Wolfgang Stark über Barca–Arsenal

»Der Ball gehört Messi«

Schiri Wolfgang Stark durfte das furiose Viertelfinale zwischen Barcelona und Arsenal leiten und war Teil eines legendäres Spiels. Wir sprachen mit dem Unparteiischen über schnelle Augen und einen Ball für Messi. Wolfgang Stark über Barca–Arsenal

Wolfgang Stark, wie gut haben Sie nach dem Viertelfinale geschlafen?

Ganz anständig, Danke der Nachfrage. Das Spiel war für alle ein Genuss, auch für mich und mein Team. Vor allem weil wir  dazu beigetragen haben, dass dieses Spiel so schnell war.

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Am Ende zählten die Statistiker mehr als 500 Pässe für Barcelona, knapp die Hälfte für den FC Arsenal. Wie schafft man es da nicht die Übersicht zu verlieren?

Indem man sich intensiv auf die Begegnung vorbereitet. Vor allem konditionell – für die Champions League muss ich im Vorfeld immer ein paar Meter mehr abreißen. Bei einem normalen Spiel verbrauche ich im Durchschnitt 1900 Kalorien.

Und am Dienstag?

2200.

Braucht es nicht auch enorm schnelle Augen, um ein Spiel zwischen Barca und Arsenal zu leiten?

Eher schnelle Beine. Mein Team und ich mussten bei so einem Spieltempo natürlich weitere Wege gehen, effizientere Wege. Und: Man muss sich auf die Spielkultur der Mannschaften einstellen. Wie bewegt sich Barcelona? Wo entsteht der Spielfluss beim FC Arsenal. Solche Dinge sind wichtig.

Hatten Sie eigentlich Zeit das Spiel zu genießen?

Erst nach dem Schlusspfiff.

Bleibt denn wenigstens anschließend Zeit, um sich die schönsten Szenen nochmals anzuschauen?

Nicht nur ein paar Szenen, ich gucke mit meinem Team jede Partie nachher noch zweimal in kompletter Länge.

Warum?

Zur Schiedsrichteranalyse. So viel Zeit muss sein.

Direkt nach der Partie wurden Sie im Gespräch mit Lionel Messi von den TV-Kameras eingefangen. Was wollte er von Ihnen?

Er hat höflich gefragt, ob er den Spielball haben könnte. Er habe schließlich vier Tore erzielt.

Sie haben Ihm den Ball sogar gegeben.

Der Ball gehört ja immer noch dem gastgebenden Verein und üblicherweise bekommen Schiedsrichter nach großen Spielen den Ball als Erinnerung vom jeweiligen Klub überreicht.

Aber weil Messi Sie so nett gebeten hat...

Ach was, der Ball gehört ja dem FC Barcelona, Messis Verein. Also habe ich ihm gesagt: `Den kannst du selbstverständlich haben, er gehört euch sowieso.´ Einige Meter weiter stand der Mannschaftsleiter von Barcelona, der hat nur gelacht, als Messi ihm den Ball präsentierte. Er durfte ihn schließlich behalten.

Wie viele Bälle haben Sie zu Hause?

Lassen Sie mich überlegen...(zählt) Zwei, drei, vier... So sieben Stück werden es sein.

Und die liegen im Keller hinter den Umzugskisten?

Von wegen. Die habe ich fein säuberlich im Schrank verschlossen.

Sind Sie am Wochenende eigentlich wieder im Einsatz?

Ja, am Sonntag bei Bochum gegen Hamburg.

Am Dienstag noch Champions League im Camp Nou, Barcelona gegen Arsenal...

...und jetzt Bochum gegen Hamburg, ja. Ich freue mich trotzdem.        

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