27.04.2013

Roger von Blumentopf über seinen FC Bayern München

»Pizarro ist mein All-Time-Favourite«

Spätestens seit den »Raportagen« zu Welt- und Europameisterschaften zählt die HipHop-Band »Blumentopf« zu den Ballexperten unter der deutschen HipHop-Elite. Wir sprachen mit Bandmitglied Roger Manglus über seinen Herzensklub Bayern München.

Interview: Tobias Ahrens Bild: Benjamin Zecher

Roger Manglus, wo haben Sie das Champions-League-Halbfinale Bayern gegen Barcelona geguckt?
Bei mir zuhause. Dabei wollte ich eigentlich mit einem Kumpel schauen.

Und dann sind Sie alleine auf dem Sofa gelandet?
Nein, nein. Mein Vater hat kein Pay-TV mehr und hatte mich mittags angerufen, ob er und Mama nicht vorbeikommen könnten. Bei dem Ergebnis werde ich jetzt wohl jedes Spiel mit meinen Eltern gucken. Meinem Kumpel erging es übrigens genauso. Die Receiver-Armut führt anscheinend Familien wieder zusammen.

Der 4:0-Sieg über Barcelona war nicht wirklich zu erwarten. Welches Ergebnis stand auf Ihrem Tippschein?
Ich tue mich immer schwer mit der Tipperei. Barcelona ist ja schon eine krasse Mannschaft, und da hätten wir uns auch mit einem 1:1 zufrieden geben können. Außer den Schiedsrichtern hätte wohl niemand dieses Ergebnis für möglich gehalten.

Worauf spielen Sie an?
Es gab einige diskutable Entscheidungen während der 90 Minuten. Ob das Handspiel der Spanier oder auch Müllers Block vor dem 3:0. Das war nicht mehr natürlich.

Thomas Müller fand es zumindest witzig.
Genau, nach dem Abpfiff hat er noch auf dem Rasen darüber gelacht, wie er Jordi Alba mit dem Hintern weggedrückt hat.

Der FC Bayern steht mit einem Bein im Champions League-Finale. Ist das Rückspiel noch eine echte Hürde?
Die Angst bleibt natürlich. Denn wenn der FC Barcelona so verlieren kann, ist das auch für die Bayern möglich. Im Rückspiel gegen Arsenal hat die Mannschaft bereits gesehen, wie knapp es plötzlich werden kann. Aber die Bayern müssen am Mittwoch nur ein Tor schießen, und Barca kann vom Platz gehen. Danach ist es unschaffbar.

Kantersieg über Barcelona, der Götze-Transfer, davor noch Deutscher Meister – um ein altes Beckenbauer-Zitat zu benutzen: »Ist das Team auf Jahre hin unschlagbar«?
Die Mannschaft ist momentan schon sehr gut, und der Verein hat genügend Geld, um die weiteren unschlagbaren Spieler zu kaufen. Aber ich mag auch ein bisschen Spannung in der Liga, sonst wird es irgendwann seltsam. Ohne Konkurrenten ist Fußball einfach kein cooles Spiel mehr.

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