauso wie im Spiel der Deutschen. »Die Russen zapfen wieder«, sagte meine Omma früher, wenn »Einer wird gewinnen« mit Hans-Joachim Kulenkampff mal wieder verschneit war. Eine Theorie, die auch heute stimmen könnte. Geniale Omma. 

29.
Die Deutschen liegen prozentual vorne. Noch. Denn: Jürgen Rüttgers ist im Stadion. Und hat versprochen, in der Halbzeit ein paar Rumänen-Witze zu erzählen.  

30.
Auf der Bank: Das Politkomitee. Nein, halt! Es ist nur der Kleiderschrank der grauen SED-Herren, den Löw und Hansi auftragen müssen. Ist der DFB pleite? 

32.
»Scharch, ronz, rapüh«, grunzt es uns aus Hannover entgegen. 30.000 Menschen machen Schlummi. Nur einer ist noch wach: Miro Klose. Löw hat ihm noch nichts vorgelesen. Gemein. 

34.
Das Spiel könnte so schön sein, wenn diese Blauen nicht wären. Sie nerven, wollen mitmachen, haben aber keine eigene Idee. Auf der Tribüne schmunzelt Jürgen Kohler: So ähnlich war's bei ihm auch. 

37.
Jetzt kommen die Ideen doch: Zwei Mal muss Adler klären, einmal sieht's gut aus, das andere Mal, bei einem 2km-Fernschuss, fliegt er ein bisschen zu lange Karlsson-vom-Dach-mäßig durch den Strafraum. Kohler ruckelt auf sein Stuhl hin und her. Aserbaidschan ist nun schon torgefährlicher als er in seiner gesamten Karriere. 

38.
Die Aserbaidschaner jetzt mit einer Kombination über zwei Stationen. Bleiben dann aber hängen. Berti Vogts, der bereits ein T-Shirt mit einer goldenen 3 übergezogen hatte, schaut betreten auf die Erde.  

39.
Die deutsche Mannschaft kombiniert heute in etwa so flüssig und in einem Tempo wie Dr. Watson nach einer intensiven Valium-Kur. Als der Ball endlich von Ballack zu Schweinsteiger geruckelt ist, steht bereits Ulrich Deppendorf im gläsernen Studio und analysiert mit Oliver Kahn die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl. Von 2013. 

40.
»Die deutsche Elf auf einem Selbstfindungstrip«, konstatiert Rethy. Schon tanzt Löw mit Flick Lambada, schreibt Köpke Gedichte nach Art der frühen Beatniks, cremen Sammer und Bierhoff sich mit exquisiten Salben gegenseitig ein. Auch Vogelsang bekommt Lust, sich selbst zu finden, sucht die ganze Wohnung ab. »Hallo?«, höre ich aus dem Schlafzimmer. »Hallo? Lucas?« 

45.
Lucas Vogelsang findet sich nicht, Deutschland findet sich nicht, und ich finde Deutschland nicht toll. 1:0, na gut. Aber es war ein Elfmeter, und Aserbaidschan ist Aserbaidschan. Da kann man schon mal erwarten, dass das Ding hier 5:0 steht und nach was aussieht. Als Steuerzahler. Halbzeit jetzt. Ich geh noch mal suchen. Nach Vogelsang. Nach dem Spiel, das ich erwartet hatte. Nach Schnaps. Bis nachher.  

46.
Wiederanstoß. Jetzt spielt auch Klose mit. Gieselmann feiert die Einwechslung des Ex-Bremers auf seine Art: Schiebt eine Salto-Pizza in den Ofen. Hawaii.

Das »heute-journal« und Oliver Kahn sind sich einig: Die deutsche Mannschaft muss ein weiteres Tor schießen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Kahn die Nachfolge von Klaus Kleber antritt.  

Integrationsgartenparty beim DFB. Die Eltern der deutschen Spieler mit Migrationshintergrund treffen sich auf der Hollywoodschaukel. Es gibt Köfte und Kartoffelsalat. Nur einer darf nicht mitgrillen: Jürgen Rüttgers. 

48.
Das Publikum pfeift nicht mehr. Die Geräuschkulisse wird nun einzig von Berti Vogts bestimmt, der sich aus der Biographie von Uli Stein eine Papier-Vuvuzela gebastelt hat. 

