RW Oberhausen hat einen neuen Trainer

Theo Schneider und ein Ziel: »Der Klassenerhalt«

Theo Schneider ist neuer Trainer bei Zweitligist Rot Weiß Oberhausen. Sein Wechsel von Borussia Dortmund II zu RWO war eine Überraschung. Im Interview spricht er über sportliche Herausforderungen in Liga 2 und den guten Draht zu Jürgen Klopp. RW Oberhausen hat einen neuen TrainerImago

Theo Schneider, für Außenstehende kam die Meldung sehr plötzlich, dass Sie die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund in Richtung Oberhausen verlassen.

Theo Schneider: Auch für mich ging dieser Wechsel sehr schnell von der Bühne. Dienstag bekam ich einen Anruf von Rot Weiß Oberhausen,  Mittwochmorgen um acht Uhr habe ich auch schon zugesagt.

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Was waren die ausschlaggebenden Punkte für diesen sofortigen Wechsel?


Theo Schneider: Ganz klar die sportliche Herausforderung in der zweiten Liga. Solch eine Chance bekommt man nicht oft. Ich habe sehr lange für den BVB im Nachwuchsbereich gearbeitet, das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Nur stellte sich jetzt vor dem Hintergrund meines auslaufenden Vertrages im Sommer die Frage, ob man sich noch einmal einer neuen Herausforderung stellt. Ich sehe diesen Wechsel als große Chance für mich selbst und bin auch überzeugt davon, dass wir mit Oberhausen den Klassenerhalt schaffen können.

Sie treffen in Oberhausen auf alte Bekannte, Daniel Gordon und Sören Pirson zum Beispiel. Sie haben früher selbst für Oberhausen gespielt – hat das den schnellen Wechsel beeinflusst?


Theo Schneider: Nein. Aber natürlich habe ich auch in den letzten Jahren die Entwicklung des Vereins verfolgt. Das ist ja völlig normal, wenn man selbst einige Jahre für diesen Verein gespielt hat (von 1984 bis 1987, d. Red.). Eine gewisse Verbundenheit war nach all den Jahren also sicherlich noch vorhanden. 

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Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit Borussia Dortmund in den letzten sechs Jahren?


Theo Schneider: Es konnte nicht besser laufen. Ich hatte zu Jürgen Klopp einen sehr guten Draht. Es fand eine enge Verzahnung mit dem Profibereich statt. Ich denke, dass auch der Verein meine Arbeit geschätzt hat.

Was war für Sie der Höhepunkt Ihrer Karriere als BVB-Trainer?


Theo Schneider: In erster Linie natürlich der Aufstieg in die Dritte Liga 2009. Ich denke aber auch gerne an die A-Jugend-Zeiten zurück, zum Beispiel an das Halbfinale gegen Bayern München, das wir im Elfmeterschießen verloren haben. Bei den Bayern spielten damals Schweinsteiger, Lell, Lahm, Rensing und wir waren dagegen fast eine No-Name-Truppe und haben als wirklich klar bessere Mannschaft die beiden Halbfinalspiele verloren. Beide Male kassierten wir erst in letzter Minute das Gegentor. Im Finale sind die Bayern dann ganz souverän deutscher Meister geworden.

Was sind nun Ihre Ziele mit Rot Weiß Oberhausen?


Theo Schneider: Es gibt nur ein Ziel, und das ist der Klassenerhalt. Dann würde es mich natürlich reizen, diese Mannschaft zu formen und für die neue Saison zu gestalten, aber noch haben wir zehn harte schwere Wochen vor uns. Schaffen wir es, das heutige Derby gegen Duisburg zu gewinnen, könnte dies die nötige Euphorie entfachen, die wir im Kampf um den Klassenerhalt dringend benötigen.


Das Interview mit Theo Schneider wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von den Kollegen des formidablen BVB-Fanmagazins »Gib mich die Kirsche«

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