Sind Sie ein bisschen traurig, dass Sie das »Pech der frühen Geburt« hatten und die beste Zeit der Wolfsburger Vereinsgeschichte verpasst haben?
Damals waren die Verhältnisse ja ganz anders. Als ich kam, habe ich den VfL aus der Regionalliga in die Zweite Liga geschossen, habe in der Aufstiegsrunde in sechs Spielen neun Tore gemacht. Dann haben wir uns in der Liga festgesetzt und das Pokalfinale erreicht. Ich habe hier schon ein bisschen was bewegt!
Wer waren die Stützen der Wolfsburger Mannschaft Mitte der Neunziger?
Da gibt es einige gute Leute zu nennen. Detlev Dammeier zum Beispiel, Thomas Gerstner hat ein Jahr bei uns gespielt, Hansi Brunner, Frank Lieberam, dazu Michael Spies, Matthias Maucksch und dann Roy Präger und Matthias Stammann. Mit Willi Reimann wurde dann der Aufstieg realisiert.
Was sagen Sie zur Entwicklung des VfL in den letzten drei Jahren?
Es ist schön zu sehen, dass der VW-Vorstand fußballbegeistert ist und Geld in die Hand genommen hat, damit der Verein nicht weiter zwischen Platz 10 und 12 herumdümpelt. Mit guten Einkäufen hat man dann eine Topmannschaft geformt.
1987 und 1993 waren Sie Zweitligaschützenkönig. Haben Sie dafür eigentlich auch die obligatorischen Kanonen bekommen?
Nein, leider nicht! (lacht) Zweite Liga war damals wohl nicht so wichtig. Ich weiß gar nicht, ob es die heute gibt...
1995 standen Sie mit Wolfsburg im DFB-Pokalfinale. Ihre schönste Erinnerung als Fußballer?
Sicherlich eine der schönsten Erinnerungen. Wenn man nicht in einer Spitzenmannschaft spielt, schafft man das ja vielleicht nur einmal in der Karriere. Ein wunderschönes Erlebnis, obwohl wir damals gegen Gladbach verloren haben. Das ganze Stadion war grün-weiß – ein toller Anblick!
Im März 1988 erzielten Sie gegen Eike Immel das Tor des Monats. Beschreiben Sie es noch einmal für uns!
Stuttgart hatte gerade das 2:0 gegen uns gemacht. Beim Anstoß war Eike Immel noch auf Gratulationstour am Sechzehner. Gregor Grillemeier hat mir den Ball quergelegt und ich hab ihn direkt reingeschossen.