Tim Borowski im Interview

„Ich habe Klinsi ausgelacht“

Beim SV Werder Bremen ist Tim Borowski der Chef im Mittelfeld, in der Nationalmannschaft immer noch zweite Wahl hinter der Achse Ballack-Frings. Doch er hat sich mit der Situation arrangiert und wartet auf seine Chance. Reinaldo Coddou H.
Heft #60 11 / 2006
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Tim Borowski, ist Michael Ballack derzeit der beste deutsche Spieler?

Ehrlich gesagt finde ich es blöd, über Kollegen zu urteilen.

Anders gefragt: Was kann Ballack besser als Sie?

Das Kopfballspiel beherrscht er sicher besser.

Wie verstehen Sie sich mit ihm?

Wir sind Teamkollegen und in dieser Eigenschaft verstehen wir uns gut. Er bringt hervorragende Leistungen und selbstverständlich verdient er dafür genauso Respekt, wie jeder andere im Team.

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Mal ehrlich, ging Ihnen die gute Laune während der WM nicht irgendwann auf den Sack? Schließlich waren Sie die meiste Zeit nur zweite Wahl.

Als ich im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica ausgewechselt wurde, saß ich abends im Hotelzimmer und dachte: „Warum lässt er mich nicht wenigstens durchspielen?“ Ich wusste, dass ich beim nächsten Spiel wieder auf der Bank sitzen würde…

Weil die „Wade der Nation“ im Eröffnungsspiel verletzt fehlte.

Doch nach dem ersten Frust habe ich mit meinem Berater und meiner Familie telefoniert. Die haben mir einen anderen Blick auf das Turnier vermittelt. Mir wurde bewusst, was für ein Glück ich habe, bei so einem Ereignis dabei zu sein. Mein Geburtsjahr, mein Alter stimmen, ich bin fit und wurde berufen. Also habe ich beschlossen, die Zeit zu genießen. Diese Einstellung hat mir sehr dabei geholfen, eine gute WM zu spielen.

Welche Rolle wollen Sie nun bei der EM 2008 spielen?

Wenn es nach mir geht, eine noch größere als bei der WM. Schweini und ich haben während der WM auf unserer Position hohe Spielanteile erreicht. Es wäre schön, wenn ich mich auf diesem Weg weiter steigern könnte, denn nach wie vor stehe ich auf dem Standpunkt, dass unser Mittelfeld eines der besten der Welt ist.

Die Außenposition ist also langfristig Ihr Ziel im Nationaldress?

Natürlich gefällt mir die Halbposition oder sogar das zentrale Mittelfeld besser. Aber ich kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenposition spielen, was für meine Stellung im Team ein großes Plus ist. Denn so kann ich überall, wo ich aufgestellt werde, auf mich aufmerksam machen.

Ist 2008 auch eine zentrale Mittelfeldachse mit Ballack und Borowski denkbar?

Meines Erachtens haben Michael Ballack und Torsten Frings bei der WM bewiesen, dass sie derzeit die beste Achse bilden. Aber es gibt zwei weitere Positionen im Mittelfeld, und ich wäre froh, wenn ich eine davon als Stammspieler übernehmen könnte. Und wenn sich einer verletzen sollte – was ich natürlich keinem wünsche – wäre ich da, um auf einer zentralen Position auszuhelfen.

Hätten Sie als Spieler des FC Bayern eine wichtigere Rolle bei der WM gespielt?

Ich glaube nicht. Vor einem Jahr träumte ich davon, überhaupt bei der WM dabei zu sein. Dann habe ich eine gute Saison gespielt, war aber auch noch verletzt und wurde unumstritten nominiert. Und mit der Art, wie ich mich bei der WM präsentierte, habe ich ein paar Kritikern sicher das Futter entzogen.

Welchen Anteil hat Jürgen Klinsmann am WM-Erfolg?

Viele haben ihn ausgelacht, als er den Kader bekannt gab. Aber er hat genau die richtigen Charaktere berufen und hat ein Team-Gebilde kreiert, das zusammen passte. Bis ins letzte Glied hat er uns vorgelebt: Wir sind ein Team.

Mussten Sie angesichts des schwäbischen Dialekts bei Klinsmanns Brandreden trotzdem manchmal in sich hinein schmunzeln?