49.
Bela Rethy, der sonst nebenberuflich das Mitternachtshorroskop auf 9Live moderiert, hat es ja vorausgesagt: Der griechische Schiedsrichter verteilt gerne rote Karten. Deshalb: Gelb-Rot. Für Abbasov. The Sünder takes it all!  

54.
Tor! Geht doch, Menschenskind. Lahm dribbelt, schaut, passt, Klose schlenzt, drin. Wie früher. Zumindest so, wie dieses »früher« in unser Erinnerung daher kommt. Ach, gute alte Zeit. Rolf Kramer, Norbert Eder. Wann kommt Briegel? 

56.
Berti wechselt einen eingebürgerten Brasilianer ein. »Es gibt ja keinen Winkel der Welt, wo noch kein Brasilianer ist«, fremdelt Bela Rethy. Und was ist in meiner Wohnung? Ist Vogelsang etwa Brasilianer? Oder meine Frau? »Zé Sabine« – klingt ganz schön affig. 

60.
Herbst im Gesicht des Bundestrainer. »Mein Gott, ist mein Job beschissen«, scheint er zu denken. »Aserbaidschan. T-Frage. Und dann diese Frisur, die ich trage! Wo ist überhaupt mein Schal?« Dann fällt ihm sein Kontostand wieder ein, er springt auf, zappelt rum. Gerade noch mal gut gegangen. 

62.
»Ballack heute sehr präsent«, deutelt Rethy nun. »Vielleicht hat er einen Präsentkorb geschenkt bekommen«, vermutet Vogelsang.   

64.
»Da kommt Jochen Trochowski vom Cha Ess Vau«, krächzt Rethy, nimmt sich ein Ricola. 

66.
TOOOOOOR! Langsam wird's standesgemäß. Klose löffelt den Ball mit all seiner Routine von 100 Jahren Einsamkeit von rechts nach links. »Rechts ist da, wo der Pfosten links ist«, murmelt der Aserbaidschanische Teufelskerl, hechtet nach Berg-Karabach. Drin. 3:0. »Baku, Baku, Kuchen«, singt Vogelsang, zündet eine Leuchtrakete in seiner Hose.   

70.
Fließband, Schützenfest, Scheunentor. 4:0, jetzt darf sogar Poldi. Flanke Özil, Kopfballablage von Ballack, der für einen Moment die Watschen vergisst, Poldi, und dann macht es BUMM. Köln ist automatisch für die Champions League qualifiziert. 

71.
Schon wieder ne Bude! Dann ein Pfiff... Ne, abseits. 4,5 zu null jetzt. Wenn die Russen nicht zugucken, sondern nur den »kicker« lesen, müssen sie denken, wir seien wir stark.  

74.
Doppelpack für Klose und auch Podolski trifft. Nur einer kann sich nicht freuen: Mario Gomez kauert auf der Ersatzbank wie Dieter Althaus im Thüringer Landtag, ist mit den Gedanken wieder im Spiel gegen Österreich bei der EM 2008.    

75.
Berti Vogts' Taktik, die Deutschen mit totaler Passivität in den eigenen Strafraum zu locken, damit sie sich dort beim Toreschießen verausgaben, ist nicht aufgegangen. Jetzt versucht er, das Spiel ungültig zu machen, weist den vierten Offiziellen drauf hin, dass er heute mit elf Nicht-EU Ausländern spielt und gleich noch einen weiteren einwechseln wird. Könnte Christoph Daum Emotionen empfinden, wäre er jetzt stolz auf den Berti. 

76.
Westermann schindet einen Freistoß am eigenen Sechzehner, Rethy säuselt Komplimente. Wenn die Sonne tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten. 

80.
Erst soll es Elfmeter geben, dann auch noch eine rote Karte. Am Ende gibt es: Nichts. Keinen Strafstoß, keine Karte. Und um der Situation auch noch die letzte Spannung zu nehmen, kullert Michael Ballack den Ball in den Strafraum, summt dann die Tatort-Melodie.  

83.
Oliver Kahn hat vor diesem Spiel 4:0 getippt. Werden jetzt Kahn-Karrikaturen verboten? 


85.
Klose versucht, noch einen dritten Treffer zu erzielen, wird aber in letzter Sekunde von Kahn gestoppt, der ihm mit einem weißen Handschuhfinger auf die Nase drückt.

