Stephan Engels über Kölner Hallenkönige

»Litti war Spektakel!«

Stephan Engels hat 236 Spiele für den 1. FC Köln gemacht, war Trainer, Chef-Scout und ist nun Nachwuchskoordinator. Seine schwierigste Aufgabe steht ihm allerdings noch bevor: Seinen FC beim FlexStrom-Cup aufs Feld zu führen. Stephan Engels über Kölner Hallenkönige

Stephan Engels, am 8. Januar 2011 führen Sie die Legenden vom 1. FC Köln aufs Feld der Max-Schmeling-Halle. Was verspricht der Titelverteidiger seinen Fans?

Spektakel. Nicht mehr und nicht weniger. Wir kommen nach Berlin, um schönen Fußball zu spielen. Im heutigen Profifußball wird doch meistens nur nach Schema F gespielt, wir wollen den Zuschauern auch zeigen, dass Fußball – vor allem in der Halle – davon lebt, unberechenbar zu sein.

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Schema F?

Selbst der FC Bayern wird doch relativ berechenbar, wenn Robben und Ribery verletzt sind. Aber die Legenden vom 1. FC Köln in der Halle – das ist ein Genuss! Und, was ganz entscheidend ist, wir werden uns ganz sicher nicht nur hinten rein stellen.

Wer waren 2010 die Defensivmonster?

Ich werde keinen Namen nennen, sonst bekommen wir von denen am 8. Januar nur unnötig auf die Knochen. Für uns steht jedenfalls nicht der Erfolg an erster Stelle – sondern das schöne Spiel. Sie sehen: Beim FlexStrom-Cup stehen wir geradezu unter holländischem Einfluss.

Welche Spieler haben Sie im Kader, um solch stolze Ziele auch zu erfüllen?

Andrzej Rudy und ein Mann namens Stephan Engels sind fußballerisch noch ziemlich auf der Höhe, vorne hilft der liebe Gott und Matthias Scherz.

Hallenwunder Matthias Scherz?


Kein Witz, der ist von seinen Anlagen vielleicht kein Spezialist für das Hacke, Spitze, Einszweidrei an der Bande, aber 2010 war Scherz unser bester Mann im Sturm. Eiskalt vor dem Tor, sauschnell – und möglicherweise der fitteste Spieler des gesamten Turniers!

Die Kölner Fans werden die ehemaligen Supertechniker Thomas Hässler und Pierre Littbarski im Kader vermissen. Woran sind die Transferverhandlungen für den FlexStrom-Cup gescheitert?

Icke hat Problem mit seinem Knie und will deshalb nicht in der Halle spielen. Und Litti freut sich wahrscheinlich nach dieser Hinrunde mit dem VfL Wolfsburg einfach nur auf ein wenig Winterpause. Obwohl ich ihn natürlich gerne in unserer Mannschaft gesehen hätte.

Warum?

Das fragen Sie noch? Ich kenne keinen Kölner Fußballer, der im Eins gegen Eins jemals besser war, als Pierre Littbarski. Was war der für ein Techniker... Litti war, wie man so schön sagt, mit dem Ball per Du. Litti war Spektakel!

Stephan Engels, Hand aufs Herz, was ist wichtiger beim Hallenfußball: Die Minuten auf dem Kunstrasen, oder das Kölsch danach?

Wir sind Fußballer und deswegen steht der Fußball natürlich im Vordergrund. Für kühles Kölsch werden Trainer Wolfgang Weber und ich natürlich trotzdem sorgen. Doch an die Fleischtöpfe kommen die Jungs natürlich nur, wenn Sie gut spielen oder erfolgreich sind.

Was passiert, wenn das Kölner Spektakel ausbleibt?

Dann gibt es zur Strafe Berliner Weiße.



Stephan Engels wird beim FlexStrom Cup 2011 gegen den Ball treten. Auch Ihr wollt am 8. Januar 2011 in der Max-Schmeling-Halle Fußball-Legenden live erleben? Dann schickt eine Mail mit eurer Anschrift an flexstrom-cup@11freunde.de Wir verlosen 2x2 Karten für den Fanblock vom 1. FC Köln. Viel Glück!

Alle Infos zum FlexStrom-Cup 2011!

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