Seit 2009 war die Startelf nicht mehr so konstant. In den letzten fünf Partien hat der neue Trainer Lorenz-Günther Köstner immer dieselbe Startaufstellung aufgeboten. Bis auf die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg hat der VfL alle Spiele gewonnen. Ist diese neue Konstanz der Schlüssel zum Erfolg?Wenn etwas prima funktioniert, braucht man es nicht zu verändern. Davor hat wenig geklappt, deswegen war Felix Magath auch gezwungen, verschiedene Formationen ausprobieren.
Was macht Lorenz-Günther Köstner im Umgang mit den Spielern eigentlich besser als Felix Magath? Ich vergleiche meine Trainer nicht gerne miteinander. So wie jeder Spieler individuell ist, sind eben auch die Trainer sehr verschieden.
Die Nachricht von Neuzugang Klaus Allofs soll insbesondere Ihre Mitspieler Naldo und Diego erfreut haben, die einst von Allofs nach Bremen geholt worden waren. Können Sie das bestätigen?Als erstmals Gerüchte laut wurden, dass Klaus Allofs neuer Manager beim VfL Wolfsburg werden würde, haben wir natürlich bei den beiden nachgehakt. Naldo und Diego haben bislang durchweg gute Erfahrungen mit Klaus Allofs gemacht – und ich kann mich ihnen inzwischen nur anschließen.
Was hat sich grundlegend verändert seit das neue Duo Köstner/Allofs das Ruder in Wolfsburg übernommen hat?Ganz einfach: Dank der Erfolgserlebnisse ist das Selbstvertrauen endlich zurück.
Heute spielt der VfL gegen Werder Bremen, für Klaus Allofs eine ganz besondere Begegnung. Überträgt sich seine Nervosität auch auf die Mannschaft? Jedem von uns ist bewusst, dass das für Klaus Allofs ein spezielles Spiel ist, aber wir sollten uns jetzt nicht von dem Drumherum ablenken lassen. Wir müssen versuchen, uns nur auf unsere Leistung zu konzentrieren.
Allofs hat unter anderem die Aufgabe, einen neuen VfL-Trainer zu suchen. Wenn es nach Ihnen ginge: Sollte Lorenz-Günther Köstner bleiben? Es ist schwer, sich dazu zu äußern. Derzeit leistet er hervorragende Arbeit und hat einen guten Draht zur Mannschaft. Da im Moment kein Handlungsbedarf besteht, hat der Verein aber genug Zeit zu überlegen, wie es weitergehen soll.
Während der Turbulenzen in den vergangenen Bundesliga-Wochen war es sicher angenehm für Sie mit der Schweizer Nationalmannschaft unterwegs zu sein?
(lacht) Es ist nicht so, dass ich mich freue, aus Wolfsburg weg zu sein. Ich freue mich immer sehr und bin stolz für die Schweizer Nati auflaufen zu dürfen.
Einige Ihrer Schweizer Kollegen spielen ebenfalls in der Bundesliga. Jüngster Neuzugang: Xherdan Shaqiri. Wie hat er sich bei den Bayern eingelebt?
Wir haben nicht groß darüber geredet. Es geht ihm wie den meisten Schweizern in der Bundesliga auch: Alles ist eine Spur größer und deswegen gewöhnungsbedürftig. Das Medieninteresse ist enorm und gerade für junge Spieler eine Herausforderung. Aber in den vergangenen Jahren hat man gesehen, dass sich viele Schweizer in der Bundesliga und Italien durchsetzen konnten. Sie können also gut mit diesem Druck umgehen. Das spricht für die gute Ausbildung in der Schweiz.