Es kommt auf die Inhalte an. Seine Ansprachen habe nicht nur ich als große Motivationskunst empfunden.

Können Sie nachvollziehen, warum Klinsmann aufgehört hat?

Ja, denn wie er in diesen zwei Jahren gearbeitet hat, war der Wahnsinn. Er hat nicht nur eine Mannschaft überzeugt, sondern ein ganzes Land. Die ganze Zeit stand er extrem unter Druck. Als was waren wir Spieler vorab nicht alles beschimpft worden: als „Bratwürste“, „Pizzen“ und „Kartoffeln“. Und wären wir tatsächlich in der Vorrunde ausgeschieden, hätte Klinsmann den Kopf dafür hingehalten. Daher kann ich nachvollziehen, dass er nach der WM völlig ausgebrannt war. Im Übrigen: Was hätte er noch erreichen können?

Zum Beispiel in vier Jahren mit Ihnen Weltmeister zu werden.

Aber auch so hat er in Deutschland ein Ansehen, dass beinahe mit dem von Franz Beckenbauer zu vergleichen ist. Und jetzt ist er in Florida und bekommt viele gute Angebote.

Ist es ein Vorteil für Sie, dass Löw Klinsmann nachgefolgt ist?

Ich bin ganz froh, dass er den Job übernommen hat. Schließlich hat Löw das System mit geprägt und unsere Spielphilosophie bleibt die gleiche.

Was bringt einem Spieler von Ihrer Qualität noch das Training bei der Nationalmannschaft?


In der WM-Vorbereitung habe ich gelernt, wie wichtig der Fitnesswert ist. Das Trainerteam um Mark Verstegen hat uns zu Maschinen gedrillt, die 90 Minuten rauf und runter marschieren konnten, ohne nur mit der Wimper zu zucken.

Wer sind Ihre besten Kumpels im DFB-Team?

Wir haben einen sehr guten Teamgeist und ich verstehe mich mit allen. Bei der WM habe ich neben Torsten Frings auch viel mit Robert Huth, Bernd Schneider, Per Mertesacker oder Oliver Neuville unternommen.

Franz Beckenbauer sagte 1974, dass ein modernes Nationalteam nicht mehr elf Freunde sind, sondern ein reiner Interessenverband. Inwieweit trifft das auf die Mannschaft von 2006 zu.


Ich würde uns als einen untereinander befreundeten Interessenverband bezeichnen.

Was bedeutet es Ihnen, in der Nationalmannschaft zu spielen?

Es ist das Größte. Und gerade an jungen Spielern wie Trochowski und Schlaudraff, merke ich, wie extrem hoch auch bei denen der Stellenwert des DFB-Teams wieder ist.

Was sagen Sie dazu, dass trotz der harmonischen WM inzwischen auch in Bundesligastadien wieder rassistische Parolen zu hören sind?


Rassismus in Stadien ist kein deutsches, sondern ein europäisches Problem. In Italien und Spanien ist das viel heftiger als bei uns. Idioten, die irgendwelchen Mist aufs Spielfeld brüllen, wird es wohl immer geben.

Haben Sie eine Idee, wie Sie als Spieler so was verhindern können?

Sowas kann niemand kontrollieren. Selbst die Ordner können nur selten erkennen, wer da gröhlt. Das einzige, was uns Spielern bleibt, ist, das Problem publik zu machen und zu zeigen, dass wir nicht bereit sind, Rassismus in den Stadien zu tolerieren.

Blickt man in die unteren Ligen, stellt man fest, dass rassistische Übergriffe vor allem in ostdeutschen Stadien ein Problem sind.

Ich glaube, das Problem existiert überall. In der Nähe von Bremen, in Delmenhorst, wollte gerade ein Anwalt aus der rechtsradikalen Szene ein Hotel in ein Schulungszentrum für diese Leute umfunktionieren. Aber sicher hat es den Anschein, dass die Jugendlichen in den neuen Bundesländern ein besonderes Problem darstellen.

Wie sehr fühlen Sie ich noch als Ostdeutscher?

Ich würde meine Herkunft nie verleugnen. Ich bin stolz darauf aus Mecklenburg-Vorpommern zu stammen. Es ist eines der schönsten Bundesländer in Deutschland, in dem ich gerne meine Urlaube verbringe. Aber das Gerede von Ost-West-Gegensätzen geht mir total auf den Keks.