92.
Okay, Leute. Ein Pflichtsieg, ein Pflichtticker. Deutschland besiegt Aserbaidschan 4:0, eine Leistung, die ungefähr so bewundernswert ist, als würde man eine alten Hund streicheln. Ballack sah »eine Steigerung«, »ein erfülltes Soll« und sagt schließlich »Okay, büdde!«. Adler will »eine wischtische Rolle« einnehmen und »heute Abend noch ein bisschen glücklich zusammensitzen«. Mit wem, bleibt im Unklaren. Noch mehr Mikrofone werden in noch mehr schwitzende Gesichter gedrückt. Der Titan wird Katrin Müller-Hohendings unheimlich und sich selbst auch. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts mehr zu sehen.ENDE






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Kommentare

  • User
  • 09.09.2009 20:46:36 ruhmreichersvw

    bela rethy hat uns gewarnt: herr kackos zückt schnell rot...

  • User
  • 09.09.2009 21:39:45 AbteilungAttacke

    Gruselig - dem Schiri muß man dankbar sein, dass er zeitig abgepfiffen hat. Den armen Schweinen, die u.a. 80 Euro für eine Karte bezahlt haben, gilt das ganze Mitleid.

  • User
  • 09.09.2009 22:03:56 einrudithömmes

    Will er nicht, kann er nicht! Also: Liechtenstein in Unterzahl 1:1 gegen die Finnen!! In Unterzahl!!!

  • User
  • 09.09.2009 22:14:26 Turbostaat80

    Wales hat übrigens den Ausgleich gg. die Russen gemacht

  • User
  • 09.09.2009 22:19:39 Turbostaat80

    jetzt führen die Russen wieder

  • User
  • 09.09.2009 22:20:57 einrudithömmes

    Jaja, nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern...

  • User
  • 09.09.2009 22:21:53 einrudithömmes

    Was haben die Autoren aber eigentlich gegen Karsten Braasch? Ok, der Aufschlag war technisch echt wirr, aber irgendwie war er für mich immer der Ansgar Brinkmann des deutschen Tennis. Im Guten jetzt.

  • User
  • 09.09.2009 22:25:28 Dirk Gieselmann

    überzeugt. finde braasch ab jetzt gut. und lars ricken war der marc-kevin goellner des deutschen fußballs.

  • User
  • 09.09.2009 22:32:29 einrudithömmes

    Konnte aber keine Vorhand mit Westerngriff... Gieselmann, beim Tennis gehste spätestens in der zweiten Runde ko. Wie steht's beim Spiel?

  • User
  • 10.09.2009 10:58:20 Redondo71

    Karsten Braasch! "Was, ich soll jetzt Einzel spielen? Wartet noch fünf Minuten - ich drehe mir eben noch eine und trinke ein Pils!".

    Unheimlich netter Kerl, bodenständig und rundum sympathisch.

    Der Ricken-Goellner-Vergleich - sehr treffend.

  • User
  • 10.09.2009 11:01:06 ColePorter

    Karsten Braasch - nie hab ich einen motorisch komplexeren Aufschlag gesehen.

  • User
  • 10.09.2009 11:01:44 ColePorter

    Redondo, kennst du den Braasch näher ? Was macht der heute eigentlich ?

  • User
  • 10.09.2009 11:13:26 Redondo71

    Na ja, näher kennen wohl nicht. Nach seiner Profikarriere war sich Braasch nicht zu schade, auch bei Freizeit-Turnieren im Raum Mülheim/ Oberhausen und Umgebeung mitzuspielen. Und da bin ich ihm mehrmals begegnet. Sportlich war er natürlich um Längen besser als der Rest der Teilnehmer, die aber immerhin so gut den Ball getroffen haben (und runder aufschlugen), dass sich Braasch nicht gelangweilt hat. Und abends sitzt man dann halt zusammen, trinkt sich einen an und raucht viele Zigarretten. Und da hat sich Braasch einfach immer als total netter und umgänglicher Typ gezeigt und man hat gedacht, das könnte auch einer von uns sein bzw. den könnte ich mir in unserer Mannschaft gut vorstellen.

    Was er jetzt macht, weiss ich nicht. Wahrscheinlich etwas ganz "Normales" - für den ganzen Firlefanz der Beckers, Stichs, Steebs usw. hat er nämlich nichts über.

