Wie ein Hobbykicker einen Dieb umgrätschte

»Klare Rote Karte«

Wie ein Hobbykicker einen Dieb umgrätschteImago

Hossni Moussa, erzählen Sie uns von Ihrer guten Tat vom letzten Samstag.

Ich stand vor einer Sparkasse im Bornheimer Stadtteil Merten und beobachtete eine Auseinandersetzung zwischen einer jungen Frau und einem Mann. Als er ihr die Tasche wegriss, habe ich entschlossen zu handeln.

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Was dachten Sie im ersten Moment?

Ich habe lediglich gesehen, dass jemand Hilfe braucht und prompt reagiert. Entweder man unternimmt gleich etwas oder lässt es ganz sein. »Wenn's denkst, ist's eh zu spät«, hat Gerd Müller doch mal richtig gesagt.

Sie haben den Dieb anschließend mit einem Tackling zu Fall gebracht?

Zunächst habe ich ihn mitsamt seinem Fluchtfahrzeug – ein Klapprad – umgeworfen. Als er anschließend zu Fuß entkommen wollte, bin ich ihm hinterher gesprintet. Nach ungefähr 200 Metern hatte ich ihn eingeholt und grätschte ihn von hinten um.

Sie sind Kreisliga-Fußballer. Kennt man solche Aktionen von Ihnen auch vom Fußballplatz?

Sicherlich muss man auch auf dem Platz manchmal foulen. Ich bin Mittelfeld- und Abwehrspieler. Von daher kenne ich schon Mittel und Methoden, um meinen Gegner vom Ball zu trennen.

War ihre Grätsche gegen den Dieb ein sportlich unfaires Foul?

(lacht) Unbedingt. Ich bin außerdem Schiedsrichter und muss daher sagen, dass dieses Tackling eine klare Rote Karte bedeutet hätte.

Mussten Sie als Spieler schon Platzverweise aufgrund solcher Aktionen hinnehmen?

Keinen einzigen.

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