07.05.2009

Steffen Baumgart über sich als Trainer

»Ich war noch nie leise«

Letztes Jahr verließ der Spieler Steffen Baumgart Magdeburg, weil er keinen neuen Vertrag bekam. Nun ist er als Trainer zurückgekehrt. Wir sprachen mit ihm über den Neuanfang, das Jahr in Wolfsburg und sein Konzept als Coach.

Interview: Marco Weber Bild: Imago
Herr Baumgart, als wir Sie vor gut zwei Monaten getroffen haben, wurde noch über eine Stelle als Nachwuchstrainer spekuliert, jetzt sind Sie Cheftrainer in Magdeburg.

Da hat man mich wohl missverstanden, ich wollte eigentlich nie als Nachwuchstrainer arbeiten. Ich wollte immer gleich in den Männerbereich, mit Nachwuchsmannschaft war wohl die U-23 gemeint.



Wie kam es zu dem schnellen Wechsel nach Magdeburg, mit dem kaum jemand gerechnet hat?

Ich habe damit auch nicht gerechnet. Es kam sehr überraschend: Magdeburg hat sich von seinem Trainer getrennt und mich danach gefragt, ob ich mir das zutraue.

Sie haben Magdeburg nach der letzten Saison nicht unbedingt im Guten verlassen, Ihr Vertrag wurde nicht verlängert. Ist das jetzt wieder vergessen?

Ich bin nicht im Bösen gegangen. Ich finde es immer wieder lustig, wie man darauf kommt. Dass ein Vertrag nicht verlängert wird, ist eine Sache, die im Fußball immer wieder passiert. Das hat nichts mit Bösesein zu tun. Wir sind auch nach der Absage immer in gutem Kontakt geblieben. Ich war enttäuscht, aber nicht böse.

Magdeburg ist kein einfacher Verein für einen Trainer ohne jegliche Erfahrung.


Ich habe es mir ja so ausgesucht. Als ich gefragt wurde, habe ich gesagt, dass ich mir das zutraue. Und es wird ja über fast jeden Verein gesagt, es sei kein einfacher Verein. Deswegen mache ich mir darüber keine Gedanken. Außerdem: Wäre es ein einfacher Job, könnte ihn doch jeder machen.

Vertrag haben Sie nur bis Saisonende, aber es soll danach schon weitergehen, oder?

Unter normalen Umständen ja.

Wie war das Gefühl, als Sie das Stadion zum ersten Mal als Trainer betreten haben?

Ungewohnt. Ich war auch ein bisschen aufgeregt und angespannt, aber ich glaube, das gehört dazu. Ich war froh, dass die Mannschaft viel von dem umgesetzt hat, was wir vorher besprochen hatten.

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