08.01.2010

Thomas Cichon über Südafrika

»So gefährlich wie St. Pauli«

Seit einem halben Jahr organisiert Thomas Cichon beim südafrikanischen Erstligisten Moroka Swallows die Abwehr. Hier erklärt er, auf welche Bedingungen sich das DFB-Team bei der Weltmeisterschaft einstellen muss.

Interview: Tim Jürgens Bild: Imago
Thomas Cichon über Südafrika
Thomas Cichon, Sie spielen seit September für die Moroka Swallows. Was verschlägt Sie nach Johannesburg in Südafrika? 

Durch den Abstieg des VfL Osnabrück in die 3. Liga stand ich plötzlich ohne Vertrag da. Ich musste mich eine Zeitlang im Camp der Spielergewerkschaft VDV fit halten, da rief plötzlich Rainer Zobel (Trainer d. Moroka Swallows, d.Red.) an und fragte, ob ich nicht nach Johannesburg kommen wolle. Er suchte für sein junges, teilweise noch etwas unerfahrenes Team noch nach einem routinierten Innenverteidiger.



Und Sie haben sofort zugesagt. 

Von wegen. Ich war vorher noch nie in Südafrika gewesen und wollte mir erst einmal die Bedingungen ansehen. Man hört ja in Deutschland so einiges über das Land – und das meiste davon ist nicht gerade positiv.

Warum entschieden Sie sich für Südafrika? 

Ich bin fünf Tage runtergeflogen und habe mir alles genau angesehen: Wohn- und Einkaufsbedingungen, Trainingsplätze, die handelnden Personen. Und was soll ich sagen: Ich war in jeder Hinsicht positiv überrascht.

War die Umstellung groß? 

Es geht. Aber Südafrika ist ein riesiges Land, da gibt es auch zwischen den einzelnen Städten extreme Unterschiede. Johannisburg liegt rund 1800 Meter hoch, die Luft ist deutlich dünner als an der Küste  – und das merkt man als Sportler sofort.

Welche Bedingungen kann die deutsche Mannschaft bei der WM erwarten. 

Das Turnier findet im Winter statt, das bedeutet, da kann es nachts schon mal knackig kalt werden. Auch tagsüber ist es meist nur um die 20 Grad. Das sind Bedingungen die der deutschen Mannschaft sicher entgegen kommen.

Lange war unklar, ob die WM-Stadien rechtzeitig fertig werden. Sie haben schon in einigen gespielt... 

...und muss sagen, dass die Stadien in einem optimalen Zustand sind. Da gibt es keinen Unterschied zu den neuen Arenen in Deutschland.

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