17.11.2011

Sind Sie ein »Königsmörder«, Stefan Müller-Römer?

»Für Overath bin ich ein rotes Tuch«

Stefan Müller-Römer heißt der Mann, der für den spektakulären Rücktritt von Wolfgang Overath als Präsident des 1. FC Köln verantwortlich sein soll. Im 11FREUNDE-Interview bezieht der Sprecher der Fan-Initiative »fc:reloaded« dazu Stellung.

Interview: Alex Raack Bild: Imago
Stefan Müller-Römer, einige Medien bezeichnen Sie als »Königsmörder«, weil Sie für den überraschenden Rücktritt von Wolfgang Overath verantwortlich sein sollen. Wie gut kommen Sie damit klar?

Stefan Müller-Römer: Das ist Quatsch. Weder unsere Initiative noch ich alleine haben Wolfgang Overath vom Sockel gestürzt, das hat er schon ganz alleine gemacht. Allerdings, so habe ich gehört, war ich für Herrn Overath wohl ein sehr rotes Tuch. Intern hat er sich offenbar heftig über mich beschwert. Das ist schade, weil die Zielrichtung unserer Initiative immer eine Satzungsänderung für klarere Strukturen und mehr Mitgliederbeteiligung war.



Stimmt es, dass Sie als Sprecher von »FC:Reloaded« in all den Monaten kein einziges Mal mit Wolfgang Overath gesprochen haben?

Stefan Müller-Römer: Das stimmt, aber es sollte anders formuliert werden: Er hat nicht mit uns gesprochen. Wir wären jederzeit gekommen, wenn er gewollt hätte. Ich habe ihn einmal zufällig auf dem Parkplatz vor dem Geißbockheim getroffen. Da hat er mich gleich angeschrien: »Mit Ihnen rede ich schon gar nicht!« Dabei hatte ich gar nichts zu ihm gesagt, sondern nur ihm zugehört.

Bei seinem Auftritt auf der Mitglieder-Versammlung des 1. FC Köln hat er Sie lediglich als »den mit den Haaren« bezeichnet. Was hat Wolfgang Overath gegen Sie?

Stefan Müller-Römer: Das weiß ich auch nicht, weil wir uns gar nicht kennen. Overath ist offensichtlich ein Mensch, der keine Kritik verträgt. Kritik an seiner Arbeit, ist für ihn immer sofort ein Angriff auf seine Person. In meiner Funktion als Sprecher von »FC:Reloaded« habe ich mehrfach seinen Führungsstil kritisiert und ihm eine teilweise schlechte Arbeit als Präsident des 1. FC Köln attestiert. Damit kam und kommt er ganz offensichtlich nicht klar.

Als aktives Mitglied vom 1. FC Köln: Wie haben Sie den überraschenden Rücktritt von Wolfgang Overath erlebt?

Stefan Müller-Römer: Auch ich war überrascht. Damit hatte zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet, weil er ja noch am Tag zuvor in der Presse das Gegenteil verkündet hat. Er hat aber leider bei seinem Rücktritt bewusst verbrannte Erde hinterlassen.

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