  • User
  • 10.09.2009 11:22:08 ColePorter

    Stimmt schon, er wirkte auf mich (der ich ihn ja nur aus dem Fernsehen kenne) auch nicht wie einer dieser geleckten Tennis-Profis. Ein erfrischender Lichtblick in diesem Zirkus.

    A propos "man trinkt sich einen an": Gibts eigentlich im Tennisbereich so einen zweiten Paul Gascoigne oder einen George Best ? Die quasi Saufen zu ihrem Sport machen und dabei ihr Talent in die Gosse werfen ?
    Würd mich mal interessieren...

  • User
  • 10.09.2009 11:30:58 Hotte80

    Hat der Braasch nich auch die Williams-Schwestern vom Platz gefegt? Lässig, der Typ!

  • User
  • 10.09.2009 11:41:26 Redondo71

    @hotte

    Ja, er hat beide vermöbelt, obwohl die sicher besser trainiert waren:-).

    @Cole

    Kann ich nicht beurteilen. Aber es wird da im Tennis nicht anders sein als Fußball. Du wirst in fast jedem größeren Verein Spieler finden, die viel mehr hätten erreichen können, wenn sie nicht so gerne gefeiert hätten.
    Einen John Daly wie im Golf gibt es aber so weit ich weiss im Tennis nicht.

  • User
  • 10.09.2009 11:52:38 Hotte80

    Also jetzt mal von der positiven Ausnahme Braasch mal abgesehen. Ansonsten is Tennis doch eher... ich will jetzt nich sagen "schwul", nech, aber so ähnlich, na ihr wist schon.

  • User
  • 10.09.2009 11:57:38 saloth sar

    das ist jetzt diskriminierend!

  • User
  • 10.09.2009 12:00:58 Redondo71

    Hast Du einem am Rad;-)? Tennis ist nicht schwul. Schwul sind Volleyball und die ganzen anderen Hochschulsportarten.

    Tennis ist Athletik, Ästethik, Konzentration und Psychologie. Stell Dir Tennis ohne armselige Kreaturen wie Becker und Konsorten vor, lasse den Blick auf wahre Sportsmänner wie beispielsweise Wilander, Edberg, Noah, Lendl oder heute Federer und Typen wie Cash, McEnroe oder Leconte schweifen und auch Du wirst erkennen, was für ein toller Sport das ist...

  • User
  • 10.09.2009 12:04:53 saloth sar

    lendl hat zuviel gewichst!

  • User
  • 10.09.2009 12:06:42 Redondo71

    Dafür mit Sägespänen wegen der Reibung!

  • User
  • 10.09.2009 12:07:12 Hotte80

    Na hömma. Da stehen sich zwei Kerle gegenüber (entweder mit Beinbehaarung oder mit Titten) und ploppen sich mit 'nen Knüttel kleine Bälle hin und her.
    Und Edberg war ja wohl mal ganz klar der langweiligste Sportler des 20. Jahrhunderts. Tennis is schwul.

  • User
  • 10.09.2009 12:10:55 saloth sar

    hotte, ich bin mit deiner obszoenen wortwahl nicht einverstanden!

  • User
  • 10.09.2009 12:15:07 Hotte80

    Na hör mal. Da stehen sich zwei Spieler/innen gegenüber und spielen sich mit einem Schläger kleine Bälle hin und her.
    Und Edberg war meiner Meinung nach der am wenigsten interessanteste Sportler des 20. Jahrhunderts.
    Tennis is andersartig!

  • User
  • 10.09.2009 12:16:04 saloth sar

    na also, warum nicht gleich so?

  • User
  • 10.09.2009 12:18:11 Redondo71

    Artig ist anders...

    Aber ok - Edberg war ein Langweiler. Ein großer Sportsmann iSv. von Fairplay bleibt er dennoch.

  • User
  • 10.09.2009 12:26:53 ColePorter

    Ich hatte damals Angst vor Lendl. Aber er hatte so eine stylishe Tennis-Kollektion von Adidas. Ich besaß die Tasche...und später diese geile Jeansshorts mit gelber Neonhose drunter von Agassi.

  • User
  • 10.09.2009 12:29:48 Turbostaat80

    An die Agassi-Hosen erinnere ich mich auch noch. Mein Doppelpartner hatte aber die mit rosa Hose drunter, könnte also Hotte in die Karten spielen.