Was konkret geht Ihnen auf den Keks?

Wenn ich zurück nach Neubrandenburg komme, habe ich manchmal den Eindruck, dass gerade diejenigen, die damals die Mauer niedergeschrieen haben, sie nun am liebsten wieder aufbauen würden. Ich kann nicht nachvollziehen, dass die immer noch PDS wählen. Das ist wie mit dem Rechtsextremismus – bei manchen kriegt man diese Verbohrtheit einfach nicht aus dem Kopf.

Wie haben Sie es als 16-Jähriger empfunden, aus Ihrer Heimatstadt Neubrandenburg in die Fußballmetropole Bremen zu kommen?

Bereits als Zehnjähriger war es mein Ziel, Profi zu werden. Schon da wusste ich, dass ich nur mit viel Glück die Chance bekomme, bei einem Top-Klub zu trainieren. Insofern war klar, dass ich das Angebot annehme. Aber die Abnabelung fiel mir natürlich nicht leicht.

Hatten Sie Heimweh?

Gerade das erste halbe Jahr war sehr hart. Es kam alles auf einmal: Die Freunde und die Familie sind weg, der Schulweg dauert nicht mehr fünf Minuten, sondern eine dreiviertel Stunde. In dieser Zeit war mir die Familie im Werder-Internat eine große Stütze.

Welche Eigenschaften haben Ihnen den Weg aus der Jugend an die Spitze des Werder-Teams geebnet?

Wer als Jugendlicher so einen Schritt wagt, muss ein besonderes Maß an Zielstrebigkeit mitbringen. Ich wusste immer, was ich mir leisten kann und worauf ich zugunsten des Erfolges verzichten muss.

Ihr Erfolgsgeheimnis in einem Satz.

Talent ist wichtig, aber nicht alles. Ich habe zugesehen, oft auch in Extraeinheiten, an meinen Defiziten zu arbeiten und Stärken zu verfeinern. Ein Profi kann nicht zweimal die Woche feiern gehen, sondern nur einmal im Monat. Und dann kommt auch eine ordentliche Portion Glück dazu.

Etwa das Glück, dass Thomas Schaaf schon Ihr Jugendtrainer bei Werder war?

Es war bestimmt ein Vorteil, dass er mich kannte und mich nach Bremen geholt hat. Dadurch kannte er meine Stärken und konnte die Schwächen tolerieren. Für meinen Sprung ins Profi-Team war so gesehen auch der Trainerwechsel bei Werder von Felix Magath zu Thomas Schaaf in Glücksfall. Denn so bekam der Trainer seine Chance, hier etwas Großes aufzubauen.

Gab es einen Moment, als auch Ihnen persönlich klar wurde, dass Sie bei Werder Bremen Großes erreichen können?

Ich hatte in Bremen parallel zum Fußballinternat eine Ausbildung zum Automobilkaufmann angefangen. Eines Tages kam Thomas Schaaf auf mich zu und sagte: „Was willst Du? Profi werden oder Autos verkaufen? Du verpasst zu viele Trainingseinheiten.“ Da habe ich entschieden, die Ausbildung abzubrechen. Zwei meiner Kumpels haben genau so entschieden – bei mir hat es geklappt, bei ihnen leider nicht.

Schaaf war als Interimslösung nach Felix Magath geplant. Haben Sie damals geglaubt, dass er so viel Erfolg bei den Profis haben würde?

Auf jeden Fall. Schon als Jugend- und Amateurtrainer hat er ständig neue Trainingsmethoden ausprobiert. Er studierte schon damals den Spielrhythmus internationaler Teams und dachte moderner als andere. Dazu kam sein Auge für gute Spieler.

Wie haben Sie die Ära Magath in Bremen erlebt?

Unter Magath durfte ich nur einmal als A-Jugendlicher trainieren. Das Einzige woran ich mich erinnere, ist, dass ich nach dem 30-minütigen Aufwärmprogramm platt war.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Schaaf bezeichnen?

Er ist eine Respektsperson, immerhin ist er mein Chef. Aber wenn ich ein Problem habe, kann ich jederzeit seinen Rat erfragen. Insofern ist er auch ein Freund, auch wenn unser Verhältnis sicher nicht die Züge einer normalen Freundschaft trägt.

Duzen Sie sich?

