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21.06.2008

Niederlande-Russland im 11FREUNDE-Ticker

Die besseren Holländer

Text: Andreas Bock und Dirk Gieselmann  Bild: Imago

Das Viertelfinale zwischen Holland und Russland ging in die Verlängerung – weil die Russen noch eine halbe Stunde länger Spaß haben wollten. Am Ende hieß es 3:1 für das Team von Guus Hiddink. Lest hier das Protokoll des Spektakels.

Niederlande-Russland im 11FREUNDE-Ticker - Die besseren Holländer


Wir setzen unsere Taucherbrillen auf und springen nun zusammen mit B. Kerner, Klopp und dem anderen in den Analyse-Pool. Wir empfehlen der Tickergemeinde, es ebenso zu tun, und verabschieden uns mit einem lauten »Ahoi!« und »Petri Heil!« von Bord der MS Fisch und Fang.

Das Weiterkommen der Russen garantiert uns eines auf jeden Fall: Russische Freizeit-Ultras, die oberkörperfrei auf den Tribünen stehen, und Lieder singen wie »Wind of change« oder auch »You can win if you want«. Juhuuuu. Bzw.: Hmmm.

Die Tapete ist fast komplett von der Wand gezogen, wenn jetzt nicht gleich Urs Meier erklärt, warum Kolodin weiterspielen durfte, fressen wir das Leergut auf.


120. Das war's. Van Nistelrooy liegt mit nem Krampf auf dem Boden. Wo sind die Hobby-Masseure Flix und Trix, wenn "Van the Man" sie wirklich braucht? Aber alles halb so wild, sie waren, so sagt Bea Rethy, »die Europameister der Vorrunde«. Ist doch auch was, vielleicht gibt's ne Papierurkunde, auf nem DIN-A4-Blatt, ausgehändigt von Pu dem Bär.

117. Hitzfeld fragt derweil an der Theke nach einem Kugelschreiber, und schreibt sich den Namen und die myspace-Adresse vom Torschützen auf: Arschawin, myspace

116. Roman Abramwitsch jubelt, klatscht und trinkt zwei Liter Krabbensaft auf Ex: TOOOOOOOR für Russland, 3:1, meine Damen und Herren. War's das? Für Van Basten das letzte Spiel, glaubt Bela Rethy.

114. Wie famos die Russen aufspielen. Das erste Spiel, darüber sind wir uns längst einig, war die perfekte Täuschung. War eine inszenierte Irrfahrt auf höchstem Niveau.

112. Russland. Da kann auch der Lauerer nichts machen - außer weiter lauern.

111. TOOOOOOOOOOOOOR! Für....

110. Van Nistelrooy nimmt wieder die Lauerstellung ein, eine Stellung, die er über Jahre perfektioniert hat. Und in der »Theorie des Lauerns« nach seiner Karriere niederschreibt.

109. Nun aber mal Halligalli im Strafraum der Niederländer. »Die Abwehr ausgehebelt«, sagt Rethy, der Bela. Der Ball geht drüber.

103. Verlängerungen sind nichts für Vielschläfer, Meerschweinchenbesitzer und Mensch-ärgere-dich-nicht-Spieler. Nichts für mich.

100. Kolodin, der, von dem Bela Rethy denkt, dass er längst hätte draußen sein müssen, knallt einen Ball auf den rechten Winkel. Er zischt vorbei wie der Fuchsschwanz von nem Manta an der Trinkhalle Herne Süd anno 1993.

98. Van Basten ist drauf und dran die Coaching-Zone zu verlassen und aufs Spielfeld zu rennen. Stromstöße der UEFA halten ihn zurück.

96. Pawli haut den Ball einfach mal an die Ladde. Und Guus Hiddink guckt mittlerweile wie die Deutschlehrerin auf nem Siegfried-Lenz-Wochenendseminar.

93. Jedesmal wenn die Kamera auf diesen orangenen Block mit dem kleinen weißen Fleck schwenkt, fragen wir uns: Wurde da versucht die t-online-Werbung aus der Allianz-Arena nachzustellen? Oder sind da etwa ein paar Outcasts unter den Oranje-Fans? Ein paar widerliche kleine Dissident-Gnome, die meinen, heute mal groß ohne orangefarbenes Trikot aufmucken zu müssen!

92. Noch mindestens 30 Minuten bis Urs Meier den »Fall Kolodon« aufklärt. Vor lauter Vorfreude auf das knallharte Urteil von Urs »Barbara Salesch« Meier kratzen wir schonmal die Tapete von der Wand.


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