Warum eine 77-jährige Dame zur Hooligan-Oma wurde

»Braga ist mein Lebensinhalt«

Maria Amélia da Silva Morais ist die wohl populärste Anhängerin von Sporting Braga. Ein Video, das die 77-Jährige bei einem Platzsturm zeigt, wurde zum Youtube-Hit. Für unsere aktuelle Ausgabe 11FREUNDE #148 sprachen wir mit der rüstigen Dame.

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Maria Amélia da Silva Morais, das Video in dem Sie bei einem Platzsturm im Stadion von Marítimo Funchal zu sehen sind, geht um die Welt. Wie kam es zu diesen Bildern?
In diesem Stadion wird umgebaut. Am Ende des Spiels haben uns die Marítimo-Fans mit Stühlen, Steinen und Eisenstäben beworfen. Meine Freunde aus Braga haben dann auch Stühle nach ihnen geworfen. Es war gefährlich. Deshalb bin ich auf das Feld gerannt. Ich hatte Angst und das war der sicherste Ort.



Dürfen wir fragen, wie alt Sie sind?
Sie können mich nach meinem Alter fragen, denn wenn wir sterben, erfährt sowieso jeder das Geheimnis. Ich bin 77 Jahre alt. Am 15. Februar werde ich 78, direkt nach dem Valentinstag.

Was sagt Ihre Familie dazu, dass sie die populärste Anhängerin von Sporting Braga sind?
Ich bin seit 28 Jahren Witwe. Meine Eltern sind tot und ich habe keine Kinder. In meinem Leben habe ich nichts Wichtigeres als Sporting Braga.

Wo waren Sie überall mit Ihrem Verein?
Ich war bei jedem internationalen Spiel von Sporting Braga. Ich bin nach Sevilla gefahren und wir haben gewonnen. Lima hat einen Hattrick gemacht. Ich bin nach Schottland, Liverpool, London, Kiew, Polen, in die Ukraine und nach Serbien gefahren. Ich war auch in Manchester, um Cristiano Ronaldo spielen zu sehen. Die Fans des FC Liverpool hielten mich einmal sogar für Queen Elisabeth II.

Wie kam es dazu?
Ja, ich war in einem alten Gefährt unterwegs, dass von Pferden gezogen wurde und sie haben mich verwechselt. Alle haben gerufen: ››Queen! Queen!‹‹ Ich habe nur gesagt: ››Königin, ja. Aber ohne Krone!‹‹

Wie lange wollen Sie noch zu den Spielen von Sporting Braga gehen?
Ich werde alt sein, sehr alt und ich werde die Spiele mit einer großen Decke besuchen. Ich bleibe nur zu Hause, wenn ich irgendwann mal einen Schlag einstecke. Sie kennen mich nicht. Ich bin eine eiserne Lady.

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Das Interview führten dankenswerterweise unsere Kollegen von »Maisfutebol«

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