Thomas Schaaf im Interview

„Wir können stolz sein“

Es war ein kalte Dusche für die Bremer gestern abend in Barcelona. Mit 0:2 ging das Spiel verloren, in dem Werder sich in der europäischen Spitze etablieren wollte. Coach Thomas Schaaf aber blickt schon wieder nach vorn. Imago

Thomas Schaaf, was überwiegt bei ihnen? Die Freude über ein beachtliches Abschneiden in der Champions League oder die Verärgerung, das Achtelfinale knapp verpasst zu haben?

Beide Gefühle sind vorhanden. Wir haben gezeigt, dass wir gegen Europas Topklub mitstreiten können, aber wir haben auch leider die Sensation nicht ganz geschafft. Doch auch nach der 0:2-Niederlage beim FC Barcelona sage ich: Insgesamt können wir stolz sein auf unsere Leistung, wir haben uns viel Anerkennung erworben.

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Warum hat es gegen Barcelona nicht gereicht?

Weil wir nicht richtig ins Spiel gekommen und für unsere Fehler schnell mit zwei Gegentoren bestraft worden sind. Wenn man nach nicht einmal 20 Minuten mit 0:2 im Rückstand liegt, ist es natürlich schwer, das Blatt noch einmal zu wenden.

Hatten Sie, wenn auch vielleicht nur für kurze Zeit, die Befürchtung, es könne ein ähnliches Debakel wie beim 2:7 bei Olympique Lyon vor knapp zwei Jahren geben?

Nein, die Niederlage von Lyon war und ist aus meiner Sicht ein einmaliger Ausrutscher. Ich bin diesmal ganz ruhig geblieben und habe darauf vertraut, dass meine Mannschaft wieder zu ihrem Spiel findet. Sie hat mich nicht enttäuscht, obwohl wir in der zweiten Halbzeit unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben.

Dreimal hintereinander haben Sie mit Ihrer Mannschaft in der Champions League gespielt. Ist da die Qualifikation für den UEFA-Pokal nicht mehr als ein mickriges Trostpflaster?

Nein, denn nun nehmen wir uns eben für diesen Wettbewerb eine Menge vor. Wir gehen einfach in eine andere Runde und versuchen es besser zu machen. Das bedeutet in erster Linie, im UEFA-Pokal unsere Erfahrungen aus der Champions League zu nutzen.´

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