    Am lustigsten fand ich, dass zu der Zeit fast jeder Jugendliche mit dem Agassi-Stirnband gespielt hat, egal ob lange oder kurze Haare.

  • User
  • 10.09.2009 12:32:05 saloth sar

    unfug!

    das stirnband hat pat cash eingefuehrt, karriert, hatte ich auch!

  • User
  • 10.09.2009 12:32:54 ColePorter

    Es gab ja das Stirnband und das Bandana von Nike. Ich hatte letzteres, aber bis zuletzt keinen Plan, wie man das umbinden muss.

    Herrje, ich war und bin eine Markensau.

  • User
  • 10.09.2009 12:33:05 Hotte80

    Boah, Sally! Nee nä?

  • User
  • 10.09.2009 12:33:11 Redondo71

    So siehte s aus, Sally! Oder war es Guillermo Vilas?

  • User
  • 10.09.2009 12:37:11 saloth sar

    @hotte: doch!

    @redondo: der war vor meiner zeit

  • User
  • 10.09.2009 12:41:23 Hotte80

    Schwul.
    Schwul, schwul, schwul, schwul, schwul.
    Schwuuuuuu-elllll.
    Schwul.

  • User
  • 10.09.2009 12:42:13 noorange

    Wenn man Punkte mit 15, 30, 40 zählt, ohne dass der Fortschritt einen tieferen Sinn hat, man also auch 1, 2 ,3 zählen könnte, dann kann der ganze Sport nur Unfug sein.

  • User
  • 10.09.2009 12:42:52 saloth sar

    SELBA!

    bist ja nur neidisch!

  • User
  • 10.09.2009 12:46:55 Hotte80

    Harrrrr! Jawoll ja, das habe ich mich nämlich auch schon immer gefrägt, was dieser schwule Scheiß mit 15, 30, 40 soll. Und wenn dann in Wimbledon immer gesacht wird "Fifteen Love", isses sowieso ganz vorbei.

  • User
  • 10.09.2009 12:53:50 ColePorter

    @ noorange und hotte:

    "Die zweite Version bezieht sich auf die Linien auf dem Spielfeld. Jedes Mal, wenn ein Spieler beim jeu de paume einen Punkt machte, bewegte er sich einen Streifen weiter und kam so allmählich der Mitte des Feldes näher. Das Spiel begann an der 0-Zoll-Linie. Gewann ein Spieler einen Punkt, rückte er zur 15-Zoll-Linie vor, dann zur 30-Zoll-Linie und schließlich zur 45-Zoll-Linie. Dann erst hatte er das Spiel gewonnen. Da man fand, dass diese Linie dem Netz zu nahe war, wurde die letzte Angabe auf eine 40-Zoll-Linie zurückversetzt."

    Soviel zum Sinn der Zählweise.

  • User
  • 10.09.2009 13:03:55 noorange

    "Da man fand, dass diese Linie dem Netz zu nahe war, wurde die letzte Angabe auf eine 40-Zoll-Linie zurückversetzt."

    Tja, hätte man auf die Verbindung mit dem Längenmaß verzichtet, als z.B "1,2,3" genommen, hätte man die Linien flexibel verändern können, ohne eine "Zählkrücke" einzuführen zu müssen.

  • User
  • 10.09.2009 13:05:36 saloth sar

    hätte, hätte, herrentoillete

  • User
  • 10.09.2009 13:06:44 noorange

    Geh doch Tennis spielen.

  • User
  • 10.09.2009 13:09:03 saloth sar

    is mir gerade zu anstrengend, sorry!

  • User
  • 10.09.2009 13:09:49 annasonne

    tennisspieler haben tolle oberarme. und der nadal ist ne geile sau.
    um mal den weiblichen anteil in die diskussion einzubringen.

  • User
  • 10.09.2009 13:16:25 Redondo71

    @sally

    Vilas war auch vor meiner Zeit. Das erste Interesse am schwulen Tennissport wurde durch Borg, Connors und Nastase geweckt. Da war ich noch ein Kindergartenkind.

    @anna

    Ich hatte mal ne Freundin, die stand auf Patrick Rafter - mehr als ich gut fand.

    Zu Nadal - sieh mal genau hin; der hat nur einen geilen Oberarm - den linken. Dagegen wirkt der rechte verkümmert.