Ja. Das stammt noch aus der Zeit, als er mein Jugendtrainer war.

Foppen Sie ihn, wenn er seinen Kapuzenpulli bei Champions League Spielen mit dem Anzug tauscht?

Nein, denn erstens bin ich mir nicht sicher, ob der Anzug nicht sogar eine Auflage der UEFA ist. Zweitens finde ich, dass es ihm ganz gut steht und drittens, ist es dem Anlass meines Erachtens auch angemessen (lacht).

J
ürgen Klinsmann hat als Spieler immer Probleme mit der Ballan- und Ballmitnahme in höchster Geschwindigkeit gehabt. Welche Probleme haben Sie noch?

Die Defizite werden immer weniger (lacht). Mein Manko war schon seit der Pubertät die Schnelligkeit. Die Explosivität bei einem 1,94 Meter Mann ist naturgemäß schwächer als bei einem 1,74 Meter großen Spieler. Daran muss ich bis heute arbeiten.

Sonst keine Defizite?

Sicher, aber die muss nicht jeder kennen. Natürlich nur Kleinigkeiten (lacht).

Was hat Schaaf in Bremen geschaffen, was seinen Vorgängern nicht gelungen ist?

Er hat eine moderne Spielphilosophie geprägt und Spieler wie Micoud oder zuletzt Diego geholt, die intelligent genug sind, dieses System umzusetzen. Wir praktizieren schnelles Umkehrspiel, können mit wenigen Ballkontakten und variablen Passfolgen von Abwehr auf Angriff umschalten.

Inwieweit ergänzt sich diese Philosophie mit der Linie in der Nationalelf?

Das ist der moderne Fußball: viele direkte Pässe, die vertikal in die Spitze gespielt werden, um die Schwächen der Viererkette auszunutzen. In Barcelona wird das System seit fünf Jahren gespielt, bei uns in Bremen seit gut drei Jahren und in der Nationalelf seit zwei.

Wenn das der moderne Fußball ist, warum spielt der FC Bayern dann nicht so attraktiv wie Werder?

Weil Bayern eine andere Philosophie pflegt. Wir setzen mit aller Macht darauf, dass Spielfeld mit wenigen Kontakten schnell zu überbrücken. Das macht Bayern nicht oder anders und deswegen ist deren Spiel auch nicht so schön wie unseres (lächelt).

Haben Sie eine Erklärung, warum Magath so spielen lässt?

Ehrlich gesagt, beschäftige ich mich lieber mit unserem System als mit anderen.

Aber Sie treffen im Nationalteam viele Bayern-Spieler. Sind die mit dem System einverstanden, das in München praktiziert wird?

So viele Bayern gibt es da gar nicht mehr (lacht). Nur soviel: Ich habe von vielen Nationalmannschaftskollegen positive Stimmen zu unserer Philosophie gehört.

Frank Rijkaard sagt, Deco ist das Barometer des Barca-Spiels, der Mann, der den Druck variiert. Wer ist das Barometer des Werder-Spiels?

Das komplette Mittelfeld. Wird Diego in Manndeckung genommen, können Torsten Frings und ich für den Druck sorgen. Treten wir gegen offensivstarke Teams wie Barcelona an, treibt Frank Baumann von der Sechser-Position unser Spiel an. Wenn wir hingegen selbst das Spiel machen, ist Diego für die spielerische Kreativität verantwortlich.

War die Verpflichtung Diegos nach dem Weggang von Micoud für Ihr Spiel eine große Umstellung?

Jo war ein außergewöhnlicher Fußballer – eine klassische 10. Diego ist auch eine 10, technisch ist er mindestens gleichwertig, allerdings hatte er am Anfang noch eine andere Spielauffassung. Langsam hat er sich an unser System gewöhnt, hat weniger Ballkontakte und ist dadurch wesentlich gefährlicher.

Micoud ist eine 10, Diego auch. Was sind Sie?

Ich habe früher öfter den klassischen Zehner im zentralen Mittelfeld gespielt. Aber ein Zehner mit 1,94 Meter ist schwer vorstellbar. An und für sich sind das eher die abgedrehten, quirligen Spielertypen um die 1,80 Meter.

Aber Sie haben doch trotzdem die Fäden in der Hand?

Sagen wir so: Ich habe Ansätze eines Zehners und ich bin auf einem guten Weg noch mehr Fäden zu ziehen.

