Sechs Fragen an Martin Kree

»Was ist ein Nerd?«

Martin Kree war einst der Mann mit dem härtesten Schuss der Bundesliga. Heute sitzt der ehemalige Dortmunder lieber hinter dem Bildschirm. Vor dem Spiel seines Ex-Klubs gegen Werder Bremen fragten wir mal nach, was da los ist. Sechs Fragen an Martin Kree

Herr Kree, wo erwischen wir Sie gerade?

Bei der Arbeit. Ich leite in Dortmund seit sieben Jahren ein IT-Schulungscenter.

Wie ist aus dem Mann mit dem härtesten Schuss der Liga ein Nerd geworden?

Mit dem Begriff kann ich jetzt nicht so viel anfangen.

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Ein Nerd ist jemand, der sich sehr gut mit Computern auskennt und anderen Menschen hilft, bevor sie sich gemeinsam mit ihrem Rechner aufhängen.

Ach so, na ja, ich hatte neben Fußball eben auch immer andere Interessen. Wenn wir zu Spielen gefahren sind, haben sich die anderen Filme angeschaut und ich hatte immer Bücher über IT-Programme dabei.

Hat es Sie nie gereizt, als Trainer oder Sportdirektor zu arbeiten?



Wenn, dann wollte ich eigentlich immer eher etwas im Management machen, Trainer war nie mein Traumjob. Interessanterweise entsprechen aber die Aufgaben, die ich heute habe, genau denen eines Trainers. Ich führe hier ein Team, muss Entscheidungen fällen, die Mitarbeiter aussuchen und motivieren. Deshalb kann ich mir mittlerweile auch wieder vorstellen, etwas im Sport zu machen.

An diesem Wochenende trifft Borussia Dortmund auf Werder Bremen. In der Meistersaison 1994/95 haben Sie mit dem BVB am 29. Spieltag in Bremen mit 1:3 verloren. Werder war fünf Spieltage vor Schluss Tabellenführer, Dortmund plötzlich nur noch Zweiter. Hatten Sie nach diesem Spiel die Meisterschaft eigentlich schon abgeschrieben?



Natürlich waren wir niedergeschlagen. Aber wir haben auch nach dieser Niederlage immer noch an uns geglaubt. Hätten wir die Meisterschaft abgeschrieben, wäre das auch erledigt gewesen. Mit Ottmar Hitzfeld hatten wir aber einen Trainer, der uns immer wieder den Glauben an die eigene Stärke vermittelt hat.

In dieser Saison sind Bremen und der BVB weit voneinander entfernt. Hätten Sie den jungen Dortmundern eine solche Dominanz zugetraut?



Ich glaube, ich tue jetzt keinem weh, wenn ich zugebe, dass ich nie damit gerechnet habe, dass sie so dominant spielen könnten. Aber wer mit acht Auswärtssiegen in Folge rechnet, ist auch ein Fantast.

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