Unions Fanbeauftragter über die Aufstiegsfeier

»Auf keinen Fall mit Hertha«

Lars Schnell, 37, ist seit fünf Jahren nebenberuflich als Fan-Beauftragter des 1. FC Union Berlin tätig und als solcher maßgeblich an der Planung der Aufstiegsfeier beteiligt. Wo, wann, mit wem – Schnell weiht uns ein. Unions Fanbeauftragter über die AufstiegsfeierImago

Herr Schnell, der Präsident des 1. FC Union, Dirk Zingler, hat angekündigt, für das Wochenende schon mal Bier zu bestellen. Wie weit sind die Planungen für die Aufstiegsfeier in die Zweite Liga denn bei den Fans?

Wenn der Präsident das sagt, nehme ich das zur Kenntnis (lacht). Wir planen jedenfalls fleißig für eine Aufstiegsfeier. Man muss allerdings sagen, dass hier niemand damit gerechnet hat, sechs Spieltage vor Saisonschluss eine Party planen zu können. Wenn der Aufstieg feststeht, wird uns schon etwas einfallen. Schließlich ist Union Meister der Spontanität.

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Wie sieht der Plan für kommendes Wochenende aus?

Das lassen wir alles auf uns zukommen. Die richtig große Aufstiegsfeier wird auf jeden Fall erst am Saisonende stattfinden. Auf jeden Fall kribbelt es schon und der Vorverkauf zieht richtig an.

Seit mehr als zwei Monaten steht Union auf Platz eins. Bereiten sich die Anhänger nicht schon lange auf den Aufstieg vor?

Dass der Aufstieg tatsächlich Wirklichkeit werden kann, ist den meisten Fans zwar schon bewusst, wird aber wohl erst richtig realisiert, wenn es geschafft ist.

Gibt es auch Zweifel daran, ob der Verein für den Aufstieg bereit ist?

Nein. Die Entwicklung des Vereins sehen die Fans positiv. Sie sind aber überrascht, dass es nun so schnell geht.

Eine gemeinsame Meisterfeier mit Hertha BSC – wäre das etwas? Man könnte zusammen durch das Brandenburger Tor fahren.

Auf gar keinen Fall (lacht). Die zwei Vereine leben in verschiedenen Welten.

Sie meinen, weil Hertha ein anderes Verhältnis zu den Fans hat?

Ja, der Zusammenhalt bei uns zwischen Verein, Mannschaft und Fans ist schon enorm. Die Fans helfen beim Umbau des Stadion »An der Alten Försterei«. Ansonsten wäre der Umbau so gar nicht möglich gewesen. Dafür bekommen unsere Anhänger eben die Möglichkeit, tiefer den Kopf in den Klub hineinzustecken und selber anzupacken. Ab einer gewissen Vereinsgröße funktioniert das nicht mehr. Die familiären Verhältnisse machen uns schon glücklich.

Wird Union irgendwann ein ernsthafter Konkurrent für Hertha BSC sein?

Das will ich hoffen.

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