Wer hat auf dem Platz bei Werder das Sagen?

Mehrere. Auf dem Platz gebe ich klare Anweisungen. Aber das gehört zu der Rolle, die ich spiele, genauso wie bei Torsten Frings, Frank Baumann und Miro Klose.

Welcher Spieler ist auf dem Platz der erste Ansprechpartner des Trainers?

Frank Baumann als Kapitän, Torsten Frings, ich auch. Der, der gerade vorbeiläuft.

Auf dem Platz neigen Sie zu Wutausbrüchen. Haben Sie eine cholerische Ader?

Das nicht, aber beim Sport bin ich kein angenehmer Typ. Bei einer falschen Schiedsrichterentscheidung oder einer versiebten Torchance, falle ich schon mal aus der Rolle.

Michael Ballack hat mit fast 30 den Wechsel ins Ausland gewagt. Wann lockt Sie das große Geld? Sie haben in Bremen noch Vertrag bis 2008.

Dann bin ich aber erst 28. Ich kann meinen letzten großen Vertrag also auch noch nach der WM 2010 machen (lacht).

Das heißt, Sie verlängern in Bremen.

Es ist nicht ausgeschlossen. In Bremen entwickelt sich viel – nicht nur fußballerisch. Auch das Stadion soll demnächst ausgebaut werden.

Trotzdem, bei Ihren Fähigkeiten müssen Sie sich doch auch finanziell an Michael Ballack orientieren. Und der verdient ein Vielfaches von Ihrem Gehalt.

Wahrscheinlich. Aber es ist doch ein offenes Geheimnis, dass Roman Abramowitsch die Kohle wie wild raushaut. Da kann Werder Bremen nicht mithalten. Aber ich kann Sie beruhigen: Auch bei Werder kann man sich zweimal am Tag warmes Essen leisten.

Ist das die neue Bremer Genügsamkeit? Miroslav Klose hat auch angekündigt, eventuell noch einmal zu verlängern?

Einerseits finde ich den Gedanken reizvoll, wie Marco Bode oder Dieter Eilts die Karriere in Bremen zu beenden. Andererseits finde ich auch den englischen oder spanischen Fußball sehr interessant.

Wer hat das letzte Wort. Ihre Frau? Thomas Schaaf?

Naja, wo ich meine Karriere beende, entscheide ich selbst. Da bin ich egoistisch genug (lächelt).

Haben Sie einen Traumklub?

Lange war es der FC Barcelona.

Entspricht die spanische Liga Ihrer Spielweise?

Spanien käme meiner Spielweise ziemlich entgegen, England würde sicher auch passen.

Wie sehr fühlen Sie sich denn mit Werder verbunden?

Bremen ist mein Zuhause. Werder war schon vor dem Wechsel mit 16 mein Klub. Ich habe sogar in Werder-Bettwäsche geschlafen. Auch, wenn es mein Jugendtraum war, für Hansa Rostock zu spielen.

Ballack wurde beim Abschied vom FC Bayern ausgepfiffen. Wie stellen Sie sich Ihren Abgang in Bremen vor?


Im Moment gar nicht. Und wenn, kommt es darauf an, wie man seinen Abgang vorbereitet. Michael ist es vielleicht nicht ganz so gut gelungen, weil er seine Entscheidung lange nicht bekannt gegeben hat, obwohl sie schon fest stand. Ich denke, wenn man mit Wechselabsichten und den Gründen dafür offen umgeht, dass diese Fairness auch von den Fans honoriert wird.

Könnten Sie sich vorstellen, zu einem Klub wie dem FC Chelsea zu gehen, wo alles von dem Geld eines Mannes abhängt?

Es ist immer gefährlich, an den Fäden eines Geldgebers zu hängen. So etwas ist bei der Konstruktion von Werder Bremen gar nicht möglich. Aber ich bin sicher, dass sich auch Klaus Allofs einen Sponsoringpartner wie zum Beispiel Gazprom bei Schalke als Geldgeber vorstellen könnte. Da fließt gutes Geld, aber denen gehört nicht gleich der ganze Klub.

Tim Borowski, welcher Spieler lenkt bei der WM 2010 das Spiel der deutschen Mannschaft?


Ich hätte nichts dagegen, wenn ich das machen würde.

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