  • User
  • 10.09.2009 13:18:35 ColePorter

    Es gibt aber auch geile Spielerinnen...so isses ja nich.

  • User
  • 10.09.2009 13:18:45 saloth sar

    und das kommt mitnichten vom tennis, sondern vom masturbieren!

  • User
  • 10.09.2009 13:19:28 Redondo71

    Schade, dass Lindsay Davenport aufgehört hat:-)

  • User
  • 10.09.2009 13:22:52 Hotte80

    Hehe, Nadal der Opel GT-Fahrer: Lampe rauf, Lampe runter, Lampe rauf...

  • User
  • 10.09.2009 13:24:22 Redondo71

    Mütze-Glatze...

  • User
  • 10.09.2009 13:32:35 oberhofer

    @hotte, Tennis ist definitiv nicht schwul. Bis vor ein paar Jahren dachte ich das nämlich auch, für mich war das noch nich mal Sport. Jetz vergiss mal die Lackaffen, Schnösel, Unternehmersöhne und JU-Vorsitzenden, die mit weisser Hose und Pullunder zum Tennis gingen, bevor es Golf gab. Stell dich mal auffn Platz und spiel eine Stunde. Hab ich gemacht, mit nem Kollegen, vor ein paar Jahren. WOW! Erstmal war ich so kaputt wie nach 90 Minuten Fussball, und es war einfach nur geil. Das sind ziemlich komplexe Bewegungsabläufe, und wenn einer das gut kann, Hut ab!

  • User
  • 10.09.2009 13:36:51 Turbostaat80

    Jaha, die hatte was.

    Dachte erst, du willst die HIER verlinken.

  • User
  • 10.09.2009 13:40:03 ColePorter

    Neenee, die Steffi fand ich nie geil.

    Aber noch schlimmer war die.

    Während ich DIE wirklich süß fand...

    Verdammt, Holzschläger...ich werd echt alt !

  • User
  • 10.09.2009 13:40:39 Hotte80

    Wo Ente die Davenport erwähnt. Puuuuuuhaaaaaaaa!
    Jesus! Die hat glaub ich auch ein Kind mittlerweile.
    Das heißt, die hat tatsächlich... Also da hat ein Kerl...
    Ich will das jetzt nicht weiter ausführen.

  • User
  • 10.09.2009 13:44:27 ColePorter

    Da war bestimmt Radek Stepanek bei...der Stelzbock der ATP-Tour...

  • User
  • 10.09.2009 13:51:15 Hotte80

    Ich fand seinerzeit übrigens die Gigi Fernandez ganz adrett. Hätte aber keinen Sinn gemacht, da jetzt irgendwie was zu unternehmen, weil die is lesbisch. Ich glaube, ich war ziemlich enttäuscht, als ich davon erfuhr. Tennis is echt schwul.

  • User
  • 10.09.2009 13:54:41 Redondo71

    Mein erster Tennisschläger war der illi Nastase Junior von Adidas - den habe ich noch, allerdings zertrümmert:-). Danach gab es den Borg Pro - wog ca. 800 Gramm...Aber damals das Nonplusultra. Natürlich Holz!

    Ja, hotte, irgendein Peimel muss sich über das Lindsay hergemacht haben...

  • User
  • 10.09.2009 13:57:01 ColePorter

    Künstliche Befruchtung ?
    Samenbank ?

    Heutzutage geht alles...

  • User
  • 10.09.2009 13:59:57 Turbostaat80

    Wiki sagt, es ist schon ihr ZWEITES Kind!!!!

  • User
  • 10.09.2009 14:01:54 Hotte80

    Heilige Mutter Gottes!

  • User
  • 10.09.2009 14:05:38 ColePorter

    Und ER hat die Kinder gemacht....

  • User
  • 10.09.2009 16:20:29 Hotte80

    Jössas, hab ich ganz übersehen, Porters Hinweis. Also, so weit ich das beurteilen kann und sagen darf, ist der Mann ja gar nicht mal unattraktiv. Oder was? Herrgott, is das schwul.

  • User
  • 10.09.2009 16:22:25 Hotte80

    Ach so, was ich sagen wollte: Es gibt da jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder er tat es aus Liebe oder aber das is nen ganz abgewichsten Kerl und der hat so wegen finanzielle Entschädigung nach der Trennung mal eben, nech? Ich meine, der Junge is eine gemachter Mann!

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